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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

20.161 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.08.2026 um 13:53
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Frage dazu: warum bricht die Mittelschicht gerade weg?
Weil in Deutschland Arbeit hoch besteuert wird, während Vermögen und Erbe im internationalen Vergleich fast steuerfrei sind :N: Die Mittelschicht trägt die Hauptlast der Sozialsysteme und der Infrastruktur, während sich ÜBERreiche über die Verschonungsregel der Erbschaftsteuer aus der langfristigen Verantwortung für dieses Land herausziehen. Wenn die arbeitende Mitte schrumpft, liegt das an dieser chronischen steuerlichen Schieflage!
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Und dafür zahlt man Steuern auf den Gewinn.
Jo, auch die Unternehmenssteuern finanzieren den laufenden Betrieb des Staates, also in der Gegenwart. Die Erbschaftsteuer ist jedoch eine Steuer, welche die leistungslose Vermögensübertragung zwischen den Generationen regeln soll.

Es geht um die Vermeidung von zu viel Ungleichheit, also Chancengleichheit: Ein Erbe hat für diesen Gewinn keinen Finger gerührt. Warum sollte ein Angestellter jeden Euro seiner harten Arbeit mit bis zu 42 % versteuern, während ein Milliardenerbe auf seine Anteile dank Schlupflöchern 0 % zahlt? Das ist keine Doppelbesteuerung, das ist das Ende der Leistungsgerechtigkeit. Jetzt weisste Bescheid :)


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.08.2026 um 13:59
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Eine Firma, die sich im Wettbewerb befindet, wmöglich mit ausländischen Konkurrenten, heir schon mit hohen Lohnkosten, vergleichsweise noch höheren Lohnnebenkosten, hohen Strompreisen und sehr eng anliegenden Vorschriften belastet ist, kann oft noch eine Belastung nicht verkraften.
Die Erbschaftssteuer muss doch aber der Erbe zahlen, nich das Unternehmen.
Nur mal als Beispiel: Wenn Frau Klatten ihre BMW Anteile vererbt, meinst du das dann BMW die Erbschaftssteuer zahlt und BMW dann weniger wettbewerbsfähig wird?

Ne, ne Erbschaftssteuer belastet in keinem Fall das vererbte Unternehmen.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.08.2026 um 14:00
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Die Privilegien im derzeitigen Erbrecht (wie die Verschonungsregel für Betriebsvermögen) nutzen nicht dem Generationswechsel im Mittelstand, sondern ermöglichen es ÜBERreichen, sich mit iwelchen Holdingstrukturen der gesellschaftlichen Verantwortung (faire Besteuerung) zu entziehen. Infrastruktur, Sicherheit, Bildung usw. werden nicht aus Steuerschlupflöchern finanziert, sondern mit Steuergerechtigkeit. Wohlstand für alle, nicht nur für Erben! Und deshalb
@mitH2CO3

