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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

18.521 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

20.05.2026 um 17:49
Zitat von suffelsuffel schrieb:und verpulvert die Kohle
Ich sehe nicht, dass allzu viel "verpulvert" wird. Steuerverschwendung ist blöd - aber es wird in solchen komplexen Systemen immer Schwund geben. Das kann man nicht einfach abstellen.
Zitat von suffelsuffel schrieb:dann muss halt verhandelt werden über die Einkaufspreise des Panzers oder man muss sich entscheiden ob andere Ausgaben wirklich notwendig sind und dort einsparen.
Genau das wird schon immer so gemacht. So funktioniert jeder halbwegs nicht-autoritäre Staat.
Zitat von suffelsuffel schrieb:Wird in der Schule kein Wissen vermittelt was wirklich extrem wichtig ist wie medienkompetenz etc.
Wird eigentlich zunehmend mehr vermittelt. Und mir fallen nicht gerade viele Lehrstoffe ein, die wir einsparen sollten.
Zitat von suffelsuffel schrieb:ich stelle mal die Behauptung auf das wenn wir ein einfach Steuergesetz hätten was sich selbst jeder mit ein paar stunden Aufwand beibringen könnte und verstehen würde könnte man sicherlich 50% der Stellen einsparen und das gleiche gilt sicherlich auch für jede andere Behörde
Ist halt nur eine Behauptung. Wenn ich behaupte, wir würden mit doppelt so vielen Staatsbediensteten besser da stehen, hätte das genau das gleiche Gewicht.
Tatsächlich ist gerade eine faire Besteuerung enorm komplex. Wie viele wollten das schon auf einem Bierdeckel sehen und sind an der Realität gescheitert. Eine einfache Steuergesetzgebung bedeutet enorme Unfairness im Einzelfall. Weil es einfach so viele Fälle gibt, die nicht pauschal regelbar sind.
Zitat von suffelsuffel schrieb:könnte das schon dafür sorgen was wir vllt. 100 Milliarden Euro pro Jahr mehr zur Verfügung haben.
Oder wir haben viel weniger zur Verfügung, weil diese Stellen eine echte Wertschöpfung haben.
Die Wahrheit liegt vielleicht irgendwo dazwischen. Aber es ist eine gewagte These, dass wir mit personellen Einsparungen besser fahren würden.
Beispiel Gesundheitswesen: Nach einer Privatisierung wird maximal Personal eingespart. Erst mal super, die Verbleibenden schaffen es auch. Blöd nur, wenn sie immer mehr Überstunden anhäufen und immer enger getaktet sind. Die Guten gehen und das Krankenhaus macht zu.
Ich denke nicht, dass man Arbeitsplätze beliebig optimieren kann.
Zitat von suffelsuffel schrieb:Aber die verarschen einen ja genauso
Ich finde, weit weniger.
Zitat von suffelsuffel schrieb:und wenn sie dann gewählt wurde macht sie doch z
Das hat mehrere Gründe:
a) die Umstände haben sich zwischenzeitlich geändert
b) es gibt eine Koalition und damit einen Kompromiss
c) sie haben gemerkt, dass populistische Wahlversprechen der Realität nicht standhalten (wird lustig bei der AfD)
Zitat von suffelsuffel schrieb:warum dann die wenige die es trotzdem geschafft haben bestrafen
Wer bestraft die denn? Als wäre eine etwas kleinere Yacht eine Strafe.
Zitat von suffelsuffel schrieb:Ich sehe meine persönlichen Interessen nicht vertreten.
Du bist halt auch nur einer aus 80 Millionen. Deine Interessen werden nie in Gänze vertreten sein.
Zitat von suffelsuffel schrieb:Andere Länder lachen uns eher aus
Das ist eher eine Mär aus der blauen Ecke.
Zitat von suffelsuffel schrieb:wie wir versuchen die "Welt zu retten" und uns selbst und unsere Wirtschaft ruinieren
Lustigerweise würden wir unsere Wirtschaft stärken, wenn wir mehr "die Welt retten" würden. Mehr Mut zum E-Auto z.B. Mehr Mut zu einem vernünftigen Heizungsgesetz. Unseren ehemalige Stärke in der Verbrennung fossiler Stoffe wird keiner mehr haben wollen.
Zitat von suffelsuffel schrieb:Ich bin grundsätzlich ein fröhlicher mensch nur geht mir unsere ganze Regierung auf den Sack :melden:
Mir gehen Oligarchen viel mehr auf den Sack. So haben wir alle unsere Dämonen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

