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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.303 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.06.2026 um 15:11
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:das erhöht pro Arbeitsjahr die Rente um 54 Cents monatlich..
wieso sollte sich jemand dann dafür entscheiden?
An diesem Punkt setzt die Reform an. Vom 1. Juli 2026 an können Betroffene ihre Befreiung einmalig kippen und wieder regulär einzahlen. Nötig ist dafür ein schriftlicher Antrag, den der Arbeitgeber entgegennimmt und an die Minijob-Zentrale weiterleitet. Wer parallel mehrere Minijobs hat, muss sich einheitlich entscheiden – ein selektives Zurück nur für einzelne Stellen sieht das Gesetz nicht vor.

Wichtig ist der zeitliche Rahmen: Die Aufhebung wirkt ausschließlich für die Zukunft. Bereits vergangene beitragsfreie Monate lassen sich nicht nachträglich in Pflichtbeitragszeiten umwandeln. Und ist der Widerruf einmal erklärt, ist eine erneute Befreiung dauerhaft ausgeschlossen. Die Entscheidung sollte deshalb gut überlegt sein.
Quelle: https://web.de/magazine/ratgeber/finanzen-verbraucher/aenderungen-rente-minijobs-juli-wissen-42398734

Aber 3,6% von 600Euro sind 18Euro pro Monat - bei 7Mio Minijobbern spült das ein wenig Geld in die Kassen..


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.06.2026 um 15:13
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:wieso sollte sich jemand dann dafür entscheiden?
Weil man per Gesetz dazu gezwungen wird.
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:bei 7Mio Minijobbern spült das ein wenig Geld in die Kassen..
Es ist keine Kasse. Es ist auch keine Versicherung. Aber wenn es darum geht dass man die Leute abzockt ja, es fliesst.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.06.2026 um 15:27
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Aber wenn es darum geht dass man die Leute abzockt ja
hast du mal ausgerechnet wie viel die Arbeitnehmer+Arbeitgeber monatlich einzahlen und für wie viele Jahre sie jeden Monat wie viel rausbekommen?

ich glaube die Einzahlungen sind niedriger als das was man rausbekommt?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.06.2026 um 16:01
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:ich glaube die Einzahlungen sind niedriger als das was man rausbekommt?
Du glaubst?
Wenn man von den 603€Monat/45 Jahre ausgeht, werden 125,8*12*45 =67.932 einbezahlt.
Da muss man bei den 54 Cents im Monat *45 Einzahljahre -> 291,6€/Jahr mehr Rente! nur 232 Jahre beziehen, danach ist man im Plus.

Allerdings: würde man die monatlichen 125,8€ im World ETF anlegen für 45J wäre die angesparte Summe ca.502.000€...aber Kapitalismus ist Scheisse, sowas wollen wir nicht...weil dann haben die die nichts einzahlen nichts davon.(..nur ca. 116.000 Kapitalertragsteuer)

Anhand dieses Beispiels müsste man merken wie beschiessen die RV ist, an sich ist das eine Zwangsabgabe von der man nichts hat.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.06.2026 um 16:16
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Anhand dieses Beispiels müsste man merken wie beschiessen die RV ist, an sich ist das eine Zwangsabgabe von der man nichts hat.
Herr Apex ist heute ja wieder richtig in Fahrt ... nur leider iwie in die falsche Richtung 😑

Die Minijobs sollen ABGESCHAFFT werden, außer für Schüler. Es geht im Kern doch um was ganz anderes. Minijobber, zumeist Frauen, sollen in sozialversicherungspflichtige Jobs wechseln, damit sie im Alter nicht so überdurchschnittlich Armutsgefährdet sind, als wenn sie in diese Minijobs bleiben würden.

