Politik
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.626 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.04.2026 um 14:08
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Was können sie entscheiden, wenn die Produktionsmittel Allen gehören und wenn Alle gemeinsam darüber entscheiden was gebraucht wird, ihnen wichtig ist, sie haben wollen? Wenn sie mitentscheiden können und nicht außen vor bleiben, bis was auf den Markt gekarrt wird?
Ich bin in einem Land aufgewachsen, in dem quasi alle Produktionsmittel allen gehörten. Hat nich sonderlich gut funktioniert. Mein Eindruck war auch eher nich der, dass alles allen gehörte, sondern allen nichts. Und genauso wurde das dann auch behandelt.
Warst du schon mal auf ner öffentlichen Toilette? Vermutlich schon und jetz vergleich die mal mit privaten Toiletten und stell dir dann noch vor, die öffentlichen Toiletten würden nich von bezahlten Reinigungskräften gereinigt, sondern müssten nur von denen sauber gehalten werden, die sie benutzen.
So in etwa sahen die VEB in der DDR aus, verglichen mit den kapitalistischen Unternehmen in der BRD.

Menschen interessieren sich nich in erster Linie für das Wohl der Gesellschaft, sondern für ihr Eigenes, das ihrer Familie und erst irgendwann danach auch mal für den Rest. In einem System, in dem alles allen gehört werden Menschen bestrebt sein, möglichst viel für sich selbst rauszuholen, bevor sie an die Bedürfnisse anderer denken.
Kommunismus is ne nette Idee, imho, mehr aber auch nich.

kuno


4x zitiertmelden

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.04.2026 um 14:15
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Wenn Frau Klatten und ihr Bruder morgen 2% Vermögenssteuer auf ihr Vermögen zahlen müssten, dann hat das auf BMW (was ja den Löwenanteil von deren Vermögen ausmacht) absolut Null Einfluss. Im einfachsten Fall würden die einfach nur 2% ihrer Aktien an den Staat übertragen, womit sich lediglich die Besitzerstruktur von BMW geändert hätte, für das Unternehmen selbst und dessen Profitabilität hat das keinen Einfluss.
Ganz so einfach ist das sicher nicht. Wenn die Besitzerfamilien durch Aktienverkauf ihre Stimmrechtsanteile verlieren, könnte es den jeweiligen Konzern sehr wohl beeinflussen. Deswegen halten Besitzerfamilien halt gerne so viele Aktien, dass es für eine Mehrheit reicht um den Konzern nicht in Schwierigkeiten zu bringen, bis hin zu Zerschlagungen.

Und wie oft kann Familie Quandt/Klatten denn 2% ihrer Anteile verkaufen um ihre Vermögenssteuer zu zahlen auf den Wert von BMW? Wohl nicht sehr oft. Und davon mal ab, wird BMW als juristische Person isoliert betrachtet, wenn einer Vermögenssteuer zahlen müsste, dann wäre es BMW selbst auf das Vermögen des Konzerns und Frau Klatten zahlt es auf ihr Privatvermögen.


1x zitiertmelden

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.04.2026 um 14:18
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wie geht Kommunismus mit Demokratie zusammen?
Indem man ihn kastriert und daraus im Grunde eine linkslinke Sozialdemokratie macht. Orthodoxe Marxisten-Leninisten werden damit niemals klarkommen es sei denn es dient dem Entrismus. Die Ideologie dieser Menschen ist aber definitiv nicht mit der freiheitlichen Demokratie vereinbar. Sie sind totalitär.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:"Das Pendant", die Vergesellschaftung der Produktionsmittel im Kommunismus, lässt dem Einzelnen - mit meinem Vorstellungsvermögen - doch nicht viel Freiheit, sein ganz eigenes Ding durchzuziehen? Wenn alles allen gehört, fehlt mir iwie das Individuelle. Was übersehe ich da ggf.?
Die Freiheit wird radikal eingeschränkt so viel ist schon mal sicher. Und wenn alles allen gehört - gehört niemanden was und wie eben gesagt wird die Freiheit massiv eingeschränkt. Individualismus kannst du da vergessen. Da bietet mir das momentane System doch viel mehr und vor allem besser.

Und übrigens danke dafür, dass du mir viel Erfolg gewünscht hast :Y: :)


melden

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.04.2026 um 14:33
Zitat von ToxidToxid schrieb:Ganz so einfach ist das sicher nicht. Wenn die Besitzerfamilien durch Aktienverkauf ihre Stimmrechtsanteile verlieren, könnte es den jeweiligen Konzern sehr wohl beeinflussen.
Kommt drauf an, wie groß deren Einfluss is, den sie nehmen und natürlich auch darauf, ob der positiv oder negativ is. Nur weil den Quandt Erben der halbe Laden gehört, bedeutet das ja nich, dass die dann auch die besten Entscheidungen für das Unternehmen treffen.
Irgendwo hab ich auch mal ne Studie gesehen, die zeigt, dass Fremdgeführte Unternehmen mehrheitlich besser performen als Erbengeführte.
Zitat von ToxidToxid schrieb:Deswegen halten Besitzerfamilien halt gerne so viele Aktien, dass es für eine Mehrheit reicht um den Konzern nicht in Schwierigkeiten zu bringen, bis hin zu Zerschlagungen.
Die meisten großen AGs weltweit gehöhren mehrheitlich nich mehr den Gründern oder deren Erben. Schaut man sich die größten Aktionäre der größten AGs an, dann lauten die Namen meist Back Rock, Vanguard oder State Street, also die großen Vermögensverwalter.
Das sind alles erfolgreiche, hoch profitable Unternehmen für die es völlig egal is, wem sie gehören.
Zitat von ToxidToxid schrieb:Und wie oft kann Familie Quandt/Klatten denn 2% ihrer Anteile verkaufen um ihre Vermögenssteuer zu zahlen auf den Wert von BMW? Wohl nicht sehr oft.
Kommt auf die Entwicklung der Unternehmen an, im Idealfall unendlich oft.
Zitat von ToxidToxid schrieb:Und davon mal ab, wird BMW als juristische Person isoliert betrachtet, wenn einer Vermögenssteuer zahlen müsste, dann wäre es BMW selbst auf das Vermögen des Konzerns und Frau Klatten zahlt es auf ihr Privatvermögen.
Die Anteile von BMW, die Frau Klatten gehören sind ja Teil ihres Privatvermögens, genauso wie meine Aktien auch zu meinem Privatvermögen gehören.