Die von Dir zitierten Überreichen, die bspw erhebliche Anteile an globalen Konzernen halten, werden auch dann wenn Mastermind Klingbeil reinbeißen möchte, Wege finden, das zu verhindern, kleinere Firmen, die auch weniger global verteilt sind, haben diese Möglichkeiten nicht.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Den Acker einer Firma bestellt auch niemand ganz allein. Der Staat baut die Straßen, auf denen die Waren transportiert werden. Er stellt die Rechtssicherheit und die Gerichte, die Eigentum und Verträge schützen. Und vor allem finanziert die Allgemeinheit über Steuern das Bildungssystem, das die hochqualifizierten Fachkräfte hervorbringt, ohne die kein Unternehmen der Welt heute existieren könnte. Wir sprechen von moderner Symbiose im 21. Jahrhundert. Wer Wohlstand generiert, tut dies auf dem Fundament einer starken, funktionierenden Gesellschaft. Sich beim Erbfall komplett aus der Mitfinanzierung dieses Fundaments herauszuschleichen, ist mMn. unsolidarisch gegenüber der nächsten Generation, die diesen Acker auch noch nutzen will.
Sollen denn die Unternehmen dann nur noch Erbschaftssteuern zahlen und die ganzen anderen Abgaben, die sie ja auch regelmäßig zahlen, nicht mehr? Außerdme leisten Unternehmen ja selbst auch einen erheblichen Teil der Ausbildung oder zählt die nicht?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.08.2026 um 14:00
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Weil in Deutschland Arbeit hoch besteuert wird, während Vermögen und Erbe im internationalen Vergleich fast steuerfrei sind :N:
Also, Erbschafts- und Vermögenssteuer einführen und die anderen Steuern auf internationalen Vergleich senken?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:ie Erbschaftsteuer ist jedoch eine Steuer, welche die leistungslose Vermögensübertragung zwischen den Generationen regeln soll.
Wieso muss man das regeln?
Könnte ich erben und deine Vorschläge würden kommen, würde ich erwarten dass ich für ihre Pflege und dass was ich als Kind zahlen müsste abgezogen wird.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ein Erbe hat für diesen Gewinn keinen Finger gerührt.
Und was rührt ein Grundsicherungsempfänger (kein Aufstocker)um am diesen Erbe beteiligt zu werden?
Wieso soll zB ein Fremder Geld aus meinem Erbe leistungslos Geld bekommen aber mein Kind muss darauf Steuern zahlen?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Es geht um die Vermeidung von zu viel Ungleichheit, also Chancengleichheit: Ein Erbe hat für diesen Gewinn keinen Finger gerührt. Warum sollte ein Angestellter jeden Euro seiner harten Arbeit mit bis zu 42 % versteuern, während ein Milliardenerbe auf seine Anteile dank Schlupflöchern 0 % zahlt? Das ist keine Doppelbesteuerung, das ist das Ende der Leistungsgerechtigkeit. Jetzt weisste Bescheid :)
Schon längs bin ich im Bilde - es wird so enden dass alle 50% zahlen, egal ob sie arbeiten oder erben.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.08.2026 um 14:05
@kuno7

Die Erben von Frau Klatten sind vielleicht kein so gutes Beispiel. Wie ist das mit einem großen Handwerksbetrieb, den die Tochter erbt?
Wovon soll die das bezahlen, wenn nicht aus dem Betriebsgewinn? Wir nehmen mal an, dass die nicht unbedingt einen Duckschen Geldspeicher zur Verfügung hat. Und die wird nicht gleichzeitig in das Unternehmen investieren können und auch noch die Erbschaftssteuer abzahlen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.08.2026 um 14:30
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Es geht nicht um "Tax the Germans", sondern darum, die arbeitenden Deutschen endlich zu entlasten, indem sich die reichsten 1 % angemessen beteiligen. Ist das jetzt verständlicher?
Richtig entlasten. Den ganzen Apparat mal den Geldhahn enger drehen und damit meine Ich den Staat.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Es geht um die Vermeidung von zu viel Ungleichheit, also Chancengleichheit: Ein Erbe hat für diesen Gewinn keinen Finger gerührt. Warum sollte ein Angestellter jeden Euro seiner harten Arbeit mit bis zu 42 % versteuern, während ein Milliardenerbe auf seine Anteile dank Schlupflöchern 0 % zahlt? Das ist keine Doppelbesteuerung, das ist das Ende der Leistungsgerechtigkeit. Jetzt weisste Bescheid :)
Dieses Maerchen kann Ich langsam auch nicht mehr hoeren. Chancengleichheit.

Abgesehen davon, dass 42% viel zu viel sind, traegt der Arbeitnehmer welches Risiko? Stimmt, vorallem im Paradies Germany: 0%.

Der kommt morgens, geht nachmittags und streicht am Ende sein Gehalt ein. Richtig.

