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Wie geht es weiter mit der AfD?

70.782 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Familie, Wahlen, Partei ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Wie geht es weiter mit der AfD?

Wie geht es weiter mit der AfD?

11.10.2019 um 12:53
Zitat von paranomalparanomal schrieb:Das ist ungefähr so als würde man nun das Wort " demokratisch" doof finden, weil Nordkorea es in seiner offiziellen Bezeichnung trägt.
Und auch „Volk“, weil der offizielle Name ist nun mal „Demokratischen Volksrepublik Nordkorea“.
Wikipedia: Nordkorea


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11.10.2019 um 21:51
@rhapsody3004
@knopper
Zitat von knopperknopper schrieb:hm naja Antifa ist bei mir eher mit "extrem links" verbunden
Leute, die sich aktiv in der Antifa engagieren, gehören naturgemäß so gut wie ausschließlich zum linken Spektrum. Die überwiegende Mehrheit der sehr unterschiedlichen, einzelnen Gruppierungen, die unter dem Logo der Antifa auftreten, lehnen Gewalt und andere kriminelle Aktionen jedoch strikt ab und können demnach zwar durchaus als links, aber nicht zwangsläufig als linksextremistisch bezeichnet werden.

Man darf außerdem nicht vergessen, dass bei Demos gegen Neonazis wie in Wunsiedel, gegen den III. Weg, aber auch bei Demos gegen die AfD, der Großteil der Teilnehmer überhaupt nicht zu organisierten Antifa-Gruppen gehört!
Meist solidarisieren sich da nämlich Leute aus allen Schichten der Gesellschaft und aus allen Bereichen des politischen Spektrums, abgesehen natürlich vom äußersten rechten Rand. Es kann also durchaus passieren, dass da ein Landwirt und Stammwähler der CSU zusammen mit einer Philosophiestudentin, die vielleicht eher den Grünen zugeneigt ist, gemeinsam gegen das braune Pack auf die Straße gehen, um es mal ganz plakativ und klischeehaft zu formulieren.

Die AfD, die IB und andere rechtsextreme Parteien, Gruppierungen und vor allem deren Vordenker versuchen aber bereits seit Jahren und durchaus mit Erfolg, alle Menschen, die sich gegen Rassismus, Antisemitismus, die Ausgrenzung von Minderheiten und für Demokratie, Toleranz, Grund- und Menschenrechte engagieren in den selben Topf mit der Bezeichnung "Antifa" zu werfen. Dabei soll der Eindruck erweckt werden, als sei eine kleine Minderheit von gewaltbereiten, linksextremen Antifa-Aktivisten stellvertretend für sämtliche Antifa-Gruppierungen und diese wiederum für Antifaschisten allgemein. Letztendlich soll dadurch jeglicher Antifaschismus diskreditiert und gleich im Keim erstickt werden.

Es gehört aber schon lange zur Agenda der "Neuen Rechten", die Deutungshoheit über längst klar definierte Fakten und Begrifflichkeiten zu erlangen, in dem man sie völlig verzerrt bzw. deren bisherige Bedeutung ins komplette Gegenteil verkehrt. Das heißt, eine vom ursprünglich Gemeinten völlig losgelöste Neubewertung soll durch die Wiederholung der immer gleichen absurden Phrasen ins kollektive Denken eindringen.

Hier mal ein paar Beispiele:
"die Faschisten von der Antifa"
"Nazi = NAtionalZIonist"
"Die Nationalsozialisten waren Linke, weil sie "Sozialisten" im Namen trugen."
"BRDiktatur"
"BRD-GmbH"
"Demokratur"
"Meinungsdiktatur"
"EUdSSR"
"Merkelregime"
"USrael"
"Lügenpresse"
"Staatsfernsehen"
"Gutmenschen"
"Denkmal der Schande"
"Angela Merkel ist Hitlers Tochter."
u.v.a.m.

George Orwell würde sich im Grab umdrehen!

"Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke"
(Zitat aus Orwells dystopischen Roman "1984")


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11.10.2019 um 22:10
@JohnDifool
Er würde sich noch weitere Male drehen, wenn er wüsste, wie viele Rechte mittlerweile ihn zitieren und scheinbar versuchen einzunehmen.
Stolpere ich gerade in den US-Medien in letzter Zeit immer wieder drüber.

