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Wie geht es weiter mit der AfD?

70.754 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Familie, Wahlen, Partei ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Wie geht es weiter mit der AfD?

Wie geht es weiter mit der AfD?

09.02.2021 um 19:55
Zitat von Anti_VenomAnti_Venom schrieb:Das behauptet man seit Jahren, auch zu der Zeit von Bernd Lucke und das ist Blödsinn. Dasselbe behauptet der ein oder andere auch über die FPÖ, Rassemblent National (ehemals Front National) und andere rechtspopulistische Parteien und auch da ist es dumm und zwar im wahrsten Sinne des Wortes dumm den Wählern per se Rechtsextremismus zu unterstellen oder, dass sie alle dumm seien.
Da muss ich leider, so sehr ich die AfD derzeit kritisch beäuge, zustimmen.

Ich weiß nicht wo jeder politisch steht, der das äußert. Ich glaube je mehr links man steht, umso einfacher wird die Behauptung oder Sicht aus einer jeweils anderen Bubble heraus.

Ich denke aber, die Wahrheit ist grauer als schwarz oder weiss, bzw. komplexer und vielschichtiger - wenn man denn mehr als plakative / simplifizierte Äußerungen will.



Offen und unproblematisch gebe ich zu, diese Partei früher mal gewählt zu haben, als der Anstrich/Fokus ein anderer war. Die "Lucke-Petry-Gang".

Ja, klar konnte ich nicht ausschließen, dass auch spezielle Pappenheimer in der Partei sind oder mit ihren Wählerstimmen da ihr Seelenheil suchten. Ich fand damals aber einige in den Vordergrund gestellte Punkte, mit Abgleich der aus meiner Sicht damals empfundenen Probleme, durchaus öffentlich diskutabel. Also, dass man darüber sprechen sollte statt "alternativlos" irgendwas zu verfolgen. Man kann fast alles anders machen. War ich da jetzt mitsamt mancher Kollegen (die auch ihre Meinung geändert haben, als es krasser wurde) Rechtsextremist oder denkbefreit? Ich denke nicht.

Nicht jedem passt alles, was politisch passiert. Das war aus meiner Sicht damals eine Art Aufbruchchance. Alternative Politikansätze halt - und ich rede hier von keinem Extremismus der in diesen Zielen lag.





Wieso schreibe ich das? Um einfach ein differenziertes Bild aufzuzeigen. Ich würde die AfD so in dieser Form nicht mehr mit der Kneifzange anfassen. Aber man macht es sich auch historisch und vielleicht auch immer noch aktuell zu leicht, wenn man die Gesamtmasse in einen Topf wirft. Ich konnte damals wie mit der Zeit auch immer gemäßigtere Klientel in ihr wahrnehmen, die halt medial nicht immer wieder skandalös aufploppen. Da ist man dann ganz vereinfacht ausgedrückt Sauer auf die Politik, ein bisschen "Wutbürger" oder wünscht sich in ganz bestimmten politischen Themengebieten eine Veränderung, die dann oder immer noch die AfD im Kern bedienen will - oder dies zumindest vorgibt zu wollen. Ohne zugleich extremistische politische Positionen bedienen zu wollen oder das "Deutschsein" bzw. Staatsbürgerschaft auf eine bestimmte ethnisch definierte Gruppe beschränken zu wollen.

Will ich hier gerade die krassen Akteure reinwaschen? Nein. Ich will einfach sagen, es ist oft komplexer als die eigene Sicht vielleicht zulässt. Ich käme auch nicht auf die Idee, alle Linken (Wähler oder Mitglieder) als Kommunisten oder Denkbefreite zu labeln.

Ich schreibe das wie gesagt als jemand, der die AfD nicht mal (mehr) mit der Kneifzange anfassen würde. Ich schrieb ja die letzte Zeit in diesem Thread auch eher kritisch. Aber ich mache das nochmal mit historischem Rückgriff, um einfach eine andere Sicht darzubieten, was manche damals oder noch heute antreiben könnte, da ihr Kreuz zu machen oder Mitglied zu werden.

Fazit: Von niemandem erwarte ich, dass er auf einmal ungeahnte Sympathien für jene Partei oder Wählerschaft für sich entdeckt. Aber dass man ggf. an seinem Ton und seinen Aussagen ein wenig feilt.


