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Sarrazin: Hart aber fair?

11.776 Beiträge, Schlüsselwörter: Ausländer, Migranten, Sarrazin, Immigration

Sarrazin: Hart aber fair?

04.09.2010 um 19:57
@Lomax

Ich finde, man kann auf diese Umfragen kaum was geben.

Vor kurzem und in anderen Umfragen hieß es doch noch:,,Mehrheitliche/Hohe Zustimmung FÜR Thilo Sarrazin" - und nun von heute auf morgen soll eine Mehrheit der Bevölkerung für die Entlassung sein?

Das erscheint mir in keiner Weise repräsentativ, die Umfragen passen nicht zusammen.


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Sarrazin: Hart aber fair?

04.09.2010 um 20:08
@Kc
ich habe heute morgen gelesen, dass zu der thematik "integration" mehrheitlich die leute hinter sarrazin stehen,

allerdings zu der frage, dass jemand auf grund der gene klüger oder dümmer ist, wird strikt abgelehnt

es ist gut, wenn die leute differenzieren - also das buch auf den prüfstand stellen


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Sarrazin: Hart aber fair?

04.09.2010 um 20:15
@kiki1962


In der BILD Umfrage hat er über 90 Prozent Zutimmung.

Aber die liest hier ja keiner :D :D


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Sarrazin: Hart aber fair?

04.09.2010 um 20:30
@insideman
nö die stimmen nur ab :D
Le Monde wird ebenfalls gleich am Anfang deutlich: Da ist ein Haudrauf, Sarrazin, der das gesamte politische Establishment der Republik in Verlegenheit bringe mit seiner galligen Theorie über das »jüdische Gen« und den »bitteren« Angriffen auf muslimische Einwanderer.

Daß jemand, der zum Führungspersonal des Landes gehöre, so eine weithin als antisemitisch wahrgenommene Hetzschrift gerade in diesem Land, das bei dem Thema ansonsten »höchst sensibel« sei, vorlege, sei schon ein starkes Stück, und entsprechend auch der Widerstand gegen seine Thesen.

Zitiert werden dazu Angela Merkel (»völlig inakzeptabel«), Cem Özdemir (»barbarischer Krieger, den nur Bin Laden sich wünschen könnte«), Necla Kelek (»bittere Wahrheiten«, »keiner der Kritiker hat bisher zum Inhalt [des Buchs, Anm.] Stellung genommen«), erwähnt wird auch die Protestdemonstration bei der gestrigen Buchvorstellung.

Erstaunlich sei, daß all dies in einem Land vor sich gehe, das bisher und im Unterschied zu den meisten anderen europäischen Ländern von populistischen Extremisten verschont geblieben sei
http://www.freitag.de/community/blogs/j-ap/die-causa-sarrazin-in-der-auslandspresse

mal was aus der internationalen presse - noch und wir hoffen, dass es so bleibt


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Sarrazin: Hart aber fair?

04.09.2010 um 20:34
Und was zeigt uns das wieder einmal?

Was zählt, ist die Realität, nicht irgendwelche Zahlen, Statistiken und Umfragen.

Mehr als nur grobe Orientierung können diese nicht bieten, weder bei Thilo Sarrazin in seinem Buch noch bei Meinungsumfragen zu seinen Thesen.
Alles zu leicht zu manipulieren, kommt allein schon auf die bloße Fragestellung an, man kann jedes Ergebnis bekommen, welches man möchte.


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Sarrazin: Hart aber fair?

04.09.2010 um 20:42
Kc schrieb:Was zählt, ist die Realität, nicht irgendwelche Zahlen, Statistiken und Umfragen.
Auf jeden Fall ein wichtiger Punkt in der Diskussion rund um Sarrazin.

Die mehrheitliche Unterstützung der Leute in Bezug darauf welche Gruppen die größeren Zahlen derer aufweisen, die Probleme in Sachen Integration aufweisen, scheint sich offensichtlich nicht so sehr auf irgendwelche Statistiken zu stützen, sondern auf die Erfahrung die die Leute selbst im eigenen Umfeld machen.