20.05.2026 um 18:10
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Ist halt nur eine Behauptung. Wenn ich behaupte, wir würden mit doppelt so vielen Staatsbediensteten besser da stehen, hätte das genau das gleiche Gewicht.
Tatsächlich ist gerade eine faire Besteuerung enorm komplex. Wie viele wollten das schon auf einem Bierdeckel sehen und sind an der Realität gescheitert. Eine einfache Steuergesetzgebung bedeutet enorme Unfairness im Einzelfall. Weil es einfach so viele Fälle gibt, die nicht pauschal regelbar sind.
Klar ist Behauptung aber das wir in DE maximal viel Bürokratie haben ist schon etwas das Alltag ist.
Kommt halt drauf an ob man das Ziel hat ein Steuergesetz zu schaffen mit dem Ziel das alle maximal wenig zahlen oder man für jeden Fall eine Regelung haben will oder eher die Regel ist, das wenn es keine Regel gibt dann halt weniger Steuern zu zahlen sind.
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Beispiel Gesundheitswesen: Nach einer Privatisierung wird maximal Personal eingespart. Erst mal super, die Verbleibenden schaffen es auch. Blöd nur, wenn sie immer mehr Überstunden anhäufen und immer enger getaktet sind. Die Guten gehen und das Krankenhaus macht zu.
Ich denke nicht, dass man Arbeitsplätze beliebig optimieren kann.
Sowas sollte man auch nicht privatisieren, aber braucht es z.B. über 90 krankenkassen die alle ihre eigenen Verwaltungs wasserkopf Organisationen haben oder sollte man das deckeln auf vllt. 5 oder maximal 10.
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Das hat mehrere Gründe:
a) die Umstände haben sich zwischenzeitlich geändert
b) es gibt eine Koalition und damit einen Kompromiss
c) sie haben gemerkt, dass populistische Wahlversprechen der Realität nicht standhalten (wird lustig bei der AfD)
Macht es halt auch nicht besser wenn in der Koalition einfach noch mehr unfähige unf ahnungslose zusammensitzen aber wie gesagt, Leute die keine Konsequenzen haben durch ihre Entscheidungen den ist eben auch alles egal.
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Wer bestraft die denn? Als wäre eine etwas kleinere Yacht eine Strafe.
Also ich würde mich bestraft fühlen wenn der Staat von mir was haben wollen würde was er nicht erwirtschaftet hat.
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Lustigerweise würden wir unsere Wirtschaft stärken, wenn wir mehr "die Welt retten" würden. Mehr Mut zum E-Auto z.B. Mehr Mut zu einem vernünftigen Heizungsgesetz. Unseren ehemalige Stärke in der Verbrennung fossiler Stoffe wird keiner mehr haben wollen.
Sehe ich in gewissen Punkten einfach deutlich anders, aber hat jeder seine Meinung was auch in ordnung ist.
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Mir gehen Oligarchen viel mehr auf den Sack. So haben wir alle unsere Dämonen.
Mir weniger aber wie du sagst so hat jeder seine Sicht auf die Dinge :Y:


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

20.05.2026 um 19:10
Zitat von suffelsuffel schrieb:Ich bin generell kein Freund von Steuern also von mir aus brauch es auch keine Lohnsteuer oder Grundsteuer geben aber alles auf einmal abschaffen geht wohl nicht aber wir könnten ja mal mit der Abschaffung der Erbschaftssteuer anfangen :)
Also fangen wir mit der Erbschaftsteuer an? Klar, weil die ja nur die Kapitalisten betrifft - und nicht dich. Aber die Lohnsteuer, die dir jeden Monat weh tut, die lässt du schön stehen. Verstehe das wer will...

Sag mal, warum willst du eigentlich die Kapitalisten immer reicher machen? Was erhoffst du dir davon? Dass sie dir eines Tages dankbar dafür sind und dir dann was abgeben? Ist das deine Hoffnung?

Warum setzt du dich nicht für diejenigen ein, die das alles erwirtschaften? Für die Arbeiter, die jeden Monat die Hälfte ihres Lohns an Steuern und Abgaben verlieren und am Ende kaum noch was zum Leben haben? Die leiden unter der Steuerlast und nicht die Kapitalisten, die ihre Kohle in Stiftungen parken und steuerfrei vererben...

Also nochmal: Warum die Erbschaftsteuer zuerst und nicht zum Beispiel die Lohnsteuer?
Zitat von suffelsuffel schrieb:Das alles wird mit den Steuergeldern gezahlt die das Unternehmen (+ alle anderen unternhmen) von Tag x wo sie noch 0€ wert waren über 50 Jahre + gezahlt haben.
Gäbe es 0 Unternehmen die 0 Leute beschäftigen wovon würde der Staat dann das alles bezahlen?
Ja genau darum geht's doch. Das Unternehmen hat Steuern gezahlt - für die Infrastruktur, die es genutzt hat, aber der Punkt ist ja, dass der Staat seine Seite des Deals eingehalten hat.

Er hat Straßen gebaut, Schulen finanziert, Rechtssicherheit garantiert... und jetzt, wo das Unternehmen Milliarden wert ist, soll der Staat beim Erbe auf einmal leer ausgehen? Das ist doch kein fairer Deal...

Klar, ohne Unternehmen gäbe es keine Steuern. Aber ohne Staat gäbe es auch keine Unternehmen - zumindest nicht in der Form, wie wir sie kennen. Keine Straßen, keine Verträge, keine Polizei, keine Gerichte. Das ist keine Einbahnstraße...

Und deine Frage wovon der Staat dann alles bezahlen würde, ist doch vollkommen absurd. Natürlich braucht der Staat Steuereinnahmen und genau deswegen sollte er sich auch seinen Anteil holen, wenn ein Unternehmen vererbt wird, sonst verschiebt sich ja die Last immer mehr auf die, die sowieso schon zahlen - nämlich auf die Arbeiterklasse.
Zitat von suffelsuffel schrieb:Warum kann ich denn nicht dinge in diesem System kritisieren die mir nicht gefallen? Es laufen viele viele Dinge in unserem System falsch die geändert werden müssten, dieses Thema ist halt eins von vielen. Darum geht es uns doch hier Dinge im aktuellen System zu verbessern und meiner Meinung nach wäre diese eine Verbesserung für alle, wenn niemand Erbschaftsteuer zahlen müsste
Klar, kannst du sowas kritisieren, aber kritisiere doch mal die richtigen Dinge. Die Erbschaftsteuer, wie sie heute ist, trifft die kleinen Erben, nicht die Kapitalistenklasse. Die zahlen die nämlich schon nicht. Also wenn du das System verbessern willst, dann schaff doch die Erbschaftsteuer für Häuser und kleine Vermögen ab - aber nicht für diese Kapitalistenklasse. Dein Vorschlag, die komplett abzuschaffen, hilft nur denen, die heute schon keine zahlen. Das ist keine Verbesserung für alle, sondern für die paar da oben...
Zitat von suffelsuffel schrieb:Das siehst du meiner Meinung nach falsch. Der Milliardär hat am Anfang ja auch mit 0 angefangen und je nach Unternehmen körperlich und oder geistig gearbeitet und er hat das unternhmen mit sehr vielen richtigen Entscheidungen zu einem Milliarden Konzern gemacht, das passiert ja nicht einfach durch glück. Hätte er vllt 1 falsche Entscheidung vor 20 Jahren getroffen, wäre er insolvent und alle Mitarbeiter arbeitslos geworden, das ist auch eine Menge Verantwortung.