Und dass sich die Arbeitgeberverbände und die DEHOGA gegen diesen Vorschlag stellen werden, da kannste safe von ausgehen. Dort wird es Probleme mit der Flexibilität beim Personal geben, wenn die Minijobber ausfallen. Mal sehen, ob die Politik sich da nicht doch noch auf irgendeinen Kompromiss einlassen wird müssen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.06.2026 um 16:28
@ApexOne

willst du sowas wie in den USA, die dann anfällig für Wirtschaftskrisen sind?
Die Finanzkrise lässt viele US-Bürger um ihre Altersvorsorge bangen: Öffentliche und private Pensionsfonds in den USA haben in den vergangenen anderthalb Jahren zwei Billionen Dollar (knapp 1,5 Billionen Euro) verloren, wie der Präsident des Rechnungshofs des US-Kongresses (CBO), Peter Orszag, mitteilte.

Seit Mitte 2007, dem Beginn der Krise um faule Kredite in den USA, sei der Wert der Fonds um 20 Prozent gesunken. Dies könne dazu führen, dass Beschäftigte, die im Alter auf Rentenzahlungen aus den Fonds angewiesen seien, länger arbeiten müssten.

Besonders betroffen von der Finanzkrise sind private Rentenfonds, die die Anlagen ihrer Mitglieder vor allem in Börsentitel investieren, die nun deutlich an Wert verloren haben.
Quelle: https://www.welt.de/welt_print/article2550263/US-Pensionsfonds-haben-zwei-Billionen-Dollar-verloren.html


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.06.2026 um 16:32
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Herr Apex ist heute ja wieder richtig in Fahrt ... nur leider iwie in die falsche Richtung 😑
Yapp. Wer zB. den Durchschnittsverdienst hat und würde die RV Beiträge anlegen hätte am Ende der 45J 3,5Mio€..wenn er da 7% entnimmt hat er eine jährliche Brutto Rente von 245.000€ ohne das Kapital anzuknabbern.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Die Minijobs sollen ABGESCHAFFT werden
Nein, die Steuer- und Sozialabgabenfreiheit...die sollen quasi ab dem ersten Euro greifen.
Schüler ist ein Sonderthema.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Minijobber, zumeist Frauen, sollen in sozialversicherungspflichtige Jobs wechseln, damit sie im Alter nicht so überdurchschnittlich Armutsgefährdet sind, als wenn sie in diese Minijobs bleiben würden.
60% sind Frauen, somit sind Männer an sich gleich betroffen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Dort wird es Probleme mit der Flexibilität beim Personal geben, wenn die Minijobber ausfallen.
Nein. Die Schwarzarbeit und somit Steuerhinterziehung und Sozialbetrug wird zunehmen, mehr passiert nicht - aber dann kann man das immer noch den Reichen vorwerfen.
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:willst du sowas wie in den USA, die dann anfällig für Wirtschaftskrisen sind?
Du Botschaften sind merkwürdig. Ich will dass jeder entscheiden kann was er will, aber die Konsequenzen trägt...bedeutet zB nicht alles verprassen und dann was von Alterarmut heulen weil man in Grundsicherung ist.
Ich habe quasi alles angelegt.
Und was soll das mit Wirtschaftskrisen? Glaubst den deutschen Rentnern für die der Staat so gut sorgt werden unter einer Krise nicht leiden? Wenn Krise ist, dann für alle.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.06.2026 um 16:34
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wenn Krise ist, dann für alle.
Wurden denn die Rentenhöhen gekürzt die letzten Jahre während der Krisen?

ich bekomme jedes Jahr einen Bescheid der Rentenversicherung über eine Erhöhung zum Inflationsausgleich..


