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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.617 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 18:41
Zitat von DerHildenDerHilden schrieb:Die Wirtschaftsform Kapitalismus ist vollkommen unabhängig davon, wie hoch der Lohn ist, für den ein Arbeiter seine Arbeitskraft verkauft.
Om Sozialismus wird ihm sein Lohn gakr als sein Anteil verkauft...also im realen Sozialismus


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 18:47
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Om Sozialismus wird ihm sein Lohn gakr als sein Anteil verkauft...also im realen Sozialismus
Keine Ahnung, was du mit diesem Buchstabensalat sagen willst.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 19:20
@DerHilden
Hier haben wir lange über Gemeinwohl Ökonomie geschrieben, da ist einer der Ziele dass der MA je nach Konstrukt nach und nach Teilhaber wird (deswegen Lohn = Anteil).
Zitat von DerHildenDerHilden schrieb:Was hat denn ein hohes Lohnniveau mit der Unterscheidung zwischen Sozialismus und Kapitalismus zu tun?
Im Sozialismus kriegst dein Lohn "eher" leistungsunabhängig deswegen waren alle Top Performer die ungefähr das gleiche Vermögen hatten, also eher nichts.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 20:36
Zitat von OptimistOptimist schrieb:hierbei bitte bedenken, dass die Anderen insgesamt für die andere Hälfte der Steueraufkommen sorgen
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Du meinst die anderen 90%? Weil 10% für 50% aufkommen
ja, ist richtig.
Dafür haben ja auch die 10% den größeren Anteil vom Vermögen. Etwa nicht gerecht, wenn sie dann 50% der Steuern zahlen?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:
Zitat von OptimistOptimist schrieb:ich hatte mich noch nie dafür ausgesprochen, dass ich es richtig fänd, dass Arbeitsfähige "auf der faulen Haut liegen sollen".
Nein, ich bin für Differenzierung bei diesem Thema.
Nicht jeder der für Außenstehende faul erscheint, ist es auch tatsächlich.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Lol, ich muss sogar differenzieren, die Aussage "Alle BG Empfänger sind faul" würde gelöscht...
das würde sie zu Recht, weil's einfach eine unbewiesene Behauptung wäre und sowieso nicht stimmt (nach meinen eigenen Erfahrungswerten aus meinem Umfeld).
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:daher ich differenziere automatisch und übrigens aus Überzeugung...aber hatten wir vor Kurzem nicht 110.000 Betrugsfälle aus 136.000 Verdachtsfälle
wir könnten ja mal anschauen, wie viel Prozent diese 110000 bezüglich aller Arbeitslosen bzw. Transferleistungs-Bezieher ausmachen.
Nur einen Bruchteil.

Betrüger gibt's immer und überall, "oben wie unten" - also nicht nur bei den "bösen und faulen" Hartzer 😉


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 21:05
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Dafür haben ja auch die 10% den größeren Anteil vom Vermögen. Etwa nicht gerecht, wenn sie dann 50% der Steuern zahlen?
? Was hat Vermögen mit der Besteuerung von Einkommen zu tun ?
Angenommen 2 Personen verdienen gleich viel, einer kein Vermögen, der andere Millionär...soll der Millionär mehr Steuern bezahlen? Warum?
Zitat von OptimistOptimist schrieb:wir könnten ja mal anschauen, wie viel Prozent diese 110000 bezüglich aller Arbeitslosen bzw. Transferleistungs-Bezieher ausmachen.
2,2% + hohe Dunkelziffer..ist nicht wenig.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 23:28
Zitat von DerHildenDerHilden schrieb:Was hat denn ein hohes Lohnniveau mit der Unterscheidung zwischen Sozialismus und Kapitalismus zu tun? Die Wirtschaftsform Kapitalismus ist vollkommen unabhängig davon, wie hoch der Lohn ist, für den ein Arbeiter seine Arbeitskraft verkauft.
Richtig. Im Fall VW war der Verkäufer aber nicht der Arbeitnehmer sondern die IG Metall..
Deren Einflussbereich ist bis heute ohne Gleichen, selbst jetzt wo die Company am Abgrund steht wird gefordert und gefordert und gefordert....
Echter Kapitalismus ist Gewinnmaximierung und da haben sozialpolitische Forderungen keinen Platz und das ist die Realität bei VW gewesen - dort hatten die sehr viel Platz, wirklich sehr viel Platz oder wie erklärst du dir die abstrusen Gehälter.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 23:47
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Echter Kapitalismus ist Gewinnmaximierung und da haben sozialpolitische Forderungen keinen Platz und das ist die Realität bei VW gewesen - dort hatten die sehr viel Platz, wirklich sehr viel Platz oder wie erklärst du dir die abstrusen Gehälter.
Das ändert nichts ab der Wirtschaftsform Kapitalismus. Schon Marx hat vorhergesagt, dass man den Kapitalismus mit verschiedenen Maßnahmen reformieren wird, um ein Auflehnen der Arbeiterschaft zu verhindern. Trotzdem bleibt es "echter" Kapitalismus, auch wenn er nicht unter den Bedingungen wie in Manchester stattfindet.

