Orte
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Geisterstadt Ban-Saint-Jean

5.240 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Frankreich, Saarland, Urban Legend ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
HF ehemaliges Mitglied

Link kopieren
Lesezeichen setzen

Geisterstadt Ban-Saint-Jean

20.07.2008 um 20:15
Weil ja mein Beitrag fehlt, schreib ich ihn nochmal:
Die Löcher in der Wand sind keine Einschusslöcher, dafür sind sie zu regelmässig und an völlig sinnloser Stelle.
Einschusslöcher würden sich auf Stellen konzentrieren, wo sich ein Ziel bietet: An Fenstern, Türen oder Mauerlöchern sowie Hausecken.
Dort würdet ihr keine Löcher in regelmässigen Abständen finden, sondern massenweise abgeplatzten Putz.
Guckt euch Bilder aus Kampfgebieten an.

Sprengfallen sind Fallen, die bei Bewegungen jedweder Gegenstände eine Explosion nach sich ziehen. Stolperdrähte inm Türeingängen, Handgranaten ohne Splint unter Gegenstände die angehoben werden der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, wir haben mal gezeigt bekommen wie man selbst eine Klospülung manipuliert.

Grundsätzlich solltet ihr euch genau überlegen, wo ihr da rumtapst.
In Militäreinrichtungen aus dem WK2 können auch heute noch Kampfmittel rumliegen (Minen, Panzerschreck oder Panzerfaust etc.) denn die haben das alles Fluchtartig verlassen. Gerade Sprengstoff ist gefährlich weil er Kkistallisiert wenn er altert. Diese Kristalle sind Piezoempfindlich und können bei geringster Verschiebung der Kristallstrukturen umsetzen. (Luftdruck, Schall, Brührung,....)
Was das in einem baufälligen Gebäude so anrichtet, kann sich jeder selber Ausmalen.

Ansonsten kann ich nur sagen, daß man ziemlich behämmert sein muss, wenn man auf dem militärischem Sperrgebiet einer fremden Armee rumhampelt.

Mal als Denkanstoss: Spezialeinheiten üben die meisste Zeit mit scharfer Munition.
Ihr befindet euch nicht in Deutschland, wo ein Zaun um solche Anlagen sein muss.
Wenn die Schilder ignoriert und euch vor allem wissentlich auf so ein Gebiet begebt, kann es gut sein das ihr mal ganz unfreiwillig am Reaktionsschiessen teilnehmt, das einzige was ihr allerdings davon habt, ist ein heller Blitz.

Und mir kann keiner erzählen, das er "aus versehen" da gelandet ist, das liegt ja dermassen weit im Arsch der Welt, da kann man nix wollen und dann den Behörden erzählen man hat sich mal so um 40km verlaufen ist wohl ziemlich arm


melden

Geisterstadt Ban-Saint-Jean

23.07.2008 um 00:19
Sry Leute aber ich war zu faul die ganzen 195 Seiten durchzulesen, hab nur 3/4 (quer verteilt) gelesen aus denen hervorging, dass ihr euch über die Existenz nicht sicher seit, falls das immernoch so ist: ich bin mir 90%ig sicher, dass das Dorf existiert... Bei uns hier (zwar Deutschland, aber ziemlich nahe an der Grenze) steht ein Wegweiser nach Boulay. Ich war zwar selber noch nicht dort aber das Schild steht da mit 100%iger Sicherheit ;)


melden

Geisterstadt Ban-Saint-Jean

23.07.2008 um 07:10
@3-stadt
manchmal gibts für blödheit nach oben wohl keine grenzen, oder? ich hab in boulay sogar schon mal nen kaffee getrunken! ;) und der wurde nicht von nem geist, sondern von nem echten menschen serviert!

