ApexOne schrieb:Vorab, was ich aus deiner Antwort mitgenommen habe: man schuldet für immer und unbegrenzt Steuerleistung aus a)Einkommen/Gewinn und b)Vermögen.
Da haste aber nich richtig hingelesen. Nich "man" schuldet der Gesellschaft Steuer auf Vermögen, sondern nur, wer über 10Mio. Vermögen hat, was die Wenigsten sind und unbegrenzt auch nich, sondern 1-2%.
ApexOne schrieb:Während a für mich aus als Prinzip vollkommen in Ordnung geht, ist b absolut leistungsfeindlich und freiheitseinschränkend.
Ok, machen wir auch mal 2 Beispiele. A is ein sehr gut verdienender Mensch, 40Jahre alt, mit einem Einkommen von 500k€/a und nem Vermögen von 10Mio.€, aus dem 5% Einkünfte pa. realisiert werden, B is ein 50jähriger Privatier mit 20Mio. Vermögen, aus dem ebenfalls 5% Einkünfte realisiert werden.
A zahlt also ca. 40% auf 500k€ plus ca. 25% auf die 500k€ Kapitalerträge, macht rund 325k€ Steuer.
B zahlt rund 25% auf 1Mio. Kapitalerträge plus 1% Vermögenssteuer auf 10Mio.€, macht rund 350k€Steuer.
Beide haben die gleichen Einkünfte, aber A zahlt gerade mal 7,69% weniger Steuer pa. als B, obwohl A jede Woche 60Stunden Arbeitet und B am Strand liegt und Champagner schlürft.
Ohne Vermögenssteuer würde A sogar 30% mehr Steuern als B zahlen.
Und jetz erklär mir mal, warum die Vermögenssteuer leistungsfeindlich und freiheitseinschränkend sein soll? Welcher Freiheit wird B denn gegenüber dem vergleichbar viel verdienenden A beraubt, welche Leistung von B eingeschränkt? Da bin ich mal gespannt.
ApexOne schrieb:Person A und Person B haben den gleichen Stundenlohn, B arbeitet aber Teilzeit.
Warum soll B einen höheren Stundenlohn haben (weil er weniger Steuern zahlt) und zahlt zudem weniger Sozialversicherungen bei gleichen Leistungen?
Weil man mehr Steuern zahlt, je mehr man verdient und die SV sind eben solidarische Versicherungen, Besserverdiener zahlen etwas mehr, Geringverdiener etwas weniger. Ich finde das System gut so.
Besser wäre es sogar, wenn alle Einkommen sich an den SV beteiligen würden, nich nur ein Teil der Lohneinkommen.
ApexOne schrieb:Wo findet der Ausgleich A zu B statt?
Findet nicht statt.
ApexOne schrieb:Was hat A davon (hat auch weniger Freizeit und vielleicht mehr gesundheitliche Schäden)?
Ein höheres Einkommen.
ApexOne schrieb:Beim Risiko sehe ich es ähnlich, wenn ich Geschäfte/Firmen mit 100% Verlustrisiko finanziere, warum soll ich nach Steuern auf Gewinn noch a) Vermögenssteuer auf den Rest zahlen und b) noch blöder Vermögensteuer auf eine laufende Investition zahlen die vielleicht 100% Verlust ist...
Weil große Vermögen imho ein Problem darstellen und daher über Steuern verkleinert werden sollten.
ApexOne schrieb:..kriege ich bei 100% Verlust meine Steuer zurück?
Nein, aber du musst dann zukünftig weniger Vermögenssteuer zahlen.
ApexOne schrieb:Da mich das provoziert hat: wer daheim auf der Couch hockt und gar nichts tut, wird niemals das Glück haben vermögend zu werden - das ist Fakt.
Nein, dass is kein Fakt! Wenn jemand zB. sein Leben lang Zuhause auf der Couch hockt und dann das Glück hat, ein großes Vermögen zu erben, dann is der trotz Couch hocken reich geworden. Und du willst doch sogar, dass der steuerfrei reich wird, während du dein ganzes Einkommen immer schön versteuern musstest.
;)
ApexOne schrieb:
kuno7 schrieb:Du konntest das, was du heute hast doch auch nur erreichen, weil es den Rest der Gesellschaft gab.
Das interessiert mich: was gab die Gesellschaft mir was es anderen nicht gegeben hätte?
Ich sagte nich, dass du von der Gesellschaft was bekommen hättest, was jeder andere nich hätte auch haben können, sondern das du ohne den Rest der Gesellschaft nie das Vermögen hättest aufbauen können, das du wohl aufgebaut hast. Klar soweit?
kuno