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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.533 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 17:18
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Kakaschutz
Jetzt is aber mal gut hier mit Deinem KAKAKAKA. Du lenkst vom eigentlichen Thema ab, welches da lautet, dass es sich um Verantwortungseigentum handelt bei dieser WEtell-Firma. Das ist halt was anderes als was Herr Raffzahn da so praktiziert. Da geht es nicht an erster Stelle um Geldscheffeln und Gewinn ohne auf iwelche Ethik zu achten. Da geht es an erster Stelle um SINN, Mensch und Natur! Jetzt halt den Ball flach. Du mußt auch mal aushalten, dass es Dinge gibt, die besser laufen als bei Dir.

Das Verantwortungseigentum passt sehr gut zur Gemeinwohl-Politik, die auch von Riane Eisler vertreten wird (das ist die Wirtschaftswissenschaftlerin, mit der Caring Economy). Ca. 1500 Firmen haben sich der Gemeinwohl-Politik schon angeschlossen 🤗

https://germany.econgood.org/umsetzung/unternehmen/

Sehr spannend! Da muß ich mich mal näher mit beschäftigen.
Unsere Ziele: Die Wirtschaft dient dem Gemeinwohl

Die Wirtschaft dient dem Gemeinwohl und nicht mehr der Geldvermehrung um ihrer selbst willen. Ungleichheiten bei Einkommen, Vermögen und Macht halten sich in maßvollen Grenzen. Der Umweltverbrauch bleibt innerhalb der Regenerationsfähigkeit natürlicher Ökosysteme und der planetaren Grenzen. Gegenwärtige und zukünftige Generationen genießen gleiche Lebenschancen.

Schöpferische Unternehmenstätigkeit führt zu innovativen Lösungen für das Gemeinwohl. Sie entfaltet sich in unterschiedlichen Rechtsformen und humanen Betriebsgrößen. Die Unternehmen kooperieren intelligent und tragen zu resilienten Strukturen bei.

Allen Menschen ist in der Gemeinwohl-Ökonomie ein würdevolles Dasein möglich. Arbeit ist sinnstiftend und findet in Unternehmen, Gemeingütern, öffentlichen Betrieben und in Eigenversorgung statt.

Freiheit erhält eine tiefere Bedeutung. Menschen können nicht nur ihre Biografien individuell selbst gestalten, sondern auch kollektiv die Wirtschafts-, Finanz- und Handelsordnung. Die innere Dimension erfährt gleiche Aufmerksamkeit wie das äußere Lebensumfeld. Die Menschen sind vom Konsum-, Kapitalmehrungs-, und Wachstumszwang befreit.

Konsensierte Fassung der VI. Internationalen Delegiertenversammlung, Lissabon, 19. Mai 2018
https://germany.econgood.org/mission-geschichte/
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Marketing.
Nö, die sind so.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Nee, so alte Frauen führe ich gar nicht aus.
Geldscheffeln und ältere Frauen dissen ... was stimmt mit Dir nicht 🙄


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 18:51
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Verantwortungseigentum
Mit der Bitte um juristische Erklärung/Erläuterung - immerhin tritt diese Firma Kunden gegenüber in einem regulierten Markt.
Umgangssprachlich: was ist das?
Ich kenne viele Rechtsformen (alle?) aber diese nicht.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Du mußt auch mal aushalten, dass es Dinge gibt, die besser laufen als bei Dir.
Nach meinen Berechnungen ist die Firma in 3 Jahren pleite.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Sehr spannend! Da muß ich mich mal näher mit beschäftigen.
Ja, finde ich auch spannend...auch zarte 8 Jahre jung.
Als Erstes fiel mir aus dem GWÖ die elobau auf...ich kenne die Firma bzw. ihre Produkte..aktuelle Lage:
2024 134 MIo Umsatz bei -7,8% Mio Verlust. Anzahl der MA 1100! Umsatz pro MA grotenschlecht.
Abführung an die elobau Stiftung (99% Anteile, vorher Familienunternehmen, Lidl Konstrukt) 0€. ...also es gab NICHTS für "Bildung, Integration,Umweltprojekte".
Da muss man auch anmerken dass die MA keine Anteile an der Firma haben können, sie sind also nicht beteiligt, der Jobcenter wartet.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 20:12
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Mit der Bitte um juristische Erklärung/Erläuterung
Ja, ich werde nochmal dazu lesen, und reiche nach..
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Nach meinen Berechnungen ist die Firma in 3 Jahren pleite.
da zweifle ich jetzt nicht dran, weil Du Zahlen so magst. Ach man, wie schade, wenn's so kommen sollte :(