Der Unternehmer, kommt morgens, geht Abends und muss zusehen dass die Kohlen gluehen. Sonst hat er nichts und Arbeiter auch nichts. Und hier in good old Germania wird es gerade Selbststaendigen und Unternehmen sowas von kuenstlich alles erschwert und zusaetzlich noch mehr und noch mehr Belastung. Kein Wunder dass immer mehr zumachen.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Und was rührt ein Grundsicherungsempfänger (kein Aufstocker)um am diesen Erbe beteiligt zu werden?
Wieso soll zB ein Fremder Geld aus meinem Erbe leistungslos Geld bekommen aber mein Kind muss darauf Steuern zahlen?
Sorry wenn Ich das so sage aber Ich lehne mich weit aus dem Fenster:

Die die halt nichts erben, sind halt zu faul gewesen und haben sich gerade darauf verlassen, von anderen Geld zu bekommen. Natuerlich weinen die jetzt und jammern wegen Erbschaftssteuer.

Der, der was zu vererben hat, hat oftmals was dafuer getan um in die Lage zu kommen.


Fuer mich ist und bleibt es eine reine Abzocke an den Leuten, die was reissen und reissen wollen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.08.2026 um 14:33
Zitat von vx110vx110 schrieb:Die die halt nichts erben, sind halt zu faul gewesen und haben sich gerade darauf verlassen, von anderen Geld zu bekommen
Ich schlage vor, du liest dir diesen lustigen Satz noch einmal in Ruhe durch.

Du findest den Fehler sicherlich.


Glaube ich.



Das ist nicht "weit aus dem Fenster gelehnt", das ist "mit Anlauf aus dem 10. Stock gesprungen".


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.08.2026 um 15:11
Zitat von StirnsängerStirnsänger schrieb:Arbeiter arbeiten mit ihren Händen, du Genie.
Du hast den Kontext nicht verstanden.. gut. Da kann man nichts machen.
Zitat von StirnsängerStirnsänger schrieb:Dir ist einfach deine Metapher ins Gesicht explodiert und jetzt windest du dich.
Beleidigen klappt doch immer wenn die Argumente ausgehen, stimmts? ;)


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.08.2026 um 15:50
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Du hast den Kontext nicht verstanden.. gut.
Er war sehr einfach zu verstehen.
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Beleidigen klappt doch immer wenn die Argumente ausgehen, stimmts? ;)
Wahrscheinlich, aber bitte erkläre mir doch hier mal die Beleidigung!


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.08.2026 um 15:55
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Die von Dir zitierten Überreichen, die bspw erhebliche Anteile an globalen Konzernen halten, werden auch dann wenn Mastermind Klingbeil reinbeißen möchte, Wege finden, das zu verhindern, kleinere Firmen, die auch weniger global verteilt sind, haben diese Möglichkeiten nicht.
Eben, das ist auch sehr ungerecht. Das Thema war bereits drei Mal anhängig. Nochmal kann man die Umsetzung kaum verschieben, wäre doch weder vertretbar noch darstellbar.
1. Mal (1995): Das Gericht rügte, dass Immobilien und Grundvermögen bei der Erbschaftsteuer viel zu niedrig und ungleich im Vergleich zu Geldvermögen bewertet wurden.
2. Mal (2006): Karlsruhe erklärte das Gesetz erneut für verfassungswidrig, weil die unterschiedlichen Bewertungsmethoden für verschiedene Vermögensarten (z. B. Betriebsvermögen vs. Bargeld) gegen den allgemeinen Gleichheitssatz des Grundgesetzes verstießen.
3. Mal (2014): Das bis heute wichtigste Urteil. Das Gericht entschied am 17. Dezember 2014, dass die maßlosen Steuerbefreiungen und Privilegien für Unternehmens- und Betriebsvermögen unverhältnismäßig und verfassungswidrig sind.
Google KI