kuno


1x zitiertmelden

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.04.2026 um 14:42
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Nur weil den Quandt Erben der halbe Laden gehört, bedeutet das ja nich, dass die dann auch die besten Entscheidungen für das Unternehmen treffen.
Besser ist wohl aber, dass einige wenige das Ruder in der Hand halten, als dass sich der Konzern immer weiter aufsplittet und keine Mehrheiten mehr zusammenkommen.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Die meisten großen AGs weltweit gehöhren mehrheitlich nich mehr den Gründern oder deren Erben. Schaut man sich die größten Aktionäre der größten AGs an, dann lauten die Namen meist Back Rock, Vanguard oder State Street, also die großen Vermögensverwalter.
Das sind alles erfolgreiche, hoch profitable Unternehmen für die es völlig egal is, wem sie gehören.
Ja sicher, sind ja oft Verwalter, die Handwerk verstehen. Kommt es dort aber zu Unstimmigkeiten, hat das auch sehr oft Folgen für die Konzerne.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Die Anteile von BMW, die Frau Klatten gehören sind ja Teil ihres Privatvermögens, genauso wie meine Aktien auch zu meinem Privatvermögen gehören.
Also BMW zahlt Vermögenssteuer auf dessen Wert. Und die Aktionäre zahlen dann nochmal genau das Gleiche auf den Wert ihrer Aktienanteile. Kann man so machen :D Betrifft das dann nur deutsche Anteilseigner oder auch globale?


1x zitiertmelden

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.04.2026 um 14:52
Zitat von ToxidToxid schrieb:Besser ist wohl aber, dass einige wenige das Ruder in der Hand halten, als dass sich der Konzern immer weiter aufsplittet und keine Mehrheiten mehr zusammenkommen.
Warum is das besser?
Zitat von ToxidToxid schrieb:Ja sicher, sind ja oft Verwalter, die Handwerk verstehen.
Richtig und das läuft in der Regel besser, als wenn die Erben den Laden schmeißen.
Zitat von ToxidToxid schrieb:Also BMW zahlt Vermögenssteuer auf dessen Wert.
Warum soll BMW ne Vermögenssteuer auf deren Wert zahlen? BMW gehört sich ja nich selbst (wie zB. ne Stiftung) sondern den Aktionären. Vermögenssteuer zahlt immer der Eigentümer des Vermögens.
Zitat von ToxidToxid schrieb:Kann man so machen :D Betrifft das dann nur deutsche Anteilseigner oder auch globale?
Klar kann man das so machen, is aber nich das, wovon ich gesprochen habe.

kuno


melden

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.04.2026 um 15:08
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Genau deshalb hat man im dem Sektor viel mehr Freiheiten eingeführt an liberalen Ideen und Methoden wegen der Katastrophen der zentralen Vorgaben.
Ich hab dir aufgezählt wie massiv der Staat in China die Nahrungsmittelproduktion und -Verteilung steuert. Wenn da „viel mehr“ liberale Ideen und Freiheiten siehst als bei Mao, dann ist das dein Bier. Ich sehe da ein hochgradig gelenktes System wo Boden und Firmen dem Staat gehören, Preise reguliert sind, der Anbau staatlich gelenkt ist usw.
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Genau und seit 200 Jahren hat sie Welt einen unglaublichen Wandel gemacht, nicht alles zum guten aber doch na vorne.
Nach „vorne“? Wandel ja sicher, aber was hier „nach vorne“ noch heißen soll, wenn eben nicht „gut/besser“ ist mir ein Rätsel.
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Kannst du machen, allein du hast keineb Haufen. Der besser ist...
Wie gesagt, hatte ich schon öfter geschildert wie ich das organisieren würde, wenn ich denn die Möglichkeit dazu hätte. Aber sicher wird sich das anders gestalten, als meine persönlichen Vorlieben. Sicher ist, der K. stößt an vielen Stellen an Grenzen, zum Teil an solche die er selbst erzeugt hat. So oder so muss es da einen grundlegenden Wandel geben, so wie es denn auch zum K. gab.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Nur wenn du daraus folgern willst, es sei unmöglich, weil es das noch nie gab, dann is das schlicht ein Fehlschluss.
Hab ich nie. Ich frag dich wie das gehen soll, wie das real sein soll, wie das mehr sein soll als Fantasie.
Aber gut du zwingst mich ja regelrecht dazu dir aufzuzeigen warum es unter den gegebenen Umständen nicht möglich ist.
Meine Meinung dazu:
1. eine staatliche Umverteilung die so groß ausfällt, dass sie die Ungleichheit des K. stoppt oder umgekehrt, würde die Möglichkeit Profit zu machen aufheben. Das funktioniert nicht in einem globalen Wirtschaftssystem genau darauf ausgelegt ist, bzw. führt es zwangsläufig zum wirtschaftlichen Zusammenbruch.
2. Du baust hier auf die Macht der Nationalstaaten. Die sind im globalen K. Aber im Grunde machtlos. Ein einziger Staat der durch Unternehmen oder Superreiche kontrolliert wird und deine ganzen Fantasien zu Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer usw. werden ad absurdum geführt, weil es einfach dorthin transferiert wird. Alle Versuche derartiges global einzuführen sind gescheitert und selbst die Körperschaftssteuer bei der sich 140 Staaten auf ein Minimum geeignet haben wird konsequent unterwandert, ausgehöhlt, ignoriert.
Kapitalakkumulation ist nicht nur die Ansammlung eines „Tauschmittels“ sondern die Konzentration von realer politischer Macht.
3. Du kannst mit staatlichen Mitteln das Wachstum der Ungleichheit lokal verlangsamen. Das ändert aber global nichts, diese Verlangsamung wird erkauft mit noch schneller wachsender Ungleichheit anderswo. Du überträgst Möglichkeiten eines reichen, europäischen Staates auf ein globales Niveau. Dabei setzt das einen Wohlstand voraus der unmöglich überall erreicht werden kann, der ganz fundamental auf der Ausbeutung anderer Staaten und Weltgegenden beruht. Um überhaupt in die Lage zu kommen funktionierende Vermögenssteuern einzuziehen (daran scheitern schon europäische Staaten), benötigst Wohlstand, funktionierende Institutionen, einer minimierte Korruption usw. usf. - du glaubst naiv dass das für alle Staaten möglich wäre, das ist aber nicht der Fall.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Und ich hab dir deine Fehlschlüsse aufgezeigt, die du aber bislang konsequent ignorierst. Warum eigentlich?
Weil es keine sind und ich mich eigentlich nicht in der Rolle des Erklärbären sehe. Vielleicht hast du ja tatsächlich ne gute Idee wie eine globale Vermögenssteuer aussehen und funktionieren könnte. Ich hab keine. Darum ist das für mich erstmal nix anderes als wenn du sagst das der Osterhase das Problem der Ungleichheit schon lösen wird und von mir nun verlangst die Nichtexistenz des Osterhasen aufzuzeigen.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Finde ich nich! Die unterschiedliche Besteuerung in einzelnen Staaten is auch ein Grund dafür, dass die Ungleichheit nich überall gleich gleich hoch is. Von daher is die Wirkung deutlich über Null.
Global: 0. Und darum geht es doch. Nicht um Sonnenscheinphasen die zeitlich und räumlich begrenzt sind. Die gibt es, streitet keiner ab. Sie bieten aber keinen Lösungsansatz auf globaler Ebene.


