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AfD

101.233 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Familie, Rassismus, Wahlen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: AfD

AfD

07.09.2026 um 14:45
Zitat von CommonsenseCommonsense schrieb:Genau, weil die AfD ja besonders den normalen Bürger im Focus hat... :D
Mir scheint, das ist eines der zentralen "Narrative" der AfD: wir machen Politik für den "normalen Bürger", im Gegensatz zu allen anderen "Alt-"Parteien, die es nicht schaffen, "gute Politik" zu machen.

Dass es gar keine von allen gleichermaßen wertgeschätzte "gute Politik" gibt, weil darunter jeder was anderes versteht, wird außer Acht gelassen. Auch die AfD wird es nicht schaffen, "gute Politik" zu machen, weil der Begriff ja gar nicht definiert ist. Und egal, welche Politik sie vor hat, es wird immer Menschen geben, die Nachteile davon haben werden und sie deswegen nicht gut finden werden.


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07.09.2026 um 15:08
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-09/elon-musk-afd-ulrich-siegmund-sachsen-anhalt-gxe

Der reichste Mann der Welt gratuliert der AfD, die er monatelang unterstützt hat, zum Sieg.
Jaja, die Wähler haben es "denen da oben" mal so richtig gezeigt :D


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07.09.2026 um 15:31
@martenot
Das nennt man Bullshit- oder Schkagwort-Bingo. Da wirft man soviel Schlagworte in den Raum, das jeder was findet und einen für einen Experten hält, weil man ja sooooviel weiß. Das es dabei nur darum geht, hohle Worthülsen zu verteielen merkt keiner. Erst wenn es ans Eingemachte geht, dann sieht man: der Experte hat von Nichts eine Ahnung, außer Herumschwadronieren.
Wird man bei der AfD auch ganz schnell merken, hoffentlich lassen die nicht zu allem Überfluss das Kaffeewasser anbrennen..


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07.09.2026 um 16:56
Zitat von martenotmartenot schrieb:Dass es gar keine von allen gleichermaßen wertgeschätzte "gute Politik" gibt, weil darunter jeder was anderes versteht, wird außer Acht gelassen. Auch die AfD wird es nicht schaffen, "gute Politik" zu machen, weil der Begriff ja gar nicht definiert ist. Und egal, welche Politik sie vor hat, es wird immer Menschen geben, die Nachteile davon haben werden und sie deswegen nicht gut finden werden.
Nur ist das was CDU macht keine gute Politik wir sollten mehr arbeiten gehen und der Merz geht vier Wochen in den Urlaub wir sollen am ersten Tag wenn wir krank sind zum Arzt. Telefonische Krankenschreibung abgeschafft, die erste Pflegestufe soll auch weg mehr für Krankasse zahlen aber weniger Leistung bekommen. Sorry aber spätestens jetzt sollte Merz endlich Politik machen das Menschen die ein normales Einkommen haben wieder mehr Geld in der Tasche haben und nicht das immer die reichen mehr Geld bekommen und genau das macht diese Politik ein Bundeskanzler der die Arbeitende Bevölkerung als faul bezeichnet aber genau diese Menschen die Arbeiten halten den Laden am laufen.


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07.09.2026 um 16:58
Zitat von DerDoctor11DerDoctor11 schrieb:Nur ist das was CDU macht keine gute Politik wir sollten mehr arbeiten gehen und der Merz geht vier Wochen in den Urlaub wir sollen am ersten Tag wenn wir krank sind zum Arzt.
Das brauchst du mir nicht erzählen. Ich denke, ich habe schon mehrfach geschrieben, dass ich von der Merzschen CDU gar nichts halte.

Die Frage wäre halt: gibt es derzeit eine Partei oder Koalitionsmöglichkeiten, die es besser machen würden? Falls ja: warum kommen die nicht auf die Beine oder werden ggf. neu gegründet?


