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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.821 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.07.2026 um 09:19
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Es sollten sich in Utopia ALLE einbringen.
Ok, ab morgen Utopia: was machen Arbeiter von heute, was machen arbeitsfähige Grundsicherungsempfänger?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.07.2026 um 09:21
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ok, ab morgen Utopia: was machen Arbeiter von heute, was machen arbeitsfähige Grundsicherungsempfänger?
es geht bei mir nicht um das Aktuelle (das ist sowieso total verkorkst und die Menschheit wird gefühlt immer egoistischer), sondern um den Traum, wie es besser laufen könnte.

Ansätze dazu sehe ich übrigens bei manchen skandinavischen Ländern, wo mehr Menschen aufs Gemeinwohl bedacht sind als hierzulande - wie mir scheint.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.07.2026 um 11:11
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Hmmm...ich kenne es um die Steuerlast zu drucken (Lidl), die Verwandten, speziell die nahen Erben vor einem Streit bewahren und MA ruhig zu stellen.
Bei denen geht es doch hauptsächlich um Steuervermeidung, um Steuervermeidung und - ach ja - um Steuervermeidung.

Bei den GWÖ-Unternehmen, die Stiftungen in Anspruch nehmen, geht es darum Unabhängigkeit zu sichern, den Zweck zu schützen und Gewinne dauerhaft zu binden. Hauptgründe sind:
Unverkaufbarkeit: Schutz vor feindlichen Übernahmen und Spekulanten.
Zweckbindung: Gesetzliche Garantie, dass der Gemeinwohl-Sinn ewig bleibt.
Gewinnverwendung: Geld fließt in die Firma oder soziale Projekte statt an private Erben.

Ausrichtung nach Werten
Fokus auf Mensch und Natur: Der Sinn der Arbeit bleibt immer fair, sozial und grün. Kein Wachstumsdruck: Das Ziel ist gutes Leben für alle, nicht nur immer mehr Geld für wenige.
Google KI
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:? wenn die ihren Gewinn reinvestieren, hat das Gemeinwohl nichts davon. Nixn!
Höh. Wenn die ihren Gewinn reinvestieren bleiben Arbeitsplätze erhalten, zudem wird Gewinn an andere Projekte gespendet, die mit gleichen Werten unterwegs sind. Alles im Sinne des Gemeinwohls.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Dem zufolge müssten alle MA das gleiche Gehalt haben, mit der Ausnahme dass die die weniger Vermögen haben mehr bekommen um es auszugleichen, und alle haben gleich viel zu sagen?
Quack.
Grundlagen der Bezahlung bei der GWÖ
Kein Einheitslohn: Die GWÖ schreibt keinen Einheitslohn vor, sondern fordert Lohngerechtigkeit und faire, transparente Strukturen.
Transparente Formeln: Viele GWÖ-Betriebe nutzen feste Gehaltsmodelle, die das Einkommen klar und nachvollziehbar berechnen.
Faktoren für Unterschiede: Das Gehalt unterscheidet sich meist je nach Qualifikation, Verantwortung, Aufgabenbereich und Betriebszugehörigkeit.
Begrenzte Spannen: Die Gehaltsunterschiede zwischen den niedrigsten und höchsten Löhnen sind in GWÖ-Unternehmen oft gedeckelt und viel kleiner als in herkömmlichen Firmen.
Google KI
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wenn ich mir das so anschaue, braucht es keine Stiftung, sondern alle MA sind gleichberechtigte Aktionäre mit dem einfachen Zusatz dass sie nur an anderen Aktionären verkaufen dürfen. Eine sogenannte "geschlossene AG" [gibt es so als Form in DE nicht, aber durch Vinkulierung erreicht man das]
Du denkst halt in Deinen eingefahrenen Bahnen. Damit besteht doch auch wieder das Risiko, dass irgendjemand die Mehrheit der Aktien hält. Bei den GWÖ-orientierten Firmen geht es aber genau darum, dass sich das Kapital nicht bei Einem konzentriert sondern dem Unternehmen gehört.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Also...ohne Gewinnversteuerung kann ich das nicht nachvollziehen...bleiben eV aber da gehen maximal 20% des zu versteuernden Einkommens oder alternativ bis zu 4 Promille (0,4 %) der Summe aus Umsätzen sowie Löhnen und Gehältern steuerlich absetzen.
Geh' und frag son Steuerkram bei @bgeoweh ab. Der muß iwas verstanden haben, verspricht sich davon immerhin Tinte auf dem Füller.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Das ist hier auch jetzt mit Grundsicherung möglich - man könnte sagen weltweit einmalig. Mein Dank geht an denen die das finanziell ermöglichen.
.. was ja eine Schnittmenge mit den allermeisten hat, die derzeit Leistungen beziehen.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Bla bla. Gleichzeitig forderst Du von einer Bevölkerungsgruppe ihre Vermögen offen zu legen.
Jo, weil sie sich ihrer angemessenen und fairen Besteuerung durch Vermeidung entziehen.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ohne "aktive Beteiligung"= Arbeit geht es nicht. Steht auch so in der Klein Satzung.
Natürlich geht es nicht ohne aktive Beteiligung. Und diejenigen, die sich nicht einbringen können werden nach wie vor vom Sozialstaat aufgefangen.

