Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle
um 09:52Das butterst du unter.....in "die Armen Mieter, die gezwungen werden in Malle zu konsumieren, statt am Häuschen zu bauen"abbacbbc schrieb:Du Bitterstoffe das unter in "die Armen Mieter, die gezwungen werden in Malle zu konsumieren, statt am Häuschen zu bauen"
Und du überschätzt deren Anteil !!peekaboo schrieb:Menschen....Viele arbeiten nicht nur für Geld, sondern für Sinn
Interessant ist ein oft genanntes Beispiel aus der DDR: Private Hausgärten und kleine Privatparzellen machten nur einen kleinen Teil der landwirtschaftlichen Fläche aus, lieferten aber einen überproportionalen Anteil an Obst, Gemüse und teilweise Fleisch. Das wird von vielen Ökonomen als starkes Indiz dafür gesehen, dass Eigentum und direkte persönliche Anreize die Produktivität steigern können.Quelle: ChatGPT allgemeines Wissen
Auch international gibt es ähnliche Erfahrungen:
In der Sowjetunion waren private Nebengrundstücke oft wesentlich produktiver pro Fläche als die großen Kolchosen.
In China stieg die landwirtschaftliche Produktion Anfang der 1980er Jahre deutlich an, nachdem das Kollektivsystem gelockert und Familien wieder stärker für ihre eigenen Erträge verantwortlich wurden⁷.
Deshalb vertreten viele Ökonomen heute die Auffassung, dass materielle Anreize besonders stark sind, vor allem bei routinemäßiger oder unangenehmer Arbeit. Intrinsische Motivation – also Sinn, Interesse oder Gemeinschaft – spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, reicht aber nach bisherigem Forschungsstand bei großen Volkswirtschaften meist nicht aus, um allein dauerhaft hohe Produktivität über alle Tätigkeiten hinweg sicherzustellen.
Aber dann kommen wir mal zu dem Punkt, den Apex auch anfragt:
@peekaboo:
Wie verteilst du Mangel ???
ChatGPT sagt unter obigen Prämissen und Schlussfolgerungen:
Ja, genau diese Frage beschäftigt viele politische Philosophen und Ökonomen. Wenn man Ihre Prämissen akzeptiert – also:Quelle: ChatGPT.
* Grundbedürfnisse sind gedeckt,
* Menschen reagieren zumindest teilweise auf Anreize,
* unangenehme Arbeiten müssen trotzdem erledigt werden,
dann stellt sich tatsächlich die Frage: **Wie verhindert man das Trittbrettfahrerproblem?**
Deshalb unterscheiden sich moderne Konzepte oft deutlich vom klassischen Marxismus.
Sie würden typischerweise Elemente wie diese enthalten:
* **Kleine, überschaubare Einheiten**, in denen Leistung sichtbar ist. In einer Gruppe von 10–30 Personen fällt schnell auf, wer dauerhaft nichts beiträgt. In einer Organisation mit 100.000 Beschäftigten geht das leichter unter.
* **Persönliche Verantwortung** für ein Projekt, eine Werkstatt oder einen Betrieb statt anonymer Kollektive.
* **Leistungsanreize**, die nicht unbedingt nur Geld sein müssen, sondern z. B. Gewinnbeteiligung, zusätzliche Freizeit, mehr Mitspracherecht oder höheres Ansehen.
* **Möglichkeiten, dauerhaft geringe Leistung zu sanktionieren**, etwa durch Versetzung, geringere Beteiligung oder im Extremfall Ausschluss aus einer Gemeinschaft.
Tatsächlich finden sich solche Überlegungen bei vielen neueren sozialistischen oder genossenschaftlichen Modellen. Sie sagen im Grunde: *Der Markt muss nicht vollständig verschwinden, aber Eigentum und Gewinne sollen anders verteilt werden.*
Interessant ist, dass sich hier die ideologischen Lager oft annähern. Auch moderne Unternehmen versuchen, die Organisation in **kleine Teams mit Ergebnisverantwortung** zu zerlegen, weil Menschen dort stärker Verantwortung übernehmen als in anonymen Großstrukturen.
Der entscheidende Konflikt bleibt allerdings bestehen:
* Je stärker Leistung individuell belohnt wird, desto näher kommt das System marktwirtschaftlichen Prinzipien.
* Je stärker Einkommen und Versorgung unabhängig von der Leistung werden, desto größer wird das Risiko, dass manche ihren Beitrag reduzieren.