Und die Arbeiter eines Unternehmen sind lohnarbeitet. Für den Mehrwert den sie leisten bekommen sie monatlich einen Lohn mit dem ihre Leistung entlohnt/ abgegolten wurde. Wir können jetzt diskutieren ob Löhne zu niedrig sind, für manche zu hoch sind etc. Aber grundsätzlich wird jeder Mitarbeiter für seine Arbeit auch entlohnt für die Leistung die er bringt.

Also wie kommst du dazu das diese "nichts" bekommen würden?
Natürlich kriegen die Arbeiter 'nen Lohn - aber nur so viel, dass sie weitermachen. Den Mehrwert, den sie erwirtschaften, streicht der Kapitalist ein. Und wenn der stirbt, sollen seine Erben diesen Mehrwert steuerfrei bekommen und der Staat, der die Infrastruktur stellt, soll leer ausgehen und die Arbeiter, die den Mehrwert überhaupt erst erzeugt haben, bekommen nichts - außer ihrem mikrigen Lohn, der längst aufgebraucht ist? Das nennst du fair?

Ja, der Kapitalist hat am Anfang vielleicht 'n paar Risiken getragen und 'n paar Entscheidungen getroffen - aber ohne die Arbeiter wär der immer noch bei Null. Also hör bitte auf, so zu tun, als hätte der alles alleine geschafft...
Zitat von suffelsuffel schrieb:Und ich sage halt, sie gehört für alle abgeschafft, dass würde entsprechend den normalen Bürgern helfen. Ich möchte weder das du diese Steuer zahlen musst noch das Dieter Schwarz seine Kinder die zahlen müssen, für mein Verständnis ist das gerecht
Klingt erstmal gerecht, ist es aber nicht, denn wenn du die Steuer für alle abschaffst, spart der normale Bürger vielleicht 'n paar tausend Euro, der Kapitalist aber hunderte Millionen.

Und das Geld, das dem Staat dann logischerweise fehlt, fehlt für Feuerwehr, Polizei, fehlt an Schulen, Straßen und Krankenhäusern usw - von den ja der normale Bürger abhängt. Also deine Gerechtigkeit hilft am Ende nur den Kapitalisten. Der Rest guckt dumm in die Röhre..


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

20.05.2026 um 19:35
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Also nochmal: Warum die Erbschaftsteuer zuerst und nicht zum Beispiel die Lohnsteuer?
Weil das grad das Thema war, davor hatte ich z.B. ja auch schon geschrieben das ist dafür wäre wenn z.B. die stuerlast auf z.B. 25% beschränkt wird damit alle mehr netto haben vom brutto :Y:

Können auch gerne damit anfangen.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Ja genau darum geht's doch. Das Unternehmen hat Steuern gezahlt - für die Infrastruktur, die es genutzt hat, aber der Punkt ist ja, dass der Staat seine Seite des Deals eingehalten hat.

Er hat Straßen gebaut, Schulen finanziert, Rechtssicherheit garantiert... und jetzt, wo das Unternehmen Milliarden wert ist, soll der Staat beim Erbe auf einmal leer ausgehen? Das ist doch kein fairer Deal...
Na da Unternehmen zahlt doch alles weiter wie bisher, was hat es damit zu tun das der ehemalige Inhaber z.B. gestorben ist und der Sohn übernimmt und es erbt?
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Klar, ohne Unternehmen gäbe es keine Steuern. Aber ohne Staat gäbe es auch keine Unternehmen - zumindest nicht in der Form, wie wir sie kennen. Keine Straßen, keine Verträge, keine Polizei, keine Gerichte. Das ist keine Einbahnstraße...

Und deine Frage wovon der Staat dann alles bezahlen würde, ist doch vollkommen absurd. Natürlich braucht der Staat Steuereinnahmen und genau deswegen sollte er sich auch seinen Anteil holen, wenn ein Unternehmen vererbt wird, sonst verschiebt sich ja die Last immer mehr auf die, die sowieso schon zahlen - nämlich auf die Arbeiterklasse.
Wie gesagt deswegen zahlt das Unternehmen ja dauerhaft Steuern und auch alle Beschäftigten bei diesem Unternehmen zahlen dauerhaft Steuern. Nur weil der Besitzer aufgrund des Todes wechselt sehe ich keine Grund für eine sonderzahlung, das Unternehmen selbst hat dadurch nicht mehr Geld oder so.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Klar, kannst du sowas kritisieren, aber kritisiere doch mal die richtigen Dinge. Die Erbschaftsteuer, wie sie heute ist, trifft die kleinen Erben, nicht die Kapitalistenklasse. Die zahlen die nämlich schon nicht. Also wenn du das System verbessern willst, dann schaff doch die Erbschaftsteuer für Häuser und kleine Vermögen ab - aber nicht für diese Kapitalistenklasse. Dein Vorschlag, die komplett abzuschaffen, hilft nur denen, die heute schon keine zahlen. Das ist keine Verbesserung für alle, sondern für die paar da oben...
Bin ich doch ebenfalls dafür sie auch für die kleinen abzuschaffen. Wenn sie komplett für alle wegfällt dann haben die kleinen das gleiche Ergebnis 0% Erbschaftsteuer als wenn sie insgesamt für alle wegfällt.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Natürlich kriegen die Arbeiter 'nen Lohn - aber nur so viel, dass sie weitermachen. Den Mehrwert, den sie erwirtschaften, streicht der Kapitalist ein. Und wenn der stirbt, sollen seine Erben diesen Mehrwert steuerfrei bekommen und der Staat, der die Infrastruktur stellt, soll leer ausgehen und die Arbeiter, die den Mehrwert überhaupt erst erzeugt haben, bekommen nichts - außer ihrem mikrigen Lohn, der längst aufgebraucht ist? Das nennst du fair?
Ich verstehe den Ansatz nicht. Beispiel:

Das Unternehmen A läuft ganz normal über 50 Jahre alle bekommen ihren Lohn, Steuern etc. werden gezahlt etc. Alles unter dem gleichen Eigentümer. Es ist 100 Mio Euro wert und hat 5 Mio bar auf der Bank als liquide Mittel.

