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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

18.331 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.05.2026 um 08:05
Es geht hier um Vermögenssteuer, nicht um Einkommenssteuer. Es geht nicht darum denjenigen, die schon Steuer zahlen noch mehr Steuern abzuverlangen, Es geht um die, die keine Steuern zahlen und die, die Steuern hinterziehen.

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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.05.2026 um 08:15
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Es geht hier um Vermögenssteuer, nicht um Einkommenssteuer.
Es geht um Kapitalismus. Und in der Diskussion, zu der ich repostet habe, ging es um Umverteilung.
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Es geht nicht darum denjenigen, die schon Steuer zahlen noch mehr Steuern abzuverlangen,
Jeder zahlt Steuern und an der Tabelle siehst du doch klar und deutlich, wer die meisten Steuern zahlt.
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Es geht um die, die keine Steuern zahlen
Ich kenne nur zwei Gruppen, die keine Steuern zahlen, das sind Hilfeempfänger und Geringverdiener. Kennst du noch andere? Dann erleuchte uns, aber bitte nicht wieder mit der Leier, dass Reiche keine Steuern zahlen, das wurde ja jetzt schon breit und lang diskutiert.
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:die Steuern hinterziehen.
Dir ist, glaube ich, nicht ganz bewusst, welche Gruppen den Löwenanteil an Steuern hinterziehen. Der größte Teil fällt auf Teilzeitkräfte, Arbeitslose und ausländische unangemeldete Arbeiter.
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Kannst Du auch was zum Thema beitragen?
Zu welchem Thema genau? Das Thema, welches du meinst, um das es geht oder zum Kapitalismus?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.05.2026 um 08:30
Danke, Toxid! Deine vehemente Trollerei hat mich dazu gebracht mir @ApexOne seinen Link genauer anzugucken. Und siehe da:
Einkommensteuertarif -Grenz-und Durchschnittssteuersätze 2026
in % des zu versteuernden Jahreseinkommens, ohne Solidaritätszuschlag
Quelle: https://www.sozialpolitik-aktuell.de/files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Finanzierung/Datensammlung/PDF-Dateien/abbIII21a.pdf
1) Der Eingangssteuersatz von 14% greift ab einem Jahreseinkommen von 12.348 Euro
2) Der Spitzensteuersatz von 42% beginnt ab einem (zuversteuernden) Jahreseinkommen von 69.879 Euro.
Quelle: ebenda

Du verstehst den Begriff Jahreseinkommen?

Also Kapitalisten? Oder wer ist in der Tabelle erfasst?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.05.2026 um 08:53
@ApexOne

... und das am Sonntagmorgen 😑 jetzt fang' ich schon an iwelchen Steuerkram zu lesen, weil dein Geschwurbel einfach keinen Sinn bringt.

Hab' mir also den von dir verlinken Zeug angesehen. Du machst als Steuerschlaumeier nahfolgende Aussage, was schon strange ist:
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:*warum auch immer, die unteren Gruppen sind umgedreht
... weil es nämlich andersrum läuft, als du es dir zusammenschusterst. Aus deinem Link:
Die Verteilungswirkungen des Steuersystems werden durch den Vorgang der Steuerzahlung noch nicht erfasst. Es kommt darauf an, ob Steuern überwälzt werden können, Steuerzahllast und Steuertraglast also voneinander abweichen. Möglichkeiten dazu bieten sich bei den unternehmens-und gewinnbezogenen Steuern. Ob dies gelingt, hängt entscheidend von der Markt- und Machtlage ab. Hingegen gibt es bei der Lohnsteuer kaum Überwälzungschancen, sie muss von den Arbeitnehmer*innen gezahlt und auch getragen werden.

