kuno7 schrieb:Das is im Wesentlichen auch das, was ich unter Rechtssicherheit verstehe. Die Unveränderlichkeit von Gesetzen gehört da allerdings nich zu.
Zur Rechtssicherheit gehört aber, dass die Änderungsfrequenz von rechtlichen Sachverhalten angemessen im Verhältnis zu den lebensweltlichen Verhältnissen ist, die diese regeln sollen. An einem Beispiel relativ gut darstellbar:
Irgendein beliebiger Bußgeldsatz im Verkehrsrecht kann sich gerne ständig ändern: der zu regelnde Sachverhalt ist eine Ordnungswidrigkeit, die aus dem Moment heraus verwirklicht wird, es erfolgt vorher keine Planung und es gibt keine weitergreifenden Konsequenzen.
Grundsätzliche Regelungen, die bestimmen was nach einer Anspar-/Erwirtschaftungsphase von ~40-50 Jahren passiert, die die Menschen langfristig (idealerweise über ihr ganzes Erwerbsleben hinweg) planen und realisieren, und die sie auch im Änderungsfall nicht "einfach so" nachholen oder nachzahlen können, sollte man erheblich behutsamer anfassen.
Aus genau diesem Grund hat man sich ja bei der gesetzlichen Rente schon vor einiger Zeit den Kunstgriff einfallen lassen, die Renten nicht mehr direkt in Euro zu garantieren, sondern mit der "fiktiven Währung" eines Rentenpunktes, dem man dann wiederum einen Geldwert zumisst: so kann man wenigstens so tun, als wäre "die Rente langfristig garantiert", weil das eben in der Rechengröße Rentenpunkt so ist...
Die Transferleistung, diese Gedanken auf #Lebensleistung beim Erbe anzuwenden, überlasse ich mal dir.