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Elektronische Demokratie

7 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Utopie, Direkte Demokratie, E-demokratie ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
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Elektronische Demokratie

01.03.2012 um 02:37
Man stelle sich vor, man könnte die politischen Entscheidungen zu Hause vom Sofa beeinflussen. Nicht nur Mitglied irgendeiner Facebook-Gruppe werden oder an e-Petitionen teilnehmen, sondern wirklich partizipieren und bindende Entscheidungen in Online-Volksbefragungen mit treffen. Oder noch weiter gedacht: Man könnte die politischen Repräsentanten direkt von zu hause wählen und ihnen ihre Stimmen und Mehrheiten entziehen, sobald sie ihren Wahlversprechungen brechen.

Die technischen Möglichkeiten dafür gibt es schon lange, all dies lässt sich mit der heutigen Informationstechnik realisieren, es fehlt lediglich am politischen Willen dies einzuführen.

Und es gibt ein großes Problem: Wahlen über elektronische Geräte sind undurchsichtig. Niemand kann kontrollieren, ob dass Endergebnis wirklich dem Wählerwillen entspricht. Es sei denn, man geht einen radikalen Schritt und verzichtet auf anonyme Wahlen. Dann könnte man jede Stimme einem Menschen zuordnen und der Weg zur direkten Demokratie wäre frei.

http://www.e-demokratie.org/was-ist-e-demokratie/

Was haltet ihr davon? Ist ein solches System realistisch?
Würdet ihr für direkte Demokratie auf anonyme Wahlen verzichten?


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Elektronische Demokratie

01.03.2012 um 07:36
@neurotikus

Ich halte recht wenig von der Demokratie vom Sofa aus.

Wenn man zu einer Wahlkabine geht, dann macht man sich wohl zumindest ein paar Gedanken über die Kandidaten/das Thema, um das es geht.

Das Volk abstimmen zu lassen (möglicherweise über komplexe Themen wie die Griechenland-Kredite) UND die Leute es völlig spontan machen zu lassen, ist imho eine sehr schlechte Idee.


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Elektronische Demokratie

01.03.2012 um 07:54
Ich stimme meinen Vorredner zu. Obwohl es auch einige Positive Aspekte hat. Beispielsweise müsste die Wahlbeteiligung steigen.
Man könnte es mal ausprobieren aber wenn dann sollen bitte Profis das entwickeln, nicht das es wieder so eine Geldverschwendung wie die Stoppschilder wird die leicht umgangen werden können.


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Elektronische Demokratie

01.03.2012 um 12:06
Niemanden geht es etwas an wen oder was ich wähle!


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Elektronische Demokratie

01.03.2012 um 12:23
Ich will aber keine Repräsentanten wählen, die sich von sämtlichen Banken und Konzernlobbys über Nebenjobs nur bestechen lassen, das ist keine echte Demokratie (griech. Volksherrschaft)!

Wir brauchen keine Politiker bzw. außer natürlich im Sinne jeder ist einer, jeder kann doch einen Gesetzesvorschlag machen und über den stimmen wir dann alle elektronisch ab, ganz ohne Parteien und Abgeordnete, das ist die Zukunft! :)

Wenn man sich nur mal die Wahlplakate anguckt, dann sieht man doch bereits das es sowas wie echte "Wahlversprechen" gar nicht gibt. Das sind nur Allgemeinplätze wie aus der Fibel, sowas kann man gar nicht brechen! Da haben die Politiker von heute doch leider schon längst gegen vorgesorgt, das man sie nicht über diese Schiene jemals angreifen kann!


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Elektronische Demokratie

01.03.2012 um 12:41
Elektronische Demokratie ist die zukunft.

Ein aktuelles beispiel hier:

http://www.campact.de/enb/sn3/signer (Archiv-Version vom 02.03.2012)

Über 70000 unterschriften in 3 tagen!
(Mit namen und adresse)

Ich finde die tendenz hin zur internetdemokratie sehr begrüßenswert.

Es ist eine hervorragende möglichkeit um uns aus den immer dichter werdenden fängen der "Lobbykratie" zu befreien.


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Elektronische Demokratie

01.03.2012 um 13:11
Zitat von MareTranquilMareTranquil schrieb:Wenn man zu einer Wahlkabine geht, dann macht man sich wohl zumindest ein paar Gedanken über die Kandidaten/das Thema, um das es geht.
Ich bezweifle, dass ein Kilometer Weg zum Wahllokal einen Unterschied zwischen einer bedachten und unbedachten Entscheidung macht. Wenn die Leute wissen, das ihre Entscheidungen direkte Konsequenzen haben, dann werden sie sie eher mit bedacht fällen, als wenn sie eine Partei mit einem schwammigen und unzuverlässigen Programm wählen sollen.
Zitat von MareTranquilMareTranquil schrieb:Das Volk abstimmen zu lassen (möglicherweise über komplexe Themen wie die Griechenland-Kredite) UND die Leute es völlig spontan machen zu lassen, ist imho eine sehr schlechte Idee.
Spontan müssen sie sich nicht entscheiden, eine elektronische Wahl kann ja auch medial Vorbereitet werden und sich dann über einen längeren Zeitraum hinziehen (im Gegensatz zur Papierwahl, wo ja zum Wahltermin die Entscheidung da sein muss). Die Entscheidung wird dann getroffen, wenn die notwendige Mehrheit erreicht ist oder zu einem Endtermin ein gewisses Quorum erfüllt ist. Fühlt man sich nicht kompetent, so enthalt man sich.

Übrigens haben auch Politiker das Problem, bei einigen Entscheidungen überfordert zu sein, nur werden die es kaum zugeben und halten sich statt dessen lieber an den Fraktionszwang, im Vertrauen das irgendjemand das mal durchdacht hat.

Das Volk ist, nach meinen Eindruck, zu vielen politischen Fragen gut informiert, bzw. hat zu vielen Fragen eine fundierte Meinung, einzig nützt dieses Wissen nichts, da es ja nicht benutzt werden kann, um Entscheidungen zu treffen. Auch besteht für das Volk ja die Möglichkeit sich über Medien und Croudsourcing zu informieren und so auf Grundlage eines weit breiteren Informationsspektrums zu handeln.

Wikipedia: Crowdsourcing

Ich gebe zu, das ein solches System, von heut auf morgen eingeführt, vermutlich viele überlasten würde, da sie erstmal lernen müssten, wie man sich zu einer Frage kompetent informiert. Allerdings kann man es ja Schritt für Schritt angehen. Erst E-Petitionen (die es ja schon gibt: https://epetitionen.bundestag.de/ ), dann Online-Volksbefragungen, welche immer häufiger werden und nach und nach politische Entscheidungen durch Gremien ersetzen.


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