Die Mehrwertsteuer, wie die anderen Verbrauchsteuern, wird hingegen in der Regel voll auf die Preise überwälzt, so dass die Konsumenten als
Steuerträger anzusehen sind. Da mit zunehmendem Einkommen der Anteil des Konsums am Gesamteinkommen sinkt und die Sparquote ent-
sprechend steigt, verringert sich die relative Belastung durch die Mehrwertsteuer mit steigendem Einkommen. Der Belastungsverlauf entwickelt
sich regressiv. Stärker belastet werden Personen mit geringem Einkommen oder kinderreiche Familien, da in beiden Fällen die Konsumquote
hoch liegt und die indirekten Steuern im Unterschied zur Einkommensteuer keine Rücksicht auf das Existenzminimum nehmen. Eine Entlastung
bei der Mehrwertsteuer bringt allerdings der ermäßigte Steuersatz von 7 % (insbesondere auf Nahrungsmittel).
https://www.sozialpolitik-aktuell.de/files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Finanzierung/Datensammlung/PDF-Dateien/tabIII9.pdf

Nach meinem Verständnis geht es um die Verteilungswirkung. Unternehmen können versuchen, die höhere Steuerlast an den Verbraucher weiterzugeben (-> höherer Produktpreis). Der Verbraucher hat ja zum Produkt auch noch die Mwst. zu zahlen. Der Belastungsverlauf entwickelt sich regressiv. D.h. genau die, die entlastet werden sollten (Personen mit niedrigem Einkommen und kinderreiche Familien) werden überproportional belastet. Was sagt uns das bei Tageslicht?

Die Steuerlast ist für uns Steuerzahler da, ja klar, aber man kann NICHT hingehen, und schlußfolgern
Zitat von ApexOneApexOne schrieb: Das ist doch massive Umverteilung!
weil das massive Belastung für die ist, die eh nix oder sehr wenig haben.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.05.2026 um 08:54
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Du verstehst den Begriff Jahreseinkommen?
??? Was möchtest du jetzt genau, kannst du auch in ganzen Absätzen schreiben? Was sollen diese Rätselfragen?
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Also Kapitalisten? Oder wer ist in der Tabelle erfasst?
In der Tabelle sind ALLE erfasst, auch Kapitalisten. Auch wenn du es nicht glauben magst, auch die zahlen Einkommenssteuer, denn auch Kapitalertragssteuern sind Einkommenssteuern, auch Ausschüttungen aus Firmen müssen versteuert werden. Und diese Kapitalisten finden sich auch in dieser Tabelle wieder.

Oder ist dir nicht ganz klar, was Kapitalisten sind?

Oder ist dir nicht ganz klar, was alles zu Einkommen zählt? Ansonsten lies dich nochmal ein, bevor du hier so schlau tust...


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.05.2026 um 09:03
Zitat von ToxidToxid schrieb:Auch wenn du es nicht glauben magst, auch die zahlen Einkommenssteuer, denn auch Kapitalertragssteuern sind Einkommenssteuern
aber, das hier müsste man ja dabei auch mit berücksichtigen, oder nicht?:
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Unternehmen können versuchen, die höhere Steuerlast an den Verbraucher weiterzugeben (-> höherer Produktpreis). Der Verbraucher hat ja zum Produkt auch noch die Mwst. zu zahlen



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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.05.2026 um 09:04
Zitat von OptimistOptimist schrieb:aber, das hier müsste man ja dabei auch mit berücksichtigen, oder nicht?:
Ich denke, die Liste berücksichtigt selbstverständlich ausschließlich natürliche Personen, von daher ist es zumindest für diese Diskussion völlig irrelevant, was Firmen tun.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.05.2026 um 09:04
Hast Du eigentlich eine Relation zu dem was Du behauptest?

Ich schrieb:
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Lieschen Müller und der Bäcker um die Ecke sind bei der Steuer für Vermögende und überreiche nicht das Thema. Du hast aber in einem Punkt Recht, das ist unerhört, wie das läuft (wie das in Deiner Tabelle dargestellt ist), daher Steuerentlastung für kleine und mittlere Einkommen und Erhöhung der Steuer für Überreiche.
Und zum Vergleich:
Deutsche Vorstandschefs verdienen danach im Median 3,9 Millionen Euro, Mitglieder eines deutschen Vorstands liegen bei 1,7 Millionen Euro im Median.
Quelle: https://www.haufe.de/personal/hr-management/managergehaelter-in-deutschland-im-internationalen-vergleich_80_397920.html

