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Wie geht es weiter mit der AfD?

70.754 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Familie, Wahlen, Partei ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Wie geht es weiter mit der AfD?

Wie geht es weiter mit der AfD?

19.04.2021 um 23:49
@Fichtenmoped

Ja, die Afd macht auch für mich Politik, indem sie endlich wieder strengere Asylregeln einführt, und ich als Frau wieder auf die Straße gehen kann ohne Angst vor sexueller Belästigung haben zu müssen.
Ich war kürzlich in Ungarn in Urlaub, dort kann man als Frau sogar nachts rausgehen, es passiert einem nichts.
Hier in Deutschland wird man oft schon tagsüber von arabischen Männern angesprochen und sie versuchen einen zu begrabschen, da kann man sich echt nicht mehr sicher fühlen.

Und auch ich bin für einen EU Austritt, da der Euro von Anfang an eine Totgeburt war, durch die Deutschland viele hochverschuldete Länder wie Griechenland, die sich die Mitgliedschaft erschwindelt haben, mit Rettungsschirmen mitziehen muss.
Die EU in ihrer jetzigen Form ist nicht funktionsfähig, ich bin für eine Auflösung und Neugründung, bei der verarmte Länder wie Griechenland ausgeschlossen werden, da sie einfach nur eine Belastung für die reicheren Länder sind.

Eine Vergemeinschaftung von Schulden kann nicht funktionieren, Länder wie Griechenland nutzen Deutschland schamlos aus.

Ich erhoffe mir von der Afd eine Rückkehr vom Linksextremismus zur Normalität der 1980er und 1990er Jahren, als es für Armutsmigranten noch unmöglich war, sich in Deutschland Asyl zu erschwindeln.
Ich erhoffe mir von der Afd eine Politik wie die CDU , die ich früher immer gewählt habe, bevor Merkel kam, gemacht hat.


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19.04.2021 um 23:58
@Sunbeam1980

Jetzt haben wir bald alles durch, oder ? AfD ist supi, die bösen Ausländer sind kacke, die EU auch, Masken sind Maulkörbe, die Grünen scheiße, Deutschland versinkt im Linksextremismus, menschengemachten Klimawandel gibt es auch nicht, genauso wenig wie Probleme mit Rechtsextremismus. Hab ich was vergessen ? Ach ja, wer sich impfen läßt, ist ein
Der zitierte Beitrag von Sunbeam1980 wurde gelöscht. Begründung: Coronaverharmlosungen dulden wir hier nicht
und Corona harmlos wie ne Grippe. :Y:

Hoffen wir mal, daß du nur ein schlechter Troll bist. Solltest du das alles so meinen, wie du es schreibst, hast du die Maske sehr schnell fallen lassen.


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19.04.2021 um 23:59
@Photographer

Meinungsfreiheit ist wohl nicht so deine Stärke?
Genau das ist das Problem in diesem Land: Dass jeder, der berechtigte Kritik an der völlig falschen Migrationspolitik der Regierung und an den völlig übertriebenen Corona-Maßnahmen übt, gleich massiv angegriffen wird.


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20.04.2021 um 00:04
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Jetzt haben wir bald alles durch, oder ? AfD ist supi, die bösen Ausländer sind kacke, die EU auch, Masken sind Maulkörbe, die Grünen scheiße, Deutschland versinkt im Linksextremismus, menschengemachten Klimawandel gibt es auch nicht, genauso wenig wie Probleme mit Rechtsextremismus. Hab ich was vergessen ? Ach ja, wer sich impfen läßt, ist ein
Vergiss nicht die Rückkehr zur Reichs... äh... D-Mark. Dann fließt auch sicher bald wieder Milch und Honig für den deutschen Michel. :Y: Und überhaupt sieht man doch, wie schlecht es Deutschland als größte Volkswirtschaft in Europa mit dem Euro geht. Da kann uns nur die heutige AfD um Höcke, Weidel und Co. noch retten.
Zitat von Sunbeam1980Sunbeam1980 schrieb:Meinungsfreiheit ist wohl nicht so deine Stärke?
Und das Differenzieren zwischen Kritik und Meinungsverbot ist wohl nicht so Deine Stärke, gell?


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20.04.2021 um 00:07
Zitat von Sunbeam1980Sunbeam1980 schrieb:Meinungsfreiheit ist wohl nicht so deine Stärke?
Meinungsfreiheit heißt nicht, dass man jeden Scheiß unkommentiert hinnimmt.


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20.04.2021 um 00:10
@Libertin

Schonmal auf die Schuldenuhr von Deutschland geschaut? Solltest du mal tun, dann weißt du wie ernst die Lage ist und dass das Land hochverschuldet ist auf Jahrzehnte.
Deutschland geht es keineswegs gut, 17% aller Deutschen sind arm, eine Schande für ein angeblich reiches Land.
Deutschlands Sozialpolitik ist ein Desaster, und auch die Finanzpolitik ist ein Desaster, traurig, dass dir das nicht bewusst ist, wie Merkel und. Co Deutschland dem finanziellen Ruin preisgeben.


