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Impfungen - unnötig oder unbedingt notwendig?

Impfungen - unnötig oder unbedingt notwendig?

27.12.2018 um 07:03
Wofür braucht eigentlich einer, der nie krank ist, weil er so "gut lebt", einen Hausarzt?


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Impfungen - unnötig oder unbedingt notwendig?

27.12.2018 um 11:34
rogerhouston schrieb:Die ich natürlich anstecke, da immungeschwächte Menschen, wie z.B. Organtransplantierte irgendwo auf dem Busbahnhof rumstehen und sich von mir anhusten lassen?
Ja,natürlich.
Oder glaubst du jeder Immungeschwächte bleibt den ganzen Tag zu Hause?

Du bringst natürlich immer absurde Beispiele, um deine Position zu stützen. Auch der Organtransplantierte wird irgendwann wieder an einem Bahnhof stehen, durch ein Kaufhaus gehen, oder sonstwo in der Öffentlichkeit agieren.
Hast du noch nie alte menschen oder Kinder am Bahnhof gesehen?
rogerhouston schrieb:Das sind nur meine persönliche Erfahrungen, ohne Allgemeingültigkeit. Aber es muss ja wohl gestattet sein, aus den eigenen Lebenserfahrungen bestimmte Verhaltensweisen abzuleiten, ohne als unmoralischer, asozialer Eso beschimpft zu werden.
Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun.
Manche Entscheidungen kann man dann hat nur so kommentieren, auch wenn dir diese Entscheidung erlaubt war.
rogerhouston schrieb:Meine 85jährige Mutter hatte sich bis dato ebenfalls nie impfen lassen und hatte auch nie Grippe. Nun ist sie, da sie nicht mehr laufen kann in einem Altenheim mit Hausarztwechsel, der sie prompt ohne lange zu fragen im Rahmen der Heimdurchimpfung auch verarztet hat. Mit der Folge dass es ihr 3 Wochen lang echt schlecht ging. Ständig laufende Nase, Kopfschmerzen, Mattigkeit.
Dein Glaube sagt dir, dass die Impfung schuld war.
Vielleicht hatte das eine nichts mit dem anderen zu tun.
Vielleicht wäre deine Mutter aber auch gestorben, wenn sie nicht geimpft worden wäre.
rogerhouston schrieb:Wie beschrieben, habe ich eine persönliche kritische Haltung zum Gesundheitswesen, begründet unter anderem durch Lebenserfahrung, die mir sagt, nicht immer alles zu glauben, auch wenn's der Onkel Doktor sagt!
Du solltest schon unterscheiden zwischen dem einzelnen Arzt und der medizinischen Forschung.


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27.12.2018 um 11:38
rogerhouston schrieb:Die ich natürlich anstecke, da immungeschwächte Menschen, wie z.B. Organtransplantierte irgendwo auf dem Busbahnhof rumstehen und sich von mir anhusten lassen?
Also ich kenne jemanden mit einer transplantierten Lunge, der ganz normal am Leben teilnimmt. Mit Arbeit, Ausgehen und sozialen Kontakten.


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27.12.2018 um 11:43
rogerhouston schrieb:Ich denke Du verstehst meinen Punkt nicht ganz.
Meine persönliche Erfahrung sagt mir, dass ich mich nicht gegen Furz und Feuerstein impfen lassen muss, um ein gesundes Leben zu führen.
Bei heftigen Krankheiten, denen ich mich eventuell aussetzen werde, würde ich eine Impfung in Erwägung ziehen.

