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Wie geht es weiter mit der AfD?

70.754 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Familie, Wahlen, Partei ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Wie geht es weiter mit der AfD?

Wie geht es weiter mit der AfD?

13.04.2021 um 18:17
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:In Sachsen ist die AfD stärkste Kraft unter den Erstwählern (18-24 Jährige) geworden. Das ist viel erschreckender und dürfte auch der Trend für Mitteldeutschland sein. Einzig Brandenburg (durch Berlin-Auszügler) und die Nordlichter sind nicht ganz so schlimm.
Ja, das sehe ich auch als großes Problem. Da muss man eigentlich deutlich tätig werden und Ursachenforschung betreiben.


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Wie geht es weiter mit der AfD?

13.04.2021 um 18:28
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Da muss man eigentlich deutlich tätig werden und Ursachenforschung betreiben.
Nicht mit der CDU in Sachsen. Das Selbstverständnis hier lautet: "Der Sachse ist immun gegen Rechtsextremismus."
Der Fall aus Plauen bezüglich Stimmverhalten der CDU mit AfD und III.Weg war sehr bezeichnend.

Der CDU-Landesverband ist der konservativste im ganzen Land.


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13.04.2021 um 18:28
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Da muss man eigentlich deutlich tätig werden
Mauer?

Ich wohne in einer "abgehängten Region", in der Arbeitsplätze knapp und schlecht bezahlt sind, obendrein saisonabhängig, in der die Infrastruktur ein schlechter Witz ist, von der Bahnanbindung bis zum Internet, Wohnraum knapp und teuer und die dann noch alljährlich von Migrantenmassen, die wir hier "Touristen" nennen, weil das so ähnlich klingt wie "Terroristen", heimgesucht wird, von denen sogar viele einfach den Rest ihres Lebens hier verbringen und die wenigen Krankenhäuser und Fachärzte überlasten.

Warum wählen dann aber hier nur 5,7%* die AfD? Weil wir keine Sachsen sind? Liegt es vielleicht an dem Unterschied zwischen siebzig Jahren Demokratieerfahrung versus dreissig Jahren solcher?

*Mehr dazu:

http://online.nordfriesland.de/WAHLEN/Europawahl2019/index.html


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13.04.2021 um 18:49
@Doors
Bei der AfD lässt sich ein Nord-Süd-Gefälle feststellen. Baden-Württemberg, Bayern und Mittelelbe hohe Zustimmung - Niedersachsen, SH und die Stadtstaaten wenig Zustimmung. Der Rest liegt dazwischen.

Die Norddeutschen sind wohl offensichtlich viel gelassener und weltgewandter. Liegt vielleicht auch daran, dass Berge nicht den Horizont verstellen ;-)


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13.04.2021 um 18:55
@SvenLE

Schon beim Lieblingsthema "Überfremdung" konnte die AfD hier oben keinen Blumenpott gewinnen.

Hier auf dem platten nordfriesischen Land ist man 2015 bewusst einen anderen Weg als in vielen anderen Landkreisen und Städten gegangen. Geflüchtete wurden nicht in Camps konzentriert, sondern in die Fläche verteilt. Jede halbwegs bewohnbare Hütte wurde vom Ordnungsamt angemietet und schon fanden sich Menschen aus aller Welt zwischen durchaus aufnahme- und integrationswilligen Alt- und Neu-Nordfriesen wieder. Schnell fanden die "Neuen" den Weg in Nachbarschaften, Vereine und andere dörfliche Strukturen. Da kann es dann schon mal vorkommen, dass eine nordfriesische Trachten-Tänzerin vom Teint dunkler ausfällt als die üblichen Damen. Na und? Nur so funktioniert es.
Über die Gründe einer höheren Akzeptanz von Geflüchteten vermag ich nur zu spekulieren. Ich schrieb schon mal meine Vermutungen, ohne selbst Antworten darauf zu wissen:

Möglicherweise ist hier, hoch oben im Norden, kurz vor Dänemark und Nordpol, manches anders als andernorts. Möglicherweise sind die Menschen solidarischer, weil man das wird, wenn einem seit Generationen hin und wieder Haus und Hof, Frau und Vieh vom Meer weg gespült oder vom Sturm weg geblasen werden. Möglicherweise sind die Menschen toleranter, weil man das wird, wenn man seit Generationen zwischen Deutscher und Däne sein hin- und hergerissen wird. Ich kann es nur vermuten, denn ich weiss es nicht.

