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Der Koran hat Recht, die Bibel nicht?

18.903 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Bibel, Koran, Gottesleugner ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Koran hat Recht, die Bibel nicht?

04.08.2010 um 02:23
@Fabiano
Zitat von FabianoFabiano schrieb:War Jesus denn kein Mensch?
Doch war er, wer behauptet das Gegenteil?
Zitat von FabianoFabiano schrieb:Ich meine, da hat also ein Mensch namens Jesus am Kreuz geblutet für die Sünden der anderen und du willst es dennoch nicht akzeptieren? Was soll denn noch geschehen???
Na wer wird denn gleich...? ;)
Ich akzeptiere den Glauben eines jeden Menschen aber das hindert mich ja nicht meine Ansichten darüber offen zu legen und darüber in einem Interreligiösen Rahmen zu disskutieren den so ist es auch einfacher verstehen zu lernen was sein Gegenüber glaubt.


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Der Koran hat Recht, die Bibel nicht?

04.08.2010 um 06:55
@Fabiano
Zitat von FabianoFabiano schrieb:Also ich kann da nur @Aida Recht geben und sehe das ähnlich in Bezug auf die Bibel. Da wurden die Dinge und auch die Menschen eben so geschildert, wie es wirklich war. Da wurde auch nichts beschönigt. Und das erscheint mir eben auch gerade deshalb besonders Glaubwürdig !

Es geht nicht darum, einen Menschen besonders dadurch zu ehren, indem man alles menschliche und sündhafte in seinen Berichten einfach weglässt, sondern darum die Dinge beim Namen zu nennen und zu beschreiben wie es wirklich gewesen ist.
Schau,

es ist etwas anderes ob ein Mensch Fehler begeht oder sündigt. Das sind zwei unterschiedliche Themen. Es gibt Umstände und Gegebenheiten in denen auch Propheten aufgrund ihrer Handlung belangt werden.
Fehltritte sind menschlich und sie kommen auch bei Proheten vor. Wenn du dir koranische Inhalte anschaust, dann gibt es einige Situationen in denen auch Mohammed berichtigt oder belangt wird. Aber das sind nicht so schwerwiegende Laster und blutrünstige Angelegenheiten wie es leider aus der Bibel hervorgeht.
Ein Prophet übernimmt eine Vorbildfunktion, die exklusiv für seine Mission bestimmt ist. Und das ist auch der Grund warum G"tt sie vor Unzucht etc. bewahrt.
Nehmen wir an: Ein Prophet tritt auf. Ein Mensch der vorher ein normaler und in seiner Umgebung bekannt war. Jetzt bekommt er den Befehl seine Mission zu verkünden. Aber einige widersetzen sich ihm mit folgenden Begründungen:

- "Du warst doch derjenige, der hier damals die Menschen angelogen und sie ausgebeutet hat".

oder

- "Du bist doch derjenige, der mit Frauen reihenweise Unzucht betrieben hat"

etc. etc.

Das Vertrauen solchen Personen gegenüber ist noch schwieriger. Erheblich schwierig.
Zitat von FabianoFabiano schrieb:Und da nimmt die Bibel eben kein Blatt vor den Mund und beschreibt eben auch, dass Adam gesündigt hat, dass König David Ehebruch begangen hat, dass Moses einen Ägypter erschlagen hat usw...
Es sind eben Menschen gewesen, ob nun durch Gott berufene oder nicht, aber Menschen wie Du und Ich. Mit all ihren Fehlern und Schwächen. Und genau das macht die Bibel für mich unter
anderem auch glaubwürdig.
Ich persönlich glaube nicht an eine makellose Bibel. Das hängt mit vielerlei Punkten zusammen. Verschiedene theologische Schulen zur Zeit der niederschrift, aber auch Berichte die erst 700 Jahre nach ihrem Geschehen schriftlich festgehalten wurden. Teilweise auch das miteinfließen von polytheistisch angehauchten Elementen.
Und die Bibel inhaltlich gibt sogar sehr viel Aufschluss darüber, dass verschiedene theologische Schulen ihre Sichtweise widergegeben haben.
Wie gesagt, ich glaube an den Kern der korrekten Botschaft. Aber was jedes Detail betrifft, bin ich nicht davon überzeugt. Das gilt sowohl für das Alte Testament als auch für das Neue Testament.
Zitat von FabianoFabiano schrieb:Wenn hingegen in einer Schrift so getan würde, als sei aber auch nicht ein einziger Makel an einem Menschen zu finden, dann werde ich sehr misstrauig, denn das ist typisch für den Menschen. Wen er ehrt, dem setzt er nichts schlechtes bei, vertuscht oder beschönigt gerne. Das ist zwar menschlich, aber nicht mehr sonderlich Glaubwürdig.
Welche Schrift sollte das sein @Fabiano? Falls du den Koran meinst, gibt es die genannten Dinge nicht.
Du wirst im Koran viele Inhalte finden wo die als Prophet geltenden Menschen schwäche zeigen oder von G"tt kritisiert werden oder auch Fehlentscheidungen treffen, für ihre Taten belangt werden. Und das ist eigentlich menschlich. Sie sind durch und durch menschlich, manchmal ängstlich, manchmal hilflos, manchmal wütend, manchmal zweifelnd ... manchmal dies und das. Das müssen sie auch sein, sonst könnten sie auch keine Vorbilder sein. Sie müssen Menschen bleiben.
Ich sehe aber keinen Grund darin einen Unzuchttreibenden oder einen Lügner, jemanden der Götzendienst betreibt als Propheten zu sehen. Das hat am wenigsten was mit einer "reingewaschenen Weste" zu tun, sondern mit den bereits erwähnten Punkten, welche als Kriterien gelten könnten. Würde ein Prophet in seiner Prophetie-Phase lügen oder Geld stehlen, wer würde ihm noch glauben schenken? Ich sehe darin keinen Sinn darin unnötig Verbrechen und Unzucht den Propheten in die Schuhe zu schieben. Das hat mehr negative Folgen, als es überhaupt Nutzen bringt.

Um mal ein einfaches Beispiel anzugeben für das was ich sagte.

Aus der Sure 12:23-24

"Und diejenige, in deren Haus er war, versuchte, ihn zu verführen. Sie schloß die Türen ab und sagte: „Da bin ich für dich!“ Er sagte: „Allah schütze mich (davor)! Er, mein Herr, hat mir einen schönen Aufenthalt bereitet. Gewiß, den Ungerechten wird es nicht wohl ergehen.“

Es verlangte sie nach ihm, und es hätte ihn nach ihr verlangt, wenn er nicht den Beweis seines Herrn gesehen hätte. Dies (geschah), damit Wir das Böse und das Schändliche von ihm abwendeten. Er gehört ja zu Unseren auserlesenen Dienern."


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Der Koran hat Recht, die Bibel nicht?

04.08.2010 um 09:31
Noch eine kleine Ergänzung:

Heute werden viele falsche Propheten aufgrund ihrer negativen Vergangenheit entlarvt. z.B. durch ihre negative politische Vergangenheit, psychologische Probleme, oder das Erstreben von Macht oder auch das Verbünden mit "Feinden" der Bevölkerung, welche eigentlich bestrebt sind das Volk aufzumischen und was durch solche falschen Propheten recht gut funktionert/e.