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.06.2026 um 16:36
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:Wurden denn die Rentenhöhen gekürzt die letzten Jahre während der Krisen?
Nein, aber sie werden nicht erhöht - das ist Realwertverlust.
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:ich bekomme jedes Jahr einen Bescheid der Rentenversicherung über eine Erhöhung zum Inflationsausgleich..
Glaube ich schon mal gar nicht - die deutschen Renten sind an der Lohnentwicklung gekoppelt. Wo hast Du das mit der Inflation her?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.06.2026 um 16:37
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:die deutschen Renten sind an der Lohnentwicklung gekoppelt. Wo hast Du das mit der Inflation her?
so detailiert weiß ich es nicht - ich dachte das ist der Inflationsausgleich weil ich jedes Jahr mehr bekomme. ist die Lohnentwicklung nicht relativ zur Inflation?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.06.2026 um 16:38
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:ist die Lohnentwicklung nicht relativ zur Inflation?
Ähh, nein - nicht immer und nicht zwingend.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.06.2026 um 16:50
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Nein, die Steuer- und Sozialabgabenfreiheit...die sollen quasi ab dem ersten Euro greifen.
Und damit sind die Minijobs dann ja abgeschafft. Es stellt sich halt die Frage, welcher Arbeitgeber sich in der Lage sieht, aus Minijobs sozialversicherungspflichtige Arbeitsverträge zu machen -> entsprechend mehr zu bezahlen. Aber der Minijob ist mit dem gemachten Vorschlag passé.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Schüler ist ein Sonderthema.
Das hatte ich ja geschrieben, für Schüler sollen die Minijobs als Ausnahme erhalten bleiben.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.06.2026 um 16:52
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Es stellt sich halt die Frage, welcher Arbeitgeber sich in der Lage sieht, aus Minijobs sozialversicherungspflichtige Arbeitsverträge zu machen
Abahatschis Wirtschaftslexikon:
Kommt auf den Endverbraucher an - der zahlt alles, hoffentlich kann er das. Wenn nicht, dann geht der AG pleite und der MA kriegt dann ALG1 ggf. Grundsicherung, also kein Problem.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.06.2026 um 17:01
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Abahatschis Wirtschaftslexikon:
Diese Quelle ist mir unbekannt. Kann ich nix zu sagen.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Kommt auf den Endverbraucher an - der zahlt alles, hoffentlich kann er das. Wenn nicht, dann geht der AG pleite und der MA kriegt dann ALG1 ggf. Grundsicherung, also kein Problem.
Immer wieder erfreulich, mit welch' optimistischen Blick hier in die Zukunft gesehen wird ☀️ Alternative Lösungen für Frauen - zur Gefährdung durch Altersarmut - ... was gibt es dazu denn Schlaues in diesem Wirtschaftslexikon?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Die Schwarzarbeit und somit Steuerhinterziehung und Sozialbetrug wird zunehmen
Davon ist auszugehen, ja.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:aber dann kann man das immer noch den Reichen vorwerfen.
Weshalb? Ach so, Du meinst auch Überreiche könnten ehemalige Minijobber dann schwarz einstellen lassen. Hm, haben sie das denn nötig? Wenn ja, wäre das ja ne weitere asoziale Schweinerei neben der exzessiven Umweltverpestung 🤨 Pfui!

TAX THE RICH 💰


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.06.2026 um 17:05
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Diese Quelle ist mir unbekannt. Kann ich nix zu sagen.
Insider.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Alternative Lösungen für Frauen - zur Gefährdung durch Altersarmut - ... was gibt es dazu denn Schlaues in diesem Wirtschaftslexikon?
Kapitalaufbau außerhalb des RV Systems, gilt auch für die 40% Männer in Minijobs.
Wobei: es wird Zeit auf die Strasse zu gehen, meine Meinung.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Weshalb? Ach so, Du meinst auch Überreiche könnten ehemalige Minijobber dann schwarz einstellen lassen.
Nein, weil sie die Standardsündenböcke sind.
Aber die Politiker die bei 0,3% Wirtschaftswachstum die Lohnkosten um mindestens 1% erhöhen und die Kaufraft um mehrer % senken, die sind die Besten.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.06.2026 um 17:23
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Kapitalaufbau außerhalb des RV Systems, gilt auch für die 40% Männer in Minijobs.
Von welchem Kapital soll man da denn aufbauen? Einen Minijob macht man doch, weil man zu wenig hat, um den Alltag zu bewältigen, sich mal nen Urlaub zusammen zu sparen, oder?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wobei: es wird Zeit auf die Strasse zu gehen, meine Meinung.
Weil man hier vom Staat abgezockt wird? Oder warum? Oder wolltest Du für die Männer auf die Straße gehen?

