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Das bedingungslose Grundeinkommen

Das bedingungslose Grundeinkommen

17.09.2014 um 12:47
@Epico
Das die Vorraussetzungen andere sind ist mir schon klar. Aber auch ein reicher fauler wird nicht das werden können was er am liebsten machen würde. Das ist der Punkt.

Im übrigen war ja die Frage, ob es jemals so eine Zeit gab in der Menschen wirklich frei waren das zu tun was sie wollten? Wahrscheinlich nur im Paradies.


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Das bedingungslose Grundeinkommen

17.09.2014 um 12:56
Ich denke eher der Punkt ist, dass der Reiche die Möglichkeit hat, sie aber nicht nutzt und andere hätten sie vielleicht genutzt wenn sie die Möglichkeit gehabt hätten. Mit dem BGE wären die Ungleiverhältnisse zumindest mal in großen Teilen ausgegleichen.

In manchen Aspekten waren sie es sicherlich, in anderen wieder nicht. Aber dank dem was wir uns in den letzten 100 Jahren aufgebaut haben, wäre es das erste mal möglich diese Freiheit wirklich zu schaffen oder zumindest näher ran zurücken.


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Das bedingungslose Grundeinkommen

17.09.2014 um 12:58
@Epico
Epico schrieb:Götz Werner sagt, und da geb ich ihm Recht, "der Mensch ist ein Tätigkeitswesen". Wir wollen was tun. Klar kann man sich auch mal 1-2 Jahre auf die faule Haut legen, aber dann wirds fast allen langweilig!
Da muss ich widersprechen. Ich glaube, dass viele Menschen Faulpelze sind, mich eingeschlossen. Ich habe immer erst auf den letzten Drücker vor Klausuren gelernt, wenn es eben nicht mehr anders ging.
Ich könnte mich prima über Jahre hinweg beschäftigen, ohne auch nur irgendwas für andere werthaltiges zu produzieren. Ich hätte z.B. gar kein Problem mal ein Jahr bei WoW zu verschwinden, da reichen 1000 € pro Monat auf jeden Fall.
Wenn ich dann nach Jahren mal wieder Lust habe, was zu tun, dann kann ich ja erstmal nichts, da ich aus meinem alten Job raus bin.
Und wir leben in unserer Gesellschaft eben auch nicht so komfortabel und luxuriös, weil wir so viele Mallehrer, Hobbyfotografen, etc. haben.


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Das bedingungslose Grundeinkommen

17.09.2014 um 13:00
@Epico
Wenn deine intrinsische Motivation nicht ausreicht dann wirst du auch als reicher nix werden. Wenn sie ausreicht, dann ist es auch ziemlich egal wenn du arm bist.


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17.09.2014 um 13:05
stanmarsh schrieb:wir leben in unserer Gesellschaft eben auch nicht so komfortabel und luxuriös, weil wir so viele Mallehrer, Hobbyfotografen, etc. haben
Danke für den Hinweis. Den nächsten, der mich anschnorrt, verweise ich auf die gesellschaftszerstörerischen Touristen mit Fotoapparat.

Aber das mit den "Mallehrern" verstehe ich nicht. Meinst du diejenigen, die Lehrlinge im Malberuf ausbilden, oder Leute, die Kinder und Jugendliche in Kunst lehren?

Wenn 1: Was ist an Malermeistern unproduktiv?
Wenn 2: Was denkst du, wieviele Menschen in grafischen Berufen arbeiten?


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17.09.2014 um 13:15
@Narrenschiffer

Ich habe das etwas aus dem Kontext gerissen. Grundsätzlich halte ich kunstschaffende Menschen in unserer Gesellschaft für unentbehrlich und ohne Kunst und Kultur können wir kein lebenswertes Leben führen.