3x zitiertmelden

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.04.2026 um 15:46
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Eine Vermögens- und Erbschaftssteuer betrifft ein Unternehmen ja nicht, sondern nur deren Besitzer. Folglich können solche Steuern auch keinen Einfluss auf die Profitabilität der Unternehmen haben.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Ich hab dir aufgezählt wie massiv der Staat in China die Nahrungsmittelproduktion und -Verteilung steuert. Wenn da „viel mehr“ liberale Ideen und Freiheiten siehst als bei Mao, dann ist das dein Bier
Wie gesagt ssvhau nach was an den 80ern Phase ist
Zitat von paxitopaxito schrieb:Wie gesagt, hatte ich schon öfter geschildert wie ich das organisieren würde, wenn ich denn die Möglichkeit dazu hätte. Aber sicher wird sich das anders gestalten, als meine persönlichen Vorlieben. Sicher ist, der K. stößt an vielen Stellen an Grenzen, zum Teil an solche die er selbst erzeugt hat. So oder so muss es da einen grundlegenden Wandel geben, so wie es denn auch
Funktioniert bloß nicht, bist ja nicht das erste Genie

Also gut frag ich Mal direkt

Wem gehört das Land?


melden

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.04.2026 um 15:47
Zitat von paxitopaxito schrieb:Ich hab keine.
Wie sind ja nicht alleine auf der Welt. Andere haben Ideen, wie Gabriel Zucman

Hatte ich letztens erwähnt: die einzigen Blockierer 2024 beim G20 Gipfel waren USA und Deutschland, Länder mit krasser Ungleichheit.
Sondersteuern für Superreiche? Deutschland und die USA blockieren
Obwohl die Abschlusserklärung ein Minimalkompromiss ist und keine Einigung auf eine spezifische globale Steuer vorsieht, bezeichnete Haddad sie als »bedeutenden Schritt nach vorn«: »Wir betrachten es als einen Sieg Brasiliens und der internationalen Gemeinschaft, nachdem es mehrere Jahre lang kein einziges vollständiges Dokument gegeben hatte, dessen 35 Absätze einvernehmlich angenommen wurden«, sagte Haddad.

3300 Superreiche in Deutschland

Laut dem Anfang Juli veröffentlichten Global Wealth Report der Boston Consulting Group (BCG) gab es in Deutschland Stand 2023 3300 Superreiche. Das bedeutet einen Zuwachs von 300 gegenüber dem Vorjahr und ist weltweit die dritthöchste Zahl nach den USA (26.000) und China (8300).
https://www.spiegel.de/politik/sondersteuern-fuer-superreiche-deutschland-und-die-usa-blockieren-a-9374786a-20a3-49ac-8528-b84de4b54664

2026 wird vermutlich nicht viel in dieser Hinsicht auf dem G20-Gipfel in Miami passieren. Trump will, dass das Event ganz uneigennützig in einem seiner Golfresorts stattfinden soll. Ich geh' mal davon aus, dass es dieses Jahr nicht wirklich weitergeht mit einer int. Milliardäsrsteuer ...
Trump sagte zudem, er würde gern den russischen Präsidenten Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping bei dem Gipfel in Miami

empfangen.
https://www.spiegel.de/politik/sondersteuern-fuer-superreiche-deutschland-und-die-usa-blockieren-a-9374786a-20a3-49ac-8528-b84de4b54664

Und Südafrika will Trump wohl erst gar nicht einladen.

https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-trump-keine-g20-einladung-suedafrika-100.html


melden

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.04.2026 um 20:35
Zitat von paxitopaxito schrieb:Hab ich nie. Ich frag dich wie das gehen soll, wie das real sein soll, wie das mehr sein soll als Fantasie.
Aber gut du zwingst mich ja regelrecht dazu dir aufzuzeigen warum es unter den gegebenen Umständen nicht möglich ist.
Meine Meinung dazu:
Was heißt ich zwinge dich? Das hier is ein Diskussionsforum und du hast ne Behauptung aufgestellt. Das du die spätestens bei Nachfrage mit was unterfütterst, sollte eher selbstverständlich sein.
Aber ok, schaun wir mal.
Zitat von paxitopaxito schrieb:1. eine staatliche Umverteilung die so groß ausfällt, dass sie die Ungleichheit des K. stoppt oder umgekehrt, würde die Möglichkeit Profit zu machen aufheben. Das funktioniert nicht in einem globalen Wirtschaftssystem genau darauf ausgelegt ist, bzw. führt es zwangsläufig zum wirtschaftlichen Zusammenbruch.
Das is kein aufzeigen, das is ne Behauptung. Ich entgegne mal, dass ne Vermögenssteuer um die 2% im Mittel dazu führen sollte, dass die großen Vermögen erstmal nich mehr steigen oder wenn, nur noch leicht. Bei einer Erbschaftssteuer von ca. 30-50% schrumpft dann das Vermögen.
Warum so etwas dann zum wirtschaftlichen Zusammenbruch führen müsse, müsstest du dann schon noch mal erklären.
Zitat von paxitopaxito schrieb:2. Du baust hier auf die Macht der Nationalstaaten. Die sind im globalen K. Aber im Grunde machtlos. Ein einziger Staat der durch Unternehmen oder Superreiche kontrolliert wird und deine ganzen Fantasien zu Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer usw. werden ad absurdum geführt, weil es einfach dorthin transferiert wird. Alle Versuche derartiges global einzuführen sind gescheitert und selbst die Körperschaftssteuer bei der sich 140 Staaten auf ein Minimum geeignet haben wird konsequent unterwandert, ausgehöhlt, ignoriert.
Kapitalakkumulation ist nicht nur die Ansammlung eines „Tauschmittels“ sondern die Konzentration von realer politischer Macht.
Ja ok, ich hab ja nie behauptet, dass das, was ich mir vorstelle jemals global umgesetzt wird, selbst national dürfte das schon schwierig werden. Darum gings aber erstmal gar nich, sondern darum, ob es grundsätzlich mal möglich wäre.
Davon abgesehen hat dieses, von dir angesprochene Problem ja auch jede andere Gesellschaftsform. Wenn du also eine entsprechende Idee haben solltest, willkommen im Club. ;)
Zitat von paxitopaxito schrieb:3. Du kannst mit staatlichen Mitteln das Wachstum der Ungleichheit lokal verlangsamen. Das ändert aber global nichts, diese Verlangsamung wird erkauft mit noch schneller wachsender Ungleichheit anderswo.
Also das sehe ich nun wieder nich. Es mag ja sein, dass eine Verlangsamung der Ungleichheit in Deutschland gleichzeitig mit einer Erhöhung derselben im Kongo einhergeht, aber das wäre dann ja nich ursächlich. Wo soll da der Zusammenhang sein?
Zitat von paxitopaxito schrieb:Du überträgst Möglichkeiten eines reichen, europäischen Staates auf ein globales Niveau.
Ich sach mal so, wenn man die Ungleichheit in den reichen Staaten ordentlich reduziert bekäme, dann wär ja schon viel geholfen.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Weil es keine sind und ich mich eigentlich nicht in der Rolle des Erklärbären sehe.
Erklärbär brauchste auch nich machen, es reicht völlig zu deine Behauptungen zu belegen.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Vielleicht hast du ja tatsächlich ne gute Idee wie eine globale Vermögenssteuer aussehen und funktionieren könnte.
Globale Steuern sehe ich so wirklich gar nich, auch keine Vermögenssteuer. Das müssen die einzelnen Staaten schon sebst hinbekommen.
Meine Idee is hier für Deutschland gedacht, vielleicht für die EU. Dass sich alle Staaten der Welt auf überhaupt irgendwas einigen, is halt enorm schwierig. Sieht man ja schon am Klimawandel, der alle Länder mehr oder weniger betrifft und dessen Ursachen gut erforscht sind. Nich mal da können sich alle auf was einigen, da wirds bei ner globalen Vermögenssteuer schon eng.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Global: 0. Und darum geht es doch. Nicht um Sonnenscheinphasen die zeitlich und räumlich begrenzt sind. Die gibt es, streitet keiner ab. Sie bieten aber keinen Lösungsansatz auf globaler Ebene.
Gibt es denn einen global besser funktionierenden Ansatz bzw. kennst du einen?