Wie auch immer. Sollte man irgendwo anheften deinen Beitrag. :Y:


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13.10.2019 um 03:37
Ich bin mal wieder zu tiefst erschrocken, wie einige AfD-Politiker den Anschlag aus Sachsen-Anhalt für ihre Zwecke ausschlachten.

Schaut man sich dann die Profile näher an, wird einem teilweise noch übler.

Namen werde ich natürlich nicht nennen, aber sie weisen auf ihren Profilen doch sehr gerne darauf hin, dass "Deutsche" vom Neonazi erschossen worden sind, "Deutsche", und keine Semiten.
Dann natürlich das Übliche:
Überall Fotos von Deutschland Fahnen, das übliche Herziehen über Greta, das darauf hinweisen wann wieder welcher Migrant und Flüchtling irgendetwas getan hat.
Generell dämliche Sätze wie zb:
Stoppt Sozialleistungen gen Afrika und Kleinasien. Fotos von deutschen Mädchen mit unterschiedlichen Haarfarben und der Hinweis darauf, dass wir genug eigene Vielfalt haben, wir müssen Vielfalt nicht noch importieren.
Deutschland gehört den Deutschen und sonst niemandem.
Wir holen uns auch noch unsere verlorengegangen Langstriche zurück.
Stoppt den Genderwahn, die Bibel und Gott akzeptieren nur Frau und Mann. Wir kämpfen für die deutsche Familie.
Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen usw....


Dabei stellen sich mir immer grundlegende Fragen:

Was ist schief gelaufen in deren Leben?

Woher kommt dieser fanatische Deutschland-Wahn? Diese übertriebene Heimatliebe?

Haben die keine anderen Sorgen als sich an einem kleinen Land auf der Landkarte , in dem sie nur zufällig geboren worden sind und drin leben dürfen, aufzugeilen?


Wieso ist der Deutsche für sie so etwas Besseres, Besonderes, als andere Menschen?

Wieso fällt es ihnen so verdammt schwer einfach mal nicht in irgendwelchen Nationalitäten zu denken?

Warum können sie nicht einfach mal in der Kategorie "Mensch ist einfach nur Mensch" denken? Warum geilen die sich so sehr an irgendwelchen Herkünften auf?

Warum werten sie alle "Nichtdeutschen" ab?


Ich weiß, das alles sind naive Fragen, weil Menschen nun mal unterschiedlich ticken und man es selber nicht verstehen muss, nicht verstehen kann.
Trotzdem würde mich interessieren, ob sie so schon immer gedacht haben oder aus bestimmten Gründen erst so geworden sind? Kann mir nicht vorstellen, dass so ein Gedankengut erst oder durch 2015 entstanden ist.


Und bzgl Antifa nochmal:
Mich interessiert eigentlich gar nicht, welche verschiedenen Gruppen sich unter diesem Begriff alle versammelt haben. Mich interessiert nur die reine Bedeutung von Antifa und rein nach der Bedeutung müssten sich wie gesagt alle zur Antifa zählen, selbst die "gemäßigten Rechtskonservativen" in der AfD.


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15.10.2019 um 11:55
Ein Verein, der keiner ist macht in Thüringen Wahlkampf für die AfD.

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_86619536/afd-der-wahlhelfer-in-thueringen-briefkastenfirma-rechter-autoren-steckt-hinter-zeitschrift.html


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16.10.2019 um 14:19
Zitat von JaimeJaime schrieb am 26.09.2019:Wieso fällt es uns schwer wieso sollte es rechts oder gar rechtsextrem sein jedem Menschen, jedem Volk, jeder Kultur und Lebensweise sein Heim, seine Privatsphäre, sein Land seine Zeit und seinen Ort zuzustehen. Wieso will man den Konflikt, die Konfrontation von allen und allem herbeiführen. Wieso kann nicht einfach jeder in seiner Heimat, seinem Heimatland in frieden leben.
Diese Frage kannst du dir hoffentlich selber beantworten, warum das nicht jeder kann und auch nicht jeder will.



Niemand möchte den Konflikt.
Viele reden ihn sich absichtlich nur herbei oder unterstellen unserer Regierung den Konflikt der verschiedenen Kulturen und Nationalitäten absichtlich herbeizuführen, sogar zu begrüßen, was totaler Quatsch ist. Niemand ist auf Konflikt aus!