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20.04.2021 um 00:21
Zitat von Sunbeam1980Sunbeam1980 schrieb:Schonmal auf die Schuldenuhr von Deutschland geschaut? Solltest du mal tun, dann weißt du wie ernst die Lage ist und dass das Land hochverschuldet ist auf Jahrzehnte.
Ähm, schon mal in andere europäische Länder geschaut? Ist das etwa ein deutsches Alleinstellungsmerkmal?
Zitat von Sunbeam1980Sunbeam1980 schrieb:Deutschland geht es keineswegs gut, 17% aller Deutschen sind arm, eine Schande für ein angeblich reiches Land. Deutschlands Sozialpolitik ist ein Desaster, und auch die Finanzpolitik ist ein Desaster, traurig, dass dir das nicht bewusst ist, wie Merkel und.
Echt jetzt? Du beschwerst Dich über hohe Armut und Deutschlands schlechte Sozialpolitik und willst dann AfD wählen? Da kannst Du auch gleich die LINKE wählen, weil Dir der Spitzensteuersatz zu hoch angesetzt ist oder die Grünen, weil Du so sehr auf fossile Energieträger und neue Atomkraftwerke stehst.


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20.04.2021 um 12:56
Kaum steht eine Wahl an sind die Kreml Trolle wieder am Start?
Da wurde ja wirklich jedes Argument der neu Rechten genutzt.


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20.04.2021 um 13:06
Zitat von Sunbeam1980Sunbeam1980 schrieb:Ich sehe da die Gefahr einer kommunistischen oder islamistischen Diktatur weitaus höher.
Ich will einzelne Argumente nicht in den Wind schießen aber dieser Satz beschreibt halt rein feststellend dein Weltbild und deine subjektive Wahrnehmung. Es ist demnach kein Wunder, dass du in der AfD deine politische Heimat oder Wahlmöglichkeit eher findest als woanders.

Auf deine anderen Posts (aus anderen Threads) bezogen, etwa zu Masken oder dem reinen Beharren auf Linksextremismus als größere Gefahr, muss ich mich allerdings fragen, ob du in der Lage bist dich selbst noch kritisch mit deinem Weltbild bzw. deinen Ansichten auseinanderzusetzen.

Das hat nichts mit dem Verharmlosen von etwa Linksextremismus zutun. Ich muss mich aber fragen ob du nicht einem Tunnelblick erliegst, wenn du Linksextremismus und perspektivischen Islamismus als größte Gefahr ausmachst wenn es im islamischen Terrorumfeld in diesen Breitengraden ruhiger wurde und Linksextremismus auch eine Gefahr bleibt, die sich aber im Kern auf Sachbeschädigung und Einschüchterung beschränkt, als greifbares Bild oder Tatspektrum...

... während in Deutschland auch in der Neuzeit vermehrt Menschen von Rechtsextremisten umgebracht werden und man systemüberwindung betreiben will.

Du hast hier oder woanders auch geschrieben, dass es unrealistisch sei, dass DE zum dritten Reich zurückkehrt.

Natürlich darf man keine eins zu eins Kopie erwarten, aber ein Trend in die Richtung wäre damit begünstigt, wenn eher stark nach rechts lehnende nationalistische Kräfte am Ruder sind - welche den 'Machtkampf' in der AfD ja augenscheinlich entweder gewonnen haben oder schon stark beeinflussen. Darum geht es ja.

Ich halte von Linksextremismus und Islamismus auch nicht viel. Beide Aspekte beinhalten in ihrer extremsten Form Gefahren, vom Kommunismus bis zum Gottesstaat. Aber wenn man halt ideologisch im selben Boot sitzt, dann sieht man wohl auch nicht die Gefahren die durch eine sehr radikale bis extreme Rechte Position auf anderen Arten und Wegen entstehen können. Ich kann mir nicht erklären wie man die neuerlichen Morde ausblenden oder ignorieren kann. Von Politikern bis hin zu zufälligen Personen auf der Straße bzw. in Lokalen. Von der tatsächlichen Zielgruppe bis hin zu quasi spontan und damit nicht zusammenhängenden Personen die es erwischt, als eine Art "Kollateralschaden".




Ich bin auch für mehr Kontrolle/Regulation bei etwa der Einwanderung von Personen, ob unter Asylbedingungen oder regulär. Ich finde in einigen politischen Bereichen konservative Ansätze nicht zwingend verkehrt. Ich bin kein Freund jedweder Extremismusformen (auch wenn die radikalen Pole hier und da in gewissen Themen durchaus mit der Kritik fundiert auftreten können). Ich bin eigentlich irgendwo zwischen den Stühlen in einer abstrakten politischen "Mitte" und sehe durchaus Teilaspekte aus einem eher linken wie rechten Lager die berechtigt sein können.

Zugleich ist das aber auch der schöne Vorteil, sich nicht felsenfest auf eine Seite zu stellen: Man wird nicht zwingend "betriebsblind" für die eigenen Fehlerpotentiale oder Irrwege, weil man ohne (starkes) ideologisches Brett vor dem Kopf rumläuft.

Ich habe auch mal eher stark in ein Horn geblasen - dann kann die Weisheit und eine differenzierte Betrachtung. Dazu kann ich allen nur raten egal welchem möglichen Tunnelblick sie eher anhängen wollen. Aber eben auch dir.