mfg
kuno


melden

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.04.2026 um 21:37
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Ich bin in einem Land aufgewachsen, in dem quasi alle Produktionsmittel allen gehörten.
Warst Du im Parteivorstand oder im Planungsbüro? Also ich habe für Lohn gearbeitet und Du? Ich bin heute auch Lohnarbeiter und es hat sich nur zum "besseren" entwickelt, weil ich jetzt wieder doppelt freier Lohnarbeiter bin und nicht einfacher, wie in der DDR. Und mir gehört heute genauso viel am gesellschaftlichen Eigentum,wie damals.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Warst du schon mal auf ner öffentlichen Toilette?
Ja, heute und damals, und es gibt das was Du aufzählst heute ebenso, wie damals. Musst nur mal öfter die verschiedenen Bereiche aufsuchen, die dem entsprechen, was Du von damals kennst.

https://www.20min.ch/story/wc-schock-warum-grosse-staedte-so-schlecht-abschneiden-103450757
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:In einem System, in dem alles allen gehört werden Menschen bestrebt sein, möglichst viel für sich selbst rauszuholen, bevor sie an die Bedürfnisse anderer denken.
Du verstehst also unter Vergesellschaftung der Produktionsmittel, dass dann "Alles Allen" gehört? Wer hat Dir denn diesen Propagandafloh ins Ohr gesetzt? Danke, aber Deine abgetragenen Ober- oder Unterhosen darfst Du gerne behalten
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Nähmaschinen sind kein Hexenwerk
Bist Du wieder Allokativ unterwegs? Oder könntest Du Dir vielleicht vorstellen, daß
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:seine eigene Kleidung entwerfen und benutzen?
mehr braucht als eine Nähmaschine? Schon einmal was vom Webstuhl gehört?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Was übersehe ich da ggf.?
Lass Deine Gedanken schweifen. Mit der Care-Geschichte ging es doch schon ganz gut. Oder hast Du nur die Gedanken anderer übernommen, ohne Dir selber darüber welche zu machen?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Demokratie sorgt im Kapitalismus für Verteilungsgerechtigkeit.
Also Demokratie bedeutet Volksherrschaft und Kommunismus kommt von Kommune. könntest Du Dir in Deiner Kommune eine gerechtere Verteilung vorstellen? Und Andere? Und warum musst Du dann hier andere Konzepte vorstellen, wenn die Demokratie doch schon für Verteilungsgerechtigkeit sorgt? Dann ist doch alles schick, schön und in Butter und weg mit diesen Verteilungsgedanken, es ist doch Alles gut und gerecht?


4x zitiertmelden

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.04.2026 um 23:44
Zitat von kuno7kuno7 schrieb am 23.04.2026:aber es gibt imho aber keinen Grund anzunehmen, dass man diese Ungleichheit nich auch verkleinern könnte
Du konzentriert dich hier auf Ungleichheit. Die meisten Leute konzentrieren sich auf Ungleichheit in ihrer Rhetorik und nicht was diese Ungleichheit überhaupt erst erzeugt.

Du bedienst hier irgendwie so ein ziemlich gängiges, sehr breit verbreitetes Narrativ: Die wollen weniger Steuern für Reiche und wir wollen mehr Steuern für Reiche und damit würden wir gegen die Ungleichheit arbeiten. Und das stimmt auch. Nur löst Ungleichheit das Problem nicht.

Warum löst Ungleichheit und Ungleichheitsbekämpfung das Problem nicht?

Naja, ganz einfach, weil wir in einem System leben, das auf Mehrwertproduktion überhaupt erst beruht. Wenn du Ungleichheit anprangerst und dir eine gerechtere und gleichere Verteilung wünscht, dann akzeptierst du trotzdem Lohnarbeit.

Egal wie fair Lohnarbeit ist, egal wie gerecht Lohnarbeit ist, es ist immer Lohnarbeit und damit wird sie immer Ungleichheit erzeugen. Warum?

Weil es immer einen Mehrwert geben wird. Es gibt immer mehr Wert, als man als Lohn ausgezahlt bekommt. Die Arbeit erzeugt also immer mehr Wert, als man als Lohn ausgezahlt bekommt. Das ist immer so.

Und dadurch entsteht automatisch eine Gesellschaft mit sehr vielen, die nichts bis wenig haben und einigen wenigen, die sehr viel besitzen. Das ist systemisch gewollt.