Mein Text bezog sich direkt auf meinen vorherigen Post. Da habe ich geschrieben, dass ich bei einem BGE meinen momentanen Job sofort hinschmeißen würde und mich erst mal mit malen und musizieren beschäftigen würde. Das kann ich beides im Prinzip nicht und habe bestimmt auch kein großes Talent, macht mir aber trotzdem Spaß.
Da kam dann der Vorschlag, dass ich ja dann Mallehrer oder Musiklehrer werden könnte. Das könnte ich, wäre aber im Vergleich zu den jetzigen eine totale Niete und würde hier keinen Mehrwert für andere schaffen.
Wenn jetzt sehr viele plötzlich das machen, worauf sie Lust haben, was sie aber eigentlich nicht wirklich können (Man denke an die bereits heute sehr vielen Möchtegernschauspieler und Castinganwärter, die null Talent haben), dann würde viel an Produktivität verloren gehen.


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17.09.2014 um 13:17
stanmarsh schrieb:Da muss ich widersprechen. Ich glaube, dass viele Menschen Faulpelze sind, mich eingeschlossen. Ich habe immer erst auf den letzten Drücker vor Klausuren gelernt, wenn es eben nicht mehr anders ging.
Ich könnte mich prima über Jahre hinweg beschäftigen, ohne auch nur irgendwas für andere werthaltiges zu produzieren. Ich hätte z.B. gar kein Problem mal ein Jahr bei WoW zu verschwinden, da reichen 1000 € pro Monat auf jeden Fall.
Wenn ich dann nach Jahren mal wieder Lust habe, was zu tun, dann kann ich ja erstmal nichts, da ich aus meinem alten Job raus bin.
Und wir leben in unserer Gesellschaft eben auch nicht so komfortabel und luxuriös, weil wir so viele Mallehrer, Hobbyfotografen, etc. haben.
Das ist die große Frage, die keiner wirklich beantworten kann, weil wir nicht wissen wie dein Leben verlaufen wäre, wenn du unter den Voraussetzungen ein es BGE groß geworden wärst? Evtl. wärst du mehr motiviert vielleicht weniger.

Wenn man Kinder beobachtet - die sind voller Tatendrang und zwar ständig und ich denke nicht dass die Menscheit soweit gekommen wäre wenn sie instinktiv faul wäre. Bei vielen wird dieser Enthusiasmus auch dadurch zerstört, dass sie ständigem Druck ausgesetzt sind. Beginnend bei der Schulzeit. Das man die Schulen neu reformieren muss ist aber eh klar.
McMurdo schrieb:Wenn deine intrinsische Motivation nicht ausreicht dann wirst du auch als reicher nix werden. Wenn sie ausreicht, dann ist es auch ziemlich egal wenn du arm bist.
Geb ich dir natürlich recht. Aber vielleicht wäre die intrinsische Motivation bei vielen auch ausgeprägter wenn sie eine vernünftige Erziehung verbunden mit einer schönen Kindheit und Bildung genossen hätten? Was natürlich aus zu ausgeprägteren kognitiven Fähigkeiten führt.


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17.09.2014 um 13:18
@stanmarsh

Ah! Jetzt ist mir der Zusammenhang klar ;)


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17.09.2014 um 13:27
@Epico
Epico schrieb:Das ist die große Frage, die keiner wirklich beantworten kann, weil wir nicht wissen wie dein Leben verlaufen wäre, wenn du unter den Voraussetzungen ein es BGE groß geworden wärst? Evtl. wärst du mehr motiviert vielleicht weniger.
Ich hatte das große Glück, dass mir in der Schule im Prinzip (fast) alles zugeflogen ist und ich mich kaum anstrengen musste. Echten Druck hatte ich da nicht. Dann hatte ich ebenfalls großes Glück, dass meine Eltern mir im Prinzip alle Freiheiten und auch finanzielle Unterstützung gegeben haben. Wirklich anders hätte ich mich mit einem BGE nicht entschieden
Epico schrieb:Wenn man Kinder beobachtet - die sind voller Tatendrang und zwar ständig und ich denke nicht dass die Menscheit soweit gekommen wäre wenn sie instinktiv faul wäre. Bei vielen wird dieser Enthusiasmus auch dadurch zerstört, dass sie ständigem Druck ausgesetzt sind. Beginnend bei der Schulzeit. Das man die Schulen neu reformieren muss ist aber eh klar.
Viele Entwicklungen sind von einer kleinen Gruppe oder von Einzelpersonen angestoßen worden. Oft geschah Entwicklung auch nur aus Überlebensdruck oder kriegerischer Auseinandersetzung. Für die gesamte Menschheit mag der Entwicklungsdrang meinetwegen auch gelten. Nicht aber für die breite Masse an Menschen. Erst recht nicht für uns wohlstandsgesättigte Leute.