Die ökonomische Forschung bezeichnet das als **Anreizproblem** oder **Principal-Agent-Problem**. Es ist eines der zentralen Probleme jeder großen Organisation – egal ob staatlich, privat oder genossenschaftlich.
Deshalb würden viele Ökonomen sagen: **Ein funktionierendes Wirtschaftssystem braucht einen Mechanismus, der Leistung und Konsequenzen zumindest teilweise miteinander verknüpft.** Dieser Mechanismus muss nicht ausschließlich Geld sein, aber wenn er völlig fehlt, zeigen sowohl historische Erfahrungen (etwa Teile der Landwirtschaft in der DDR oder der Sowjetunion) als auch viele theoretische Modelle, dass Produktivität und Eigeninitiative tendenziell leiden können.
Die offene Frage ist dann weniger **ob** ein Leistungsgedanke nötig ist, sondern **wie stark** er sein muss und **welche Form** er annehmen sollte. Genau darüber unterscheiden sich liberale, sozialdemokratische, genossenschaftliche und sozialistische Konzepte erheblich.
Man tauscht also Zwänge per Geld aus in Zwänge in Sozialstrukturen.
Du möchtest wahrscheinlich gar nichts und Mangel gibt es einfach nicht, ggf findet man jemanden den man einfach nicht versorgt ??
Das ist eine sehr interessante historische Frage. Die Antwort lautet: **Es gab beides.** Welche Strategie gewählt wurde, hing stark von den politischen Institutionen, der Infrastruktur und den moralischen Vorstellungen der jeweiligen Gesellschaft ab.Quelle: chatGPT
### 1. Kollektive Verteilung des Mangels
Viele Gesellschaften versuchten, Ernteausfälle möglichst breit zu verteilen.
Beispiele:
* **Mittelalterliche Städte in Europa** legten Getreidespeicher an, verboten zeitweise den Export von Getreide oder setzten Höchstpreise fest.
* Viele Fürsten öffneten in Hungerjahren ihre Kornspeicher oder senkten Steuern.
* In der Neuzeit entstanden Armenfürsorge und Getreidemagazine, um Hungersnöte abzumildern.
Das Ziel war meist: **Alle bekommen weniger, aber möglichst niemand verhungert.** Vollständig gelang das allerdings oft nicht.
### 2. Ungleiche Verteilung – manche litten deutlich stärker
Historisch war dies wahrscheinlich sogar häufiger.
Bei Hungersnöten traf es meist zuerst:
* Landlose Tagelöhner,
* arme Stadtbewohner,
* Menschen ohne Eigentum oder soziale Netzwerke.
Großgrundbesitzer, Adel oder wohlhabende Händler konnten häufig weiter Nahrung kaufen oder Vorräte nutzen.
### 3. Politisch verursachte Hungersnöte
Hier gibt es Beispiele, bei denen bestimmte Bevölkerungsgruppen besonders betroffen waren.
* In der Sowjetunion während des **Holodomor** 1932/33 starben Millionen Menschen in der Ukraine. Historiker diskutieren bis heute über Ursachen und Absicht, aber unstrittig ist, dass der Staat trotz der Hungersnot Getreide beschlagnahmte und Ausreisen erschwerte. Die Belastung war also keineswegs gleichmäßig verteilt.
* Während des **Großen Sprungs nach vorn** in China (1959–1961) führten Fehlplanungen, Zwangskollektivierung und falsche Ertragsmeldungen zu einer der größten Hungersnöte der Geschichte. Auch hier wurden staatliche Abgaben teilweise weiter eingezogen, obwohl die Landbevölkerung bereits hungerte.
### 4. Demokratien
Ein bemerkenswerter Befund stammt vom Ökonomen Amartya Sen. Er argumentierte, dass **funktionierende Demokratien mit freier Presse praktisch keine großen Hungersnöte erleben**, weil Regierungen politisch gezwungen sind zu reagieren. Das bedeutet nicht, dass es keine Ernährungskrisen gibt, aber sie werden meist durch Importe, Hilfsprogramme oder Transfers abgefedert.
### Ein grundsätzliches Muster
Interessanterweise zeigen viele historische Beispiele, dass Staaten in existenziellen Krisen häufig **nicht** völlig gleich verteilen. Selbst wenn offiziell Gleichheit propagiert wird, werden oft bestimmte Gruppen bevorzugt – sei es aus wirtschaftlichen, militärischen oder politischen Gründen. Eine vollständig egalitäre Verteilung extremer Knappheit war historisch eher die Ausnahme als die Regel.



