AfD
um 05:47Die relevanten Inhalte bezüglich MINT sollen doch bleiben. Da wird niemand scheitern. Was eingeschränkt werden soll, ist der Einsatz von digitalen Endgeräten durch die Schüler. Stattdessen soll es ein Pflichtfach Informatik ab Klasse 8 geben, um die Funktionsweise solcher Geräte zu begreifen. Also hier sehe ich keine Gefahr für die künftige Laufbahn. Was das Homeschooling betrifft, gebe ich Dir allerdings recht - da ist Potenzial für späteres Versagen vorhanden.mchomer schrieb:Wenn Inhalte nicht oder nur unzureichend durch AfD-treue Schulen und/oder mangelhaftes Home-Schooling vermittelt werden, haben es die ehemaligen Schüler schwerer im Leben nach der Schule
Auch das scheint mir überzogen zu sein. Die, die den Drill überstehen, werden entsprechend angepasst und benutzbar für künftige Arbeitgeber sein, da sie das Prinzip der demokratischen Teilhabe nicht gelernt und geübt haben. Das sind dann willige Arbeiter und Angestellte, die widerspruchslos Anweisungen ausführen werden - für Staat und Wirtschaft in den unteren Ebenen eine gewinnbringende Situation, wenn alle stillhalten. Was die herangezüchteten Eliten betrifft, lernen sie, wie man Anweisungen durchdrückt und Gehorsam einfordert. Perfektes Personal für Führungskräfte in den oberen Ebenen von Staat und Wirtschaft.mchomer schrieb:Wenn man das so durchzieht, werden viele von ihnen frustriert, perspektivlos und womöglich völlig unintegriert sein, weil sie nie an der Gesellschaft teilhaben konnten.
Die Teilhabe an der Gesellschaft findet durchaus statt, aber die Gesellschaft verändert sich sukzessive in eine Art Volksgemeinschaft, wo jeder seinen Platz kennt und sich willig einfügt, mit der Aussicht, dort zu verbleiben. Aufstiegsmöglichkeiten sind selten bis nicht vorhanden, Abstiegsmöglichkeiten hingegen durchaus und zahlreich, wenn man sich nicht fügen möchte.
So etwas kenne ich aus DDR-Zeiten und fand das damals schon sehr aufgesetzt. Russisch-Unterricht mochte ich ebenfalls nicht. Die Weltsprache ist nun mal Englisch, und davon hätte ich mir damals mehr gewünscht. Das Argument der Völkerverständigung und des kulturellen Austauschs zwecks Kenntnisnahme und Bekanntwerden der russischen Kultur klingt zwar schön, scheint mir aber vorgeschoben zu sein, um Putin milde stimmen zu wollen. Für mich eine unnötige Anbiederung an russische Interessen. In diesen Kontext fügt sich dann auch die Forderung nach mehr 1813 und 1871 im Geschichtsunterricht ein, wo ja im Zuge der Befreiungskriege auch die Bündnisstrategie von Preußen mit Russland ein Thema sein wird.mchomer schrieb:Was hältst du eigentlich von der Idee des Schüleraustauschs mit Russland?