@die riesen feiglinge hier im forum
wie schauts denn aus? da tönt ihr immer so doll rum, aber wenn ihr dann wirklich feststellen müßt, das ban saint jean noch aktives militärgelände ist, und an die gendarmerie übergeben werdet, das behaltet ihr für euch! find ich aber nicht nett! laßt uns doch ein wenig an euren erlebnissen teilhaben! oder soll ich stellvertretend für euch den andern ein wenig berichten? war doch bestimmt ein richtig netter und kostengünstiger abend!


melden

Geisterstadt Ban-Saint-Jean

23.07.2008 um 13:48
Auja! Erzähl mal! :)
*gepanntguck*


melden

Geisterstadt Ban-Saint-Jean

23.07.2008 um 14:17
Auja! Erzähl mal!
*gepanntguck* <----- geil, wie guckt ma so!?!?;D


melden

Geisterstadt Ban-Saint-Jean

23.07.2008 um 17:22
da sie ja net wollen, muß ich dann halt!
Stellt euch folgende situation vor:
samstag abend, eine gruppe von ca 40 militär menneken (zum teil grad in ausbildung) macht 2 wochen lang übung in ban saint jean, mit zelten, durch den schlamm robben und alllem was dazu gehört! und dann kommt besuch! :)
eine gruppe von ich glaub 6 (sorry, aber ab und an hakt es noch ein wenig mit der übersetzung, vor allem wenn der gegenüber schneller spricht, als jedes mg schiessen kann!) deutschen jugendlichen stürmt mit baseballschlägern, digicam, bier (!), ect bewaffnet bsj, und rennt eben oben genanntem militär fröhlich in die arme! erklärungsversuche lauten: sie wollten endlich die geister jagen und bildlich dokumentieren, die ja in einem deutschen forum so ausführlich diskuttiert werden!
von soviel enthusiasmus (andernorts auch blödheit genannt) ist das militär natürlich sofort begeistert, unbd nach einem kurzen anruf bei der gendarmerie werden die "helden" an dieselbige übergeben!
was mich jetzt interessieren würde, wär die strafe!? die 135€ wegen einem vergehen der 4. kategorie sind logischerweise pro person auf jeden fall fällig! allerdings wäre es noch möglich, das etwas wegen "ehinderung einer militärischen übung" oder etwas ind er richtung dazu gekommen ist! das hängt dann allerdings auch wieder vom verhalten unserer "helden" bei der gendarmerie ab! und durften sie direkt heim, oder bekamen sie vllt sogar noch kost und logis für einmal gestellt (wird halt später mit leichtem aufschlag gezahlt, aber da hat man dann schließlich was, um sich beim wöchentlichen besäufnis zu erzählen!) ?
vllt äussern sich unsere helden ja mal dazu! wär doch toll, noch die fortsetzung zu hören, oder was meint ihr?

ps: mein fazit: auch wenn die ganzen klugscheißer hier ja immer meinen sie wüßten alles besser, von wegen ist ja gar kein zaun drum und mir kann eh keiner was, ich hatte meine genugtuung! hört sich jetzt vllt etwas "kindisch" an, aber wißt ihr was? ich hatte meinen spaß! (und das militär an besagtem samstag abend auch noch! ;)
im übrigen hoffe ich, das vllt der ein oder andere hier doch mal noch anfängt, seinen krips zu benutzen, und wenn nicht, hab ich hoffentlich jedes mal einen "informanten", wenn sie wieder einen erwischen!

mfg lady


melden

Geisterstadt Ban-Saint-Jean

23.07.2008 um 18:58
Link: de.wikipedia.org (extern)

So nun nochmal ein alter Beitrag vom mir zum Thema BJS,vielleicht hift er jetzt mal:

Hallo zusammen, als erstes zu dem Thema Militärgelände.
Nicht jedes Militärgelände muß oder ist mit Zäunen gesichert auch nicht bei uns in der BRD. Dennoch ist es Strafbar ein solches zubetreten, siehe sogenannte Standortübungsplätze und außerdem kann es auch ungesund werden. Wenn Man/Frau plötzlich vor oder unter einen Wiesel (Panzer) steht/liegt der aus einen Gebüsch herraus gefahren kommt.Da hilft auch nicht der Spruch "Ich habe zwar Schilder gesehen aber keinen Zaum" dann ist Man/Frau erst einmal am Arsch, Feldjäger (MP-Deutsche Militärpolizei), normale Polizei und eine schöne Anzeige wegen Landfriedensbruch + Gerichtsverhandlung und da ist nichts mit Geldstrafe (sprich Kleingeld) das kann richtig teuer werden.