Das Bundesverfassungsgericht verhandelt am 13. Oktober genau darüber, dass diese extremen Privilegien für Großvermögen verfassungswidrig sind. Der Staat kann Gesetze so formulieren, dass Schlupflöcher geschlossen werden, man muss es politisch wollen und umsetzen.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Sollen denn die Unternehmen dann nur noch Erbschaftssteuern zahlen und die ganzen anderen Abgaben, die sie ja auch regelmäßig zahlen, nicht mehr? Außerdme leisten Unternehmen ja selbst auch einen erheblichen Teil der Ausbildung oder zählt die nicht?
Die betriebliche Ausbildung im dualen System ist eine beachtliche Leistung der Wirtschaft, aber sie baut auf einem Fundament auf, das zu 100% von der Allgemeinheit finanziert wird. Bevor ein Azubi im Betrieb anfängt, hat die Gesellschaft bereits mindestens 9 bis 10 Jahre Schule, staatlich finanzierte Lehrer, Kitabetreuung, Sportplätze und Lese-Lern-Angebote etc. bezahlt. Ohne die staatliche "Vorleistung" gäbe es niemanden, den ein Unternehmen überhaupt ausbilden könnte.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.08.2026 um 15:55
Zitat von StirnsängerStirnsänger schrieb:Ich schlage vor, du liest dir diesen lustigen Satz noch einmal in Ruhe durch.

Du findest den Fehler sicherlich.


Glaube ich.



Das ist nicht "weit aus dem Fenster gelehnt", das ist "mit Anlauf aus dem 10. Stock gesprungen".
Ich habe Ihn mir mehrmals durchgelesen. Und komme immer wieder zu einer Erkenntnis: Daran ist nichts falsch.

Es geht hier um mehr wie, Ich habe 10.000€ zu vererben. Und um mehr zu vererben wie 10.000€ und Ich denke, dass du das auch weißt, um welche Größenordnung hier geht, dann würde Ich gerne mal wissen, wie man es dazu schafft, außer im Lotto zu gewinnen.

Da hat wohl in der Familie mal jemand hart geackert und es zu etwas gebracht. Ich wüsste auch nicht, dass Reichtum einem immer so zufliegt.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.08.2026 um 16:17
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Also, Erbschafts- und Vermögenssteuer einführen und die anderen Steuern auf internationalen Vergleich senken?
Wer will schon Steuersätze auf dem Niveau von Steueroasen ... außer Herr Apex :ask: Wir wollen hier weiterhin in gute Schulen, das Schienennetz und eine funktionierende öffentliche Sicherheit investieren. Aber ja: Wenn die obersten 1% über eine verfassungskonforme Erbschaftsteuer endlich ihren fairen Beitrag leisten, schafft das einen finanziellen Spielraum, um die Einkommensteuer für die arbeitende Mitte zu senken und die Lohnnebenkosten für den Mittelstand zu decken. Das Ziel ist ein Steuersystem, das Leistung belohnt, statt das arbeitsfreie, leistungslose Vererben von Milliarden-Dynastien zu privilegieren.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wieso muss man das regeln?
Könnte ich erben und deine Vorschläge würden kommen, würde ich erwarten dass ich für ihre Pflege und dass was ich als Kind zahlen müsste abgezogen wird.
Weil wir nicht in einer neofeudalen Erb-Dynastie leben wollen, odda? Wenn ein winziger Teil der Bevölkerung Milliarden leistungslos einstreicht, während die große Mehrheit trotz harter Arbeit kaum Vermögen aufbauen kann, zerstört das den sozialen Zusammenhalt und die Chancengleichheit.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Und was rührt ein Grundsicherungsempfänger (kein Aufstocker)um am diesen Erbe beteiligt zu werden?
Wieso soll zB ein Fremder Geld aus meinem Erbe leistungslos Geld bekommen aber mein Kind muss darauf Steuern zahlen?
Steuern fließen doch nicht eins zu eins auf das Konto von Einzelpersonen, sondern in das Gemeinwesen. Das weißt Du genau. Mit der Erbschaftsteuer wird kein "Fremder leistungslos reich". Wasn Spinnkram. Davon werden die Sanierung von Schulen, die Gehälter von Polizisten, der Ausbau des ÖPNV, funktionierende Krankenhäuser und die Schieneninfrastruktur bezahlt – also genau das Fundament, auf dem die Wirtschaft steht. Davon profitiert am Ende jeder, auch die nachfolgende Generation.