Was'n cooles Konzept, so auf den ersten Eindruck. Ich hab's in seiner ganzen Tragweite noch gar nicht richtig erfassen können. Hier wird die Transformation angesprochen, die es für Unternehmen braucht
UDamit Unternehmen innerhalb dieser Realität agieren können, ist
eine tiefgreifende Transformation der Unternehmen
erforderlich. Ein breites Spektrum an Ideen, Rahmenwerken, Mo-
dellen und Ansätzen ist entstanden, um die Trans-
formation von Unternehmen zu unterstützen: von
Modellen der Unternehmensgestaltung wie Ver-
antwortungseigentum (Steward Ownership), Ge-
nossenschaften, naturnaher Governance, Sozial-
unternehmen und Mitarbeitereigentum bis hin zu
umfassenderen Konzepten, Bewertungsrahmen und
Zertifizierungen. Die Gemeinwohl-Bilanz (CGBS) von
ECOnGOOD und das DDfB-Tool von DEAL sind Teil
dieser breiteren Bewegung zur Transformation von
Unternehmen.
https://germany.econgood.org/wp-content/uploads/sites/8/2026/07/ECG_DEAL_DE_v01.pdf

Es war bisher an mir vorbeigegangen, dass es in Deutschland bereits über 1400 Unternehmen gibt, die GWÖ-orientiert arbeiten. WOW :Y:


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.07.2026 um 11:43
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:arbeitsfähige Grundsicherungsempfänger?
Ein Widerspruch in sich.

Beziehst du dich auf die alte Grundsicherung oder die neue (ehemals Bürgergeld)?
Letztere ist für vorübergehend Erwerbsunfähige oder Jobsuchende, erstere für langfristig Erwerbsunfähige gedacht.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Ansätze dazu sehe ich übrigens bei manchen skandinavischen Ländern, wo mehr Menschen aufs Gemeinwohl bedacht sind als hierzulande - wie mir scheint.
Was glaubst du, woran könnte das liegen?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.07.2026 um 13:00
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Du denkst halt in Deinen eingefahrenen Bahnen. Damit besteht doch auch wieder das Risiko, dass irgendjemand die Mehrheit der Aktien hält. Bei den GWÖ-orientierten Firmen geht es aber genau darum, dass sich das Kapital nicht bei Einem konzentriert sondern dem Unternehmen gehört.
Wie werden die verteilt? Ich dachte die gehören der Stiftung...


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.07.2026 um 14:14
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wie werden die verteilt? Ich dachte die gehören der Stiftung...
Vom Ding her will man doch überhaupt gar keine Aktionäre (also Aktien), um nicht ggf. fremdbestimmt zu werden.