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09.02.2021 um 20:44
@Warden
starke Worte. Respekt!
Zitat von WardenWarden schrieb:Sauer auf die Politik, ein bisschen "Wutbürger" oder wünscht sich in ganz bestimmten politischen Themengebieten eine Veränderung, die dann oder immer noch die AfD im Kern bedienen will - oder dies zumindest vorgibt zu wollen.
Genau das was eben der Politik fehlt. Man behandelt die Leute für blöd und nicht mit Respekt. Treffend von Sebastian Pufpaff bezeichnet:

https://www.zdf.de/comedy/noch-nicht-schicht/noch-nicht-schicht-210204-102.html
Eine schöne kleine Sendung im "Staatsfunk" ;-)

Politik heisst meiner Meinung nach, Menschen auf den Weg mitzunehmen und Entscheidungen klar und transparent zu begründen. Wer sich abgeholt fühlt, wird auch anders entscheiden.


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09.02.2021 um 20:48
Die AfD ist da ein schlechtes Beispiel, aber andere Rechtspopulisten wie die FPÖ in Österreich oder Rassemblent National in Frankreich haben vor allem selber auf soziale Politik gesetzt, wenn auch eine nationalistische. Und hier haben sie besonders stark bei Arbeitern gepunktet zb. Statt dasselbe und mehr zu tun, vor allem als linke und vor allem auch als sozialdemokratische Partei hat man die Wähler lieber als Nazis bezeichnet, Rassisten, dumme Menschen, usw. usw. Die Quittung kam ziemlich bis sehr schnell.

Die Sozialpolitik ist übrigens bis heute ein wichtiges Thema für die Rechtspopulisten in Österreich und Frankreich zum Beispiel, bei der AfD eher weniger wie es scheint.


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09.02.2021 um 20:56
Zitat von Anti_VenomAnti_Venom schrieb:Die Sozialpolitik ist übrigens bis heute ein wichtiges Thema für die Rechtspopulisten in Österreich und Frankreich zum Beispiel, bei der AfD eher weniger wie es scheint.
Klientelpolitik bzw. Schlaraffenland versprechen: Probates Mittel bei Desillusionierten.

Die AfD im Osten möchte auch eher sozialistische Politik machen. Die marktradikale Seite im Westen sind die Reste aus der Lucke-Zeit.


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09.02.2021 um 22:58
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Klientelpolitik bzw. Schlaraffenland versprechen: Probates Mittel bei Desillusionierten.
Hat Trump 2015/16 auch so gehandhabt. Er hat sich im Wahlkampf als Politiker für die "kleinen Leute" dargestellt und im Rust Belt auch bei jener Gruppe vergleichsweise gut gepunktet.

Die AfD dürfte langfristig mit einer sozialen Politik besser fahren als auf der marktliberalen Meuthen-Weidel-Schiene. Die Deutschen sind im Schnitt, ohne das nun werten zu wollen, eher auf Sicherheit und einen starken Staat bedacht als auf Eigenverantwortung und Freiheit, liberale oder gar libertäre Ideen, die sich an einem starken Markt orientieren, sind eher verpönt.


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10.02.2021 um 07:50
Zitat von balumpabalumpa schrieb:Die AfD dürfte langfristig mit einer sozialen Politik besser fahren als auf der marktliberalen Meuthen-Weidel-Schiene. Die Deutschen sind im Schnitt, ohne das nun werten zu wollen, eher auf Sicherheit und einen starken Staat bedacht als auf Eigenverantwortung und Freiheit, liberale oder gar libertäre Ideen, die sich an einem starken Markt orientieren, sind eher verpönt.
Einer national-sozialen Politik, ja. Ist offenbar genau das, was Figuren wie Höcke zu verkaufen versuchen, und womit sie gerade im Osten recht erfolgreich sind. Etwas kulturelle Deutschtümmelei hier, etwas soziales Kuscheln dort, am Ende können sie sich als eine ökonomisch eurofeindliche- aber soziokulturell eurofreundliche Partei positionieren, was zwar zT ein Widerspruch in sich ist, und nur eins von vielen Beispielen darstellt, woran sie immer wieder scheitern werden, es aber viele Wähler scheinbar erstmal gar nicht stört.

D profitiert ökonomisch immer noch mit am stärksten von Europa, und das spricht gegen einen Teil der Linie der AfD. Sollten durch die EU wieder Probleme auftauchen, die sich tatsächlich auch hier und dort abzeichnen, bekommt sie in diesem Punkt auch wieder Aufwind. Die Positionierung gegen den Islam scheint mir allerdings auch nicht sonderlich stabil zu sein, weil es einfach zu wenige Islamisten und zu viele friedliche Moslems gibt. Das beißt sich auch ziemlich heftig mit dem, was man seitens der AfD propagiert, nur zehrt sie immer noch stark von der Xenophobie der Pegida, und das reißt sicher nicht so schnell ab.
Im Westen ist das ja nicht wirklich Thema.

