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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

14.096 Beiträge, Schlüsselwörter: Homöopathie, Psiram, Schulmedizin, Homö-bashing, Natalie Grams, Globuli

Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

11.03.2015 um 11:29
froulein schrieb:Ich hab dein Beispiel gelesen, ich sehe das aber anders.
Dir ist klar, dass du verlangst, dass Forschungsgelder für jeden sinnfreien Gedankenfurz verschwendet werden sollen, ohne vorher zu prüfen ob an besagtem Gedankenfurz überhaupt etwas dran ist?

Und das, sofern nachgewiesen wurde, dass an besagtem Gedankenfurz nichts dran ist, dennoch Forschungsgelder verschwendet werden sollen um trotz allem die angebliche Wirkungsweise von etwas zu prüfen, das als nicht funktionierend nachgewiesen wurde?


@RoseHunter

Du weichst immer mehr aus.

Erst fängst du an dir nur Teile meiner Antworten rauszupicken oder in unnützen Anekdoten zu antworten, dann kommen von dir dauernd Andeutungen, aber auf die Bitte, diese doch mal zu präzisieren regierst du nicht und jetzt versuchst du nichtmal zu verschleiern, dass außer Anekdoten und warmer Luft von dir nix kommt.


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emanon
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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

11.03.2015 um 11:31
@RoseHunter
Ich hab da für dich mal was von einer Homöopathieseite kopiert
In der Homöopathie gilt ein Mittel als umso wirkungsvoller, je stärker es verdünnt wird.
Dabei geht es nicht um eine normale Verdünnung, sondern um einen aufwendigen Verdünnungsprozess, der in Stufen vollzogen wird.
Die einzelnen Verdünnungsstufen werden in der Homöopathie "Potenzen" genannt.
http://homoeopathie-liste.de/potenzen/


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RoseHunter
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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

11.03.2015 um 11:33
@emanon

Homöopathie ist, wenn ein Mittel potenziert wurde und verschüttelt ist.
Die "Wirksamkeit", eigentlich Mittelwahl, richtet sich nach den Symptomen.
Gesucht wird das Simile.

Alles andere ist nicht richtig, auch wenn Kritiker gerne darüber feixen, dass H. angeblich bedeutet, dass H. immer stärker werden soll, wenn man es immer mehr verdünnt.

Streng genommen, kannst du das auf Hahnemans Organon zurückführen, wo von einer "geistartigen, dynamischen Kraft" (irgendwo um § 9 rum) die Rede ist. Man kann es so sehen, dass je mehr man rein mit dieser Kraft arbeitet, die Wirkung größer ist, aber praktisch gehen H. so vor, wie ich es dir schilderte.

Genau genug?


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

11.03.2015 um 11:39
@kalamari
Dafür wird Geld ausgegeben. Nicht weil ich es verlange.

Ich kann deine Gedanken dennoch verstehen. Aber auf diese Dinge haben wir keinen Einfluss.

Die Prüfung der Gedankenfürze kosten auch Geld und man kommt zu keinen Ergebnis.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

11.03.2015 um 11:40
@froulein
froulein schrieb:Ich denke wenn sich die Homöopathie beweisen will, muss sie den Schritt gehen zu beweisen wie es funktioniert.
Nein. Das vielleicht berühmteste Beispiel ist W.C. Röntgen. Als er die Röntgenstrahlung entdeckte, hatte er vorläufig keinen blassen Schimmer, was er da überhaupt entdeckt hatte. Die Theorie folgte der Empirie.
Wir können beide Richtungen marschieren. Von der Theorie zur Empirie und umgedreht. Wenn man aber weder das eine noch das andere hat, dann hat mal halt verflixt wenig - um nicht zu sagen gar nichts.
Der 'Beweis' ließe sich am einfachsten über den Nachweis der Wirkung führen. Das ist sowieso der wesentlichste Punkt, denn es stellt sich die grundsätzliche Frage wie man denn auf die Idee kommt, dass da eine spezifische Wirkung sein könnte, wenn diese Wirkung sich 'lustigerweise' vor uns verbirgt.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