Die AfD schreibt sich viel auf die Fahnen als quasi-populistische Partei. Ich bezweifle ob sie dann auch bei hypothetischer relevanter Regierungsverantwortung liefern könnte. Zudem halte ich einige ihrer Positionen derzeit für fragwürdig oder schadhaft. Sie mag auch gute Aspekte vorgeblich fördern wollen. Wenn ich etwa die Wirtschaft stärken will ist daran erst mal nichts verwerflich. Leider kann ich mit meiner Stimme keine zielgerichteten Politiker in einer Partei, noch einzelne Aspekte aus ihren politischen Forderungen selektiv unterstützen.

Eine Stimme geht letztendlich an die Partei, so wie letztendlich aktives Mitwirken als Mitglied auch irgendwo im Gesamtkonstrukt untergeht oder man auch dafür steht, egal ob man sich einem Flügel zuordnet oder wie man selektiv abstimmt (solange keine kritische Masse erreicht wird die eine Partei etwa "bändigt").

Aus meiner Sicht halte ich auch als Audruck reinen Protests eine Wahl für jene derzeit nicht für angebracht bzw. ich würde sie nicht wählen können. Ich habe sie mal gewählt weil ich mit dem Gesamtbild um etwas Euro-Kritik (wobei ich eher für eine politische Union bin, ggf. reformiert/optimiert) und Wirtschafts- und Einwanderungskritik bei der Petry-Lucke Konstellation noch klarkam.

Heute würde ich auch die Scharfmacher in der Partei mit einer Wahl stützen. Da meine Annahme ist, dass sie das Land am Ende im langen Wirken durch Austritte und Co. eher an die Wand fahren und die EU zerschießen und das eine Kette an Ereignissen auslösen könnte die vielen schadet...

Na, so lange würde ich lieber niemanden wählen wenn ich entweder gar nicht oder nur die AfD wählen könnte.


Ich möchte an der Stelle noch eine kurze "Weisheit" teilen die ich im Rahmen vom Gaming-Kontext erlebte, die das sinngemäß gut beschreibt. Um den Post kurz zu halten packe ich es in die Spoiler. Ich denke trotz des unterschiedlichen Kontexts zur Politik ergeben sich im Kern Parallelen.

Wer bis hier hin gelesen hat schafft den kleinen Rest bestimmt auch noch ;)

Spoiler

Eine kleine wahre Geschichte mit gewissen Parallelen

Ich war oder bin - eigentlich irrelevant - in einem Spiel unterwegs, in dem viele unterschiedliche Spielergruppen um Ausbau, Einfluss, Dominanz und Ruhm (usw) buhlen. Es ist irgendwie doch auch vergleichbar mit Politik. Ich versuchte dies teilweise selbst mit durchaus gutem Marketing. Am Ende war ich aber nicht kompetitiv genug, fand keine starken Führungskräfte, kein "Fundament".

Durch mein Wirken und den Auftritt wurde aber eine andere Gruppe auf mich aufmerksam, die mir ein Angebot unterbreitete. Ich lehnte zunächst ab, war unsicher, war auch mit dem eigenen Konstrukt zufrieden. Ich sprach aber danach viel mit dem, der mir das Angebot unterbreitete. Es ging nicht nur um das Spiel, das war eher zweitrangig. Es ging um Soziales, Politik und was andere Spieler und Gruppen tun. Er sagte mir wie viele zahlreiche Spielergruppen in der Belanglosigkeit verschwanden - sie waren schließlich von Anfang an dabei und konnten es beobachten.

Irgendwann beendete ich mein Projekt - es war eine schöne Zeit, aber nutzlos. Zeitraubend. Und spätestens da erkannte ich die Weisheit oder Wahrheit darin: Viele verschwinden in der Bedeutungslosigkeit weil sie meinen den besten Weg gefunden zu haben und nicht mit anderen kooperieren wollen. Sie so nie ihr höheres Potential ausschöpfen können oder nie mit den größeren Fischen kompetitiv sein können.

Viele wollten lieber ihr eigenes Ding ohne Kompromisse machen oder selbst zwingend am Drücker zu sein, statt etwas Macht abzugeben und mit anderen zusammen etwas größeres zu schaffen, als Teil eines Ganzen wo aber alle Seiten am Ende eher profitieren. Und da war deren Irrweg der sie am Ende abstrafte.


In die Richtung wollen Parteien wie NPD/AFD stoßen, weil sie den Nationalstaat als Maxime deklarieren. Aber Deutschland könnte so enden wie tausende Spielergruppen: Vor sich hindümpelnd, nicht mehr kompetitiv und in der Bedeutungslosigkeit dahinschwindend, weil man etwa aus der Währung, der politischen Union, aus dem Verteidigungsbündnis, aus sonst was austreten will und lieber alleine dasteht.

Und wie wollen wir alleine noch annähernd kompetitiv ggü. Staaten wie China sein? Soll ich dann meine neue DM feiern oder mit der Fahne etwas rumschwenken während wir aber kompetitiv total abrutschen oder uns höchstens noch gegen unsere direkten Nachbarn wirtschaftlich durchsetzen könnten, mit denen wir aber ohne Bündnisse oder Zusammenschluss langfristig vlt. wieder in Konflikte rennen?