Vor allem ältere Menschen erinnern sich noch sehr gut an die Zeit, als sie als Kinder oder Jugendliche gegen Ende des Krieges unter unglaublichen Strapazen und furchtbaren Erlebnissen aus dem Osten des untergehenden Dritten Reiches auf dem Seeweg in Schleswig-Holstein gelandet sind. Mit nichts als dem, was sie am Leibe trugen, traumatisiert, teilweise verletzt, ausgehungert kamen sie auf dem Seeweg, sofern sie nicht unterwegs in der eiskalten Ostsee ertranken. Stichwort "Wilhelm Gustloff" und viele andere Schiffe. Sie wollen etwas von dem zurück geben, was sie damals erfahren haben.

Obwohl Nordfriesland schon vor 1933 ein sehr brauner Teil des damaligen Deutschen Reiches war, so hat sich da doch einiges geändert. In den späten 1960ern und den Jahrzehnten danach kamen viele "Stadtflüchtlinge" aus Hamburg, Westberlin und anderen Metropolen und brachten einen anderen Lebensstil mit, eine gewissene Weltoffenheit, obwohl die durch den Tourismus schon vorhanden war, wenngleich eher nach dem Wikingermotto "Beklau' sie und verhau' sie."

Auch wenn es hier illegale Nazi-Strukturen gibt, so hat zumindest die AfD als legaler Arm bei Wahlen immer sehr geringe Ergebnisse erzielt.


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13.04.2021 um 19:29
@Doors
Starke Worte!

Noch etwas was dazu passt - Wacken!

Sowas kann ich mir nicht auf der Alb oder in der Oberlausitz vorstellen.


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13.04.2021 um 20:05
https://www.handelsblatt.com/images/ersatzbild/24525440/2-formatOriginal.png

Beim Blick auf den sogenannten Zukunftsatlas ist ein gewisses Muster erkennbar: Die AfD ist bevorzugt dort stark, wo die Perspektive (wirtschaftlich, infrastrukturell und demographisch) schlecht ist, beispielsweise im Osten und in Teilen des Ruhrgebietes.

Das wohlhabende BaWü, wo die AfD in der Landtagswahl 2015 solide zweistellig war, war in dieser Hinsicht eine Ausnahme, andererseits ist die AfD dort ja mittlerweile abgestürzt.

Ich möchte die Probleme dabei gar nicht beschwichtigen, aber verstehe dabei den Gedankengang der Wähler nicht. Meinen die ernsthaft, ihre Region würde attraktiver für Arbeitgeber, Investoren und Zuzügler mit einer Partei wie der AfD an der Macht?


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14.04.2021 um 11:00
@Doors
Das ist bei uns in der Eifel-Mosel Region ähnlich. Infrastruktur ländlich, Handynetz stellenweise kilometerweit nicht vorhanden, ÖPNV teuer, Wohnungen teuer durch die Nähe zu Luxemburg. Dazu viele Touristen. Aber auch hier spielt die AfD quasi keine Rolle, was daran liegen mag, dass sich auf den Dörfern nichts verändert hat, Frankreich, Belgien, Luxemburg (wo viele Portugiesen leben) waren schon immer in der Nähe, da fürchtet sich niemand vor jemandem, der eine andere Sprache spricht. Und wenn auf dem Dorf ein, zwei Flüchtlingsfamilien auftauchen, werden die für gewöhnlich recht schnell integriert, einer spielt im Fussballverein, andere sind im Karnevalsverein etc.
Jetzt frag ich mich, was im Osten so anders ist.
Da werden ja wohl auch keine Massen an Menschen in die Dörfer gekarrt.
In manchen Stadtvierteln kann ich noch irgendwo nachvollziehen, dass es Probleme gibt, aber auf dem Land?


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14.04.2021 um 12:41
@abberline
@Doors

Ich frage mich das auch - ich komme aus Hamburg, wir haben im Gegensatz zum Platten Land Recht viele Migranten und bei uns spielt die AfD auch keine Rolle. Ich dachte bislang eher das es der Mangel an Kontakt zu Migranten ist, das diffuse Ängste aufgebaut werden, aber eure Beispiele Schleswig Holstein und Eifel zeigen ja eher Gegenteiliges auf.


