mitH2CO3 schrieb:Mir fällt es nicht leicht, mir vorzustellen, wie es ist, ein paar Milliarden Euro zu besitzen. Eine Million ist schon viel Geld, aber wenn man z.B. ein größeres Haus hat oder hatte, dann kann man sich das schon noch vorstellen, wie es denn sein könnte ein paar weitere Millionen zu besitzen. Aber dann wird es mit der Vorstellung schon schwieriger, weil man ja grds. erst mal nur von dem ausgeht, was man selbst kennt.
An sich, muss man sich das nicht mit Summen vorstellen, ich habe viele Leute mit unterschiedlich hohe Vermögen kennengelernt und bei manchen sogar die Finanzen gesehen - ich kann sagen das Finanzverhalten passt sich an, Marotten bleiben, wer nett war bleibt netter, wer ein Arschloch war, bleibt ein Arschloch.
Was ich neu beobachte , quasi wie bei Jugend, die jungen Neureichen (durch Erbschaft) sind etwas planlos, teilnahmslos, gelangweilt...aber das sehe ich auch in der U Bahn.
mitH2CO3 schrieb:Wie lebt man mit so viel Geld?
Freier und selbstbestimmter. Ich meine normale Sorgen verschwinden, man realisiert seine Träume soweit es geht, man merkt da aber auch die Limits.
Ich habe keinen, wirklich keinen getroffen der nicht richtig gespendet hat (auch die Arschlöcher).
mitH2CO3 schrieb:Aber Milliardäre sind halt derart reich, dass auch mal private Ausgaben von 30-40 Millionen in einem Jahr, kein Problem darstellen.
Die größten Einzelposten sind Flugzeug, Yacht, Immo -> die TCOs sind enorm, aber für die Staaten sehr willkommen...Personal im direkten Umfeld wird übermäßig bezahlt, man will ja nicht sterben, ungesund leben oder entführt werden.
mitH2CO3 schrieb:Und die Vorstellung, dass Milliardäre für ihre privaten Ausgaben ständig iwelche Kredite aufnehmen überzeugte mich tatsächlich auch nicht wirklich.
Gibt es aber - aber nicht um tägliche Ausgaben zu decken, sondern eher mittelgroße Investitionen zu tätigen, dabei geht es nicht um Steuern sondern um Strategie und wie das eigene Vermögen gebunden ist. Bei Bedarf kann ich das erläutern.
mitH2CO3 schrieb:Und da ich jetzt meine kapiert zu haben, dass die ÜBER-Reichen auch Steuern zahlen auf Einkommen oder Aktien/Aktienoptionen, erkenne ich, dass der Unterschied zu Normalos darin liegt, dass es für die ÜBER-Reichen eine Steuer ist, die im Verhältnis zum Einkommen sehr gering ist, und sie nicht für den Eigenbedarf darauf angewiesen sind, ganz im Gegensatz zu uns Normalos, die nur bis zu einer gewissen Grenze Steuern zahlen können, um unser Privatleben finanzieren zu können.
Ich weiss was Du meinst, ich hätte es so gesagt: die Steuern, auch wenn sehr hoch, erlauben ein Netto das mehr als ein sorgenloses Leben ermöglichen.
Und das ist ein bißchen die Krux - wie besteuert man dass die Leute in allen Einkommensklassen motiviert bleiben und ein gutes Leben haben?
Ich behaupte alle Bürger wollen ein möglichst gutes Leben und zwar finanziell so gestaltet dass sie sich alles im Normalmaß leisten können.
Da Dich persönlich geäußert hast, mache ich das auch: ich bin weg gegangen nicht weil die Steuern* zu hoch waren (als alleiniger Grund), sondern weil die Politik unberechenbar ist, das Gesundheitssystem für mich nicht gut ist und ich in DE nie und nimmer mein Heim Projekt hätte realisieren können - die unternehmerische Tätigkeit kam wieder dazu (eigentlich hatte ich aufgehört) weil es hier voran geht und ich super Partner und Kunden habe.
*Die Steuern und ihre Höhe sind bis zu einer Grenze scheissegal, entscheidend sind: Kapitaleinsatz (ggf. Kredit), Sicherheit der Investition und Rendite, mehr nicht. Ich habe auch Geschäfte auf Kredit gemacht weil sie sicher waren und quasi die Rendite garantiert - zum Beispiel in der Nachverdichtung -> Grundstücke zwischen Bauten in erschlossenen Stadtteilen...mache ich aber nicht mehr, da man nicht weiss was die Politik über Nacht erfindet - in Deutschland ist nur eine Sache garantiert -> morgen ist es schlechter für alle als heute.