UffTaTa schrieb:Ne, das stimmt so nicht.
Bis vor kurzer Zeit (in geschichtlicher Sicht) war Zins verboten. Sowohl von der katholischen Kirche, dem Islam, wie auch von vielen weltlichen Herschaften.
Daher auch die Sache mit den Juden und so ....
Man hatte vorher auch Geld investiert, aber halt nicht verliehen. Also Geld nicht gegen Zinsen, sondern gegen Beteiligungen.
Das ist gleich in zwei Dimensionen falsch:
Erstens ist es eine eurozentrische Sicht, denn den Großteil der Welt kümmerte ein christliches Zinsverbot schon deshalb nicht, weil sie mit dem Christentum nichts zu tun hat.
Und zweitens ist der Zins und auch der Zinseszins eine Erfindung, die weit, weit vor dem Christentum gemacht wurde (sonst hätte es ja auch wenig Sinn ergeben, etwas zu verbieten, was noch nicht "erfunden" war) - Wikipedia hierzu:
Um 2400 vor Christus dürfte bei den Sumerern der älteste Zinsbegriff (maš; deutsch „Kalb, Ziegenjunges“) entstanden sein. Damit deutet dieser Zinsbegriff auf den Naturallohn hin.[3] Auch der Zinseszins (mašmaš) hat hier seinen Ursprung. In Babylon kannte man den Marktzins als „şibat kârim“. Der Codex Hammurapi aus dem 18. Jahrhundert v. Chr. erlaubte den Zins, bei Nichtzahlung drohte die Schuldknechtschaft.[4] Zur Verhinderung von Auswüchsen führte Hammurapi I. einen Höchstzins ein, der für Gerste bei 33 1/3 % und für Silber bei 20 % lag. Bereits damals kam das Kreditrisiko in der Höhe des Zinssatzes zum Ausdruck, denn Gerstenkredite galten wegen des Ernterisikos als riskant.
Quelle:
Wikipedia: Zins#Geschichte