Ich denke, es ist langfristig gar nicht wirklich abzusehen, wie sie letztlich abschneidet. Sollten die Europaprobleme so anwachsen, dass man sie nicht mehr in den Griff bekommt, wird sie punkten können. Sollte wieder irgendeine Flüchtlingsproblematik dazu kommen, die die Gesellschaft aufwühlt, ist es das gleiche. Das sind so die Hauptthemen der Partei, und davon hängt ihre Zukunft ab.


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10.02.2021 um 09:31
Zitat von WardenWarden schrieb:Aber dass man ggf. an seinem Ton und seinen Aussagen ein wenig feilt.
Verstehe ich nicht.

Warum soll man Menschen die
Zitat von WardenWarden schrieb:Sauer auf die Politik,
sind, oder
Zitat von WardenWarden schrieb:ein bisschen "Wutbürger"
sind, mit Samthandschuhen anfassen oder einem gemäßigtem Ton behandeln?

Wer sein "sauer auf die Politik" oder sein "Wutbürgertum" über seinen moralischen Kompass stellt und mit Rechtsextremen gemeinsame Sache macht, darf nicht erwarten, besser behandelt zu werden, als eben jene Rechtsextremen.


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10.02.2021 um 10:49
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Wer sein "sauer auf die Politik" oder sein "Wutbürgertum" über seinen moralischen Kompass stellt und mit Rechtsextremen gemeinsame Sache macht, darf nicht erwarten, besser behandelt zu werden, als eben jene Rechtsextremen.
Genau das macht bei Weitem nicht jeder oder machte nicht jeder. Weder in der AfD, noch in der FPÖ und RN (Rassemblent National) Wählerschaft. Oder was verstehst du unter „gemeinsame Sache machen“?


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10.02.2021 um 11:16
Zitat von Anti_VenomAnti_Venom schrieb:Genau das macht bei Weitem nicht jeder oder machte nicht jeder.
Mitgefangen, mitgehangen! Wer eine Partei wählt, der muss sich im Klaren sein, dass alle Punkte aus dem Programm für eine Bewertung relevant sind. Die Schutzbehauptung, ich wähle Sie ja nur, um gegen die aktuelle Politik zu protestieren zieht eben nicht.


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10.02.2021 um 12:37
Zitat von Anti_VenomAnti_Venom schrieb:Oder was verstehst du unter „gemeinsame Sache machen“?
Die Partei zu wählen bspw.


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10.02.2021 um 14:03
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Die Schutzbehauptung, ich wähle Sie ja nur, um gegen die aktuelle Politik zu protestieren zieht eben nicht.
Die Behauptung, dass die Wähler alle rechtsextrem seien aber auch nicht. In Deutschland solala, in Österreich erst recht nicht.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Die Partei zu wählen bspw.
Wenn wir das ausweiten könnte man dann die gesamte Linkswählerschaft (die Linke Partei meine ich) als linksextrem einstufen und so behandeln, die Muslime als Fundamentalisten sobald auch nur einer von denen eine Moschee betritt die in Zusamenhang mit DITIB, IGGÖ und co. steht, usw.

Die AfD hat da größere Probleme, klar. Aber bin gespannt ob ihr dasselbe auch über die österreichischen und französischen Ableger zum Beispiel behaupten könnt, vor allem Österreich.

Eine heftige Kritik verdienen aber sehr wohl die Wutbürger die bewusst zusammen mit Neonazis und Reichsbürgern marschieren. Kritik ist hier noch harmlos ausgedrückt.


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10.02.2021 um 14:10
Zitat von Anti_VenomAnti_Venom schrieb:Die AfD hat da größere Probleme, klar. Aber bin gespannt ob ihr dasselbe auch über die österreichischen und französischen Ableger zum Beispiel behaupten könnt, vor allem Österreich.
warum? Thema ist hier die AfD, da sind alle Verweise auf irgendeine andere Partei etc. doch im Grunde nur Ablenkung.


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10.02.2021 um 14:11
Zitat von Anti_VenomAnti_Venom schrieb:Eine heftige Kritik verdienen aber sehr wohl die Wutbürger die bewusst zusammen mit Neonazis und Reichsbürgern marschieren. Kritik ist hier noch harmlos ausgedrückt.
Wo wäre der Unterschied zum AfD Wähler?


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10.02.2021 um 14:14
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Thema ist hier die AfD, da sind alle Verweise auf irgendeine andere Partei etc. doch im Grunde nur Ablenkung.
Diese Verweise sollen aufzeigen, dass es nicht anders bei (ehemaligen) AfD Wählern zu sehen ist als in oberen genannten Fällen. Wobei es jetzt natürlich kritischer aussieht als noch vor wenigen Jahren.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Wo wäre der Unterschied zum AfD Wähler?
Die Wutbürger SIND ja Teil der AfD Wähler.