11.03.2015 um 11:40
RoseHunter schrieb:Ich stimmte ihr zu, dass man - nun für dich - einiges aus eigener Kraft schaffen kann.
Wo ging es in meinen Beiträgen darum?
Es ging unter anderem um Placebos, und mit denen schafft man etwas nicht "aus eigener Kraft".
RoseHunter schrieb:Ich weiß nicht, worin der Sinn liegt, alles 12 mal zu schreiben.
?
Ich habe etwas geschrieben, Du hast mir irgendwie zugestimmt aber in einem anderen Absatz dann doch nicht (siehst keine Gefahr von H. als "Einstiegsdroge"), und hast ein unpassendes Beispiel dazu genannt, das mit dem Thema nichts zu tun hatte. Darauf wies ich hin, also was ist das 12 mal geschrieben worden?
RoseHunter schrieb:Wenn jemand zutiefst überzeugt ist, jemandem helfen zu können und der Patient dem Verfahren und dem Therapeuten/Heiler usw. vertraut, ist der Effekt ungleich größer.
Deshalb gibt es Doppelblind-Studien, ja.


Die Anhänger der evidenzbasierten Medizin hängen auch nur einer Religion an?
Ähmmmm .... nein. Religionen sind nicht evidenzbasiert. Da bringst Du was mit der Definition durcheinander.
Zwar gibt es Menschen, die sich die wissenschaftliche Auseinandersetzung ersparen und einfach dem Arzt glauben, dass EM wirkt, und für die mag zu einem gewissen Grad zutreffen, was Du schreibst. Aber das lässt sich wohl kaum auf die Wirkungsweise der EM übertragen.

Als Mod: Der Hinweis auf die Werbung für Homöopathika ist hier nicht off-topic, und falls Dir etwas so erscheint dann melde das, und trage es nicht im Thread aus.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

11.03.2015 um 11:41
@RoseHunter

Oh, wow, kommt von dir irgendwann einmal etwas sinnvolles?

Jetzt sollen wir zusätzliche Threads anlegen, damit du nicht antworten musst? Und Homöopathie hat nichts mit Verdünnung zu tun? Auch nichts damit, dass eine Potenzierung, also Verdünnung mit Wasser, eine Steigerung der Wirkung bedeuten soll?
RoseHunter schrieb:Homöopathie ist, wenn ein Mittel potenziert wurde und verschüttelt ist.
Die "Wirksamkeit", eigentlich Mittelwahl, richtet sich nach den Symptomen.
Gesucht wird das Simile.

Alles andere ist nicht richtig, auch wenn Kritiker gerne darüber feixen, dass H. angeblich bedeutet, dass H. immer stärker werden soll, wenn man es immer mehr verdünnt.

Streng genommen, kannst du das auf Hahnemans Organon zurückführen, wo von einer "geistartigen, dynamischen Kraft" (irgendwo um § 9 rum) die Rede ist. Man kann es so sehen, dass je mehr man rein mit dieser Kraft arbeitet, die Wirkung größer ist, aber praktisch gehen H. so vor, wie ich es dir schilderte.
Hierzu doch bitte einen Link, insbesondere einen der sagt, dass die Stärke der Potenzierung irrelevant ist.


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kusamak
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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

11.03.2015 um 11:42
@RoseHunter
Nochmal, weil mein Betrag wegen deiner Beleidigung gelöscht wurde:

BGH: Die Werbung für homöopathische Mittel mit der Angabe von Anwendungsgebieten ist verboten - auch gegenüber Fachkreisen
BGH, Urteil vom 28.09.2011, Az. I ZR 96/10
§ 4 Nr. 11 UWG; § 5 HWG

Das Urteil im Volltext: http://www.damm-legal.de/bgh-die-werbung-fuer-homoeopathische-mittel-mit-der-angabe-von-anwendungsgebieten-ist-verboten-...