Um zu beurteilen, ob Kapitalismus vorliegt, ist einzig die Frage nach dem Privateigentum an Produktionsmitteln entscheidend und zudem, ob zur Bedürfnisbefriedigung oder zur Profitmaximierung produziert wird.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 23:52
Zitat von DerHildenDerHilden schrieb:Um zu beurteilen, ob Kapitalismus vorliegt, ist einzig die Frage nach dem Privateigentum an Produktionsmitteln entscheidend und zudem, ob zur Bedürfnisbefriedigung oder zur Profitmaximierung produziert wird.
Im Falle VW definitiv Bedürfnisbefriedigung der AN bzw Gewerkschaft, aber ok, Anteilseeigner (Bundesland) hat ebenfalls heftig profitiert.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 06:18
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Investition in Erhalt und Erneuerung von Maschinen ist kein Wachstum. Wenn ein Teller-Unternehmen permanent jedes Jahr 100.000 Teller herstellt, dann wächst es nicht, ganz unabhängig von irgendwelchen Investitionen. Und es kann dabei bestehen. Das können auch sämtliche Unternehmen der Welt machen, dann hätte man insgesamt kein Wachstum, das würde den Kapitalismus auch nicht stören, der würde weiterhin funktionieren.
Ein Teller-Unternehmen kann 100.000 Teller im Jahr produzieren ohne zu wachsen, das ist richtig, aber die Konkurrenz produziert vielleicht 100.001 Teller, oder billiger, oder besser, dann hat das Unternehmen 'n Problem....

Im Kapitalismus reichts nicht zu bestehen, man muss besser sein als die anderen, sonst wird man gefressen. Stillstand ist keine Option, weil die anderen nicht stillstehen.... Das ist Konkurrenz und die ist das Herz des Systems....
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Das sind einfach nur Sprüche.
Sprüche sind das, was man sagt, wenn einem die Argumente ausgehen. Wenn du meinst, Stillstand ist im Kapitalismus eine Option, dann zeig mir ein Unternehmen das über Jahrzehnte gleich geblieben ist ohne von der Konkurrenz überrollt zu werden. Ich warte....
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Nein, ich meine Mehrwert. Mit technischem Fortschritt hat die Produktion eines konkreten Produkts nichts im Produktionsablauf nichts zu tun.
Mehrwert ist nicht das, was du denkst.... Mehrwert entsteht nicht durch technischen Fortschritt, der ist nur das Werkzeug, um den Mehrwert zu steigern.

Mehrwert ist der Teil der Arbeitszeit, den der Arbeiter unbezahlt für den Kapitalisten leistet.... Das passiert unabhängig davon, ob das Produkt gleich bleibt oder sich verbessert....

Wenn ein Arbeiter 8 Stunden arbeitet, aber nur 4 Stunden bezahlt bekommt, sind die anderen 4 Stunden Mehrwert und das funktioniert auch ohne neuen Fortschritt.

Wer das nicht versteht, hat die Grundlagen des Kapitalismus nicht kapiert....
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Nein. Dafür habe ich ja das Beispiel mit der Autotür gebracht. Produziert ein Arbeiter eine Autotür, hat diese im Prinzip erst einmal überhaupt keinen Wert, da niemand eine einzelne Autotür benötigt. Erst durch das Zusammenfügen der einzelnen Teile zu einem Auto entsteht ein Gesamtwert, der höher ist als die Summe der Einzelteile. Und nicht zuletzt stellt der Unternehmer die Maschinen zur Verfügung (der Arbeiter muss keine eigene mitbringen) und organisiert das ganze. Dafür bekommt er eben auch einen Anteil am Verkaufspreis. Im Gegensatz zum Festangestellten ist das ein flexibler Anteil, der, wenn es schlecht läuft, auch negativ sein kann. Der Arbeiter geht immer mit einem positiven Ergebnis raus.
Die Autotür hat keinen isolierten Wert, das stimmt, aber sie hat 'nen Arbeitswert, der in ihr steckt. Der Arbeiter hat Zeit und Kraft investiert, um sie herzustellen.... Dass sie erst im Auto ihren Preis bekommt ändert nichts daran, dass sie Arbeit enthält...

