Gefahren von AKW: Der Super-GAU
29.03.2011 um 01:38
Wenn ich auf diesen Monitor schaue wird mir schlecht: http://www.greenpeace.org/international/en/multimedia/photos/Greenpeace-radiation-monitoring-team-at-work-in-Japan/
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Gefahren von AKW: Der Super-GAU
29.03.2011 um 01:44
Jetzt müsste man nur noch wissen, was das Gerät überhaupt misst. Zumal beim einschalten eines Geigerzählers häufig der Maximalwert angezeigt wird. Warten wir doch mal, bis Greenpeace Zahlen veröffentlicht. Auf die bin ich ziemlich gespannt.
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Gefahren von AKW: Der Super-GAU
29.03.2011 um 01:50
Hab bis jetzt nur ein Messergebnis gefunden. Dorf Litate 20km Sperrzone: Der höchste Wert lag bei 10 Mikrosievert/Stunde. Warten wir auf weiter Ergebnisse.
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Gefahren von AKW: Der Super-GAU
29.03.2011 um 02:16
Um weiteren Schaden durch Inkompetenz (Nicht einmal richtig gemessen wird dort) zu vermeiden sollte man notfalls mit Gewalt die Verantwortlichen aus dem Verkehr ziehen und durch Kompetenz ersetzen.
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Gefahren von AKW: Der Super-GAU
29.03.2011 um 02:20
Oha. 10 Mikrosievert/h 40 km entfernt. Da kassiert man in einem Jahr so viel Strahlung wie sonst in einem ganzen Leben. Von Isotopen, die durch die Luft schwirren und die man einatmet oder durch Wasser oder Lebensmittel aufnimmt, ganz zu schweigen. Hoffen wir, das es ein Ausreißer ist.
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Gefahren von AKW: Der Super-GAU
29.03.2011 um 02:27
~85.440 mS/Jahr sind es, damit das etwa das 142.400fache der normaldosis (bei 0,6/Jahr)
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Gefahren von AKW: Der Super-GAU
29.03.2011 um 02:31
Was mich mal interessieren würde (wenn die Kernschmelze im vollen Gange ist) was das allgemein für Konsequenzen des Ozeans bedeuten würde? Wie verstrahlt wäre das Meer? Kann man das überhaupt voraus sehen? Welche Folgen hätte es für Europa?
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Gefahren von AKW: Der Super-GAU
29.03.2011 um 05:19
Hier mal ein paar Prognose-Animationen zu Japan
https://www.youtube.com/watch?v=OuDILn6dC78
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29.03.2011 um 07:00
http://www.n-tv.de/Spezial/Kan-Lage-im-AKW-unberechenbar-article2810866.html
+++06:55 Japan erwägt Verstaatlichung von Tepco +++
Die japanische Regierung erwägt einem Bericht zufolge eine vorübergehende Verstaatlichung des Fukushima-Betreibers Tepco. Die Regierung könnte die Mehrheit übernehmen und in das Management des Stromkonzerns eingreifen, berichtet die Zeitung "Yomiuri". Nach einer Flut von Verkaufsordern werden Tepco-Aktien an der Börse in Tokio vom Handel ausgesetzt. Die Regierung weist den Bericht zurück.
+++ 06.32 Kan: Lage im AKW "unberechenbar" +++
Der japanische Regierungschef Kan beschreibt die Lage am havarierten Atomkraftwerk Fukushima als "unberechenbar". Seine Regierung sei in "höchster Alarmbereitschaft".
+++ 06.15 Spuren von radioaktivem Jod in Seoul +++
In Seoul und an anderen Orten in Südkorea werden geringe Spuren von radioaktivem Jod in der Atmosphäre gemessen. Das koreanische Institut für Nuklearsicherheit (KINS) in Taejon vermutet, dass das radioaktive Jod-131 aus dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima stammt.
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29.03.2011 um 08:15
Hier ist die Kernschmelze, finde ich, gut erklärt:
Was heißt bei einer Kernschmelze “teilweise” oder “zeitweise”?
Im Inneren des Reaktors sind mehrere hundert Brennelemente in denen jeweils wieder etwa 60 Brennstäbe gebündelt sind. Ein Brennstab ist nur wenige cm dick und besteht aus einer Hülle aus einer Zirkonium-Legierung. Da drin sind die einzelnen Brennstoff-Tabletten, ca. ein Mal ein cm groß. Der Brennstab ist nicht ganz voll, damit im Betrieb entstehende Gase und flüchtige Stoffe Platz haben. Genau solche Stoffe, sind rum um Fukushima nachgewiesen worden. Deshalb die Aussage: da müssen Brennstäbe beschädigt sein. Und jetzt wird eben auch deutlich – angesichts der Menge der Spaltprodukte, dass das nicht nur eine kleine Beschädigung ist, sondern dass der Reaktorkern wenigstens zum Teil geschmolzen ist oder war.