Inwiefern steht nun also mein persönlicher Erfahrungsbericht dem des Robert Koch Instituts conträr gegenüber?
Ich habe auch nicht gesagt, daß Du Impfungen generell ablehnen würdest. Deinen Punkt verstehe ich daher schon ganz gut, allerdings kann er auch als exemplarisches Beispiel dafür stehen, daß man einem Einzelbericht à la "sieh mich an, ich lebe ja auch noch, trotz Impfverzicht" mehr Glauben schenken kann als der Sinnhaftigkeit von Impfungen und das ohne die Gefahren und evtl. Folgen dabei zu berücksichtigen wenn man es nicht tut.
rogerhouston schrieb:Muss ich mich also gegen Tetanus impfen lassen, damit der Tetanus-Herdenschutz greift und sich kein Baby mit Tetanus ansteckt?
Siehe hierzu auch FFs Antwort bezüglich Tetanus. Und ja, besonders auch bei von Mensch zu Mensch übertragbaren Krankheiten macht es schon Sinn sich nicht nur zum eigenen, sondern auch zum Schutz besonders gefährderter Personen dagegen zu immunisieren.
rogerhouston schrieb:Die ich natürlich anstecke, da immungeschwächte Menschen, wie z.B. Organtransplantierte irgendwo auf dem Busbahnhof rumstehen und sich von mir anhusten lassen?
Auch hier wieder ein blödes Beispiel. Oder glaubst Du ernsthaft, man könne immungeschwächte Menschen ausschließlich nur an nichtöffentlichen Orten antreffen? Und natürlich trifft man solche auch des Öfteren in der Öffentlichkeit.
rogerhouston schrieb:Genau da sollte man differenzieren.
Wie groß ist denn die Gruppe derer, die man durch "Impfverzicht" einer realen Gefahr aussetzt?
Wie setzt sich diese Gruppe zusammen? Über welche Krankheiten reden wir da?

Ist es Deiner Meinung nach dasselbe, ob ich mich gegen Tetanus, Grippe oder Pocken nicht impfen lasse?
Du kannst ganz sicher davon ausgehen, daß die Gefahr von Krankheitsverbereitung bei vermehrtem Impfverzicht generell größer ist. Die Links dazu hast Du Dir auch sicher angeschaut? Aber es besteht natürlich ein Unterschied zwischen einer Grippeimpfung und häufig tödlich verlaufenen Infektionskrankheiten wie Tetanus oder auch die Pocken die für eine deutlich höhere Infektionsgefahr und Moralitätsrate sorgen können. Habe auch nie gesagt, daß man sich gegen alle Krankheiten impfen lassen soll die als Impfmaßnahme angeboten werden. Ich nutze schließlich auch nicht alle. Mir ging es in erster Linie um Dein exemplarisches Beispiel weiter oben, da dies ein gängiges Argument ist welches auch häufig von alles verweigernden Impfgegnern verwendet wird.


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27.12.2018 um 12:45
rogerhouston schrieb:Ja klar, wenn's meine Kinder sind bin auch ich dafür verantwortlich zu entscheiden was sinnvoll ist und was nicht.
Wie bei allem, was die betrifft und ich zu entscheiden habe.
Und was, wenn deine dann ungeimpften Kinder ein anderes Kind anstecken, welches aus verschiedenen Gründen (noch) nich geimpft werden konnte und dass dann vielleicht nach einigen Jahren als Spätfolge an einer Enzephalitis erkrankt?
Was würdest du den Eltern sagen, die über Jahre miterleben mussten, wie ihr Kind langsam als Teenager qualvoll in den Tod siecht?
Hast du eine solche Konsequenz in deine Entscheidung einbezogen?
rogerhouston schrieb:Die ich natürlich anstecke, da immungeschwächte Menschen, wie z.B. Organtransplantierte irgendwo auf dem Busbahnhof rumstehen und sich von mir anhusten lassen?
Tatsächlich habe auch ich so Jemanden in der Familie, dessen Immunsystem stark runtergefahren is, weil eine Rheumatische Erkrankung vorliegt und der fährt mit dem Zug zur Arbeit und nich mit dem Krankenwagen.
rogerhouston schrieb:Das sind nur meine persönliche Erfahrungen, ohne Allgemeingültigkeit. Aber es muss ja wohl gestattet sein, aus den eigenen Lebenserfahrungen bestimmte Verhaltensweisen abzuleiten, ohne als unmoralischer, asozialer Eso beschimpft zu werden.
Es macht aber eben stark den Eindruck, als hättest du die Konsequenzen deiner Handlungen, welche aus deinen persönlichen Erfahrungen resultieren, nich in Gänze erfasst. Von daher sehe ich es sogar als Pflicht der Mitdiskutanten an, dich dahingehend aufzuklären.