Es gibt zwei Möglichkeiten, wovon sich die Zweite für die Ziele der GWÖ wohl sehr gut eignet (ich hatte aber die Tage auch gelesen, dass es für Startups erst mal zu kostenintensiv sein kann, gleich ne gemeinnützige Stiftung zu gründen).

1. Gemeinwohl-Ökonomie in klassischer Rechtsform & Struktur: normale GmbHs, AGs oder Personengesellschaften, bei denen die Gründer oder Familien das volle wirtschaftliche Eigentum besitzen. Gewinne dürfen an die Eigentümer ausgeschüttet oder für private Zwecke genutzt werden. Der Wille zum Gemeinwohl basiert auf der freiwilligen Haltung der aktuellen Eigentümer. Der Nachteil ist hierbei ist, dass beim Generationenwechsel, Verkauf oder Erbfall das Unternehmen jemand übergehen könnte, der die gemeinwohlorientierten Ziele zugunsten von Profitmaximierung ändern könnte.


2. Rechtsform & Struktur: Das Unternehmen gehört sich quasi selbst. Stimm- und Kontrollrechte liegen bei Personen, die dem Unternehmenszweck verbunden sind („Verwalter statt Besitzer“), während die Anteile nicht spekulativ veräußerbar sind. Gewinnverwendung: Gewinne sind an den Unternehmenszweck gebunden; es gibt eine Vermögensbindung. Profite werden fast vollständig im Betrieb reinvestiert, für soziale Ziele genutzt oder an Mitarbeiter verteilt.
Vorteile: Das Unternehmen ist dauerhaft vor feindlichen Übernahmen, Spekulation und dem Ausverkauf geschützt. Die Werteorientierung ist für die Zukunft fest einzementiert.
Im Unternehmen: Ein Großteil des Geldes fließt zurück in die Firma, um die Arbeit zu verbessern, faire Löhne zu zahlen oder umweltfreundlich zu produzieren. Für das Gemeinwohl: Überschüsse werden oft an soziale oder ökologische Projekte gespendet. Keine private Auszahlung: Gewinne werden nicht an Spekulanten oder private Eigentümer ausgeschüttet, die damit ihr Vermögen vergrößern wollen.
Viele gemeinwohlorientierte Firmen nutzen Modelle wie das Verantwortungseigentum (oft mit Stiftungen wie der Purpose-Stiftung verbunden). Dabei gehört das Unternehmen quasi sich selbst; Gewinne dürfen nicht privat entnommen werden. Keine Pflicht: Es gibt aber auch Genossenschaften, GmbHs oder andere Rechtsformen ohne Stiftung, die eine Gemeinwohl-Bilanz erstellen.
Google KI

Und es gibt offenbar auch noch weitere Stiftungen, die als regionale Förderorganisationen für GWÖ-Unternehmen agieren. So verstehe ich das jetzt erst mal bis hierher.

Mit all' dem kann der Herr Apex aber wohl kaum Geld scheffeln ...


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.07.2026 um 14:45
@mitH2CO3
Das klingt wirklich alles traumhaft. 👍
Für Kapitalisten wäre das sicherlich keine Alternative - höchstens für altruistische Denkende, falls es solche gibt 😉
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Ansätze dazu sehe ich übrigens bei manchen skandinavischen Ländern, wo mehr Menschen aufs Gemeinwohl bedacht sind als hierzulande - wie mir scheint
Zitat von philaephilae schrieb:Was glaubst du, woran könnte das liegen?
ich weiß es nicht. Hast du eine Idee?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.07.2026 um 15:04
@mitH2CO3
Danke für die Ausführungen - ich sehe keinen Unterschied zu normalen Stifttung-Unternehmen Konstelation.
Außer die Namen/Bezeichnungen...
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Mit all' dem kann der Herr Apex aber wohl kaum Geld scheffeln ...
Ja, richtig. Ich besitze grundsätzlich 100%, aber auf jeden Fall mehr als 51%.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Das klingt wirklich alles traumhaft. 👍
Ja, nah an der Halluzinaton...aber wo ist dein Unternehmen wo du:
Zitat von OptimistOptimist schrieb:altruistische Denkende
beschäftigst?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.07.2026 um 15:45
@Optimist