Und zweitens sollte Man/Frau die dort vermuteten Toten ( aus der Ukraine,geschätzte 200 Massengräber mit zirka 23.000 Toten ) aus dem Zweiten WK in Frieden ruhen lassen.

Im November 1945 berichtete die lothringische Tageszeitung Républicain Lorrain vom Auffinden von über 200 Massengräbern bei Denting in der Nähe von Boulay im Département Moselle. 'Hier liegen die sterblichen Überreste von mindestens 23 000 Angehörigen der Roten Armee, die meisten sind aus der Ukraine', sagt heute Gabriel Becker, Mitglied der Association Franco-Ukrainienne, die sich für die Errichtung einer Gedenkstätte an dem Standort einsetzt. Gabriel Becker ist auch Autor eines Buches, das die Geschehnisse von Ban-Saint-Jean aufarbeitet: »Le camp du Ban-Saint-Jean 1941-1944 – Lumière sur une honte enfouie« (Das Lager Ban-Saint-Jean 1941-1944 – Licht im Dunkel des Vergessens).

Jeder sich Infomieren möchte kann ja auf diesen Link gehen:

Wikipedia: Ban Saint Jean

Dort erfährt Man/Frau etwas über die Geschichte von Ban Saint Jean/Boulay und kann sich auch Fotos von dort anschauen.


melden

Geisterstadt Ban-Saint-Jean

23.07.2008 um 19:09
@ladybsj

ach ja... da hat sich das Warten endlich mal gelohnt, aber die ganzen Klugscheisser, wie du sie so schön genannt hast, denken jetzt wahrscheinlich noch, daß die Geschichte erfunden ist.
Die meisten werden es erst merken, wenn man sie selbst am Arsch hat...


@Hawker
ich hätte auch "erwartungsvoll" schreiben können, das wirst du ja wohl kennen ;)


melden
HF ehemaliges Mitglied

Link kopieren
Lesezeichen setzen

Geisterstadt Ban-Saint-Jean

23.07.2008 um 19:48
@Hawker:
Du begehst wenn überhaupt Hausfriedensbruch wenn du einen Standortübungsplatz betrittst, weil dort nur "betreten auf eigene Gefahr" steht, nicht "betreten Verboten!"
Und dann wird es auch nur Hausfriendensbruch, wenn der OvWa sagt "geh weg hier" und du machst es nicht....
Anders sieht es bei Truppenübungsplätzen aus.... die sind generell mit "betreten Verboten !" ausgeschildert.
Im Übrigen ist der Wiesel kein Panzer.


melden

Geisterstadt Ban-Saint-Jean

23.07.2008 um 20:24
@ abendstern
da hast du wohl recht, aber immerhin hatten wir was zum lachen! stell dir das mal bildlich vor, wie die vorm militär stehen, und denen mit baseballschläger bewaffnet was von geistern erzählen! da muß ich glatt schon wieder grinsen! :)


melden

Geisterstadt Ban-Saint-Jean

24.07.2008 um 07:25
Da wär ich zu gern dabeigewesen, wahrscheinchlich haben sich die vom Militär vor lachen in die Hose gemacht! :D


melden

Geisterstadt Ban-Saint-Jean

29.07.2008 um 13:17
http://www.saarlaender.de/foren2/topic.php?topicid=63897&postingid=98162

Folglich ist Boulay der Bewohnte Ort und die Geisterstatt ist das ex Militärcamp und ex Kriegsgefangenenlager im Wald...