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Valentini
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Sarrazin: Hart aber fair?

04.09.2010 um 20:43
@richie1st

Natürlich gibt es auch positive Dinge zu berichten, keine Frage aber mich wunderte eben diese Diskrepanz zwischen den Aussagen zur Bildung


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Sarrazin: Hart aber fair?

04.09.2010 um 20:43
@Kc
eines ist klar, es wird erwartet, dass die politik sich diesen und anderen themen stellen muss

und das entnehme ich auch den aussagen der befürworter sarrazins - debatten und lösungen für integrationsprogramme usw. -
Dazu schreibt DIE PRESSE aus Wien: "Mittlerweile gleiten die Thesen des Bundesbankvorstands immer mehr ins Absurde ab. Es fragt sich, was Sarrazin uns eigentlich mitteilen will? Will er uns mit seinen Thesen und der Provokation vor allem eines sagen: 'Bitte, bitte kauft doch alle mein neues Buch'?"

Der TAGES-ANZEIGER aus Zürich meint: "Sarrazin sagte in einem Interview 'Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen.' Sarrazin schob nach, er sei kein Rassist. Aber für jemanden, der auf dieser Ebene provoziert, kann man sich nicht mehr verwenden", urteilt der TAGES-ANZEIGER.

"Der Bundesbank-Rassist", titelt die polnische Zeitung GAZETA WYBORCZA und notiert: "Sarrazin spricht sicher Probleme an, die in der Tat existieren, aber er überhöht sie maßlos", kritisiert die GAZETA WYBORCZA aus Warschau.
nun dieses buch wird gekauft werden - klar doch - bedauerlich ist, dass die zweite auflage keine "überarbeitete" sein wird - schade, denn damit hätte er bewiesen, dass er interesse daran hat, dass nichts falsches "hängen bleibt"


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Sarrazin: Hart aber fair?

04.09.2010 um 20:50
Valentini schrieb:aber mich wunderte eben diese Diskrepanz zwischen den Aussagen zur Bildung
mich wundert mittlerweile gar nichts mehr. ich mein, wenn man sich mal die klima-diskussionen anschaut bspw, stehen einem nach kürzester zeit die haare zu berge: die einen sagen das eis an den polkappen schmilzt, die anderen sagen die menge nimmt zu...


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Valentini
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Sarrazin: Hart aber fair?

04.09.2010 um 20:53
@richie1st

Im Prinzip ist mir eh die ganze diskussion zuwider denn ich will weniger gelaber, sondern mehr Handeln. Wir brauchen hier endlich, und da hat der Herr S. Recht, ganz klare zuwanderungsregeln und was wir ganz sicher nicht hier brauchen, sind Zuwanderer die wenn sie kommen weder die Sprache beherrschen noch über ein gesichertes Einkommen verfügen.


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Sarrazin: Hart aber fair?

04.09.2010 um 20:59
Fremdenfeindliche Abwehrhaltungen haben auch zu tun mit einer heute schon historischen Bringschuld bundesdeutscher Politik. Sie kommt aus dem Versteckspiel mit der Wirklichkeit im für die Gestaltung der Einwanderungssituation verlorenen Jahrzehnt der 1980er Jahre.

Es ist spät geworden in der Diskussion um Einwanderung und Eingliederung in Deutschland: Anfang der 1980er Jahre wurde bereits gefragt, ob es für die hier anstehenden Aufgaben noch 'fünf vor zwölf' oder schon 'fünf nach zwölf Uhr' sei. Geschehen ist seither wenig. Wieviel Uhr mag es heute sein?

Umfassende gesetzliche und politische Antworten auf die Herausforderung durch die Migration und ihre Folgen fehlen nach wie vor. Mehr als ein Jahrzehnt lang galt als kleinster Nenner aller einschlägigen regierungsamtlichen Statements die parteiübergreifende Lebenslüge: 'Die Bundesrepublik ist kein Einwanderungsland'. Sie hat einen der wichtigsten und, bei Vernachlässigung, gefährlichsten gesellschaftlichen Gestaltungsbereiche tabuisiert und damit blockiert. Ausländerpolitik ist keine Antwort auf Einwanderungsfragen.