Andererseits, vllt. investiert da ja jemand noch was oder sie ändern was an den Abläufen oder oder- Das ganz Gemeinwohl-System läuft ja anders als gewöhnlich. Ist wohl alles auf sehr langfristig angedacht. Hatte gelesen, dass Zeiss und Bosch als größere Firmen auch bei der Gemeinwohl-Wirtschaft mitmachen.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Da muss man auch anmerken dass die MA keine Anteile an der Firma haben können, sie sind also nicht beteiligt, der Jobcenter wartet.
Geht elobau etwa auch pleite, oder wie meinst Du das?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 20:25
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Auch hier stimmt deine Analyse nicht so richtig, was den Sozialismus betrifft.
Dass die Wirtschaft und Infrastruktur schlecht war, lag mMn an Fehlplanungen und zu großen Subventionen, z.B. bei den Mieten. Und dies hatte Finanzlöcher zur Folge.
Es lag mMn nicht an der Bürokratie oder aufgeblähter Verwaltung.
@Optimist:
Danke für die Korrektur, dann nehme ich das zur Kenntnis.
Ich bin immer für einen Erkenntnisgewinn dankbar.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 20:32
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Das ganz Gemeinwohl-System läuft ja anders als gewöhnlich. Ist wohl alles auf sehr langfristig angedacht.
So, um die Kapriolen des Staates und der Sozialversicherungen, Energiepreisschwankungen, Tarifabschlüsse abzufangen und investieren zu können braucht man jedes Jahr eine Rendite von mindestens 8%, und zwar jährlich...daher gibt es keinen kurzfristig oder langfristig.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Hatte gelesen, dass Zeiss und Bosch als größere Firmen auch bei der Gemeinwohl-Wirtschaft mitmachen.
Ja, kann man aber nicht vergleichen - ein User nannte mir Bosch als Beispiel, da habe ich widersprochen..
Bosch hat zwar sogar ganze Siedlungen gebaut aber doch nicht aus Liebe zu den MA...es waren die Zeiten der Wanderarbeiter, so konnte man sie binden...und Bosch ist jetzt auch in einer Stiftung ;)
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Geht elobau etwa auch pleite, oder wie meinst Du das?
Ich sage die sind es schon...leben wie der deutsche Staat von Reserven.
Weil:
134 Mio Umsatz / 1100 Mitarbeiter = 121.818€ Umsatz/MA (revenue per employee)
Angenommen sie haben alle den Durchschnittslohn 64.441€ Brutto -> Arbeitgeberbrutto/Jahr 78.450€
Bleiben aus dem Umsatz 43.368€
Aus diesem Geld soll man bezahlen:
- Versicherungen
- Miete
- Strom
- Rohmaterialien für die Produkte, Verpackung
- Umlagen
- Ausstattung
- Produktionsmittel (Maschinen, Werkzeuge, Software)
- Persönliche Schutzaurüstung
die Liste ist fast unendlich.
Nö, reicht nicht...umgekehrt gedacht, nach den Löhnen soll der Laden aus 47,7 Mio laufen? Never.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 20:35
Zitat von Mauzi666Mauzi666 schrieb:Du beweist mit diesem Einwurf leider nur eindrucksvoll, dass du den Kern der gesamten Diskussion überhaupt nicht verstanden hast.
@Mauzi666:
Nicht so schnell mit den jungen Pferden! Welches der beiden Probleme

1. Staat verbraucht viel zu viel Geld / muss hohe Schulden machen und
2. es gibt in D viel zu viele überflüssige Büro-Jobs

das schwerwiegendere ist bzw. ob es nicht das gleiche Problem ist, nur von einer jeweils anderen Seite betrachtet, ist überhaupt nicht entschieden!

Zumindest solange bis das geklärt ist, bitte ich von geringschätzigen Wertungen abzusehen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 20:50
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:So, um die Kapriolen des Staates und der Sozialversicherungen, Energiepreisschwankungen, Tarifabschlüsse abzufangen und investieren zu können braucht man jedes Jahr eine Rendite von mindestens 8%, und zwar jährlich...daher gibt es keinen kurzfristig oder langfristig.
@ApexOne:
Ich möchte bezweifeln, dass das so allgemein gilt. Ich nehme an, du meinst einen Industriebetrieb?

Wie hoch ist in einem "normalen" Industriebetrieb die Investitionsquote? Selbst wenn die Investitionsquote, also das Verhältnis der Investitionen zum Umsatz, bei 8 % liegen würde, heisst das noch nicht, dass der Betrieb 8 % Rendite erwirtschaften muss, denn in den Kosten des Betriebs sind ja auch die Abschreibungen enthalten.

Also wenn Abschreibungen ca. 4 % vom Umsatz ausmachen, dann ist nur noch eine Rendite von ca. 4 % nötig, um ca. 8 % Neuinvestitionen leisten zu können. Dann würde allerdings kein Gewinn übrigbleiben, aber das lassen wir jetzt mal unberücksichtigt. Das Geschäftsführergehalt des Eigentümers ist ja schon in den Lohnkosten enthalten - das dürfte eine übliche Konstellation bei kleineren Betrieben sein.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 20:57
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Also wenn Abschreibungen ca. 4 % vom Umsatz ausmachen, dann ist nur noch eine Rendite von ca. 4 % nötig, um ca. 8 % Neuinvestitionen leisten zu können. Dann würde allerdings kein Gewinn übrigbleiben, aber das lassen wir jetzt mal unberücksichtigt. Das Geschäftsführergehalt des Eigentümers ist ja schon in den Lohnkosten enthalten - das dürfte eine übliche Konstellation bei kleineren Betrieben sein.
Abschreibungen sind bereits ein Kostenfaktor...
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:dass der Betrieb 8 % Rendite erwirtschaften muss
Ich meinte Kapitalrendite, keine Umsatzrendite.


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