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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

16.729 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 08:35
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Wenn Vermögen besteuert wird, hat das auf den Gewinn, den ein Unternehmen macht doch ar keinen Einfluss.
? Hab ich doch auch nicht gesagt.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens spielt es doch gar keine Rolle, wem es gehört.
Auch darüber habe ich nix gesagt.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Selbst wenn es das noch nie gegeben haben sollte, heißt das ja nich, dass es unmöglich is.
@kuno7 ich schreib das systemimmanent und das kann man unter anderem daran sehen, dass es eben immer so war, seit es den K. gibt. Da ist ein „aber vielleicht irgendwann ja doch“ ein merkwürdiges Argument.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Unendliches Wachstum muss es ja auch nich geben, wenns mal stagniert oder gar schrumpft
Nicht „mal“. Die Ökonomie im K kann und muss durchaus auch mal schrumpfen und stagnieren, lokal sowieso, aber sogar im globalen Maßstab. Insgesamt funktioniert das aber nur, wenn es dauerhaft eben Wachstum gibt. Und das ist in einer begrenzten Welt nicht möglich.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Na das is ja schon perse falsch.
Nur wenn man „Gewinn“ wie ein BWL Student versteht. Ich meine damit den Profit, Mehrwert und schrieb ohnehin nicht ausschließlich von Unternehmen. Und das meint eben exakt das:
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Kapital akkumulieren kann ich nur dann, wenn ich mehr einnehme als ich ausgebe.
Das war schon deutlich als ich vom „Gewinnstreben“ schrieb, der dem K immanent sei und der eben zur Kapitalakkumulation führt. Noch deutlicher als ich schrieb das „Gewinn machen“ nur eine platte Form ist genau das zu beschreiben.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Doch, darauf können wir uns schon gut einigen.
Dann gilt das Kapitalakkumulation systemimmanent ist.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Offensichtlich macht es schon etwas aus oder warum sind die vermögenden Familien der Industrialisierung und der Zeit der Industriemagnaten der 20er Jahre allesamt völlig bedeutungslos geworden?
Die Familie Rockefeller mit einem geschätzten Vermögen von 10 Milliarden sind völlig bedeutungslos?
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Wenn ein Superreicher am Ende an 7 Kinder vererbt und jedes Kind 1/7 erbt, dreht das schon Akkumulation zurück.
Zeitweilig sicher. Das ändert aber nix.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:So zerstreuen sich Vermögen wieder.
Und wo landet es? Du scheinst da weiter irgendeine Trickle Down Effekt sehen zu wollen oder vaporisiert sich das? Nur weil einzelne bereits superreiche aus der Spirale austreten (die können sich das durchaus leisten), ändert das nichts an den Spielregeln.
Global betrachtet konzentriert sich das Kapital immer weiter in den Händen von immer weniger,
Das denke ich mir nicht aus, das reichste 0,001 Prozent der Weltbevölkerung — etwa 56.000 Personen — hält heute dreimal mehr Vermögen als die untere Hälfte der Weltbevölkerung. Ihr Anteil am globalen Vermögen ist von 3,7 % im Jahr 1995 auf 6,1 % im Jahr 2025 gestiegen.
Das sind bekannte Zahlen, belegbar wenn es dich juckt. Wo ist dein Zerstreuungseffekt? Wie kann man angesichts einer so absurden, völlig jeden Rahmen sprengenden Ungleichheit die sogar Jahrzehnt für Jahrzehnt weiter wächst irgendwie ernsthaft daran zweifeln, dass es sich anders verhält?
Die Fakten sind eindeutig, da ändert es nix das sich die Typen an der Spitze, die obersten 0,001 Prozent mal durchtauschen und statt Rockefeller nun Musk heißen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 08:38
Zitat von SabresSabres schrieb:Sehe ich anders.
Kapitalismus ist auch sozial - noch!
Ich schreibs noch dazu:
Zitat von paxitopaxito schrieb:Ausbeutung meint hier aber etwas anderes als moralische Entrüstung.
Ausbeutung heißt nicht, das der Arbeitgeber gemein und unsozial ist, sondern das die Arbeit des AN mehr Wert hat, als der Lohn den der AN bekommt. Das muss so sein, sonst geht der AG pleite.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 09:22
Zitat von paxitopaxito schrieb:
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Wenn Vermögen besteuert wird, hat das auf den Gewinn, den ein Unternehmen macht doch ar keinen Einfluss.
? Hab ich doch auch nicht gesagt.
Du hast es impliziert. Du schriebst:
Zitat von paxitopaxito schrieb:Dann müsstest du so hart gegensteuern, dass Unternehmen und Privatleute keinen Gewinn machen können. Das wäre mit dem Zusammenbruch der Wirtschaft verbunden.
Also, wenn ein Unternehmer sagen wir mal ne Milliarde an Vermögen besitzt und aus diesem Vermögen jährlich vielleicht 75Mio. an Gewinn bezieht, in wieweit würde eine Vermögenssteuer von 2% oder eine Erbschaftssteuer von 50% einen Einfluss auf den Gewinn des Unternehmens haben?
Der Mehrwehrt wird ja im Unternehmen erzeugt, wenn dem Unternehmer nach vielleicht 50Jahren nur noch 60% des Unternehmens gehören oder seinen Erben vielleicht nur noch 20%, dann kann das Unternehmen ja immer noch den Gleichen Gewinn erzeugen, womöglich sogar mehr.
Der Gewinn würde dann nur anders verteilt.
Zitat von paxitopaxito schrieb:ich schreib das systemimmanent und das kann man unter anderem daran sehen, dass es eben immer so war, seit es den K. gibt.
Es is halt kein Beleg, bestenfalls ein Indiz. Welche Belege hast du, dass ein gleichmäßiges profitieren aller Schichten vom Kapitalismus nich möglich is und diese Unmöglichkeit Systembedingt is?
Zitat von paxitopaxito schrieb:Das war schon deutlich als ich vom „Gewinnstreben“ schrieb, der dem K immanent sei und der eben zur Kapitalakkumulation führt.
Und ich schrieb ja, dass man der Kapitalakkumulation entgegenwirken kann, indem man das Vermögen besteuert. So könnten die angehäuften Vermögen umverteilt werden, so dass alle Gesellschaftsschichten davon profitieren.
Das Gewinnstreben selbst is ja nich perse schlecht, es führt zu Motivation und Innovation und davon kann eine Gesellschaft auch profitieren.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Dann gilt das Kapitalakkumulation systemimmanent ist.
Nur wenn man nichts gegen die Akkumulation unterneimmt.