Was, wenn die extremste Auslegung von "Germany first" am Ende interessanterweise in "Germany last" mündet, so wie viele Spielergruppen die den Alleingang forcierten am Ende in der Bedeutungslosigkeit landeten?



Mit diesen Gedankengängen am Schluss bedanke ich mich für die Aufmerksamkeit.




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Wie geht es weiter mit der AfD?

20.04.2021 um 15:50
Ich stelle mir ja regelmäßig die Frage, wie und wo sich Wähler und Sympathisanten der AfD über das Geschehen im Lande informieren. Über seriöse Quellen und Datenbanken kann es ja nicht sein, denn sonst wüsste man beispielsweise, dass die Kriminalität seit Jahren rückläufig ist, auch bei Gewalt- und Sexualdelikten. Man wüsste auch, dass die meisten Täter dieser Delikte aus dem engen Umfeld (Familie, Freunde, Arbeitskollegen) des Opfers stammen. Der Flüchtling, der abends einer Frau auflauert und sie vergewaltigt, kommt selbstredend auch vor, wie diverse Vorkommnisse in den letzten Jahren (beispielsweise der Fall Maria aus Freiburg) belegten, aber das ändert nichts an dem generellen Umstand, dass die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines solchen Täters zu werden, ziemlich gering ist.

Insgesamt ist und bleibt Deutschland ein sehr sicheres Land, auch verglichen mit anderen wohlhabenden Industrienationen. Wer das nicht erkennt bzw. erkennen will, dem ist nicht zu helfen.


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Wie geht es weiter mit der AfD?

20.04.2021 um 16:18
Zitat von balumpabalumpa schrieb:Ich stelle mir ja regelmäßig die Frage, wie und wo sich Wähler und Sympathisanten der AfD über das Geschehen im Lande informieren. Über seriöse Quellen und Datenbanken kann es ja nicht sein, denn sonst wüsste man beispielsweise, dass die Kriminalität seit Jahren rückläufig ist, auch bei Gewalt- und Sexualdelikten
Vermutlich Telegram und AfD-Facebookseiten bzw. Posts, sowie RT. Ggf. PI-News.

Ich weiß nicht ob es "den typischen AfD-Wähler" gibt, aber viele scheinen ja den "Mainstream" zu hassen und suchen sich da ihre Alternativen bzw. Echokammern. Gerade auf Facebook und Co. sehe ich regelrechte "Entgleisungen" und teils "Wahnposts" von Unterstützern.

Das macht natürlich nicht jeder aber scheinbar ist es Teil des Klientels.
Zitat von balumpabalumpa schrieb:Insgesamt ist und bleibt Deutschland ein sehr sicheres Land, auch verglichen mit anderen wohlhabenden Industrienationen. Wer das nicht erkennt bzw. erkennen will, dem ist nicht zu helfen.
Ich denke auch. Vergleichen wir mal mit den USA als einfaches Beispiel.

Ich schaue mir derzeit den Youtube-Kanal "Police Activity" an, weil man da oft Bodycam-Videos von der Polizei sieht. Da kriegt man dann oft auch Videos zu sehen wo Verdächtige auf der Flucht unverhofft schießen oder bei Kontrollen schießen - und natürlich sieht man auch Fälle wo Polizisten sich falsch verhalten oder proaktiv schießen.

Mir geht es aber um das generelle Klima da, und dass hier so etwas total selten ist. Es gibt natürlich genug Formen der Kriminalität die Gewalt und Verletzung beinhalten, aber manchmal hilft der 'reality check'.

Ich bin in ner Stadt mittlerer Größe mal - als Teenager - als ich quasi "Kevin allein zu Haus" (ich heiße nicht Kevin) war, nachts um drei einfach zu nem MC Donalds gelascht - da Verwandte die zuständig waren 2 Tage im Urlaub waren und ich Lust darauf hatte. Mich zieht im höheren Alter nichts mehr um Mitternacht (oder danach) auf die Straße, es ist aber symbolische Aussage dafür, dass man so was woanders nicht erwägen würde, weil es viel gefährlicher ist. Im Durchschnitt.

Ich bin auch mal nachts (nach Mitternacht) durch Brennpunktviertel weil ich da vorbeikam / vorbei musste. Huch, ich wurde ja gar nicht abgestochen oder ausgeraubt - es wirkte alles sehr ruhig auch wenn am Bahnhof was los war und Leute vereinzelt unterwegs waren. Das soll die erhöhte Kriminalität die da eher auftritt nicht kaschieren, ich will einfach nur sagen, es wird nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird.

Manche mentalen Bilder scheinen sehr überzogen zu sein.


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Wie geht es weiter mit der AfD?

20.04.2021 um 16:39
Zitat von WardenWarden schrieb:Vermutlich Telegram und AfD-Facebookseiten bzw. Posts, sowie RT. Ggf. PI-News.

Ich weiß nicht ob es "den typischen AfD-Wähler" gibt, aber viele scheinen ja den "Mainstream" zu hassen und suchen sich da ihre Alternativen bzw. Echokammern. Gerade auf Facebook und Co. sehe ich regelrechte "Entgleisungen" und teils "Wahnposts" von Unterstützern.