mfg
kuno


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27.12.2018 um 12:53
kuno7 schrieb:Was würdest du den Eltern sagen, die über Jahre miterleben mussten, wie ihr Kind langsam als Teenager qualvoll in den Tod siecht?
Gar nichts würde er sagen.

Er findet Herdenschutz lächerlich
(und denklogischerweise muss er somit die Ausrottung bzw Zurückdrängen von Krankheiten lächerlich finden, denn das ist ja die Konsequenz)

Damit ist doch wirklich alles gesagt.
Wirklich alles.


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27.12.2018 um 14:41
@rogerhouston
Meine persönliche Erfahrung sagt mir, dass ich mich nicht gegen Furz und Feuerstein impfen lassen muss, um ein gesundes Leben zu führen.
Inwiefern sagt er Dir das? Was genau hast Du denn erlebt? In wie vielen Seuchengebieten warst Du ungeschützt unterwegs, ohne Dich anzustecken?
Wie oft hast Du mit offenen Wunden in Tetanus verseuchter Erde gewühlt und es jedesmal überlebt?
Wie viele echte Grippen hast Du überlebt?
Wie viele Millionen von Ansteckungen liegen hinter Dir oder im Bekanntenkreis, sodass Deine "persönliche Erfahrung" auch eine statistisch valide Einschätzung abgeben könnte?

Ist Dir klar, dass Deine "persönliche" Erfahrung aber nicht die aller, vieler, vieler, vieler, anderer ist? Eine persönliche Erfahrung gegenüber Miilarden Erkrankungen?

"Meine persönliche Erfahrung" zb kennt einige Maserern/Mumps Erkrankte, die Jahrzehnte später deshalb unfruchbar sind.
"Meine persönliche Erfahrung" kennt auch Fälle von Meningitis als Folge von Masernerkrankungen.
"Meine persönliche Erfahrung" kennt noch zwei Fälle von Kinderlähmung bei Mitschülern (einer mit einem gelähmten Arm, der andere mit einem wesentlich kürzerem Bein - und das waren die, die überlebten).
"Meine persönliche Erfahrung" kennt allerdings keinen einzigen Impfschaden - und ich wette, Du auch keinen einzigen.

Soderle, wessen "persönliche Erfahrung ist nun mehr wert?
Meine 85jährige Mutter hatte sich bis dato ebenfalls nie impfen lassen und hatte auch nie Grippe. Nun ist sie, da sie nicht mehr laufen kann in einem Altenheim mit Hausarztwechsel, der sie prompt ohne lange zu fragen im Rahmen der Heimdurchimpfung auch verarztet hat. Mit der Folge dass es ihr 3 Wochen lang echt schlecht ging. Ständig laufende Nase, Kopfschmerzen, Mattigkeit.
Du verwechselst Kausaltät mit Korrelation und unterschlägst eine Bedingung sowie mögliche weitere Ursachen, die die Krankheit ausgelöst haben könnten.

Du tust dies möglicherweise gar nicht mal absichtlich, dennoch liegt der Denk- bzw Argumentationsfehler ganz bei Dir.

Eines ist so sicher wie das Amen in der Kriche: wer gegen bestimmte Grippevirenstämme geimpft ist, der erkrankt nur dann daran, wenn die Impfung nicht angeschlagen hätte. Ansonsten ist man immun - das ist ja der Sinn der Sache.
Meine 85jährige Mutter hatte sich bis dato ebenfalls nie impfen lassen und hatte auch nie Grippe.
Das muss sie auch nicht. Ich hatte auch noch nie eine, und habe etliche Jahrzehnte auf dem Buckel. Das liegt aber daran, dass ich noch keiner begegnet bin.
Aber je länger man lebt, umso höher die Chance.
Und Deine Mutter lebt schon recht lange.

