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Die speziellen Augen der Tierwelt

33 Beiträge, Schlüsselwörter: Tiere, Augen, Sehen, Tierwelt

Die speziellen Augen der Tierwelt

22.07.2018 um 13:08
1440 schrieb:Die grossen Hinterhauptlappen haben diesem Tier zu einer außerordentlichen "Nachtsicht" verholfen....
So ist es :)


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Die speziellen Augen der Tierwelt

31.07.2018 um 16:12
Die lichtempindlichtsen Augen und die größten Pupillen unter den Vögeln hat der Fettschwalm, eine tropische und sehr intereesante Vogelart, die in Nähe von großen Höhlen lebt.
Die Augen sind an die nächtliche Nahrungssuche angepasst. Sie sind eher klein, besitzen jedoch eine große Pupille, wodurch sie die höchste Lichtempfindlichkeit von allen Vogelarten erreichen (die Blendenzahl beträgt 1,07).[1]

Die Retina wird von den Stäbchenzellen dominiert. Mit 1.000.000 Stäbchen pro mm2 liegt deren Dichte höher als bei allen anderen Säugetieren.[1] Die Stäbchen sind schichtweise angeordnet, was sonst nur bei Tiefseefischen vorkommt, aber nicht bei Vögeln.
Der Fettschwalm ist der einzige nachtaktive, früchtefressende Vogel der Welt. Tagsüber hält er sich in Kolonien in bis zu einem Kilometer langen, vollkommen dunklen Erdhöhlen im Boden auf, in denen er trotz seiner Nachtaugen nichts mehr sieht.

In diesen dunklen Höhlen, die als Ruhe- und Nistplatz dienen, jedoch nicht draußen, orientiert er sich mittels Echoortung, welche jener der Fledermäuse ähnelt. Die dabei erzeugten Klick-Signale haben eine tiefe Frequenz (1,5–2,5 kHz[3]) und sind daher, anders als die der Fledermäuse, für den Menschen hörbar. In der Gruppe erzeugen Fettschwalme einen ohrenbetäubenden Geräuschpegel, so dass der Fettschwalm als "lautester aller Vögel" gilt.[4]
Wikipedia: Fettschwalm



Fettschwalm-68121


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Die speziellen Augen der Tierwelt

31.07.2018 um 23:44
parabol schrieb:Die lichtempindlichtsen Augen und die größten Pupillen unter den Vögeln hat der Fettschwalm
Von diesem Vogel hab ich noch nie etwas gehört,daher sehr interessant dein Beitrag, danke vielmals :)


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Die speziellen Augen der Tierwelt

09.08.2018 um 22:24
Eulen haben große, nach vorn gerichtete Augen.
Die Augen sind extrem lichtempfindlich
Geschützt werden die Augen durch das obere und untere Augenlid, sowie durch eine Nickhaut.
Die Augen sind unbeweglich und haben nur ein Sehfeld von 60-70 Grad. Das wird durch die extreme Drehmöglichkeit des Kopfes ausgeglichen.

Diese männliche Schnee-Eule (Bubo scandiacus) habe ich in einer Voliere in der GRUGA Essen fotografiert.
---schneeb56947  KK 4898 SE


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Die speziellen Augen der Tierwelt

09.08.2018 um 23:44
NONsmoker schrieb:Diese männliche Schnee-Eule (Bubo scandiacus) habe ich in einer Voliere in der GRUGA Essen fotografiert.
Ist ein wunderschönes Tier :)


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Die speziellen Augen der Tierwelt

21.02.2019 um 22:38
Etwas über die Augen der Springspinnen und Kescherspinnen.

