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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.821 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.07.2026 um 20:19
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Unterstellung, Verleumdung und üble Nachrede. Such's Dir aus.
Ich wähle: pure Verarschung. Kommt Dir das nicht widersprüchlich vor dass Dich aufregt dass Üreiche ihre Steuern optimieren..aber gleichzeitig wollen sie dass sie mehr zahlen :D
Sorry: doof ist nicht wer es sagt, sondern wers glaubt...
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Gold, Diamanten, Villen, Jets, everything ... zwecks Ermittlung ihres Vermögens, damit man sie korrekt, angemessen und fair besteuern kann.
Denk mal nach, warum heisst es Privatvermögen? Aber gut, Du kannst mit gutem Beispiel vorangehen: wieviel hast Du? Wenn wir nicht wissen wieviel Du hast, wissen wir nicht ob die Steuer greifen würde oder nicht.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Dafür gibt es anderer Stelle den Zuwachs.
..Du wolltest ohne...irgendwie ist das Konzept nicht stimmig.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Sebastian Klein, der sein Vermögen zu 90% gespendet hat
Auf den fällst Du rein? ich werde versuchen Dich zu überzeugen dass er ein Blender ist (merke Dir Karma Kapital)
Firmen in Verantwortungseigentum gehören sich selbst beziehungsweise einer gemeinnützigen Stiftung und werden treuhänderisch geführt
Pfui, das ist Lidl Schwarz Methode! Ich kann nicht glauben dass Du das zitierst und gut findest! Hast Dich furchtbar über Stiftungen aufgeregt.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ich habe solche Firmen schon gegründet und bin überzeugt davon, dass diesen Teil der Wirtschaft zu stärken, einen sehr großen Beitrag zu einer größeren Transformation haben könnte.
Ja ja die Spende des großzügigen Klein war für ihn selbst:
Karma Capital wurde 2018 als Investment-Holding gegründet, aus der Sebastian Klein die Gewinne aus seiner unternehmerischen Arbeit in weitere Gründungen und andere Firmen re-investierte.
Als 2023 Blinkist verkauft wurde, ein Unternehmen, das Sebastian 2012 mitgegründet hatte, beschloss er, 90% seines gesamten Privatvermögens aufzugeben und gemeinnützig zu widmen. Dieses Kapital ist nun der Grundstock der gemeinnützigen Karma Capital.
Mit Karma Capital hat er zB Haferkater, oder noch geiler Wetell, umweltfreundlicher Mobilfunk (der Brüller echt...)
Quelle:
https://www.karma-capital.com/about
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Jo mach Du mal Deinen Kram.
Ich bin am über die Methode klein überlegen: Nachhaltig? Ja. Angeblich umweltfreundlich? noch besser. Profitabel? am Besten..


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.07.2026 um 21:31
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Verantwortung wird belohnt, klar, aber Verantwortung ist nicht dasselbe wie Macht. Der Ingenieur trägt Verantwortung für die Brücke, der Handwerker für sein Leben. Der eine wird reich, der andere kommt gerade so über die Runden. Das ist nicht Leistung, das ist Hierarchie und die wird nicht vom Himmel gegeben, sie wird gemacht, von denen, die oben sitzen...
Wo ist das eigentliche Problem? Berufe und Businesses können nun mal nicht alle gleich sein bzw. gleichgestellt. Die Hierarchie ist das Ergebnis der ökonomischen Gesetzmäßigkeiten. Außerdem können Handwerker sehr wohl deutlich mehr als Ingenieure verdienen aber da vergleicht man dann wahrscheinlich Äpfel mit Birnen bzw. selbstständige Handwerksmeister mit eigenem Betrieb und angestellten Mitarbeitern vs angestellte Ingenieure.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.07.2026 um 21:45
Zitat von VenomVenom schrieb:Die Hierarchie ist das Ergebnis der ökonomischen Gesetzmäßigkeiten.
Richtig, und genau deshalb kriegen auch diese Influencer einen fetten Sack voll Kohle in den Rachen geschoben, wenn sie irgendwelche "selbst getesteten" Life-Style Produkte in die Kamera halten, davon schwärmen, mit dem Hintern wackeln und ihre aufgespritzte Schlauchbootlippen in die Linse pressen. Und das alles bloß, weil da draußen noch genug hirnlose, (sabbernde) Vollidioten rumlaufen, die diesen überteuerten Dreck dann auch noch brav über den Affiliate-Link kaufen, dabei völlig verblödet ihre Herzchen und Likes rausrotzen. Einfach nur zum Kotzen.