Gegen die Ungleichheit zu kämpfen akzeptiert ja trotzdem diese Grundsätzlichkeit, verstehst du?

Jetzt könnte man fragen, warum man dann nicht einfach Arbeiter durch Maschinen ersetzt?

Wel Maschinen keinen Mehrwert erzeugen können. Mehrwert können immer nur Arbeiter erzeugen, weil Maschinen kein Lohn ausgezahlt wird. Und Mehrwert ist immer das, was mehr durch Arbeit erzeugt wird, als der Lohn, den man bekommt.

Der Grund, warum Kapitalisten trotzdem eine komplette maschinelle Produktion wollen und Staaten das teilweise sogar verhindern, ist, weil Maschinen nicht konsumieren.

Und um das System am laufen zu halten, brauchen wir konsumfähige Menschen im Binnenmarkt.

Und deswegen ist in einer kapitalistischen Gesellschaft auch eine automatisierte Produktion, die für die Gesellschaft gut wäre, unmöglich und wird mit allen Mitteln verhindert.

Und in dem Fall arbeiten die Staaten auch gegen das Interesse von einzelnen Kapitalisten. Da geht es um Standortsschutz, um Binnenmarktschutz, teilweise gegen das Interesse von einzelnen Firmen oder einzelnen Kapitalisten. Und das ist die Erkenntnis: Der Staat ist nicht nur bloßes Werkzeug. Er hat einen eigenen Herrschaftsanspruch. Er hat einen eigenen Schutzanspruch für seinen Standort, für seinen Binnenmarkt, für das Innlandskapital.

Und deswegen kannst du dich den ganzen Tag auf den Kopf stellen und kannst irgendwie eine gleiche Verteilung oder eine höhere Besteuerung von Reichen fordern. Es wird nicht passieren. Warum?

Ganz einfach: Weil sie den Standort gefährden würden. Der Staat ist darauf angewiesen, dass Kapitalisten ihre Kapitalinteressen durchsetzen, weil der Staat immer Wachstum will.

Ich versuche mal so ein bisschen das Eigeninteresse des Staates zu skizzieren. Frag dich mal, ob es sowas wie Konkurrenz unter Staaten gibt und warum Staaten miteinander konkurrieren und dann frag dich, wie Staaten miteinander konkurrieren?

Und wenn du dir diese Fragen stellst, dann wirst du schnell feststellen, warum Staaten ein gewaltiges Eigeninteresse daran haben, dass Kapital in ihren Ländern am Standort des Staates akkumuliert werden. Staaten haben immer einen eigenen Machtanspruch.

Der Staat hat kein Interesse daran, Unternehmen hoch zu besteuern oder Vermögen hoch zu besteuern oder sonst irgendwas hoch zu besteuern. Der Staat hat durchaus ein Eigeninteresse. Der Staat als solches ist interessiert an Wachstum des Kapitals.

Und deswegen kann man sich nicht darauf verlassen, dass der Staat ein Verbündeter im Kampf gegen Kapital sein wird. Das wird nicht passieren.

Wenn du systemisch Steuern erheben würdest gegen Reiche, wenn du systemisch Steuern erheben würdest gegen Unternehmen, wenn du da tatsächlich auf einer systemischen Ebene irgendetwas verändern würdest, wenn du als Staat Anspruch auf Kapitaleigentum erheben würdest, da würdest du den eigenen Standort gefährden.

Du musst einfach verstehen, dass die Kapitalakkumulation, also wenn Unternehmen Gewinn machen und wenn Reiche immer reicher werden, dann geht es dem Staat gut, dann ist der Staat produktiv.

Jede Staats- und Herrschaftsform hat ein Ziel und zwar in den allermeisten Fällen sogar das gleiche. Es geht allen Staaten darum, im internationalen Staatenwettkampf besonders gut dazustehen und die Art und Weise, wie das erreicht wird, also die Methodik, da unterscheiden sich Demokratien und Diktaturen selbstverständlich, aber eben auch nicht so sehr, wie man das zu denken vermag.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Ich möchte die SM in Deutschland gern noch sozialer, als sie das vor 50Jahren schon mal war.
Damals gab es enorm hohe Vermögensabgaben, enorme Einkommensbesteuerung für Spitzenverdiener, Vermögenssteuer usw. Das war eine krasse Umverteilung von der kapitalistischen Klasse hin zur Arbeiterklasse.

Man muss aber bedenken, was nach dem Zweiten Weltkrieg passiert war: Alles lag in Trümmern, alles war zerbombt, und die kapitalistische Klasse profitierte davon. Damals herrschte in Deutschland die Stimmung, dass die Kapitalisten jetzt herangezogen werden müssten, dass sie zahlen mussten. Dadurch, dass Deutschland quasi einen Reset durchgemacht hatte - die alten Strukturen und Vermögensverhältnisse zu Schutt zerfallen waren - konnte man diese enormen Abgaben und Steuerbelastungen für Reiche durchsetzen.

Aber seitdem diese Steuerbelastungen für reiche Menschen eingeführt wurden, hat sich die Entwicklung konsequent und permanent in die entgegengesetzte Richtung bewegt: hin zur Enteignung der Arbeiterklasse und Privilegierung der besitzenden Klasse. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat sich das - egal wer regierte - immer nur in diese eine Richtung entwickelt.

Und warum? Weil Deutschland in der internationalen Staatenkonkurrenz bestehen muss.

Die Älteren erinnern sich vielleicht, dass Deutschland in den 1990er Jahren der kranke Mann Europas war. Die Wirtschaft war lahm, Deutschland konnte sich international nicht gut aufstellen, die Steuereinnahmen sprudelten nicht. Es gab große Probleme. Dann kamen Gerhard Schröder und die Grünen, machten die Agenda-Politik, zerschlugen den starken Sozialstaat, drückten die Löhne und schufen einen riesigen Niedriglohnsektor – und das machte Deutschland zum Exportweltmeister. Und weil die Arbeiterklasse enorm verarmte, konnte Deutschland gewinnen.

Man kann das System nicht umkehren. Würde man die Agenda-Politik einfach zurückdrehen und sagen: „Wir bauen wieder diesen enorm starken Sozialstaat!“, dann wäre Deutschland in kürzester Zeit wieder der kranke Mann Europas.