Das ist für mich eines der Hauptprobleme des BGE. Was da alles vorausgesetzt, vermutet und erhofft wird. Wir sind ja dann ganz andere Menschen und steigen eine Stufe höher auf der Entwicklungsleiter. Nur weil jeden Monat von ganz alleine ein paar Euro auf meinem Konto auftauchen.
Das ist mir einfach alles zu phantastisch. Ich glaube zwar nicht an das schlechte im Menschen, aber eben auch nicht an das nur gute. Der Mensch ist Mensch und lebt eben so vor sich hin.


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17.09.2014 um 13:33
Epico schrieb: Geb ich dir natürlich recht. Aber vielleicht wäre die intrinsische Motivation bei vielen auch ausgeprägter wenn sie eine vernünftige Erziehung verbunden mit einer schönen Kindheit und Bildung genossen hätten? Was natürlich aus zu ausgeprägteren kognitiven Fähigkeiten führt.
Das würde ja im Umkehrschluss bedeuten das Kinder früher, als die Menschen noch ärmer waren, keine gute Erziehung, keine so schöne Kindheit und nicht so ausgeprägte kognitive Fähigkeiten hatten wie heute?
Glaubst du das das stimmt? Ich denke mal es ist eher so, dass auch gerade auch Kinder aus reichen Elternhäusern auch unter einem besonderen Druck stehen. Nämlich unter dem Druck eben auch was anständiges werden zu müssen um den Ansprüchen der Eltern zu genügen. Es ist also lange nicht so das die sich aussuchen könnten was sie werden wollen. Und so war es eben auch noch nie.


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17.09.2014 um 13:46
Ich würde auch nie behaupten, dass mit dem Grundeinkommen alle sozialen oder menschlichen Probleme gelöst sind. Manche würden wegfallen, neue würden entstehen und teilweise hab ich dieselben bedenken wie du sie hast. Und du hast Recht - das BGE setzt ein Bewusstseinwandel voraus, es bringt ihn nicht mit sich. Wichtig für den Einzelnen ist zu begreifen, dass wir hier nur überleben, weil der eine für den anderen etwas tut (in dem meisten fällen). Egal ob in direkter oder indirekter Form. Und uns geht's nur solange gut wie' es den anderen auch gut geht! Das sollte man nie vergessen.

Während einer Sendung im ZDF zum BGE hat man mal eine Telefonumfrage gestartet mit dem Ergebnis, dass fast 75% der beteiligten an ihrer jetztigen Situation nichts ändern würden (ca. 49%) oder etwas anderes arbeten würden (ca. 26%) (hab die zhalen nicht im Detail vorliegen).

Da wärst du schon fast ne ausnahme :) Komischerweise, ist es aber auch so dass es sehr viele Reiche gibt, die immer noch weiter arbeiten obwohl sie es längst nicht mehr nötig hätten. Viele Fußballprofis machen weiter als Trainer oder Moderator. Viele Firmeninhaber wollen sich nicht von ihrem Baby trennen usw. Klar gibts auch wieder die andere Seite, die völlig abstürzt etc.