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

11.03.2015 um 11:43
froulein schrieb:Die Prüfung der Gedankenfürze kosten auch Geld und man kommt zu keinen Ergebnis.
Doch, man kommt zu einem Ergebnis.

Wenn in 240 Studien geprüft wurde, ob die Homöopathie funktioniert und diese Studien negativ ausgefallen sind. Denkst du nicht, dass dann langsam der Beweis erbracht wurde, dass Homöopathie keine auf sie bezogene Wirkung besitzt?


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RoseHunter
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11.03.2015 um 12:00
@kusamak

Dann auch noch mal von mir.
Ist dir jemals Pharmawerbung begegnet?


@FF
FF schrieb:Wo ging es in meinen Beiträgen darum?
Es ging unter anderem um Placebos, und mit denen schafft man etwas nicht "aus eigener Kraft".
Das - nun für dich - war ziemlich deutlich erkennbar an @kalamari gerichtet.

Stichwort "Einstiegsdroge":
1) Nein, da H.anhänger da eher vorsichtig sind, was "Chemie" angeht.
2) Im Rahmen der Befürchtung, dass man sich für alles was einwirft, stimmte ich dir zu.
RoseHunter schrieb:
Wenn jemand zutiefst überzeugt ist, jemandem helfen zu können und der Patient dem Verfahren und dem Therapeuten/Heiler usw. vertraut, ist der Effekt ungleich größer.

Deshalb gibt es Doppelblind-Studien, ja.
Deshalb?
Ich dachte um Wirksubstanzen gegen Placebo zu testen.
Nein okay, nicht das nächste Fass.
FF schrieb:Die Anhänger der evidenzbasierten Medizin hängen auch nur einer Religion an?
Ähmmmm .... nein. Religionen sind nicht evidenzbasiert. Da bringst Du was mit der Definition durcheinander.
Schon klar.
Du hast natürlich recht.
FF schrieb:Als Mod: Der Hinweis auf die Werbung für Homöopathika ist hier nicht off-topic, und falls Dir etwas so erscheint dann melde das, und trage es nicht im Thread aus.
Auch das werde ich in Demut beherzigen.

Auf Wiedersehen, in einem anderen Thread.


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emanon
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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

11.03.2015 um 12:00
@RoseHunter
Alles andere ist nicht richtig, auch wenn Kritiker gerne darüber feixen, dass H. angeblich bedeuten, dass H. immer stärker werden soll, wenn man es immer mehr verdünnt.
Dazu
emanon schrieb:In der Homöopathie gilt ein Mittel als umso wirkungsvoller, je stärker es verdünnt wird.
Ist von einer Pro Homöopathieseite.
Gilt denn: Denn sie wissen nicht was sie tun (zumindest lt. Rose Hunter)?


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kusamak
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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

11.03.2015 um 12:14
@RoseHunter
RoseHunter schrieb:Ist dir jemals Pharmawerbung begegnet?
Aber sicher doch. Arzneimittelwerbung ist in Deutschland eine im HWG geregelte Werbung. Es wird dabei in zwei Kategorien unterschieden:

Fachwerbung: Werbung für verschreibungspflichtige Medikamente, die nur gegenüber einem Fachpublikum wie den Angehörigen der Heilberufe, die diese auch verschreiben dürfen, und solchen Personen, die legal damit handeln, beworben werden dürfen.

Publikumswerbung: Gegenüber dem Publikum, d.h. der Öffentlichkeit, darf generell nicht für Arzneimittel zur Beseitigung von Schlaflosigkeit, von psychischen Störungen oder zur Beeinflussung der Stimmungslage geworben werden.

Die wohl bekannteste Pharamwerbung Deutschlands muss dir wohl entgangen sein:

aspirin

Und für Homöopathie gilt Werbeverbot in Verbindung mit Wirkaussagen!!!
Aus gutem Grunde, weil wo nichts ist wäre Werbung Verbrauchertäuschung. Du kannst das gerne einmal probieren, die Abmahnung kommt postwendend.


