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Kommt jetzt der Crash? Wohin geht die Reise?

Kommt jetzt der Crash? Wohin geht die Reise?

25.01.2013 um 09:13
Ne Rally kann es durchaus geben. War nach der Lehman Pleite ja auch der Fall. Nur konnte der Crash da noch durch riesige staatliche Eingriffe aufgehalten werden.

Mich wundert es ein wenig, dass in letzter Zeit so wenig von Spanien hört. Wurde denen die 60 oder 100 Mia. füt ihre Banken bereits überwiesen?


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guyusmajor
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25.01.2013 um 09:56
@ash1
ash1 schrieb:Wenn es bergab gehen sollte,dann wird das sicher keine Rally,sondern passiert in kleinen Schritten,also dauert das noch länger.
ich bin einer ganz anderen Überzeugung. Am Ende wird alles sehr schnell ablaufen wo man nicht mehr gegensteuern kann und erkannt hat, sich nicht mehr selber aus dem Sumpf ziehen zu können.
In diesem Moment liegt die einzige Möglichkeit im CRASH, der alles bereinigt und die Illusionen auflöst und auslöscht. Selbstverständlich wird der Schmerz, die Not, die Panik, das Chaos in der Welt dann sehr extrem ansteigen, aber wir sollten sehen, dass die menschliche Perspektive wohl über unsere Lebensdauer hinausgeht und sich die Dinge regeln werden, so oder so. Nur Stillstand ist der Tod.


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guyusmajor
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25.01.2013 um 10:02
@switchy



Riesige staatliche Hilfen werden aufgrund der Schuldenlage immer unwahrscheinlicher, weil Hilfen auf Pump keine Lösung sind, im Gegenteil muss man die Strukturen verändern in der Richtung der Realität.


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25.01.2013 um 11:16
@guyusmajor

und welche Politiker tun das?

Wir haben gerade wieder gehört das Sorros verbal massiv gegen die BRD angeht, weil sie spart.


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guyusmajor
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Kommt jetzt der Crash? Wohin geht die Reise?

25.01.2013 um 11:29
@Bauli

denkst du mehr Kredite und noch billigeres Geld wäre die Lösung? Wo ist dabei die langfristige Strategie und welches Konzept steht dahinter mit welchem Ziel?


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25.01.2013 um 11:36
@guyusmajor

Nein, das denke ich eben nicht und so gut müsstest Du mich auch kennen. Ich bin ganz Schäubles Meinung, dass dann noch mehr gespart werden muss, auch der Vorbildfunktion wegen.

Nur - wir transferieren zuviel Geld in die verschuldeten Länder, da leidet auch die heimische Forschung und Entwicklung drunter. Ich bin der Meinung, man sollte die Anzahl der Banken, die sich um einen immer geringer werdenen Marktanteil prügeln, massiv reduzieren. Aber das darf nicht soweit gehen, dass andere ehemals sozialistischen Länder nach einer Planwirtschaft vorgehen und den Banken sagen, wieviel sie erwritschaften dürfen. Darauf läuft meiner Meinung nach die Bankenunion raus.


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habe-fertig
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25.01.2013 um 11:38
@Bauli
Georg Soros ist aber kein Politiker, sondern Großinvestor.
Aus seiner Sicht liegt er auch vollkommen richtig, ebenso aus Sicht aller Staaten mit negativer Außenhandelsbilanz - und das sind die meisten.
Auch aus bundesdeutscher Bürgersicht liegt er richtig (oder zumindest nicht vollkommen falsch). Der Binnenmarkt müsste endlich mal in die Gänge kommen, aber da tut sich nix. Weder beim Lohnniveau, noch bei der Besteuerung sind da Signale erkennbar.