Die meisten Spinnen sehen mit ihre Augen sehr schwach. Anders dagegen sind die Hauptaugen der Springspinnen. Die großen Augen dieser Spinnen sind weitsichtig und einige Tiere können ihre Beute (und mögliche Feinde) schon aus einer Entfernung von bis zu 30 cm scharf erkennen. Die großen vorderen Mittelaugen besitzen nur einen Sehwinkel von 10°, können aber durch die Retinamuskeln bewegt werden und erhöht somit den Sehwinkel auf 58°. Diese Augenbewegungen sind bei Spinnen einzigartig.Außer diese vorderen Mittelaugen besitzen Springspinnen noch vordere Seitenaugen,die sich gleich hinter die Mittelaugen befinden.Diese haben einen Sehwinkel von 60°. Diese beiden Augentypen werden auch als Scheinwerferaugen bezeichnet. Nach diese vorderen Seitenaugen folgen die hinteren Seitenaugen, diese sind jedoch reduziert. Hinter diese kleine Augen befinden sich die hinteren Mittelaugen,diese haben eine Blickwinkel von 130 °. Die vorderen Mittelaugen der Springspinnen können 10 mal schärfer sehen, als die Facettenaugen einer Libelle,mit ihren bis zu 30.000 Einzelaugen. Die meisten Springspinnen sind tagaktive Räuber,ein paar Arten jagen jedoch auch bei Nacht.Allerdings werden ihre Augen durch nachtaktive Kescherspinnen übertroffen, denn die sehr großen hinteren Augenpaare dieser Spinnen sind 3000 mal lichtempfindlicher als die von Springspinnen.Ihre Linsen weissen eine F-Zahl von 0,58 auf. Katzen dagegen auf F 0,9 und Eulen F 1,1. Das bedeutet,sie können vorhandenes Licht nachts effizienter bündeln,als diese Tiere und somit auch wiederrum Nachts besser sehen. Die Augen der Kescherspinnen sind die größten aller Spinnentiere.


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Foto: Pinterest
Hier sieht man in der Spinne die bewegende Retina, die der Spinne einen größeren Blickwinkel ermöglicht. Die Spinne kann somit auch in allen Richtungen sehen.



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Die vorderen Augen der Springspinnen. Die großen vorderen Mittelaugen und die vorderen Seitenaugen. Beide Augen werden auch als "Scheinwerferaugen" bezeichnet.
Foto: https://www.terminix.com/blog/bug-facts/jumping-spider-fun-facts/



Deinopsis subrufa F3970
Eine Kescherspinne mit ihren riesigen Hinteraugen, die Voderaugen dagegen sind winzig.
Foto: https://ednieuw.home.xs4all.nl/australian/Deinopidae/Deinopidae.html


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Die speziellen Augen der Tierwelt

21.02.2019 um 22:50
Etwas kurzes über die Punktaugen der Insekten

Außer Komplexaugen besitzen Insekten auch meist drei Punktaugen (Ocellen). Diese befinden sich am Vertex der Kopfkapsel. Diese treten in einer oder mehreren Schichten zu einer Retina zusammen,die mit einer gemeinsamen Optik zu einer dicken
Linse versehen sind.Durch diese Retina entsteht bei den Insekten ein umgekehrtes Bild,doch wird diese vermutlich nicht ausgewertet,sondern wird nur zur Helligkeitsbestimmung (Hell/Dunkel) verwendet. Durch diese Leistung des Helligkeitssignal können jedoch fliegende Heuschrecken zur Lagestabilisierung verwendet werden, die daher als Horizontalsbestimmung dienen.


Dorsal-Ocelli
Foto zeigt in Pfeilrichtung die Ocellen
https://beeinformed.org/2011/10/26/2306/


polistes major ocelli 20121108
Die drei Punktaugen einer Wespe
Foto: https://benkolstad.net/?p=5572


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Die speziellen Augen der Tierwelt

23.02.2019 um 16:58
Etwas über die Facetten- oder Komplexaugen der Insekten. Teil 1

Aus mehreren bis zehntausenden Einzelaugen (Ommatidien) besteht zusammen ein Facettenauge der Insekten. Nicht alle
Komplexaugen sind gleich,auch wenn man (äußerlich) kaum einen Unterschied feststellen kann.
Denn man unterscheidet gleich drei Arten davon:

- das klassiche Appositionsauge
--> bei Bienen,Ameisen,Libellen,Fangschrecken

34834-60720577
https://www.actias.de/gallery/image/34834-libellenportrait-5-sympetrum-vulgatum-gemeine-heidelibelle/


- Neurales Superpositionsauge
--> bei Ohrwürmer,viele Käfer,Zweiflügler

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https://www.alamy.de/stockfoto-nahaufnahme-eines-marz-fliegen-augen-tabanidae-queensland-australien-174772319.html


und das optische Superpositionsauge
--> zum Beispiel Nachtfaltern und
anderen nachtaktiven Insekten.