mfg
kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 09:32
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Du hast es impliziert
Nein. Ich hab auch nicht implizit irgendwas zu einer Vermögenssteuer gesagt. Dein Punkt war das man die Ungleichheit mit Steuern bekämpfen könnte. Und ich sagte, dass man die Steuern so hoch ansetzen müsste, dass Unternehmen und Privatpersonen keinen Gewinn mehr erzielen.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Es is halt kein Beleg, bestenfalls ein Indiz.
Es ergibt sich doch notwendig. Du stimmst zu, das der K. vom Gewinnstreben lebt, das man mehr einnehmen muss, als ausgeben. In einer endlichen Welt führt das zwangsläufig zu Kapitalakkumulation und Ungleichheit. Und das ist auch exakt das, was wir in der Welt sehen. Ich sehe noch nicht mal den Punkt wo dem ernsthaft widersprichst, nur ne vage Hoffnung, das es man es besser machen könnte.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Nur wenn man nichts gegen die Akkumulation unterneimmt.
Klar, du kannst das verlangsamen (wofür es global kein mir bekanntes Beispiel gibt). Um diesen Prozess aber zu stoppen oder gar umzukehren, müsste man so massiv eingreifen, dass es keinen Sinn mehr macht vom K. zu sprechen. Etwa mit einer Besitzobergrenze wie ein anderer Forist vorschlug.
Es gibt im Moment aber 0 Hinweise darauf, das davon irgendwas real wird. Also ja, du kannst da gerne hoffen das man das global anders gestalten kann, gerne auch innerhalb des K. Dann bist du aber auch ne Erklärung schuldig wie das funktionieren soll, jenseits von „man könnte doch“.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 09:51
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Dann kann er womöglich dies auch global schaffen, wenn auch eben nich auf dem Niveau der reichsten Staaten, da der Wohlstand dann möglichst gleich verteilt sein müsste.
Warum sollte das nich möglich sein, mal vorausgesetzt, es wäre gewollt?
Nur damit ich das richtig einordnen kann, ist diese Utopie, die du dir wünscht, vorstellst oder für möglich hälst, basically Kommunismus?