Es gibt genügend Beispiele die mir im Nahen Osten einfallen würden. Teilweise relativ aktuell.
Wie z.B. jemand aus der Türkei, der sich seit Jahren als Prophet ausgibt und das teilweise sogar erfolgreich.
Als nun mehrfach sexuelle Belästigungen von ihm an seinen Anhängerinnen an die Öffentlichkeit traten, wandten sich viele von ihm ab. Eine Anhängerin wurde sexuell belästigt. Das konnte sie noch verkraften. Aber als es dann soweit war und das gleiche der eigenen Tochter wiederfuhr, war das Maß einfach voll und diese Person wurde verhaftet. Und die beiden genannten beklagen sich nun über psychologische Probleme.
Das soll ein Prophet sein? Wollt ihr allen ernstes so jemanden als Prophet unter euren Propheten mit solchen Eigenarten akzeptieren? Sind David (gem. Bibel kein Prophet, aber die Psalter, wenn man sie ihm zu schreibt ist er ein Prophet) und Moses (seine Tat bezüglich des Ägypters kann noch "entschuldigt" werden; Übrigens auch im Koran erwähnt) etwa auch so?
@Aida würdest du Jakob Lorber noch folgen, wenn er seine Anhängerinnen sexuell belästigt hätte oder ein Unzuchttreibender wäre? Wie wahrscheinlich wäre es das du dich für ihn begeistern könntest? Sei ehrlich: Das würdest du eben NICHT tun.

Wenn Moses oder ein anderer Prophet heute auftreten würde, mit diesen genannten Eigenarten, dann würden ihnen wohl sehr sehr wenige folgen. Und daraus ergibt sich eine sehr wahrscheinliche Fehldarstellung innerhalb der Bibel.


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04.08.2010 um 09:47
Aus einem anderen Forum.

Islam in alten indischen Schriften prophezeit

Diese tausende Jahre altindischen Schriften heissen Bhavishya Puran "Das Buch der Zukunft":

Bhavishya Puran
Dies ist ein Werk aus dem Sanskrit über Prophezeiungen. Der Titel bedeutet "Das Buch der Zukunft". Da der Hinduismus seine Wurzeln in Indien hat, wurde und wird es alsselbstverständlich betrachtet, dass seine Weisen in Indien selbst geboren sein sollen. Im Gegensatz zu diesem Glauben sagt das Buch, dass ein großer Meister in einem fremden Land(mlechcha acharya) auftauchen und in einer sandigen Region (marusthal) leben wird. Sein Name soll Mahaamad sein. Innerhalb von wenigen 18 Verspaaren wird der Name Mahaamad fünf Mal erwähnt. Ein Verspaar zählt die Hauptpunkte auf, welche die Anhänger Mahaamands identifizieren: Sie sollen beschnitten sein (dieses Ritual ist in Indien unbekannt), ihre Haare kurzgeschnittentragen (im Gegensatz zu der indischen Tradition, das lange ungeschnittene Haar in einem Haarknoten zu tragen), ihre Bärte behalten, mit lauter Stimme auszurufen (bei den Gebeten –Azan) und sollen alles essen dürfen (das heißt, sowohl vegetarische Kost als auch Fleisch –religiöse Führer im Hinduismus sind strikte Vegetarier). Diese Anhänger werden als Musalay bekannt. All diese Details zerstreuen jeden Zweifel an der Übereinstimmung von Mahaamadund Mohammed!In der Bhavishya Purana taucht eine interessante Information auf, der zufolge Mahaamad Bhoj, dem Herrscher von Dhar, erscheinen werde und sage, dass er die Religion der Fleischesser errichten werde unter dem Befehl Ishwars (Gottes). Man erzählt sich, dass Bhoj lange danach noch von der Angst besessen war, den Vollmond in zwei Hälften zerteilt sehen zu müssen. Gelehrte Männer konsultierten heilige Schriften und sagten ihm, dies sei eines derVorzeichen der Geburt des Großen Meisters in einem Land im Westen. Bhoj sandte seine Minister zu dem Propheten nach Arabien, die den König Abdullah nannten. Das Grab Abdullahs befindet sich noch immer in Dhar.
http://www.ahmads-kleine-seite.net/Isla ... hammads(sa)Hindu,Buddh,Zoro.pdf

Darin kann man nachlesen:
"Mohamed war ein Experte darin Illusionen zu verbreiten ... Diese Stadt wurde bekannt als ihr Pilgerort, der Madina war, der frei von Trunkenheit war. In der Form eines Geistes (Bhuta) erschien der Experte der Illusion Mohamed vor dem König Bhojaraja und sagte: "Oh König, deine Religion ist natürlich als beste Religion von allen bekannt. Aber dennoch will ich eine schreckliche und dämonische Religion gründen, nach Gottes Befehl. Die Eigenschaften meiner Anhänger werden sein, dass sie keine Shikta (keine lange Haare mit Zopf, sondern kurz) haben, dass sie einen Bart haben, dass sie niederträchtig sein werden, dass sie laute Schreie ausstossen werden und alles essen werden (damalige Inder waren strikte Vegetarier, alles heisst auch Fleisch) ... Und sie werden als Musalman bekannt sein, die Verderber der Religion. So wird diese dämonische Religion durch mich gegründet werden."
http://www.lebensplan.com/puranas/islam.html (Archiv-Version vom 15.05.2008)

Quelle:
Bhavashya purana - Prathisarga parva, IIIrd part- 2nd chapter- 23rd verse.

Bhavishya Purana (Parva 3, Khand 3, Adhya 3, texts 5-6) states: "An illiterate teacher will appear, Mohammed is his name, and he will give religion to his fifth-class companions."


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Der Koran hat Recht, die Bibel nicht?

04.08.2010 um 13:14
@Sigalit:

Du schreibst: "es ist etwas anderes ob ein Mensch Fehler begeht oder sündigt. Das sind zwei unterschiedliche Themen. Es gibt Umstände und Gegebenheiten in denen auch Propheten aufgrund ihrer Handlung belangt werden. Fehltritte sind menschlich und sie kommen auch bei Proheten vor."

Das ist wohl richtig. Fehler sind nicht unbedingt Sünden. Aber es ist im Prinzip unmöglich, dass ein Mensch von Beginn bis zum Tode ohne jede Sünde wäre. Davon sind auch Propheten nicht ausgenommen.

Denn auch Propheten sind erst einmal Menschen. Sie sind auch nicht von Geburt an Propheten, sie sind zwar von Gott von Anfang an dazu bestimmt, mal Prophet zu werden. Diese Berufung erfolgt aber meist später in deren Leben. Vorher können sie ein ganz normales Leben führen ohne auch nur etwas von Gottes Vorsehung zu wissen. Und in diesem normalen Leben sind sie auch vor dem Sündigen nicht geschützt, auch nicht gewissen Versuchungen.

Selbst Jesus war bis etwa zu seinem 30. Lebensjahr ein Zimmermann und wir wissen nicht viel aus der Bibel über diese Zeit, weil sie wahrscheinlich auch relativ unbedeutend in religiöser Hinsicht ist.

Auch Moses war bis er seine Gotteserfahrung am brennenden Busch machte, ein ganz normaler Mensch und führte ein ganz normales Leben. Auch bei Abraham war es nicht anders. Nur, was hierbei auffällt ist, dass es sich um recht Gottesfürchtige und fromme Menschen handelte. Und das dürfte mit ein Grund dafür gewesen sein, warum Gott sich diese erwählte für das Prophetenamt.

Du schreibst: "Wenn du dir koranische Inhalte anschaust, dann gibt es einige Situationen in denen auch Mohammed berichtigt oder belangt wird. Aber das sind nicht so schwerwiegende Laster und blutrünstige Angelegenheiten wie es leider aus der Bibel hervorgeht."

