ApexOne schrieb:Jeder Unternehmer geht verantwortlich mit Ressourcen um, je weniger er einsetzt, umso günstiger die Herstellung und mit Sicherheit höher die Marge.
Verbraucht er alle Ressourcen unverantwortlich, hat er kein Geschäft mehr.
Woher kommt die Annahme dass im Kapitalismus der Unternehmer hier Verschwendung betreibt? Das macht doch keinen Sinn.
Wo geht denn ein Unternehmer verantwortlich mit Ressourcen um, wenn er auf eine Ressource zurückgreift, die begrenzt ist? Bei den ganzen Kalkulationen geht es doch nur um eine kurzfristig gewinnorientierte Einnahmequellen. Um "günstiges" Holz zu kaufen wird z.B. nicht auf hinreichend Rücksicht auf Regenerationsfähigkeit des Bodens geachtet, d.h. die ökologische Tragfähigkeit wird ignoriert nebst sozialen Folgen, die sich daraus ergeben (--> Regenwald)
ApexOne schrieb:Siehe oben. Aber ja, ich hatte mal sog. nachhaltige Anlagen, liefen scheisse, habe ich abgestossen. In meinem Portfolio sind zwar wenige ETFs, aber bestimmt 4000-5000 Einzelaktien, ich überprüfe das nicht.
Jo, und genau das meine ich mit Bauchnabelfixierung. Weshalb müssen es 4000-5000 Aktien sein, die Nachhaltigkeit nicht berücksichtigen?
Was bedeutet nachhaltige Anlagen "liefen scheisse"? Haben vermutlich weniger Rendite gebracht oder what ever. Es soll halt immer mehr und mehr sein. Kurzfristig, schnell. Mit dieser Haltung denkt man doch nur an sich und den eigenen Gewinn. Keine Solidarität, keine Nachhaltigkeit. Irgendwie nix, hohl.
ApexOne schrieb:Ich habe den Eindruck dass Du nicht weiss was der Gewinn nach Steuern für mich ist - es ist mein Netto. Es ist ziemlich skurril dass mich rechtfertigen sollte dass ich nicht für Null Euro arbeite oder sogar drauf zahle.
es ist skurril, dass du das so interpretierst. Ich habe keinesfalls von Null Euro für Dich gesprochen. Gewinnspannen liegen, je nach Bereich, bei 20 bis was weiss ich wieviel Prozent. Etwas weniger würde auch genügen, wenn man faire Produkte Einkauf, und damit einen teureren VK hat. Dafür hat man was für die ganze Lieferkette getan, in ökologischer und sozialer Hinsicht.
ApexOne schrieb:Ich stelle eine provokante Frage: wenn die Marge für mich nicht stimmt und ich meine Aktivitäten einstelle, ist es ein Problem? Muss ich befürchten dass ich zur Arbeit gezwungen werde?
Nö, weil du vermutlich bereits ein Alter erreicht und genug verdient hast, um bis zum Lebensende versorgt zu sein.
Wenn dem nicht so wäre, würde ich insb. dich schon zur Arbeit zwingen. Bist vermutlich noch nicht im Rentenalter und arbeitsfähig. Also los.