Die Ironie bei Deiner Frage ist überdeutlich. Ein Kind, das ein Milliardenvermögen erbt, hat für diesen Wohlstand exakt genauso viel geleistet wie der von Dir angeführte Grundsicherungsempfänger: gar nichts. Es ist die Spermalotterie die das Millardärskind ausmacht, sonst nix.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Schon längs bin ich im Bilde - es wird so enden dass alle 50% zahlen, egal ob sie arbeiten oder erben.
Ja bestimmt. Die Erbschaftsteuerreform muß in Wahnsinn und Siechtum enden☝️ Ansonsten hätte man ja auch nix um den Status Quo zu verteidigen ... :D


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.08.2026 um 16:42
Zitat von vx110vx110 schrieb:Der Unternehmer, kommt morgens, geht Abends und muss zusehen dass die Kohlen gluehen. Sonst hat er nichts und Arbeiter auch nichts. Und hier in good old Germania wird es gerade Selbststaendigen und Unternehmen sowas von kuenstlich alles erschwert und zusaetzlich noch mehr und noch mehr Belastung. Kein Wunder dass immer mehr zumachen.
Jo, dem stimme ich zu. Die Unternehmer sollten entlastet werden.

Bist Du eigentlich immer noch nicht weg? Was macht Ihr Auswanderer Euch ständig einen Kopp um dieses Land, das Ihr doch verlassen habt? Ist das Heimweh doch so groß oder was?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.08.2026 um 16:56
Hier ein cooler Vorschlag von mir, ausgehend von der existierenden, aktuellen Situation:

Wer Einkommen erzielt, zahlt darauf Steuern. Wer dieses bereits versteuerte Geld wieder ausgibt und sich beispielsweise eine Bratpfanne kauft, zahlt darauf noch einmal Steuern. Der Bratpfannenverkäufer zahlt auf seinen Gewinn durch den Verkauf wiederum Steuern. Also kurz gesagt, bei einer Bratpfannenverkaufsaktion zahlt der Käufer Steuern und der Verkäufer auch.

Hier nun meine Idee, warum so ein System nicht aufs Erben erweitern? Im Todesfall werden erst einmal Steuern auf den Erblasser fällig, die sozusagen der Verstorbene zu zahlen hat, rückwirkend oder eben als Reaktion auf seinen Tode. Die Erben müssen für ihre Einkünfte aus der Erbmasse ebenfalls Steuern zahlen. So kann der Staat noch mehr an Steuern einnehmen und die Steuer-Fans sind glücklich - die Steuersätze müssten natürlich gleich hoch bleiben. Macht das doch einfach mal in Deutschland! Dass der Erblasser davonkommt, ohne einen Cent Steuern zu zahlen geht doch überhaupt nicht.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.08.2026 um 16:58
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Die Erbschaftssteuer muss doch aber der Erbe zahlen, nich das Unternehmen.
Das kommt doch auf die Art des Unternehmens an. Bei einer Personengesellschaft erbst du das Unternehmen samt allen, was da dazu gehört und du haftest eben vollumfänglich, da gibt es keine Trennung zwischen privat und geschäftlich.

Bei Kapitalgesellschaften zahlt der Gesellschafter dann doch auf seinen prozentualen Anteil an der Firma, die vielleicht gar nicht die Summen an ihren Anteilseigner ausschüttet, um das bezahlen zu können. Das wäre dann ohne Verschonung wohl auch das Ende der Firma.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Ne, ne Erbschaftssteuer belastet in keinem Fall das vererbte Unternehmen.
Nöö, in vielen Fällen würde sie eben doch belasten, besonders oft die mittelständischen Unternehmen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.08.2026 um 17:06
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Jo, dem stimme ich zu. Die Unternehmer sollten entlastet werden.

Bist Du eigentlich immer noch nicht weg? Was macht Ihr Auswanderer Euch ständig einen Kopp um dieses Land, das Ihr doch verlassen habt? Ist das Heimweh doch so groß oder was?
Sag mal was ist mit dir los? Kann es sein das du extremst neidisch bist oder warum triggert dich das so? Kann Ich aber verstehen, nachdem Ich viel von dir gelesen habe. Oder hast du sonst nichts zum Thema beizutragen außer Privates?