Das Unternehmen B ist das gleiche wie A aber nach 45 Jahren stirbt der Inhaber und sein Sohn erbt und übernimmt es.

Diesr soll dann jetzt 25 Mio Euro Steuer zahlen

1. Von was und 2. Warum?

Und dazu kommt ja auch was hättest du als individum davon wenn du im Unternehmen B arbeiten würdest und die 25 Mio eure Steuer an den staht gehen? Dadurch steigt dein Lohn auch nicht oder du hast mehr Geld in der tasche.

Wenn die Arbeitnehmer finanziell profitieren sollen dann wäre es sinnvoller wenn man ein Gesetz finden würde das z.B. festlegt das Unternehmen ab x Euro Jahresgewinn y% an alle Mitarbeiter gleichverteilt ausschütten müssen, das dann aber von ihrer Steuerlast abziehen dürfen und die Arbeiternehmer auf diese sonderzahlung 0€ Abgaben zahlen müssen also brutto = netto

Das käme dann direkt bei den Arbeitnehmern an
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Klingt erstmal gerecht, ist es aber nicht, denn wenn du die Steuer für alle abschaffst, spart der normale Bürger vielleicht 'n paar tausend Euro, der Kapitalist aber hunderte Millionen.

Und das Geld, das dem Staat dann logischerweise fehlt, fehlt für Feuerwehr, Polizei, fehlt an Schulen, Straßen und Krankenhäusern usw - von den ja der normale Bürger abhängt. Also deine Gerechtigkeit hilft am Ende nur den Kapitalisten. Der Rest guckt dumm in die Röhre..
Es ist klar das wir nicht alle Steuern abschaffen können aber es gibt ja noch genügend andere neben der Erbschaftssteuer und der einkommensteuer


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

20.05.2026 um 21:00
Zitat von suffelsuffel schrieb:aber wir könnten ja mal mit der Abschaffung der Erbschaftssteuer anfangen :)
Undemokratisch.

Youtube: Die AfD-Idee zur Abschaffung der Erbschaftssteuer ist maximal undemokratisch. Wieso das so ist, erkl
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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

21.05.2026 um 01:18
Zitat von UffTaTaUffTaTa schrieb:Echt jetzt, meinst du das wirklich? Also wirklich, ganz ernst, was willst du mir den mit dem "master" erzählen, ich kapiers echt nicht.
Du hast die Überreichen als faule Menschen bezeichnet, daher kam ich mit Abschlüssen die sie haben und natürlich Business welchen sie machen. Ein fauler Sack würde weder überhaupt bis zum Ende studieren und erst recht Master abschließen noch massive Unternehmen managen und führen.
Zitat von UffTaTaUffTaTa schrieb:Ich verstehe echt nicht wie einem die Freizeitgestaltung eines Menschen der nicht für seinen Lebensunterhalt sorgen braucht, zu ner Anerkunnung verleitet.
Nur weil man einen Sicherheitsnetz hat heißt es nicht man kann und soll der Person keine Anerkennung mehr gönnen egal wie hart oder was die Person macht.
Zitat von UffTaTaUffTaTa schrieb:Mich hatte die Faulheit an die Uni getrieben, ich hatte vorher in jedem üblen Job gearbeitet den man sich so ausdenken kann und hatte null Böcke auf noch mehr Maloche. Also ab in die Uni, solange das Bafög reicht.
Und dann schließt du deine eigene Faulheit von dir auf die anderen bzw. Milliardäre in dem Fall?
Zitat von UffTaTaUffTaTa schrieb:Und das sind die "Bildungsabschlüsse" der Superreichen für mich. Freizeitgestaltung und weil man ja, besonders wenn man eh nicht arbeiten muss um zu überleben, irgendwas vorweißen will das man selbst erarbeitet und nicht nur eingekauft hat.
Für dich mag das eine Freizeitgestaltung sein, für die Milliardäre ist das weitaus mehr als das und wenn du dich mit der Thematik ein bisschen auseinandergesetzt hättest würdest du vielleicht auch auf Dinge stoßen die sehr relevant sind - zb "networking" oder die Tatsache, dass man als (zukünftiger) Unternehmer bzw. generell insbesondere als Führungskraft schon was in der Birne haben muss um vor allem milliardenschwere Unternehmen zu führen anstatt sie gegen wie Wand zu fahren. Du projizierst leider deine eigenen Schwachpunkte auf deine "Feinde" oder in dem Fall (Super-)Reiche.
Zitat von UffTaTaUffTaTa schrieb:Oder du musst einfach mal erklären wo den der Zusammenhang DDR - Ungleicheit - Milliardäre ist.
Unter anderem und insbesodere darin, dass die DDR Vermögensaufbau der eigenen Bürger systematisch bekämpfte - während in Westen eine ganz andere Geschichte war. Nach der Wiedervereinigung hat man erst gesehen was für eine Elend der Osten verglichen mit dem Westen war. Der Ossi war und ist vielfach ärmer als der Wessi gerade was das Vermögen angeht. Und da gibt es wesentlich mehr was alles schief lief bei den Genossen.
Zitat von UffTaTaUffTaTa schrieb:Oder das Ungleichheit egal ist? Das ne extrem ungleiche Gesellschaft, mit extremen Unterschieden in Macht und Reichtum völlig OK sind?
Ne, nur sind es nicht die Reichen die diese große Ungleichheit zu verantworten haben und nur auf die zu zeigen ist halt nichts anderes als populistisches Stammtischgeschwafel.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

