RayWonders schrieb:mir geht es darum zu ermitteln was man erfahren kann über ein gestrandetes Tier und was im Verborgenem bleibt und reine Spekulation ist.
Du hast es dir schon selbst beantwortet:
Die Zuständigen des Gutachtens haben vermutet, aber eben nicht untersucht.
Wie genau die Unterzeichner:innen des Gutachtens jetzt auf "schwerstkrank" kamen, ist mir wirklich schleierhaft. Zumal die Unterzeichner:innen nach eigenen Aussagen noch kurz vorher die Überlebenschancen als nicht gering eingeschätzt haben und einen sehr aktiven Wal mit längeren Tauchgängen beschrieben.
Ich habe nochmal auf einige Aussagen einer der Unterzeichnerinnen des Gutachtens geschaut, Frau Prof. Ursula Siebert. Diese Aussagen hat sie nach dem Freischwimmen des Wals vor Niendorf getätigt. Auch sagt sie etwas dazu, warum der Wal KEINEN Sender zur Nachverfolgung bekam (zu dem Zeitpunkt schwamm er nach Strandung wieder frei).
Warum der Wal keinen Sender bekommt
Das hat vor allem Tierschutzgründe, wie Prof. Ursula Siebert von der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) gegenüber BILD erklärt: „Es ist so, dass Besendungen weltweit, aber auch bei uns in Deutschland, nur gemacht werden dürfen, wenn es eine Tierversuchsgenehmigung gibt. In diesem Fall wäre auch eine Artenschutzgenehmigung nötig. Und bei so einer unerwarteten Strandung ist es dann in der Regel unmöglich, eine Besendung vorzunehmen. In dem Falle würde auch der Fokus erst mal darauf liegen, das Tier sozusagen wieder flottzukriegen.“
Ein GPS-Tracker würde helfen, schnell zu wissen, ob der Ostsee-Wal wieder an der Küste strandet. Doch Siebert sieht die Gefahr, dass diese Information „vielleicht irgendwohin gelangt und sich ein Waltourismus entwickelt“. Nach den anstrengenden Tagen sei es wichtig, dass sich das Tier ausreichend erholen könne. „Natürlich ist eine Ausstattung mit einem Sender, je nachdem, welchen man dann wählt, auch noch mal ein extra Ereignis für das Tier.“
Für Siebert habe der Buckelwal während der gesamten Rettungsaktion eine Chance aufs Überleben gehabt. „Wenn wir die Überlebenschance als gering eingeschätzt hätten, dann hätten wir auch gar nicht befürwortet, das Tier dort herauszuholen. Aber er muss jetzt natürlich auch mal schlaue Wege einschlagen. Der Wal schwimmt jetzt wieder in tieferen Gewässern. Er taucht auch länger. Er ist sehr aktiv, und von daher haben wir die Hoffnung, dass er wirklich da auch einen guten Weg findet. Aber niemand kann vorhersagen, wohin er als Nächstes schwimmt. “
Für mich auch etwas verwunderlich, dass Frau Prof. Ursula Siebert so genau erklären konnte, warum ein Peilsender für den Wal aus verschiedenen Gründen nicht vorgesehen sei, solch ein Sender dann aber für die Rettungsaktion der Initiative plötzlich gefordert wurde und für "fehlende Daten" nur sogar mögliche rechtliche Konsequenzen von Seiten des Umweltministeriums angekündigt wurden.
Quelle:
https://m.bild.de/regional/ostsee/ostsee-drama-darum-bekommt-der-wal-keinen-peilsender-69c6ac6148647f66a742c4d6?t_ref=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F