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24.07.2026 um 22:45
Zitat von VenomVenom schrieb:selbstständige Handwerksmeister mit eigenem Betrieb und angestellten Mitarbeitern
🥰♥️😍🥰♥️😍


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.07.2026 um 01:29
Zitat von Mauzi666Mauzi666 schrieb:Das ist eine berechtigte Frage. Und die Antwort darauf mag im ersten Moment simpel klingen, ist aber ein wichtiger Schritt: Wir müssen damit aufhören, so zu tun, als sei alles in bester Ordnung. Wir müssen die Problematiken erst einmal kollektiv anerkennen und uns bewusst aus der systemischen Ignoranz herausbewegen.
Genau das sieht man doch hier im Thread perfekt: Sobald man die fundamentalen Fehler des Kapitalismus und der geldgesteuerten Allokation sachlich benennt, schalten viele User sofort ab, meistens Individuen, die vom System profitiert und sich das Hamsterrad vergoldet und bequem eingerichtet haben. Es wird reflexartig abgewiegelt, schöngeredet oder mit neoliberalen Lehrbuch-Phrasen um sich geworfen, weil die Wahrheit unbequem ist. Diese intellektuelle Verweigerungshaltung ist ein wichtiges Schutzschild des Systems
sehr gut gesagt
(nicht nur das) 👍
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Ich meine: Es ist erkennbar und erwartbar, dass das System auf längere Sicht scheitern wird, da es die Fundamente untergräbt, auf denen es beruht.

Wir können das haarklein und bis ins Detail analysieren und prognostizieren - analog zum Drogensüchtigen, der erwartbar und vorhersehbar nicht sehr alt werden wird, weil er seinen Körper systematisch zugrunde richtet, aber weil er von seiner Sucht nicht loskommt, konsumiert er weiter, bis er irgendwann einen elenden Tod stirbt - aber es bewirkt nichts, was eine grundlegende Wende betrifft
Wenn solche guten Analysen in die Köpfe gehen und bei dem einen oder Anderen evtl doch in kleinen Schritten ein Umdenken bewirken würden, ist doch schon mal was gewonnen. "steter Tropfen höhlt den Stein" ...
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Auch die präziseste Analyse ändert nichts am analysierten Sachverhalt, sondern beschreibt ihn nur und belässt ihn dann. Das scheint mir das zu sein, worauf es am Ende hinauslaufen wird
Einerseits denke ich auch, es wird sich nichts ändern, weil der Mensch im Allgemeinen ist und bleibt wie er ist.
Andererseits, sh. weiter oben und In diesem Sinne:
Zitat von Mauzi666Mauzi666 schrieb:Veränderung beginnt im Kopf
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Ja, aber veränderte Köpfe sind immer noch am Leib angewachsen, der den Kopf nicht nur trägt, sondern überhaupt erst als integrierten Körperteil erst hervorgebracht hat. Und der Leib ist nun mal primär auf das leibliche Wohl bedacht. Ideale fallen da gewöhnlich hinten runter, wenn es beginnt, unbequem zu werden
Ja, aber manche sind fähig, sich zu beherrschen und auch mal zu verzichten, wenn Einsichten Eingang in den Kopf gefunden hatten 😉
Auch wieder in diesem Sinne:
Zitat von Mauzi666Mauzi666 schrieb:Die Analyse ändert nur dann nichts, wenn Betroffene ihre eigene Position im System nicht begreifen. Am Ende gibt es in dieser Hierarchie nur Herrschende und Beherrschte, aber das System funktioniert prächtig, weil viele/ die meisten Beherrschten glauben, sie hätten Großes mitzukamellen, nur weil sie nicht im Dreck leben oder einen Pool im Garten haben. Erst wenn dieses falsche Bewusstsein weicht und die Menschen im goldenen Hamsterrad kapieren, dass sie trotz Krawatte und gutem Gehalt nur die Handlanger ihrer eigenen Ausbeutung sind, verwandelt sich die passive Analyse in echten Widerstand
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Aber so lange das Gehalt stimmt und der eigene Wohlstand gehalten werden kann, wird auch das nicht mehr falsche Bewusstsein hübsch passiv bleiben, wenn erwartbar ist, dass Widerstand zum Verlust von Gehaltshöhe und Wohlstandslevel führen wird
muss nicht zwangsläufig auf wirklich Alle zutreffen. Aber ich gebe zu, mein Optimismus hat schon sehr gelitten, dass es mal Recht viel mehr werden könnten 😉
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Ich stimme dir zu, denke aber, dass das von dir beschriebene Problem nicht auf den Kapitalismus beschränkt ist. Im Sozialismus war möglicherweise die Bürokratie ähnlich groß. Jedenfalls war die Vernachlässigung von Infrastruktur und Gebäuden in der DDR noch deutlich schlimmer als jetzt in der Bundesrepublik
Die Bürokratie war nur halb so groß meiner Erfahrung nach. Das merkte ich schon alleine dort wo ich arbeitete ganz deutlich . Von einem Tag auf den anderen nahm die Bürokratie nach der Wende ums Doppelte schlagartig zu (die Vorgaben wurden ja vom Westen übernommen).
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Interessanterweise ist es in Deutschland ja derzeit so, dass der öffentliche Dienst (und das sind zum Teil eben die Verwaltungsbeamten) wächst, während in der Wirtschaft Stellen abgebaut werden. Man könnte dies auch als sozialistische Tendenz sehen
Auch hier stimmt deine Analyse nicht so richtig, was den Sozialismus betrifft.
Dass die Wirtschaft und Infrastruktur schlecht war, lag mMn an Fehlplanungen und zu großen Subventionen, z.B. bei den Mieten. Und dies hatte Finanzlöcher zur Folge.
Es lag mMn nicht an der Bürokratie oder aufgeblähter Verwaltung.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.07.2026 um 04:48
Zitat von Mauzi666Mauzi666 schrieb:Wir müssen damit aufhören, so zu tun, als sei alles in bester Ordnung. Wir müssen die Problematiken erst einmal kollektiv anerkennen und uns bewusst aus der systemischen Ignoranz herausbewegen.
Ich fange an und erkenne zwei fundamentale Probleme:

1. Deutschland kann trotz hohen Steuereinnahmen und Mrd Einnahmen in die Sozialkassen nicht alle Wünsche erfüllen. Es kann die Steuern nicht weiter erhöhen weil sich aus den Leuten (Arbeiter oder nicht) nichts mehr raus pressen lässt...deswegen nimmt es Schulden auf.

2. Das hat mit dem Kapitalismus nichts zu tun, das ist nichts anderes als miserables Wirtschaften und das gibt es in allen Gesellschaftsformen.

Yepp, Einsicht!

Ein Beispiel weil wir über Löhne gesprochen haben:
Vergütung Hausarzt nach Besuchspauschalen (GKV)

bis zum vollendeten 4. Lebensjahr: 24,00 Euro
bis 19. Lebensjahr: 15,50 Euro
bis 55. Lebensjahr: 15,80 Euro
bis 75. Lebensjahr: 24,10 Euro
ab 76. Lebensjahr: 30,70 EUR
Quelle: https://www.praktischarzt.de/arzt/hausarzt-gehalt/


Screenshot 2026-07-25 044527
https://smartwerkstatt.cloud/stundensatz-bmw-werkstatt-2026

Der Mittel in einer freien Werkstatt ist bei 105€ (von 85-125€) -> wäre der Arzt in der Werkstatt, dürfte er mit mir (54J) 9 Minuten reden, danach wird er von der Kasse nicht mehr bezahlt.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.07.2026 um 08:01
ApexOne schrieb:Ich fange an und erkenne zwei fundamentale Probleme...
Du beweist mit diesem Einwurf leider nur eindrucksvoll, dass du den Kern der gesamten Diskussion überhaupt nicht verstanden hast. Das wäre an sich kein Problem, aber man stünde in einer Debatte definitiv besser da, wenn man einfach mal zugibt, von einem Thema keine Ahnung zu haben, anstatt meilenweit am Punkt vorbei über den Bundeshaushalt herumzublubbern.

Es geht hier nicht um staatliche Buchhaltung oder Schulden, sondern darum, wie unser Wirtschaftssystem die wichtigste Ressource – die menschliche Arbeitszeit – massenhaft in unproduktive administrative Scheinberufe lenkt, während das reale Fundament ausblutet. Das als bloßes „miserables Wirtschaften“ abzutun, ist der beste Beweis für genau die systemische Ignoranz, von der ich gesprochen habe. Danke, dass du mein Argument so perfekt veranschaulicht hast!
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Das hat mit dem Kapitalismus nichts zu tun
Wer das denkt, ist halt lost.