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14.04.2021 um 12:47
@cejar
Ich könnte Unmut verstehen, wenn in ein Dorf von 1000 Einwohnern, hunderte Neuankömmlinge aus anderen Kulturkreisen dazu gepackt werden. Das kann Probleme geben, klar. Aber als ich das letzte mal durch Thüringen fuhr, sah das zumindest dort gar nicht so aus. Vielleicht können Ortskundige da mehr sagen?


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14.04.2021 um 12:47
Zitat von cejarcejar schrieb:Ich frage mich das auch
Unser ehemaliger Landesvater Kurt Biedenkopf hat da wohl was verwechselt.
Er meinte wohl, Sachsen haben eine starke Affinität zu Rechtsextremismus.
So würde es stimmiger wirken.


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14.04.2021 um 12:54
Zitat von balumpabalumpa schrieb:Ich möchte die Probleme dabei gar nicht beschwichtigen, aber verstehe dabei den Gedankengang der Wähler nicht. Meinen die ernsthaft, ihre Region würde attraktiver für Arbeitgeber, Investoren und Zuzügler mit einer Partei wie der AfD an der Macht?
Da ist ja immer der Lacher schlechthin. Die kapieren es in ihrem Wahn "Den da oben es zu zeigen" einfach nicht.

DDR = Der dumme Rest
Ich finde, da ist nach 30 Jahren Bundesrepublik und dem Wahlverhalten wirklich was dran.


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14.04.2021 um 17:31
Ey3Q9NyXMAAmiNM


Autsch. Ja, das lasse ich quasi unkommentiert stehen.


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14.04.2021 um 17:40
@Warden
Interessant. Damit dürfte schon die Wahl des zweiten Kandidaten interessant werden. Chrupalla als Flügelmann ist gesetzt.

Weidel hätte ich jetzt nicht unbedingt dem Flügel zugeordnet. Ich denke, Sie wird zurückziehen.


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14.04.2021 um 19:19
Zitat von abberlineabberline schrieb:Ich könnte Unmut verstehen, wenn in ein Dorf von 1000 Einwohnern, hunderte Neuankömmlinge aus anderen Kulturkreisen dazu gepackt werden.
Zitat von abberlineabberline schrieb:Vielleicht können Ortskundige da mehr sagen?
Da liegt doch das Problem. Die AFD punktet dort, wo der Ausländeranteil am geringsten ist. Wenn man Zugezogene nur negativ aus der Presse kennt, öffnet man nicht gern die Türen. Dazu steht die DDR-Generation noch in der Blüte ("das jabs früher nich").

Wenn mich Jemand danach fragt und ich sage das ich 6 Stunden, von meinem Arbeitstag, in Halle Neustart verbringe, schlagen Einige die Hände über den Kopf. Wenn ich denen sage, daß ich auch täglich dort im Wohnheim für Asylbewerber bin, werden sie oftmals neugierig.

Gerade dort sind die Menschen sehr zuvorkommend und das versuche ich zu vermitteln.

Wenn ich die Zeiten von der Flüchtlingskrise und heute Vergleiche, bin ich (zumindest in unserer Gegend) guter Dinge. Asylbewerber interessiert hier nur noch die wenigsten. Viele die 2017 noch AFD wählten, verdrehen jetzt die Augen. Letztens demonstrierte die AFD hier auf dem Marktplatz, gezählt hab ich einen Volkssturm von 8 Leuten.

Summa Summarum, auch wenn Doors geil auf Mauern ist und uns gern wieder weg sperren möchte (kann er übrigens gern um sein Nordfriesland ziehen, um uns phösen Ossis fern zu halten) hat sich 2017 schon die Mehrheit gegen rechtsextreme Parteien entschieden und dieses Jahr wird die Mehrheit noch größer. Versprochen!


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Wie geht es weiter mit der AfD?

15.04.2021 um 01:45
Zitat von DerThoragDerThorag schrieb:Wenn ich die Zeiten von der Flüchtlingskrise und heute Vergleiche, bin ich (zumindest in unserer Gegend) guter Dinge. Asylbewerber interessiert hier nur noch die wenigsten. Viele die 2017 noch AFD wählten, verdrehen jetzt die Augen. Letztens demonstrierte die AFD hier auf dem Marktplatz, gezählt hab ich einen Volkssturm von 8 Leuten.

