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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.299 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

23.06.2026 um 21:02
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Schuldzuweisungen. Haben die in der Sache schon jemals weitergebracht? Lösen Schuldzuweisungen ein Problem?
Es ging doch beim Beispiel A vs B um B... der bei gleichen Startvoraussetzungen sein Geld nicht entsprechend gut einsetzt um für die Zukunft zu sparen.
Natürlich ist das seine Schuld.. rsp. seine Entscheidung. Es kann nicht die Aufgabe des Staats sein dann B zu "retten", monetär versteht sich.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Es ist bekannt, dass in bildungsfernen Familien Geldmangel herrscht, man dort nicht gelernt hat mit Geld umzugehen, Vermögen aufzubauen.
Auch hier ist das Thema Bildung eine Holschuld. Und es ist weiterhin nicht Aufgabe des Staats jedes Versagen im Leben mit Geld zuzuschütten.
Wo bleibt die Eigeninitiative? Wo bleibt quasi das Erweckungserlebnis das man so nicht leben kann? Sozialhilfe war einst für die wirklich Bedürftigen gedacht.. das ist ausgeufert momentan.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:In der Schule ein Pflichtfach anzubieten, in dem der Umgang mit Geld vermittelt wird sowie dieses Grunderbe könnten eine Grundlage schaffen, auch diese Menschen zu motivieren, sich Vermögen aufzubauen. Gleichzeitig könnte es einen Anreiz geben, sich nach einem besser bezahlten Job umzusehen, bzw. dafür dann entsprechend zu lernen.
Jein, das man in der Schule dafür Unterricht anbieten könnte ( ebenso Ethikunterricht anstatt Religion ).. nichts dagegen.
Grunderbe: Dagegen. Woher das Geld dafür?
Als gesunder Mensch nicht im Bürgergeld zu verweilen, sollte an sich Anreiz genug sein sich nach einem Job, besser noch nach einer Lehrstelle, umzusehen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Will sagen, wenn man den Zugang zu diesem Wissen ermöglicht, desto wahrscheinlicher sollte es doch sein, dass diese Menschen Wege aus der unglücklichen Situation finden könnten.
Ehrlich? Heute informiert sich selbst der sogenannte Bildungsferne täglich im Netz.. anstatt sich irgendwelchen Influencer Scheixx anzuschauen, könnte man sich notfalls schlau machen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

23.06.2026 um 21:15
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Es kann nicht die Aufgabe des Staats sein dann B zu "retten", monetär versteht sich.
Wie verstehst Du denn diesen GG-Artikel?
Das Grundgesetz als Fundament: Der Staat muss das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit (Artikel 2 GG) sowie die Menschenwürde schützen. Da Obdachlosigkeit diese Grundrechte akut gefährdet, muss der Staat einschreiten.
Google KI
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Wo bleibt die Eigeninitiative? Wo bleibt quasi das Erweckungserlebnis das man so nicht leben kann?
Wenn diese Menschen es nicht vorgelebt bekommen, wie was geht, wenn sie es einfach nicht kennen ... woher soll dann die Initialzündung kommen?
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Grunderbe: Dagegen. Woher das Geld dafür?
Erbschaftssteuerreform. Schlupflöcher dicht machen.
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Ehrlich? Heute informiert sich selbst der sogenannte Bildungsferne täglich im Netz.. anstatt sich irgendwelchen Influencer Scheixx anzuschauen, könnte man sich notfalls schlau machen.
Jo, es ist so easy nach unten zu treten. Richte doch mal versuchsweise den Blick "nach oben", was da so abgeht.

Wie auch immer, kann mich nicht erinnern von wem der Spruch ist, der mir zu all dem gerade in den Sinn kommt:
„Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“
Weitertreten ändert gerade mal NIX. Es verfestigt nur die Ungleichheit.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