1x zitiertmelden

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.04.2026 um 08:58
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Und warum musst Du dann hier andere Konzepte vorstellen, wenn die Demokratie doch schon für Verteilungsgerechtigkeit sorgt?
Meine Feststellung als solches enthielt keine Bewertung.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Demokratie sorgt im Kapitalismus für Verteilungsgerechtigkeit.
Zu den Wertungen:
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Sowohl der Kommunismus als auch der Kapitalismus sind Männerinteressen gesteuerte Dominanzsysteme. So viele Kriege, so viel Ausbeutung, so viel Gewalt und Zerstörung. Diese Energien sollte man sich auf beiden Seiten mal bewußt machen. Sie sind nämlich auf beiden Seiten vorhanden, halt mit jeweils unterschiedlichen Ideologien.
Kapitalismus und Kommunismus sind beides oben/unten Systeme. Oben kontrolliert unten. Die Politik wird daher darauf ausgerichtet sein, "denen da oben" auf Kosten "derer da unten" Vorteile zu verschaffen. Beide Systeme werden durch mehr oder weniger viel Angst und Zwang aufrecht erhalten.

Siehst ja, wie gut z.B. das Brainwashing dieser einflussreichen "Familienunternehmer" (Konzerne) funktioniert. Unfaßbar, dass deren Propaganda zur Vermögenssteuer (STOP! Bloß keine Vermögenssteuer, unsere Unternehmen gehen kaputt und/oder wir müßen Mitarbeiter entlassen, wenn die Vermögenssteuer kommt. BS! Es gibt bspw. sehr hoch angesetzte Freibeträge. Und es wird Ausnahmeregelungen geben, für ggf. gefährdete Firmen.) Angstmacherei das Ganze! Diese funktioniert aber scheinbar erfolgreich, auch im freiheitlichen, kapitalistischen System.
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Oder hast Du nur die Gedanken anderer übernommen, ohne Dir selber darüber welche zu machen?
Ich hab' so null Probleme damit, zu sagen, dass ich nicht auf die coolen Überlegungen von Riane Eisler gekommen bin. Ich befasse mich mit ihrem Modell des Caring Economy, weil es mEn. tatsächlich eine Alternative bieten könnte. Weg von diesen Dominazsystemen hin zu einem partnerschaftlichen System mit "funktionellen Hierarchien". Bedeutet: die Rechenschaftspflicht und Respekt gelten wechselseitig und nicht nur von unten nach oben.

Je weniger Dominanz und je mehr Partnerschaftlichkeit, desto höhere Lebensqualität. So einfach könnte es sein. Ist aber noch ein langer Weg.

Nach unten treten scheint das narzisstische Ego sehr zu brauchen, um sich selbst nicht noch kleiner zu fühlen. Dieses bräuchte Heilung, und das ist halt ein Prozess.


2x zitiertmelden

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.04.2026 um 09:30
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Warst Du im Parteivorstand oder im Planungsbüro? Also ich habe für Lohn gearbeitet und Du? Ich bin heute auch Lohnarbeiter und es hat sich nur zum "besseren" entwickelt, weil ich jetzt wieder doppelt freier Lohnarbeiter bin und nicht einfacher, wie in der DDR. Und mir gehört heute genauso viel am gesellschaftlichen Eigentum,wie damals.
Schau doch mal was Du zitiert hattest! Es ging darum, wen die Produktionsmittel gehören und in der DDR gehörten quasi alle Produktionsmittel allen, das nannte sich Volkseigentum.
Ob du in nem VEB für Lohl arbeitest, hat doch nun ga nix damit zutun, wen der Laden gehört.
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Ja, heute und damals, und es gibt das was Du aufzählst heute ebenso, wie damals.
Ja klar, weils heute wie damals öffentliche Einrichtungen sind und entsprechend behandelt werden. Ich dachte, der Punkt wäre klar.
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Du verstehst also unter Vergesellschaftung der Produktionsmittel, dass dann "Alles Allen" gehört?
In der DDR war das jedenfalls so. Wenn die Produktionsmittel vergesellschaftet werden, dann gehören sie ja der Gesellschaft und zur Gesellschaft gehören doch alle, oder?
Aber ok, wenn ich da einer „Propaganda“ aufgesessen bin, dann Klär mich auf. Wem gehören denn die vergesellschafteten Produktionsmittel?
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Danke, aber Deine abgetragenen Ober- oder Unterhosen darfst Du gerne behalten
Du hältst meine gebrauchten Hosen für Produktionsmittel? Very Strange. :D

kuno


1x zitiertmelden

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.04.2026 um 12:00
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Zu glauben, man könne einfach Geld nehmen, das für das Wirtschaftswachstum des Standorts essenziell ist, und es dann armen Menschen geben, ohne dass das zu krassen Verwerfungen beim Wirtschaftswachstum, BIP usw. führt - ohne dass das im Kapitalismus zu starken Verwerfungen führt - ist naiv. Das funktioniert nicht.
Ah ok. Dann befürwortest Du also auch bspw. Gewinnsteigerung dergestalt, selbstredend ohne Besteuerung:
Allein die Gewinnsteigerung der sechs Konzerne – Chevron, Shell, BP, ConocoPhillips, Exxon und TotalEnergies – entspricht laut Oxfam fast 37 Millionen US-Dollar pro Tag an zusätzlichen Gewinnen im Vergleich zu 2025. Die prognostizierten Gesamtgewinne aus fossilen Brennstoffen für 2026 belaufen sich auf 94 Milliarden US-Dollar. Damit ließe sich z.B. auf dem afrikanischen Kontinent eine solarbetriebene Energieversorgung für rund 50 Millionen Menschen aufbauen.
... und die Zwei Drittel, die sich für eine Erhöhung der Steuer auf diese Gewinne aussprechen sind die Naivlinge, aha.
Eine Oxfam-Umfrage von April 2026 zeigt, dass dreimal so viele Befragten staatliche Investitionen in erneuerbare Energien anstelle einer Ausweitung der Förderung fossiler Brennstoffe befürworten. Zwei Drittel (68 Prozent) sprachen sich außerdem für eine Erhöhung der Steuern auf die Gewinne großer Öl- und Gaskonzerne aus, um den Übergang zu erneuerbaren Energien zu finanzieren: „Hauptverursacher und Profiteure müssen endlich in die Verantwortung genommen nehmen, etwa durch eine Steuer auf die Zufallsgewinne fossiler Konzerne in der gegenwärtigen Krise”, so Kowalzig
https://epo.de/30053-oel-und-gaskonzerne-machen-enorme-profite/

Ist doch ganz egal wo man hinschaut, Gejaule gehört für Unternehmer zum Geschäft. Kannste glauben, dass sich diese Ultrakonzerne eine lächerliche Vermögenssteuer locker leisten könnten. Und auf der anderen Seite frisst die Angst halt jede Durchsetzungsfähigkeit auf. Business as usual. Läuft :Y:


melden

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.04.2026 um 17:59
@mitH2CO3

Siehe: Deutschland unter Kanzler Merz (Seite 155) (Beitrag von peekaboo)