Das macht natürlich nicht jeder aber scheinbar ist es Teil des Klientels.
Anders ist das Verhalten mancher AfD-Wähler auch nicht mehr erklärbar. In den Echokammern geht der realistische Blick auf das Wesentliche irgendwann verloren.

Besonders unverständlich ist dabei, dass es keinesfalls nur Dumme sind, die dermaßen entgleisen, sondern auch gutsituierte, nicht selten auch studierte Menschen, denen man eigentlich eine gewisse Fähigkeit, Gelesenes/Gesehenes zu reflektieren und auf seine Richtigkeit zu überprüfen, zutrauen sollte.
Zitat von WardenWarden schrieb:Ich denke auch. Vergleichen wir mal mit den USA als einfaches Beispiel.
Der Vergleich zu den USA ist übrigens generell gut.

Stadtteile wie Duisburg-Marxloh oder Dortmund-Nordstadt mögen, diplomatisch formuliert, sicherlich nicht die beschaulichsten Fleckchen auf diesem Planeten sein. Ich würde aber 1.000-mal lieber durch unsere deutschen Problemviertel laufen aus durch die Problemviertel in US-Metropolen.


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Wie geht es weiter mit der AfD?

20.04.2021 um 16:49
Zitat von balumpabalumpa schrieb:Stadtteile wie Duisburg-Marxloh oder Dortmund-Nordstadt mögen, diplomatisch formuliert, sicherlich nicht die beschaulichsten Fleckchen auf diesem Planeten sein. Ich würde aber 1.000-mal lieber durch unsere deutschen Problemviertel laufen aus durch die Problemviertel in US-Metropolen.
Ja, das kommt hinzu. Ich habe Stories von Leuten aus Communities gehört die Europäer sind und irgendwie in San Francisco landeten. So als Touri/Besucher. Der Typ kam mit Trauma zurück, wurde auch ausgeraubt. Er sagte, er hätte da wo er unterwegs war (menschliche) Scheiße auf dem Gehsteig gefunden und alles war voller Obdachloser. So was kennt man hier nicht auf dem Level.

Auch sonstige Bilder aus etwa Chicago und anderen typischen Großstädten oder Problembereichen, wo man teils den ganzen Gehweg über Obdachlose hat, die zeichnen das desolate Bild einiger US-amerikanischer Großstädte - wo wir hier mit unseren Brennpunktvierteln noch quasi paradiesische Zustände haben.

Erneut will ich damit die dortigen Probleme nicht relativieren, aber ein vergleichender Blick hilft manchmal bei der Eindordnung seiner empfundener Probleme.

Ich wäre viel lieber in Deutschland selbst im Brennpunktviertel beispielsweise Polizist als in den hintersten Bundesstaaten oder Counties in den USA, wie ich auch lieber im deutschen als im amerikanischen Brennpunktviertel wohnen wollen würde, wenn ich mich jeweils für eine Sache entscheiden müsste.


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20.04.2021 um 19:42
Zitat von balumpabalumpa schrieb:Der Flüchtling, der abends einer Frau auflauert und sie vergewaltigt, kommt selbstredend auch vor, wie diverse Vorkommnisse in den letzten Jahren (beispielsweise der Fall Maria aus Freiburg) belegten, aber das ändert nichts an dem generellen Umstand, dass die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines solchen Täters zu werden, ziemlich gering ist.
Die Opfer wurden instrumentalisiert und die Stories wurden ausgeschlachtet. Nur so konnte man auch die Echokammern der Angst weiter bedienen. Ja, die Schicksale waren tragisch und man sollte durchaus auch daraus lernen, aber noch nachträglich damit weiter Angst verbreiten ist schäbig.
Zitat von WardenWarden schrieb:Gerade auf Facebook und Co. sehe ich regelrechte "Entgleisungen" und teils "Wahnposts" von Unterstützern.
Wenn man keine Konsequenzen zu erwarten hat, dann wird gerne jedes Maß an Anstand aufgegeben. Es gibt wenige die sich wehren - und dann kommen noch Amtsrichter mit Weltbildern aus der Zeit der Reichskanzler.
Zitat von balumpabalumpa schrieb:Ich würde aber 1.000-mal lieber durch unsere deutschen Problemviertel laufen aus durch die Problemviertel in US-Metropolen.
Vor allem kommt dort niemand mehr, wenn du 911 anrufst. Selbst in Problemvierteln in Deutschland kann man unter 110 noch Hilfe erwarten und bekommt sie auch.
Zitat von WardenWarden schrieb:Ich habe Stories von Leuten aus Communities gehört die Europäer sind und irgendwie in San Francisco landeten. So als Touri/Besucher. Der Typ kam mit Trauma zurück, wurde auch ausgeraubt. Er sagte, er hätte da wo er unterwegs war (menschliche) Scheiße auf dem Gehsteig gefunden und alles war voller Obdachloser. So was kennt man hier nicht auf dem Level.
Ich war vor 20 Jahren in San Francisco. Schon damals hat man in den Nebenstraßen der Innenstadt Obdachlose gesehen. Das war mir als junger Mensch absolut neu und hab mir da auch wenig gedacht. Ich bin auch abends mit der BART gefahren und hab erst hinterher erfahren, dass Oakland die Stadt mit der höchsten Mordrate der USA waren.