23.06.2026 um 21:37
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wie verstehst Du denn diesen GG-Artikel?
So wie er geschrieben steht. B war nicht obdachlos wenn ich nicht irre..
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wenn diese Menschen es nicht vorgelebt bekommen, wie was geht, wenn sie es einfach nicht kennen ... woher soll dann die Initialzündung kommen?
Himmel noch mal... ich habe auch nicht so viel vorgelebt bekommen, allerdings wußte ich schon als Jugendlicher das ich ohne Arbeit mir meine Wünsche nicht erfüllen kann. Wir sind ein sozialer Staat... der aber verdammt noch mal nicht für alles zuständig ist und jeden Lebensbereich pampern muss.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Erbschaftssteuerreform. Schlupflöcher dicht machen.
Ich mutmaße: das wird nicht reichen. Und ich mutmaße weiter: der Staat wird die Steuern anderweitig verwenden ( müssen ).
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Richte doch mal versuchsweise den Blick "nach oben", was da so abgeht.
Das ist kein Tritt nach unten, das ist einfach ein Fakt.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Weitertreten ändert gerade mal NIX. Es verfestigt nur die Ungleichheit.
Jo.. ich fühle mich allerdings auch getreten, von unten und von der Politik. Arbeit ist auch ungleich verteilt... das mal nur nebenbei.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

23.06.2026 um 21:56
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:So wie er geschrieben steht. B war nicht obdachlos wenn ich nicht irre..
Wenn ich nicht irre, würde er es aber werden, wenn man ihm das Pflegeheim - für das er keine Rücklagen hat - staatlich nicht ermöglichen würde.
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:ich habe auch nicht so viel vorgelebt bekommen, allerdings wußte ich schon als Jugendlicher das ich ohne Arbeit mir meine Wünsche nicht erfüllen kann.
Freu' Dich, dass Du immerhin so viel Prägung von zuhause mitbekommen hast. Hat nicht jeder, und nicht jeder kommt aus diesen Verhältnissen psychisch unversehrt hervor (was wiederum die Belastbarkeit zum Arbeiten einschränkt etc.) Die Dinge sind halt etwas komplexer als nur "das faule Pack sollte mal den Ar*** hochbekommen und weniger Influencer Scheizz sehen".


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

23.06.2026 um 22:28
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Hat nicht jeder, und nicht jeder kommt aus diesen Verhältnissen psychisch unversehrt hervor (was wiederum die Belastbarkeit zum Arbeiten einschränkt etc.)
Ein jeder muss selbst durch das Leben gehen und lernen, Entscheidungen zu treffen und auch die negativen oder positiven Konsequenzen seines Tuns oder Nichttuns tragen. Die Vorstellung das einem Vater Staat ( d. h. die restliche Bevölkerung ) einen ständig an die Hand nehmen soll, ist eine rosarote Vorstellung und verhindert genau das was wichtig ist: Eigeninitiative.. oder wie Du es so schön beschrieben hast:
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:den Ar*** hochbekommen
Im übrigen, die Erklärung das psychische Erkrankungen vorliegen können.. ist mittlerweile, sorry, eine inflationäre.
Ich mutmaße das fast ein jeder Mensch, ob arm oder reich, in gewisser Weise psychischen Belastungen ausgesetzt ist oder war. Ein arbeitender Mensch vlt. sogar noch physisch belastet... im Handwerk auf jeden Fall.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Die Dinge sind halt etwas komplexer als nur "das faule Pack sollte mal den Ar*** hochbekommen und weniger Influencer Scheizz sehen".
Nun.. das habe ich nicht formuliert.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.06.2026 um 09:00
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Ein jeder muss selbst durch das Leben gehen und lernen, Entscheidungen zu treffen und auch die negativen oder positiven Konsequenzen seines Tuns oder Nichttuns tragen.
Das macht jeder prinzipiell so gut er eben kann.
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Die Vorstellung das einem Vater Staat ( d. h. die restliche Bevölkerung ) einen ständig an die Hand nehmen soll, ist eine rosarote Vorstellung und verhindert genau das was wichtig ist: Eigeninitiative..
diese Formulierungen (ständig, rosarot) sind daneben. Als ob Leistungsempfänger mit Absicht in schwierige Lebenslagen geraten, aus denen sie alleine nicht herauskommen. Ich wünsche Dir und uns allen, dass wir niemals in eine derartige Lage geraten werden. Denn ich denke ,es ist alles andere als angenehm, sich in solcher Situation zu befinden.
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Im übrigen, die Erklärung das psychische Erkrankungen vorliegen können.. ist mittlerweile, sorry, eine inflationäre.
Ich nehme an, dass oftmals versucht wird z.B. Depressionnen selbst zu therapieren (mit Alk und anderen Drogen). Mangelnde Selbstachtung und Selbstvertrauen kann einen Menschen auch in seiner Selbstwirksamkeit blockieren, die Belastbarkeit einschränken.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.06.2026 um 10:19
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Sozialhilfe war einst für die wirklich Bedürftigen gedacht.. das ist ausgeufert momentan.
du wirst auch sicher die Personengruppen die Abertausende stellen genau benennen können, die derzeit Leistungen beziehen obwohl sie nicht wirklich Bedürftig sind?