Zur deiner Info, Ich habe immer noch meine kleine Hütte in D und behalte die auch erstmal. Und zur Info, mir gehts bestens und einen schönen sonnigen Gruß aus den Staaten.

Um deine Frage zu beantworten:

Ich mache mir immer noch ein Kopf um Deutschland, weil es das Land ist, wo Ich aufgewachsen bin. Allerdings hat sich dieses Land meiner Meinung nach komplett total desaströs entwickelt, wo Faulheit belohnt wird und Gepuckel bestraft wird.

Du wirst mich nicht davon abhalten oder einschüchtern meine Meinung weiterhin in diesem Forum zu schreiben.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.08.2026 um 17:33
Zitat von ToxidToxid schrieb:Die durchschnittliche Gewinnmarge von Unternehmen in Deutschland liegt bei etwa 8 %. Bei schon kleineren Firmen, die zwischen 500.000 und einer Million Euro wert sind, sind schon locker 20 % Erbschaftssteuern drin.
Ja und? 8% von ner Million sind 80.000€ pro Jahr.
20% Erbschaftssteuer wären 200.000€ und die kann bis zu 10Jahre gestundet werden.
Wären dann also 20.000€ pa. Steuer bei 80.000€ Gewinn. Scheint mir ein guter Deal zu sein, zumal ja noch Freibeträge dazu kommen.
Zitat von ToxidToxid schrieb:Was ist denn das für eine Logik? Na sicher können Firmen viel Wert haben, obwohl sie nur geringe Gewinne oder sogar Verluste erzielen.
Sicher geht das, is aber eher nich die Regel.
Wenn so ein Unternehmen aber tatsächlich so viel Wert is, dann lässt sich das auch verkaufen oder es stellen sich später die Gewinne ein, schließlich hat man ja 10 Jahre Zeit um die Steuer zu zahlen.
Zitat von ToxidToxid schrieb:Nicht jedes Unternehmen lässt sich einfach mal so verkaufen, schon gar nicht kleinere und mittlere Unternehmen, die am besten noch hoch spezialisiert sind.
Ich sagte ja auch nichts von „einfach so“, nur dass es grundsätzlich möglich is.
Zitat von ToxidToxid schrieb:Wenn die Erbschaftssteuer das liquide Privatvermögen übersteigt, dann wäre schon mal ein Punkt erreicht, an dem es sinnvoll ist,
Warum das denn? Unternehmen erwirtschaften in der Regel Gewinne, das is ja deren Hauptzweck. Warum sollte man die Erbschaftssteuern nich einfach aus den Gewinnen zahlen können? Ich würde so machen.
Zitat von ToxidToxid schrieb:Erst recht, wenn man als Erbe zweiten oder dritten Grades eigentlich keine Ambitionen hat, als Geschäftsführer in die Privatwirtschaft einzusteigen.
Was hat das mit ner Erbschaftssteuer zutun? Wenn ich selbst den Laden nich führen will, dann stell ich entweder jemanden ein, der das macht oder ich verkaufe den Laden. Wenn der Laden unverkäuflich is, schlage ich das Erbe aus.
Das alles würde ich immer so machen, egal ob ich Erbschaftssteuer zahlen muss oder nich.
Zitat von ToxidToxid schrieb:Das kommt doch auf die Art des Unternehmens an. Bei einer Personengesellschaft erbst du das Unternehmen samt allen, was da dazu gehört und du haftest eben vollumfänglich, da gibt es keine Trennung zwischen privat und geschäftlich.
Auch hier, was hat das mit der Erbschaftssteuer zutun? Die Erbschaftssteuer zahlt immer der Erbe, egal ob Personen- oder Kapitalgesellschaft.
Zitat von ToxidToxid schrieb:Nöö, in vielen Fällen würde sie eben doch belasten, besonders oft die mittelständischen Unternehmen.
Zeig das mal konkret an nem Beispiel!

kuno


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24.08.2026 um 17:57
Zitat von vx110vx110 schrieb:llerdings hat sich dieses Land meiner Meinung nach komplett total desaströs entwickelt, wo Faulheit belohnt wird und Gepuckel bestraft wird.
Schön, dass es dir in den USA so gut gefällt, und danke für die sonnigen Grüße! Niemand will dich einschüchtern. In einer lebendigen Demokratie muß man jede Meinung aushalten, eben auch das permanente Deutschland-Bashing aus der Ferne.