Sehr Schade, Google Earth liefert selbst von der Area 51 deutlichere Bilder -.-*


melden

Geisterstadt Ban-Saint-Jean

29.07.2008 um 13:18
"Das gesamte Gelände ist heute militärisches Sperrgebiet (Terrain Militaire). Auch die französische Armee führt dort noch Übungen durch. Nicht zuletzt wegen der vielen "Gruseltouristen" aus Deutschland, die trotz besseren Wissens dort zu jeder Tages- und Nachtzeit einfallen, wird das Gelände regelmäßig von der Gendarmerie kontrolliert. Ein unbefugtes Betreten kann empfindliche Strafen nach sich ziehen und wird in der Regel mit einem Bußgeld von 135 EUR pro Person geahndet. Die Strafe muss noch vor Ort beglichen werden, ansonsten droht eine Beschlagnahmung des Fahrzeugs. (Nein, ich spreche nicht aus eigener Erfahrung)"

:D


melden

Geisterstadt Ban-Saint-Jean

31.07.2008 um 14:16
Den Paragraphen will ich mal sehen, wo bei "nicht-bezahlung" der Buße das Fahrzeug beschlagnahmt wird. :)


melden

Geisterstadt Ban-Saint-Jean

01.08.2008 um 14:18
Solche Scherze machen die auch wenn du z.B. auf der Autobahn angehalten wirst wegen Rasens und nicht gleich bezahlen kannst. Mein Chef kann da aus Erfahrung sprechen.


melden

Geisterstadt Ban-Saint-Jean

03.08.2008 um 11:21
Link: de.wikipedia.org (extern)

@ Stuffz

Als erstes weiß ich das der Wiesel kein Panzer ist sondern ein Luftverladebarer/verlastbarer Waffenträger ist.
Habe immerhin den ersten im Dienst gestellten gefahren 5 Fschjgbtl 273.
Und zweitens ist es Landfriedensbruch weil es keinen betreffenden Bundesparagraphen gibt.

Siehe Link: Wikipedia: Landfriedensbruch

1989-1994 ROA


melden
HF ehemaliges Mitglied

Link kopieren
Lesezeichen setzen

Geisterstadt Ban-Saint-Jean

04.08.2008 um 09:43
Also mit deinem Link haste dir selber widersprochen.
Zitat:"Landfriedensbruch bedingt die Teilnahme an Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder Gegenstände, oder die Androhung von Gewalttätigkeiten gegen Menschen, aus einer Gruppe von Menschen ausgehend, in gemeinsamer Aktion, die in der Weise die öffentliche Sicherheit gefährden; oder auch nur die Aufforderung oder das Agitieren zu dem Zweck, solche Verhaltensweisen bei anderen Menschen hervorzurufen oder zu fördern."

Wer auf nem Übungsplatz rumgammelt, macht nichts dergleichen, sondern missachtet lediglich das Hausrecht des Hausherren, in diesem Falle des Standortältesten.
Somit macht er sich bei Missachtung der (wenn vorhandenen) Schilder oder einer Aufforderung der Wache und somit des Hausfriedensbruches schuldig.
Das hat NICHTS mit Landfriedensbruch zu tun, wir haben das diverse Male im Rechtsunterricht durchgekaut.
Allerdings lässt sich dieser Umstand und die Möglichkeiten des Unmittelbaren Zwanggesetzes der Bundeswehr zu, daß die Wache besagte Person ein paar Tage in Arrest gestellt wird.
Man könnte sogar mit ein wenig Kreativität den Schusswaffengebrauch rechtfertigen.
Aber Landfriendensbruch ist das ganz sicher nicht.


melden

Geisterstadt Ban-Saint-Jean

04.08.2008 um 14:27
Hallo an alle!


Ich habe mir nun auch mal die Mühe gemacht und habe mir in den letzten Tagen alle 195 Seiten dieses Threads durchgelesen... und ich muss ehrlich sagen, dass hier mitunter spannende und zugleich auch unglaubwürdige Stories dabei sind ;-)

Aber okay, was wäre eine „Geisterstadt“ und ihr „Mythos“ ohne eine spannenden Ruf... Wäre das durch Erzählungen, Legenden und Lügenstories nicht so, würde sich auch keiner für das Lager von Ban-Saint-Jean interessieren ^^ also irgendwie muss ja dafür geworben werden...

Aber auch ich will euch meine Erfahrungen in diesem Thema nicht vorenthalten und werde euch jetzt mal erzählen, was ICH dort erlebt habe...

Was jetzt kommt ist definitiv nicht erfunden, gelogen oder sonst irgendwas,.. es beruht auf wahren Tatsachen... (vor allem auch, weil mehr oder weniger nichts paranormales passiert ist).