Naja im Koran wird das Leben Mohammeds auch nicht wirklich beschrieben, ausser gewisse Einzelheiten daraus, wenn sie von Belang war. Von den ganzen Kriegen wird im Koran keine Erwähnung gemacht.
Das alles wurde bewusst ausgespart.

Um über Mohammed und sein Leben mehr zu erfahren, bedarf es anderer Quellen als den Koran. Da der Koran auch nicht die Aufgabe hatte, nur das Leben des Mohammed zu beschreiben. Die Bibel ist ein völlig anderes Buch, welches eben nicht nur auf die Lehren der jeweiligen Propheten eingeht, sondern auch das ganze drum herum, die geschichtlichen Gegebenheiten, das Leben der einzelnen Menschen mit beschreibt und wie es ihnen ergangen ist, was sie erlebt haben usw... Und da wird dann eben so berichtet, wie es sich (nach Ansicht der Schreiber) in etwa zugetragen hat. Und da werden eben auch die Fehltritte und Sünden nicht ausgespart.

Würde man bei all den Menschen wie sie in der Bibel erwähnt werden, alles schön schreiben und glätten, alle Fehler ausradieren und die Sünden weglassen, dafür einzelne besondere Taten besonders hervorheben und ausschmücken, würden aus diesen Menschen nach und nach Übermenschen entstehen, an die niemand mehr heran kann ausser in tiefster Ehrfurcht und lauter Ehrbekundungen. Das ist aber nicht Sinn und Zweck der Bibel. Sondern sie beschreibt die Menschen wie sie wirklich waren. Positiv ist, dass hierdurch der Gefahr, sie zu Übermenschen hochzustilisieren entgegen gewirkt wird. Solche Übermenschen wirken aber unglaubwürdig, weil niemand an sie heran kommt. Obwohl es ja in Wahrheit doch auch nur ganz normale Menschen waren, nur mit der Ausnahme, von Gott auserwählt worden zu sein.


Du schreibst: "Ein Prophet übernimmt eine Vorbildfunktion, die exklusiv für seine Mission bestimmt ist. Und das ist auch der Grund warum G"tt sie vor Unzucht etc. bewahrt."

Nein ! Sehe ich ganz anders, ein Prophet war und ist bis zu seiner Erwählung durch Gott ein ganz normaler Mensch. Und auch nach seiner Erwählung ist er es weiterhin. Er ist nicht dazu bestimmt, für die Menschen ein Vorbild zu sein, sondern tritt lediglich als Warner oder Rufer auf, um ein Volk zur Umkehr zu bewegen. Meist vor einem ebenfalls durch Propheten vorher angekündigtes Gericht. Welche Menschen und warum Gott sie zu Propheten erwählt, müssen wir Gott schon selbst überlassen.

Es gibt und gab auch viele Menschen, die bevor sie zu Christen wurden, ganz schlimme, sündige oder böse Menschen gewesen sind. Und durch ihren Glauben haben sie sich verändert und geben sogar Zeugnis davon. Sie erwähnen absichtlich, was sie vordem für Menschen gewesen waren, wie Gottlos sie lebten und wie sie jetzt leben bzw. nachdem sie den christlichen Glauben angenommen haben. Und eben dadurch, dass sie keinen Hehl aus ihrem Vorleben machen, werden sie glaubwürdig.

Mir ist zB. dieser Paulus (über seine Theologie, welche das Christentum sehr geprägt hat, spreche ich jetzt hier nicht) als Mensch durchaus sympathtisch, weil er auch seine Menschlichkeit durchschimmern lässt. Es wird und berichtet, dass er ein schlimmer Christenverfolger gewesen ist, bevor er sein Damskus-Erlebnis hatte. Es wird uns berichtet, wie sehr der Glaube ihn veränderte, eben die Wandlung vom Saulus zum Paulus vollzog. Er schreibt auch, dass er einen Stachel des Fleisches in sich hatte (was immer das gewesen ist) aber es zeigt doch, dass er eben auch trotzdem seinen Glauben hatte. Er schreibt auch: Was ich tun soll, das tue ich nicht und was ich nicht tun soll, das tue ich... Auch das macht mir einen Menschen sympathisch und nahbar und erfahrbarer, als wenn von alledem keine Erwähnung gemacht werden würde.


Du schreibst: "Ich persönlich glaube nicht an eine makellose Bibel."

Ich auch nicht ! - Makellos ist sie nicht. Sie ist ja auch nicht von Gott persönlich niedergeschrieben worden, sondern von Menschen. Das bedeutet aber dennoch nicht, dass sie von vorne bis hinten nicht stimmt. Gerade im Judentum hat man äusserst großen Wert auf eine stimmige Überlieferung gelegt und jede Zeile hatte einen ganz bestimmten Zahlenwert. Stimmte dieser nicht, war da durch eine Abschrift ein Fehler unterlaufen. So konnte man nachprüfen, in wie weit eine Überlieferung als stimmig befunden werden konnte oder nicht.


Du schreibst: "Du wirst im Koran viele Inhalte finden wo die als Prophet geltenden Menschen schwäche zeigen oder von G"tt kritisiert werden oder auch Fehlentscheidungen treffen, für ihre Taten belangt werden. Und das ist eigentlich menschlich. Sie sind durch und durch menschlich, manchmal ängstlich, manchmal hilflos, manchmal wütend, manchmal zweifelnd ... manchmal dies und das. Das müssen sie auch sein, sonst könnten sie auch keine Vorbilder sein. Sie müssen Menschen bleiben."

Das sehe ich ganz genauso. Selbst Jesus wird mit seinen Ängsten in der Bibel beschrieben. Er ist nicht selbstherrlich mit einem Pferd zur Hinrichtungsstätte erhobenen Hauptes gezogen wie ein Märchenheld, sondern wir lesen in der Bibel, wie er im Garten Gethsemane Gott bittet, den Kelch an ihm vorüber gehen zu lassen, als er merkt, welche Stunde es geschlagen hatte. Wir lesen, wie er sein Kreuz selbst tragen musste und dabei mehrmals hin gefallen ist, vor Erschöpfung, Angst, Schwäche.

Und auch das macht mir diesen Jesus gerade so sympathisch, nahbar, erfahrbar. Einen Jesus, der ohne jegliche Menschlichkeit nur wie ein Märchenheld geschildert würde, einem Wundermann, der alles kann, dem nichts und niemand etwas anhaben kann, der würde auf mich unglaubwürdig wirken.


Du schreibst: "Ich sehe aber keinen Grund darin einen Unzuchttreibenden oder einen Lügner, jemanden der Götzendienst betreibt als Propheten zu sehen. Das hat am wenigsten was mit einer "reingewaschenen Weste" zu tun, sondern mit den bereits erwähnten Punkten, welche als Kriterien gelten könnten. Würde ein Prophet in seiner Prophetie-Phase lügen oder Geld stehlen, wer würde ihm noch glauben schenken?"

Welche Propheten sollen das denn sein, die Unzucht getrieben haben oder notorische Lügner waren, Götzendienst betrieben oder als Diebe bekannt waren? Ich kenne aus der Bibel keine solchen Propheten. Nenne mir mal welche. - Adam, der erste Mensch und der erste Sünder war nach der Bibel kein Prophet. Auch Lot war nicht Prophet nach der Bibel. Selbst König David wird nicht als Prophet bezeichnet. usw...


Du schreibst: "Ich sehe darin keinen Sinn darin unnötig Verbrechen und Unzucht den Propheten in die Schuhe zu schieben. Das hat mehr negative Folgen, als es überhaupt Nutzen bringt."