Und die überreichen Kapitalisten liegen jetzt darunter? Oder was möchtest Du zum Thema beitragen?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.05.2026 um 09:12
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Und die überreichen Kapitalisten liegen jetzt darunter?
Liegen worunter? Hat die Tabelle eine Obergrenze? Auch die Vorstandschefs sind in der Tabelle vertreten. Und du möchtest diese noch mehr belasten, weil sie ja ein so hohes Gehalt haben. Ich habe das schon verstanden. Die Wahrheit ist nur, dass von dort sowieso schon die größte Umverteilung überhaupt stattfindet, denn wie du der Tabelle entnehmen kannst, stemmen ausgerechnet die den größten Anteil überhaupt an Einkommenssteuern. Die ganze Last wird von den Schultern weniger getragen, und nach unten hin zahlen 40 % der Einkommensteuerpflichtigen so gut wie keine Einkommenssteuer. Wo willst du denn dort noch weiter entlasten? Die wahre Steuerlast beginnt doch erst bei den Gutverdienern und der Löwenanteil fällt auf die, die du noch mehr abzocken möchtest. Du findest die Gehälter von Managern und Vorständen ungerecht? Ansichtssache, Fakt ist aber, dass sie diesen Staat finanzieren....


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.05.2026 um 09:20
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:So, und quasi zum letzten Mal:
Ja, lass es dann auch mal dabei.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Was Dir vielleicht wie Empathielosigkeit oder Kälte vorkommt ist mein Verhalten in Diskussionen in denen es um Lösungen geht und nicht um Gefühle.
Es ist imho ok, denn Du zeigst auch keine Empathie mit Steuerzahler oder Reiche, bis auf das dass sie Geld haben sind es auch normale Menschen.
Ich weiss nicht, weshalb ich mit ÜBER-Reichen Mitgefühl haben sollte, die einfach nur angemessene Steuern zahlen sollen, die sie sich auch easy leisten können. Mitgefühl habe ich hingegen mit Menschen, die am Existenzminimum stehen, und noch mehr zahlen sollen. Wie sollte das auch gehen? Sollen sie etwa am Essen sparen?

Zu den von dir als so wichtig wahrgenommenen Personen, die beim Leistungsbezug betrügen: wo ist denn das Problem iwelchen Auffälligkeiten nachzugehen.? Mach doch einfach, wenn du deine Energie dorthin tun willst.

Ich fokussiere lieber die Steuerhinterziehung. Dort geht es um ganz andere Summen.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Vermögen werden offen gelegt, warum dann nicht von jedem?
Wir legen in der Steuererklärung offen. Wo legt der ÜBER-Reiche sein tatsächliches Vermögen offen?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.05.2026 um 09:23
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wie legen in der Steuererklärung doch offen.
Offen für das Finanzamt vielleicht, ja, aber nicht für jedermann.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wo legt der ÜBER-Reiche sein Vermögen offen?
Die Bilanzen von juristischen Personen sind für jedermann jederzeit einsehbar, auch Privatentnahmen usw., von daher ist zumindest das für jeden möglich nachzuvollziehen. Nicht jeder versteht, was dort drin steht, aber es ist alles nachlesbar :D


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.05.2026 um 09:27
Zitat von ToxidToxid schrieb:Die Bilanzen von juristischen Personen sind für jedermann jederzeit einsehbar, auch Privatentnahmen usw.
Hast Du dazu auch einen Beleg und Link?
Zitat von ToxidToxid schrieb:Nicht jeder versteht, was dort drin steht,
Und manche verstehen noch weniger, wie hier ersichtlich. Mich dünkt es fehlt der Wille, aber wer weiß das schon.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.05.2026 um 09:31
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Hast Du dazu auch einen Beleg und Link?
https://www.bundesanzeiger.de/pub/de/start?0


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.05.2026 um 09:32
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wo legt der ÜBER-Reiche sein tatsächliches Vermögen offen?
So läuft der Hase ...
Wie Familienstiftungen wirklich funktionieren
Hinter dem genialen Branding „Familienstiftung“ verbirgt sich eine Struktur, die nur sich selbst gehört. Das dorthin übertragene Geld ist weg. Aber die Kontrolle bleibt. Meist bekommen Ehepartner und Kinder als Destinatäre Ausschüttungen. Das Kapital wächst und ist der persönlichen Besteuerung entzogen. Und den Statistiken. Und übrigens auch den offenen Kapitalmärkten.