Was persönliches von mir noch:

Selbst wenn jeder einzelne Mensch auf der Welt in seinem Land in Frieden und glücklich leben könnte, auch finanziell, so würde ich mir trotzdem wünschen, dass viele verschiedene Kulturen zu uns nach Deutschland kommen und mit uns gemeinsam leben würden.

In einem eintönigen/monotonen Deutschland mit nur einer einzigen Bevölkerungsgruppe und somit auch nur einer einzigen Kultur und Religion und wohlmöglich auch nur einer einzigen Hautfarbe könnte ich niemals leben.
Die Vielfalt macht ein Land erst interessant und das in jeglicher Hinsicht.


Und ob es einigen nun passt oder nicht, aber Abschottung wird nicht die Zukunft sein. Eher das Gegenteil wird kommen: Die Welt wird in Zukunft noch enger zusammenwachsen, zusammenwachsen müssen! Kleinstaaterei hat da keinen Platz mehr.


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16.10.2019 um 14:27
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:In einem eintönigen/monotonen Deutschland mit nur einer einzigen Bevölkerungsgruppe und somit auch nur einer einzigen Kultur und Religion und wohlmöglich auch nur einer einzigen Hautfarbe könnte ich niemals leben.
Ein homogenes Deutschland?
Glücklicherweise leben unter uns Sorben, die niemand wegschicken kann, Höcke!


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16.10.2019 um 14:44
@rhapsody3004
Es kommt ja auf die Menschen an, ob ich mich irgendwo wohl fühle. Mit der Hautfarbe hat das überhaupt nichts zu tun. Was ich aber verstehen kann, ist das Gefühl der Heimat. Das mag für manche überall auf der Welt sein, für mich ist es im Kreise der Familie und Freunden. Aber auch an den Orten, in denen meine Wurzeln sind, wo die gleiche Sprache gesprochen wird, die Traditionen und Bräuche vertraut sind etc. Und diese Bräuche versuche ich auch weiter zu vermitteln.
Wer diese Dinge nicht spürt, für den mag es befremdlich sein, aber ich kann es andersrum auch nicht nachvollziehen. Da ist jeder Mensch anders und das ist ja gut so.
Ich selbst interessiere mich sehr für andere Kulturen, hab Freunde unterschiedlichster Herkunft und auch Ansichten. Und wenn ich mal hier in der Stadt unterwegs bin... der Döner schmeckt beim Türken oder Kurden am Besten, die Pizza beim Italiener und was die besten Glasnudeln der Stadt angeht, schwör ich auf mein vietnamesisches Stammlokal. Und ja, irgendwo mag es auch jemand von sonstwo geben, der geile Pizza macht 😉
Problematisch wird es dann, wenn zu viele Menschen mit völlig anderen Traditionen und Sozialisation in ein Land kommen. Das schafft irgendwann sozialen Unfrieden und das sollte nicht die Zukunft sein. Und von diesem neoliberalen Verein AfD halte ich gar nichts. Klimawandel leugnen, Sozialabbau usw. nicht meine Welt

Die Sorben haben übrigens eine verdammt interessante Kultur und tolle Märchen. Die Geschichten um Krabat dürften einige kennen.


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16.10.2019 um 15:16
@abberline

Tja, was ist Heimat für mich? Heimat ist für mich eine Großstadt, meine Geburtsstadt, die zum Glück schon immer sehr vielfältig war.

Wo ich allerdings aufgewachsen bin, das ist zwar auch irgendwo Heimat, allerdings keine, die ich dauerhaft ertragen könnte.

Bin in einem kleinen Vorort aufgewachsen und da wiederum in einem Stadtteil, der an jeder Ecke, in jedem Winkel so typisch deutsch war und ist und für mich somit absolut eintönig und langweilig.
Überspitzt ausgedrückt sah jeder Mensch gleich aus (vom Alter und Geschlecht mal abgesehen), sprach und handelte auch irgendwie gleich.
All die Häuser sahen gleich langweilig aus. Gefühlt alle Vorgärten, wo jede Hecke, jeder Busch sogar exakt die gleiche Länge hatte. Alle fuhren irgendwie ein- und dasselbe Auto, wenn auch die Modelle unterschiedlich waren.
Die wenigen Restaurants, Cafés, Kneipen ein- und dasselbe Essen, gefühlt die gleiche Atmosphäre, da gleiche Kultur. Bei 2 Bäckereien und einem Supermarkt im Örtchen dasselbe.
Bei Straßenfesten oder der alljährlichen Maibaumaufstellung oder dem kleinen Schützenfest oder dem kleinen Weihnachtsmarkt von der örtlichen Kirche organisiert ebenso ein Gefühl des Monotonen einschließlich immer den selben Leuten.