z.b. laut Auswertung der Bundesagentur für Arbeit gibt es ca 20.000 Personen die man als Totalverweigerer bezeichnet, das sind diejenigen die Sanktionen bekamen weil sie sich einer Arbeitsaufnahme widersetzt haben. 20.000 von 5,5 Millionen erscheint mir jetzt nicht gerade so, als dass man die Empfänger von Leistungen pauschal aburteilen sollte als 'nicht wirklich bedürftig'..


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.06.2026 um 12:58
@RayWonders

Steht doch da. Sozialhilfe war einst für die wirklich bedürftigen Menschen gedacht. Für Leute die ihren Job verloren hatten gab es Arbeitslosengeld.
Dann kam die Hartz IV Reform und alles wurde quasi zusammen gefasst.

Jetzt sind wir im Bürgergeld. Auch die jenigen, die ihren Job verloren haben, aber zumindest schon Leistung erbracht haben. So richtig gerecht finde ich das System nicht.
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:20.000 von 5,5 Millionen erscheint mir jetzt nicht gerade
Beide Zahlen sind erschreckend. Aber waren es nicht eher 3,5 Millionen?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.06.2026 um 13:02
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ich nehme an, dass oftmals versucht wird z.B. Depressionnen selbst zu therapieren (mit Alk und anderen Drogen). Mangelnde Selbstachtung und Selbstvertrauen kann einen Menschen auch in seiner Selbstwirksamkeit blockieren, die Belastbarkeit einschränken.
Könnte sogar etwas wahres dran sein. Aber man kann nicht jeden Menschen therapieren.

Wer letzten Endes zu Drogen oder Alk greift ist auch da für sich selbst verantwortlich.Ist wie bei Zigaretten, die Gefahren für das eigene Wohl sind bekannt.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.06.2026 um 16:32
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Aber man kann nicht jeden Menschen therapieren.
Als gesetzlich Krankenversicherte/r hat man Anspruch auf eine Therapie, das setzt jedoch Therapiemotivation voraus. Wir brauchen hier aber gar nicht weiter über Therapien zu reden.

Als Laie hilft man sogar gleich mehreren Leistungsempfängern, indem man sie schon mal nicht abwertet, und/oder mit einem der wenigen Totalverweigerer gleichsetzt. So easy ist das. Das Abwerten führt nur zu noch mehr Scham und Wut, und diese können u.U. auch den Antrieb blockieren.
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Wer letzten Endes zu Drogen oder Alk greift ist auch da für sich selbst verantwortlich.Ist wie bei Zigaretten, die Gefahren für das eigene Wohl sind bekannt.
Natürlich ist erst mal jeder für sich verantwortlich. Es gibt aber Menschen, die es nicht können/sachaffen, für sich verantwortlich zu sein. Sie sind da, und in einer Sozialgemeinschaft werden sie nicht fallengelassen sondern unterstützt.

Was ne humanistische Errungenschaft, kann man garnicht genug feiern!!! Und nein, ich beziehe keine Leistungen und habe noch nie welche bezogen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.06.2026 um 16:54
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:das setzt jedoch Therapiemotivation voraus.
Eben. Nicht jeder möchte sich zudem therapieren lassen. Und viele fallen z. B. nach Besuchen in Entzugskliniken in alte Muster zurück.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:und/oder mit einem der wenigen Totalverweigerer gleichsetzt.
Ich setze da nichts gleich. Ich bin bei Totalverweigerern auch für strengste Sanktionen. Sehe aber auch nicht ein das ich als Arbeiter noch mehr Lebensleistung oder auch Abzüge von meinem Gehalt/Lohn für Sozialleistungen zur Verfügung stellen soll. Wenn... dann muss auch die Ungleichheit beim Thema Arbeit angegangen werden. Tja.. hier wird es halt schwierig.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Es gibt aber Menschen, die es nicht können/sachaffen, für sich verantwortlich zu sein.
Ja.. Pampern von der Wiege bis zum Sarg. So easy ist das. "Sag mir wie ich leben soll ... "
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Was ne humanistische Errungenschaft
Ich mache mal nen Sekt auf..