Hörr Apex ist heute halt mal wieder so richtig in Fahrt ... auf dem Weg in's schwarze Loch. Einfach zur Kenntnis nehmen und sich selbst überlassen ...
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Danke für die Ausführungen - ich sehe keinen Unterschied zu normalen Stifttung-Unternehmen Konstelation.
Außer die Namen/Bezeichnungen...
Hab' nix anderes erwartet. Google KI langt deshalb vollkommen.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ja, richtig. Ich besitze grundsätzlich 100%, aber auf jeden Fall mehr als 51%.
Selbstredend, ein Steuerflüchtling hat 100% für sich, alles fein.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:nah an der Halluzinaton..
Das sag' dann auch mal den über 1400 GWÖ-Unternehmern. Wobei die wird das Geschwurbel eines alten weissen Flüchtlings in Kurdistan null scheren. Zurecht nicht! Wir reden hier auch über eine andere Zukunft als die Deine.

Btw. Dein Chorbruder, Kettensägen-Elon, ist ja der Meinung, dass in 10 Jahren eh' jeder alles haben wird. Da bleiben für Dich dann auch keine Leistungsempfänger mehr über die Du herziehen kannst ... bleibt im Grunde nur heavy breathing, have fun!

https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/elon-musk-mit-prognose-zu-ki-in-zehn-jahren-kann-sich-jeder-alles-leisten-6a65d60be4e0a5362b8fc06d


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.07.2026 um 16:45
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Herr Apex ist heute halt mal wieder so richtig in Fahrt ... auf dem Weg in's schwarze Loch
😄
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Dein Chorbruder, Kettensägen-Elon
😄 köstlich dein Humor ... bei diesen ernsten Themen 👍


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.07.2026 um 17:06
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Hörr Apex ist heute halt mal wieder so richtig in Fahrt
Joah, und wie!
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Das sag' dann auch mal den über 1400 GWÖ-Unternehmern.
Gerne.
Ich habe diese Tabelle hier aufgerufen

SCR-20260727-ohic
https://germany.econgood.org/tools/gemeinwohl-berichte/

Ich habe den Punkt(XHR/fetch) in der Database gefunden und alle Daten roh aufgerufen damit ich nicht alle 50 Seiten von Hand laden muss.
Ich bekam 1145 Zeilen.

SCR-20260727-oidi

https://audit.econgood.org/wp-content/cache/formidable-view-97269-de.html

Analyse:
- 715 Unternehmen machten keine Angaben über FTE (Full Time Equivalent) Vollzeit Mitarbeiter, wahrscheinlich Scheinfirmen/Postkasten
- 191 Unternehmen haben kein Ablaufdatum des Audit Zertifikats, wahrscheinlich beantragt, aber nicht durchgeführt
- 216 Unternehmen haben noch gültige Zertifikate (30.06.2026 bis 2028), ältestes am 30.09.2013 abgelaufen
Die Verteilung der Ablaufjahre (2029 ist ein Kontrollwert, bedeutet auch dass kein Zertifikat darüber hinaus geht):

SCR-20260727-oojm


Fazit:

Die Aussage "so viele Firmen" wirtschaften nach GWÖ kann nicht gehalten werden...nur 216 Firmen aus 1145 gefundenen Datensätze wirtschaften danach, und dies nur bis 2028.

Es scheint dass es ein Geschäftsmodell ist diese Zertifkate für Audits zu verkaufen, merkwürdig dass viele diese nicht erneuern? (Kosten des Zertifikats, Nutzen des Zertifikates, Firma noch aktiv?)