Stiftungen gehört ein guter Teil der deutschen Wirtschaft. Niemand weiß, wie viel. Denn es gibt kein Register mit Vermögenswerten. Aber wenn man in die Daten des Bundesverbands Deutscher Stiftungen schaut, sieht man: Der Anteil der Familienstiftungen nimmt stetig zu, über zweihundert pro Jahr kommen dazu. In den letzten zehn Jahren sind keine großen gemeinnützigen Stiftungen mehr entstanden. Aber mehr Vermögende als je zuvor haben ihre Beteiligungen in Familienstiftungen übertragen.
https://www.handelsblatt.com/meinung/kolumnen/reichtum-wie-deutsches-vermoegen-im-verborgenen-waechst/100193494.html

Sehr fein - für uns als Gesellschaft -, dass dieses Verschachtelungssystem jetzt in den Fokus gerückt ist!


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.05.2026 um 09:36
Das Kapital wächst und ist der persönlichen Besteuerung entzogen.
Dir ist aber auch klar, sobald das Geld für Privatentnahmen entzogen wird, dass dann Steuern fällig werden? Ich bin mir nicht sicher, ob du es nach gefühlt 100 Seiten Diskussion noch immer nicht ganz verstanden hast. Und die kannst du dann sogar in der Bilanz nachschlagen, jeder kann sie nachschlagen, als Gewinnverwendung oder Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Und die sind natürlich steuerpflichtig....


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.05.2026 um 09:42
TRANSPARENZ ist das Zauberwort :)
Die Schweiz hat es vorgemacht: Das Ende eines Geheimnisses ist nicht das Ende eines Wirtschaftsstandorts, sondern der Anfang von mehr Vertrauen. Und das brauchen gerade die Vermögenden, die tatsächlich zur Gesellschaft beitragen wollen. Das Stiftungsgeheimnis schadet mehr, als es nützt – außer denen, die daran verdienen. Deutschland sollte der Schweiz folgen. Es ist Zeit, das letzte Geheimnis zu lüften.
https://www.handelsblatt.com/meinung/kolumnen/reichtum-wie-deutsches-vermoegen-im-verborgenen-waechst/100193494.html


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.05.2026 um 10:05
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:So läuft der Hase ...
Jepp:
Das dorthin übertragene Geld ist weg
Du schreibst es selber... das Geld ist weg..


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.05.2026 um 10:31
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Woher weißt Du das? Weil Du verschiedene Formen von Kapitalismus vergleichst?
Nein, zudem Dinge wie Knappheit der Güter bzw. das Ressourcenproblem unabhängig vom Wirtschaftssystem sind bzw. existiert. Kommunismus hat keine magische Lösung dafür und Karl Marx sowieso nicht. Der hat auch noch in ganz anderen Zeiten gelebt. Und wie gesagt auch das Machtproblem bleibt ungelöst und endet sogar zwangsweise in autoritäre oder totalitäre Regimes wie auch die Geschichte bisher zeigte.
Wir brauchen moderne Lösungen und keine veralteten Lösungen. Zudem Kapitalismus bisher jedem kommunistischen Experiment eindeutig überlegen war, sieht man historisch auch und wie weit uns die kapitalistische "Weltordnung" gebracht hat und im Gegensatz zu Kommunismus - praktisch funktioniert hat und funktioniert.
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Wer ist der "Rest der Gesellschaft"? Was meinst? Sind die Ausbeuter und Selbstausbeuter die "Mehrheit der Gesellschaft"? Oder der "Rest"?
Die breite Mittelschicht vor allem. Außerdem ist deine Klasseneinteilung sowieso ein veraltetes Konzept in der modernen kapitalistischen Gesellschaft gerade im Westen. Angestellte heutzutage haben vielerlei Möglichkeiten sich selbst aufzubauen, die meisten auch die Möglichkeit eigene Produktionsmitteln zu haben und sich unabhängig zu machen sowie sich auszusuchen für wen und mit wem sie arbeiten wollen bis zu einem gewissen Grad. Wie gesagt wir sind schon lange nicht mehr im 19. Jahrhundert.