Mittlerweile denke ich auch, die Lage ist in den USA noch viel schlimmer geworden.


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21.04.2021 um 08:17
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Mittlerweile denke ich auch, die Lage ist in den USA noch viel schlimmer geworden.
ich könnte mir vorstellen dass bei einigen AfD-Wählern die Befürchtung besteht, dass bei uns in ein paar Jahren evtl. ähnliche Zustände herrschen könnten.
Und wäre das überhaupt ausgeschlossen, dass es sich - gerade in unseren Problemvierteln - auch alles in diese Richtung verschlimmert?
Immerhin sah man in der Vergangenheit des öfteren, dass Dinge nach einigen Jahren aus den USA auch zu uns "rüber geschwappt" waren (mein Eindruck und das was ich auch schon von einigen anderen so wahrgenommen hatte).


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21.04.2021 um 08:50
Zitat von Sunbeam1980Sunbeam1980 schrieb:Meinungsfreiheit ist wohl nicht so deine Stärke?
Hierzu möchte ich erwähnen, dass Meinungsfreiheit nicht beinhaltet, dass einem nicht widersprochen werden darf. Da nicht nur du die Meinungsfreiheit genießt, sondern wir alle, können auch wir unsere Meinungen ebenso äußern, auch wenn sie der deinigen widersprechen. Somit ist es keine Missachtung der Meinungsfreiheit, wenn man die Meinungen anderer Menschen kommentiert oder auch Gegenargumente bringt.

Du schreibst weiter oben etwas vom gegenwärtigen Linksextremismus. Habe ich da etwas verpasst? Wann und wo herrscht denn Linksextremismus vor, vor dem man uns quasi schützen müsste?


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21.04.2021 um 09:16
Zitat von OptimistOptimist schrieb:ich könnte mir vorstellen dass bei einigen AfD-Wählern die Befürchtung besteht, dass bei uns in ein paar Jahren evtl. ähnliche Zustände herrschen könnten.
Und wäre das überhaupt ausgeschlossen, dass es sich - gerade in unseren Problemvierteln - auch alles in diese Richtung verschlimmert?
Immerhin sah man in der Vergangenheit des öfteren, dass Dinge nach einigen Jahren aus den USA auch zu uns "rüber geschwappt" waren (mein Eindruck und das was ich auch schon von einigen anderen so wahrgenommen hatte).
Die Frage ist, wann das passieren sollte. Ich habe mich das gerade gefragt und musste etwa an die Bronx mitsamt Broken Windows bzw. Zero Tolerance denken. Und das war in den 90ern. Das ist jetzt selektiv, es gab/gibt in anderen US-Städten andere Probleme die man nicht so glorreich bekämpfen konnte und die Gesamtumstände scheinen schlechter.

Das Beispiel soll aber aufzeigen, es war vor Jahrzehnten schon übel - und zugleich konnte man das wieder mit der richtigen Politik bzw. Vorgehensweise beheben.

Das ist jetzt plakativ aus Laiensicht überlegt: Pack ne dedizierte oder ggf. zweite Polizeiwache in jedes Brennpunktviertel, da wo es richtig übel ist die Polizeipräsenz deutlich hochschrauben um erst mal gewisse Symptome nach unten zu regulieren. Die Zahl der Polizisten vor Ort erhöhen. Wirklich wieder "lokale Sheriffs"* mehr einsetzen. Polizeiarbeit ist aber nicht alles. Es müssen zugleich auch soziale Probleme vor Ort behoben werden und die Umgebung aufgehübscht werden. Es muss ferner eine Art "community sense" unter den meisten Anwohnern entstehen, eine Gemeinschaftssinn, dass man auch zusammen gegen Probleme vorgeht. Das kann so trivial sein wie einen Verein zu gründen, Treffen abzuhalten, Grünanlagen oder sonstige Umgebungsobjekte zu pflegen und sauber zu halten und bei Problemen miteinander zu sprechen. Soziale Angebote, Bildung. Schauen, dass niemand irgendwie zu sehr abdriftet.

Man muss meines Erachtens politisch nur die Eier haben und wirklich in die Viertel investieren wollen.


All diese Ansätze können andere Parteien auch hinkriegen, wenn sie wollen. Die AfD hat sich das große "Reinemachen" zwar auf die Fahnen geschrieben und nutzt es quasi im Marketing, aber das traue ich auch CDU oder SPD zu, als Beispiel. So auch ähnlich beim Umgang mit Migration und Asyl aber auch Abschiebungen.