Zu der ehrlichen Fraktion hier im Thread: Glückwunsch, du hast das System gedribbelt und profitierst. Lässt sich nichts gegen sagen. Nervig sind halt nur die Leute, die trotz ihrer Position im System keinen Arsch in der Hose haben, immer noch die harten Fakten der Fehlallokation leugnen und den eigenen Schein-Status verteidigen müssen. Kommt meistens extrem unsympathisch rüber.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.07.2026 um 09:09
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ich wähle: pure Verarschung.
Weil Du nicht begreifst, dass es Ü-Reiche gibt, die sehr wohl verstanden haben, dass es systemschädlich/demokratiegefährdend ist, wenn sie die Privilegien nutzen, die sie im Steuerrecht haben.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Denk mal nach, warum heisst es Privatvermögen?
Privat, privat, privat ... gehört trotzdem zur Erfassung des Vermögens -> Vermögenssteuer.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:..Du wolltest ohne...irgendwie ist das Konzept nicht stimmig.
Ich wollte den Begriff Wachstum erweitert haben, also incl. der nicht meßbaren sozialen Aspekte (intakte Umwelt, soz. Frieden, Gesundheit etc.). In dem Sinne darf man mMn. dann sagen, dass Umverteilung zu Zuwachs im jeweiligen Bereich führt.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:ich werde versuchen Dich zu überzeugen dass er ein Blender ist
Schon wieder ne Beleidigung. Er ist kein Blender, wenn er sein Geld in ein eigenes gemeinwohlorientiertes Unternehmen steckt.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ich kann nicht glauben dass Du das zitierst und gut findest! Hast Dich furchtbar über Stiftungen aufgeregt.
Ich fasse es nicht, dass Du NULL differenzieren kannst. Bleib einfach bei Deinen Zahlen, besser is.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Mit Karma Capital hat er zB Haferkater, oder noch geiler Wetell, umweltfreundlicher Mobilfunk (der Brüller echt...)
Du bist doch echt ne Lästerschwester :D Was für Probs haste denn nun wieder mit Haferkater oder Wetell? Beide betreiben gemeinwohlorientiertes Wirtschaften, Sinnökonomie.

Haferkater
Nachdem die Marke zunächst durch Wagniskapital gewachsen war, kauften die Gründer*innen ihre ursprünglichen Investoren 2024 heraus. Seitdem wird Haferkater als sogenanntes "Verantwortungseigentum" geführt. Das bedeutet vereinfacht, dass das Unternehmen sich selbst gehört, nicht an Exits (Unternehmensverkäufe) interessiert ist und Gewinne reinvestiert statt ausgeschüttet werden
Wetell
Ein erster Schritt dahin: Wetell hat sich der Gemeinwohlökonomie angeschlossen. In der Bewegung sind Unternehmen aktiv, die ihren Erfolg nicht nur an ökonomischen Kennzahlen messen, sondern auch an ihrem Beitrag zu Werten wie Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, ökologischer Nachhaltigkeit, Transparenz und Mitentscheidung. Verbunden ist das mit umfangreichen Berichtspflichten – 117 Seiten umfasst die „Gemeinwohlbilanz“ bei Wetell. „Für uns ist das ein super Transparenz-Tool“, sagt Schmucker. „Aber der Bericht schaut natürlich immer nur auf den Ist-Zustand.“ Was, so überlegten die Gründer, garantiert den Kunden eigentlich, dass das Start-up nicht eines Tages an einen größeren Konkurrenten verkauft wird, der es mit den Werten nicht mehr so genau nimmt?
Um gar nicht erst in Versuchung zu kommen, haben sich die Enddreißiger zu einem radikalen Schritt entschlossen: Mit der Zeremonie am 24. Juni haben sie im Gesellschaftsvertrag festgelegt, dass sie ihre Unternehmensanteile niemals verkaufen können. Dass erwirtschaftete Gewinne nicht ausgeschüttet, sondern reinvestiert werden. Und dass Gesellschafter, die weniger als die Hälfte ihrer Arbeitszeit im Unternehmen verbringen, ihre Stimmrechte verlieren. Formal gehört das Unternehmen zwar noch den Gründern. „De facto haben wir uns aber selbst enteignet“, sagt Schmucker.
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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.07.2026 um 10:20
@mitH2CO3