Aber wenn wir schon über das "Gepuckel" reden, das angeblich bestraft wird: genau das ist doch mein Punkt! Wer in diesem Land jeden Tag hart arbeitet, zahlt hohe Steuern und Abgaben. Wer hingegen das Glück hat, ein Milliardenvermögen oder iwelche verschachtelten Holdingstrukturen zu erben, geht dank verfassungswidriger Schlupflöcher oft mit 0 Prozent Steuern raus. Das ist die eigentliche Bestrafung der Leistungsträger. Das arbeitsfreie Lotterieglück an der Spitze wird geschont, während die arbeitende Mitte die Hauptlast trägt. Genau das sollte geändert werden: Arbeit und Leistung steuerlich entlasten, leistungsloses Milliarden-Erbe fair beteiligen. Das hat nichts mit Neid zu tun (ich nehme an, dass hier auch keine Milliardäre unterwegs sind), sondern mit Leistungsgerechtigkeit. Wer Leistung belohnen will, muss die Privilegien der Erb-Dynastien beenden.

Sonnige Grüße zurück!


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.08.2026 um 17:59
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Aber wenn wir schon über das "Gepuckel" reden, das angeblich bestraft wird: genau das ist doch mein Punkt! Wer in diesem Land jeden Tag hart arbeitet, zahlt hohe Steuern und Abgaben. Wer hingegen das Glück hat, ein Milliardenvermögen oder iwelche verschachtelten Holdingstrukturen zu erben, geht dank verfassungswidriger Schlupflöcher oft mit 0 Prozent Steuern raus. Das ist die eigentliche Bestrafung der Leistungsträger.
Wirso habe ich das dumpfe Gefühl, dass unsere Turbokapitalisten hier etwas anderes meinen?


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24.08.2026 um 17:59
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Die Erben von Frau Klatten sind vielleicht kein so gutes Beispiel.
Warum is das kein gutes Beispiel?
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Wie ist das mit einem großen Handwerksbetrieb, den die Tochter erbt?
Wovon soll die das bezahlen, wenn nicht aus dem Betriebsgewinn?
Wer sagt, sie soll es noch aus dem Betriebsgewinn zahlen? Is doch die sinnvollste Lösung.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Und die wird nicht gleichzeitig in das Unternehmen investieren können und auch noch die Erbschaftssteuer abzahlen.
Investitionen erfolgen ja im Normalfall nich aus den Gewinnen, denn Gewinne müssen ja versteuert werden.
Wenn in das Unternehmen allerdings so stark investiert werden muss, dass dadurch langfristig keine Gewinne erwirtschaftet werden können, dann würde ich das Erbe wohl ausschlagen.
Ich würde mich ja auch sonst nich an Unternehmen beteiligen, in das ich auch noch investieren muss, damit überhaupt mal Gewinne entstehen, es sei denn, die erhofften Gewinne in der Zukunft wären so hoch, dass sich das Risiko lohnt. So ein Unternehmen würde ich aber auch erben wollen.

Das wird aber so auch nich die Regel sein. Die meisten Unternehmen erwirtschaften Gewinne, auch ohne das der Eigentümer ständig aus dem Privatvermögen reinbuttern muss. Wozu sollte man auch so ein Unternehmen betreiben oder erben wollen.
Gut laufende Unternehmen finanzieren den Lebensunterhalt des Unternehmers und nich umgekehrt und um schlecht laufende Unternehmen, in die man erst groß investieren muss, damit sie vielleicht mal Gewinn abwerfen is es nich Schade.

kuno


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