Mit der ungeregelten Einwanderung und der demagogischen Auseinandersetzung darüber wuchs die Angst vor den Fremden. Als die Angst von 'unten' auf die Konzeptionslosigkeit von 'oben' traf, schlugen 'unten' Irritationen, Frustrationen und soziale Ängste um: bei den einen in politische Apathie bzw. 'Politikverdrossenheit', bei anderen in gewaltbereite Fremdenfeindlichkeit bzw. fremdenfeindliche Gewaltakzeptanz. Das waren nicht etwa nur unvermeidliche Folgen von Einwanderung und Eingliederung, sondern auch vermeidbare Folgen ihre mangelnden politischen Gestaltung. Längst überfällig ist für alle Problembereiche und Folgeprobleme des Wanderungsgeschehens eine umfassende auf klare Rechtsgrundlagen gestützte Politik für Migration, Integration und Minderheiten. Sie muß mit nüchternen Bestandsaufnahmen beginnen. Sie muß daraus den politischen Gestaltungssbedarf ableiten und die dazu nötigen Handlungsspielräume schaffen. Sie muß langfristig angelegt sein und alle Politikbereiche gegeneinander abwägen: von der Wirtschaftspolitik über die Sozialpolitik bis zur Kulturpolitik.

Voraussetzung dazu sind Gesamtkonzepte, hervorgegangen aus einer offenen Generaldebatte über die Zukunft von Bevölkerung, Wirtschaft, Politik und Kultur in Deutschland. Eine solche Debatte ist belastet durch politische Versäumnisse, unausgetragene Konflikte, verkrampfte Positionen und das mangelnde, bestenfalls in wechselseitiger Schuldzuschreibung akzeptierte Eingeständnis verlorener Handlungschancen im vergangenen Jahrzehnt und früher. Im gemeinsamen Interesse an der Gestaltung der Zukunft und an der Sicherung von sozialen Frieden und kultureller Toleranz im Innern muß es dennoch gelingen, konsensfähige Perspektiven zu finden. Nötig dazu ist eine De-Eskalation der hoch emotionalisierten Migrationsdiskussion und die Bereitschaft zum pragmatischen Dialog über die gemeinsamen Probleme.

Jede weitere politische Erkenntnisverweigerung oder Tabuisierung, jede defensive Verdrängung oder Vernachlässigung dieses innenpolitisch brisanten Themas, jede weitere Flucht aus der Handlungsverantwortung aus Angst vor dem Bürger als Wähler käme fahrlässiger Selbstgefährdung gleich. Die Migration und ihre Folgen werden Deutschland und Europa auch in Zukunft begleiten: von den Wanderungen im europäischen Binnenmarkt und an seinen Rändern bis zum kontinentalen und interkontinentalen Wanderungsdruck in Ost-West- und Süd-Nord-Richtung.

Deutschland allein kann die Wanderungsproblematik der Welt nicht lösen. Aber es kann und muß, auch im eigenen Interesse, auf nationaler und europäischer Ebene seinen Beitrag dazu leisten. Dabei müssen die Hintergründe des weltweiten Wanderungsgeschehens und die Problemlagen in Europa als Rahmenbezüge im Auge behalten werden.

Quelle und ganzer Artikel:
http://www.comlink.de/cl-hh/m.blumentritt/agr133.htm

Wer so hart austeilt wie Sarrazin, sollte deshalb nicht nur einstecken können - er muss auch für seine Positionen geradestehen. Natürlich sichert das Grundgesetz die Meinungsfreiheit zu, in Artikel 1 heißt es aber auch: "Die Würde des Menschen ist unantastbar." Wer die Muslime über einen Kamm schert, ihnen die Intelligenz abspricht und den Islam als quasi-terroristisch diffamiert, darf sich nicht wundern, wenn seine Partei und der Arbeitgeber Konsequenzen ziehen. Denn Sarrazin wird ja erst dadurch interessant, weil er als Sozialdemokrat Thesen aufstellt, die sonst eher aus der rechten Ecke kommen. Und selbstverständlich profitiert er davon, dass er als Bundesbank-Vorstand einen seriösen Posten hatte. Ohne diese Referenzen wäre sein Buch vielleicht ein Ladenhüter worden.