Die Stiftung von Sebastian Klein feierst Du ab, die Stiftung von Schwarz ( Lidl ) hast Du eher nicht so dolle gefunden ( obwohl Stiftungen im allgemein gemeinnützig sind ). Wie passt das zusammen?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.07.2026 um 10:40
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Die Stiftung von Sebastian Klein feierst Du ab, die Stiftung von Schwarz ( Lidl ) hast Du eher nicht so dolle gefunden ( obwohl Stiftungen im allgemein gemeinnützig sind ). Wie passt das zusammen?
Nach meinem Verständnis gibt es bisher keine Rechtsgrundlage für eine Gesellschaft mit gebundenem Vermögen

Daher nutzt Sebastian Klein wohl noch eine Stiftung
Unternehmen im Besitz (gemeinnütziger) Stiftungen erfüllen den Aspekt der zweckgebundenen Mittelverwendung. Um sich auch der Ewigkeitsgarantie anzunähern, sind im deutschen Recht jedoch Konstruktionen wie das Doppelstiftungsmodell oder das Veto-Anteils-Modell notwendig.[4]
Hier der Unterschied zu Dödel Schwarz
Davon klar abzugrenzen sind hingegen Stiftungsunternehmen, deren Stiftungen nicht gemeinnützig sind bzw. private Destinatäre haben – die also Vermögenseigentümer haben und nicht Verantwortungseigentümer. Letztere werden vor allem von Familienunternehmen als „Familienstiftungen“ genutzt.
Wikipedia: Verantwortungseigentum


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.07.2026 um 12:05
Mit der Zeremonie am 24. Juni haben sie im Gesellschaftsvertrag festgelegt, dass sie ihre Unternehmensanteile niemals verkaufen können. Dass erwirtschaftete Gewinne nicht ausgeschüttet, sondern reinvestiert werden.
Das ist übrigens die Stelle wo du auch "Steuersparmodell" sagen könntest...


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.07.2026 um 12:55
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Das ist übrigens die Stelle wo du auch "Steuersparmodell" sagen könntest
wenn sie die Gewinne ausschütten würden, würden die denn dann nicht auch Steuern sparen (also von der Steuer absetzen) können?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.07.2026 um 12:59
Zitat von Mauzi666Mauzi666 schrieb:Glückwunsch, du hast das System gedribbelt und profitierst.
Ich würde vorschlagen Du achtest auf deinen Ton - ich habe stets Erlaubtes getan und verdiene daher keinen "hämischen Applaus" - vom Erlaubtes ging gut die Hälfte auch für die die nichts tun weg...von denen ich auch nicht sage dass sie zu dämlich sind das System zu dribbeln.
Zitat von Mauzi666Mauzi666 schrieb:Nervig sind halt nur die Leute, die trotz ihrer Position im System keinen Arsch in der Hose haben, immer noch die harten Fakten der Fehlallokation leugnen und den eigenen Schein-Status verteidigen müssen. Kommt meistens extrem unsympathisch rüber.
Ganz direkt: Du willst Zustimmung zu deinen Theorien und wenn ich anderer Meinung bin, bin ich ein feiger Leugner...und das macht mich auch noch unsympatisch :D
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Er ist kein Blender, wenn er sein Geld in ein eigenes gemeinwohlorientiertes Unternehmen steckt.
..und geht hausieren er hätte 90% gespendet. ROFL, aber ok, ich bin besser: ich habe 100% meines Vermögens gespendet.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Du bist doch echt ne Lästerschwester :D Was für Probs haste denn nun wieder mit Haferkater oder Wetell?
Ja, so bin ich - ich kann mich nichts unter umweltfreundlichen Mobilfunk vorstellen, was soll das sein? Jutteumwickelte Holzantennen die Lichtkristalwellen senden? Während wir ordinären Poridge schlemmen erfreuen wir uns über keinen Empfang?
Keinen Empfang ist auch bei den anderen Standard!
Formal gehört das Unternehmen zwar noch den Gründern. „De facto haben wir uns aber selbst enteignet“, sagt Schmucker.
Blödsinn! Man kann sich in der Form nicht selbst enteignen, man hat es oder man hat es nicht.
Aber joah, kreativ, die Umverteilungsgang ist entzückt.