Daraus zu folgern, sie hätte noch nie Grippe gehabt, weil sie nicht geimpft wurde, ist Unsinn. Sie hatte sie einfach nur nie, weil sie sich eben bisher nie angesteckt hat. Und vermutlich jetzt auch nicht.
Nun ist sie, da sie nicht mehr laufen kann in einem Altenheim
Eben, nicht wahr? Wie lebte sie denn vorher? Alleine? Und jetzt auf einmal unter vielen Menschen, die alle Bakterien und Viren schleudern? Eine Gefahrenquelle, der sie davor ja nicht ausgesetzt war.
Heimdurchimpfung [...] Mit der Folge dass es ihr 3 Wochen lang echt schlecht ging. Ständig laufende Nase, Kopfschmerzen, Mattigkeit.
Und da Du Immunologe bist, hast Du sofort eine Kultur angelegt und nachgewiesen, dass der Auslöser nur die Impfstoffe waren?

Nein? Nicht?

Tja, dann bleibt nur der übliche Korrelation = Kausalität Denkfehler. Schon mal auf die Idee gekommen, dass sie einen ganz simplen grippalen Infekt hat? Angesteckt bei einem der vielen Mitbewohner? Dem Personal? Dem Arzt? Bei Dir?
Die dauern eben mit zunehmenden Alter länger, da das Immunsystem im Alter schwächer wird. Das kann durchaus bis sechs Wochen gehen, und dann schließt eventuell bereits der nächste Effekt nahtlos daran.
Ist aber immer noch keine echte Grippe.

Deine Mutter hat also mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine echte Grippe, denn die Impfung (mit toten Erregern) löst keine solche aus. Geht einfach biologisch nicht. Es sei denn, sie wäre eben justament gegen diesen einen Stamm nicht geimpft gewesen.
Andrerseits hätte sie in ihrem Alter mit der echten Grippe weitaus schlimmere Folgen gehabt, und ziemlich sicher keine drei Wochen lang ohne Intensivstation überlebt.


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27.12.2018 um 19:06
Eine Grippe, ist nicht zu verwechseln mit Schnupfen und Kopfweh. Mein Vater hatte letztes Jahr zu Weihnachten ne Grippe. 3 Wochen Krankenhaus, zwei Tage Intensiv. Er hat fast bis zum Sommer gebraucht sich wieder richtig zu erholen.

Dieses Jahr haben sich alle geimpft und keine Grippe. Aber natürlich schütz eine Impfung gegen Grippe (Influenza) nicht gegen Schnupfen (Sinusitis). Ich verstehe immer noch nicht, warum es Leute gibt, die glauben nach ner Grippeimpfung keine Erkältung zu bekommen. Nach ner Masern Impfung kann man ja auch Beinbruch bekommen, ohne dass das zusammen hängt.


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27.12.2018 um 19:10
@Spöckenkieke

Weil die meisten noch nie jemanden mit echter Grippe erleb haben, es aber mittlerweile umgangssprachlich üblich ist, jeden Furz von bakteriellem Infekt als "grippalen Infekt" zu bezeichnen. Die Benennnung von diversen Wehwechen-Mitteln wie Grippostad C und anderen Substanzen hilft auch nicht weiter. Wer zu jeder Erkältung Grippe sagt, verliert die Verhältnsmäßigkeit.


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27.12.2018 um 19:27
off-peak schrieb:Daraus zu folgern, sie hätte noch nie Grippe gehabt, weil sie nicht geimpft wurde, ist Unsinn. Sie hatte sie einfach nur nie, weil sie sich eben bisher nie angesteckt hat. Und vermutlich jetzt auch nicht.
Gerade 2018 ist ein unrümliches Jubiläum, 1918 hat die Spanische Grippe wahrscheinlich mehr Todesopfer gefordert als 4 Jahre Krieg. Das tückische war unter anderem, dass auch in den mit Nahrungsmitteln gut versorgten USA überdurchschnittlich viele junge Menschen verstarben, in Europa war die Bevölkerung ohnehin durch kriegsbedingte Mangelernährung geschwächt
Sollte man ernsthaft über Grippeimpfung parlieren?