Summa Summarum, auch wenn Doors geil auf Mauern ist und uns gern wieder weg sperren möchte (kann er übrigens gern um sein Nordfriesland ziehen, um uns phösen Ossis fern zu halten) hat sich 2017 schon die Mehrheit gegen rechtsextreme Parteien entschieden und dieses Jahr wird die Mehrheit noch größer. Versprochen!
Wenn jemand nach den Gründen dafür sucht:
Nach dem Amt in Thüringen hat auch der Brandenburger Verfassungsschutz den AfD-Landesverband zum Verdachtsfall erklärt. Die Behörden in Sachsen-Anhalt und Sachsen sehen dafür derzeit offenbar keine Notwendigkeit. Dazu haben sich Innenpolitiker und Experten positioniert.

Weder in Sachsen noch in Sachsen-Anhalt sollen die Landesverbände der AfD derzeit vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Es lägen "keine rechtlichen Voraussetzungen für die Beobachtung des Landesverbandes der AfD in seiner Gesamtheit vor", sagte ein Sprecher des Innenministeriums Sachsen-Anhalt dem MDR.

Auch in Sachsen gibt es aktuell keine Anzeichen. "Das Sächsische Verfassungsschutzgesetz sieht vor, dass in Sachsen die Öffentlichkeit nur dann über eine extremistische Bestrebung informiert werden darf, wenn dem Verfassungsschutz hinreichend gesicherte Erkenntnisse, mit denen er ein verfassungsfeindliches Agieren gerichtsfest belegen könnte, vorliegen. Im Hinblick auf den AfD-Landesverband Sachsen sind diese Voraussetzungen jedoch nicht erfüllt", sagte Innenminister Roland Wöller (CDU) dem MDR.
Quelle: https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/afd-verfassungsschutz-brandenburg-sachsen-anhalt-100.html
Am Wahltag, dem 6.Juni 2021 in Sachsen Anhalt ist: "Weiterschlafen!" glaube ich, die Botschaft von @DerThorag , wenn ich mich nicht irre.
Gestützt durch Äußerungen von Innenminister Roland Wöller.
Immerhin.


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15.04.2021 um 08:40
Zitat von abberlineabberline schrieb:Jetzt frag ich mich, was im Osten so anders ist.
Da werden ja wohl auch keine Massen an Menschen in die Dörfer gekarrt.In manchen Stadtvierteln kann ich noch irgendwo nachvollziehen, dass es Probleme gibt, aber auf dem Land?
Mal ein Erklärungsversuch von mir:
Auch im Osten wo (nach Meinung mancher im Westen) es so gut wie keine Migranten oder Asylbewerber gibt/gab, gibts diese in einigen Großstädten oder auch in kleineren Städten in manchen Stadtgebieten eben doch, teilweise auch zahlreich. Und in der City z.B. spazieren zeitweise sehr viele.

Was ich von Anderen bist jetzt mitbekam, so einige haben mit ihnen in Punkto Ordnung und Sauberkeit schlechte Erfahrungen.
Habe es bei meinem Block selbst erlebt (auch mit einem Bewohner selbst über einen Vorfall gesprochen). Er erzählte, dass er mehrmals beobachtet hatte, wie Migranten aus seinem Haus Abfall nicht in, sondern kurzerhand vor die Mülltonnen gestellt hatten. Ein freundliches Ansprechen seinerseits reichte und das Problem war gegessen.
Seitdem handhaben sie es nun wie es sein muss (alles also oft nur eine Frage der Kommunikation).

Des weiteren gabs ein Viertel, da wohnten in 2 großen Blöcken nur Flüchtlinge. Allerdings gabs auch eine Wohnung wo Sozialarbeiter ein Büro hatten, wohin sich die Anwohner bei Bedarf wenden konnten. Das klappte gut, es gab dann keine Probleme.

In einem anderen Stadtteil hatte man Monate zuvor einen ganzen Block mit Flüchtlingen belegt, jedoch OHNE Begleitmaßnahmen und dort gabs dann Ärger, nicht nur bezüglich Sauberkeit sondern wurden dort seitdem auch paar Kellereinbrüche registriert.