Es gibt immer 2 Seiten, jedoch bin ich trotz der Schwachstellen die ein BGE mit sich bringt überzeugt, dass es (vielleicht nicht jetzt) aber für die Zukunft ein richtiger Schritt wäre.


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17.09.2014 um 14:07
@Epico
Epico schrieb:Während einer Sendung im ZDF zum BGE hat man mal eine Telefonumfrage gestartet mit dem Ergebnis, dass fast 75% der beteiligten an ihrer jetztigen Situation nichts ändern würden (ca. 49%) oder etwas anderes arbeten würden (ca. 26%) (hab die zhalen nicht im Detail vorliegen).
Da wärst du schon fast ne ausnahme :)
Erstes war das eine ZDF Sendung, da hast Du schon mal eine ziemlich vorselektierte Gruppe.
Ich hätte in dieser Umfrage niemals auftauchen können, da ich kein(kaum) Fernsehen schaue und schon gar keine Politsendungen auf ZDF und kein Festnetztelefon mit bekannter Nummer habe, falls das eine Umfrage war, in der das ZDF Leute anruft.
Epico schrieb: Komischerweise, ist es aber auch so dass es sehr viele Reiche gibt, die immer noch weiter arbeiten obwohl sie es längst nicht mehr nötig hätten. Viele Fußballprofis machen weiter als Trainer oder Moderator. Viele Firmeninhaber wollen sich nicht von ihrem Baby trennen usw. Klar gibts auch wieder die andere Seite, die völlig abstürzt etc.
Das finde ich nicht komisch und das glaube ich gerne, dass solche Leute auch weiter arbeiten. Es sind eher die Leute in der zweiten oder dritten Reihe, die ebenfalls sehr viel arbeiten und zum Firmenerfolg beitragen, aber eben kein Baby haben.

Das ist ja das Problem, man betrachtet die Selbstverwirklicher wie z.B. ein Götz Werner die natürlich genauso so weiterarbeiten würden. Und eben die Leute aus den unteren Einkommensschichten, für die sich auch viel verbessern würde und viele in den Arbeitsmarkt auch wieder integriert werden könnten.

Die Gruppe dazwischen, der ehemalige Mittelstand und Zahlmeister den Nation, die werden sich überlegen, ob sich der Aufwand weiterhin lohnt, wenn man auch ohne >60h Woche ein ganz nettes Leben führen kann. Diese haben auch teilweise einiges an Kapital angehäuft bzw. geerbt und wenn die dann so zwischen 40-50 sind, dann können die sich dank BGE schon mal 10-15 Jahre früher in die Rente verabschieden. So wie ich das auch machen würde.


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Das bedingungslose Grundeinkommen

17.09.2014 um 14:08
McMurdo schrieb:Das würde ja im Umkehrschluss bedeuten das Kinder früher, als die Menschen noch ärmer waren, keine gute Erziehung, keine so schöne Kindheit und nicht so ausgeprägte kognitive Fähigkeiten hatten wie heute?
Das hab ich nicht gesagt. Aber man hätte sie unter idealen Umständen sicherlich noch verbessern können. Jemand der aufgrund seiner bescheidenen Lebensumstände depressiv wird, hat sicher eine geringere intrinsische Motivation, als jemand der gut ernährt und Gesund ist und dazu noch ne Vorstellung hat wie aufregend das leben sein kann.
McMurdo schrieb:Ich denke mal es ist eher so, dass auch gerade auch Kinder aus reichen Elternhäusern auch unter einem besonderen Druck stehen. Nämlich unter dem Druck eben auch was anständiges werden zu müssen um den Ansprüchen der Eltern zu genügen. Es ist also lange nicht so das die sich aussuchen könnten was sie werden wollen. Und so war es eben auch noch nie.
Auch das mag richtig sein, nur betrifft das höchstens 10% der Bevölkerung und davon auch nur die Kinder, denn die meisten sind arm oder mittelständisch.