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.06.2026 um 17:29
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Von was laberst Du eigentlich? Was für eine Horrorbesteuerung?
Die deutsche Besteuerung...dazu kommen die Sozialabgaben. Übrigens die Rentenreform wird bei den Top Verdiener einen Massaker auf dem Lohnzettel geben - hilft bei den Auswanderungsgedanken. Die AG werden auch ächzen - da werden wir live sehen was Umverteilung bedeutet, gut für die Schwachen.
(GKV,PV,AV,RV Beitragsbemessungesgrenzen hoch, RV hoch -> AG Personalkosten +1%, AN -1% beim Netto)
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ich kann gerade nicht wirklich wahrhaben, was ich da lese. Daher nur so viel: die Erbschaftssteuerreform wird schon entsprechend hohe Freibeträge enthalten für Otto-Normal-Erbe. Auch Inhaber von kleinen und mittelständischen Betrieben werden ihre Firmen aufgrund der hohen Freibeträge nicht gefährden.
Ich probiere es mal kurz anders, ich komprimiere deinen Aussagender letzten Seiten auf eine allgemeine Ebene -> dann sollte am Ende klar sein was mich stört.

Ich verstehe es gibt Eltern die machen alles normal gut, erziehen ihre Kinder richtig in Finanzthemen, sparen, bauen Vermögen auf, man könnte sagen mustergültige/perfekte Eltern.

Auf der anderen Seite gibt es Eltern die das nicht machen können/wollen/wissen, die bilden ihre Kindern finanziell nicht aus, sparen auch nichts, hinterlassen auch nichts.

Deine Lösung: alle die es richtig machen, auch alle für die alles richtig gemacht worden sollen für die "Schlechten" bluten und es soll einen Ausgleich stattfinden.

Das sehe ich nicht ein, das ist mein Problem, deswegen bin ich gegen eine Erbschaftsteuer zB.

Das was ich edel bezeichnet habe, ist eigentlich Umverteilen damit alle weniger haben. Ich erwarte bei den Empfängern keine Motivation etwas zu tun weil sie dann nichts mehr bekommen, kommen vielleicht in die Situation wo sie auch was abgeben müssen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.06.2026 um 19:13
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Nicht jeder möchte sich zudem therapieren lassen. Und viele fallen z. B. nach Besuchen in Entzugskliniken in alte Muster zurück.
Wie gesagt, es gibt ja nicht nur klassische Psychotherapie. Manchmal kommt sowas wie eine Verhaltenstherapie besser. (Ungünstige Denkmuster oder Verhaltensweisen verlernen, und neue erlernen). Sucht ist ein hartes Thema. Hut ab vor jedem, der nach einem Rückfall weiter kämpft, sich nicht aufgibt.
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Pampern von der Wiege bis zum Sarg. So easy ist das. "Sag mir wie ich leben soll ... "
Mit Pampern hat die harte Realität der Betroffenen herzlich wenig zu tun. Möchtest Du tatsächlich mit Menschen/Familien tauschen, die auf Leistungen angewiesen sind? Sie benötigen idR aus Notlagen heraus Support. D.h. sie sind in einer schwierigen Lage und haben dazu wenig Geld. Die Leistungen ermöglichen ihnen ein menschenwürdiges Überleben, kein komfortables oder gar luxuriöses Leben.
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Ich mache mal nen Sekt auf..
Darauf würde ich ggf. direkt mit Dir anstossen. Daraus wird aber nix, weil Du das eh nicht ernst meinst. 😶


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.06.2026 um 19:40
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:alle die es richtig machen, auch alle für die alles richtig gemacht worden sollen für die "Schlechten" bluten und es soll einen Ausgleich stattfinden.
Es soll niemand "bluten". Du empfindest es aber so, ok. Ich wiederum sehe Steuern als einen Beitrag an die Gesellschaft, in der wir alle zusammen leben. Es soll allen möglichst gut gehen. Mich berührt es, wenn ich solche Bilder von bedürftigen Menschen sehe. Leider gibt es sie in so ziemlich jeder Großstadt. Und ich weiss nicht, wie man abstumpft. Bin jedes Mal wieder traurig, dass es in unserer Mitte Not und Elend gibt.