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25.01.2013 um 11:54
@WüC
habe-fertig schrieb:Auch aus bundesdeutscher Bürgersicht liegt er richtig (oder zumindest nicht vollkommen falsch). Der Binnenmarkt müsste endlich mal in die Gänge kommen, aber da tut sich nix. Weder beim Lohnniveau, noch bei der Besteuerung sind da Signale erkennbar.
Das wird auch nicht kommen, obwohl genug privater Bedarf generiert werden kann. Die Löhne sinken immer weiter. Du hast doch bestimmt gelesen, dass der HDE ( Einzelhandel ) die Manteltarifverträge bis Jahresmitte kündigen will. Das ist nichts mehr mit Steuerfreiräumen und Steuersenkungen. Siemens und die Commerzbank haben Entlassungen von bis zu 12.000 Mitarbeitern angekündigt ( Eine Stadt ). Opel hat auch für Schlagzeilen gesorgt. Conti und MAN haben Kurzarbeit usw. usw. Brüssel will auch mehr Geld. Wovon? Die Pensionslasten der Beamten müssen bis jetzt noch getragen werden.

Wenn Soros auf bundesdeutscher Ebene mit seinen Anschuldigungen nicht falsch liegt, dann doch deswegen, weil die bundesdeutschen Arbeitnehmer immer mehr Lasten zu schultern haben, was sie jetzt spürbar bemerken.


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habe-fertig
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25.01.2013 um 12:03
@Bauli
Bauli schrieb:Das wird auch nicht kommen
Das ist mir klar.
Bauli schrieb:Wenn Soros auf bundesdeutscher Ebene mit seinen Anschuldigungen nicht falsch liegt, dann doch deswegen, weil die bundesdeutschen Arbeitnehmer immer mehr Lasten zu schultern haben, was sie jetzt spürbar bemerken.
Um das mal klar zu stellen. Ich meinte explizit den Bürger, und zwar den berufstätigen und den bereits verrenteten - nicht etwa politische oder wirtschaftliche Ebenen. Aber ich glaube du hattest das richtig verstanden, wollte es nur nochmal deutlich machen.
Dein Beispiel des Einzelhandels passt da sehr gut ins Bild. Weiterer Lohndruck führt zu noch schlechterem Binnenmarkt, daraus entsteht (gerade im Einzelhandel) wieder Kostendruck der Unternehmen, dieser wiederum mündet in weiteren Lohnsenkungen oder Entlassungen.
Ein Teufelskreis.
Und da bin ich ganz bei Soros. Da muss man zur Not halt mal Geld reinpumpen (vgl Keynes deficit spending), wenn es anders nicht zu funktionieren scheint. Sparen ist da nicht wirklich clever und auch wenig vorausschauend. (Sparen ist auf staatlicher Ebene eh Müll, vernünftig und nachhaltig haushalten wäre da deutlich besser)

edit:
Oh ich seh grad der Fachmann tippt grad fleissig.
Mal schauen was der dazu meint.


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Rho-ny-theta
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25.01.2013 um 12:09
@WüC

D ist von der Stundenproduktivität her das produktivste Land in der EU. Eigentlich müssten wir anfangen, unsere Außenhandelsüberschüsse zu investieren, auch für Infrastrukturaufbau usw, und zwar so lange, bis die Binnennachfrage und die Löhne dermaßen gestiegen sind, dass unsere Lohnstückkosten wieder im Gleichgewicht mit der restlichen EU stehen. Ein Auslöser der Schuldenkrise ist ja, dass D zu produktiv ist (vgl. Optimal Currency Area / Trilemma der Währungspolitik). Soros ist ein guter Analytiker, auf den Mann sollte man hören.

Außerdem: Man muss sich den großen Unterschied zwischen dem Alltagsbegriff Schulden und Staatsschulden in den Kopf hämmern, sonst kommt man in der VWL nicht weit. Staatsschulden haben ein festes Fälligkeitsdatum (maturity) und lächerlich niedrige Zinsen. Staatsverschuldung ist (wenn sie nicht griechische Verhältnisse annimmt) immer eher ein Investment, das Geld wird ja nicht im klassischen Sinne ausgegeben, sondern kommt irgendwann mit Renditen zurück.