Wenn du sagst, ich wünsche mir eine Welt, in der Menschen genauso wie ich, und zwar alle Menschen genauso wie ich, mit ihren drei Monitoren vom Rechner sitzen und in Diskussionsforen Diskussionen führen, dann wünscht du dir Kommunismus, denn diese Art des Lebens ist ein direkter Widerspruch zum kapitalistischen Wirtschaften, eine Überflussgesellschaft, eine hochtechnologisierte Überflussgesellschaft, in der diese im Überfluss produzierten Waren gerecht, oder bedarfsgerecht verteilt sind. Das nennt sich Kommunismus und das ist ein direkter Widerspruch zu der Profitgier der jeweiligen Unternehmen, die für die derzeitige Warenverteilung zuständig sind.

Die sagen nämlich nicht, du kannst dir diese Waren nehmen, wenn du einen Bedarf hast. Die sagen nicht, wenn dein Bedürfnis es ist, diese drei Bildschirme zu besitzen, dann bekommst du sie. Nein, sie sagen, wenn du genug Lohnarbeit geleistet hast, um dir diese dann zu kaufen.

In der Realität werden ein Großteil der Menschen auf diesem Planeten niemals in der Möglichkeit sein, genug Lohn zu verdienen, um sich diese Bildschirme zu kaufen. Das ist ein direkter Widerspruch.

Wenn du jetzt sagst: „Das sehe ich nicht so, denn ich will, dass das Vermögen umverteilt wird, also dass das gesamt verteilte Vermögen auf alle Personen gleich verteilt wird, so das jeder Mensch auf dieser Erde rein faktisch in der Möglichkeit ist, sich drei Monitore zu kaufen, das würde funktionieren", dann sage ich, dass wir dann einfach eine geldwerte Inflation hätten.

Bedeutet: wenn du das Vermögen umverteilst, führt das automatisch zu einer geldwerten Inflation, weil dann folgendes passiert:

Sagen wir, wir nehmen die 7 Trilliarden oder wie auch immer an Vermögen, an geldwerten Vermögen in Deutschland auf den Konten liegen und wir verteilen die auf jeden Bundesbürger, dann ändert sich an den Besitzverhältnissen als solches nämlich gar nichts, denn die Produktion ist immer noch in privater Hand.

Was würden die Besitzer der Produktionsmittel also tun?

Die würden einfach ihre Wirtschaftsweisen holen und sagen: „Guck mal, jeder Haushalt verfügt über so und so viel Geld. Also werden die Verkaufspreise der Waren so angehoben, dass das Vermögen sich erneut akkumuliert. Das ist Kapitalismus.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 10:41
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Sagen wir, wir nehmen die 7 Trilliarden oder wie auch immer an Vermögen, an geldwerten Vermögen in Deutschland auf den Konten liegen und wir verteilen die auf jeden Bundesbürger, dann ändert sich an den Besitzverhältnissen als solches nämlich gar nichts, denn die Produktion ist immer noch in privater Hand.
Jepp... allerdings benötigt es für die Produktion auch Arbeiter.. und die könnten dann fehlen. Wer will schon in einem unbequemen oder anstrengenden Job arbeiten, wenn sein Konto auf einmal einige Hundertausend Euro aufweist?

Bei der ganzen Umverteilungsdiskussion fehlt mir auch der Bezug zu den Auswirkungen auf die Gesellschaft, sofern sich jeder diese "drei Monitore" und mehr leisten kann. Getreide baut sich ( bis jetzt ) noch nicht selbst an...