Man muss es politisch nur wollen oder es sich ggf. auch auf die Fahnen schreiben. Das könnte auch z.B. ne CDU, ggf. SPD. Es wäre für mich das normalste der Welt im Rechtsstaat zu erwarten, dass es kein Chaos bei Einwanderung allgemein gibt und dass die damit verbundenen Prozesse möglichst gut laufen. Auch bei rechtlich ausgeschöpften Abschiebungen. Ich lese immer wieder in Polizeiberichten und vereinzelt Medienberichten wie rechtlich legitime Abschiebungen torpediert werden indem der Betroffene einfach richtig intensiv an Bord der kommerziellen Maschinen, die dafür genutzt werden, randaliert, dass am Ende aus Sicherheitserwägungen die Kapitäne die Beförderung ablehnen. Wie kann es sein, dass die rechtliche Maßnahme am Ende selbst durch den Betroffenen so torpediert werden kann? Ein Missstand. Dann muss ich als Staat selbst Flugzeuge nutzen oder die BW in Anspruch nehmen und um die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen dann gerne losfliegen wenn ich mehrere Leute in ein Gebiet abschieben kann, damit ich nicht immer für eine Person fliege. Wir bringen Personen in teuren gecharterten Hangars unter und können einen Teil davon am Ende gar nicht abschieben. Das geht so nicht und genau solche News befeuern die AfD, obwohl man den Mangel selbst abstellen könnte wenn man wollte.

Das sind alles so Beispiele, die aber quasi jede Partei angehen kann. Würden sie sich das ein bisschen auf die Fahnen schreiben, würde der Eindruck schwinden, dass nur die AfD in den Themenbereichen sinngemäß die Heilslehre / Rettung / Lösung bringen kann, ihnen würde durch etwas robustere Politik bzw. besseren Marketings anderer Parteien quasi das Wasser abgegraben werden.

Ich kann natürlich, wenn mir diese Themen am Herzen liegen, auch die AfD wählen, wenn ich glaube dass sie am ehesten in den Themen die Lösung vorantreiben würden. Wie effektiv das am Ende ist wenn sie doch nicht in Regierungsverantwortung kommen, sei dahingestellt.

Nur ist das Blöde, dass ich durch Wahl / Support quasi auch all das unterstützen würde was mir nicht (mehr) an der Partei passt, wie die Hardliner. Oder, dass die Partei einen Austritt aus allen möglichen Allianzen/Mitgliedschaften für Deutschland will. Die EU kann man ja kritisieren aber ersatzloser Austritt wäre ein Rückschritt für Deutschland auf dem internationalen Parkett. Wenn die dann noch aus der NATO abhauen würden, welch kaskadenartiger Schritt. Vielleicht bricht das ganze Ding dann ein und wir sind Freiwild für andere oder bekriegen uns wieder gegenseitig. Oder nicht, aber es wäre naiv in einem großen militärischen Konflikt in Europa anzunehmen, die sich bekriegenden Kräfte würden DE in Ruhe lassen weil es nun mal mitten in Europa liegt




Na, wie dem auch sei, ich will eigentlich immer kürzere Posts schreiben aber es artet dann aus. Zeit zum Ende zu kommen. Um nochmal aufs Zitat zurückzukommen:

Kann gut sein, dass die Befürchtung besteht. Sie bestand bei mir auch mal als Teenager. Während wir immer auf unsere Konfliktpotentiale in der Gesellschaft achten müssen sah ich bisher (muss ja nichts heißen) aber nicht, dass es eklatant schlimmer wurde. Werden wir die in 5 Jahren haben? Möglich ist zwar alles, ich gehe aber nicht davon aus.

Man muss bedenken, dass in den USA noch viele andere Faktoren eine Rolle spielen. Gesamtgesellschaftlich. Dass es drüben scheinbar kein vergleichbares soziales Netz wie hier gibt oder Krankenversicherung, all das trägt mehr oder weniger auch dazu bei. Dazu Verzweiflung und ein Haufen Waffen. Fertig ist der American Dream, der nicht mehr für jeden gelten kann. Individuell, ja. Aber nicht für alle.

Da gehts uns wirklich besser.


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21.04.2021 um 09:51
Im Eifer des Gefechts vergessen, ich wollte mit Bezug zum Post oben anhand von "*" noch was ergänzen zu "lokalen Sheriffs":

Die wünsche ich mir allgemein für unterschiedlichste Viertel zurück, auch da wo es weniger Probleme gibt. Als Kind, vielleicht noch Teenager kannte ich sie noch und rannte manchen über den Weg, das Viertel war "normal" oder in Teilen gutbürgerlich. Das ist auch etwas, was dortiges Sicherheitsempfinden leicht bis moderat oder sogar markant erhöht. Wo sieht man denn ausser in Hotspots (ob kriminelle oder touristische bzw. jene von besonderem Wert) noch Fußstreifen oder gar Kontaktbeamte als eine Art "Sheriff"?

Oder komme ich nicht ausreichend rum? Vermutlich liegt es nicht daran wenn man sich zugleich die Personaldecke anschaut und ich mich an plakative Aussagen aus einem Polizeiforum entsinne, wo die ja selbst sagen, dass man angefangen hat die Leute mehr in Streifenwagen zu stecken damit sie irgendwo rumfahren. Wie soll ich dann noch groß zusätzliche Kräfte für weniger mobile aber örtlich mehr verankerte Fußstreifen zur Verfügung haben?

Ich glaube Hamburg hat so was noch für den Kiez. Gut, da liegt direkt die Reeperbahn, aber da ergänzt es sich auch wenn da nicht nur die üblichen Polizisten rumlaufen sondern man auch die Kontaktbeamten hat die wirklich die Geschäfte usw. und die Leute da kennen.