Ich verstehe das mit dem Abzocken eh' nicht. Die Steuern versacken doch nicht in irgendeinem schwarzen Loch. Ich weiss, dass das Netzwerk Steuergerechtigkeit die Transparenz und die Verständlichkeit kritisiert, aber prinzipiell ist es wohl schon einsehbar, was mit den Steuergeldern gemacht wird.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Nein, weil sie die Standardsündenböcke sind.
Jo, die Überreichen, die unser Klima zerstören mit diesen irrsinnigen CO2-Emissionen, ohne dafür einen Ausgleich zu leisten. DAS ist ne Sauerei.

Und ferner halte ich es für eine weitere Sauerei, auch wenn im legalen Bereich, dass man durch Lobbyarbeit erreichen konnte, dass im Erbschaftsrecht iwelche Schlupflöcher installiert wurden, so dass man auf riesige Erbschaften nur 1% Erbschaftssteuer zahlen muß, oder wegen Bedürftigkeit sogar komplett befreit wird 😂 ... ich meine Hallo ... merken wir alle noch was 😳 Da geht dem Staat (uns allen) richtig Geld flöten.

Dafür muß man auf die Straße gehen

TAX THE RICH 💰


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.06.2026 um 18:38
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:Aber 3,6% von 600Euro sind 18Euro pro Monat - bei 7Mio Minijobbern spült das ein wenig Geld in die Kassen..
Ist doch Unsinn, der AG zahlt schon 15% , pauschal dort ein

Die 3,6 sind für die Person selber


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.06.2026 um 19:33
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wer zB. den Durchschnittsverdienst hat und würde die RV Beiträge anlegen hätte am Ende der 45J 3,5Mio€..wenn er da 7% entnimmt hat er eine jährliche Brutto Rente von 245.000€ ohne das Kapital anzuknabbern.
Von alleine legen die Menschen wohl nicht an (nur wenige). Von daher würde es mMn. Sinn machen, dieses staatlich zu regeln. So wie in Skandinavien. Dort sollen die Pensionsfonds - bspw. in Finnland - künftig "stärker in Aktien investieren können".
Die Pensionsfonds – in Finnland wird die „Einkommensrente“ von verschiedenen privaten Kassen unter staatlicher Aufsicht getragen – sollen künftig stärker in Aktien investieren können. Das erhöhe die Renditen, so die Annahme. Auf Basis zurückliegender Erfahrungen ist das plausibel. Ganz ohne Risiko ist die These aber nicht. Tatsächlich beinhaltet die Analyse auch eine Wahrscheinlichkeitsrechnung. Sie hält, in einem rechnerisch eher unwahrscheinlichen Szenario, auch einen Anstieg der Beiträge auf über 35 Prozent für möglich. Ein Viertel der Szenarien sieht sie aber auch unter 18 Prozent fallen.
Das ist in Deutschland aber kaum möglich, weil ...
Die gesetzliche Rentenversicherung funktioniert in Deutschland als Umlageverfahren . Das bedeutet, die eingezahlten Beiträge der aktuellen Arbeitnehmer werden sofort an die heutigen Rentner ausgezahlt. Dieses System erlaubt keine direkte Anlage der Beiträge in Aktien, da das Geld unmittelbar für laufende Renten benötigt wird und nicht als dauerhafter Kapitalstock zurückgehalten werden kann
Aktien unterliegen starken Kursschwankungen. Bei einem Börsencrash könnten die Beitragseinnahmen drastisch einbrechen, wodurch das Niveau der gesetzlichen Renten akut gefährdet wäre.
Liquiditätsmangel: Der demografische Wandel führt dazu, dass immer weniger Beitragszahler für immer mehr Rentner aufkommen müssen. Die Kassen sind oft knapp; es bleiben schlicht keine Milliardenbeträge übrig, die langfristig an der Börse angelegt werden könnten, ohne die aktuellen Renten zu kürzen.
Google KI