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https://www.berliner-zeitung.de/wissen/kuenstliches-licht-insekten-verlieren-sexualtrieb-28029480

Die Unterschiede zwischen diese drei Arten besteht,vereinfacht und kurz erklärt, folgendermaßen:

Beim klassichen Appositionsauge sind die Einzelaugen optisch vollständig von einader isoliert,wobei die Rhabdomere der acht oder neun Sinneszellen zu einem Rhabdom verschmolzen sind und die Linse das Licht fokussiert,das aus der Richtung der Ommatidienachse von einer Lichtquelle her kommt. Das Bild,welches die Insekten wahrnehmen,wird von der Cornealinse in der Brennebene entwirft,ist ein umgekehrtes,stark verkleinertes Bild der Umgebung zwischen den benachbarten Ommatidien und dieses Bild wird nur der zentrale Punkt ausgewertet und das Licht aus der Bildmitte wird zusammen in einem Rhabdom weitergeleitet.

Beim neurales Superpositionsauge hingegen , sind die Rhabdomere nicht verschmolzen,sondern bilden ein unfusioniertes oder offenes Rhabdom. Das umgekehrte Bild,welches die Insekten wahrnehmen,werden hier im Gegensatz zum klassischen Appositionsauge,das die Cornealinse einwirft von 7 unterschiedlichen Rhabdomeren weitergeleitet.

Beim optischen Superpositionsauge wird das Licht wie beim klassischen Appositionsauge auf ein fusioniertes Rhabdom weitergeleitet. Jedoch unterscheidet dieser Augentyp von die anderen zwei,dass das Licht aus einer Punktlichtquelle nicht nur von einer Facette,sondern von sehr vielen bis mehreren 100 zusammen aufgenommen und dann auf das Rhabdom gelenkt wird.
Bei klasssichen Appositionsaugen trifft es dagegen auf eine Facette. Das Lichtbündel, das aus der Richtung der optischen Achse eines Facettes trifft,wird auf das Rhabdom direkt fokussiert. Schräg einfallendes Licht wird auf ein benachbartes Facette getroffen und wird auf die Pigmentzellen direkt nach die Einzelaugenlinsen gebündelt,wo es absorbiert wird.
Das Lichtbündel,das parallel auf die neuralen Superpositionsaugen trifft,werden von 7 benachbarten Einzelaugen aufgenommen und auf 7 verschiedene Rhabdomere,die alle die gleiche Blickrichtung haben,weitergeleitet.
Bei optischen Superpossitionsaugen wird schräg einfallendes Licht nicht wie bei die anderen zwei Augentypen absorbiert,sondern wird zur selben Seite zurück gelenkt. Dieses Geschehen wird von eine optische Besonderheit der Kristallkegel ermöglicht.


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Die speziellen Augen der Tierwelt

23.02.2019 um 17:27
Spinnen haben im Gegensatz zu Insekten keine Facettenaugen, aber warum eigentlich nicht ? Weil Spinnen keine Insekten sind,die alle Facettenaugen besitzen? Das ist zwar wahr,aber es kann alleine nicht die Antwort auf die Frage sein,denn Facettenaugen sind nicht nur alleine in die Tiergruppe der Insekten bestimmt. Viele andere Gliederfüßer (Arthropoda) besitzen ebenfalls Facettenaugen,wie etwa der Spinnenläufer, die einzigen Hundertfüßer,die diese Augen besitzen,auch Fangschrecken-
krebse und Tiefseeflohkrebse besitzen Komplexaugen und sind keine Insekten.Die Antwort alleine,dass Spinnen keine Insekten sind, reicht daher nicht aus,um diese Frage zu beantworten. Es ist nicht genau bekannt,warum gerade Spinnentiere Punktaugen, statt Facettenaugen besitzen.Um diese Frage richtig zu beantworten, muss man die evolutionäre Entwicklung der Arthropoden vom Anfang bis heute durchgehen.Doch selbst die ausgestorbenen Trilobiten,wahrscheinlich die ersten Vorfahre aller heutigen Gliederfüßer besaßen Komplexaugen, wenn auch nur mit sehr wenigen Einzelaugen.Auch Pfeilschwanzkrebse, die zu den Kieferklauenträger gehören und so in der gleichen Tiergruppe wie die Spinnen gehören,besitzen diese Art von Augen,auch wenn bei dieser die Kristallkegel fehlen und ebenso primitiv sind. Warum die Evolution die Spinnentiere nicht mit Facettenaugen "ausgestattet" wurden,kann hier damit nicht geklärt werden.Vielleicht besitzen Spinnen viele andere hochempfindliche Sinnesorgane,die daher Facettenaugen unnötig machen und sie einfach keine brauchen.
Spinnen haben Punktaugen, die man auch Ocellen nennt. Hin und wieder sagt man, das sie im Gegensatz zu Insekten mit ihren Facettenaugen "einfache" Ocellen besitzen,doch dieser Ausdruck trifft nicht zu. Die Punktaugen von Springspinnen sind was die optischen Auflösungsvermögen betreffend,sogar deutlich den der Insekten weit überlegen. Die Portia Springspinnen, die wohl unter allen Springspinnen,die besten Augen besitzen,übertreffen damit sogar das sechsfache der Facettenaugen von Libellen der Gattung Aeshna aus der Familie der Aeshnidae,zu denen die verschiedenen Mosaikjungfern gehören.