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Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Deine Lösung: alle die es richtig machen, auch alle für die alles richtig gemacht worden sollen für die "Schlechten" bluten und es soll einen Ausgleich stattfinden.
Es ist nun mal so. Wenn - wie in der Natur nur die Starken durchkommen würden - was wäre dann der Unterschied zwischen Mensch und Tier? Wie haben die Fähigkeit zur Empathie, zum Mitfühlen. Das ist eine wunderbare Eigenschaft. Wir können Schwächere unterstützen & teilen. Der Mensch ist prinzipiell ein soziales Wesen. Eigentlich sollte man sich fragen, was mit den Menschen los ist, die zu dieser Stärke keinen Zugang mehr haben?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Das sehe ich nicht ein, das ist mein Problem, deswegen bin ich gegen eine Erbschaftsteuer zB.
Na ja, dafür gilt halt der gleiche Aspekt, der für Dich halt keine Relevanz zu haben scheint: es geht um Solidarität. Einige erben nix oder nicht viel, weil sie z.B. aus den ehemaligen Bundesländern sind/kommen. Dort gab es vor der Wiedervereinigung kein wirkliches persönliches Eigentum. Was also sollte man vererben? Nach dem Mauerfall sind dann auch gleich die Westdeutschen dort eingefallen, und haben bei iwelchen Treuhandanstalten eingekauft. Na ja, es blieben dort wohl trotzdem nur Schulden über. Will sagen: das ist halt eines von vielen Beispielen dafür, weshalb manche wenig bis nix (ver-)erben.
Und ich halte es halt für sozial gerecht, wenn wir anderen, die erben, mit der Erbschaftssteuer etwas zum Sozialstaat beitragen.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Das was ich edel bezeichnet habe, ist eigentlich Umverteilen damit alle weniger haben. Ich erwarte bei den Empfängern keine Motivation etwas zu tun weil sie dann nichts mehr bekommen, kommen vielleicht in die Situation wo sie auch was abgeben müssen.
Es könnte aber auch gerade andersherum laufen als Du so vermutest. Vllt. geben sie ja gerne, wenn sie stabil, belastbar und arbeitsfähig sind. Werden gute Steuerzahler, weil sie wissen, wie wertvoll die Solidarität auch für sie war.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.06.2026 um 19:46
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Möchtest Du tatsächlich mit Menschen/Familien tauschen, die auf Leistungen angewiesen sind? Sie benötigen idR aus Notlagen heraus Support.
Ich sag mal so wie ich denke... einige benötigen tatsächlich Support... sei es durch Therapien, sei es durch Hilfe bei Ämtern oder gar Hilfe im Haushalt, rsp. auch Pflege. Einige wiederum brauchen nur monetären Support.. und je nach dem reicht ihnen das und sie würden ihre mögliche Trägheit auch nicht bei noch mehr Geld aufgeben. Es gibt wiederum einige, die nutzen den Sozialstaat aus. Und um letztere geht es mir in der Regel. Für die möchte ich nicht noch länger arbeiten und/oder mir vom Staat in die Börse greifen lassen. Das Beispiel Arno Dübel hatte ich schon gebracht.

Und ich brauche nicht mit Familien in prekären Lagen tauschen. Ich habe genug Fumm im Hintern um diesen hoch zu kriegen und aktiv zu werden. Gerade beruflich. Ich habe im übrigen auch schon mal ALG kassiert... niemals länger wie einen Monat.


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24.06.2026 um 19:56
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:du wirst auch sicher die Personengruppen die Abertausende stellen genau benennen können, die derzeit Leistungen beziehen obwohl sie nicht wirklich Bedürftig sind?

z.b. laut Auswertung der Bundesagentur für Arbeit gibt es ca 20.000 Personen die man als Totalverweigerer bezeichnet, das sind diejenigen die Sanktionen bekamen weil sie sich einer Arbeitsaufnahme widersetzt haben. 20.000 von 5,5 Millionen erscheint mir jetzt nicht gerade so, als dass man die Empfänger von Leistungen pauschal aburteilen sollte als 'nicht wirklich bedürftig'..
Joah, und täglich grüßt das Murmeltier. Bei den Empfänger hausiert man mit den Erwischten, aber nicht mit dem Dunkelfeld - bei Reichen sind alle Steuerhinterzieher, ist doch glas klar.
Auch der feine Unterschied wird mal wieder unter dem Teppich gekehrt, der er es erarbeitet hat behält Geld aus seiner Leistung, der Empfänger klaut von allen.