Demnach geht hier nix mit Rentenbeiträge anlegen :shrug: mit dem Verweis darauf, privat mehr Altersvorsorge zu betreiben.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.06.2026 um 21:13
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Von welchem Kapital soll man da denn aufbauen? Einen Minijob macht man doch, weil man zu wenig hat, um den Alltag zu bewältigen, sich mal nen Urlaub zusammen zu sparen, oder?
? Du willst doch (die angebliche) Ungerechtigkeit und Schere bekämpfen, sollen jetzt die Klassenfeinde außer Steuern, SV Beiträge jetzt auch den Kapitalaufbau finanzieren?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Einen Minijob macht man doch, weil man zu wenig hat, um den Alltag zu bewältigen, sich mal nen Urlaub zusammen zu sparen, oder?
Nö, als ich die gemacht habe fand ich es geil dass ich keine Steuern draufgezahlt habe, war die Ergänzung zum Netto und übrigens der Grundstein meiner Investitionen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Weil man hier vom Staat abgezockt wird? Oder warum? Oder wolltest Du für die Männer auf die Straße gehen?
Ja. Und wenn dann würde ich m/w/d Arbeitnehmer auf die Strasse gehen...nur für Männer wenn sie mal wieder diskriminiert werden.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ich verstehe das mit dem Abzocken eh' nicht. Die Steuern versacken doch nicht in irgendeinem schwarzen Loch. Ich weiss, dass das Netzwerk Steuergerechtigkeit die Transparenz und die Verständlichkeit kritisiert, aber prinzipiell ist es wohl schon einsehbar, was mit den Steuergeldern gemacht wird.
Ich ärgere mich (zum millionsten Mal) nicht über Steuern an sich, sondern ich erwarte eine entsprechende Gegenleistung.
Prinzip: niedrige Steuern - Scheiss Leistung, hohe Steuern - Gute bis sehr gute Leistung.
Deutschland: hohe Steuern - Scheiss Leistung.
Mir ist schon klar dass wenn man niedrige bis keine Steuern in DE zahlt einem das wie das Paradies vorkommt.
Und dann die Abgaben! Der maximale Beitragssatz in der GKW ist irgendwo bei 14.400€ im Jahr, what the fuck wird damit gemacht? RV ist pro Jahr 18.860€, dafür gibt es monatlich 85€ Brutto!Rente, pro Jahr 1020€....ach geh.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Jo, die Überreichen, die unser Klima zerstören mit diesen irrsinnigen CO2-Emissionen, ohne dafür einen Ausgleich zu leisten. DAS ist ne Sauerei.
Ich biete immer noch an die Fabriken zu schliessen und die CO2 Emissionen damit zu eliminieren. Diesen kirchliche Ansatz, man dürfe sündgien und dann zahlen funktioniert beim Klima nicht, emitiert ist emitiert, auch wenn die Steuer 99%.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Und ferner halte ich es für eine weitere Sauerei, auch wenn im legalen Bereich, dass man durch Lobbyarbeit erreichen konnte, dass im Erbschaftsrecht iwelche Schlupflöcher installiert wurden, so dass man auf riesige Erbschaften nur 1% Erbschaftssteuer zahlen muß, oder wegen Bedürftigkeit sogar komplett befreit wird 😂 ... ich meine Hallo ... merken wir alle noch was 😳 Da geht dem Staat (uns allen) richtig Geld flöten.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Dafür muß man auf die Straße gehen
Ja....aber die Gesellschaft checkt es nicht - aber wieder gute Nachrichten aus dem Kapitalismus: nach dem Great Reset geht es turbo neo kapitalistisch weiter, der Sozialstaat wird so in 20-30 Jahren wieder aufgebaut.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Von alleine legen die Menschen wohl nicht an (nur wenige). Von daher würde es mMn. Sinn machen, dieses staatlich zu regeln. So wie in Skandinavien.
