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Doppelmord Babenhausen

23.264 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, 2009, Nachbar, Toll, Darsow, Doppelmord Babenhausen, Schalldämpfer

Doppelmord Babenhausen

14.01.2020 um 12:40
Tiho schrieb:PPS Wo ist dort zu lesen ob die "Zeugen" erkennen konnten wann genau das Licht anging, d.h. wie nah man aus welchem Winkel herantreten musste um vom Bewegungsmelder erfasst zu werden?
Wenn es nicht im Urteil steht, dann bestimmt in der Beiakte ;)
Oder kannst du das ausschließen?


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14.01.2020 um 13:24
christian01 schrieb:Das kommt jeden Tag in allen Kreisen vor
Lärmbelästigung auch.
(Ja, so kurze Statements sind bei der Moderation nicht gerne gesehen, aber bitte, was soll ich anderes dazu sagen?)


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14.01.2020 um 16:02
EinElch schrieb:Lärmbelästigung auch.(Ja, so kurze Statements sind bei der Moderation nicht gerne gesehen, aber bitte, was soll ich anderes dazu sagen?)
Mein aus dem Zusammenhang gerissenes Statement war ja auch länger, außerdem ist der Fall ja hier Offtopic.
Im übrigen stimmst Du mir gerade mit Deinem Hinweis wahrscheinlich unbeabsichtigt zu, denn gerade der Fakt Studienabbruch und dessen "Verheimlichung" ist eben gerade nichts derart Außergewöhnliches wie es das Tatgericht darzustellen suchte.


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Doppelmord Babenhausen

14.01.2020 um 16:53
Ein Studienabbruch und dessen Verheimlichung an sich sind wirklich nicht so bemerkenswert. Ab schon, wenn vom erfolgreichen Studienabschluss ein Millionenvermögen abhängt und Studienabbrecher keinen müden Euro von den Millionen sehen.


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14.01.2020 um 16:56
@christian01
christian01 schrieb:Studienabbruch und dessen "Verheimlichung" ist eben gerade nichts derart Außergewöhnliches wie es das Tatgericht darzustellen suchte.
In diesem Ausmaß? Doch, das ist absolut die Ausnahme.

An ein Studium sind selten derartige Erwartungen geknüpft. Und selbst wenn jemand sich entscheidet, das Verlassen der Uni erst mal geheim zu halten, dann doch nie über Jahre und unter aktiver Täuschung selbst der besten und engsten Freunde.

Woher nimmst Du Deine Kenntnis, das sei „nichts derart Außergewöhnliches“?


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Doppelmord Babenhausen

14.01.2020 um 17:33
Langsam wird der Thread hier aber bunt. Bleib doch mal bei einem Fall.

Dann meldet sich das OLG?

Dann ist Doktor Strate einen Schritt weiter.


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14.01.2020 um 18:14
@Heribert

Erwartest du noch nennenswerte Neuigkeiten in dieser Richtung? Der Fall ist abgeschlossen, der Täter sitzt und das noch eine geraume Zeit.
Wenn man sich alles noch einmal bewusst vor Augen führt, das ganze Ausmaß der Tat, den Wahnsinn, den AD getrieben haben muss, hätte noch persönlich kein Problem damit, wenn er sein Leben im Knast beendet. Mal ehrlich: wer will diesen Herrn als Nachbarn haben?


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14.01.2020 um 23:34
Ein verheimlichter Studienabbruch oder Lärm sind tatsächlich banal. Aber wie jedes Ärgernis kann auch jeweils dieses in Anbetracht der konkreten Umstände zu einer Monstrosität auswachsen. So war es im Fall Toth, so war es im Fall Darsow. Die Zweifler kommen nicht umhin, diese Motive als nicht ausreichend anzugreifen, indem sie das ganze Ausmaß ausblenden.


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15.01.2020 um 08:51
Deus_ex_Machin schrieb:Ein verheimlichter Studienabbruch oder Lärm sind tatsächlich banal. Aber wie jedes Ärgernis kann auch jeweils dieses in Anbetracht der konkreten Umstände zu einer Monstrosität auswachsen. So war es im Fall Toth, so war es im Fall Darsow. Die Zweifler kommen nicht umhin, diese Motive als nicht ausreichend anzugreifen, indem sie das ganze Ausmaß ausblenden.
Klar auch Vorfälle die für Außenstehende als banal erscheinen können sich aufschaukeln und in derartigen Taten gipfeln, keine Frage. Beim Fall Darsow ist das Motiv vorhanden, beim Fall Toth vordergründig auch, nur haben wir hier ja die Tatsache das der Steuerberater des Opfers aussagte er wisse sicher das CB bereits über den Studienabbruch informiert war, hierdurch entfällt aber m.E. das komplette Motiv.