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27.12.2018 um 19:29
MajorQuimby schrieb:Das tückische war unter anderem, dass auch in den mit Nahrungsmitteln gut versorgten USA überdurchschnittlich viele junge Menschen verstarben.
Soweit ich weiß, rätselt man noch heute darüber, warum die spanische Grippe besonders unter den gut ernährten, eigentlich gesunden jüngeren Menschen so hohe Opferzahlen forderte und die eigentlichen Risikogruppen verhältnismäßig schonte. Soviel zu den "immer Gesunden, die nie Probleme hatten".


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28.12.2018 um 01:30
bgeoweh schrieb:Soweit ich weiß, rätselt man noch heute darüber, warum die spanische Grippe besonders unter den gut ernährten, eigentlich gesunden jüngeren Menschen so hohe Opferzahlen forderte und die eigentlichen Risikogruppen verhältnismäßig schonte.
Ich habe die Ereignisse anhand von Kirchenbuchaufzeichnungen einer ländlichen Gemeinde in Westdeutschland überprüft. Die Todesfälle beginnen Mitte Oktober und nach acht Wochen ist die Seuche vorbei. 89 Tote. Hier sind auch und gerade viele Kinder und auch einige alte Leute gestorben. Die Zahlen mögen verzerrt sein, weil sehr viele Männer zwischen 18 und 40 nicht zu Hause waren. Noch war Krieg.


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28.12.2018 um 14:57
off-peak schrieb:"Meine persönliche Erfahrung" kennt noch zwei Fälle von Kinderlähmung bei Mitschülern (einer mit einem gelähmten Arm, der andere mit einem wesentlich kürzerem Bein - und das waren die, die überlebten).
Krass, darf ich fragen, wie alt du denn bist, ungefähr (wenn das keine zu persönliche Frage ist)?
off-peak schrieb:"Meine persönliche Erfahrung" kennt allerdings keinen einzigen Impfschaden - und ich wette, Du auch keinen einzigen.
Hm, ist denn nicht das oft das alleinige Kriterium, wenn Menschen gegen Impfungen sind? Dazu braucht es auch nicht unbedingt das persönliche Erlebnis, es reicht, wenn man mal "irgendwo" "irgend etwas" darüber gelesen hat (egal, ob das jetzt eine wahre Begebenheit war, oder nicht) - und man ist ein überzeugter Impfgegner.

und, um das mal gleich am Anfang klar zu stellen: Ich bin eindeutig FÜR das Impfen, allerdings hilft es nichts, wenn man Menschen, die die eigene Meinung nicht teilen, so angeht und auch noch als doof hinstellt. So wird man mit Sicherheit niemanden bekehren.

Zum Beispiel ist eine solche Argumentation ganz untauglich:
off-peak schrieb:Soderle, wessen "persönliche Erfahrung ist nun mehr wert?

Wie viel eine Erfahrung wert ist, bestimmt allein der, der diese Erfahrung macht.

Ich z. B. kenne jemanden, der einen Schaden aufgrund einer Impfung davongetragen hat, persönlich (es ist nichts Gravierendes, aber ein gewisser körperlicher Makel ist vorhanden, und das nachweislich aufgrund einer Impfung); ferner einen Fall, der nur durch eine Verkettung glücklicher Umstände nicht schlimm ausgegangen ist.

Dennoch plädiere ich - persönlich - weiterhin dafür, Kinder (auch, wenn es eigene wären), impfen zu lassen.

Man kann aber nicht sagen, nur, weil man selbst nach Bewertung der Situation davon ausgeht, dass für einen persönlich die Vorteile überwiegen, dass es andere auch so sehen müssen. Das st Bevormundung und wird nicht funktionieren.