Ich habe nichts gegen eine staatliche/gesetzliche Vorgabe mit scharfen Kontrollen. Ich habe es vor paar Jahren hier mal vorgeschlagen.
Na ja, Skandinavien ist ein Gebiet und die 3 haben unterschiedliche Ressourcen: Norweger Öl/Gas, Schweden die ganzen Schweinereien bei Kiruna, Finnland Wald....ist also auf Ressourcen basiert und das lässt sich mit Deutschland nicht vergleichen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Das ist in Deutschland aber kaum möglich, weil ...
Hier irrt die KI - man könnte es schon machen, von Umlageverfahren auf Kapital und Erträge, von mir aus mit einer sozialen Komponente.
MIt der Brechstange geht es in ca.23 Jahren, gleiten in ca. 40. - man muss es nur wollen.
Deutschland wäre in einer Folge von Peter Zwegat ein Finanzlegastheniker der viel verdient, aber trotzdem Schulden macht...dem sagst geh dein überteuertes Handyvertrag kündigen und er kommt zurück mit einer Playstation.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.06.2026 um 10:10
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Du willst doch (die angebliche) Ungerechtigkeit und Schere bekämpfen, sollen jetzt die Klassenfeinde außer Steuern, SV Beiträge jetzt auch den Kapitalaufbau finanzieren?
Wie oft denn noch: selbstverständlich sollen sie das finanzieren, mit der reformierten Erbschaftssteuer und einer progressiven Vermögenssteuer (mit hohen Freibeträgen). 1. um Ungleichheit zu verringern und 2. um damit die Grundrente zu ermöglichen, die es dann jedem erlaubt, Vermögen aufzubauen.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:als ich die gemacht habe fand ich es geil dass ich keine Steuern draufgezahlt habe, war die Ergänzung zum Netto und übrigens der Grundstein meiner Investitionen.
Gut, dass Du es Dir leisten konntest, Vermögen aufzubauen. Bei anderen ist es ganz offensichtlich nicht so. Sie machen solche Jobs, um auch die Haushaltskasse aufzubessern, z.B. für steigende Energiepreise und Mieten. 30% der Bevölkerung verfügt nicht mal über Rücklagen.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Und wenn dann würde ich m/w/d Arbeitnehmer auf die Strasse gehen.
Was sind denn das für Töne? Ich denke Du bist bei den Erzkapitalisten, den Überreichen, die ihre Gewinne unendlich maximieren sollen. Of course, weil' ja gar nicht anders geht, durch Ausbeutung von Arbeitskräften oder der Ressourcen. Woher der Sinneswandel?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:... nur für Männer wenn sie mal wieder diskriminiert werden.
Überraschung: Solidarität ist Dir also doch mehr als ein Wort :note:
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ich ärgere mich (zum millionsten Mal) nicht über Steuern an sich, sondern ich erwarte eine entsprechende Gegenleistung.
Prinzip: niedrige Steuern - Scheiss Leistung, hohe Steuern - Gute bis sehr gute Leistung.
Deutschland: hohe Steuern - Scheiss Leistung.
Mir ist schon klar dass wenn man niedrige bis keine Steuern in DE zahlt einem das wie das Paradies vorkommt.
Und dann die Abgaben! Der maximale Beitragssatz in der GKW ist irgendwo bei 14.400€ im Jahr, what the fuck wird damit gemacht? RV ist pro Jahr 18.860€, dafür gibt es monatlich 85€ Brutto!Rente, pro Jahr 1020€....ach geh.
Ach komm ... wasn Gejaule. Man erhält hier entsprechende Gegenleistungen: Polizei, Justiz, Schulen, Unis usw. sowie die sozialen Absicherungssysteme.
Mag ja sein, dass es Dir gefühlt nicht genug ist, weil's Deine Interessen nicht trifft, dennoch lösen Steuern sich nicht in schwarzen Löchern auf. Man kann nachvollziehen wie sie verwendet werden.

