mitH2CO3 schrieb:Es handelt sich bei der Gruppe der Einwanderer nicht um eine homogenen Gruppe, sondern um Menschen mit ganz unterschiedlichem Background (Bildungsniveau, Stadt/Land, Alter, privates Umfeld durch das sie geprägt wurden). Es besteht zwar ein Potential für "traditionelle Rollenbilder" aber eher nicht zu "Frauenfeindlichkeit". Daran kann man arbeiten :Y: wie wir es hier halt auch tun!
Zu deinem letzten Satz: Aber bei uns herrschen gesamtgesellschaftlich gesehen erst mal ganz andere Voraussetzungen und eben nicht solche:
Der Kriminologe Christian Pfeiffer verweist darauf, dass in islamisch-konservativ geprägten Ländern „eine schlichte Macho-Kultur vorherrscht, die wir ungewollt importieren“. Jungen Männern aus solchen Ländern sei vermittelt worden, „dass Frauen sich zu fügen haben“. ...“
Ein Zitat aus einem Artikel vom Migrations-Faden.
Solche Sozialisation hier zu "bearbeiten" kostet mMn halt viel mehr Mühe und Aufwand.
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mitH2CO3 schrieb:Zudem hat man festgestellt, dass sich oft im Zuge der Integrationsprozesses Einstellungen ändern (Integrationskurse mit Wertevermittlung, persönliche Kontakte, eingebunden werden in das hiesige gesellschaftliche Leben).
Das ist auch gut so und lässt hoffen.
Dennoch befürchte ich, dass es zu Viele sind, die die alten Rollenklischees nie gewillt sein werden, abzulegen.
Bin da leider nicht so optimistisch wie du (mein Nick stimmt schon lange nicht mehr 😉)
mitH2CO3 schrieb:Zu den Rechten, den alten deutschen Eichen und den Saubermännern: Frauenhasser gibts hier wie da. Sie sind inzwischen eine aussterbende Rasse
und das glaube ich halt auch nicht, für mich sieht es so aus, als nimmt es auch bei dieser Gruppe stetig zu und wir marschieren unaufhaltsam rückwärts.
Dies sehe ich auch bezüglich der gesamten Politik - sieht man doch auch derzeit, wie alles zurück gefahren werden soll, weg von der
sozialen Marktwirtschaft, weg von Umweltschutz usw.
Noch mal zu den Frauenrechten, Gleichberechtigung, Patriarchat usw:
mitH2CO3 schrieb:Was denkst du denn, wie das hier die letzten Jahrhunderte abgelaufen ist, meine Güte. Da mußte man auch dran arbeiten! Ein Dank geht an der Stelle mal an die Alice Schwarzer
Das ist richtig.
Um so mehr ärgert es mich, dass wir wieder um Jahrzehnte zurück fallen könnten, wegen dieser und jener Kräfte und Gruppierungen in der Gesellschaft.
Heutzutage gibts keine Alice Schwarzers mehr, die effektiv dagegen ankämpfen könnten.
Ich empfinde Bemühungen da und dort als einen Kampf gegen Windmühlen.
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mitH2CO3 schrieb:. Es besteht zwar ein Potential für "traditionelle Rollenbilder" aber eher nicht zu "Frauenfeindlichkeit
Gwyddion schrieb:Traditionele Rollenbilder sind in der Regel Frauenfeindlich
sehe ich genauso.
mitH2CO3 schrieb:Frauenhass (--> Gewalt gegen Frauen) wäre treffender gewesen.
so kann man es vielleicht auch sehen. Evtl. ist Beides richtig.
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mitH2CO3 schrieb:Was ich aber sehe ist die Notwendigkeit, dass wir Frauen noch intensiver - auch weltweit - netzwerken sollten, um uns mit unseren Themen zu beschäftigen, damit z.B. auch die Unsichtbarmachung der unbezahlten Caretätigkeiten beendet wird. Btw. schau mal hier: eine extrem coole Aktion 1974 in Island, welche die dortigen Verhältnisse veränderte
https://www.spiegel.de/geschichte/frauenstreik-in-island-die-revolution-der-roten-struempfe-a-1255589.html
Die Kapitalismushölle wird mit der Gleichstellung der Frau überwunden
da bin ich vollkommen bei dir.
Glaube jedoch halt nicht, dass wir in dieser Welt, wo alles nach rechts abdriftet und auch islamische Länder wie z.B. Iran zunehmend an Macht gewinnen, noch etwas zu reißen ist.
mitH2CO3 schrieb:Das ist so weird. Aber gut, so sind wir Menschen halt. Und damit sind wir wohl auch selbst das Problem, das die Umsetzung von Utopien und anderen Modellen verhindert. Egoismus, Überlegenheitsbedürfnisse, Gier etc. halt menschliche Schwächen. Wir lernen offenbar - also geschichtlich betrachtet - wohl auch nur aus Schmerzen (Kriege/Kriegsfolgen
nicht mal aus Schmerzen scheinen wir Menschen zu lernen, machen immer wieder die gleichen Fehler.
mitH2CO3 schrieb:Wieviel Kriege wird's wohl noch brauchen, bis alle erkennen wollen/können, dass Glück und Zufriedenheit eher im Miteinander zu finden sind als im Gegeneinander?
die einfache Bevölkerung will ja gar keinen Krieg, das sind doch nur die "Bosse da oben" diee ihre Machtgelüste ausleben und selbst gar nicht darunter leiden müssen.
Und da sie nicht selbst leiden, wird sich das auch nie ändern.