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emanon
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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

11.03.2015 um 12:40
@kusamak
Dabei ist es doch so einfach.
Die Werbung mit Anwendungsbereichen und/oder Wirkungsweisen homöopathischer Arzneimitteln ist ja erlaubt,man muss deren Wirksamkeit eben im Wege eines Zulassungsverfahrens nachgewiesen.
Man kann natürlich mal drüber nachdenken, warum die Hersteller und Verbreiter dieser Mittelchen das Zulassungsverfahren fürchten, wie der Teufel das Weihwasser, aber das ist vielen halt viel zu unbequem.
Da gibts Wichtigeres. Irgendwo versucht immer ein Bachelor eine Rose an die Frau zu bringen oder ein Bauer sucht was zum Gernhaben.
Da kann man sich am (eigenen) Elend ergötzen und nebenbei noch schnell mit Milchzucker verriebenen Coprolith gegen Obstipation einwerfen.
Wie schön ist die Welt.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

11.03.2015 um 13:12
Man sollte dabei noch anmerken, dass die Hersteller dieser Mittelchen die gleichen sind gegen die immer so gern gewettert wird.

Zum Beispiel Großkonzerne wie Bayer und Bosch.


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kusamak
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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

11.03.2015 um 13:27
@emanon
Der Gesetzgeber ist nicht ganz unschuldig an dem Wirrwarr, der für den halbwegs informierten Bürger keines sein sollte.

Die Lobbyisten haben es geschafft H.Mittel als Arzneimittel registrieren zu lassen, mussten aber die Kröte schlucken nicht damít werben zu dürfen.

Jetzt macht der Normalbürger den Kausalschluß, H.ist ein Arzneimittel, also Medizin, Medizin heilt, Homöopathie ist Heilmittel. Die juristischen Feinheiten versteht er nicht.

Davon profitiert ein Milliardenmarkt. Solche Märke gibt es mehr, NEM wäre ein Beispiel, aber will hier kein neues Fass aufmachen.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

11.03.2015 um 14:13
Zur allgemeinen Erbauung noch ein paar unkommentierte Kernaussagen des Säulenheiligen aller Scharlatane:
Geist der homöopathischen Heil-Lehre