1x zitiertmelden

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.04.2026 um 18:09
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:In einem System, in dem alles allen gehört werden Menschen bestrebt sein, möglichst viel für sich selbst rauszuholen, bevor sie an die Bedürfnisse anderer denken.
Das zitierte ich. Wenn Du nix mehr weißt von dem was Du schriebst, dann lese doch noch einmal nach. Ich bezog mich auf Deine Systemaussage später, nicht auf Deine Produktionsmittelaussage früher.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Ich bin in einem Land aufgewachsen, in dem quasi alle Produktionsmittel allen gehörten.
Ach bitte erzähl mal. Jetzt leben wir ja auch in einer Demokratie, wo das Volk die Herrschaft hat, also ist doch auch Alles Volkes Wille und es gehört wieder Allen. Ist für Dich also auch der Nationalsozialismus für über den Kapitalismus hinausreichender Sozialismus?
Ich kann mich nicht erinnern, dass mir irgend ein Betrieb gehörte. Und die Treuhand hat mich hinterher auch nicht ausgezahlt. Darf ich die Verklagen?
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:und stell dir dann noch vor, die öffentlichen Toiletten würden nicht von bezahlten Reinigungskräften gereinigt, sondern müssten nur von denen sauber gehalten werden, die sie benutzen.
Und was sagt Dir das? Du hast es also nicht fertig gebracht die Toilette in Deinem Betrieb sauber zu halten? Aber wahrscheinlich waren das ja wieder mal "Die Anderen".
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Menschen interessieren sich nicht in erster Linie für das Wohl der Gesellschaft, sondern für ihr Eigenes,
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:So in etwa sahen die VEB in der DDR aus
Naja, Dein Wohl an bestimmten Orten scheint Dir damals ja nicht viel Wert gewesen zu sein...
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Kapitalismus und Kommunismus sind beides oben/unten Systeme.
Obwohl Dir schon Andere geschrieben haben, dass es noch niemals Kommunismus gab und gibt, ich Dir einen Text verlinkte und Dich bat einmal zu erklären, wo für Dich jetzt Kommunismus gewesen sein soll oder sein soll, kommst Du immer wieder mit diesen Plattitüden? Zu aller erst ist Kommunismus ungleich Lohnarbeit. Wo also siehst Du gewesenen oder seienden Kommunismus?

Woran machst Du Deine Aussage fest?

Und was @peekaboo schrieb kann man an den vergangenen Realsozialismen wunderbar studieren. Im Gegensatz zu Tierfutter waren Brot und Brötchen derart subventioniert, dass die Bauern lieber diese verfütterten, anstatt die hohen Tierfutterpreise zu bezahlen. Und von den Regierigen wurde einfach festgelegt, dass Auto ein Luxusgut ist und 15 Jahre warten jeden Menschen glücklich macht. Außer @kuno7, denn ihm gehörten ja die Produktionsmittel ;-)


3x zitiertmelden

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.04.2026 um 18:29
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Zu aller erst ist Kommunismus ungleich Lohnarbeit. Wo also siehst Du gewesenen oder seienden Kommunismus?
Wie wird denn die Arbeit verteilt, erledigt? Ausgehend das Menschen nur aus freien Antrieb tätig werden?

Wie komme ich zb an mein Brot?


1x zitiertmelden

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.04.2026 um 19:19
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Siehe: Deutschland unter Kanzler Merz (Seite 155) (Beitrag von peekaboo)
Aha, da les' ich nicht mit.

Ich verstehe einfach Deine Argumentation gegen die Vermögenssteuer nicht. Das liest sich wie eine Reproduktion der Unternehmerfalmilien-Propaganda. Und das ist doch klar, die setzen alle Hebel in Bewegung, damit diese Steuer nicht kommt.

Ich hab' hier meinerseits Aussagen von der Ungleichheitsforscherin Dr. Martyna Linartas eingestellt. Sie hat nunmal zu dem Thema geforscht, und sagt, daß Milliardäre vorher sterben als dass sie wegziehen ;) Die Wegzugsteuer ist ein probates Instrument. Diese BMW-Frau müßte 6,5 Milliarden auf den Tresen legen, wenn sie wegziehen würde. Das wird sie sich auch ein paar mal überlegen. Ich weiss echt nicht, wovor man hier so karnickelt?


melden

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.04.2026 um 19:20
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Wie wird denn die Arbeit verteilt, erledigt? Ausgehend das Menschen nur aus freien Antrieb tätig werden?

Wie komme ich zb an mein Brot?
Erst musst Du eine Bedingung setzen und dann auch noch eine, die heutzutage keine Gültigkeit hat. Wer geht denn aus freien Stücken bestimmten Lohnarbeiten nach? Also kein Lohnarbeitszwang für ungeliebte Arbeiten im Jetzt und Heute? Dann sollten wohl Alle Bundesbürger die "Grundsicherung" bekommen, da sie ja sowieso aus freiem Antrieb tätig werden? Oder hast Du ein Wort vergessen? Glaubst Du wirklich, dass zukünftig niemand säen, mähen, dreschen, Wasser holen und backen wird? Du auch nicht? Oder hast Du dann später keinen Hunger?

Du könntest Dich aber unter anderem einmal mit Fourier beschäftigen zum Beispiel auf dieser Seite, dann könntest Du Dir auch mal selber Gedanken machen, oder willst Du einfach nur nicht?

https://bronsteyn.wordpress.com/category/sozialismus-kommunismus/

Also, was bist Du bereit für Dein Brot zu tun? (Denk dran, Kommunismus bedeutet "Jede/r nach seinen Fähigkeiten, Jeder/m nach seinen Bedürfnissen).

Weiter hier zur anziehenden Arbeit:

https://bronsteyn.wordpress.com/tag/anziehende-arbeit/

oder hier:

https://bronsteyn.wordpress.com/2012/04/22/basis-konzepte-fur-eine-sozialistische-wirtschaft-im-21-jahrhundert/

oder aus dem hier:

https://bronsteyn.wordpress.com/2012/12/05/die-anziehungen-sind-proportional-zu-den-bestimmungen-charles-fourier-und-der-kommunismus/
Die acht Gesellschaftsepochen

Fourier war aber weit davon entfernt, diese Prinzipien der Ausbalancierung und Kultivierung aller menschlichen Leidenschaften für sofort umsetzbar zu halten.
Vielmehr ging er von acht Geschichtsepochen in der Entwicklung der Menschheit aus.