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 10:59
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:einem unbequemen oder anstrengenden Job arbeiten, wenn sein Konto auf einmal einige Hundertausend Euro aufweist?
Und jetzt kommt der Witz was nützt es wenn keine waren oder Dienstleistungen gegenüberstehen?
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:sitzen und in Diskussionsforen Diskussionen führen, dann wünscht du dir Kommunismus, denn diese Art des Lebens ist ein direkter Widerspruch zum kapitalistischen Wirtschaften, eine Überflussgesellschaft, eine hochtechnologisierte Überflussgesellschaft, in der diese im Überfluss produzierten Waren gerecht, oder bedarfsgerecht verteilt sind. Das nennt sich Kommunismus und das ist ein direkter Widerspruch zu der Profitgier der jeweiligen Unternehmen, die für die derzeitige Warenverteilung zuständig sind.
Oh wieder ne neue Definition von Kommunismus, der impliziert für gewöhnlich auch das Ende staatlicher Ordnung


Dad Problem ist der Kommunismus bedarf einer Post scarcity Situation, eigentlich auch das Ende von bestimmten Dienstleistungen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 10:59
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Jepp... allerdings benötigt es für die Produktion auch Arbeiter.. und die könnten dann fehlen. Wer will schon in einem unbequemen oder anstrengenden Job arbeiten, wenn sein Konto auf einmal einige Hundertausend Euro aufweist?
Da die Butter dann 20.000 kostet, vermutlich jeder. So wie jetzt auch.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 11:00
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Besitzverhältnissen als solches nämlich gar nichts, denn die Produktion ist immer noch in privater Hand.
Wo willst du sie denn haben?

Ich Frage auch dich sie Grundfrag zur Ressourcenallokation

Wo kommt das essen her, wie wird es verteilt?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 11:01
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Wo kommt das essen her, wie wird es verteilt?
Von der Farm, mit dem Auto. Die Antwort ist trivial, die Frage grenzwertig dümmlich.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 11:06
Zitat von paxitopaxito schrieb:Da die Butter dann 20.000 kostet, vermutlich jeder. So wie jetzt auch.
Isoliert betrachtet könnte man natürlich waren und die Dienstleistungen importieren

Die schöne Insel hier zeigt was passiert.

Wikipedia: Nauru


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 11:13
Zitat von paxitopaxito schrieb:Von der Farm, mit dem Auto. Die Antwort ist trivial, die Frage grenzwertig dümmlich
Du verstehst sie immer noch nicht.

Soso das Auto bringt dir das Essen? Oder wird es doch Marktwirtschaftlich verteilt?

Kann es sein das du zb Geld gegen Essen tauscht?

Kann es sein das du anhand deiner Entscheidung, und Mittel , persönlicher Präferenzen auswählst was du isst?

Essen kommt von der Farm

So, ist es nicht so daß sie Bewirtschaftet werden muß?

Wer macht das, wer bestimmt die Feldfrüchte? Und wer bestimmt wer welche Fläche bewirtschaftet


Dateianhang: historyexplained.pdf (484 KB)


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 11:23
Zitat von paxitopaxito schrieb:Nein. Ich hab auch nicht implizit irgendwas zu einer Vermögenssteuer gesagt.
Aber zu Steuern allgemein, was Vermögens- und Erbschaftssteuern einschließt.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Und ich sagte, dass man die Steuern so hoch ansetzen müsste, dass Unternehmen und Privatpersonen keinen Gewinn mehr erzielen.
Und ich hab dir ein Beispiel gezeigt, an dem man sehen kann, dass das nich zwingend is.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Du stimmst zu, das der K. vom Gewinnstreben lebt, das man mehr einnehmen muss, als ausgeben. In einer endlichen Welt führt das zwangsläufig zu Kapitalakkumulation und Ungleichheit. Und das ist auch exakt das, was wir in der Welt sehen.
Ja, weil eben nich oder nich genug umverteilt wird. Ich weiß gar nich, warum du dieses Argument so konsequent ignorierst.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Ich sehe noch nicht mal den Punkt wo dem ernsthaft widersprichst, nur ne vage Hoffnung, das es man es besser machen könnte.
Ich widerspreche konkret mit dem Argument, dass Vermögen durch Besteuerung umverteilt werden könnte.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Um diesen Prozess aber zu stoppen oder gar umzukehren, müsste man so massiv eingreifen, dass es keinen Sinn mehr macht vom K. zu sprechen.
Diese Behauptung solltest du belegen. Bislang kam nur "gabs noch nie" und "geht nich". Etwas mehr Substanz würde ich mir schon wünschen.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Etwa mit einer Besitzobergrenze wie ein anderer Forist vorschlug.
Halte ich persönlich für nich sonderlich tauglich.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Es gibt im Moment aber 0 Hinweise darauf, das davon irgendwas real wird.
Das mag so sein, aber daraus folgt ja nich, dass es nich ginge. Die Leute an der Vermögensspitze sind ja nu auch nich blöde. Die haben Strategien entwickelt, mögliche Entwicklungen, die dem Erhalt ihres Vermögens entgegen stehen zu verhindern.
Es kann ja auch so bleiben, wie es is, das bestreite ich ja nich mal. Ich sag nur, es könnte auch anders sein.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Dann bist du aber auch ne Erklärung schuldig wie das funktionieren soll, jenseits von „man könnte doch“.
Na das hatte ich doch nun wirklich oft genug getan: Besteuerung von Vermögen!