Was heißt denn in die Schuhe schieben? Ich meine, wenn Moses einen Ägypter erschlug, dann ist das kein in die Schuhe schieben. Wenn David Ehebruch mit der schönen Nachbarin beging und ihren Mann in der stillen Erwartung, dass er umkommt, in den Krieg zu schicken, dann ist das doch kein in die Schuhe schieben. Das allerdings zu vertuschen, zu beschönigen und Menschen in einem Scheinheiligen Licht darzustellen, so wie sie garantiert nicht waren, das fände ich noch schlimmer !

Und das gerade tröstliche dabei ist doch, Gott nimmt sich ihrer trotzdem wieder an ! Trotz der Sünden und Verfehlungen zeigt sich Gott ihnen gnädig und barmherzig. Nur dass kann einem Menschen doch Hoffnung geben, dass Gott auch die eigenen Sünden und Verfehlungen gnädig und barmherzig vergibt !

Was käme denn ansonsten für ein völlig verzerrtes Bild von frommen und gläubigen Menschen dabei heraus, die den Anschein erwecken, eben absolut perfekte Heilige gewesen sein zu müssen, wo niemand anderer jemals heran kommen könnte. Dem einfachen vom Leben geplagten sündigen und schuldig gewordenen Menschen gäben solche Gestalten wenig Hoffnung auf einen verzeihenden und barmherzigen Gott.


Du schreibst: "Heute werden viele falsche Propheten aufgrund ihrer negativen Vergangenheit entlarvt. z.B. durch ihre negative politische Vergangenheit, psychologische Probleme, oder das Erstreben von Macht oder auch das Verbünden mit "Feinden" der Bevölkerung, welche eigentlich bestrebt sind das Volk aufzumischen und was durch solche falschen Propheten recht gut funktionert/e."

Mag sein, ist auch gut so. Und sicher gibt es auch falsche Propheten. Wenn sie entlarvt werden, auch gut. Habe ich nichts gegen einzuwenden. Aber den Umkehrschluss kann man daraus wieder nicht bilden und sagen: Wer eine negative Vergangeheit hatte, kann also nur ein falscher Prophet sein. Weil jemand psychische Probleme hatte, oder eine Krankheit, oder hier und da ein Fehlverhalten zeigte, kann er nur ein falscher Prophet sein. - Als wenn ein richtiger Prophet nie etwas falsch machen könnte, das ist genau der Eindruck der dann entsteht. So etwas gibt es nicht !


Du schreibst: "Das soll ein Prophet sein? Wollt ihr allen ernstes so jemanden als Prophet unter euren Propheten mit solchen Eigenarten akzeptieren? Sind David (gem. Bibel kein Prophet, aber die Psalter, wenn man sie ihm zu schreibt ist er ein Prophet) und Moses (seine Tat bezüglich des Ägypters kann noch "entschuldigt" werden; Übrigens auch im Koran erwähnt) etwa auch so?"

Ja, ich weiß wie eine Volksmenge sprechen würde. Genau so ! Und genauso wurde auch über Jesus gesprochen: Das soll der König der Juden sein? Gebt ihm eine Krone aus Dornen ! Bist du der Messias etwa? Du, dieser Sohn des Zimmermanns willst der verheißene Messias sein?

Ist das ein Kriterium dafür, ob jemand ein Prophet ist, was das Volk sagt? Sicher nicht ! Ich finde, man sollte erst mal generell abklären, was ein Prophet überhaupt ist. Für mich ist nicht automatisch jeder, der Gottes Stimme hört deswegen schon ein Prophet. Nur weil David die Psalmen schrieb, ist er noch kein Prophet. Nur weil König Salomon die Sprüche der Weisheit schrieb ist er noch kein Prophet. Und auch dein zitierter Lorber ist deswegen, weil er eine innere Stimme hatte noch kein Prophet. Ich würde eher sagen, er war ein Mystiker. Allerdings was die Leute oder ein Volk sagt, das ist wohl weniger geeignet um daraus herzuleuten, wer ein Prophet ist und wer nicht.


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Der Koran hat Recht, die Bibel nicht?

04.08.2010 um 14:45
@Fabiano

Fabiano, dem ersten Teil deines Posts stimme ich zu.
Zitat von FabianoFabiano schrieb:Naja im Koran wird das Leben Mohammeds auch nicht wirklich beschrieben, ausser gewisse Einzelheiten daraus, wenn sie von Belang war. Von den ganzen Kriegen wird im Koran keine Erwähnung gemacht.
Das alles wurde bewusst ausgespart.
Sei dir mal da nicht so sicher. Sowohl die Schlachten Badr, die Grabenschlacht als auch die Expedition nach Tabuk finden im Koran Erwähnung. Außerdem ist es nur logisch, daß die Geschichte von Muhammad s. im Koran nicht erwähnt wird. Schließlich ist es kein Geschichtsbuch.

Sondern eine direkte Offenbarung, wenn man es so haben will. z.B. kann das Evangelium auch nicht als eine Offenbarung bezeichnet werden, sondern es erzählt die Geschichte von Jesus. Jesus hat aber die uns bekannten Evangelien nicht als Offenbarung erhalten, sondern sie geben Abschnitte d. Evangelium (wenn überhaupt) wider!
Zitat von FabianoFabiano schrieb:Um über Mohammed und sein Leben mehr zu erfahren, bedarf es anderer Quellen als den Koran. Da der Koran auch nicht die Aufgabe hatte, nur das Leben des Mohammed zu beschreiben. Die Bibel ist ein völlig anderes Buch, welches eben nicht nur auf die Lehren der jeweiligen Propheten eingeht, sondern auch das ganze drum herum, die geschichtlichen Gegebenheiten, das Leben der einzelnen Menschen mit beschreibt und wie es ihnen ergangen ist, was sie erlebt haben usw... Und da wird dann eben so berichtet, wie es sich (nach Ansicht der Schreiber) in etwa zugetragen hat. Und da werden eben auch die Fehltritte und Sünden nicht ausgespart.

Würde man bei all den Menschen wie sie in der Bibel erwähnt werden, alles schön schreiben und glätten, alle Fehler ausradieren und die Sünden weglassen, dafür einzelne besondere Taten besonders hervorheben und ausschmücken, würden aus diesen Menschen nach und nach Übermenschen entstehen, an die niemand mehr heran kann ausser in tiefster Ehrfurcht und lauter Ehrbekundungen.

Das ist aber nicht Sinn und Zweck der Bibel. Sondern sie beschreibt die Menschen wie sie wirklich waren. Positiv ist, dass hierdurch der Gefahr, sie zu Übermenschen hochzustilisieren entgegen gewirkt wird. Solche Übermenschen wirken aber unglaubwürdig, weil niemand an sie heran kommt. Obwohl es ja in Wahrheit doch auch nur ganz normale Menschen waren, nur mit der Ausnahme, von Gott auserwählt worden zu sein.
Und das ist eben der Knackpunkt. Die Bibel enthält nur teilweise Offenbarungen. D.h. das ganze drumherum sind nicht Gottesworte, sondern sind Überlieferungen von Menschen. Und da sind eben verschiedene theologische Ansichten und verschieden überlieferte Geschichten miteingeflossen, die einige Propheten teilweise verunglimpfen.

Bevor man mir sagt ich würde Blödsinn reden:

z.B. zum Buch Deuteronomium

"Betrachtungen zum Text

Das 5. Buch Mose setzt sich mit Ausnahme des Schlusses in Stil, Methode und Ausdrucksweise derart von den übrigen Büchern der Tora ab, dass sein Ursprung einer eigenständigen Schule zugeschrieben wird. Insbesondere die Tatsache, dass im Buch selbst von einem eigenständigen Gesetz gesprochen wird (Kap. 1,5 LUT; Kap. 27,3 LUT; Kap. 8,26 LUT; Kap 31,26 LUT), spricht für eine Entstehung, die separat von den vier vorhergehenden Büchern anzusetzen ist.