Ja, hohe Steuern ... wie kommts 🤨 Rechne mal dagegen: wenn sich die Über-Reichen an der ganzen Show angemessen beteiligen würden (wie alle anderen Steuerpflichtigen), und man das Steuerhinterziehung (~ 125 MILLIARDEN Euro!!) intensiver nachgehen würde, dann wäre schon einiges gewonnen, man könnte die Einkommenssteuer senken.

Bla bla Paradies. Auch in Deinem Paradies werden sich die Steuern erhöhen, weil die Gesellschaft dort ebenso wie hier und überall auf angemessene Steuern angewiesen ist, um funktionieren zu können. Du beutest doch gerade das dortige System aus (ja ja, auch wenn's legal & noch steuerlich günstig ist, weil man Leute in's Land holen will). Hast Du nicht bereits erste Steuererhöhungen hinnehmen müßen, da in Deinem Asyl?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ich biete immer noch an die Fabriken zu schliessen und die CO2 Emissionen damit zu eliminieren.
Was Du halt so anbietest 🙄 Greenpeace u.A. machen bessere Angebote:
iskalische Finanzierung der Klimatransformation: Die Gelder sollen als verlässliche öffentliche Einnahmen dienen, um den Ausbau erneuerbarer Energien, nachhaltige Infrastruktur (wie den öffentlichen Nahverkehr) und den sozialverträglichen Umbau der Wirtschaft zu subventionieren.

Finanzierung von Klimaanpassungen: Ein Teil der Mittel ist für den Schutz vor extremen Wetterereignissen, den Ausbau von Hitzeschutzmaßnahmen und die Begrünung kommunaler Räume vorgesehen.

Internationale Klimagerechtigkeit: Ein weiterer Fokus liegt darauf, Mittel in globale Fonds zur Bewältigung von Klimaschäden ("Loss and Damage") in den am stärksten betroffenen Ländern des Globalen Südens fließen zu lassen.

Ökologischer Lenkungsmechanismus ("Klimamalus"): Ergänzend zur zweiprozentigen Grundsteuer schlagen Organisationen wie Greenpeace vor, den Steuersatz auf 2,5 Prozent anzuheben, wenn das Vermögen nicht klimagerecht (etwa im Einklang mit den Pariser Klimazielen) investiert wird
Google KI
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:wieder gute Nachrichten aus dem Kapitalismus: nach dem Great Reset geht es turbo neo kapitalistisch weiter, der Sozialstaat wird so in 20-30 Jahren wieder aufgebaut.
Was Du reden wieder: was für ein Great Reset?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:lässt sich mit Deutschland nicht vergleichen.
Deutschland hat reichlich Ressourcen in Form von Humankapital. Und wie ich die ganze Zeit sagte, wäre es sehr dringlich, die Menschen optimal auszubilden, damit sie ihren Job dann auch gerne machen, und auch gerne Steuern zahlen für einen funktionierenden Staat.

Nochmal (auch wenn Fürsorge/Carearbeit hier nicht groß geschrieben wird): bspw. die nachfolgenden Punkte sollten auch hier Priorität haben, insb. beim Übergang zu einer Informationsgesellschaft, um die Menschen dafür halt gut auszubilden, und in der Gesellschaft zu integrieren. Die Mütter könnten - nach der Elternzeit - wieder voll arbeiten, müßten keine Teilzeitjobs machen -> hätten kein größeres Altersarmutsrisiko mehr etc.:
Echte Ganztags- und Schichtbetreuung: Zwar gibt es in Deutschland einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz, in Finnland geht der Service jedoch weiter: Die Kommunen sind verpflichtet, Betreuung auch zu unüblichen Zeiten (Abends, nachts, am Wochenende) anzubieten, was besonders für Schichtarbeiter entlastend wirkt. Kostenlose Bildung: Das finnische Schulsystem ist vollständig kostenfrei. Von der Grundschule über Materialien, Schulmahlzeiten bis hin zu Universitäten und Fachhochschulen entstehen den Finnen keine Studiengebühren oder Kosten für Schulbücher. Zudem erhalten alle Schüler täglich ein warmes, kostenloses Mittagessen.



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