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10.02.2021 um 18:08
Wer mit mitgefangenen mitgegangen kommt, kommt nicht umhin das gleiche Prinzip Links oder auch woanders anzuwenden.

Oder ist das dann plötzlich was anderes gemäß der rechts angewandten Logik? Ist jeder Die Linke-Wähler Kommunist, weil es in ihr solche Strömungen gibt, wie @Anti_Venom anbringt?


Will sagen, es gibt auch sicherlich in der AfD ein Spektrum, wie es das in quasi jeder anderen Partei gibt, die derzeit in einem Parlament sitzt.

Diese Leute, dieses Spektrum, kann man subjektiv ablehnen. Ich würde sie aber nicht ausnahmslos pauschalisieren bzw durch den richtigen Ton oder die Wortwahl auch die richtigen Personen adressieren.

Im großen Stil mündet das meiner Ansicht noch sonst zu verhärteten Fronten, weniger Diskurs an sich oder zw. den gemäßigten Elementen und kurzum etwas, das wenigen hilft. Ich will auch keinem die Kritik an der Partei nehmen, hab ich selbst genug von. Ich denke nur, oft oder manchmal kann man diese Kritik feiner / differenzierter anbringen.

Das ist auch schon alles.


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10.02.2021 um 18:35
Zitat von WardenWarden schrieb:Will sagen, es gibt auch sicherlich in der AfD ein Spektrum, wie es das in quasi jeder anderen Partei gibt, die derzeit in einem Parlament sitzt.
Siehst Du dieses Spektrum auch in der sächsischen AfD nach dem Lesen des WELT-Beitrages https://www.welt.de/politik/deutschland/article225985519/AfD-Die-Voelkischen-gehen-wieder-in-die-Offensive.html ?

Wenn ich das in diesem frei zugänglichen WELT-Artikel geschriebene in einem Spektrum suche, finde ich nur ein einfarbig braunes Bild!
Kein Spektrum!
Was davon auf andere ostdeutsche AfD - Landesverbände ebenfalls zutrifft, ist für mich nicht weniger braun.

Ich weiß nicht, wo ich ein Spektrum suchen sollte.

Bestimmt auch nicht beim kleinen versprengten Grüppchen um Weidel und Meuthen im Bundesvorstand, so lange es noch existiert,
denn auch das frequentiert den Kyffhäuser und Schnelllroda.


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10.02.2021 um 20:26
Zitat von WardenWarden schrieb:Ist jeder Die Linke-Wähler Kommunist, weil es in ihr solche Strömungen gibt, wie @Anti_Venom anbringt?
Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich. Mir ist bei der Linkspartei nur ein GG-konformes Parteiprogramm bekannt. Auch sind mir wenn dann nur sozialistische Gedanken zu Ohren gekommen. Von Kommunismus kann keine Rede sein.

Für die AfD gilt das eben nicht. Dazu kommt das offen rechtsextreme Auftreten des Flügels unter Landolf Ladig. Das kann man nicht mehr als Strömung bezeichnen.


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10.02.2021 um 20:54
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Auch sind mir wenn dann nur sozialistische Gedanken zu Ohren gekommen. Von Kommunismus kann keine Rede sein.
Da irrst du dich, Teile der Linken Partei sind nicht umsonst im Visier des VS.
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Das kann man nicht mehr als Strömung bezeichnen
Doch, der Flügel ist bzw. war eine Strömung innerhalb der AfD


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10.02.2021 um 21:26
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich. Mir ist bei der Linkspartei nur ein GG-konformes Parteiprogramm bekannt. Auch sind mir wenn dann nur sozialistische Gedanken zu Ohren gekommen. Von Kommunismus kann keine Rede sein.

Für die AfD gilt das eben nicht. Dazu kommt das offen rechtsextreme Auftreten des Flügels unter Landolf Ladig. Das kann man nicht mehr als Strömung bezeichnen.
Wikipedia: Kommunistische Plattform

Bitte sehr. Ich denke mal, wo "Kommunistische Plattform" dransteht ist kein Hardcore Kapitalismus drin, sinngemäß.

Die AfD mag "nahtlosere" Ausreisser haben, aber wenn "KPF" in der Linkspartei nicht vom Kern her vergleichbar mit dem Flügel im Sinne eines Spektrums ist, dann weiß ich es auch nicht. Jede Partei hat unterschiedliche Segmente oder "Flügel".