Die UItäll Struktur - schaut so aus als hätte der Schmucker seine Ököstromanlagen nicht los werden können..
(Pro Tipp: wenn in GmbH Namen Zahlen zur Durchzählung auftachen, handelt es sich um "Konstrukte")

SCR-20260725-lpdv

Viel kommt auch nicht rum:
SCR-20260725-lpgh


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.07.2026 um 13:01
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Das ist übrigens die Stelle wo du auch "Steuersparmodell" sagen könntest...
Ja, aber es ist ein Ökö people nachhaltig Dingsn, deswegen gut.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:wenn sie die Gewinne ausschütten würden, würden die denn dann nicht auch Steuern sparen (also von der Steuer absetzen) können?
Hatten wir doch geklärt: Gewinne werden mit dem persönlichen Steuersatz besteuert.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.07.2026 um 13:08
Ich muss noch mal nachhaken für mein Verständnis:
Zitat von OptimistOptimist schrieb:wenn sie die Gewinne ausschütten würden, würden die denn dann nicht auch Steuern sparen (also von der Steuer absetzen) können?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Hatten wir doch geklärt: Gewinne werden mit dem persönlichen Steuersatz besteuert.
Das ist schon klar.

Für mich ist folgendes noch unklar:
Wenn eine Stiftung die Gewinne reinvestiert, müssen die Gewinne nicht versteuert werden - richtig?

Wenn die Gewinne jedoch ausgeschüttet werden (an die Stiftungsmitglieder oder wem auch immer), dann müssen die versteuert werden?

Falls dem so ist, verstehe ich das nicht.
In beiden Fällen hat doch die Stiftung die Gewinne nicht behalten, wieso wird's in dem einen Fall versteuert und dem anderen nicht?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.07.2026 um 13:11
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Wenn eine Stiftung die Gewinne reinvestiert, müssen die Gewinne nicht versteuert werden - richtig?
Diesen Vorgang gibt es nicht. Das Geld ist in der Kasse. Bleibt es in der Kasse wird es am Jahresende versteuert. Gehen sie als Investion aus der Kasse raus, werden sie nicht versteuert...es ist eine Ausgabe.
Lass Dich von diesen Schwurbler mit ihrem Wortspiel nicht verwirren, sie machen nichts anders als die Milliardäre oder jede X beliebige Firma.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Wenn die Gewinne jedoch ausgeschüttet werden (an die Stiftungsmitglieder oder wem auch immer), dann müssen die versteuert werden?
Jeder Geldfluss, egal woher, in die Richtung einer Person wird nach Abzug von Freibeträgen versteuert.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.07.2026 um 13:16
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Gehen sie als Investion aus der Kasse raus, werden sie nicht versteuert...es ist eine Ausgabe.
Steuerliche Spitzfindigkeit: rein die Ausgabe reicht nicht, es muss schon steuerlicher Aufwand sein um die Gewinne zu mindern ;)
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Wenn die Gewinne jedoch ausgeschüttet werden (an die Stiftungsmitglieder oder wem auch immer), dann müssen die versteuert werden?
Wenn die Gewinne ausgeschüttet werden, werden sie beim Empfänger zusätzlich als Einkommen versteuert. Gewinne der Stiftung werden grundsätzlich immer bei der Stiftung versteuert, egal was damit passiert. Wenn die Stiftung Erträge (mehr Geld) reinvestiert (also Ausgaben und Aufwand erzeugt) mindert das den steuerlichen Gewinn, dann ist auch entsprechend weniger zu versteuern.


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25.07.2026 um 15:11
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:..und geht hausieren er hätte 90% gespendet. ROFL, aber ok, ich bin besser: ich habe 100% meines Vermögens gespendet.
Jo, wem denn auch sonst, außer Herrn Apex No.1 himself.