Es ist unmöglich, das innere Wesen der Krankheiten und was im Verborgenen durch sie im Körper verändert ist, zu errathen, und thöricht, auf solche hypothetische Vermuthungen und Annahmen deren Cur bauen zu wollen; es ist unmöglich, die Heilkräfte der Arzneien nach chemischen Hypothesen oder nach Geruch, Farbe oder Geschmack zu errathen, und thöricht, nach solchen hypothetischen Vermuthungen und Annahmen diese (beim Missbrauch so schädlichen) Substanzen zur Cur einer Krankheit anwenden zu wollen. Und wäre ein solches Verfahren auch noch so gebräuchlich gewesen und noch so allgemein eingeführt, auch wohl seit Jahrtausenden das einzig beliebte, so bliebe es dennoch ein widersinniges und verderbliches Verfahren, nach leeren Vermuthungen sich das Krankhafte im Innern des Körpers zu erdichten und es mit eben so erdichteten Kräften der Arzneien zu bestreiten.
Hahnemann, "Reine Arzneimittellehre" Teil 2 S. 2f
Die Homöopathik setzt durch eine, vor ihrer Gründung und Ausbildung noch nicht erfundene Behandlung der rohen Arzneisubstanzen dieselben in den Zustand stufenweiser und hoher Entwickelung ihrer inwohnenden Kräfte, um sie dann zum vollkommensten Heilen anwenden zu können. Einige dieser Arzneistoffe scheinen in ihrem rohen Zustande eine sehr unvollkommene, unbedeutende Arznei-Wirkung (z.B. Kochsalz und Bärlapp-Staub), andre (z.B. Gold, Quarz, Thon) gar keine zu besitzen – welche alle aber durch die der Homöopathik eigne Zubereitung ungemein heilkräftig werden. Wieder andre Substanzen sind in der kleinsten Menge schon so heftig in ihrer Wirkung, daß, wenn sie in rohem Zustande die thierische Faser berühren, sie ätzend und zerstörend auf sie einwirken (z.B. Arsenik, Quecksilber-Sublimat), und diese werden durch dieselbe, der Homöopathik eigne Zubereitung nicht nur mild in ihrer Wirkung, sondern auch unglaublich entfaltet in ihren bisher unbekannten Heilkräften.
Die Veränderung, welche in den Naturkörpern, namentlich in den arzneilichen, durch anhaltendes Reiben mit einem unarzneilichen Pulver, oder, aufgelöst, durch (langes) Schütteln mit einer unarzneilichen Flüssigkeit, entsteht, ist so unglaublich groß, daß sie an Wunder gränzt, und erfreulich, daß der Fund dieser wundervollen Veränderung der Homöopathie angehört.
Hahnemann, "Die chronischen Krankheiten" Bd. 1 S. 178f
Hat man nun die zu heilende Krankheit genau untersucht, das ist, alle wahrnehmbaren Phänomene derselben geschichtlich und wie sie auf einander folgen, aufgezeichnet, mit genauer Bezeichnung der stärkern, beschwerlichern Hauptsymptomen, so darf man dieser Krankheit blos eine ihr möglichst ähnliche Krankheit – oder, mit andern Worten, dem vorhandenen Reize der Krankheit einen ihm analogen medicinischen Reiz entgegen setzen durch Anwendung einer Arzenei, welche möglichst alle jene Symptomen, oder doch die meisten und stärksten, oder doch die singulärsten und in derselben Ordnung, vor sich zu erregen im Stande ist – um die Krankheit, welche entfernt werden soll, gewiss, schnell und ohne Rückkehr zu heilen.
Der Erfolg von einem solchen naturgemässen Verfahren ist so zuversichtlich, so ganz ohne Ausnahme gewiss, so über alle Erwartung schnell, dass keine Art, Krankheiten zu heilen, etwas ähnliches aufzuweisen hat.
[...]
Wendet man nun bei Behandlung einer Krankheit diejenige Arzenei an, deren erstere, positive Wirkungssymptome die grösste Aehnlichkeit mit den Krankheitszufällen haben, so ist diess eine positive oder kurative Heilart, das ist, es erfolgt, was nach dem zweiten Erfahrungssatze erfolgen muss, schnelle dauerhafte Besserung, bei deren Vervollständigung das Heilmittel in immer kleinern und kleinern Gaben und immer seltener gegeben werden kann, ohne dass ein Rückfall erfolgt; wo nicht gar schon die erste oder die ersten Paar Gaben zur Heilung zureichten.