Das moralinsaure Gejammer, dass es die Impfgegner ja eigentlich gar nicht verdient haben, dass so viele geimpft sind und schmarotzerartig, ohne ihren Beitrag zu leisten, davon profitieren, das kann man sich auch sparen, denn das wird genau so wenig irgendwen überzeugen.
Klar, wäre schön - wenn aber jemand partout nicht will, kann man nichts machen und wenn man ihn dann auch noch blöd von der Seite anredet, dann erst recht nicht.
bgeoweh schrieb:Soweit ich weiß, rätselt man noch heute darüber, warum die spanische Grippe besonders unter den gut ernährten, eigentlich gesunden jüngeren Menschen so hohe Opferzahlen forderte und die eigentlichen Risikogruppen verhältnismäßig schonte. Soviel zu den "immer Gesunden, die nie Probleme hatten".

Naja, es gibt mittlerweile doch eine Erklärung, zumindest hat man eine plausible Theorie gefunden - es gab einige Jahre zuvor einen Strang, der dem der Spanischen ähnlich war, nur halt weniger letal, bzw. ohne diese darauffolgende Lungenentzündung (die ja der Grund für die Tödlichkeit dieser Pandemie war).
Die Menschen, die das miterlebt/durchgemacht hatten, hatten eine gewisse Immunisierung, die jenigen, die jünger waren, nicht.
MajorQuimby schrieb:Sollte man ernsthaft über Grippeimpfung parlieren?
Kann man durchaus, siehe letztes Jahr, als die Impfung die Typen, die dann in der Bevölkerung verbreitet wurden, durch das SErum nicht abgedeckt waren.

Eine Impfung bietet auch keinen hundertprozentigen Schutz: Das Virus kann mutieren, auf unvorhersehbare Weise, und dann hinkt man mit der Entwicklung der Impfseren hinterher.

Also, dass eine Impfung sinnvoll ist, keine Frage, allerdings muss sich die Medizin schon die Frage gefallen lassen, ob nicht in Restrisiko bleibt. Und glaubwürdig ist man nur dann, wenn man das bejaht.
rogerhouston schrieb:Das sind nur meine persönliche Erfahrungen, ohne Allgemeingültigkeit. Aber es muss ja wohl gestattet sein, aus den eigenen Lebenserfahrungen bestimmte Verhaltensweisen abzuleiten, ohne als unmoralischer, asozialer Eso beschimpft zu werden.
Word.


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28.12.2018 um 15:04
Alicet schrieb:Also, dass eine Impfung sinnvoll ist, keine Frage, allerdings muss sich die Medizin schon die Frage gefallen lassen, ob nicht in Restrisiko bleibt. Und glaubwürdig ist man nur dann, wenn man das bejaht.
Und hat "die Medizin" je behauptet, es gebe keines?

Das tun allerdings sehr häufig die "alternativen" Heiler und die Verfechter sogenannter "natürlicher" Mittel.


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28.12.2018 um 15:11
Geisterfrei schrieb:Und hat "die Medizin" je behauptet, es gebe keines?

Das tun allerdings sehr häufig die "alternativen" Heiler und die Verfechter sogenannter "natürlicher" Mittel.
Hier geht es ums Impfen, und nicht um Heiler etc.
Außerdem kann man Komplementärmedizin gut finden, aber auch gleichzeitig die "normale".
Muss man echt immer ein Problem sehen, wenn man Dogmen kritisch beleuchtet?

Dass es ein Restrisiko gibt, ist unbestritten.

Gut, bei Tetanus eher nicht so zu erwarten, aber gerade bei Viren, die rasch mutieren liegt es ja in deren Natur.
Verstehe nicht, was jetzt daran so schlimm sein soll.

Die Alternative ist gar nicht impfen - bei einer potentiell letalen Krankheit ist das in meinen Augen keine Option.