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24.06.2026 um 20:20
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Es soll niemand "bluten". Du empfindest es aber so, ok.
Ich betrachte Zahlen..und zunehmend Leistungen und Gegenwert - sorry, ihr seid massiv auf den absteigenden Ast. Wenn Du meinst jetzt kann man paar Milliarden hin und her schieben und quasi die Matratze noch weicher machen...bald wird keine Matratze mehr da sein.
Und der Weg wieder da raus wird der Kapitalismus ohne soziale Marktwirtschaft sein.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ich wiederum sehe Steuern als einen Beitrag an die Gesellschaft, in der wir alle zusammen leben.
Ich weiss nicht wie oft ich es noch schreiben soll: ich auch. Ich halte eine maximale Abgabenquote von 30% (Steuern und SV) für angemessen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Es soll allen möglichst gut gehen.
Ja, absolut erstrebenswert, aber es müssen alle mitmachen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:ir können Schwächere unterstützen & teilen. Der Mensch ist prinzipiell ein soziales Wesen. Eigentlich sollte man sich fragen, was mit den Menschen los ist, die zu dieser Stärke keinen Zugang mehr haben?
Ich habe das aufgegeben - es interessiert diese Leute auch nicht was andere tun damit sie Leistungen auf diesem Niveau kostenlos erhalten. Und auf den Sprung in der Platte "er hat / es bleibt ihm genug" habe ich keine Lust.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:es geht um Solidarität.
Solidarität wird im Allgemeinen so definiert: Solidarität ist das gegenseitige Unterstützen und Zusammenhalten von Menschen innerhalb einer Gemeinschaft.
So jetzt ordne mal ein was ein Erbe an gegenseitiger Unterstützung erhält und die die dann von seiner Kohle leben mit ihm "zusammenhalten".
Interessiert mich!
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Es könnte aber auch gerade andersherum laufen als Du so vermutest. Vllt. geben sie ja gerne, wenn sie stabil, belastbar und arbeitsfähig sind. Werden gute Steuerzahler, weil sie wissen, wie wertvoll die Solidarität auch für sie war.
Nach der letzten massiven Erhöhung des Bürgergelds sind nicht wirklich viele arbeiten gegangen. Mehr Geld leistungslos bewirkt mehr Trägheit.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.06.2026 um 21:09
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Und der Weg wieder da raus wird der Kapitalismus ohne soziale Marktwirtschaft sein.
Aha, vollständige Demontage des Sozialstaates. Da willst also hin. Das mach' dann mal in Deiner Steueroase. Hier biste ja raus - zum Glück, wenn man solche Gedanken liest - . Leben besteht halt nicht nur aus Zahlen, Herr Steuerfachgehilfe.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ja, absolut erstrebenswert, aber es müssen alle mitmachen.
Wie wäre es mal damit, in die Realität zu kommen? Alle machen hier mit (Deutschland ist die drittgrößte Volkswirtschaft *STAUN* wie geht das nur? Wenn Du aber davon laberst, könnte man meinen man stünde hier am Abgrund zu Hölle.)
Und der kleine Rest, der es nicht schafft voll mitzumachen, der wird solidarisch mit durchgezogen, im Sozialstaat. (Btw. man sollte bedenken, dass viele Leistungsbezieher mit dem Bürgergeld aufstocken).

Aber Herr Apex will demontieren, freie Fahrt ins Lohndumping. Mach' doch in deinem Traumland, nur zu.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:So jetzt ordne mal ein was ein Erbe an gegenseitiger Unterstützung erhält und die die dann von seiner Kohle leben mit ihm "zusammenhalten". Interessiert mich!
Diese Frage ist auch wieder nur rein rhetorisch. Denn das Gleiche gilt für alle Steuern. Die Gesellschaft, wir alle (ausgenommen Steuerflüchtlinge hinter iwelchen Bergen) haben dadurch weniger Ungleichheit. Es wird in Infrastruktur, Bildung, Gesundheit etc. investiert. Und gerne in ein Grunderbe.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Nach der letzten massiven Erhöhung des Bürgergelds sind nicht wirklich viele arbeiten gegangen. Mehr Geld leistungslos bewirkt mehr Trägheit.
-> Beleg!