Die Mehrheit der Gesellschaft hat kein Interesse an einer gewaltsamen Revolution oder der Abschaffung des Privateigentums. Sie wollen faire Löhne, gute Arbeitsbedingungen, Sicherheit und die Freiheit, sich durch eigene Leistung Wohlstand aufzubauen. Das marxistische Konzept, dass eine kleine Elite eine riesige, homogene Masse von "elenden Sklaven" ausbeutet, entspricht einfach nicht mehr der Lebensrealität in modernen demokratischen Staaten.
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Sag mal, wie ist die denn?
Der Mensch ist evolutionär darauf programmiert, zuerst für sich selbst, seine Familie und seine engste Gruppe (Tribalismus) zu sorgen. Kooperation funktioniert in der Natur vor allem durch das Prinzip: „Wie du mir, so ich dir“ (Reziprozität). Ein System, das verlangt, dass jeder Fremde in einer anonymen Millionen-Gesellschaft genauso hart für mich arbeitet wie für sich selbst, ignoriert diesen biologischen Antrieb.

Menschen brauchen Anreize, um Höchstleistungen zu erbringen oder Risiken einzugehen (z.B. jahrelange harte Ausbildung, Firmengründungen). Wenn das Belohnungssystem komplett abgekoppelt wird (weil am Ende das Komitee entscheidet, wer was bekommt), sinkt die Produktivität drastisch. Das hat nichts mit „kapitalistischer Gehirnwäsche“ zu tun, sondern ist in jeder menschlichen Kultur beobachtbar.

Zur menschlichen Natur gehört leider auch das Streben nach Status und Macht. Wenn man das Geld abschafft, verschwindet dieses Streben nicht – es verlagert sich nur. Im Kapitalismus streben Menschen nach finanziellem Erfolg; im Kommunismus streben sie unter anderem nach politischem Einfluss im Komitee oder wer sonst die Macht hat. Und politische Macht über die Ressourcenverteilung ist oft weitaus gefährlicher und korrumpierender als reines Geld.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.05.2026 um 10:46
Zitat von ToxidToxid schrieb:Hat die Tabelle eine Obergrenze?
Siehst Du keine? Also sind die Vorstandschefs mit einem Jahreseinkommen von rund 300.000 € erfasst? Wo ist der obere Bereich der Tabelle? Die oberen 1% tragen laut der Tabelle lediglich 23% zum kumulierten Steueraufkommen bei. Sind die oberen 1% in der Tabelle in den oberen 50% enthalten?
1) Zusammen veranlagte Ehepaare gelten als ein
Steuerpflichtiger
Quelle: https://www.sozialpolitik-aktuell.de/files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Finanzierung/Datensammlung/PDF-Dateien/tabIII9.pdf

Mit einem Brutto von nur 64.441 ist das Ehepaar mit 128.228 dabei.

https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Verdienste/Verdienste-Branche-Berufe/Tabellen/bruttojahresverdienst.html

Und in manchen Branchen mit 183.356.

Und die Tabelle von @ApexOne sagt immer noch nichts über die Menge aus, die Einzelne nominal tatsächlich bezahlt haben.

Und danke für Deinen Link. VW z.B. hat also 25,8% Steuern vom Gewinn, nach Vorsteuerabzug bezahlt.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.05.2026 um 11:45
Zitat von ToxidToxid schrieb:Ich kenne nur zwei Gruppen, die keine Steuern zahlen, das sind Hilfeempfänger und Geringverdiener.
Natürlich zahlen Hilfeempfänger und Geringverdiener auf fast jeden Euro, den sie ausgeben, Steuern, nämlich Mehrwertsteuer - sowie Energiesteuern auf Strom, Heizöl oder Benzin.


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