1.Ungeordnete Serien
2.Wildheit
3.Patriarchat
4.Barbarei
5.Zivilisation (Fouriers HEUTE)
6.Garantismus („genossenschaftliche Ordnung“)
7.Unvollständige Serien („Soziantismus“)
8.Harmonie

Marx und Engels übernahmen dieses grobe Schema der Geschichtsepochen, wie Belesene unschwer erkennen können.
Die „Zivilisation“ wird von ihnen als „bürgerliche Gesellschaft“ bezeichnet, und natürlich ist die „Harmonie“ ein Synonym für Kommunismus.
Zwar kritisieren sie (zu Recht) Fouriers unklare und widersprüchliche Auffassungen zur Ökonomie, aber Fourier, der sein Leben lang Kaufmannsgehilfe war, hasste bekanntlich den Handel und die Ökonomie wie die Pest und beschäftigte sich mit diesen Dingen nur sehr sehr ungern.
Dieses Defizit wurde in der Tat durch Karl Marx gründlich behoben.

Fouriers Aufmerksamkeit aber gilt der sozialen Organisation, und vor allem der Organisation der Arbeit und der Liebe.

Der Weg zur Harmonie (Kommunismus) führt nach Fouriers Auffassung also über „Übergangsgesellschaften“, von denen die nächste die „Genossenschaftliche Ordnung“ wäre, ein Begriff, den Lenin übrigens genau in diesem Sinn in seiner letzten großen Schrift „Über das Genossenschaftswesen“ verwendete.
Quelle: siehe Oben
Das Prinzip der anziehenden Arbeit bei Fourier wird von keinem geringeren als Friedrich Engels folgendermassen auf den Punkt gebracht.

„Fourier weist nach, daß jeder mit der Neigung für irgendeine Art von Arbeit geboren wird, (…) daß das Wesen des menschlichen Geistes darin besteht, selber tätig zu sein (…), und daß daher keine Notwendigkeit besteht, Menschen zur Tätigkeit zu zwingen, wie im gegenwärtig bestehenden Gesellschaftszustand, sondern nur die, ihren natürlichen Tätigkeitsdrang in die richtige Bahn zu lenken. Er (…) zeigt die Vernunftwidrigkeit der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung, die beide voneinander trennt, aus der Arbeit eine Plackerei und das Vergnügen für die Mehrheit der Arbeiter unerreichbar macht; weiter zeigt er, wie (….) die Arbeit zu dem gemacht werden kann, was sie eigentlich sein soll, nämlich zu einem Vergnügen, wobei jeder seinen eigenen Neigungen folgen darf. (…)“
(Engels)

Warum arbeitet ein Mensch?
Gewiss doch, in den bisherigen Gesellschaftszuständen meist aus Notwendigkeit. Aus der Notwendigkeit wird, wenn andere Menschen im Spiel sind, sehr schnell auch Zwang.

Somit sind Arbeit aus Zwang und anziehende Arbeit ein Gegensatzpaar. Marx und Engels brachten es auf auf die einprägsame Formel „Reich der Notwendigkeit“ und „Reich der Freiheit“.

Charles Fouriers Menschenbild ist also positiv und optimistisch. Kein Mensch, der nicht mit irgendeiner Neigung, mit irgendeiner Leidenschaft geboren wäre. Also gibt es auch keinen Grund, ihn zur Arbeit zu zwingen.
Insofern ist die „gegenwärtige Gesellschaftsordnung“ (der Kapitalismus) nach Engels Worten also vernunftwidrig.

Aber Engels schreibt noch mehr. Er schreibt, dass Fourier auch gezeigt, wie die Arbeit zu dem gemacht werden kann, was sie eigentlich sein sollte: nämlich ein Vergnügen, bei dem alle ihren eigenen Neigungen folgen dürfen. Da die Verteilung der Leidenschaften bei jedem Menschen unterschiedlich ist, sind auch für jede notwendige Arbeit genügend passende Neigungen vorhanden.

Für solche Ausführungen erntete ich schon die wütensten Haßausbrüche von Seiten vorgeblicher „Marxisten“, die nicht das geringste verstanden haben von dem, was sie an Zitaten reichlich und in Fülle absondern. Die Zukunft der Menschheit: Arbeit ohne Zwang, sondern als Vergnügen, wobei alle ihren (verschiedenen) Neigungen folgen können.
Das darf nicht sein!
Denn Arbeit ohne Zwang, das ist für diese geistigen Kretins nicht denkbar.
Aber genau das war der Kern der Kommunismus-Vorstellungen von Marx und Engels.

„Fourier war es, der zum ersten Male das große Axiom der Sozialphilosophie aufstellte: Da jedes Individuum eine Neigung oder Vorliebe für eine ganz bestimmte Art von Arbeit habe, müsse die Summe der Neigungen aller Individuen im großen ganzen eine ausreichende Kraft darstellen, um die Bedürfnisse aller zu befriedigen.
Aus diesem Prinzip folgt: wenn jeder einzelne seiner persönlichen Neigung entsprechend tun und lassen darf, was er möchte, werden doch die Bedürfnisse aller befriedigt werden, und zwar ohne die gewaltsamen Mittel, die das gegenwärtige Gesellschaftssystem anwendet.
Diese Behauptung scheint kühn zu sein, und doch ist sie in der Art, wie Fourier sie aufstellt, ganz unanfechtbar, ja fast selbst-verständlich – das Ei des Kolumbus“.

(Zitate: Engels in „Fortschritte der Sozialreform auf dem Kontinent 1843“)

Das „Ei des Kolumbus“!
Das „Ei des Kolumbus“ des Kommunismus. Nichts anderes bringt Engels hier zum Ausdruck.

Klar, starker Toback für die Kleingeister jener Epoche, die sich keine andere Gesellschaftsordnung vorstellen können als die, der sie sich angepasst haben.

„In der Harmonie ist alles frei“ – die Zukunft basiert auf der Freiwilligkeit und der (gemeinsamen) Kultivierung der (unterschiedlichen) Leidenschaften.

Marx und Engels übersetzten diese Vorstellung in die bekannte Kommunismus-Formel:
„Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen.“

Aber wie wird das alles organisiert sein?
Quelle: ebenda

Und wie das organisiert sein KANN (das entscheiden die Menschen der Zukunft selber) steht in den nachfolgenden Zeilen auf der von mir zitierten Seite.

Und wenn Du dann einmal gewillt bist Dir selber Gedanken zu machen, wo Dein Brot herkommt (ich sehe das eher als unser Brot) dann können wir uns darüber gemeinsam Gedanken machen. Gegenwärtig bist Du aber nur ein Fordernder und kein Mitdenker. Da macht Diskussion wenig Sinn.


4x zitiert1x verlinktmelden