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.06.2026 um 21:16
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Aha, vollständige Demontage des Sozialstaates. Da willst also hin.
He he, nein - da willst Du und Co. hin -> Besteuerung und ABgaben bis nichts mehr geht.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Leben besteht halt nicht nur aus Zahlen
Kann man das den Empfängern auch sagen wenn sie mal wieder eine Erhöhung möchten?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Alle machen hier mit
Paar Millionen nicht (man müsste aus den Empfängern die Kinder und Aufstocker raus rechnen, natürlich).
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Diese Frage ist auch wieder nur rein rhetorisch. Denn das Gleiche gilt für alle Steuern. Die Gesellschaft, wir alle (ausgenommen Steuerflüchtlinge hinter iwelchen Bergen) haben dadurch weniger Ungleichheit. Es wird in Infrastruktur, Bildung, Gesundheit etc. investiert. Und gerne in ein Grunderbe.
Das ist Quatsch - ich habe Dich zu Solidarität befragt -> wie unterstützen die Empfänger die anderen Bürgern? Wo ist der Zusammenhalt mit Erben und Reichen, das sind auch Bürger!
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Nach der letzten massiven Erhöhung des Bürgergelds sind nicht wirklich viele arbeiten gegangen. Mehr Geld leistungslos bewirkt mehr Trägheit.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Beleg!
Die Zahl der Empfänger ist bis auf Saisoneffekte unverändert.


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24.06.2026 um 21:23
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Aha, vollständige Demontage des Sozialstaates. Da willst also hin. Das mach' dann mal in Deiner Steueroase. Hier biste ja raus - zum Glück, wenn man solche Gedanken liest - . Leben besteht halt nicht nur aus Zahlen, Herr Steuerfachgehilfe.
Während du dich hier an einzelnen Usern abarbeitest, an denen du aufgrund persönlicher Lebensentscheidungen einen Narren gefressen hast, passiert dieser Sozialabbau gerade live. Nicht im urtümlichen Rumänien, sondern hier, unter einer (teil-)sozialdemokratischen Bundesregierung, speziell einer "roten" Arbeitsministerin... die finale Selbstverdauung des Sozialstaats ist in vollem Gange, wer meint dass die aktuelle Renten"reform" das Ende vom Lied war wird sich noch wundern, dafür sorgt schon die Demografie.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wie wäre es mal damit, in die Realität zu kommen?
Das kann ich dir nur empfehlen, macht Spaß, ehrlich. Und dann eine geregelte Tätigkeit aufnehmen, das wär's doch.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Deutschland ist die drittgrößte Volkswirtschaft *STAUN* wie geht das nur?
Das geht ganz gut solange man noch Substanz zum Verbrennen hat, die DDR oder die Sowjetunion zum Beispiel sahen in der Außenbilanz auch lange gar nicht so schlecht aus, wie die Realität war.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Btw. man sollte bedenken, dass viele Leistungsbezieher mit dem Bürgergeld aufstocken
Ein sicheres Symptom dafür dass das Lohnabstandsgebot nicht eingehalten wird, d.h. das Bürgergeld zu hoch ist. Ob jetzt ca. 1/6 der Empfänger für "viele" reicht könnte man diskutieren.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Aber Herr Apex will demontieren, freie Fahrt ins Lohndumping. Mach' doch in deinem Traumland, nur zu.
Lohndumping ist primär eine Gefahr für Menschen, deren "Leistungen" nichts wert sind. Oder eben weniger als der Mindestlohn - durch die Kombination aus hohem Mindestlohn und hohen Sozialabgaben lohnt es sich umgekehrt für Menschen mit eher geringen Qualifikationen selten, einen einfachen Einstiegsjob auszuüben... Siehe auch die Transferentzugsrate.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Es wird in Infrastruktur, Bildung, Gesundheit etc. investiert.
In Infrastruktur wird investiert. Bildung und Gesundheit sind Konsumausgaben, das ausgegebene Geld ist weg und ggf. kein Gegenwert mehr vorhanden.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:-> Beleg!
Hier, bitte: Quelle - Google KI


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