Daneben sind auch eine Reihe von inhaltlichen Unterschieden zwischen diesem und den drei vorhergehenden Büchern (2.?4. Buch Mose) zu beobachten: Die Gesetze zeigen einige Unterschiede, und die Rolle der Priesterschaft (Aaroniten) gegenüber der des Stammes Levi (Leviten) wird abweichend dargestellt."

oder:

"Wikipedia: Monolatrie"
Zitat von FabianoFabiano schrieb:Nein ! Sehe ich ganz anders, ein Prophet war und ist bis zu seiner Erwählung durch Gott ein ganz normaler Mensch. Und auch nach seiner Erwählung ist er es weiterhin.
Er bleibt natürlich ein normale Mensch. Aber du sagst es. "Erwählung" ist das Sprichwort.
Zitat von FabianoFabiano schrieb:Er ist nicht dazu bestimmt, für die Menschen ein Vorbild zu sein, sondern tritt lediglich als Warner oder Rufer auf, um ein Volk zur Umkehr zu bewegen. Meist vor einem ebenfalls durch Propheten vorher angekündigtes Gericht. Welche Menschen und warum Gott sie zu Propheten erwählt, müssen wir Gott schon selbst überlassen.
Sag Fabiano: Ist Jesus nicht ein Vorbild für dich? Für die Juden ist Moses auch ein Vorbild
Wenn jemand Gesetze Predigt an die er sich selbst nicht hält oder halten kann, dann ist das unglaubwürdig.
Zitat von FabianoFabiano schrieb:Es gibt und gab auch viele Menschen, die bevor sie zu Christen wurden, ganz schlimme, sündige oder böse Menschen gewesen sind. Und durch ihren Glauben haben sie sich verändert und geben sogar Zeugnis davon. Sie erwähnen absichtlich, was sie vordem für Menschen gewesen waren, wie Gottlos sie lebten und wie sie jetzt leben bzw. nachdem sie den christlichen Glauben angenommen haben. Und eben dadurch, dass sie keinen Hehl aus ihrem Vorleben machen, werden sie glaubwürdig.
Gibt es das nicht überall? Das macht sie noch lange nicht zu Propheten.
Zitat von FabianoFabiano schrieb:Ich auch nicht ! - Makellos ist sie nicht. Sie ist ja auch nicht von Gott persönlich niedergeschrieben worden, sondern von Menschen. Das bedeutet aber dennoch nicht, dass sie von vorne bis hinten nicht stimmt. Gerade im Judentum hat man äusserst großen Wert auf eine stimmige Überlieferung gelegt und jede Zeile hatte einen ganz bestimmten Zahlenwert. Stimmte dieser nicht, war da durch eine Abschrift ein Fehler unterlaufen. So konnte man nachprüfen, in wie weit eine Überlieferung als stimmig befunden werden konnte oder nicht.
Ich habe auch nicht gesagt, daß die Bibel von vorne bis hinten nicht stimmt.
Einen Zahlenwert halte ich für weniger plausibel. Es ist faktisch so, daß es Spuren von verschiedenen theologischen Schulen in der Bibel gibt. Siehe oben.
Zitat von FabianoFabiano schrieb: Welche Propheten sollen das denn sein, die Unzucht getrieben haben oder notorische Lügner waren, Götzendienst betrieben oder als Diebe bekannt waren? Ich kenne aus der Bibel keine solchen Propheten. Nenne mir mal welche. - Adam, der erste Mensch und der erste Sünder war nach der Bibel kein Prophet. Auch Lot war nicht Prophet nach der Bibel. Selbst König David wird nicht als Prophet bezeichnet. usw...
Und das sind eben die genannten Personen. David, Salomon, Lot.
Zwar sind die genannten Personen keine Propheten gem. der Bibel, jedoch könnte man ihr Wirken entsprechend interpretieren.
Zitat von FabianoFabiano schrieb:Mag sein, ist auch gut so. Und sicher gibt es auch falsche Propheten. Wenn sie entlarvt werden, auch gut. Habe ich nichts gegen einzuwenden. Aber den Umkehrschluss kann man daraus wieder nicht bilden und sagen: Wer eine negative Vergangeheit hatte, kann also nur ein falscher Prophet sein. Weil jemand psychische Probleme hatte, oder eine Krankheit, oder hier und da ein Fehlverhalten zeigte, kann er nur ein falscher Prophet sein. - Als wenn ein richtiger Prophet nie etwas falsch machen könnte, das ist genau der Eindruck der dann entsteht. So etwas gibt es nicht !
Ich halte dieses Kriterium für enorm wichtig. Und zwar aus dem Grunde, daß der Mensch dazu neigt jedes Fehlverhalten für sich als Ausrede zu verwenden, um nicht an den Propheten zu glauben. Vielleicht stütze ich mich zu sehr auf das Beispiel Mohammed, weil seine Geschichte sehr viel aktueller und nach meinen Recherchen authentischer ist.

Gott würde dem Menschen eine Leugnung sehr einfach machen, würde er einen ehemaligen Verbrecher oder einen notorischen Lügner später als einen Propheten einsetzen. Gem. islamischer Lehre bedeutet die Leugnung eines Propheten den Abfall vom Glauben, weswegen auch die Voraussetzungen zur Annahme nicht unmöglich sein sollten.
Zitat von FabianoFabiano schrieb:Ist das ein Kriterium dafür, ob jemand ein Prophet ist, was das Volk sagt? Sicher nicht !
Nein ist es sicherlich nicht, aber die Möglichkeiten für eine Annahme müssen gegeben sein.
Zitat von FabianoFabiano schrieb:Ich finde, man sollte erst mal generell abklären, was ein Prophet überhaupt ist. Für mich ist nicht automatisch jeder, der Gottes Stimme hört deswegen schon ein Prophet.
Generell abklären ist auch nicht so einfach. Weil es verschiedene Definitionen gibt. Vereinfacht gesagt, wenn Gott zu dir spricht und sagt: "Ich habe dich auserkoren, du bist mein Gesandter (evtl. eine Offenbarungsschrift) etc."
Zitat von FabianoFabiano schrieb:Nur weil David die Psalmen schrieb, ist er noch kein Prophet. Nur weil König Salomon die Sprüche der Weisheit schrieb ist er noch kein Prophet.
Könnte man sagen diese Schriften sind bedeutungslos? Warum finden dann Schriften in der Bibel Erwähnung die von Gott nicht genehmigt sind. Ich könnte doch dann auch ein frommes Leben vortäuschen Schriften verfassen und meine eigenen Schriften in die Bibel eingliedern.
Ist das so einfach? Nein, ich denke nicht.
Zitat von FabianoFabiano schrieb: Und auch dein zitierter Lorber ist deswegen, weil er eine innere Stimme hatte noch kein Prophet. Ich würde eher sagen, er war ein Mystiker. Allerdings was die Leute oder ein Volk sagt, das ist wohl weniger geeignet um daraus herzuleuten, wer ein Prophet ist und wer nicht.
Wenn ein Prophet sagen wir mal in deiner Zeit lebt und eine nahe Verwandte Person von dir sex. belästigt inwieweit würdest du dieser Person weiterhin folgen?