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07.09.2026 um 17:18
Zitat von martenotmartenot schrieb:Die Frage wäre halt: gibt es derzeit eine Partei oder Koalitionsmöglichkeiten, die es besser machen würden? Falls ja: warum kommen die nicht auf die Beine oder werden ggf. neu gegründet?
Die CDU hat jeden Fall jetzt zwei Jahre Zeit ihr kurz zu ändern die sollten das was in Sachsen Anhalt ist als Warnung verstehen und endlich die bürger ernst nehmen ganz besonders die ängste und wirklich Menschen endlich rauswerfen die keine Genehmigung haben hier zu sein. Menschen die sich nicht an gesetzte halten und hier leben rauswerfen wie andere Länder es ja auch machen und das ist eben genau das was den meisten Menschen hier stört Menschen kommen hier her und begehen Anschläge und kommen mit paar Jahre Gefängnis durch.


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07.09.2026 um 17:35
Zitat von DerDoctor11DerDoctor11 schrieb:Nur ist das was CDU macht keine gute Politik wir sollten mehr arbeiten gehen und der Merz geht vier Wochen in den Urlaub wir sollen am ersten Tag wenn wir krank sind zum Arzt. Telefonische Krankenschreibung abgeschafft, die erste Pflegestufe soll auch weg mehr für Krankasse zahlen aber weniger Leistung bekommen. Sorry aber spätestens jetzt sollte Merz endlich Politik machen das Menschen die ein normales Einkommen haben wieder mehr Geld in der Tasche haben und nicht das immer die reichen mehr Geld bekommen und genau das macht diese Politik ein Bundeskanzler der die Arbeitende Bevölkerung als faul bezeichnet aber genau diese Menschen die Arbeiten halten den Laden am laufen.
Und das ist das Problem. Merz hat gedacht, ein bisschen Stammtischgeraune vom faulen Simulanten und Bürgergeldempfängern und schärferer Migrationspolitik würde reichen, der AfD den Wind aus den Segeln zu nehmen. Den Stammtisch zu bespielen war dabei eine schlechte Idee, denn der Stammtisch weiß ganz genau, das ein Blackrock-Millionär mit Privatflugzeug keiner von ihnen ist und im Endeffekt für eine "Enshittification" ihres Lebensalltags sorgt.

Migrationspolitik ist für viele wichtig, selbst die SPD hat das gegen Ende der Ampel forciert, aber die Menschen haben eben auch Abstiegsängste und Angst vor Verlust ihres sozialen Status. Auch bei Anhängern der AfD ist wachsende Ungleichheit und soziale Gerechtigkeit ein Thema. Das hat die CDU aber nicht erkannt. Die ideale Partei für diese Menschen wäre eine Partei, die einerseits linke Politik für SIE macht, aber eben auch forcierte Migrationspolitik.

Die dänischen Sozialdemokraten haben das begriffen und sind damit erfolgreich. Das BSW auch, aber sie haben sich in Rekordzeit selbst zerstört. Bleibt nur die AfD, die was das soziale Sicherheit angeht nicht wirklich was zu bieten hat, aber den Menschen das Gefühl gibt ernst genomen zu werden und erfolgreich an die niedersten Instinkte appelliert. Fundamentalopposition, aggressive Rhetorik gegenüber dem politischem Gegner und Migranten und Verachtung gegenüber queeren Menschen und Frauenrechten. Der Statusverlust ist eben nicht so schlimm, wenn man noch jemanden hat auf den man treten kann.
Zitat von DerDoctor11DerDoctor11 schrieb:Menschen die sich nicht an gesetzte halten und hier leben rauswerfen wie andere Länder es ja auch machen
Wir machen es auch, wir tun es auch rechtsstaatlich und das machen andere Länder in Europa auch. Selbst Italien wirft sie nicht einfach ins Meer. Aber wie ich schon sagte, das reicht den Menschen nicht, weil isie auf Basis gefühlter Realitäten empfinden und wollen auch genau da abgeholt werden.


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07.09.2026 um 17:58
Zitat von Cthulhus_callCthulhus_call schrieb am 03.09.2026:Wie weit die Abschiebe-Phantasien gehen, kann man gut an der Youtuberin Eingollan erkennen.Eigentlich ein Star der rechten Szene mit 300k Abonnenten, beklagt sich in einem Video bitterlich über Sexismus und Ausländerfeindlichkeit ihr Gegenüber. Ihr sieht man den Migrationshintergrund nicht an und eine kompatible politische Einstellung hat sie auch. Ist manchen trotzdem nicht deutsch genug.
@Cthulhus_call
Es geht darum, Unterschiede zu finden. Und ich glaube es geht darum,
einen exklusiven Club zu definieren und dazu zu gehören. Im III Reich die "Arier".
Und heute? Nach der Fantasie der Rassisten bedeutet das im Umkehrschluss,
dass eine Integration nicht möglich ist.
Es wird nützliche Zuwanderer geben, die so lange man sie braucht geduldet werden.
Einen deutschen Pass bekommen sie niemals.
Mariah Carey gilt in den USA als Schwarze. Hat mich gewundert, als ich das gelesen habe.


