Toxid schrieb:
UffTaTa schrieb:Weil Ungerechtigkeit den sozialen Zusammenhalt zersetzt.
Das ist dein persönlicher Blickwinkel darauf. Mir fällt jetzt keiner in meinem Umfeld ein, der so eine Denkweise hat.
Ach echt? Unterhaltet ihr euch den darüber? Und was wählen deine Kumpels so?
UffTaTa schrieb:Wie hatte so ein Reciher mal gesagt. Es ist unmoralisch wenn seine Sekretärin einen höheren Steuersatz zahlt als er selbst. Obwohl er das zig-tausendfache ihres Einkommen hat.
Das Zitat stammt von Warren Buffet und es bezog sich auf die USA.
Und diese Aussage stimmt auch in Deutschland, nur nicht so ganz extrem wie in den USA wo ja ganze gewisse "Unternehmer" damit angeben gar keine Steuer zu zahlen (war glaub ich Trump, der durch geschickte Verrechnung mit seiner Spielkasinopleiten 20 Jahre steuerfrei lief).
Venom schrieb:Da kannst du aber nicht einfach auf die Reichen zeigen. Da gibt es zig Faktoren die eine Rolle spielen. Da wird einem dann bewusst, dass das reine Aufzeigen auf die Überreichen und nur die vereinfachte Rede von Vermögens- und Erbschaftssteuer oder "Milliardärsteuer" meistens halt purer Populismus ist.
Nächste Reichen-Nebelkerze. Es gibt so viele Studien, Untersuchungen, Wissen darüber wie sich strukturelle Ungerechtigkeit auswirkt. Wie viel Geld von Suppereichen hinterzogen wird, wie viel Korruption aus den übergroßen Vermögen entsteht. Aber wehe m,an redet darüber, dann isses "Populöismus" oder so ...
Als Panama Papers [ˈpanaˌmaː ˈpeɪpəʳz] (deutsch Panama-Papiere) werden vertrauliche Unterlagen des panamaischen Offshore-Dienstleisters Mossack Fonseca bezeichnet, die infolge eines 2,6 Terabyte großen Datenlecks am 3. April 2016 an die Öffentlichkeit gelangten. Nach Einschätzung der beteiligten Medien belegen die Unterlagen legale Strategien der Steuervermeidung, aber auch Steuer- und Geldwäschedelikte, den Bruch von UN-Sanktionen sowie andere Straftaten durch Kunden von Mossack Fonseca.[1] Die Enthüllungen haben in zahlreichen Ländern zu Ermittlungen gegen Politiker und andere Prominente geführt und öffentliche Debatten über Steuerschlupflöcher, Briefkastenfirmen, Steueroasen, Steuerdelikte und Steuermoral ausgelöst.
Quelle:
Wikipedia: Panama Papers
Toxid schrieb:Das zeigt doch, dass es eben möglich ist, sehr hohe Vermögen auch in Deutschland aufzubauen, besser als in den meisten anderen Ländern, ich sehe da nur positives.
Also ich finde es nicht toll dass die Krippe mehr kostet, das der öffentliche Nahverkehr nahezu unbezahlbar ist, das meine Stadt die Mittel für Kultur, Bildung, Jugendförderung usw. kürzt.
Es gab noch nie soviel Geld auf der Welt, noch nie war der Reichtum der Welt größer, aber trotzdem ist gefühlt nahezu jeder Staat überschuldet, fast pleite und es wird immer mehr die Grundvorsorge gekürzt, während sich die Superreichen aus der Verantwortung stehlen.
Und nur bevor es wieder los geht, von wegen Neid oder so. Ich habe nix gegen die übliche Millionärsschaft. Ich kenne einige derjenigen noch aus meiner Kindheit, als ich verwandschaftsmässig öfters bei den reichen Bauunternehmern zu Gast war.
Ich rede von Superreichen. Leuten die sich schon längst aus jeder Verwantwortung verabschiedet haben und die Welt nur als etwas ansehen das sie ausnutzen können.
Ein Supperreicher ist von uns Allen tausendfach weiter entfernt als der mehrfache Millionär in der Protzgegend meiner Stadt. Leider nicht nur vom Geldsbeutel, sondern vom Denken.