Die nahe Großstadt war da eine ganz andere Welt. Eigentlich reichte es schon ca. 1km über eine Brücke zu fahren, in einen anderen Stadtteil zu gelangen, um Vielfältig "in vielerlei Hinsicht" erleben zu dürfen. Fing schon mit der Optik an....
Schon damals war ich froh, dass die Vielfalt, andere Welten überspitzt ausgedrückt, nicht weit von mir entfernt lagen.

Dieses Gefühl oder diesen Wunsch von mir übertragt jetzt einfach auf ganz Deutschland und warum ich froh bin, dass Deutschland zumindest in seiner Gesamtheit offen und so verdammt vielfältig ist und hoffentlich auch immer bleiben wird.


Ps.
Dass Vielfalt auch Konflikte mitvsich bringen können, ist mir wohl bewusst, die wiegen bei mir aber tatsächlich niedriger als der allgemeine Wunsch nach Vielfalt.
Ich sage immer gerne, dass das gesellschaftliche Miteinander immer ein gewisses Grundrisiko birgt. Um dem zu entgehen, würde vermutlich wirklich nur eine Auswanderung auf eine einsame/unbewohnte Insel helfen.


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16.10.2019 um 15:25
@rhapsody3004
Und bei mir ist es umgekehrt. Ich mag das dörfliche, überschaubare mit eben jenen Traditionen wie Feuerräder rollen, Maibaum aufstellen etc.
Großstadt fand ich immer gut zum einkaufen oder um auf Konzerte oder in Clubs zu gehen. Aber dann wieder raus in den "Hinterwald"


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16.10.2019 um 15:45
Zitat von abberlineabberline schrieb:Und bei mir ist es umgekehrt. Ich mag das dörfliche, überschaubare mit eben jenen Traditionen wie Feuerräder rollen, Maibaum aufstellen etc.
Großstadt fand ich immer gut zum einkaufen oder um auf Konzerte oder in Clubs zu gehen. Aber dann wieder raus in den "Hinterwald"
Ich mag auch den Hinterwald, wenn wir es so nennen wollen. Dann, wenn ich ihn nicht dauerhaft und ausschließlich ertragen muss.
Ich muss stets die Wahl haben und das möglichst schnell. Gott sei Dank ist das hier in Deutschland ja auch größtenteils möglich.

Für eine andere gesellschaftliche Kultur, Atmosphäre und alles was damit zusammenhängt bzw. darunter fällt etc. möchte ich nicht erst lange für reisen müssen, sondern begrüße sie vor meiner Tür, in meinem Land "Deutschland".

Nein, Deutschland gehört mir natürlich nicht. War nur Zufall, Glück, hier geboren worden zu sein und leben zu können.


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16.10.2019 um 16:37
Wenn ich nochmal kurz etwas persönlicher werden darf, natürlich nur "auf mich" bezogen


Ich höre aus dem Rechten Lager auch (um mal ganz allgemein zu bleiben) häufig die Beschwerde, dass man sich ja so fremd im eigenen Land fühlen würde, weil auf der Straße kaum noch deutsch gesprochen werden würde.

Nun, dass es so schlimm ist, bezweifle ich irgendwie. Dieses Gefühl, diese Beobachtung kann ich zwar nicht machen, ist bewusst wieder übertrieben/dramatisch dargestellt, wenn ihr mich fragt, doch allgemein gesehen stört mich das nicht.
Man muss nicht alles verstehen können, was man hört/mitbekommt, kann das Gehörte aber trotzdem schön finden, weil es für mich schon zu einer Vielfältigkeit gehört, die ich gerne höre und sehe.


Es ist ja glaube ich kein Geheimnis mehr hier, dass ich in einem Flüchtlingsheim arbeite, die letzten 4 Jahre in unterschiedlichen Unterkünften gearbeitet habe, daher erlaube ich mir nochmal eine persönliche Anmerkung:

Ich habe die afrikanische (als weit gefasste Umschreibung mal) Höflichkeit und vor allem auch "lockere Art und Gute Laune" wirklich lieben gelernt.