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07.09.2026 um 18:08
Zitat von FrauZimtFrauZimt schrieb:Es geht darum, Unterschiede zu finden. Und ich glaube es geht darum,
einen exklusiven Club zu definieren und dazu zu gehören. Im III Reich die "Arier".
Und heute? Nach der Fantasie der Rassisten bedeutet das im Umkehrschluss,
dass eine Integration nicht möglich ist.
Es wird nützliche Zuwanderer geben, die so lange man sie braucht geduldet werden.
Einen deutschen Pass bekommen sie niemals.
Mariah Carey gilt in den USA als Schwarze. Hat mich gewundert, als ich das gelesen habe.
Exakt und weil in deren Köpfen Integration eh nie möglich sein wird, ist Exklusion quasi gesunder Menschenverstand.
In der Jim Crow Ära hatte der Süden eine unfassbar rigide Definition wer schwarz und wer weiß war. Das Mariah Carey als schwarz gilt, wundert mich da leider nicht.


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08.09.2026 um 07:32
Zitat von FrauZimtFrauZimt schrieb:Es geht darum, Unterschiede zu finden. Und ich glaube es geht darum,
einen exklusiven Club zu definieren und dazu zu gehören. Im III Reich die "Arier".
Was die Befürworter so einer Ideologie einfach nicht verstehen:

Im Grunde ist diese Definition reine Willkür. Jeder hat, wenn er den eigenen Stammbaum ansieht, zwangsläufig irgendwann Abzweigungen in andere Regionen dieses Planeten. Denn nur sehr wenige Menschen sind derart in ihrem Herkunftswahn gefestigt, dass sie wirklich nicht die Chance ergreifen, wenn sie einen Menschen kennen lernen, den sie so toll finden, dass sie ihn deutlich näher erleben wollen.
Denn spätestens da wird offensichtlich, dass dieses Ding mit der Herkunft im Zweifel völlig egal ist.

Und auch jetzt: der Afghane, denn man unbedingt loswerden will, ist vielleicht in 20 Jahren der Vater der Frau, um dessen Hand der eigene Sohn oder die eigene Tochter anhalten will.


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08.09.2026 um 08:08
@mchomer
Oder der Vater des Messerstecners aus dem Newsflash, oder der Vater eines Selbstmordarrentäters oder oder.. Hätte hätte, also reine Spekulation, ist keine valide Argumentation.


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08.09.2026 um 08:51
Zitat von mchomermchomer schrieb:Im Grunde ist diese Definition reine Willkür. Jeder hat, wenn er den eigenen Stammbaum ansieht, zwangsläufig irgendwann Abzweigungen in andere Regionen dieses Planeten.
Ja genau. Letztlich setzt sich wahrscheinlich der Großteil der Deutschen in Wirklichkeit aus Nachfahren von Zuwanderern zusammen, nur dass die Migrationsgeschichte schon etwas länger zurück liegt.

Dazu kommt, dass das Gebiet "Deutschland" ja nicht seit Urzeiten eine fixe Definition hat, sondern es hat sich immer wieder gewandelt und Grenzen wurden verschoben. Und Deutschland bestand früher aus einer größeren Zahl kleiner Länder, Königreiche, Fürstentümern, Herzogtümern, Reichsstädten und so weiter. Schon allein deswegen tue ich mir schwer, da ein eindeutiges "Biodeutschland" erkennen zu können.