Wenn man das auf die Realität und unsere Zeit bezieht, dann sieht die Situation anders aus. Weil da Emotionen im Spiel sind, die nicht so einfach wegzureden sind.

Man wäre sogar im Normalfall dazu geneigt so eine Person zu bekämpfen und mit allen Mitteln sie aus dem Wege zu räumen das ist normal. Du würdest so einer Person nicht folgen. Und gerade deswegen halte ich es - trotz Widerspruch zur Bibel - für ein Kriterium , daß eine solche Person keine schwerwiegenden Untaten begeht. ;)

Fabiano, fühl dich nicht genötigt mir zu antworten.
Ich gehe eher davon aus, daß die genannten Personen Propheten waren, weswegen sich ein Widerspruch ergibt und zwei verschiedene Ansätze die nicht miteinander zu vereinbaren sind.


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Der Koran hat Recht, die Bibel nicht?

04.08.2010 um 17:19
@Sigalit:

Auch wenn wir unterschiedlicher Ansicht sind, das macht ja nichts - Antworte ich dir trotzdem.

Was die Evangelien angeht, so ist das natürlich bis auf die darin enthaltenen Lehrsätze Jesu (zB. Bergpredigt u.a.) keine Offenbarung, sondern überleiferte Geschichte über das Leben Jesu und seinen Jüngern. Es behauptet ja auch keiner, dass es sich um eine Offenbarung handelt hierbei.

Auch was das AT angeht, so sind dies Überlieferungen von Ereignissen mit allem drum herum. Auch das sind keine Offenbarungen. Das habe ich ja auch nie behauptet. Allerdings sind dann wieder die Weisungen eines Moses, die er von Gott erhalten hat, sowie die Visionen der alten Propheten und was Gott ihnen gesagt hat, schon Offenbarungen.

Nicht die gesamte Bibel kann als eine Offenbarungsschrift verstanden werden, aber sie enthält Offenbarungen. Aber sie enthält, da stimme ich dir zu, auch anderes, wie eben überlieferte Geschichten. Ob sie wahr sind oder nicht, lasse ich mal dahin gestellt.

Ja Jesus ist in gewisser Weise ein Vorbild für mich und sicher nicht nur für mich. Und wäre er ein Mensch gewesen, der zwar gute Predigten halten konnte, aber aus den Überlieferungen erkennbar wäre, dass er in Wirklichkeit ganz anders gelebt hätte, sagen wir mal ein Frauenheld und ein Wüstling gewesen wäre, dann würde ihn das unglaubwürdig machen, da stimme ich dir zu.

Ein Prophet sollte also auch eine Vorbildfunktion haben. Sollte, muss aber nicht ! Es wäre und ist besser aber es ist keine unbedingte Voraussetzung dafür.

Dass es viele Menschen gab, die ein recht liederliches Leben geführt haben bevor sie zum Glauben gekommen sind, macht sie dadurch dass sie ihr Leben völlig geändert haben natürlich nicht zu Propheten. Das habe ich auch nicht behauptet. Wobei aber die Möglichkeit beseht, dass aus einem solchen durchaus, wenn Gott es will, ein Prophet werden könnte.

Was das Fehlverhalten der Menschen angeht, so würde wohl eher ein Prophet, der am liebsten aber gar keiner sein möchte (Gott ihn aber dazu bestimmt hat) sich durch sein eigenes Fehlverhalten dafür entschuldigen, kein Prophet sein zu können, weil andere dafür doch wesentlich besser geeignet seien, man sehe doch mal auf all seine Fehler usw...

Auch benutzen Menschen immer gerne das Fehlverhalten anderer, um ihnen das was sie sind, abzusprechen. Du willst dieses oder jenes sein? Glaub ich dir nicht - Wenn, dann hättest du nämlich, dann müsstest du eigentlich, aber so, nein... Du machst so viele Fehler, wenn du wirklich sagst, du seiest... dann hätte dir das niemals passieren dürfen usw...

Insofern sind das für mich KEINE Kriterien ob jemand ein Prophet ist oder nicht !

Warum Schriften wie die Psalmen, die Sprüche Salomos, das Hohelied der Liebe usw. überhaupt in der Bibel stehen musst du die fragen, welche die Bibel damals beim Konzil zu Nicäa zusammen gestellt haben. Auch wenn sie keine direkten göttlichen Offenbarungen sind, heißt das ja nicht, dass sie wertlos sind ! Wer sagt denn, dass sie erst von Gott genehmigt werden müssen? Ich meine, wer hat Gott denn überhaupt danach gefragt?
Die Bibel wurde von Menschen geschrieben und von Menschen zusammen gestellt. Muss man dafür bei Gott um Genehmigung fragen?

Bekämpft, Verfolgt, Bespottet und dergleichen wurden die Propheten sehr oft, teilweise auch Hingerichtet. Sie waren eben unangenehme Zeitgenossen und haben den Menschen Dinge gesagt, die sie nicht hören wollten. Wenn sich dann auch noch gewisse Dinge finden, aus dem Privatleben, die ganz gut dazu zu gebrauchen sind, solche Menschen quasi zu erledigen, dann bedienten sich die Menschen auch gerne solcher Mittel. Das ist heute auch nicht anders, ob Propheten oder nicht.

Für mich ist jemand nicht unbedingt direkt schon ein Prophet, nur weil er eine Gotteserfahrung gemacht hat. Wie gesagt, nach der Bibel waren weder Adam, noch David, noch Salomon, noch Lot Propheten. Aber sie waren zweifelsohne Gottesfürchtige Menschen.


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Der Koran hat Recht, die Bibel nicht?

04.08.2010 um 21:06
Zitat von FabianoFabiano schrieb:Was die Evangelien angeht, so ist das natürlich bis auf die darin enthaltenen Lehrsätze Jesu (zB. Bergpredigt u.a.) keine Offenbarung, sondern überleiferte Geschichte über das Leben Jesu und seinen Jüngern. Es behauptet ja auch keiner, dass es sich um eine Offenbarung handelt hierbei.

Auch was das AT angeht, so sind dies Überlieferungen von Ereignissen mit allem drum herum. Auch das sind keine Offenbarungen. Das habe ich ja auch nie behauptet. Allerdings sind dann wieder die Weisungen eines Moses, die er von Gott erhalten hat, sowie die Visionen der alten Propheten und was Gott ihnen gesagt hat, schon Offenbarungen.

Nicht die gesamte Bibel kann als eine Offenbarungsschrift verstanden werden, aber sie enthält Offenbarungen. Aber sie enthält, da stimme ich dir zu, auch anderes, wie eben überlieferte Geschichten.
Dem gibt es nichts hinzuzufügen




Schade dass die meisten Muslime davon ausgehen, dass die Thora und das Evangelium geschriebenes Gotteswort nach dem Schema des Korans sein (müssen).

Tatsächlich meint "Thora" je nach Zusammenhang das gesammelte Offenbarungswissen der Israeliten oder spezifiziert die mosaischen Gesetzesschriften, Evangelium die Botschaft Jesu.

Ob die wie der Koran jemals in einer göttlichen Offenbarungsschrift bestanden haben, kann ich nicht beantworten.

Bekannt sind uns - wie es Fabiano schön erklärt hat - Schriften ÜBER das Leben von Menschen mit Gott, sei es als direkte Gottesworte, Zeugen oder Überlieferungen aus zweiter und dritter Hand.

Dazu kommen noch "Auffüllungen", also literarische Ergänzungen.


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Der Koran hat Recht, die Bibel nicht?