Das ist für mich grundsätzlich immer so ein positives Erlebnis und warum ich Vielfalt in Deutschland gerne habe.
Ziehen alle Deutschen zb. (natürlich nicht alle) morgens eine Fresse, grüßen nicht oder sind anderweitig unfreundlich, so schenkt einem spätestens ein Flüchtling ein freundliches Guten Morgen oder bringt einen zum lachen.
Die Gute Laune, die lockere Art, der Humor (insbesondere von Menschen aus afrikanischen Staaten) ist ansteckend. Ebenso auch die Höflichkeit insbesondere von Menschen aus dem Nahen Osten zb.

All das gehört für mich schon zu Vielfalt, die ich nicht missen möchte.


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16.10.2019 um 22:47
Bleibt bitte beim Thema und das ist die AfD


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17.10.2019 um 13:53
Des AfD-Bundestagsabgeordneten Brandners Reaktionen, sowie Erfahrungen aus dem Rassismus-Thread untermauern meine Meinung, dass Rassismus und Antisemitismus das sind, wovon abgelenkt wird.
Es ist womöglich ein Novum in der Geschichte des Bundestages: Ein Großteil der Mitglieder des Rechtsausschusses stellte sich am Mittwoch offiziell gegen seinen Vorsitzenden, den Thüringer AfD-Politiker Stephan Brandner. Die Grünen-Abgeordnete Manuela Rottmann verlas im Namen ihrer Fraktion und der Ausschussmitglieder von Union, SPD, FDP und Linken eine Erklärung, in der sie Twitter-Äußerungen Brandners zum rechtsextremen Anschlag in Halle verurteilte. „Sie sind nicht geeignet, diesen Ausschuss zu führen“, sagte Rottmann. „Sie zerstören jede Voraussetzung dafür, die Aufgabe als Vorsitzender des Rechtsausschuss in einer pluralen, offenen Demokratie wahrnehmen zu können.“
...
Wegen Tweets zu Halle hat sich ein Großteil des Rechtsausschusses gegen seinen Vorsitzenden, AfD-Mann Brandner, gestellt. Der denkt nicht daran, zurückzutreten.
...
Der Tweet erwähnte nicht, dass der Anschlag ursprünglich einer Synagoge galt. Und er verschwieg auch, dass der Rechtsextremist danach einen von einem Muslimen geführten Dönerimbiss unter Beschuss genommen hatte. „Dass der Täter in Halle einen tödlichen Anschlag auf die Mitglieder der jüdischen Gemeinde wollte, wird auf abstoßende Weise zur irrelevanten Nebensache verniedlicht“, hieß es in der Erklärung der Bundestagsabgeordneten. In dem Tweet werde „deutschen“ Opfern und den Menschen in Synagogen und Moscheen unterschieden. „Der Autor geht demnach davon aus, dass Juden und Muslime keine Deutschen sein können.

Kritisiert wurde auch ein Tweet, den Brandner selbst abgesetzt hatte. Darin verbreitete ein Foto des jüdischen Publizisten Michel Friedman aus einem Fernsehbeitrag, mit den Worten: „Jede Sendeminute dieses deutschen Michel treibt uns neue Anhänger in Scharen zu – weiter so!“
Dem Tagesspiegel sagte er, er habe die Erklärung Rottmanns zur Kenntnis genommen. Eine Aussprache, Debatte oder Diskussion habe dazu nicht stattgefunden. Er werde den Ausschuss weiterhin leiten.
https://www.tagesspiegel.de/politik/rechtsausschuss-gegen-afd-politiker-brandner-fuer-mich-sind-sie-laengst-zurueck-getreten/25126126.html
Warum sollte es nicht legitim sein, Brandner zu jagen? Nämlich aus dem Amt!


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17.10.2019 um 19:49
@eckhart

Der sächsische Landtagsabgeordnete Roland Ulbrich hat sich zum Anschlag in Halle folgendermaßen geäußerst...