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08.09.2026 um 10:37
Zitat von martenotmartenot schrieb:Letztlich setzt sich wahrscheinlich der Großteil der Deutschen in Wirklichkeit aus Nachfahren von Zuwanderern zusammen, nur dass die Migrationsgeschichte schon etwas länger zurück liegt.
Deshalb möchte ein Teil der jetzigen Deutschen den öffentlich rechtlichen weghaben:
Zwischen dem 6. und 8. Jahrhundert erlebte Mitteleuropa einen dramatischen Bevölkerungswandel: Slawische Gruppen wanderten in viele Regionen ein und prägten sie fortan. Eine groß angelegte genetische Untersuchung liefert nun erstmals klare Beweise dafür, dass diese Migration nicht nur Sprache und Kultur, sondern auch die Abstammung der Menschen im Gebiet des heutigen Ostdeutschlands grundlegend veränderte.
Quelle: https://www.mdr.de/wissen/archaeologie-fruehgeschichte/voelkerwanderung-wie-slawen-bevoelkerung-im-heutigen-ostdeutschland-veraenderten-100.html


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08.09.2026 um 10:39
Zitat von martenotmartenot schrieb:Ja genau. Letztlich setzt sich wahrscheinlich der Großteil der Deutschen in Wirklichkeit aus Nachfahren von Zuwanderern zusammen, nur dass die Migrationsgeschichte schon etwas länger zurück liegt.

Dazu kommt, dass das Gebiet "Deutschland" ja nicht seit Urzeiten eine fixe Definition hat, sondern es hat sich immer wieder gewandelt und Grenzen wurden verschoben. Und Deutschland bestand früher aus einer größeren Zahl kleiner Länder, Königreiche, Fürstentümern, Herzogtümern, Reichsstädten und so weiter. Schon allein deswegen tue ich mir schwer, da ein eindeutiges "Biodeutschland" erkennen zu können.
Die Begriffe 'Deutsche Kultur' vs. 'kulturfremd' sind ja eigentlich auch zeitliche Aspekte, oder?

Wir haben Schrift und Weinbau von den Römern, Zahlen von den Brahmanen, Baumwolle kommt wie Papier ursprünglich aus Ostasien, unsere Musikinstrumente sind von anderen Kulturen geprägt (Gitare, Oboe, Saxophom, ...). Pommes , Döner, Wiener Schnitzel, ... Gewürze haben wir schon seit langem importiert, was ist mit Kaffee, Kakao, Ananas, Nudeln, Reis, Anzug, Speiseis usw. usf.

Grüße
Omega Minus


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08.09.2026 um 11:03
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Die Begriffe 'Deutsche Kultur' vs. 'kulturfremd' sind ja eigentlich auch zeitliche Aspekte, oder?
Na klar. Wie haben hier in Europa nun wirklich mindestens 2000 Jahre lang uns gegenseitig erobert, Grenzen verschoben, Länder verschmolzen, Länder gespalten.... Und fröhlich sind die Leute zwischen den Ländern hin und her migriert.

Warum gibt es in Sachsen und im Ruhrgebiet soviele polnische Nachnamen? polnische Bergleute die im 19 Jahrhundert kamen. in den 60ern im Westen die Türken im Osten die Vietnamesen. Völkerwanderung... usw...

Ein einziges hin und her.

Kultur sind die Ansichten und Werte einer Nation. Das ist aber nix fixes. Kultur ist immer Wandel unterworfen.


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08.09.2026 um 11:37
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Kultur sind die Ansichten und Werte einer Nation. Das ist aber nix fixes. Kultur ist immer Wandel unterworfen.
Eben! Deswege frage ich mich ja: Wie definiert die AfD kulturfremd? Und wenn in D Döner länger existiert als AfD, ist dann die AfD kulturfremder als Döner? Nee, im Ernst: 'kulturfremd' ist ein emotionsgeladener Begriff. Vielleicht kann oder will man das gar nicht näher definieren.

Örtlich ist das auch so eine Sache. Innerhalb der Lokalen Gruppe ist die Unterteilung kultureigen/kulturfremd auch nur lächerlich. :-)

Grüße
Omega Minus


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08.09.2026 um 11:56
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Eben! Deswege frage ich mich ja: Wie definiert die AfD kulturfremd?
Ich frage mich, ob die AfD selbst da überhaupt eine feste Definition verwendet, oder ob "kulturfremd" halt ein Stimmungsbegriff ist, den man gar nicht festlegen mag und kann.