21.05.2026 um 06:02
Zitat von suffelsuffel schrieb:Ich bin generell kein Freund von Steuern also von mir aus brauch es auch keine Lohnsteuer oder Grundsteuer geben aber alles auf einmal abschaffen geht wohl nicht aber wir könnten ja mal mit der Abschaffung der Erbschaftssteuer anfangen :)
Wir könnten ja mal die EInkommensteuer abschaffen und durch ne Kapital- und Vermögensabgabe ersetzen. Das wäre doch mal "Leistung muss sich lohnen". Dann wird wirklich mal die reale Leistung belohnt und nicht bestraft. Also keine Steuer auf Lohn, aber hohe Steuer auf Kapitalerträge, Aktiengewinne, Beteiligungsgewinne, etc. Und natürlich ne hohe Steuer auf Zufallsgewinne, das ist GANZ wichtig. Damit die Fossiellobby solche Krisen wie den aktuellen Irankrieg, COVID, etc. nicht ausnützen und verlängern weil sie im unverdienten Geldregen stehen.
Zitat von suffelsuffel schrieb:Es ist klar das wir nicht alle Steuern abschaffen können aber es gibt ja noch genügend andere neben der Erbschaftssteuer und der einkommensteuer
Wie man gerade am Irankrieg und den irren Gewinnen der Fossiellobby sehen, wohl zu wenige.
Zitat von VenomVenom schrieb:oder die Tatsache, dass man als (zukünftiger) Unternehmer bzw. generell insbesondere als Führungskraft schon was in der Birne haben muss um vor allem milliardenschwere Unternehmen zu führen
Jesses, wieviele der Unternehmen werden den vom Eigentümer gefürht?
Die meisten großen Unternehmen sind im Streubesitz oder Private Equity und werden von eingekauften Managern geführt und von nem bezahlten Aufsichtsrat verwaltet. Klar, die werden extrem gut bezahlt für ihre Arbeit und landen irgendwann auch im zumindest im Multimillionärsrang, aber sind ja keine Besitzer von denen du hier gerne redest.
Und die denen diese Unternehmen via Streubesitz gehören, die Aktionäre, die brauchen dafür gar nix zu arbeiten. Und so läuft das in den normalen Milliardärsfamilien.
Also, das ein Milliardärseigentümer seine eigene Firma aufbaut, verwaltet und damit die 1000 Millionen $ Eigentumsschwelle überschreitet ist wohl die Ausnahme, nicht die Regel. Aber ist eine wichtige Legende, klar.
Zitat von VenomVenom schrieb:Unter anderem und insbesodere darin, dass die DDR Vermögensaufbau der eigenen Bürger systematisch bekämpfte - während in Westen eine ganz andere Geschichte war. Nach der Wiedervereinigung hat man erst gesehen was für eine Elend der Osten verglichen mit dem Westen war. Der Ossi war und ist vielfach ärmer als der Wessi gerade was das Vermögen angeht. Und da gibt es wesentlich mehr was alles schief lief bei den Genossen.
Im Westen gabs mal Bestrebungen den Vermögensaufbau der Bürger zu fördern. Damals gabs sowas wie Eigenheimzulage, vermögenswirksame Leistungen, etc. Ist alles lang vorbei, dann kam der Neoliberalismus und heute sollen die Leute nicht mehr sparen, sie sollen konsumieren um noch mehr "Wachstum" aus ihrer Arbeit raus pressen zu können und um mit dem vorhanden Vermögen die Maschinerie noch ein Stückchen länger anzutreiben bevor alles crasht.
Zitat von VenomVenom schrieb:Und da gibt es wesentlich mehr was alles schief lief bei den Genossen.
Eben. Da gabs erheblich mehr was schief ging. Vor allem war das ein völlig anderes Wirtschaftssystem, die hatten keine Probleme mit extrem ungleich verteilten Vermögen und Einkommen, die hatten dafür ganz andere Probleme. Und ich kapier immer noch nicht was du damit willst.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

21.05.2026 um 06:18
Zitat von azazeelazazeel schrieb:
Zitat von suffelsuffel schrieb:wie wir versuchen die "Welt zu retten" und uns selbst und unsere Wirtschaft ruinieren
Uaahhhhh. Ich glaubs nicht, kommt wieder die "Deutschland alleine kann die Welt nicht retten" :-)

Die Bankrotterklärung aller Nebelkerzen.
Die "hab keine Ahnung von was ich laber"-Offenbarung.
Zitat von suffelsuffel schrieb:Der Staat beschäftigt rund 100.000 Menschen in der Finanzverwaltung, ich stelle mal die Behauptung auf das wenn wir ein einfach Steuergesetz hätten was sich selbst jeder mit ein paar stunden Aufwand beibringen könnte und verstehen würde könnte man sicherlich 50% der Stellen einsparen und das gleiche gilt sicherlich auch für jede andere Behörde
Das unser Steuersystem überkompliziert ist, stimmt schon. Das die vorgeschlagenen Vereinfachungen meisten so gestaltet sind das es für kleine Einkommen und Vermögen teurer und für die großen Einkommen billiger wird, ist auch ein Grund warum sich daran nix ändert. Dazu noch die Regel von der Einzelfallgerechtigkeit.