mfg
kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 13:03
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Nur damit ich das richtig einordnen kann, ist diese Utopie, die du dir wünscht, vorstellst oder für möglich hälst, basically Kommunismus?
Weiß nich, hab den Begriff noch nie gehört.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Wenn du sagst, ich wünsche mir eine Welt, in der Menschen genauso wie ich, und zwar alle Menschen genauso wie ich, mit ihren drei Monitoren vom Rechner sitzen und in Diskussionsforen Diskussionen führen
Was ich nich möchte, is Gleichmacherei. Menschen sind Individuen und haben unterschiedliche Ziele und Bedürfnisse und schon deshalb wird es auch immer ärmere und reichere Menschen geben, das is imho völlig ok.
Das Problem is imho, dass die Vermögensschere immer weiter auseinander geht und diese Entwicklung finde ich problematisch, da sollte gegengesteuert werden. Das sollte mit Steuern auf Vermögen ganz gut funktionieren.

Ich denke mal das, was am ehesten dem entspricht, was ich mir wünsche is eine soziale Marktwirtschaft, in der alle Gesellschaftsschichten vom erarbeiteten Wohlstand profitieren.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Die sagen nämlich nicht, du kannst dir diese Waren nehmen, wenn du einen Bedarf hast. Die sagen nicht, wenn dein Bedürfnis es ist, diese drei Bildschirme zu besitzen, dann bekommst du sie. Nein, sie sagen, wenn du genug Lohnarbeit geleistet hast, um dir diese dann zu kaufen.
Sagen sie nich, denn dann dürften die, die keine Lohnarbeit verrichten auch nichts kaufen dürfen, können sie aber.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:In der Realität werden ein Großteil der Menschen auf diesem Planeten niemals in der Möglichkeit sein, genug Lohn zu verdienen, um sich diese Bildschirme zu kaufen. Das ist ein direkter Widerspruch.
Und diese Realität is unabänderlich?
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Wenn du jetzt sagst: „Das sehe ich nicht so, denn ich will, dass das Vermögen umverteilt wird, also dass das gesamt verteilte Vermögen auf alle Personen gleich verteilt wird, so das jeder Mensch auf dieser Erde rein faktisch in der Möglichkeit ist, sich drei Monitore zu kaufen, das würde funktionieren", dann sage ich, dass wir dann einfach eine geldwerte Inflation hätten.
Ich will ja gar keine Gleichverteilung, nur geringere Unterschiede.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Bedeutet: wenn du das Vermögen umverteilst, führt das automatisch zu einer geldwerten Inflation, weil dann folgendes passiert:

Sagen wir, wir nehmen die 7 Trilliarden oder wie auch immer an Vermögen, an geldwerten Vermögen in Deutschland auf den Konten liegen und wir verteilen die auf jeden Bundesbürger, dann ändert sich an den Besitzverhältnissen als solches nämlich gar nichts, denn die Produktion ist immer noch in privater Hand.

Was würden die Besitzer der Produktionsmittel also tun?

Die würden einfach ihre Wirtschaftsweisen holen und sagen: „Guck mal, jeder Haushalt verfügt über so und so viel Geld. Also werden die Verkaufspreise der Waren so angehoben, dass das Vermögen sich erneut akkumuliert. Das ist Kapitalismus.
Das bezweifle ich so mal. Eine Vermögenssteuer landet ja nich 1:1 auf den Konten jedes Bürgers, sondern der Staat verteilt ja nach eigenem Ermessen um. Ich zB. würde einfach die Mehrwertsteuer senken oder streichen, aufkommensneutral, je nach dem wie viel so eine Vermögenssteuer einbrächte.