04.08.2010 um 23:51
@efendi_

@bekchris

<<< In ihrer Lebensweise werden die Propheten keinesfalls gleichgestellt. Die gläubigen Muslime sollen aber keinen Unterschied zwischen Ihnen machen. Das heißt dass sie versuchen sollen von jedem Propheten etwas zu lernen und deren Lehren im Alltag in bestimmten Situationen anzuwenden. >>>


Es geht nach meinem Verständnis nicht um die Beurteilung der Propheten durch die gläubigen Muslime, sondern um die Beurteilung durch Allah, was doch aus dem Text hervorgeht, den Du selbst gebracht hattest:


<<< 2:253: Unter den Propheten haben wir einige vor anderen bevorzugt. Mit einigen sprach Gott selbst, andere bevorzugte er noch mehr. Dem Jesus, Sohn Miriams, gaben wir Wunderkraft, und rüsteten ihn aus mit dem heiligen Geist. >>>

Du schriebst darauf:

<<< “In der Sure wird darauf gedeutet, dass Gott einige Propheten bevorzugt hat.
Falls dich das Wort "Wir" verwirrt, ist dieses Video sehr aufschlussreich:“
>>>


Das Wir bedeutet doch, dass Allah dies ( als „WIR“ ) gesagt hat. Also machte Allah doch Unterschiede unter den Propheten, was dem widerspricht, dass alle gleich seien.

Es gibt doch auch tatsächlich sehr große Unterscheide unter den Propheten, was ich geschrieben hatte, worauf Du nicht eingingst. Ich bitte Dich, aber darum.


Meine Frage war, warum Mohammed alle „Propheten“ wie Adam, Abraham, Mose, Jesus und gemeint ist ja wohl auch Mohammed selbst, als gleich beschreibt, obwohl sie Doch gewaltige Unterschiede gibt.

Adam hat gesündigt ( 1. Mose 3, 1 – 24 )

Abraham hat Gott vertraut (1. Mose 12,1 ff.)

Mose bekam einen einmaligen Auftrag ( 2. Mose 3, 1 – 4,17 ) . Außerdem erhielt er die 10 Gebote ( 2. Mose 20, 1 – 17 ).

Jesus wurde durch den Heiligen Geist in der Jungfrau Maria gezeugt, war ohne jegliche Sünde, wurde unschuldig gekreuzigt, um uns dadurch den Weg zu Gott wieder zu eröffnen, Er ist aus dem Grab auferstanden und gen Himmel gefahren und er wird wiederkommen, „zu richten die Lebenden und die Toten“.



Alle diese „Propheten“ sollen gleich sein?

Hat da nicht Mohammed den Mund voll genommen ?


Sollte es aber eine Aussage von Gott sein, wie verhält es sich dann mit seinen bezeugten Aussagen in der Bibel ???



Deine bisherige Argumentation greift bei mir nicht.



Ich bitte Dich um eine ehrliche Stellungnahme.


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Der Koran hat Recht, die Bibel nicht?

05.08.2010 um 01:17
@bekchris

Vielleicht kann ich mich einfach nicht richtig ausdrücken. Ich versuche es noch mal:


Ja, ich stimme dir zu dass laut dem Koran, Gott einige Propheten vor den anderen bevorzugt hat.
Wie gesagt: Gott soll diese Propheten bevorzugt haben.

Du wirst mir sicherlich zustimmen, dass Menschen wie wir, mögen wir noch so tugendhaft sein, nicht das Recht und die Möglichkeit haben uns mit Gott gleichzustellen. Deshalb ist es nicht selbstverständlich dass wir als Gläubige einen Propheten vor den anderen stellen, obwohl Gott dies gemacht hat. Ich habe dir Zitate aus dem Koran gebracht, dass Gott jedem Volk einen eigenen Propheten zugestellt hat. Laut dem Koran gibt es ungefähr 124.000 Propheten, jedoch werden nicht alle namentlich darin erwähnt. Das könnte der entscheidende Punkt sein, denn das diese Menge von Propheten nicht im Koran erwähnt wird, zeigt doch das Gott die 25 Propheten, die namentlich im Koran erwähnt werden bevorzugt hat. Jedoch soll sich ein Muslim Beispiele an allen Propheten nehmen. Und woher soll man nun unterscheiden können welche Propheten denn wahre Propheten sind und zu den 124.000 echten Propheten gehören ? Das bleibt dem einzelnen Gläubigen überlassen. Es ist jedoch selbstverständlich dass ein Moslem keinen Menschen als Propheten anerkennen wird, der Götzendienst betrieben hat, oder sogar sich selbst als Gott ausgab.

Ein Beispiel eines Propheten der zwar im Koran vorkommt, jedoch nicht namentlich erwähnt wird ist Hz. Hizir, dessen Geschichte wird in der Sure "Die Höhle" erzählt. Hz. Musa (Moses) soll ein Gefährte von Hz. Hizir gewesen sein und Hz. Hizir soll ihn belehrt haben. Was ich damit sagen will, ist dass dieser Prophet der im Koran nicht namentlich erwähnt wird, von Gott anscheinend nicht so bevorzugt wurde wie die anderen Propheten. Die Frage die sich mir nun stellt: Wieso wurde der Name dieses Propheten ausgelassen, obwohl dieser Moses belehrt haben soll ? Vielleicht weil Moses eine andere Bestimmung hatte und zwar die wichtige Aufgabe dem damaligen Volk Israel die 10 Gebote mit Gottes Hilfe zu offenbaren. In dieser Hinsicht wurde Moses bevorzugt, doch das heißt nicht dass Moses in einer anderen Beziehung von einem anderen Propheten nicht belehrt werden kann oder umgekehrt. Es ist situationsbedingt, welcher Prophet der richtigen Entscheidung näher ist. Deshalb soll ein Moslem allen Propheten die selbe Wichtigkeit zukommen lassen. Ich gebe zu, dass die Meisten Muslime dies heutzutage nicht praktizieren, denn sie bevorzugen den Propheten Mohammed, obwohl sie nicht das Recht dazu haben. Denn laut Koran hat eben nur Gott das Recht Propheten zu bevorzugen.

2:136: Sagt: Wir glauben an Allah und an das, was zu uns (als Offenbarung) herabgesandt worden ist, und an das, was zu Ibrāhīm, Ismāʿīl, Isḥāq, Yaʿqūb und den Stämmen herabgesandt wurde, und (an das,) was Mūsā und ʿĪsā gegeben wurde, und (an das,) was den Propheten von ihrem Herrn gegeben wurde. Wir machen keinen Unterschied bei jemandem von ihnen, und wir sind Ihm ergeben.

Außerdem steht hier nichts von gleich. Ich frage mich woher du das herhast, hast du vielleicht noch eine andere Surenangabe ? Wenn es heißt, wir sollen keinen Unterschied zwischen Ihnen machen, dann hat man hier genügend Interpretationsmöglichkeiten. Denn hier steht nicht, mache keinen Unterschied zwischen ihren Lebensweisen. Und Unterschiede hinsichtlich ihrer Leben gibt es natürlich, so wie du es geschrieben hast:
Zitat von bekchrisbekchris schrieb: Adam hat gesündigt ( 1. Mose 3, 1 – 24 )

Abraham hat Gott vertraut (1. Mose 12,1 ff.)

Mose bekam einen einmaligen Auftrag ( 2. Mose 3, 1 – 4,17 ) . Außerdem erhielt er die 10 Gebote ( 2. Mose 20, 1 – 17 ).