Zu meinem persönlichen Abenteuertrip rund um Boulay und Ban-Saint-Jean...



Es war der 01. August 2008, morgens im Büro las ich die letzten Seiten des „Boulay-Threads“ hier in diesem Forum... ich malte mir schon in der Mittagspause aus, wie es wohl wäre, Ban-Saint-Jean einen spontanen Besuch abzustatten und herauszufinden, was an den ganzen Geschichten die hier so kursieren dran ist... andauernd las ich was von Treppen die um 0 Uhr verschwinden, Zeichen, die auf einem Brunnen beim Fotografieren auf dem Foto einfach nicht vorhanden sind und mysteriösen Schreien, die in der dunklen Einsamkeit in diesem Waldstück meinen eigenen Namen rufen sollen...
Also setzte ich mich mit meinem besten Freund und meiner Freundin in Bewegung und wir drei planten einen gruseligen Horrortrip nach Boulay...

Dennoch wollten wir nicht nach Boulay, ohne vorher noch mal kräftig unseren Spaß gehabt zu haben, denn wer wusste schon, was da auf uns zukommen würde...
Also gingen wir erst noch ein paar Stunden aufs Saar-Spektakel, ein Fest rund um die Saar in Saarbrücken mit Drachenbootrennen, Konzertbühne und vielem mehr...

Etwa gegen 22 Uhr machten wir uns dann gut gestärkt auf den Weg zum Auto – Taschenlampen, Batterien, Wasser etc hatten wir alles vorher schon in den Kofferraum gepackt – stellten das Navi auf Boulay-Moselle ein und fuhren los...

Boulay ist von Saarbrücken aus knapp 70km entfernt...
Mit fetziger House Musik düsten wir über die Autobahn Richtung Saarlouis, fuhren dort ab und von dort aus ging es über Landstraßen nach Frankreich... gegen 22:45 Uhr ungefähr kamen wir dann endlich in Boulay an... natürlich ist das Lager nicht direkt in Boulay, sondern außerhalb, auf einem bewaldeten Hügel zwischen Boulay und Momerstroff.

Auf der Landstraße nach Momerstroff sahen wir in einer Kurve den Waldweg zum Lager,.. wir erkannten ihn an dem abschreckenden Schild des französischen Militärs...

Aber das wollte uns den Trip nicht vermiesen,.. denn wenn wir schon so weit fahren, wollen wir auch etwas erleben (was ja hier andauernd so groß angeprießen wurde)!

So fuhren wir also den betonierten Weg hinauf, umzingelt von Bäumen und Gebüsch, bis wir schließlich in der Ferne eine weiße Schranke erkennen konnte.. das Wort „Halt“ stand in silbernem Grafitti drauf... ebenso ein Totenkopf in gleicher Farbe... auch das Schild vom französischen Militär war schwach zu erkennen...
Wir parkten das Auto vor der Schranke... und ganz ehrlich,.. es war harmlos dort oben, vor allem weil wir noch im Auto saßen,.. aber uns ging ganz schön die Klammer... wir waren uns plötzlich unsicher,.. aber stiegen aus... Taschenlampen in der Hand, Auto abgesperrt (BMW 530i BJ 2006) gingen wir langsam auf die Schranke zu... wir hörten etwas im Gebüsch,.. etwas weiter entfernt... es klang wie ein lautes Einatmen... wir hatten so einen Schreck bekommen, dass wir schnurstracks sofort zurück ins Auto sind und von innen die Türen verriegelt hatten... es war so unheimlich, vor allem weil wir alle 3 das Gleiche hörten und es von daher keine Einbildung sein konnte...
Wir machten uns sofort auf den Weg zurück nach Saarbrücken,.. aber die ersten zehn Meter leider ohne Licht,.. denn die Scheinwerfer gingen nicht... aus welchem Grund auch immer,.. sie gingen erst nach etwa 10m Fahrt an.. und das bei einem BMW Baujahr 2006... seltsam, oder?