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Die speziellen Augen der Tierwelt

24.02.2019 um 02:56
Cyclocosmia schrieb am 21.07.2018:Es gibt verschiedene Tierarten,die in unterschiedlichen Dunkelzonen leben. So welche in der Tiefsee und wiederum andere,die tief in lichtlosen Höhlen leben.
Auffällig ist,dass die Tiere in der Tiefsee zum Teil hochentwickelte Augen besitzen,die an der Dunkelheit angepasst sind (lichtempfindlich und daher jedes kleine verfügbare Licht wahrnehmen), die Tiere in dunklen Höhlen dagegen meist zurückgebildet oder gar nicht mehr vorhanden sind.Warum ist das so?
Liegt das daran,dass die Lebewesen in lichtlosen Höhlen ihre Umwelt durch ertasten von Fühlern,Antennen und anderen Sinnesorganen ertasten,wahrnehmen,wenn sie am Boden umher krabbeln und Wände empor laufen und daher die Augen sich im laufe der Zeit zurück gebildet haben?
Es gibt jedoch auch Höhlenfische die blind sind,keine Augen besitzen,während die meisten Tiefseefische Augen haben.
dazu etwas zum grottenolm:
Sie haben keine funktionierenden Augen, aber erstaunliche Sinnesfähigkeiten: Die Augen des Grottenolms sind von einer Hautschicht überzogen und wahrscheinlich nicht funktionsfähig. Diese Rückbildung ist evolutionär gesehen ein Rätsel für sich (Darwin versus Lamarck, um es kurz zu halten). Blind sind die Tiere aber nicht wirklich. Sie nutzen in der Dunkelheit einen Licht-Sinn auf der Haut – wahrscheinlich, um sich von der Außenwelt fern zu halten – wird es hell, fliehen sie, denn das heißt: Sie sind der Oberfläche nahe und das wollen sie anscheinend vermeiden. Sie besitzen auch einen Magnet-Sinn, mit dem sie sich in der Dunkelheit orientieren. Sie hören und riechen auch sehr gut. Mit diesen Sinnen jagen sie nach kleinen Krebstieren und Asseln.
https://scilogs.spektrum.de/biosenf/10-unglaubliche-eigenschaften-des-grottenolms-und-warum-es-der-gollum-unter-den-sala...


und noch allgemein zum thema augenentwicklung(video):

Vom Photo-Rezeptor zum Auge

Zunehmend anspruchsvollere visuelle Aufgaben waren die treibende Kraft für die Evolution des Sehsinnes - von lichtempfindlichen Molekülen bis hin zu den komplexen Augentypen der Insekten und Wirbeltiere. Anhand dieser Evolution des Sehens erläutert der Neurobiologe Prof. Dr. Andreas Feigenspan die Mechanismen des Sehens.

https://www.br.de/mediathek/video/licht-und-leben-vom-photo-rezeptor-zum-auge-av:585dc8c43e2f290012a9743f?t=8s


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Die speziellen Augen der Tierwelt

24.02.2019 um 07:58
neoschamane schrieb:dazu etwas zum grottenolm:
Danke für diesen Beitrag, das ist sehr interessant. :)


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Die speziellen Augen der Tierwelt

03.03.2019 um 22:05
Beeindruckendes Video einer Springspinne mit die Bewegungen der Retina in ihren Vorderaugen.
Ich hab aus dieses Video einige Screenshots gemacht.