Jesus wurde durch den Heiligen Geist in der Jungfrau Maria gezeugt, war ohne jegliche Sünde, wurde unschuldig gekreuzigt, um uns dadurch den Weg zu Gott wieder zu eröffnen, Er ist aus dem Grab auferstanden und gen Himmel gefahren und er wird wiederkommen, „zu richten die Lebenden und die Toten“.
Noch mal zum Schluss:

- Gott hat Propheten bevorzugt, indem er einige von ihnen namentlich erwähnt hat und andere widerrum nicht.

- Es gab Unterschiede zwischen den Propheten hinsichtlich ihrer Lebensweise und ihren Gaben.

- Die gläubigen Moslems sollen keinen Unterschied zwischen den Propheten machen und nicht versuchen strikt die Lehren von nur einem Propheten zu befolgen, sondern situationsbedingt darüber nachdenken an welchem Propheten man sich orientieren soll. Auch nach den Lehren derer, die nicht im Koran erwähnt werden.

- Bezüglich der Lebensweisen und dem Verhalten der Propheten steht in diesem Zusammenhang keine Aussage im Koran, das alle gleich gehandelt haben und die selbe Botschaft hatten.

Ich hoffe dass ich meine Gedanken einigermaßen zum Ausdruck bringen konnte.


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ikone ehemaliges Mitglied

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Der Koran hat Recht, die Bibel nicht?

05.08.2010 um 01:18
Ich stell mich und andere höher als Gott.


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Der Koran hat Recht, die Bibel nicht?

05.08.2010 um 01:30
@ikone
Warum auch nicht?
Ich kann und will mein Leben doch nicht von einer - vollkommen unbegründeten - Angst vor einem allmächtigen Geist bestimmen lassen!


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ikone ehemaliges Mitglied

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Der Koran hat Recht, die Bibel nicht?

05.08.2010 um 01:33
Seh ich genauso, Gott wenn du willst dass ich diese Kekse esse gib mir bitte kein Zeichen, danke oh Herr.


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Der Koran hat Recht, die Bibel nicht?

05.08.2010 um 03:03
@DahamImIslam
Zitat von DahamImIslamDahamImIslam schrieb:Schade dass die meisten Muslime davon ausgehen, dass die Thora und das Evangelium geschriebenes Gotteswort nach dem Schema des Korans sein (müssen).
wo steht im koran diese behauptung? wo steht im koran dass das AT und NT (Original) nicht die Worte Allah´s sind?
du kannst schreiben, Koran offenbart so und die meisten Muslime folgen dem,
aber ich nicht.. dann würde das mich nicht interessieren, aber diesen Irrweg zugerechtfertigen ist ein Irrtum...
warum steht daénn dann im Koaran dass die Juden die Worte verdreht, die Stellen verschoben hätten..


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Der Koran hat Recht, die Bibel nicht?

05.08.2010 um 08:32
@Fabiano

Danke für deinen Post. So großartig verschieden sind unsere Ansichten doch nicht, wie ich dachte.

@DahamImIslam
Zitat von DahamImIslamDahamImIslam schrieb:Schade dass die meisten Muslime davon ausgehen, dass die Thora und das Evangelium geschriebenes Gotteswort nach dem Schema des Korans sein (müssen).
Das habe ich nicht behauptet, falls du mich meinst. Ich habe nur eienn Unterschied betont, weswegen man die genannten Schriften nicht unbedingt miteinander vergleichen kann.
Ich sehe durch die "koranische Brille" sehr viele Inhalte die ursprünglich auf eine Offenbarung fußen. Manches von ihnen finde ich im Koran, manches auch in Aussprüchen des Mohammed. Wie sollte es auch anders sein?

Die Tora wird im Koran noch nicht einmal Moses als Empfänger/Autor zugeschrieben. Ich finde das sogar SEHR bemerkenswert und zwar aus dem Grunde, weil wirklich einige glauben die Tora wäre eine der Schriften von Moses. Im Koran gibt es so eine Stelle nicht. Sondern nur in Verbindung mit den Propheten und Kindern Israels. Im Gegenteil dazu glauben bis heute noch orthodoxe Juden, aber auch einige Christen das Moses der Autor ist. Siehe:

Wikipedia: Pentateuch#Autorenschaft und Entstehungszeit

Das sind so die kleinen Feinheiten, die mich am Koran immer wieder beeindrucken.

Moses bekam gemäß Koran NICHT die Tora, sondern sog. Suhuf (Blätter, auch synonym für Buch).
Ich habe interessanter Weise gestern rein zufällig einen Hadith beim durchblättern eines Buches gelesen, wo Abu Dhar al Ghifari den Propheten s. nach den Büchern von Moses und Abraham befragt. Zu Abraham sagt er, es waren Lehrsprüche und zu Moses, es waren Ermahnungen. Mit einigen Beispielen dargelegt. Abu Dhar fragt ihn daraufhin ob denn etwas von dem übrig geblieben ist. Woraufhin Mohammed mit "ja" antwortete und diese Aya rezitierte:

"Erfolgreich ist wahrlich derjenige, der sich rein hält (14) und des Namens seines Herrn gedenkt (und) alsdann betet. (15) Doch ihr zieht das irdische Leben vor, (16) wo doch das Jenseits besser und dauerhafter ist. (17) Dies stand wahrlich in den ersten Schriften, (18) den Schriften Abrahams und Moses`. (19) " 87:14-19

Der Hadith ist in seiner Bewertung "hasan" (schön, gut), d.h. kein schwacher.

Habe das so ein wenig ausgebreitet, weil dich das interessieren könnte. @DahamImIslam


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Der Koran hat Recht, die Bibel nicht?

05.08.2010 um 16:35
@bekchris
Zitat von bekchrisbekchris schrieb am 31.07.2010:“Niemals hat Gott jedem Volk einen Propheten gesandt. An Israel sollten alle Menschen erkennen, wer Gott ist.“
Hat Gott dir das gesagt? Hast du mit ihm wahrhaft gesprochen, sodass er dir das bestätigt hat? Hast du Zeugen für deine Aussage?
Wäre es nicht eine Unbarmherzigkeit Gottes, wenn er alle Völker im Stich lassen würde und sich nur den Israelis erbarmen würde?


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Der Koran hat Recht, die Bibel nicht?

05.08.2010 um 16:43
Zitat von SigalitSigalit schrieb:Wäre es nicht eine Unbarmherzigkeit Gottes, wenn er alle Völker im Stich lassen würde und sich nur den Israelis erbarmen würde?
Ist ein Interessanter Punkt

Zumal nicht jeder ein Jude werden kann


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Der Koran hat Recht, die Bibel nicht?

05.08.2010 um 16:47
@muadhibnnadiri

Darauf gibt es nur eine Antwort, die wird wahrscheinlich so ausfallen:

Jesus kam für alle Völker: Und es heißt doch:

"Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben: Niemand kommt zum Vater, denn durch mich"

;)


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Der Koran hat Recht, die Bibel nicht?

05.08.2010 um 17:08
Wobei mir fällt grade auf das die Juden immer noch auf ihren Mesias warten während die Muslime Jesus as. als ein gesandten und Propheten bestätigen :)


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Der Koran hat Recht, die Bibel nicht?

05.08.2010 um 18:41
Zitat von muadhibnnadirimuadhibnnadiri schrieb:Wobei mir fällt grade auf das die Juden immer noch auf ihren Mesias warten während die Muslime Jesus as. als ein gesandten und Propheten bestätigen
In dem verfälschten Wort Gottes Koran steht, dass Mohammed der letzte Prophet ist. So einfach kann man es sich machen in einer Religion.

Man fügt etwas hinzu, um sich gegenüber allen anderen einen Vorteil zu verschaffen. Religion ist doch für die Katz.
@muadhibnnadiri


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