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AfD-Mann Ulbrich dagegen fragt: „Was ist schlimmer, eine beschädigte Synagogentür oder zwei getötete Deutsche?“ Der Eintrag wurde hundertfach geteilt, darunter stehen fast 3000 Kommentare. Viele werten diese Aussage als antisemitisch: Zum einen impliziere sie, dass Juden keine Deutschen seien. Zum anderen verharmlose sie das versuchte Massaker in der Synagoge als geringfügige Tat.
[...] Gefragt, warum er versuche, den Angriff auf die Synagoge als Sachbeschädigung kleinzureden, argumentiert Ulbrich: Er habe lediglich einen juristischen Diskurs begonnen. Es gehe ihm darum, dass der Täter für das, was er getan hat, bestraft wird. Weiter schreibt er: „Worum es geht, scheint doch den Täter für seine falsche Gesinnung zu bestrafen.“ Die Gesinnung sei aber „völlig irrelevant“.
[...] Unter dem Beitrag empören sich Tausende Nutzer über Ulbrichs Beiträge. Der ehemalige grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck und Lehrbeauftragte an der Ruhruniversität Bochum sagte dem Tagesspiegel: „Die angeblich pro-jüdische AfD kann ihre Verachtung für Jüdinnen und Juden und ihre antisemitische Kumpanei nicht im Zaum halten.“

Ulbrich relativiere die antisemitische Motivation des Rechtsterroristen von Halle, argumentierte Beck. Zudem bürgere der AfD-Abgeordnete Juden außerdem sprachlich aus, indem er zwischen Deutschen und Juden unterscheide. Die Implikation: Es gäbe keine jüdischen Deutschen. Beck: „Roland Ulbrich arbeitet mit an dem antisemitischen Klima, das das Leben und die Freiheit von Juden in Deutschland bedroht.“

Auch von jüdischen Verbänden kam scharfe Kritik an dem AfD-Politiker. Levi Salomon vom Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) sagte dem Tagesspiegel: „Ulbrich verharmlost in seinen abscheulichen Aussagen antisemitischen Terror von rechts als harmlose Sachbeschädigung.“
https://www.tagesspiegel.de/politik/nach-rechtsextremem-terror-in-halle-afd-politiker-nennt-angriff-auf-synagoge-sachbeschaedigung/25117664.html


Von anderen AfD-Politikern kommen die üblichen, bescheuerten Verschwörungstheorien...


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Taras Maygutiak ist Stadtrat für die AfD in Offenburg. Nachdem der Offenburger Oberbürgermeister Marco Steffens den Facebook-Post
Maygutiaks "aufs Schärfste" verurteilt hatte, hat Maygutiak ihn daraufhin mit folgender Begründung angezeigt:
"Nachdem meine freie Meinungsäußerung zu der scheußlichen Tat in Halle auf meinem privaten Facebook-Account gezielt gegen die AfD und meine Person instrumentalisiert wurde und die Hetze in einem verleumderischen Post seitens des Oberbürgermeisters auf dem städtischen Infoportal gipfelte, habe ich rechtliche Schritte eingeleitet. Nicht nur, dass der OB seine Neutralitätspflicht klar verletzt hat, er hat in der Überschrift aus meiner freien Meinungsäußerung völlig gegenstandslos einen ,antisemitischen Facebookpost’ konstruiert. Dagegen haben mein Rechtsanwalt und ich mit einer sechsseitigen Strafanzeige plus Strafantrag reagiert und bei der Staatsanwaltschaft eingereicht. "
[...] Mittlerweile ist dieser Post nicht mehr öffentlich zu lesen, wie Maygutiak nach empörten Reaktionen am 11. Oktober auf seinem Facebook-Auftritt bekanntgegeben hat.

Wie das Bündnis "Aufstehen gegen Rassismus Offenburg" in einer Pressemitteilung am Sonntag erklärt, habe sich auch der Kehler AfD-Landtagsabgeordnete Stefan Räpple auf Facebook ähnlich geäußert und den Anschlag von Halle als mögliche "False Flag Aktion" eines Geheimdienstes bezeichnet.