Der Unternehmer stellt die Maschinen, ja, aber die Maschinen sind auch Produkte von Arbeit. Sie sind vergegenständlichte Arbeit...

Der Unternehmer organisiert, aber er organisiert fremde Arbeit. Dass er einen Anteil am Verkaufspreis bekommt, ist nicht die Belohnung für seine Organisation, es ist die Aneignung von fremder Arbeit...Der flexible Anteil, der auch negativ sein kann, ist sein Risiko, aber das Risiko ist nicht die Arbeit, es ist das Kapital....

Der Arbeiter geht immer mit 'nem positiven Ergebnis raus, weil er seine Arbeitskraft verkauft hat, aber das positive Ergebnis ist sein Lohn, nicht sein Anteil am Wert...

Der Wert der Autotür wird nicht durch den Unternehmer geschaffen, sondern durch den Arbeiter. Der Unternehmer eignet ihn sich an. Das ist der Unterschied zwischen Arbeit und Kapital....
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Der Satz macht keinen Sinn. Was soll ein "Beweis für einen Pofit" sein? Der Profit ist einfach der Gewinn, das ist eine Festlegung und muss nicht bewiesen werden. Bei Angestellten ist der Gewinn ungefähr gleich dem Umsatz. Das ist eine Feststellung.
Der Profit ist nicht einfach der Gewinn, der Profit ist der Teil des Werts der vom Arbeiter geschaffen wird, aber nicht an ihn ausgezahlt wird....

Wenn der Arbeiter seine Arbeitskraft verkauft, hat er kaum Kosten, das ist richtig, aber das ist kein Beweis für seinen Profit, es ist der Beweis für seine Abhängigkeit....

Der Arbeiter produziert einen Wert, der höher ist als sein Lohn. Die Differenz ist der Profit des Unternehmers.....Das ist keine Feststellung, das ist die Logik des Systems....

Der Angestellte hat keinen Gewinn, er hat einen Lohn und das ist der Unterschied....
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Der Lohn ist sein Profit.
Der Lohn ist kein Profit, der Lohn ist der Preis der Arbeitskraft. Der Profit ist das, was nach dem Lohn übrig bleibt.

Das ist nicht meine Meinung, das ist die Grundlage der kapitalistischen Produktion.

Wer Lohn und Profit gleichsetzt hat die Logik des Kapitals nicht kapiert...


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 08:15
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Der Profit ist nicht einfach der Gewinn, der Profit ist der Teil des Werts der vom Arbeiter geschaffen wird, aber nicht an ihn ausgezahlt wird....
Dieser Satz erklärt für mich noch nicht, wo der Unterschied zwischen Profit und Gewinn ist (du bringst ja zum Ausdruck, dass es einen solchen gibt)?

Der Teil des Werts der vom Arbeiter geschaffen wird, aber nicht an ihn ausgezahlt wird, das ist für den Unternehmer sein Gewinn oder eben Profit - oder nicht?
Und wenn nicht, wo ist der Unterschied?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 08:20
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Ein Teller-Unternehmen kann 100.000 Teller im Jahr produzieren ohne zu wachsen, das ist richtig, aber die Konkurrenz produziert vielleicht 100.001 Teller
Ist kein Problem
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:oder billiger, oder besser, dann hat das Unternehmen 'n Problem....
Ja.... früher nannte man das Fortschritt...

Zu sehen an allen die stolz sind auf kleine stinkende Volkwagen, gebaut vom Volk fürs Volk:


bestand
http://trabiigunterfr.bplaced.net/daten-literatur/daten-literatur.htm

Am Ende hat kein "Mensch" Lust an schlechterem , teurerem Produkt


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 08:40
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Wenn ein Arbeiter 8 Stunden arbeitet, aber nur 4 Stunden bezahlt bekommt, sind die anderen 4 Stunden Mehrwert und das funktioniert auch ohne neuen Fortschritt.

Wer das nicht versteht, hat die Grundlagen des Kapitalismus nicht kapiert....
Mhhh Grundlagen sind:


Screenshot 20260729 083636 Chrome


Ausbeutung gab es auch im Realen Sozialismus oder gehört Mitarbeiter auskommen nicht zur fortschrittlosen Gewinnoptimierung ??
er Chemieunfall in Bitterfeld war einer der folgenschwersten Industrieunfälle in der DDR. Nach einer Vinylchlorid-Explosion im Elektrochemischen Kombinat Bitterfeld (EKB) am 11. Juli 1968 fanden 42 Menschen den Tod, über 270 wurden verletzt
Quelle:

Wikipedia: Chemieunfall in Bitterfeld


Pfusch, Ausbeutung, "egal sein" ist systemlos


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