Es wird nämlich dem im Körper vorhandenen, widernatürlichen Reize ein anderer Krankheitsreiz von möglichster Aehnlichkeit (mittelst der angewendeten, mit ihren primären Symptomen hier positiv wirkenden Arzenei) entgegen gesetzt in der Masse, dass dieser jenen überwiegt, und es erfolgt (da zwei widernatürliche Reize nicht neben einander im menschlichen Körper bestehen können, dieses aber zwei gleichartige Reize sind) die völlige Auslöschung und Vernichtung jenes durch diesen.
Hier wird freilich eine neue Krankheit (durch die Arzenei) in den Körper gebracht, aber mit dem Unterschiede im Erfolge, dass die ursprüngliche durch die künstlich erregte ausgelöscht wird – der Verlauf der künstlich erregten, siegenden aber (der Verlauf der Arzeneisymptome) in so kurzer Zeit exspirirt, als keine natürliche, auch noch so kurze Krankheit.
Es ist bewundernswürdig, dass, wenn das positiv (kurativ) angebrachte Heilmittel mit seinen Primärsymptomen sehr genau auf die Zufälle der zu tilgen den Krankheit passt, ganz und gar keine Nachwirkungssymptomen des Arzeneimittels folgen; sondern die ganze Wirkung desselben schon zu der Zeit aufhört, wo man den Anfang der negativen Arzeneisymptomen eben erwarten sollte. Die Krankheit verschwindet, wenn sie unter die acuten gehörte, in den ersten wenigen Stunden, die den primären Arzeneisymptomen von der Natur zur Dauer angewiesen sind, und es ist nichts von Folgen zu sehen, als – Genesung. Eine wahre dynamische, gegenseitige Vernichtung.
In den besten Fällen kehren die Kräfte also gleich wieder zurück, und das sonst gewöhnliche Wiedergenesungs-Siechthum ist nicht zu bemerken.
Eben so bewundernswürdig ist die Wahrheit, dass es kein Arzeneimittel giebt, welches, kurativ angewendet, schwächer als die Krankheit wäre, auf die es passt – keinen Krankheitsreiz, dem der positive und möglichst analoge Arzeneireiz nicht überlegen wäre.
Hahnemann, "Heilkunde der Erfahrung" S. 46ff
Fast nur die einzige Bedingung ist zur vollen Wirkung und zur Hülfe nöthig, dass das passende Arzeneimittel die lebendige, empfindungsfähige Faser berühre; – aber wenig, fast nichts kömmt darauf an, wie klein die Gabe sey, welche auf die empfindlichen Theile des lebenden Körpers zu dieser Absicht wirke.
Wenn eine gewisse kleine Gabe einer verdünnten Mohnsafttinktur eine bestimmte Grösse von unnatürlicher Schläfrigkeit hinweg zu nehmen im Stande ist, so reicht zur Erlangung desselben Zwecks der hunderte, auch wohl der tausende Theil derselben Gabe dieser Mohnsaftauflösung fast vollkommen zu derselben Absicht zu, und so lässt sich die Verkleinerung der Gabe noch viel weiter treiben, ohne dass die äusserst verkleinte Gabe aufhörte, dieselbe curative Hülfe zu leisten, als jene erstere; wovon im speziellen Theile das Mehrere.
Ich sagte, dass die Berührung der lebendigen, empfindlichen Faser vom Arzeneimittel, fast die einzige Bedingung ihrer Wirkung sey. Diese dynamische Eigenschaft ist von solchem Umfange, dass es ganz gleichgültig ist, welcher empfindliche Theil des Körpers vom Arzeneimittel berührt werde, um die volle Wirkung hervor zu bringen, wenn der Theil nur von der gröbern Oberhaut (cuticula) entblösst ist –, gleichgültig, ob die aufgelösste Arzenei in den Magen komme, oder blos im Munde bleibe, oder auf eine Wunde, oder eine andere hautlose Stelle gelegt werde.
Hahnemann, "Heilkunde der Erfahrung" S. 75f