Auch wenn es hier primär um die AfD geht, aber: Solche linken / kommunistischen Plattformen, Strömungen oder Segmente mögen nicht so in den Medien aufploppen wie es die AfD mal in Gänze, mal dediziert auf spezielle Akteure oder "Flügel" tut, aber von so einem "Reinwaschen" halte ich nichts.

Naja, es sei denn man tickt halt genau so, dann verstehe ich ein gewisses "whataboutism", welches ich als subjektive Verteidigungshaltung deklariere. Klingt sperrig, aber ein sehr erpichter AfD-Freund wird nun mal eben auch einseitig seine Ansichten oder Parteien verteidigen, so wie das ein eher linker Kommunist tun würde, was seine Ansichten angeht.

In die Falle der Subjektivität fallen viele. Ich bei gewissen Themen natürlich auch. Ich meine aber hier immerhin sagen zu können, dass ich weder für die eine noch die andere Seite voll Partei ergreifen will, zugleich aber auch einräume, dass man es eben differenzierter betrachten kann und nicht jeder Vollblut-Extremist ist.

Nicht jeder in der Linken ist für klassische kommunistische Positionen empfänglich oder großer Freund, denke ich. Noch ist jeder in der AfD oder als Wähler Rechtsextremist, Ausländerfeind, Demokratiefeind, etc. Manche fokussieren sich gar auf ganz bestimmte politische Themenbereiche die sie für sich wiederum sehr hoch gewichten und dann eben Partei XY (Ob Linke, Grüne, FDP oder AfD, je nach Position zum Thema) als beste Wahl sehen.

Das soll nicht pampig klingen aber mir scheint, die Hardcore-Vertreter jedweder Seite haben so ihre Probleme, was differenzierte Betrachtungsweisen angeht. Ob es nun am fehlenden Willen oder der fehlenden allgemeinen Fähigkeit dazu scheitert, ob jene weit links oder weit rechts stehen. Das kann oft schade sein, wenn man sich dann auch bei gemäßigteren Elementen eher verbal oder physisch die Köpfe einschlagen will.

Noch als kleine Ergänzung, ehe wieder "Ja aber die eine wollte Reiche erschießen / ja aber der Landolf" kommt: Ich rede hier von allen. Da ist es vielleicht oft, aber nicht zwingend immer passend Leute zu nennen, die immer wieder medial aufploppen. Ich rede auch vom unbekannten Wähler oder Kleinstmitglied XY, welches keine extremistischen Positionen vertritt aber sonst wie ihr Seelenheil in der Partei oder Teilen des Parteiprogramms oder auch der generellen Idee sieht.

Ich kann die radikalen und extremistischen "Fressen" in der AfD die immer wieder medial und skandalös aufploppen auch nicht mehr sehen und hören und verdrehe die Augen schon bei jenen die ganz klar auffällig geworden sind, mit fragwürdigen Positionen. Keine Frage. Ganz klar.

Aber Fakt ist, dass die Partei größer ist. Gibt es genug wenig oder unbekannte die genau so komisch ticken? Ja, klar. Aber es gibt auch eine Zahl X, die nicht so tickt. Von denen liest man halt weniger. Die sollte man aber grob im Hinterkopf behalten. Vor allem sind jene ggf. noch empfänglicher für Diskussionen oder sachliche Debatten, entgegen der bekannten Pappnasen.

Die vergrault man potentiell aber wenn man sie ausnahmslos in den gleichen Topf wirft.


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11.02.2021 um 08:44
Zitat von WardenWarden schrieb:Die AfD mag "nahtlosere" Ausreisser haben, aber wenn "KPF" in der Linkspartei nicht vom Kern her vergleichbar mit dem Flügel im Sinne eines Spektrums ist, dann weiß ich es auch nicht. Jede Partei hat unterschiedliche Segmente oder "Flügel".
Also ich kann mit der KPF gut leben - während ich mit nichts aus der AfD gut leben könnte.

KPF:
Hauptanliegen sind Verbesserungen im Interesse der Nichtbesitzenden. Weitere zentrale Anliegen sind Antifaschismus und Antirassismus.
Quelle: Wikipedia: Kommunistische Plattform

Das finde ich durchaus unterstützenswerte Anliegen, im Gegensatz zu denen der AfD (vom sog. Flügel nicht zu reden)
Zitat von WardenWarden schrieb:Die vergrault man potentiell aber wenn man sie ausnahmslos in den gleichen Topf wirft.
Die sind nicht in den Topf geworfen worden, die haben sich selbst darein begeben.
Und entweder die kommen selbst zur Besinnung oder eben nicht, ich sehe nicht wo oder warum man denen entgegen kommen sollte.


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