@RogerHouston Mir scheint, du hattest mich an der einen oder anderen Stelle missverstanden, evtl. weil ich mich nicht gut genug ausgedrückt hatte.
Genau hierin liegen unsere beider Missverständnisse und das sind die eigentlichen Knackpunkte:
RogerHouston schrieb:das wäre vorher deutlich besser. Heißt aber für mich trotzdem nicht, dass es dann zu spät ist
RogerHouston schrieb:Und auch hier: das ist meine Laienmeinung, Andere mögen das auch gut begründet anders sehen
das ist völlig i.O. wenn du das so siehst, nur argumentierte ich halt nur anhand der Bibel, gar nicht aus meiner eigenen Auffassung heraus. Das ist also schon mal das 1. Missverständnis zwischen uns.
Nun werde ich mal versuchen weitere mögliche Missverständnisse auszuräumen
RogerHouston schrieb:Ich für meinen Teil sehe da keinen guten Weg, sich erst nach dem Tod für Gott zu entscheiden
sehe ich genauso und genau so geht es in meinen Augen auch aus der Bibel hervor.
RogerHouston schrieb:Stell dir mal vor du stehst deinem Schöpfer gegenüber und der öffnet dir die Augen und du siehst was für einen Scheiß du angerichtet hast, vielleicht anderen gegenüber. Er vergibt dir das, weil du bist ja gläubig und so, du kriegst also das ewige Leben, aber wäre es dir egal, was du zuvor so angestellt hattest, was du anderen an Unrecht zugefügt hast vielleicht?
wenn das auch SO aus der Bibel hervor ginge, dass man sich noch
nach dem Tod für Gott entscheiden könnte, dann würde ich dir hier zustimmen.
Jedoch sagt die Bibel nach meiner Interpretation etwas anderes.
Schon alleine deshalb kann ich nicht an die Allversöhnung glauben.
Es gibt aber eben auch einige andere Bibelinhalte, die für mich gegen eine Allversöhnung sprechen.
Natürlich gibt's dann aber eben die Verse, die man wiederum so auffassen kann, als sprächen sie für eine Allversöhnung.
Das hat man ja in der Bibel oftmals, dass es scheinbare Widersprüche gibt - vor allem wenn man
nicht ALLE Verse zu einem bestimmten Thema zusammen betrachtet, sondern sich nur einzelne heraus greift.
Bitte nicht als Vorwurf auffassen, das hatte ich anfänglich ja auch mal so gemacht, also mir nur manches rausgegriffen und dann nur damit argumentiert (und das kann mir vielleicht auch jetzt noch jederzeit aus Versehen passieren).
Damit wollte ich jetzt nur aufzeigen, weshalb manches in der Bibel widersprüchlich wirken kann.
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Optimist schrieb:Da würde es doch reichen, wenn sich alle Menschen erst dann für Gott entscheiden, wenn sie diesen sehen und ihn persönlich um Vergebung bitten können - also nach dem Tod
RogerHouston schrieb:Wie gesagt, wenn gut und böse, richtig und falsch für einen nur leere Begriffe sind und keinen Wert an sich haben, kann man so denken
Da bin ich vollkommen bei dir, dass man sich auch ohne Gottglauben oder als Gläubiger so und so versuchen sollte, sich so gut wie möglich zu benehmen.
Mein Satz oben bezieht sich nur auf die These der Allversöhnung - mit meiner Argumentation wollte ich aufzeigen, dass an dieser etwas nicht stimmen kann - aus dem Blickpunkt der Bibeltexte heraus (mein eigener Standpunkt spielt also bei meinen Argumenten gar keine Rolle)
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RogerHouston schrieb:Niemand ist ohne Sünde, so sagt die Bibel. Warum also solltest du dann was Besseres sein, als der, der mit seiner Erkenntnis zu spät dran ist?
das ist auch wieder eines dieser Missverständnisse.
Ich halte mich und auch jeden anderen Christen für nichts Besseres.
Natürlich ist lt. Bibel Jeder ein Sünder.
Und ich glaube, dass jeder bis zu seinem Lebensende Zeit hat, sich für oder gegen Gott zu entscheiden - aber eben halt nicht mehr nach seinem Tod.
Ganz am Anfang unserer Diskussion gestern hatte ich etwas von "ungerecht" geschrieben, was du als Neiddebatte missverstanden hattest.
Das war aber nicht so gemeint, dass ich persönlich tatsächlich da was ungerecht finde (da dies so rüber kam, hatte ich mich demnach falsch ausgedrückt), sondern ich meinte das "ungerecht" lediglich aus Sicht der Bibel oder aus Sicht eines Ungläubigen.
Und bezüglich der Allversöhnung (auch über den eigenen Tod hinaus), argumentierte ich aus Sicht
eines Ungläubigen (also
nicht aus meiner Sicht)...
... wenn es diese also gäbe, dass ja dann das Evangelium sinnlos wäre, wenn ich mich
als Ungläubiger erst dann für Gott entscheiden müsste, wenn ich ihn sehe und dann quasi einen Beweis für seine Existenz hätte.
RogerHouston schrieb:Wenn du richtig und falsch nur danach bewertest, was am Ende für dich rausspringt, richtiges Handeln also kein Wert an sich für dich ist, sondern nur Vehikel, um zu Gott zu kommen, ja dann kannste so argumentieren
wie gesagt, ist bei mir persönlich nicht der Fall. Könnte jedoch - aus Sicht eines Ungläubigen - so sein.
Nur aus
solch einer Sicht heraus und anhand der Bibel drehten sich meine Argumente.
Ich hoffe, ich könnte es jetzt besser rüber bringen, wie ich alles meinte?