Das waren jetzt nur mal 2 Beispiele wie es gut oder schlecht laufen kann.
Alles in allem steht und fällt also anscheinend alles je nach dem wie die Verantwortlichen und Bevölkerung mit Zuzügen umgehen (Doors z.B. hat ja auch oft genug aufgezeigt, wie es laufen sollte und dort klappts dann auch).

Wenn nun aber umliegende Dörfer oder Kleinstädte welche kaum mit Migranten konfrontiert wurden von Gegenden erfahren, wo es nicht so optimal läuft, dann kann sich dort sicherlich eher mal die Meinung herausbilden "solche Verhältnisse wollen wir bei uns nicht". Oder sie gucken gleich nach westdeutschen Brennpunkten und sagen diesbezüglich, soweit wollen wir es gar nicht erst kommen lassen, nach dem Motto "wehret den Anfängen".

Aus diesem Grund nun die AfD zu wählen ist natürlich kurzsichtig, das ist ganz klar.
Wollte nur mal die Motivation von manchen aus meiner Sicht und Erfahrungswerten schildern.
Man muss also um zu solch einer Einstellung zu kommen nicht unbedingt mit dem Thema Flüchtlinge wirklich konfrontiert sein.


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15.04.2021 um 08:52
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Man muss also um zu solch einer Einstellung zu kommen nicht unbedingt mit dem Thema Flüchtlinge wirklich konfrontiert sein.
Richtig!
Denn schließlich zählt ja das Resultat!
Also das was am Ende dabei hinten rauskommt.
Meiner Erfahrung nach kommt dabei hinten raus, dass in ländlichen Räumen rechtsextreme Organisationsfomen, wozu auch die der AfD gehören, stärker verfangen als in städtischen Räumen.

Wenn ich Loblieder aufs Land und gleichzeitige Verteufelung der Stadt wahrnehme, denke ich,
ist das diesem Umstand geschuldet und ich fasse das als Bestätigung auf!
Besonders im ländlichen Raum lassen sich Faktoren erkennen, die dafür sorgen, dass rechte Propaganda stärker verfängt und rechtsextreme Mobilisierungs- und Organisationsformen erfolgreicher sind als in urbanen Ballungsgebieten. Teile der rechtsextremen Szene nutzen den ländlichen Raum daher gezielt als Experimentierfeld ihrer politischen Strategie.

Generalisierende Aussagen über "den ländlichen Raum" sind schwierig geworden, weil sich dieser in der Moderne stark verändert hat. Durch die Globalisierung, die Industrialisierung und die schnellere Verbreitung technischen Fortschritts ist es längst nicht mehr einfach, klar zwischen "Stadt" und "Land" zu unterscheiden. Gerade das Wachstum städtischer Ballungsgebiete oder die zahlreichen Pendler_innen lassen diese vorgestellte starre Grenze immer weiter verschwimmen.
Quelle: https://www.laendlicher-raum.info/demokratie-in-gefahr/rechtsextremismus-im-laendlichen-raum/



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15.04.2021 um 21:40
Zitat von DerThoragDerThorag schrieb:Link kopieren
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Wie geht es weiter mit der AfD?
gestern um 19:19
abberline schrieb:
Ich könnte Unmut verstehen, wenn in ein Dorf von 1000 Einwohnern, hunderte Neuankömmlinge aus anderen Kulturkreisen dazu gepackt werden.
abberline schrieb:
Vielleicht können Ortskundige da mehr sagen?
Da liegt doch das Problem. Die AFD punktet dort, wo der Ausländeranteil am geringsten ist. Wenn man Zugezogene nur negativ aus der Presse kennt, öffnet man nicht gern die Türen. Dazu steht die DDR-Generation noch in der Blüte ("das jabs früher nich").
Oder aber die leute wählen dort afd weil sie die armutsmigaration bekämpfen wollen, ergebnis dvon sieht man ja in deutschen metropolen wie dort der anstieg steigt.
wenn es so weiter geht, gibts in 10 Jahren muslime parteien hier, nein danke!


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15.04.2021 um 21:49
@Leo2020
Zitat von Leo2020Leo2020 schrieb:wenn es so weiter geht, gibts in 10 Jahren muslime parteien hier, nein danke!
Das ist ein nicht undenkbar, wobei ich nicht glaube, dass sowas über Kleinpartei hinausginge, in Frankreich zumindest kamen die zwar mit kruden Forderungen, aber es gab kaum Stimmen.


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