Durch die mangelnde Kühlung erhitzt sich der Kern auch dann, wenn er eigentlich schon „ausgeschaltet“ ist. Die Abfallstoffe, die im laufenden Betrieb entstehen, die strahlen selbst dann weiter. Bei 900 Grad etwa beginnen die Brennstoffe dann zu oxidieren und die Brennstabhüllen zu bersten, schreibt die Gesellschaft für Anlagen – und Reaktorsicherheit. Was dann genau geschieht ist auch für Fachleute nicht zu überblicken: durch die sogenannte Nachzerfallswärme erhitzen sich die Brennelemente selbst immer weiter. Auch die Oxidation erzeugt Wärme. Je länger die Kühlung ausfällt, desto mehr schaukelt sich das auf. Auch wann genau was schmilzt , darüber gibt es unterschiedliche Einschätzungen. Das hat damit zu tun, dass die verschiedenen Stoffe in Mischungen und Legierungen unterschiedlich reagieren. Ab 1200 Grad könnten die Steuerstäbe schmelzen, ab 1750 Grad das Metall der Brennstabhüllen. Das Uranoxid – der Haupt-Brennstoff – schmilzt zwar selbst erst bei 2800 Grad. Aber Experimente haben gezeigt, dass tatsächlich schon bei deutlich niedrigeren Temperaturen von 2250 Grad eine heftige Kernzerstörung beginnt.
Dadurch werden vor allem große Mengen an stark strahlenden Stoffen frei, die eben vorher im Brennstab eingeschlossen waren. Alles was jetzt flüssig wird, sinkt nach unten, bildet eine Suppe. Das zumindest – die teilweise Schmelze – hat in Fukushima längst stattgefunden, räumen Betreiber und Behörden jetzt ein. Die Frage ist: hat die Kühlung von außen ausgereicht, um den Vorgang zu stoppen, vielleicht das geschmolzene Material in einem Klumpen wieder hart werden zu lassen? Dann wäre die Kernschmelze gestoppt worden. Es wäre eine zeitweise Schmelze gewesen” Oder „suppt“ es noch? Und dann fragt sich: wie dicht sind die Barrieren nach außen, die Reaktordruckbehälter und das Containment?
Die Tatsache, dass jetzt so viele strahlende Stoffe nach außen gekommen sind und sich im Wasser wiederfinden, die spricht dafür, dass es Lücken und Löcher gibt. Und es kann durchaus auch sein, dass die Masse noch flüssig ist, sich immer mehr erhitzt und dann durch die Umhüllung schmilzt. Nicht ganz klar scheint, ob dabei auch die Kettenreaktion wieder in Gang kommen kann – es ist wohl unwahrscheinlich aber denkbar. Jedenfalls könnte sich ein hocherhitzter und komplett flüssiger Kern auch so durch Stahl und Beton schmelzen. Wahrscheinlich – wegen der Schwerkraft – einfach nach unten.
Dann kann die Katastrophe neue Dimensionen annehmen: kommt die Glutmasse mit dem Grundwasser in Kontakt, kann es Dampfexplosionen geben, auch Wasserstoffexplosionen sind denkbar. Im Ergebnis würden jedenfalls große Mengen an strahlendem Material weit hin verstreut. Im Grunde ist das das Szenario einer so genannten „schmutzigen“ Bombe. Aber eine gewaltigen. Selbst wenn „nur“ strahlende Stoffe ins Grundwasser gelangen, würde das eine enorme Belastung für lange Zeit zur Folge haben.
Von einer teilweisen Schmelze gehen Fachleute schon seit zwei Wochen aus. Neu ist nur die Bewertung durch die japanische Regierung. Es ist ein gnadenloser Wettlauf zwischen Kühlung und Nachzerfallswärme. Und der wird noch mindestens Wochen andauern.
Quelle:
http://blog.tagesschau.de/2011/03/28/was-heist-bei-einer-kernschmelze-teilweise-oder-zeitweise/
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Gefahren von AKW: Der Super-GAU
29.03.2011 um 08:20
wenn ich mich richtig erinnere an einen gesehenen beitrag im schweizer staatsfernsehen, so darf die strahlung in der umgebung eines KKW nicht höher als 250 NANOsievert/stunde sein. (schweiz)
250 NANOsievert/stunde wären 250'000 PICTOsievert/stunde
das tausendfache von 250 NANOsievert/stunde sind 250 MIKROsievert/stunde
das millionenfache von 250 NANOsievert/stunde sind 250 MILLIsievert/stunde
das ZEHNmillionenfache von 250 NANOsiever/stunde sind 2.5 SIEVERT/stunde
alles angaben in: pro/stunde ----> vergleiche: http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/bild-752242-195210.html (wurde hier schon 2-3 mal gepostet)
ich bin nach wie vor immer noch der meinung dass TEPCO mit dieser um 10 MILLIONEN mal erhöhten dosis schon die wahrheit erzählte. jedoch:
1. hört es sich grauslig an
2. weiss man nicht von welchem NORMALwert ausgegangen wird
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