Aber der Staat entlässt vor allem Steuerfahnder die zu gut sind. Ich bin dafür Steuerfahnder auf Beteiligungsbasis zu bezahlen. Für jede Million die se hinterzogene Steuern zurück holen sollen se 10% davon kriegen. Falls sie es zum Multimillionär schaffen wäre ich endlich mal einverstanden damit. Da soll sich Leistung wirklich lohnen :-)
Was meinst du wie effektiv die Steuerfahndung wäre. Die guten Fahnder belohnen und motivieren noch mehr reiche Betrüger zu cashen anstelle se zu feuern und ihnen die Arbeit schwer zu machen.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/nordrhein-westfalen-warum-die-erfolgreichen-steuerfahnder-kuendigen-a-1188790.html
Wikipedia: Steuerfahnder-Affäre

Ich erinnere da immer wieder an CumEx. Das sich die Steuerzahler von Superreichen Betrügern um Milliarden bestehlen lassen müssen und es dazu keine wirkliche Aufklärung und keine Wiedergutmachung gibt, zeigt wie korrupt der Staat ist und wie wenig reiche Kriminelle von ihm etwas zu befürchten haben.
Und CUmEx läuft ja weiter. Wir bezahlen weiterhin den Milliardärskriminellen irre Summen für Nix.

https://finanzkun.de/artikel/cum-ex-laeuft-weiter/


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21.05.2026 um 06:53
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Undemokratisch.
Sorry, diese Frau ist strunz dumm, die geht gar nicht.
Die Abschaffung der Erbschaftsteuer führt zu Monarchie/Neufeudalismus?
Und indirekt gesagt hohe Vermögen sind undemokratisch?
Dann muss das GG 14 sofort geändert werden:
Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Art 14

(1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.
Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_14.html

in:

Das begrenzte Eigentum und das eingeschränkte Erbrecht werden gewährleistet. Höhe und Schranken werden durch das Zentralkomitee bestimmt, wobei Steuerhöhen von bis zu 100% erlaubt sind. Freibeträge werden nicht vorgesehen, Einkommen, Erbschaften und Vermögen können gleich besteuert werden.


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21.05.2026 um 06:58
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Unser Rechtsstaat in D ist stark genug, ein zwei Legislaturperioden mit Alice & Friends auszuhalten. Für die Bürger eine schwierige Zeit, aber das Elend geht auch wieder vorbei. Und man sollte nicht vergessen: im Gegensatz zu "damals" sind wir inzwischen alle an Demokratie gewöhnt, auch wenn wir manchmal vergessen, wie wertvoll sie ist. So wie in den USA wird es hier nicht werden.
Du vergisst Musk, die rechtsradikalen US-ThinkTanks und der ganze Einfluss der Thiele, Bezo, Musk, etc. auch in Deutschland haben.
Außerdem ginbts ja Projekt 2025, das wollen die US-rechtsradikalen auch mit Hilfe der AFD in Deutschland umsetzen.

Was wir also zuerst sehen werden ist eine Radikalisierung der Polizei, die Schwächung von Steuerfahndern und -Ämter, von Aufsichtsbehörden und Gerichten.
Die Energiewende wird nicht nur gestoppt werden, sondern rückabgewickelt. Und sie werden versuchen die Ukraine zu schwächen und Putin mittels Gas- und Öleinkäufe stützen und die Sanktionen abschaffen.

Der Schaden den sie erzeugen werden wird so groß sein, das wird nicht mehr ungeschehen zu machen sein.

Vor allem. Die Menschheit hat keine Zeit mehr auf noch mehr Fossiellobbyzerstörungen. Wir stehen am Abgrund und kümmern uns um Nebensächlichkeiten während unsere Lebensgrundlagen vernichtet werden. Deutschland rettet nicht die Welt, schon gar nicht alleine, ist aber halt trotzdem ne wichtige Stimme in Europa.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

21.05.2026 um 07:12
Zitat von suffelsuffel schrieb:
Zitat von UffTaTaUffTaTa schrieb:Du meinst wegen seinem bekannten kriminellen Geschäftsverhalten? Wegen dem unlauteren Wettbewerb, den illegalen Knebelverträgen und allg. dem Schaden den er der IT-Sparte über die Jahrzehnte mit seinem Quasi-Monopol erzeugt hat?
Oder wegen den Milliardenschäden die seine unsicheren Produkte so im Laufe der Zeit anderen Leuten beschert haben?
Mir ist das alles nicht bekannt also dazu kann ich nichts sagen aber selbst wenn es so wäre dann ist der Schaden den unsere Regierung in den letzten Jahren angerichtet hat sicherlich größer und für uns Steuerzahler teuer und schlimmer als alles was an Steuergeldern nicht gezahlt wird/ wurde
Nur mal eine Frage. Wenn du schon von einem Menschen regiert werden willst, meinst du nicht es wäre ganz gut zu wissen was dieser Mensch so in seinem Leben bisher gemacht hat? Auf welcher Basis meinst du den er sei geeignet ein Land zu führen?
Woher kommt deine, anscheinend sehr gute Meinung von Gates, wenn du niocht weisst was der so alles getrieben hat?

Wobei er ja noch nie eine öffentliche Leitungsfunktion hatte. Ein Konzern und ein Land sind nun wirklich kaum vergleichbar, in einem Land gelten ganz andere Regeln und Notwendigkeiten.
In nem Unternehmen kannst du Mitarbeiter die dir nicht passen und die kein Geld verdienen, feuern. Man kann aber nicht Bürger die einem nicht passen feuern, um die muss man sich trotzdem kümmern.

Und was meinst du mit der Steuer? Es ist OK wenn ca. 100 Milliarden pro jahr uns Allen getohlen werden, weil wir ja gerne schlechte Straßen und miese Kindergärten haben. Aber das ist OK weil ja Gates ... ich kapiers nicht. Bitte erkläre mal deinen Gedankengang.