Klein hat 90% seines Geldes an die gemeinnützige Carma Kapital überführt, bei der er lediglich angestellt ist.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:ich kann mich nichts unter umweltfreundlichen Mobilfunk vorstellen, was soll das sein?
Dafür, dass Du Dir nix darunter vorstellen kannst, phantasierst Du aber reichlich dazu herum 😶‍🌫️ ... wirriwarri.
Klimaschutz im Mobilfunkt WEtell
CO2 mit Pflanzenkohle ausgleichen
Die meisten Emissionen entstehen beim Betrieb des Mobilfunknetzes, also durch die Energie für die Sendemasten und Rechenzentren. Da das Netz (noch) nicht klimaneutral läuft, errechnen wir sämtliche Emissionen, die für unseren Mobilfunk entstehen und gleichen diese aus. Um sicherzugehen, dass wir nicht zu knapp ausgleichen, rechnen wir dabei sehr großzügig nach oben. Und das vollständig für die gesamte Lieferkette – also inklusive der sogenannten Scope 3-Emissionen.

Auch bei der Kompensationsmethode gehen wir auf Nummer sicher. Schließlich gibt es viele unterschiedliche – mal mehr, mal weniger wirksame – Methoden. Für uns ausschlaggebend: Wir wollen möglichst unmittelbar, regional und ohne Doppelanrechnung ausgleichen.

Daher kompensieren wir in Kooperation mit Carbonfuture durch Pflanzenkohle. Die Kohle wird in Europa aus Forst-Reststoffen und anderen pflanzlichen Abfällen hergestellt. Sie sorgt dafür, dass das in den Pflanzen gespeicherte CO2 nicht wieder in die Atmosphäre gelangt. Der Kohlenstoff wird – wie der Name es schon verrät – langfristig in der Kohle gebunden. Die Pflanzenkohle kann man super als Düngezusatz nutzen und damit die Bodenqualität und Biodiversität fördern. Eine absolute Win-win-Geschichte also!
https://www.wetell.de/warum-wetell/mobilfunk-neu-denken/
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Blödsinn! Man kann sich in der Form nicht selbst enteignen, man hat es oder man hat es nicht.
Aha. Und was ist das dann:
Ja, die Gründer von WEtell haben sich im Juni 2022 im rechtlichen Sinne selbst „enteignet“, genauer gesagt in das sogenannte Verantwortungseigentum (auch Purpose-Eigentum genannt) überführt. Dabei handelt es sich um eine freiwillige Selbstentmachtung, bei der das Unternehmen rechtlich von den Personen getrennt wird.
Google KI
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Viel kommt auch nicht rum:
Bei Dir auch net. Du supportfest ja fossile Energien 😑
WEtell: Good News mit positivem Jahresabschluss
01. Juli 2026
Im Interview spricht WEtell über den ersten positiven Jahresabschluss der Unternehmensgeschichte und die Faktoren hinter diesem Meilenstein: glaubwürdig gelebte Werte, starke Partnerschaften und eine flexible, langfristige Finanzplanung. Zudem wird deutlich, wie sich Nachhaltigkeit, persönlicher Kund*innenservice und Verantwortungseigentum im Unternehmensalltag konkret auswirken. Mit Blick nach vorn formuliert WEtell klare Wünsche an die Branche — von klimaneutraler Infrastruktur bis zu mehr Datenschutz — und setzt zugleich auf gesundes Wachstum ohne Kompromisse bei Mensch und Natur.
https://www.gls-crowd.de/news/wetell-good-news/


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.07.2026 um 15:58
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Und was ist das dann:
Marketing.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.07.2026 um 16:00
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Klimaschutz im Mobilfunkt WEtell
Kakaschutz - ich habe nachgeschaut, sie nutzen das Vodaphone Netz..also nix besonderes...Ökostrom mit Strahlen und Greenwashing.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Aha. Und was ist das dann:
Zuerst reden wir vom "Selbstenteignung" und kaum stelle ich es in Frage sind wir bei "Selbstentmachtung".
Eins nach dem anderen:
Eine Enteignung bedeutet im deutschen Recht grundsätzlich: ein staatlicher, hoheitlicher Eingriff, bei dem Eigentum gegen oder ohne den Willen des Eigentümers entzogen wird, zum Wohl der Allgemeinheit und gegen Entschädigung!

Wieso labern die Besten der Guten immer so einen Scheiss, echt!

Und was haben sie genau gemacht?
Sie haben auf Eigentümerrechte freiwillig verzichtet, genauer Verfügungsrechte. Mehr oder weniger sind sie passive Eigentümer und können es nicht mehr ins Private überführen. Praktisch keinen Unterschied zu einer Schwarz Stiftung.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Bei Dir auch net. Du supportfest ja fossile Energien 😑
Nee, so alte Frauen führe ich gar nicht aus.


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