Aus den noch zertifizierten Firmen habe ich mir die mit den meisten FTE's ausgesucht..die meisten sind Gesundheitswesen die mehr oder weniger aus dem Sozialstaat gespeist werden:


SCR-20260727-oyap




Da bleibt die ESN TECHNOLOGY GROUP GMBH, HOFHEIM IN UNTERFRANKEN, GERMANY, mit 282 MA, das Bild spricht Bände..ein Konstrukt:

SCR-20260727-otpo

https://www.northdata.com/ESN%20Technology%20Group%20GmbH,%20Hofheim%20in%20Unterfranken/Amtsgericht%20Bamberg%20HRB%2010604


Also: GWÖ ist Humbug.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:köstlich dein Humor ... bei diesen ernsten Themen
Da hoffe ich dass Ihr auch über Euch lachen könnt...wenn ihr so was glaubt.


Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Btw. Dein Chorbruder, Kettensägen-Elon, ist ja der Meinung, dass in 10 Jahren eh' jeder alles haben wird.
Auch wenn die Arbeit komplett hinfällig sein wird, wird Eigentum nicht "verschwinden"..ich bleibe mit meinen Immos, Du mit das was Du hast.
Für mich bedeutet es: wenn ich mehr will, dann muss ich was anbieten was die KI nicht kann, zB. ein Zertifizierungslabel "100% human made" ;)
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Da bleiben für Dich dann auch keine Leistungsempfänger mehr über die Du herziehen kannst
Na dann hoffen wir dass die KI sie nicht für irrelevant hält.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.07.2026 um 17:15
Nachtrag zu ESN:
Im Zuge der langfristigen Planung der Inhaberschaft unseres Unternehmens ist nach 3-jähriger Planung eine wichtige Entscheidung gefallen. Im Dezember 2020 wurde die „Ruth & Georg Nicklas Familienstiftung“ (R&GNF) mit Sitz in Hamburg gegründet und 100% der Gesellschaftsanteile von ESN an die Stiftung übertragen.

ESN wird damit auf lange Sicht als Familienunternehmen mit den Zielen und Werten der Inhaberfamilie Nicklas arbeiten. Das Unternehmen wird satzungsgemäß auch weiter von seinem Aufsichtsrat zusammen mit der Geschäftsführung geführt. Derzeit sind Georg und Jonas Nicklas als Vertreter der Familie im AR tätig. Dieter Schmid ist der Vorsitzende des Gremiums, Jürgen Gohl und Ralf Schreiner sind die weiteren Mitglieder.

Die Geschäftsführung von ESN liegt bekanntlich bei Hans Persson und Thomas Säger. Die R&GN Familienstiftung wird von einem Vorstand geleitet. Neben dem Vorsitzenden Georg Nicklas sind Ruth und Jonas Nicklas sowie Annika Lüchow im Vorstand vertreten. ESN bleibt somit unabhängig, finanziell stark, ambitioniert und langfristig orientiert, auf Technologie, Mitarbeiter*innen- und Kunden-Nutzen, sowie auf Nachhaltigkeit und Gemeinwohl ausgerichtet. Wir wollen ein fantastisches Unternehmen bleiben.
Quelle: https://www.esn-tt.de/de/aktuelles/2021-02-03-r-gn-familienstiftung-uebernimmt-alle-gmbh-anteile-von-georg-nicklas
Ja, ja, die Werte der Inhaber Familie. Das Sagen hat die Familie. Vom Gewinn profitiert die Familie.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.07.2026 um 17:19
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ja, ja, die Werte der Inhaber Familie. Das Sagen hat die Familie. Vom Gewinn profitiert die Familie.
Wir haben es bei dem Beispiel mit einer Familienstiftung zu tun, und nicht mit einer gemeinnützigen Stiftung. Wer soll dabei sonst profitieren als die Familie?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.07.2026 um 17:21
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Da hoffe ich dass Ihr auch über Euch lachen könnt...wenn ihr so was glaubt.
Keine Sorge. Lachen geht imma :)

Werde mir Deinen weiteren Input nachher gerne ansehen. Danke für Deine Mühe schon mal!


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.07.2026 um 17:22
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wir haben es bei dem Beispiel mit einer Familienstiftung zu tun, und nicht mit einer gemeinnützigen Stiftung. Wer soll dabei sonst als die Familie profitieren?
Die Firma hat ein GWÖ Zertifikat!
https://audit.econgood.org/firmen-pp/?qrfkey=o35f4
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Werde mir Deinen weiteren Input nachher gerne ansehen. Danke für Deine Mühe schon mal!
Gerne..!