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Das bedingungslose Grundeinkommen

17.09.2014 um 14:37
McMurdo schrieb:Ich glaube du verwechselst hier etwas grundlegendes. Der Staat hat das alleinige Recht gesetzliche Zahlungsmittel zu erschaffen. Nur die Bundesbank ist dazu berechtigt.
Das was die Banken machen ist, sie buchen dir eine Zahl auf dein Konto und gehen damit die Verpflichtung ein, dir dieses Buchgeld auf Verlangen in ein gesetliches Zahlungsmittel umzutauschen.
Der Staat gibt vor, welches das offizielle Zahlungsmittel im Land ist, er erschafft aber aktuell kein Geld selbst (gerade das prangere ich ja an)... Sobald Du eine schwarze Zahl auf deinem Konto stehen hast, ist dies ein gesetzliche Zahlungsmittel, da muss vorher nichts umgetauscht werden... Außer Du möchtest mit Papiergeld statt mit Buchgeld bezahlen, dann muss die Bank diese Geldnoten bestellen. Aber ob nun in Papierform oder auf deinem Konto als Buchgeld in schwarzen Zahlen, es ist alles vom Staat das selbe legitimierte Zahlungsmittel. Der Großteil der im Umlauf befindlichen Geldmenge ist durch die Kreditvergabe von privaten Banken entstanden - Schuldgeldsystem (und zum geringen Teil durch die EZB). Der Staat ist Kreditnehmer bei privaten Banken und zahlt für dieses Fiatgeld Unsummen an Zinsen, mit Arbeitsleistung erwirtschafteten Geld. Dies ist total grotesk und nicht nachvollziehbar.

Solange dieses seltsame Konstrukt besteht, bei dem Banken die Macht über Staaten und dessen Bevölkerung besitzen, wird ein BGE niemals kommen.


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ErhardVobel
ehemaliges Mitglied

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Das bedingungslose Grundeinkommen

17.09.2014 um 14:41
Das Bedingungslose Grundeinkommen wäre ein großer Beitrag zu sozialen Frieden.
Seine Bürgerrechte gegen Existenzminimum vom Amt verkaufen zu müssen?
Kann so was in einer Demokratie rechtens sein?


Vermieter lehnen schon heute Hatz4 und Sozialhilfeempfänger kategorisch ab! Da gibt es zu viel Ärger mit den Ämtern.

Die Zumutbarkeitsregeln der Ämter werden von skrupellosen Ausbeutern, die sich Arbeitgeber nennen, schamlos ausgenutzt um Niedriglöhne oder besser Dumpinglöhne zu erzwingen.

So werden gute, bezahlte Jobs gestrichen und Billigjobs auf Staatskosten, zu Lasten des Steuerzahlers erzwungen.

Folge;
Die Sozialämter zahlen den fehlenden Lohn drauf und degradieren so den Arbeitnehmer (also SIE) zum Sozialfall trotz Arbeit.

So werden Tarifverträge vom Staat untergraben und die Tarifautonomie unwirksam. Das ist die faktische Abschaffung eines Verfassungsgemäß garantierten Grundrechtes.

So werden Notleidende auf Staatskosten erst geschaffen, die dann modernen Sklaven gleich, gegen die noch bezahlt arbeitenden Bevölkerungsschichten eingesetzt werden, um deren Tarifverträge zu unterlaufen.

Das Gesundheitswesen und die Pflege ist hier ein klassisches Beispiel.

Die Arbeitsverträge schreiben dann den Arbeitnehmern auch noch Verschwiegenheit vor, um das Unrecht zu vertuschen.

Hier Würde des bedingungslose Grundeinkommen einen Riegel davorschieben. Niemand darf zu Billiglohnarbeiten herangezogen werden. Tariflohn wäre da der Mindestlohn. Einem gesetzlichen Mindestlohn müsste es aber auch geben.