Und nur noch eins bevor mir wieder was vorgeworfen wird. Ich mag Gates nicht sonderlich, dazu bin ich zu alt und ich weiß noch zu gut was für Entscheidungen er als Microsoft-Chef in den 80-00er Jahre so gemacht hat. Aber ich zähle ihn nicht zu den Mililliardärs-Unmenschen ala Musk, Bezo, Trump, etc. Trotz seiner Epstein Geschichten, so schlecht ihn es aussehen lässt das er Epstein auf den Leim ging. Jedenfalls hat er in den letzten jahren einiges Sinnvolles und Gutes mit seinem ganzen Geld gemacht. Er hat erkannt das er die Milliarden halt nicht mit ins Grab nehmen kann, seine Stiftung aber vielleicht die Zeiten nach ihm überdauert und damit auch sein namen in guter Erinnerung bleiben wird. Das erkenne ich soweit durchaus an. Wären alle Milliardäre mehr Gates und weniger Bezo oder Musk oder MBS, wäre meine Wertung von Ihnen wohl erheblich weniger negativ.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

21.05.2026 um 07:39
Zitat von UffTaTaUffTaTa schrieb:Das erkenne ich soweit durchaus an. Wären alle Milliardäre mehr Gates und weniger Bezo oder Musk oder MBS, wäre meine Wertung von Ihnen wohl erheblich weniger negativ.
Dazu noch eins. Unser Wirtschafts- und Geselschaftssystem ist so konstruiert, dass die Leute zu Macht und Geld kommen denen man es eigentlich gerade nicht ermöglichen will.
Das heist der Anteil von psychisch kranken Menschen an der Spitze von Unternehmen und auch teilweise der Politik ist erschreckend groß.
Gerade krankhafte narzistische Persönlichkeitsstörungen, Größenwahn und mangelnde Empathie sind in den oberen Konzernetagen erschrecken weit verbreitet.

Dazu zählt auch das man heutzutage ja anscheinend meint, wenn jemand eine Spezialfähigkeit hat, er auch in allen anderen Bereichen besonders gute Leistung und Wissen hat. Also ein erfolgreicher Konzernboss auch, warum auch immer, geeignet sein soll einem Ernährungstipps zu geben oder der Politik erklärt wie se mit hohen Sozialausgaben umzugehen haben.
Völliger Irrsinn, ich frage meinen Klempner auch nicht wie ich meine Zähne machen lassen soll, aber Musk soll mir erklären wie man mit Flüchtlingen umzugehen hat? Was dabei raus kommt, gerade bei Musk, hat man ja mit DODGE und dem "Fraud & Abuse" gesehen, welcher die Finanzen ruiniert und den Fraud & Abuse in irre Höhen getrieben hat, also das Gegenteilige des angeblichen Ziel erreicht wurde. Aber hat Musk auch nur einmal gesagt er habe falsch gelegen? Ich bitte euch, natürlich nicht, ein krankhafter Narzist kann nie einen Fehler zugeben.

Aber passt halt zum heutigen Social Media Irrsinn. Wo völlige Looser einem die Welt erklären, wo die Steuerfachangestelltre einem erzählt wie schlecht ne klassische Krebsbehandlung ist und sie das doch viel besser weiß als jeder Arzt der das ein Jahrzehnt lang gelernt hat.
Aber damit nicht genug. Die führenden Persönlichkeiten des internationalen Wirtschaftslebens werden zunehmend auch als Schöpfer und Gestalter unserer öffentlichen und persönlichen Angelegenheiten angesehen. Sie raten Schulbehörden, was die Kinder lernen und Gesetzgebern, wie öffentliche Gelder investiert werden sollten. Wir erwarten von ihnen Überlegungen in jedweder Hinsicht - angefangen von der Zukunft des E-Commerce bis hin zu den beliebtesten Urlaubszielen.
Quelle: https://www.manager-magazin.de/hbm/narzisstische-unternehmensfuehrer-im-kommen-a-fcc29cdf-0002-0001-0000-000021501783


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

21.05.2026 um 07:45
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Dann muss das GG 14 sofort geändert werden:
Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Art 14

(1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.
Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_14.html

Ah, du hast den zweiten Absatz "vergessen" :-)
(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_14.html

Über das "soll" gabs ne lange, heiße Diskussion. Eigendlich stand da mal ein "muss".


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

21.05.2026 um 07:53
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Sorry, diese Frau ist strunz dumm, die geht gar nicht.
Das sitzt man beim ersten Kaffee, und muß schon wieder so ein komatöses Elend lesen. Die Frau hat nen Doktortitel in Politikwissenschaften, und hat sich bereits sehr lange mit dem Thema UNGLEICHHEIT beschäftigt. Und da kommt ein Steuervermeidungsfachgehilfe aus Kirgitstan daher, und trompetet ungefragt seine total überflüssige Meinung durch die Gegend 👿

Selbstverständlich wäre die Abschaffung der Erbschaftssteuer undemokratisch, weil ein Schritt zurück in die Steinzeit. (Btw. Dr. Linartas hat nicht davon gesprochen, dass es hier wieder zu einer Monarchie käme. Du hattest nur gerade Bock sowas bei ihr reinzuinterpretieren -> Manipulation.)

Und wie du selbst zitiert hast (thx für die Vorlage):
das Erbrecht werden gewährleistet.
Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_14.html

Also braucht ihr Monarchisten euch gar keine Hoffnungen zu machen, dass das Erbrecht abgeschafft werden könnten. Es muß lediglich reformiert werden, damit die ÜBER-Reichen mit ihren Riesenvermögen nicht mehr mit den hingemauschelten höchstens 1% bei der Erbschaftssteuer wegkommen können. Unsolidarisch und asozial wie das Ganze ist, weil der Gesellschaft so wichtige Steuern vorenthalten werden.

Geh' einfach weiter schlafen!