Je nachdem, wie weit man in die Vergangenheit zurück geht, ist so vieles "kulturfremd". Ob Sushi, Döner, Pizza, bis hin zu den Kartoffeln. Alles war mal kulturfremd. Oder was die Musik oder die bildende Kunst betrifft: was ist kulturfremd und was nicht? Ich könnte da keine Grenze ziehen. Und ist nicht ausgerechnet das verschmähte Bauhaus eigentlich eine deutsche Erfindung (und wäre somit mal nicht kulturfremd?)


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08.09.2026 um 12:01
Zitat von alhambraalhambra schrieb:polnische Bergleute die im 19 Jahrhundert kamen. in den 60ern im Westen die Türken im Osten die Vietnamesen. Völkerwanderung... usw...
Ich bin Mitte der 1960er geboren. Als Kind hab ich mit Italienern die Pizzaria und die Eisdiele verbunden, 3 Häuser weiter wohnte eine Familie aus Irland, deren Kinder mit uns durch den Wald getobt sind und dabei Deutsch gelernt haben, über meiner Großmutter wohnte eine Familie aus Griechenland und in der Grundschule kamen dann die ersten Kinder aus der Türkei dazu.

Irgendwie kenne ich das gar nicht anders als "multikulti"


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08.09.2026 um 12:06
Zitat von FrankMFrankM schrieb:Irgendwie kenne ich das gar nicht anders als "multikulti"
Ja genau, geht mir auch so. Letztlich sind wir bzw. viele von uns schon seit ihrer Kindheit mit einem gewissen Grad an "multikulti" aufgewachsen. Deswegen fällt es manchem von uns (und auch mir) oft schwer nachzuvollziehen, warum man sich da so stark dagegen positionieren muss.

Genaugenommen habe ich mein ganzes Leben in einem "multikulti-freundlichen" Umfeld verbracht. Da ist man schon manchmal etwas ratlos, was eigentlich jdas Problem ist.

Und wie gesagt, das ist meine bisherige Lebenserfahrung. Da braucht man mir nicht mit irgendeiner "linken Bubble" kommen, denn sowas gab es damals in meiner kleinstädtisch-bayrischen Herkunftsregion eigentlich nicht.


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08.09.2026 um 13:54
Ich gehöre zu der Generation „Nachkriegskinder“ und kann mich noch an die Erzählung erinnern, dass meine Oma weit vor dem zweiten Weltkrieg einen Mann geheiratet hat der dummerweise im tschechischen Teil Schlesiens an der Grenze zu Polen geboren wurde. Wie sie mir erzählte war die gesamte Familie in den Kriegszeiten mal tschechisch, mal deutsch, dann wieder polnisch und sogar Österreich zugeordnet worden. Sie bekamen ständig neue Pässe und wussten bald selbst nicht mehr welcher Kultur sie angehörten. Und das, obwohl sie Deutschland nie verlassen haben und immer am gleichen Ort gewohnt haben.

Ich kann die ganze aufgeheizte Diskussion um die Migrationspolitik bald nicht mehr hören. Was wollen die AfDler? Einen reinrassigen Deutschen kreieren? Ich glaube, den gibt es überhaupt nicht. Spätestens im späten Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit (1944–1950) mussten rund 12 bis 14 Millionen Deutsche aus den östlichen Gebieten des Deutschen Reiches sowie aus Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa fliehen oder wurden vertrieben. Das war die reinste Völkerwanderung. Auch damals gab es trotz aller Herausforderungen und Vorurteile große Integrationsprobleme. Doch die Eingliederung der Heimatvertriebenen war – gemessen an den Kriterien, nach denen wir heute die Integration von nichtdeutschen Migranten bewerten – insgesamt erfolgreich.
Und auch damals haben sich die Kulturen vermischt, genauso, wie sich auch der Homo sapiens und der Neandertaler vermischt haben.

Dann kamen die Besatzer nach Deutschland. Auch da war „multikulti“ normal.
Und wie viele Deutsche sind ausgewandert und haben in anderen Erdteilen ihre neue Heimat gefunden? Ich denke gerade an Amerika. Viele deutsche Namen erinnern noch daran.

Zu meiner Zeit kamen die ersten Italiener nach Deutschland. Es war für mich vollkommen normal mit den Kindern italienischer Einwanderer zu spielen. Ich habe sogar ein wenig italienisch gelernt. Das ist doch alles menschlich.


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