Hier könnte sich der Staat aber auch ein anderes Subventionsgesetz erarbeiten, das gut bezahlte Arbeitsplätze Garantiert.

Vorteil;
Mehr Einkommenssteuer und weniger Sozialausgaben.

Früher ging es ja schließlich auch; Hattest du einen Job, dann brauchtest du auch kein Amt mehr anzubetteln.


Erhard Vobel jun. // Nürnberg, 17 Sept 2014


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Das bedingungslose Grundeinkommen

17.09.2014 um 14:54
Ja, früher war alles besser.
Früher arbeitete man 60 Stunden/ Woche, viel besser.
Dafür hatte man erheblich weniger Urlaub, viel besser.

1960 arbeitete man 39 Minuten für ein Pfund Butter, schon 2009 waren es nur noch 4.
1 Liter Benzin (nie war es so teuer wie heute) 1960 arbeitet man 14 Minuten dafür, 2009 -> 5.
Oder das Grundnahrungsmittel
Bier 1960 -> 15 min, 2009 -> 3min.
Bohnenkaffee 1960 -> 3 Std 33, 2009 -> 19 min.
usw.
usw.
usw.
Eigentlich gehts uns garnicht so schlecht.
Ein Problem ist natürlich auch, wenn die Ansprüche schneller steigen als das Gehalt.


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Das bedingungslose Grundeinkommen

17.09.2014 um 18:38
Zero-One schrieb:Der Staat gibt vor, welches das offizielle Zahlungsmittel im Land ist, er erschafft aber aktuell kein Geld selbst (gerade das prangere ich ja an)...
Natürlich tut er das. Oder was meinst du wo die Euronoten und Euromünzen herkommen? :)
Zero-One schrieb:Sobald Du eine schwarze Zahl auf deinem Konto stehen hast, ist dies ein gesetzliche Zahlungsmittel, da muss vorher nichts umgetauscht werden...
Das ist leider falsch.
Im Euroraum ist Euro-Bargeld das gesetzliche Zahlungsmittel; nur die Zentralbanken des Eurosystems dürfen es in Umlauf bringen. In Deutschland sind auf Euro lautende Banknoten das einzige unbeschränkte gesetzliche Zahlungsmittel. Euro-Münzen sind beschränkte gesetzliche Zahlungsmittel, da niemand verpflichtet ist, mehr als 50 Münzen oder Münzen im Wert von über 200 Euro anzunehmen. Deutsche Euro-Gedenkmünzen sind im Inland gesetzliches Zahlungsmittel.
http://www.bundesbank.de/Navigation/DE/Service/Glossar/Functions/glossar.html?lv2=32032&lv3=62252

Das was du da auf deinem Konto hast ist das Versprechen deiner Bank, dir den Betrag gegen Euro-Bargeld, also das gesetzliche Zahlungsmittel einzutauschen.
Deine giro-Karte müsste im Prinzip niemand akzeptieren. Dein Bargeld schon.


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Das bedingungslose Grundeinkommen

17.09.2014 um 20:11
@McMurdo
Der Staat gibt vor, welches das offizielle Zahlungsmittel im Land ist, er erschafft aber aktuell kein Geld selbst (gerade das prangere ich ja an)...

-->
Natürlich tut er das. Oder was meinst du wo die Euronoten und Euromünzen herkommen? :)
Der Staat DRUCKT das Geld. Aber hat das was mit der Generierung von Fiat-Geld zu tun?
Er erschafft lediglich das Bargeld, jedoch nicht das Buchgeld, welches die Banken generieren. Oder wo ist mein Denkfehler?