Hier erstmal das Originalvideo aus Youtube.




Youtube: Magnolia Jumping Spider-Male


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Die Spinne putzt sich,dabei sind ihre großen vorderen Hauptaugen grün. Ihre Augen sind beide nach vorne und unten gerichtet, so dass die Augenbecher verschoben sind. Über die Augenbecher,so nennt man das ganze Teil, wo die Augen befestigt sind und sich auch die Retina befindet,befindet sich eine schwarze Pigmentschicht, die hier nicht zu sehen sind,daher sind ihre Augen hier nicht schwarz.

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Springspinnen können ihre Augen unabhängig voneinader bewegt werden und blicken so in verschiedenen Richtungen gleichzeitig.

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Beide Augen sind gerade nach vorne gerichtet. Die schwarze Pigmentschicht verdecken ihre vorderen Hauptaugen.

An jedes Hauptauge sitzen drei Muskelpaare,welche die Retina bewegt werden kann und die Spinne so in allen Richtungen sehen kann. Die Retina ist ein Nervengewebe der Innenseite der Augen. Die vorderen Hauptaugen von Springspinnen funktionieren wie Teleobjektiven. Sie können damit nur einen kleinen Bildausschnitt wahrnehmen (nur 10° ), doch dafür wird das Gesehene größer abgebildet. Da diese Augen noch dazu bewegt werden können,hat sie damit noch einen größeren Sehwinkel auf 58 °. Manche Arten können noch aus eine Entfernung aus 30 cm ihre Beute scharf erkennen. Viele sind Tagaktiv und können Nachts bzw. im Dunkeln nichts wahrnehmen. Einige Arten sind jedoch auch nachtaktive Jäger.


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Die speziellen Augen der Tierwelt

04.03.2019 um 22:06
Die Komplexaugen von Libellen
Großlibellen besitzen bis zu 30.000 Einzelaugen und sind damit die Insekten
mit die meisten Einzelaugen bestehenden Facettenaugen. Kleinlibellen haben
dagegen bis zu 7000 Einzelaugen. Tagaktive Libellen können Farben erkennen.
Ihre Einzelaugen (Ommatidien) enthalten vier oder fünf verschiedene lichtempfindliche Opsin Proteine,
ein spezielels Sehpigment,so dass sie auch ultraviolettes (UV) Licht wahrnehmen können. Sie besitzen
jedoch voneinander getrennte Ommatidien in ihren Augen.Welche wo nach oben gerichtet sind, sind
besonders für blaue Lichtfarbe und ultraviolettes Licht empfindlich,welche für die Jagd Vorteile bieten könnte.
So wird angenommen,dass der Himmel für eine Libelle sehr hell erscheint, wodurch ein klarer Hintergrund
geschaffen wird, von dem sich kleine schnell bewegende Beute leicht zu erkennen sind. Die unteren
gerichtete Einzelaugen erkennen dagegen Farben im längeren Wellenbereich,wie grün oder orange.
Es ist nicht bekannt,ob es Libellen gibt, die keine Farben erkennen können. Allerdings weiss man,dass
dämmerungsaktive Libellenarten größere und wenigere Facetten in ihren Augen besitzen,die zwar mehr
vorhandenes Licht sammeln können um in der Dunkelheit besser sehen zu können,dafür ist ihre Farbsichtigkeit
zum größten Teil verloren gegangen.Ob diese Libellen nur eingeschränkt Farben erkennen können,oder sogar
ganz farbenblind sind, das ist momentan nicht bekannt.


Download
Kleinlibelle

Foto: https://magazin.dctp.tv/the-eye-of-the-dragonfly-part-2-cacorner/



dragonfly-eyes
Großlibelle

Foto:https://naturetime.wordpress.com/2013/01/21/amazing-dragonflies/dragonfly-eyes/


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