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

21.05.2026 um 08:05
Zitat von UffTaTaUffTaTa schrieb:Der Schaden den sie erzeugen werden wird so groß sein, das wird nicht mehr ungeschehen zu machen sein.
Orient man sich bei dieser Befürchtung vllt. zu sehr an den USA? Ich meine wenn Du Dir anschaust, wie das hier in den EU-Länder mit rechtspopulistischer Koalitionsbeteiligung - Finnland, Italien, Niederlande - abgeht, dann sieht das doch schon anders aus. Ich nehme halt an, dass es Rechtsstaatlichkeit und Demokratie mit den installierten Institutionen besser "überwacht" werden als es in USA möglich ist?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

21.05.2026 um 08:16
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ich meine wenn Du Dir anschaust, wie das hier in den EU-Länder mit rechtspopulistischer Koalitionsbeteiligung - Finnland, Italien, Niederlande - abgeht, dann sieht das doch schon anders aus.
Ja, aber du musst auch sehen dass den meisten anderen, gerade den rechten Regierungsparteien, die AFD zu radikal und zu unfähig sind. Ich glaube durchaus das in der langen Liste der rechtspopulistischen EU-Parteien, die AFD sich am unteren, radikalsten und dümmsten Ende tummelt.
Dazu sind se noch libertär, haben nicht mal entfernt den sozialen Ansatz vieler anderer Rechtspopulisten (außer in ihrer Propaganda).
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ich nehme halt an, dass es Rechtsstaatlichkeit und Demokratie mit den installierten Institutionen besser "überwacht" werden als es in USA möglich ist?
Hauptunterschied zwischen USA und Europa ist das wir hier seltener reine Zweiparteiensysteme haben. Durch den praktischen Koalitions"zwang", der viele Wahlgewinner erst zu Regierungsparteien macht, würde das wohl auch anders aussehen. Ich gehe nicht davon aus dass unser bürokratisches System in sich alleine grundsätzlich resilenter ist. Was also wenn die AFD ne absolute Mehrheit erringt? Ist dann eine Enticklung wie in den USA systemisch bedingt wirklich nicht möglich?
Werden wir dann wirklich keinen rechtsradikalen Neonazi als Leiter des BND haben?

Nur als Erinnerung, etwas Ähnliches hatte man auch 1933 gedacht.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

21.05.2026 um 08:34
Zitat von suffelsuffel schrieb:Kommt halt drauf an ob man das Ziel hat ein Steuergesetz zu schaffen mit dem Ziel das alle maximal wenig zahlen
Es sollen alle maximal so viel zahlen, dass die Einnahmen zur Erfüllung der staatlichen Pflichten genügen und dabei sollte es möglichst viel individuelle Gerechtigkeit geben, wer wie viel zu leisten imstande ist.
Zitat von suffelsuffel schrieb:aber braucht es z.B. über 90 krankenkassen
In meinen Augen wären weniger KK sinnvoll und ebnen ein System für alle. Wer mehr Gesundheitsleistungen möchte, die nicht in einer Grundversorgung enthalten sind, kann diese ja privat versichern.
Zitat von suffelsuffel schrieb:Also ich würde mich bestraft fühlen wenn der Staat von mir was haben wollen würde was er nicht erwirtschaftet hat.
Der Staat hat eine Menge von dem erwirtschaftet, was Dir gehört. Zur Gewinnerzielung nutzt Du öffentliche Straßen und sonstige Infrastruktur. Deine Angestellten haben durch öffentliche Gelder eine Ausbildung erhalten.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

21.05.2026 um 08:36
Zitat von UffTaTaUffTaTa schrieb:Was also wenn die AFD ne absolute Mehrheit erringt?
Daher ja meine Meinung, dass es besser wäre diese "Brandmauer" aufzugeben, die nebenbei auch noch viele Menschen zur AfD treibt.
In einer Koalition wäre der Schaden besser zu begrenzen, so halt meine Vorstellung (in Anlehnung an die zuvor genannten EU-Länder).
Zitat von UffTaTaUffTaTa schrieb:Ich gehe nicht davon aus dass unser bürokratisches System in sich alleine grundsätzlich resilenter ist.
In der Annahme, dass wir starke Gesetze haben - die genau das verhindern, einem Einzelnen so viel Macht zuzugestehen - habe ich meine Aussagen getroffen. Werde heute Nachmittag noch mal nachschauen, welche Gesetze das bei uns sind.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

21.05.2026 um 08:47
Zitat von suffelsuffel schrieb:aber braucht es z.B. über 90 krankenkassen
das sind private Unternehmen, nicht staatliche, auch wenn sie teilweise staatliche Aufgaben übernehmen. Willst du jetzt nen ganze Wirtschaftszweig per Gesetz abschaffen?
Wo bleibt da die Innovation, wo die freie Unternehmerschaft :-)

Ne, wie viele Krankenkassen es gibt, ist eher irrelevant, wobei es durchaus sein könnte das weniger, große Kassen einen Kostenvorteil hätten, aber da kenne ich mich zu wenig mit aus um da was dazu sagen zu können.
Aber das alle in das gleiche System einzahlen, DAS wäre viel wichtiger. Also jeder sollte in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen, bei welcher Krankenkasse er das macht sei ihm überlassen. Und wie schon gesagt:
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Wer mehr Gesundheitsleistungen möchte, die nicht in einer Grundversorgung enthalten sind, kann diese ja privat versichern.



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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

21.05.2026 um 16:26
@UffTaTa
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Werde heute Nachmittag noch mal nachschauen, welche Gesetze das bei uns sind.
Also nach meinem Verständnis sind es grundlegend diese beiden
1. Das Grundgesetz (GG) Der deutsche Schutzwall

Ewigkeitsklausel (Art. 79 Abs. 3 GG): Die in Artikel 1 und 20 GG festgelegten Grundsätze, wie die demokratische, soziale und föderative Ordnung sowie die Gewaltenteilung, dürfen niemals geändert oder abgeschafft werden.

Gewaltenteilung (Art. 20 Abs. 2 GG): Legislative (Gesetzgebung), Exekutive (Regierung und Verwaltung) und Judikative (Rechtsprechung) kontrollieren sich gegenseitig. Eine Person oder Behörde kann nicht unkontrolliert herrschen.
Bundesverfassungsgericht: Es wacht über die Verfassungsmäßigkeit aller Gesetze. Jedes Machtmonopol wird durch seine Urteile korrigiert
Google KI

Aber ich meine mich zu erinnern, dass es noch weitere Gesetze gibt, die bspw. eine (parteipolitische) "Vereinnahmung" des Bundesverfassungsgerichtes verhindern (so wie es in den USA beim US Supreme Court möglich war).


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