OB Steffen reagiert auf die neuerliche Wendung "mit Befremden". In einer von der städtischen Pressestellen auf Anfrage mitgeteilten Stellungnahme heißt es bezüglich des OB-Statements auf dem städtischen Facebook-Portal vom Freitag: "Herr Oberbürgermeister Steffens sieht seine Äußerungen von der Meinungsfreiheit gedeckt, die er für sich gleichermaßen in Anspruch nehmen kann wie auch Herr Stadtrat Maygutiak. Die Stadt will den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft aber nicht vorgreifen."
(Hervorhebung von mir)
https://www.badische-zeitung.de/taras-maygutiak-hat-strafanzeige-gegen-ob-marco-steffens-gestellt--178301263.html


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18.10.2019 um 07:10
@JohnDifool
Wenigstens hat die AfD schon ein paar Prozente in Thüringen verloren wenn man den Umfragen glaubt.
Aber noch immer viel zu viel.
Die AfD landete bei 20 Prozent - und damit deutlich unter ihren Werten in anderen Umfragen im August und September.
https://www.focus.de/politik/deutschland/zdf-politbarometer-umfrage-zur-landtagswahl-in-thueringen-linke-und-cdu-fast-gleichauf-afd-schwaechelt_id_11245843.html

Unbegreiflich


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18.10.2019 um 20:35
Dass die AfD und ihre Vertreter ein, sagen wir mal, originelles Verhältnis zur Presse haben, ist ja nicht neu. Da will auch Karlheinz Frosch, Direktkandidat der AfD für den Thüringer Landtag, nicht aus der Reihe fallen: Wie die Ostthüringer Zeitung meldet, hat sie alle 23 Direktkandidaten in ihrem Erscheinungsgebiet angeschrieben und darum gebeten, fünf Fragen zu beantworten zu ihren politischen Zielen. 22 haben geantwortet, Karlheinz Frosch nicht, sondern er möchte erst nach der Wahl für ein Gespräch zur Verfügung stehen.

Dass er plötzlich so zurückhaltend ist, könnte daran liegen, dass seine markigen Worte aus dem Wahlkampf nicht so recht zu seiner Vergangenheit passen, denn bis 2016 war eben jener Frosch Geschäftsführer einer Firma, die unter anderem Flüchtlingsunterkünfte aus Containern fertigte, und die - wie Frosch selbst damals in der Sächsischen Zeitung verkündete, dank der Flüchtlinge 2015 wirtschaftlich "ein Rekordjahr" erlebte.

Diese Schere zwischen Worten und Taten mag die Redaktion der Ostthüringer Zeitung nicht unkommentiert lassen.


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18.10.2019 um 21:27
Zitat von LandluftLandluft schrieb:Dass die AfD und ihre Vertreter ein, sagen wir mal, originelles Verhältnis zur Presse haben, ist ja nicht neu.
Nicht neu aber nachvollziehbar!Ich erkenne das Prinzip aus DDR-Zeiten wieder.
Das Prinzip geht so:
"Mainstream-Medien" werden von der AfD verteufelt, wie zu DDR-Zeiten das Westfernsehen von der SED.
Dafür lobte die SED ihre eigenen Medien.
Die Beziehung zwischen der AfD und den "Mainstream-Medien" ist schwierig. Dafür lobt die Partei die "Freien Medien". Eine Spurensuche in Hessen zeigt, dass sich darunter vielfach einfach nur AfD-nahe Medien verbergen.

Dass die AfD immer wieder Kontakte zu Publizisten der neurechten Szene pflegt, ist kein Zufall, so der Marburger Rechtsextremismusforscher Hafeneger. "Man will ein eigenes, rechtes Presseimperium aufbauen - gegen die 'Mainstream-Presse'", sagt er. Dabei seien diese Medien sehr professionell gemacht und auf den ersten Blick nicht von anderen Medien zu unterscheiden. Die Unterschiede seien aber in den Themen zu spüren. "Es geht um Islam, das Frauenbild, Multikulti-Gesellschaften, Szenarien des Untergangs und so weiter", so Hafeneger.
https://www.hessenschau.de/politik/afd-der-traum-vom-eigenen-rechten-presseimperium,afd-freie-medien-100.html (Archiv-Version vom 17.11.2019)


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19.10.2019 um 11:01
Höcke verweigert eine eidesstaatliche Erklärung das er nicht landolf Ladig ist.

https://www.mz-web.de/thueringen/wer-ist--landolf-ladig---thueringer-afd-chef-hoecke-verweigert-eidesstattliche-erklaerung-33335542


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19.10.2019 um 12:33
@Hayura
Er wird schon wissen wieso ;)


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