Das war Teil 1 des Erlebnisses,... 01. August 2008
Teil 2, 02. August 2008 folgt..., denn wir waren noch mal dort...


1x zitiertmelden

Geisterstadt Ban-Saint-Jean

04.08.2008 um 14:28
Teil 2, 02. August 2008 – Boulay Ban-Saint-Jean
Der zweite Horrortrip...


Am vorgestrigen Samstag, als wir uns alle durch eine ordentliche Mütze Schlaf wieder erholt hatten, planten wir erneut einen Ausflug ins Lager Ban-Saint-Jean... denn auch wir dachten anfangs an Einbildung (durch zu viele Horrorfilme, Geschichten o.Ä.)!

Wir wollten uns von diesem „Atmen“ nicht den Erfolg vermiesen lassen, einmal dort gewesen zu sein und das Dörfchen mit eigenen Augen gesehen zu haben...

Also beschlossen wir kurzer Hand, abends in der Dämmerung noch mal hinzufahren,.. dann, wenn es nicht ganz so finster ist und man teilweise wenigstens noch etwas sieht..

Tagsüber wollten wir nicht hin, wegen diversen Gerüchten über Gendarmerie, Zoll usw. die dort angeblich „regelmäßig“ ihre Kontrollen machen würde.. und mit schwarzen Klamotten ist man bei Nacht im Wald relativ „unsichtbar“ und gut geschützt durch die Dunkelheit... das beruhigte uns in dem Thema.. also machten wir uns darum keine Sorgen...

Die ganze Geschichte wieder von vorne,.. wir das Auto gepackt, losgefahren, Musik gehört usw... und schlussendlich kamen wir Samstagabend gegen 21 Uhr in Boulay an... erst mal noch kurz ein paar Bunker der Maginot-Linie im Vorbeifahren angeschaut.. und dann auf den Weg ins Lager gemacht... Auto unten an der Kreuzung (Hauptstraße) erst mal kurz abgestellt und eine geraucht,.. diesmals waren wir 4 Personen... Meine Freundin, zwei Freunde von uns und ich...
Während wir da an der Hauptstraße standen und rauchten, wollte meine Freundin eine Jacke aus dem Kofferraum holen, weil ihr kalt war – was mir unlogisch erschien, weil es noch knapp 24°C waren, aber Frauen haben ja IMMER kalt - ....
Also ging sie an den Kofferraum,.. und der ging nicht auf.. weder elektrisch, noch manuell... Auto zu gemacht, wieder entriegelt.. Kofferraum blieb zu.. komische Sache,... denn zuvor in Saarbrücken funktionierte er noch einwandfrei,... wir schauten uns alle etwas komisch an und bekamen wieder ein mulmiges Gefühl.. also Kippen ausgemacht und wieder ins Auto gestiegen... den Weg hinauf in den Wald gefahren und den BMW wieder neben der Schranke geparkt,.. am gleichen Stellplatz, wie in der Nacht zuvor... nur, dass es jetzt noch ein wenig hell war,.. aber die Dämmerung schon lange eingesetzt hatte...

Wir alle ausgestiegen, Auto abgesperrt, Taschenlampen angemacht und endlich den ersten Schritt hinter die weiße Schranke ins Dorf Ban-Saint-Jean gesetzt... es war ein komisches Gefühl,.. als hätte man gerade den Mount Everest bestiegen und die ganze Welt würde zuschauen.. so fühlte es sich an,.. dabei war dort außer uns niemand...
Dann ging erst mal ein Weg etwa 100 Meter nur geradeaus.. rechts und links tiefster Wald.. der Boden zwar betoniert, aber man sah ihm sein Alter an... überall Unkraut und tiefe Risse...

Nach 5 Minuten und einer Zigarettenlänge kamen wir an eine Kreuzung,.. wir standen plötzlich direkt vor einer der zahlreichen Ruinen, die Ban-Saint-Jean durch ihren ehemaligen prunkvollen Baustil auszeichnen.. also folgendermaßen:

Rechts: Weg
Links: Weg
Geradeaus: Ruine

Wir entschieden uns (durch ein Luftbild aus Google) nach links zu gehen, in der Hoffnung,.. am Ende auf den alten Wasserturm zu stoßen...
Der Weg schien nicht aufzuhören,.. rechts sahen wir andauernd nur Ruinen, Garagen und Einmündungen.. links der tiefste Wald... aber es passierte nichts ungewöhnliches... man fühlte sich nur beobachtet...