Jemand, der behauptet, Makropolitik nach dem Modell "schwäbische Hausfrau" zu machen, hat nicht mehr alle Tassen im Schrank.


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25.01.2013 um 12:17
@Rho-ny-theta

Die Produktivität taucht aber weder bei der Rente, noch in den Arbeitsverträgen auf. In der Privatwirtschaft wurde man nach Leistungen bezahlt, bei immer mehr Arbeitsvolumen, während diese Eigenschaft im Staatshaushalt zu suchen ist, denn wonach willst Du Produktivität im Staatshaushalt messen, wenn 42% der Arbeit durch Beamten nicht gemessen werden kann?

Im Übrigen haben wir jedes Jahr eine Defizitqoute zu verantworten.

Die Zahlen müsstest Du doch besser kennen.


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Rho-ny-theta
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25.01.2013 um 12:22
@Bauli

Ein großes Problem ist, dass viel der Produktivität ins Ausland geht, in Form von Waren, deswegen sind wir ja Exportweltmeister. Was bekommen wir dafür: Geld, also die Forderung nach Waren zu einem späteren Zeitpunkt.

Nächstes Problem: Viel der Produktivität versickert als privater Gewinn auf Konten von Privatpersonen. Eigentlich sollte der Staat dieses Geld per Steuer wieder teilweise reinholen, macht er aber nicht ausreichend.

Ein staatliches Defizit ist einfach nicht schlimm. Wirklich nicht. Überschüsse sind sogar sinnlos für Deutschland. Versuche, Staatsschulden zu begreifen. Vergiss dazu erst mal alles, was du über private Schulden weißt, das verwirrt dich nur.


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25.01.2013 um 12:38
@Rho-ny-theta
Nächstes Problem: Viel der Produktivität versickert als privater Gewinn auf Konten von Privatpersonen. Eigentlich sollte der Staat dieses Geld per Steuer wieder teilweise reinholen, macht er aber nicht ausreichend.

Inwiefern? Warum muss er das durch Steuern wieder reinholen? Soll jetzt Gewinnstreben und Effizienz und Nutzung aller Wissenschaften bestraft werden durch höhere Steuern, obwohl es zu einer "besseren" Umwelt beträgt, wie Z. Bsp. Windparks? Nur als Beispiel?
Rho-ny-theta schrieb:Ein staatliches Defizit ist einfach nicht schlimm. Wirklich nicht. Überschüsse sind sogar sinnlos für Deutschland.
Da stimme ich Dir ja zu. Ich glaube Du hast mich falsch verstaden.
Rho-ny-theta schrieb:Vergiss dazu erst mal alles, was du über private Schulden weißt, das verwirrt dich nur.
???


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Rho-ny-theta
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25.01.2013 um 12:43
@Bauli

Steuern sind keine Strafe. Man soll ja nicht alles wegbesteuern, nur einen angemessenen Teil. Und da sind wir jetzt weit drunter. Es ist z.b. eine Sauerei, dass ein Arbeiter ziemlich direkt bei Steuersätzen von 30% und mehr ankommt, sämtliche Kapitaleinkünfte aber bei 25% Besteuerung gedeckelt sind. Genau so, dass es keine Vermögenssteuer gibt. Es geht nicht darum, den Reichen aus Neid alles wegzunehmen, aber gerade Firmeninhaber usw. profitieren viel stärker von öffentlichen Leistungen als der "kleine Mann" und sollten sie dann auch verstärkt mittragen.

Qualitative Unterschiede zwischen Privatschulden und Staatsschulden:

-Staatsschulden sind immer in viele kleine Tranchen aufgeteilt
-Staatsschulden haben immer ein festes Fälligkeitsdatum
-Der Staat kann (einige Zeit lang) sein Einkommen frei wählen

alle diese Punkte treffen nicht auf Privathaushalte zu. Außerdem zahlt der Staat extrem niedrige Zinsen, und Inflation gibt es auch noch.