Q: http://www.morgenweb.de/nachrichten/politik/20100903_mmm0000000492200.html


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Hansi
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Sarrazin: Hart aber fair?

04.09.2010 um 21:09
Die Schweizer Firma Igenea, die 19.457 Gen-Analysen von Deutschen verglichen hatte, kam zu folgendem Ergebnis:
Nur sechs Prozent aller Deutschen sind väterlicher­seits germanischen Ursprungs, zehn Prozent haben jüdische Wurzeln. Kein Mensch hat sich damals über die Veröffentlichung der Studie aufgeregt.
Dass (auch) Juden Gene haben, die für sie typisch sind, ist so banal wie wahr.
Wie sonst wären solche wissenschaftliche Aussagen überhaupt möglich? Und was ist eigentlich schlimm daran?


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04.09.2010 um 21:12
@Hansi

Wenn ich morgen zum Judentum konvertiere...ändern sich dann meine Gene gleich mit ?


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Valentini
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Sarrazin: Hart aber fair?

04.09.2010 um 21:12
@schmitz

Habe jetzt nur den Quelllink gelesen und nicht das ganze Manifest aber kann dem Auszug daraus zu 80-90% zustimmen.


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Sarrazin: Hart aber fair?

04.09.2010 um 21:14
Meine Meinung, er sagt das was viele Menschen in Deutschland denken! Jedoch überteibt er doch etwas zu stark.


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Hansi
ehemaliges Mitglied

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Sarrazin: Hart aber fair?

04.09.2010 um 21:15
insideman schrieb:Wenn ich morgen zum Judentum konvertiere...ändern sich dann meine Gene gleich mit?
Ein Volk ist nicht in erster Linie genetisch definiert, sondern durch Sprache, Kultur etc.
Die ganze Aufregung über Gene ist lächerlich.


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Sarrazin: Hart aber fair?

04.09.2010 um 21:16
@schmitz
dieser oben beschriebene zusammenhang fehlt in der debatte, die losgetreten wurde

"nur" integration oder einbürgerungen zu regeln genügt nicht

das dumme daran: diese verknüpfungen sind bekannt - es gibt zig studien dazu

aber sie gelten kaum als arbeitsgrundlage - die folge daraus sind: fehlgeleitete politik von oben - vorbei an den realitäten

sehen wir auch jetzt beim "sparpaket" -

vor jahren hat schon mal einer gesagt: "es muss ein ruck durch deutschland gehen" - nun auf den warten wir wahrscheinlich noch ewig

es werden mehr sarrazins sich zu wort melden und kurzfristig wellen schlagen

und so wie sie kommen gehen sie wieder -


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Valentini
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Sarrazin: Hart aber fair?

04.09.2010 um 21:17
@Hansi

Gerne wird nicht unterschieden zwischen Jude als Religionszugehörig oder Volkszugehörig


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04.09.2010 um 21:17
@Hansi

Na wie jetzt. Oben hängst du dich an den Genen auf und nun wieder umgekehrt?


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Sarrazin: Hart aber fair?

04.09.2010 um 21:28
kiki1962 schrieb:Der TAGES-ANZEIGER aus Zürich meint: "Sarrazin sagte in einem Interview 'Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen.' Sarrazin schob nach, er sei kein Rassist. Aber für jemanden, der auf dieser Ebene provoziert, kann man sich nicht mehr verwenden", urteilt der TAGES-ANZEIGER.
Er ist auch wegen diesem Kommentar kein Rassist. Zu diesem Thema gibt es nämlich sehr viele wissenschaftliche Artikel, die die genetische Ähnlichkeit zwischen Juden bestätigen. Weshalb die meisten Menschen davon ausgehen, dass es nur etwas religiöses ist, verstehe ich selber nicht.


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