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11.03.2015 um 14:16
Ich mag altdeutsch ^^

Der erste Absatz sagt eigentlich alles.


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kusamak
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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

11.03.2015 um 15:07
@geeky

Da war der Philippus Bombastus von Hohenheim, auch bekannt als Paracelsus einige 100 Jahre eher schon kundiger.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

11.03.2015 um 19:45
off-peak schrieb:Frauen tragen nach wie vor die Hauptverantwortung für die emotionale, soziale und gesundheitliche Betreuung der Kinder. Klar, wollen die ihre Kinder glücklich und gesund sehen. Ebenso kar, sie wollen ihnen dabei nicht weh tun, weshalb sie aus mehreren Optionen stets die Variante "sanft" wählen.
Das wird es sein.
Klingt plausibel.
off-peak schrieb:Ich kann nur von Glück reden, dass meine Eltern keine Chance hatten, an den Scheiß ran zu kommen, sonst wäre ich gar nicht mehr hier, um gegen diesen Irrsinn zu wettern.
Same here.
off-peak schrieb:Fast bei jedem Arzt liegen diese gefährlichen Des-informationsblättchen auf! Wie soll da ein Nichtmediziner noch durchblicken? Wenn sogar Mediziner vom Wahnsinn infiziert sind?
Das stimmt leider, aber dass diese Leute trotz Aufklärung trotzdem noch bei ihren Zuckerkügelchen bleiben, verstehe ich einfach nicht.
Man kann ihnen 1000x sagen "Es gibt nicht eine Studie, die die Homöopathie belegt, aber X, die sie widerlegen!", sie bleiben bei ihrer Meinung...
off-peak schrieb:Und beileibe nicht alle tun dies aus Gewinnsucht heraus, einige sind, wie ihre Patienten, echt davon überzeugt. Ebenso scheinen mir eher praktische Ärzte auf den Blödsinn reinzufallen als Fachärzte.
Was bei denen im Öberstübchen schief läuft, vermag ich nicht zu sagen. Kann nur vermuten, dass eben als Arzt praktizieren nicht dasselbe kritische Denken verlangt wie Forschen.
Ich kapiere es nicht...
Schade, dass man damit so viel Geld machen kann, ansonsten wäre es vermutlich schon lange verboten, das Zeugs.
off-peak schrieb:Diese Täter, und ja, es sind Täter, wenn ich an all die jüngsten Masernerkrankungen nebst Todesfällen, oder an all die frühzeitig verstorbenen Krebspatienten, um nur einen zu nennen, Steve Job, denke, müssen sich nie verantworten. Warum eigentlich nicht?
Stirbt ein Patient während einer OP, gibt es eine Untersuchung.
Stirbt jemand aufgrund einer ach so sanften und natürlichen Be-(oder korrekterweise Miss-)handlung, dann war das Erstverschlimmerung oder der Patient selbst schuld, weil er nicht intensiv geglaubt oder vergesen hat, sein Chakra auf Hochglanz zu polieren.
Ich halte sie auch für grob fahrlässig.
Auch dieser Anitimpfwahn geht mir so auf den Senkel!

Weiß jemand, ob es schon Fälle gab, wo ein Homöopath angeklagt wurde?
off-peak schrieb:Tja, er verstarb daran, war noch keine Vierzig.
Heipraktikerin "praktiziert" ungeniert weiter - keine Einsicht in ihre Fehler.)
Schrecklich! :(

Hat man versucht, die Frau anzuzeigen?
Heilpraktiker setzen sich noch nicht einmal mit den behandelnden Fachärzten in Verbindung. Von daher haben die oft tatsächlich keinen Einblick, wie schlecht es dem Patienten eigentlich geht.
Genau und deswegen kann man mir auch nicht erzählen "Wenn ein Heilpraktiker sieht, dass ein Patient schwer krank ist, gibt er ihn an einen richtigen Arzt weiter."
Bla!
Dafür sind die doch viel zu überzeugt von sich und ihrer "Therapie"!
off-peak schrieb:Sie sind typische Dunning-Kruger Beispiele: sie sind medizinisch dermaßen ahnungslos, dass ihnen tatsächlich der Einblick in ihr Nullwissen fehlt. Sie sind völlig selbstverliebte, total zufriedene, komplette Ignoranten.

Und deshalb höchst gefährlich.
Genau das!


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

11.03.2015 um 19:54
Lepus schrieb:Weiß jemand, ob es schon Fälle gab, wo ein Homöopath angeklagt wurde?
Auf Anhieb fällt mir da nur der Schweizer Bio-Bauer ein, der wegen Tierquälerei verurteilt wurde.
http://www.animal-health-online.de/gross/2013/12/24/homoopathie-wirkte-nicht-schweizer-bio-bauer-wegen-fahrlassiger-tier...

(Sprung inne) Schüßler und Blödblüten waren auch schon vor Gericht, allerdings wegen unerlaubter Werbung, nicht wegen Mord und Totschlag.
@Lepus


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