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28.12.2018 um 15:46
Jetzt hab ich extra den Satz zitiert, auf den ich mich bezog und du musst schon wieder aufm Nebenkriegsschauplatz spielen! Mit diesem Satz unterstellst du doch gradezu, dass die Risiken totgeschwiegen würden.

Und ja, die "Heiler" haben auch mit Impfungen zu tun, bzw mit Nichtimpfen, da viele von ihnen nur die Risiken - auch nicht vorhandene - weit über die Verhältnisse betonen, die Vorteile von Impfungen jedoch abstreiten.
Du kennst gleich zwei Menschen mit nachgewiesenen Impfschäden? Wirklich? Und hast auch die Dokumente zur Anerkennung gesehen? Ehrlich?


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28.12.2018 um 16:14
Alicet schrieb:Also, dass eine Impfung sinnvoll ist, keine Frage, allerdings muss sich die Medizin schon die Frage gefallen lassen, ob nicht in Restrisiko bleibt. Und glaubwürdig ist man nur dann, wenn man das bejaht.
Alicet schrieb:Gut, bei Tetanus eher nicht so zu erwarten, aber gerade bei Viren, die rasch mutieren liegt es ja in deren Natur.
Verstehe nicht, was jetzt daran so schlimm sein soll.

Die Alternative ist gar nicht impfen - bei einer potentiell letalen Krankheit ist das in meinen Augen keine Option.
Hier wird mit Vernunft argumentiert, Impfungen zu verteufeln ("teufel") hat wohl eher was mit Glauben zu tun.
Und wenn mir jemand ernsthaft erzählt, dass er bewusst keinen Tetanusschutz hat, halte ich denjenigen für wirklich einfältig.


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28.12.2018 um 19:03
@Alicet
Krass, darf ich fragen, wie alt du denn bist, ungefähr (wenn das keine zu persönliche Frage ist)?
Das war so 1963 - 67, in der VS. Erst in der 4. Kl VS wurde die (damals noch Schluck)Impfung angeboten. Keiner, außen den bereits Geschädigten, hat sie ausgelassen. Es ist auch keiner erkrankt, es gab keine Impfschäden, und das, obwohl die Schluckimpfung risikoreicher als die Spritze ist.
ist denn nicht das oft das alleinige Kriterium, wenn Menschen gegen Impfungen sind?

Durchaus. Es zeigt aber auch, dass diese Leute eben nicht wirklich Ahnung haben. Sich nicht wirklich neutral und sachlich informieren, oder mal in der Historie blättern, sondern einfach auf Hetzer und Panikmacher hören. Oder Risiken nicht abschätzen können. Die Risiken, an einer Krankheit zu erkranken und an den Folgen ein Leben lang leiden zu müssen, bzw daran zu sterben, sind in aller Regel ums Tausendfache höher als ein Impfschaden.

Klar, ich stelle es mir schlimm vor, gesund zu einer Impfung gehen und deshalb dann eventuell krank zu werden.
Aber dennoch kennen all die Impfgegner mit Sicherheit kaum einen echten Fall oder die Statistiken, sondern plappern nur unbelegte Behauptungen nach.
Ich z. B. kenne jemanden, der einen Schaden aufgrund einer Impfung davongetragen hat, persönlich
Welche Impfung war das? Welcher Art ist der Schaden?


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02.01.2019 um 12:40
DvvMpmoWwAAJ 0S
eltern.de

Der Artikel ist dann entgegen der Clickbait-Aufmachung ziemlich i.O.
U.a. werden plötzlicher Kindstod und Allergien thematisiert.

Doch allein für Titel und dieses Bild (giftgrünes Kryponit in Megaspritzen, ja nee ist klar) gehört ein Redakteur oder Praktikant mit der Printausgabe verprügelt.


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02.01.2019 um 13:36
@wuec

Du Dummerjahn!
Das ist doch kein Kryptonit, sondern grünlich-fluoreszierende Simpsons-Radioaktivität mit einem ordentlichen Schuss Blubberlutsch in der Geschmacksrichtung Waldmeister!


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