In bezug auf das Obige, was ist dann daran falsch?
Zero-one:
Der Staat als höchste Instanz sollte das alleinige Recht haben Geld zu erschaffen und zu vernichten. Durch Steuern wird in diesem System die Geldmenge reguliert. Und nicht versucht, die laufenden Kosten zu decken...
Aktuell überlässt man privaten Instituten die Geldschöpfung und zahlt horrende Zinsen für aus dem Nichts erschafftes Buchgeld. Obwohl man selbst diese Möglichkeit ohne weiteres für sich beanspruchen könnte und die Macht der Banken über die Staaten damit vollkommen liquidieren kann.
...
Der Staat ist Kreditnehmer bei privaten Banken und zahlt für dieses Fiatgeld Unsummen an Zinsen, mit Arbeitsleistung erwirtschafteten Geld. Dies ist total grotesk und nicht nachvollziehbar.

Solange dieses seltsame Konstrukt besteht, bei dem Banken die Macht über Staaten und dessen Bevölkerung besitzen, wird ein BGE niemals kommen.


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17.09.2014 um 20:29
Optimist schrieb:Der Staat DRUCKT das Geld. Aber hat das was mit der Generierung von Fiat-Geld zu tun?
Nichts, aber das sind ja eben auch 2 unterschiedliche Paar Schuhe. Buchgeld kannst du soviel haben wie du willst im Prinzip und wenn es drauf ankommt muss niemand dieses Buchgeld als Zahlungsmittel akzeptieren. Banknoten allerdings schon.

Ich könnte dir genauso 100.000 EUR auf ein Konto als Buchgeld gut schreiben. Dann habe auch ich Buchgeld geschaffen. Du müsstest nur jemanden finden der bereit ist dieses Buchgeld als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Den einzigen Nachteil den ich habe ist der, wenn jemand dieses Zahlungsmittel nicht akzeptiert und jetzt 100.000 in Bar von dir haben will. Dann hab ich ein Problem. ;) Weil dieses Versprechen kann ich natürlich nicht gänzlich einlösen.

Das ist bei Banken nicht anders, wenn alle gleichzeitg ihr Buchgeld gegen Bargeld tauschen wollten, dann geht jede Bank sofort vor die Hunde. Die Erfahrung zeigt aber das es ja hier eher unüblich ist das alle gleichzeitig zur Bank rennen. :)


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17.09.2014 um 20:38
@McMurdo
Der Staat DRUCKT das Geld. Aber hat das was mit der Generierung von Fiat-Geld zu tun? Er erschafft lediglich das Bargeld, jedoch nicht das Buchgeld, welches die Banken generieren. Oder wo ist mein Denkfehler?

-->
... Buchgeld kannst du soviel haben wie du willst im Prinzip
Wer kann oder darf dieses alles generieren? DU z.B. kannst und darfst es nicht. Und soviel ich weiß darf es auch nicht der Staat, sondern nur (?) die EZB, oder sehe ich das jetzt falsch?
McMurdo schrieb: und wenn es drauf ankommt muss niemand dieses Buchgeld als Zahlungsmittel akzeptieren. Banknoten allerdings schon.
Das ist mir neu, dass jemand eine Buchung auf meinem Konto und nachfolgend eine Überweisung von mir (dieses Geldes) nicht akzeptieren muss?
Zum Beisp. muss mein Vermieter akzeptieren wenn ich ihm die Miete überweise. Er bekommt nichts bares von mir....
McMurdo schrieb:Ich könnte dir genauso 100.000 EUR auf ein Konto als Buchgeld gut schreiben.
Wenn Du mir das auf mein Konto überweist, muss ich das als Euronen von Dir akzeptieren.
Wenn du z.B. Schulden bei mir hattest und zahlst diese an mich zurück, wieso sollte ich diese Überweisung als Schuldentilgung ablehnen dürfen? Wenn ich nach deiner erfolgten Überweisung ein Schuldentitel erwirken wollte, würde ich kein Recht bekommen.
McMurdo schrieb: Dann habe auch ich Buchgeld geschaffen.
Wenn Du mir was überweist hast Du kein Buchgeld GESCHAFFEN, sondern DEIN Buchgeld zu meinem Konto überwiesen. :)


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