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.07.2026 um 18:20
@ApexOne
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:- 715 Unternehmen machten keine Angaben über FTE (Full Time Equivalent) Vollzeit Mitarbeiter, wahrscheinlich Scheinfirmen/Postkasten
ich habe zunächst bei Google die Frage eingegeben weshalb 715 GWÖ-Unternehmen keine FTE-Angaben machen.
Dass in der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) Unternehmensliste bei 715 Firmen keine Angaben zu den Vollzeitäquivalenten (FTE, Full-Time Equivalent) zu finden sind, liegt an der Datenstruktur der Plattform, den Bilanzierungs-Regeln für Kleinstunternehmen sowie der Freiwilligkeit bestimmter Stammdaten.

Die Hauptgründe für die fehlenden FTE-Angaben lassen sich strukturell und methodisch wie folgt zusammenfassen:
1. Das Bilanz-Format (Kompaktbilanz vs. Vollbilanz) Die GWÖ bietet für kleinere Betriebe (oft unter 10 oder 20 Mitarbeitenden) die sogenannte Kompaktbilanz an. Während bei einer Vollbilanz sehr detaillierte HR-Kennzahlen verlangt werden, ist die Angabe von exakten FTE-Werten in der vereinfachten Kompakt-Berichterstattung für Kleinstunternehmen teilweise optional oder wird bei der ersten Einreichung nicht zwingend als hartes Datenfeld für die Online-Datenbank abgefragt.
2. Hoher Anteil an Solo-Selbstständigen und KleinstbetriebenIn der GWÖ-Bewegung sind überproportional viele Einzelunternehmer*innen (Solo-Selbstständige), Freiberufler*innen und Kleinstvereine registriert. Bei einer Ein-Personen-Unternehmung erübrigt sich die klassische FTE-Berechnung im HR-Sinne meistens. In den Profilmasken bleibt dieses Feld daher häufig schlicht leer, weil die Inhaber*innen nur die "Gesamtanzahl der Mitarbeitenden = 1" eintragen, das System aber für die FTE-Spalte einen separaten mathematischen Wert (z. B. 1,0) verlangt, der nicht automatisch generiert wurde.
Google KI

Kannst Du das so nachvollziehen, akzeptieren? Oder bezweifelst Du da iwas? Ggf. wären das dann ja keine Scheinfirmen sondern Kleinstbetriebe, Soloselbständige usw. die keine FTE-Angaben machen (müssen).


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27.07.2026 um 18:25
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Die Firma hat ein GWÖ Zertifikat!
Ja, passt offenbar dennoch:
eine Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ)-Bilanzierung ist grundsätzlich auch für Unternehmen möglich, die ganz oder teilweise einer Familienstiftung gehören. Da eine Familienstiftung jedoch rechtlich privatnützig ist und das Unternehmen wirtschaftlich steuert, gelten spezifische Besonderheiten
Google KI


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.07.2026 um 18:49
@mitH2CO3
ist die Angabe von exakten FTE-Werten in der vereinfachten Kompakt-Berichterstattung für Kleinstunternehmen teilweise optional
Ich fände es aber richtig mit anzugeben (kann man machen, aber dann weiss man halt nichts)
Hoher Anteil an Solo-Selbstständigen und KleinstbetriebenIn der GWÖ-Bewegung sind überproportional viele Einzelunternehmer*innen (Solo-Selbstständige), Freiberufler*innen
Dann haben die keine MA die davon profitieren.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ja, passt offenbar dennoch:
Komm, zuerst wird mir hier das ganze angepriesen dass im "Verantwortungseigentum" die sich alle "entmachten"...das passt doch nicht dazu.
*Ich bin von einem User darauf hingewiesen dass in meiner Top 20 auch die Greenpeace ist...nun da haben die Mitglieder nur das Recht zu fördern aber sonst nichts mit zu entscheiden.

