zaeld schrieb:Investition in Erhalt und Erneuerung von Maschinen ist kein Wachstum. Wenn ein Teller-Unternehmen permanent jedes Jahr 100.000 Teller herstellt, dann wächst es nicht, ganz unabhängig von irgendwelchen Investitionen. Und es kann dabei bestehen. Das können auch sämtliche Unternehmen der Welt machen, dann hätte man insgesamt kein Wachstum, das würde den Kapitalismus auch nicht stören, der würde weiterhin funktionieren.
Ein Teller-Unternehmen kann 100.000 Teller im Jahr produzieren ohne zu wachsen, das ist richtig, aber die Konkurrenz produziert vielleicht 100.001 Teller, oder billiger, oder besser, dann hat das Unternehmen 'n Problem....
Im Kapitalismus reichts nicht zu bestehen, man muss besser sein als die anderen, sonst wird man gefressen. Stillstand ist keine Option, weil die anderen nicht stillstehen.... Das ist Konkurrenz und die ist das Herz des Systems....
zaeld schrieb:Das sind einfach nur Sprüche.
Sprüche sind das, was man sagt, wenn einem die Argumente ausgehen. Wenn du meinst, Stillstand ist im Kapitalismus eine Option, dann zeig mir ein Unternehmen das über Jahrzehnte gleich geblieben ist ohne von der Konkurrenz überrollt zu werden. Ich warte....
zaeld schrieb:Nein, ich meine Mehrwert. Mit technischem Fortschritt hat die Produktion eines konkreten Produkts nichts im Produktionsablauf nichts zu tun.
Mehrwert ist nicht das, was du denkst.... Mehrwert entsteht nicht durch technischen Fortschritt, der ist nur das Werkzeug, um den Mehrwert zu steigern.
Mehrwert ist der Teil der Arbeitszeit, den der Arbeiter unbezahlt für den Kapitalisten leistet.... Das passiert unabhängig davon, ob das Produkt gleich bleibt oder sich verbessert....
Wenn ein Arbeiter 8 Stunden arbeitet, aber nur 4 Stunden bezahlt bekommt, sind die anderen 4 Stunden Mehrwert und das funktioniert auch ohne neuen Fortschritt.
Wer das nicht versteht, hat die Grundlagen des Kapitalismus nicht kapiert....
zaeld schrieb:Nein. Dafür habe ich ja das Beispiel mit der Autotür gebracht. Produziert ein Arbeiter eine Autotür, hat diese im Prinzip erst einmal überhaupt keinen Wert, da niemand eine einzelne Autotür benötigt. Erst durch das Zusammenfügen der einzelnen Teile zu einem Auto entsteht ein Gesamtwert, der höher ist als die Summe der Einzelteile. Und nicht zuletzt stellt der Unternehmer die Maschinen zur Verfügung (der Arbeiter muss keine eigene mitbringen) und organisiert das ganze. Dafür bekommt er eben auch einen Anteil am Verkaufspreis. Im Gegensatz zum Festangestellten ist das ein flexibler Anteil, der, wenn es schlecht läuft, auch negativ sein kann. Der Arbeiter geht immer mit einem positiven Ergebnis raus.
Die Autotür hat keinen isolierten Wert, das stimmt, aber sie hat 'nen Arbeitswert, der in ihr steckt. Der Arbeiter hat Zeit und Kraft investiert, um sie herzustellen.... Dass sie erst im Auto ihren Preis bekommt ändert nichts daran, dass sie Arbeit enthält...
Der Unternehmer stellt die Maschinen, ja, aber die Maschinen sind auch Produkte von Arbeit. Sie sind vergegenständlichte Arbeit...
Der Unternehmer organisiert, aber er organisiert fremde Arbeit. Dass er einen Anteil am Verkaufspreis bekommt, ist nicht die Belohnung für seine Organisation, es ist die Aneignung von fremder Arbeit...Der flexible Anteil, der auch negativ sein kann, ist sein Risiko, aber das Risiko ist nicht die Arbeit, es ist das Kapital....
Der Arbeiter geht immer mit 'nem positiven Ergebnis raus, weil er seine Arbeitskraft verkauft hat, aber das positive Ergebnis ist sein Lohn, nicht sein Anteil am Wert...
Der Wert der Autotür wird nicht durch den Unternehmer geschaffen, sondern durch den Arbeiter. Der Unternehmer eignet ihn sich an. Das ist der Unterschied zwischen Arbeit und Kapital....
zaeld schrieb:Der Satz macht keinen Sinn. Was soll ein "Beweis für einen Pofit" sein? Der Profit ist einfach der Gewinn, das ist eine Festlegung und muss nicht bewiesen werden. Bei Angestellten ist der Gewinn ungefähr gleich dem Umsatz. Das ist eine Feststellung.
Der Profit ist nicht einfach der Gewinn, der Profit ist der Teil des Werts der vom Arbeiter geschaffen wird, aber nicht an ihn ausgezahlt wird....
Wenn der Arbeiter seine Arbeitskraft verkauft, hat er kaum Kosten, das ist richtig, aber das ist kein Beweis für seinen Profit, es ist der Beweis für seine Abhängigkeit....
Der Arbeiter produziert einen Wert, der höher ist als sein Lohn. Die Differenz ist der Profit des Unternehmers.....Das ist keine Feststellung, das ist die Logik des Systems....
Der Angestellte hat keinen Gewinn, er hat einen Lohn und das ist der Unterschied....
zaeld schrieb:Der Lohn ist sein Profit.
Der Lohn ist kein Profit, der Lohn ist der Preis der Arbeitskraft. Der Profit ist das, was nach dem Lohn übrig bleibt.
Das ist nicht meine Meinung, das ist die Grundlage der kapitalistischen Produktion.
Wer Lohn und Profit gleichsetzt hat die Logik des Kapitals nicht kapiert...