Ab und zu hörte man ein quietschen und knarren,.. was damit zu erklären ist, dass in der Nähe rießige Windkraftanlagen stehen... und da etwas Wind ging, quietschen diese tonnenschweren Dinger... das war uns bewusst, also kein Grund zur Sorge...

Am Ende des Weges sahen wir links die alte Kapelle, mit dem Paradeplatz und dem großen neuen Wasserturm darauf... da mussten auch wir erst mal Wasser lassen ^^

Wir hatten aber im Grunde keine Angst,.. es war nicht unheimlich,.. man fühlte sich nur aufs derbste beobachtet... schon ein komisches Gefühl...

Wir machten uns auf den Weg zurück und bogen die erste Straße links in den Wald... plötzlich standen wir mitten im Dorf.. wo man hinsah, nur Garagen und Häuser...

In eines der Häuser gingen wir dann auch hinein.. eines der größten auf dem Gelände.. es stand direkt rechts hinter den Hecken...
Im Haus selbst war nichts besonderes. Außer einem Haufen Kinderspielzeug, ein paar Patronenhülsen und Altmetall fanden wir nichts interessantes. Außer, dass sich an den Wänden ein paar „Böhse Onkelz“ Fans verewigt hatten... so ein Schwachsinn...

Das Kinderspielzeug war schon etwas angsteinflößend.. es war total verdreckt und kaputt und sah aus, als wenn es schon Jahre dort unbewegt liegen würde... Aber so ganz ohne Souvenir wollten wir nicht nach Hause fahren.. wir nahmen ein kleines Spielzeugauto und ein paar Teile von Dachziegeln mit... und eine Patronenhülse...

Auf dem Weg aus dem Haus machten wir noch ein Gruppenfoto.. als Erinnerung...

Draußen konnten wir in der Ferne des Weges erkennen, dass irgendwo weiter weg anscheinend auch solche Freaks wie wir rumlaufen mussten,.. denn wir sahen ab und zu das Aufblinken von Taschenlampen,.. wir konnten aber nichts genaues erkennen,.. nur, dass die Lichter plötzlich spurlos verschwanden, als wir unsere anmachten...

Auf dem Weg zurück zum Auto ging uns aus unerklärlichen Gründen plötzlich wieder die Klammer,.. andauernd raschelte etwas, oder es knackste etwas... wir fühlten uns irgendwie verfolgt... bis man einen lauten, deutlichen, hohen Kinderschrei hören konnte... das jagte uns eine Gänsehaut über den Rücken... vielleicht war es nur ein Tier, aber es hörte sich unheimlich an.. wie ein Kleinkind... wie ein richtiger Menschenschrei...

Die Fledermäuse flogen umher und wir beschleunigten unseren Gang zurück zur Schranke...

An der Schranke angekommen, stand ein alter Kinderschuh direkt drunter...

Als wir das sahen wars vorbei,.. wir schauten nur noch, dass wir ins Auto kamen und dort so schnell wie möglich abhauen konnten...

---------

Der Schuh stand definitiv Freitag noch NICHT dort,.. das wäre uns sofort aufgefallen...
Wer weiß, was dort passiert ist...


melden

Geisterstadt Ban-Saint-Jean

04.08.2008 um 14:52
Zitat von sunrise1988sunrise1988 schrieb:Boulay ist von Saarbrücken aus knapp 70km entfernt...
Mit fetziger House Musik düsten wir über die Autobahn Richtung Saarlouis, fuhren dort ab und von dort aus ging es über Landstraßen nach Frankreich...
Na herzlichen Glückwunsch zu eurem tollen Navi. Wärt ihr nicht den Umweg über SLS gefahren, wäre Boulay nur 50 statt 70 Kilometer von Saarbrücken entfernt. Einfach mal in ne gute alte Landkarte gucken.


melden