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25.01.2013 um 13:01
Rho-ny-theta schrieb:Außerdem zahlt der Staat extrem niedrige Zinsen
Das trifft natürlich auf bereits angeschlagene Staaten nicht mehr zu.
Je angeschlagener ein Staat, desto mehr Zinsen werden fällig.
Wer zu sehr als Privatmann denkt, fragt: "Was ist an 7 Prozent schon viel?"


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Rho-ny-theta
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25.01.2013 um 13:04
@eckhart

Ja, ich rede ja momentan von Deutschland, wir zahlen zeitweise sogar weniger Zinsen als die Inflationsrate, werden also dafür bezahlt, dass wir Geld annehmen.

Dass Griechenland und Co momentan in einer ganz anderen Bredouille stecken, ist klar.


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25.01.2013 um 13:16
Rho-ny-theta schrieb:Ja, ich rede ja momentan von Deutschland, wir zahlen zeitweise sogar weniger Zinsen als die Inflationsrate, werden also dafür bezahlt, dass wir Geld annehmen.

Dass Griechenland und Co momentan in einer ganz anderen Bredouille stecken, ist klar.
Ein weiterer Beweis dafür, dass das "Schwäbische Hausfrauen"-modell bei der Betrachtung von Staatsschulden unsinnig ist. :)


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25.01.2013 um 13:38
@Rho-ny-theta

Da ich sogar mit Dir konform, dass der kleine Arbeiter im Verhältnis mehr bezahlt als jemand, der
geringer besteuert durch Einkommen auf Privatvermögen.

Nur wenn Du das so siehst, müsste auch Einkommenssteuer bezahlt werden auf Geringverdiener, vom Arbeitgeber, der ausbeutet und aufstocken lässt. Also derjenige der sein Vermögen auf die Ausnutzung von Arbeitskräften zieht, und dieses in einem Vergleich stellen, so zum Beispiel Tarifverträge oder Mindestlöhnen die dem deutschen Lebensstandard entsprechen. Beispiel: Arbeitgeber A zahlt 5 Euro/ Std in Deutschland, aber Arbeitgeber B zahlt 15,00 Euro/ Std in Grossbritannien. Dann müssten die 10,00 Euro/ Std. Gewinn so hoch besteuert werden, dass sich diese Ausbeutung nicht lohnt. Aber da sind wir noch weit von weg. Dann ist auch endlich wieder Wettbewerb angesagt, wer die besten und effizientesten Produkte hat. Denn es hat sich wenig getan auf diesem Sektor.

Da hätte sich auch die EU und die Gewerkschaften bewegen müssen, aber nachdem die reformunwillig sind.....Statt dessen reden die von einem Mindestlohn von 8,50 Euro/Std.???

Ich gehe sogar soweit zu sagen aus eigenem Beispiel: Ein Auto was ich vor Jahren fuhr, hat weniger Sprit gebraucht als vergleichbares Modell heute. (Ist wahrscheinlich regierungsgewollt, weil die daran verdienen)


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Rho-ny-theta
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25.01.2013 um 14:09
@Bauli

Die Aufstockerei gehört sowieso abgeschafft. Sie erfüllt keinen Zweck außer versteckte Subventionierung bestimmter Betriebe.

Bei den Autos weiß ich es nicht; man muss auch beachten, dass heute viele Verbraucher Standard sind, die vor Jahren noch Luxus waren, v.a. Klimatisierung und elektrische Fensterheber. Die machen Fahrzeuge schwerer, und wenn man die Klimaanlage nutzt, erhöht das auch den Verbrauch massiv


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25.01.2013 um 14:14
@Rho-ny-theta

Das Auto was ich fuhr war vor Jahren als Luxusausführung "gebrandmarkt". Heute ist es Standard. (...) und trotzdem verbrauchte mein PKW vor Jahren weniger.


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