Wenn die Landesregierungen da perspektivisch mehr Geld in die Polizeien stecken und mehr Leute einstellen und ausrüsten könnten um wieder in der Fläche präsent zu sein, wäre das super. Vielleicht hilft auch das Modell ähnlich wie in Japan hier und da kleinere Polizeiwachen zu etablieren damit man die Kräfte dann in der Fläche verteilen kann, wenn man denn nicht überall "Großreviere" mit vielen Leuten bauen und hinstellen kann.

Zusammenfassend: Mehr Polizeipräsenz hilft auch in der subjektiven Wahrnehmung wie objektiven Bekämpfung von Unsicherheit bzw. Kriminalität. "Der Bürger" nimmt subjektiv mehr Sicherheit war, so wie der mögliche Straftäter vielleicht durch Präsenz oder Kontakt zu speziellen Beamten gar nicht erst zum Straftäter (oder Intensivtäter) wird. Die Polizei wäre insgesamt mehr verankert in der Bevölkerung und nicht etwa fast schon ein fremder oder seltener lokaler Anblick.

Und das, mit Bezug zum Thema, ergibt weniger Wahldrang für populistische Lösungsansätze oder Parteien, weil die empfundenen oder realen Probleme gar nicht erst so intensiv werden oder entstehen.

Kostet aber Geld :D


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21.04.2021 um 10:17
Zitat von WardenWarden schrieb:Wo sieht man denn ausser in Hotspots (ob kriminelle oder touristische bzw. jene von besonderem Wert) noch Fußstreifen oder gar Kontaktbeamte als eine Art "Sheriff"?
Vielleicht ist es bei uns anders, aber seit Corona streifen doch sowieso deutlich mehr Polizisten durch die Stadtviertel als früher. Über mangelnde Polizeipräsenz könnte ich mich derzeit nicht beklagen.


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Wie geht es weiter mit der AfD?

21.04.2021 um 10:42
Zitat von martenotmartenot schrieb:Vielleicht ist es bei uns anders, aber seit Corona streifen doch sowieso deutlich mehr Polizisten durch die Stadtviertel als früher. Über mangelnde Polizeipräsenz könnte ich mich derzeit nicht beklagen.
Okay, touché. Aber das .... zählt nicht! Vermutlich habe die die aus den letzten Löchern geholt oder verbraten eiserne Reserven :D

Aber jetzt wo du es sagst, ich habe selbst beim alltäglichen Einkauf an größeren Märkten (wie Real) seit Anfang der Pandemie noch nie so oft das Ordnungsamt gesehen. Teils auch Polizei.

Mir ist aber nicht bekannt, ob / dass all die Kommunen beim Ordnungsamt seither massiv Personal eingestellt hätten und man vielleicht schlicht die Abdeckungspläne oder Routinen geändert hat, eher da vorbeischaut wo man vorher nicht vorbeigeschaut hätte. Ggf. wurden Innendienstanteile auch etwas reduziert um die Präsenz halten zu können.

Entsprechend ist mir auch nicht bekannt, dass die Landesregierungen über ihre Landesinnenministerien massiv Polizisten eingestellt hätten. Wobei das so schon nicht sein kann. Corona ist seit fast 1,5 Jahren ein Thema. Viele Landesregierungen bilden im Polizeidienst nur noch im gehobenen Dienst aus, das ist ein 3-jähriges duales Studium. Selbst im mittleren Dienst ca. 2,5 Jahre Ausbildung.

Ergo kann kein Polizist den wir nun ggf. eher wahrnehmen und sehen im Zuge einer "Coronaverstärkung" eingestellt und (!) ausgebildet worden sein. Frühestens ab Mitte 2022, wo das Ding eigentlich schon wieder vorbei sein müsste hoffe ich.

Wie lange man im Ordnungsamt ausgebildet wird weiß ich gerade nicht und bin zu faul nachzusehen.



Zitat von martenotmartenot schrieb:aber seit Corona streifen doch sowieso deutlich mehr Polizisten durch die Stadtviertel als früher.
Okay, vielleicht meintest du damit auch rein örtlich statt quantitativ (insgesamt). Kann gut sein, aber ich finde ich sah im Rahmen von Corona und im Rahmen der Kontrollen eher dort welche, wo es auch "was zu holen gibt". Es scheint dann nicht ausreichend, wenn das Ordnungsamt oder die Polizei mit dem Auto zum Realmarkt auf den Parkplatz fährt, da gucken geht und wieder wegfährt und den nächsten gewerblichen Ballungsraum ansteuert, wenn quasi reine Wohnviertel mit vereinzelten verstreuten Kleinstläden und so weiter eher ausgelassen oder nur sporadisch kontrolliert werden. Hier ist ja dann auch meist irgendein Laden oder so das Ziel. Vielleicht ein Spielplatz, wenn diese gesperrt sein sollen (ich blicke nicht mehr durch was wo wann gilt).

Ok, durch die Präsenz/Patroullie entsteht vielleicht auch eine Art Sicherheitsgefühl.

Einerseits hält Corona aber nicht ewig an und das würde abklingen, andererseits fände ich es besser wenn jemand auch die Wohnviertel (zu Fuß) abdeckt und nicht nur die Läden ansteuert, sondern unterschiedlichste Ecken.


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