Klar kann man jetz sagen, die Produzenten erhöhen dann einfach ihre Preise, so das darüber dann die Steuern wieder zurückfließen, aber da gibts dann immer noch den Wettbewerb. Wenn ein paar bei den Preiserhöhungen nich mitmachen, dann gewinnen die Marktanteile und die anderen müssen die Preise auch wieder senken oder gehen früher oder später pleite.
Das is ja auch ein Grund, warum die Unternehmen nich jetz schon ständig ihre Preise erhöhen um mehr Gewinn zu machen.

Wäre es so einfach, dann könnten Unternehmern ja Steuererhöhungen auch völlig egal sein, die würden einfach die Preise erhöhen und gut is. Stattdessen investieren Kapitalisten viel Geld in Lobbyorganisationen, Thinktanks oder Parteien, um Steuererhöhungen möglichst zu vermeiden, vor allem Steuern auf Kapital und Einkommen.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 14:00
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Was ich nich möchte, is Gleichmacherei. Menschen sind Individuen und haben unterschiedliche Ziele und Bedürfnisse und schon deshalb wird es auch immer ärmere und reichere Menschen geben, das is imho völlig ok.
Das Problem is imho, dass die Vermögensschere immer weiter auseinander geht und diese Entwicklung finde ich problematisch, da sollte gegengesteuert werden. Das sollte mit Steuern auf Vermögen ganz gut funktionieren.
Seh' ich auch so! Muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: die größte Steuersubvention im Bundeshaushalt ist für die superreichen Unternehmenserben. Also für die Gewinner im Spermaroulette
Die größte Steuersubvention im Bundeshaushalt

Die Privilegien für superreiche Unternehmenserben führen zu massiven Steuerausfällen: Im Jahr 2024 belief sich der Steuerverzicht – zusammen mit den Begünstigungen für Unternehmensvermögen unterhalb von 26 Millionen Euro – auf insgesamt rund 7 Milliarden Euro. Damit sind die Privilegien für Unternehmenserben die größte Steuersubvention im Bundeshaushalt. Seit der Einführung der weitreichenden Ausnahmen im Jahr 2009 sind der Allgemeinheit dadurch bereits etwa 90 Milliarden Euro entgangen.

„In Zeiten, in denen jede Sozialleistung und jede Ausgabe genau überprüft werden soll, können wir uns die teure und ungerechte Subvention für Unternehmenserben nicht länger leisten”, sagt Julia Jirmann vom Netzwerk Steuergerechtigkeit.

Während kleinere Erbschaften oberhalb der Freibeträge spürbar besteuert werden, geht die Steuerschuld der Erben von Multimillionen- und Milliardenvermögen dank zahlreicher Privilegien und Schlupflöcher gegen Null. Das ist ungerecht und gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt.”
https://www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de/infothek/neue-zahlen-zu-erbschaftsteuerprivilegien-34-milliarden-euro-steuererlass-fuer-45-grosserben/


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Manche können den Hals eben nicht vollbekommen!

TAX THE RICH 💰


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 14:58
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Soso das Auto bringt dir das Essen? Oder wird es doch Marktwirtschaftlich verteilt?
Also entweder mit dem Auto...oder zu Fuß?
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Kann es sein das du zb Geld gegen Essen tauscht?
Ich nicht.
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Kann es sein das du anhand deiner Entscheidung, und Mittel , persönlicher Präferenzen auswählst was du isst?
Ja. Ich entscheide! Du auch?
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Essen kommt von der Farm
Hier bei mir vom Bauernhof. Oder aus dem Supermarkt. Super so ein Markt!
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:So, ist es nicht so daß sie Bewirtschaftet werden muß?
Ja, von Dir?
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Wer macht das, wer bestimmt die Feldfrüchte? Und wer bestimmt wer welche Fläche bewirtschaftet
Du und ich, ich und Du und alle Menschen. Wer sonst?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 15:11
@mitH2CO3
Das von dieser Care-Ökonomie ist eine feine Sache. Aber solltest Du bei all den Diskussionen nicht langsam mal auf den Punkt kommen, dass das in einem auf Lohnarbeit ausgerichteten System gar nicht machbar ist? Deine Gedanken dazu sind im Grunde kommunistisch, wenn da nicht wieder Geld ins Spiel gebracht würde.
Wenn nicht die gesamte Gesellschaft damit in den Blick genommen wird, nennt man sowas Nieschen-Kommunismus. Vom Ansatz her eine Tolle Sache, aber mit den angedachten Mitteln und Methoden von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Mal was zum lesen:
Statt des konservativen Mottos:
„Ein gerechter Tagelohn für ein gerechtes Tagewerk!",
sollte sie auf ihr Banner die revolutionäre Losung schreiben:
„Nieder mit dem Lohnsystem!"'
Quelle: https://marx-wirklich-studieren.net/wp-content/uploads/2013/07/marx-lohn-preis1.pdf