Daher bleibt meine Meinung: ist Humbug, keinen Unterschied zu normale Konstrukte.
Ich könnte auch sagen: leider.
Euch gefallen diese Ideen und diese Leute geben vor sie umzusetzen, machen sie aber nicht...Dich sollte das mehr ärgern als mich.

Generell: ich finde es besonders in Deutschland schwierig aus den wirtschaftlich/finanziellen Vorgaben "auszubrechen" - das Finanzamt interessiert sich einen Scheiss dafür weil es am Gesetz gebunden ist.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.07.2026 um 19:49
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Komm, zuerst wird mir hier das ganze angepriesen dass im "Verantwortungseigentum" die sich alle "entmachten"...das passt doch nicht dazu.
Du gehst mir schon zwischendurch auf die Nerven mit Deinen schnellen, absoluten Urteilen.

Weshalb sollte es nicht möglich sein, Mischformen für die es spezifische Besonderheiten gibt, bei der Gemeinwohl-Ökonomie zuzulassen. Prioritär ist doch zunächst mal der gemeinnützige Aspekt. Kann doch sein, wie bei WEtell, dass sich diese Unternehmen späterhin für eine noch weitergehende Änderung entscheiden -> Verantwortungseigentümer. Die neue Rechtsform "Gesellschaft mit gebundenem Vermögen" soll dann ja auch iwann noch kommen.

Wir reden hier ja von einem Nischenbereich, den ich aber dennoch sehr spannend finde. Es kommen viele Aspekte zusammen, die auch zur caring economy nach Riane Eisler passen :)

Na ja, und es gibt darüberhinaus sogar ein paar ganz vereinzelte Gemeinden, die auf GWÖ-Basis eine Gemeinwohl-Bilanz erstellt haben. Auch ganz interessant.
Bürgermeister Hans-Jörg Birner sagt: „Die freiwillige GWÖ-Bilanzierung ermöglicht einen genauen Überblick über wertebasiertes Handeln und Wirtschaften in der Gemeinde“. Seine Gemeinde folge damit letztlich der bayerischen Verfassung, in der am Gemeinwohl orientiertes Handeln verpflichtend festgeschrieben ist. „Die Gemeinde legt zum Beispiel ihr Geld nur bei ausgewählten Banken an, die einen ethisch orientierten Katalog für ihre Anlagen vorweisen können. Zu den gemeinwohl-orientierten Projekten zählt auch das von Bürger*innen gemeinsam geplante und realisierte Haus der Begegnung„. In diesem sind barrierefreie Miet- und Sozialwohnungen sowie eine ambulant betreute Wohngemeinschaft für Senior*innen, ein Sozialbüro und eine Arztpraxis untergebracht. Zudem bildet die Einrichtung einen attraktiven Ort als Bürgertreffpunkt in der so neu entstandenen Dorfmitte.
https://germany.econgood.org/gemeinde-kirchanschoering-als-zukunftskommune-ausgezeichnet/
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Euch gefallen diese Ideen und diese Leute geben vor sie umzusetzen, machen sie aber nicht..
Was Du allerdings nicht überzeugend widerlegen konntest. Für Dich uninteressant, weil kein Geld zu scheffeln ist. Halt Vorurteile (->Greenpeace), die jedoch mit nix belegt wurden.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Generell: ich finde es besonders in Deutschland schwierig aus den wirtschaftlich/finanziellen Vorgaben "auszubrechen"
Ich nehme die GWÖ als einen derartigen Versuch wahr. Ständiges Wachstum wird nach meinem Verständnis bei der GWÖ nicht erwartet, und das war auch der Ausgangspunkt dieses Austausches. Wo soll es denn bitte enden, dieses ständige Wachstum? Wenn wir weiterhin wie die Blöden Aktien von Firmen erwerben, die mit fossilen Energien riesige CO2-Emissionen verursachen etc. Der Wahnsinn muss doch ein Ende finden, sonst ist unsere Lebensgrundlage iwann am Ende 🌍


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.07.2026 um 19:58
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Der Wahnsinn muss doch ein Ende finden
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