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 15:18
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Manche können den Hals eben nicht vollbekommen!
Nicht nur manche... sondern viele. Aber dieses Halsleiden ist nicht nur bei Kapitalisten als Symptom zu diagnostizieren.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 15:28
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Du verstehst sie immer noch nicht.
Dann stell sie richtig. Du tust so als sei das irgendwie eine besonders clevere Frage. Ist es nicht, sie ist schlicht dümmlich.
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Soso das Auto bringt dir das Essen? Oder wird es doch Marktwirtschaftlich verteilt?
Du hast gefragt „wie“ wird es verteilt. Na heute in Deutschland sicherlich nicht mit der Kutsche, sondern eben mit PKW / LKW. Du fragst ja ganz bewusst nicht, nach welchen Prinzipien es verteilt wird, nach welchen Regeln.
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Kann es sein das du zb Geld gegen Essen tauscht?
Na sicher, ich lebe wie du in einer kapitalistischen Gesellschaft. Die sorgt in Sachen Nahrung dafür, das einige wenige so im Überfluss leben, dass sie Massen an Nahrungsmitteln wegwerfen, während andere hungern.
Und nebenbei werden allein zum Zweck der Profitmaximierung die Grundlagen für die Produktion von Lebensmitteln zerstört.
Wenn du also irgendein Beispiel suchst für eine möglichst ungerechte, ineffiziente Verteilung und eine destruktive Form der Produktion - im Kapitalismus findest du sie. Darum ist mir auch schleierhaft was du mit der Frage bezweckst. Selbst wenn wir auswürfeln wer welches Lebensmittel bekommt oder wie wir Nahrungsmittel produzieren wäre es besser, als das was wir im Moment haben.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 15:40
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Aber zu Steuern allgemein, was Vermögens- und Erbschaftssteuern einschließt.
Sicher. Da gilt dann aber immer noch, was ich schrieb.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Und ich hab dir ein Beispiel gezeigt, an dem man sehen kann, dass das nich zwingend is.
Nein, gezeigt hast du da nix.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Ich widerspreche konkret mit dem Argument, dass Vermögen durch Besteuerung umverteilt werden könnte.
Super. Was du damit schaffst ist eine Abwanderung des Kapitals und eine Verlagerung von Vermögen in Stiftungen, Unternehmen usw. Hast du ein Beispiel, ein einziges, das die Besteuerung von Vermögen nachhaltig irgendwas an lokaler oder globaler Ungleichheit ändern konnte? Ich nicht und versucht wurde das durchaus.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Diese Behauptung solltest du belegen. Bislang kam nur "gabs noch nie" und "geht nich". Etwas mehr Substanz würde ich mir schon wünschen.
So wie ich mir von dir wünsche das du darlegst wie das unter dem realen Bedingungen irgendwie umgesetzt wird. Da kommt nix und wird auch nix kommen, weil du ein Wolkenkuckucksheim baust - und dann von mir erwartest das ich dir das wieder abbaue. Ich hab dir wirklich aufs niedrigste runtergebrochen die kapitalistische Logik dargelegt und warum sie zwangsläufig zu Ungleichheit führt. Ich hab dir gezeigt, dass dies mit der realen Welt übereinstimmt. Und jetzt soll ich dir auch noch zeigen, wieso eine fundamentale Änderung heißen würde das der Kapitalismus überwunden wird?
Zeig Du doch bitte erstmal das deine Umverteilungsfantasien innerhalb des kapitalistischen Systems real mehr sind als Fantasien.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Na das hatte ich doch nun wirklich oft genug getan: Besteuerung von Vermögen!
Die gibt es bereits, Wirkung: 0.


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