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15.01.2020 um 08:56
jaska schrieb:In diesem Ausmaß? Doch, das ist absolut die Ausnahme.An ein Studium sind selten derartige Erwartungen geknüpft. Und selbst wenn jemand sich entscheidet, das Verlassen der Uni erst mal geheim zu halten, dann doch nie über Jahre und unter aktiver Täuschung selbst der besten und engsten Freunde.Woher nimmst Du Deine Kenntnis, das sei „nichts derart Außergewöhnliches“?
Nunja ein Studie kann ich dazu nicht vorweisen, falls Du das meinst... aber aus meiner eigenen Studienzeit kenne ich mehrere absolut vergleichbare Fälle, teils auch über Monate oder Jahre ( nur das kein Mord dazu kam ). Es bedarf hier als Motivation auch sicherlich keine erwartete Millionenerbschaft , sondern schlicht nur Feigheit, Bequemlichkeit oder die Vermeidung einer persönlichen Auseinandersetzung mit der Familie, vielleicht wollten diese auch die in sie gesetzten Erwartungen nicht enttäuschen.


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15.01.2020 um 09:02
christian01 schrieb:Beim Fall Darsow ist das Motiv vorhanden, beim Fall Toth vordergründig auch, nur haben wir hier ja die Tatsache das der Steuerberater des Opfers aussagte er wisse sicher das CB bereits über den Studienabbruch informiert war, hierdurch entfällt aber m.E. das komplette Motiv.
Sehe ich anders.

Das Millionenerbe könnte wegen des abgebrochenen Studiums durchaus in Gefahr gewesen sein...das Motiv ist damit m.E. also keineswegs vom Tisch. Außerdem verschlechterte sich das Verhältnis Böhringer/Toth ja anscheinend immer weiter, und ich möchte mir nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn Frau Böhringer herausgefunden hätte, dass ihr "Lieblingsneffe" sich des öfteren an den Parkautomaten vergriffen hat. Und das wäre früher oder später ganz sicher ans Licht gekommen.

Aber wir sind OT...bei Bedarf können wir gerne im passenden Strang weiter diskutieren.


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15.01.2020 um 09:06
christian01 schrieb:nur haben wir hier ja die Tatsache das der Steuerberater des Opfers aussagte er wisse sicher das CB bereits über den Studienabbruch informiert war, hierdurch entfällt aber m.E. das komplette Motiv.
Das hat der Steuerberater gerade nicht gesagt. Aus dem Urteil:
Der Angeklagte bestritt, dass auch seine Tante nicht gewusst habe, dass er bislang noch nicht zum Ersten Juristischen Staatsexamen angetreten sei. Er behauptete vielmehr, seine Tante sei die einzige Person aus seinem Umfeld gewesen, die gewusst habe, dass er das Erste Juristische Staatsexamen noch nicht abgelegt habe. Diesbezüglich wird der Angeklagte widerlegt durch eine Gesamtschau der hierzu relevanten Aussagen und Umstände: Schon seine eigenen Angaben sprechen dagegen, dass er seine Tante informiert hatte. Im Übrigen wird der Angeklagte widerlegt durch den Zeugen R. Dieser berichtete glaubhaft davon, er sei noch im Tatmonat vom Opfer beauftragt worden, den Angeklagten nach dem Stand seiner juristischen Ausbildung zu befragen. Hätte der Angeklagte aber, wie von ihm behauptet, seine Tante vom Abbruch des Studium informiert, wäre deren Nachfrage über den Zeugen R. nicht nötig und plausibel gewesen. Eine Information der Tante durch den Angeklagten über diesen Punkt zeitlich nach der R.-Anfrage kann die Kammer als fern liegend ausschliessen. Der Angeklagte hatte somit das Opfer nicht darüber informiert, dass er das 1. Examen noch nicht abgelegt hatte. (S. 63)
(i.)
Der Zeuge B. der Steuerberater des Opfers, führte in der Hauptverhandlung aus, im Hinblick auf die sozialversicherungsrechtliche Eingruppierung des Angeklagten sei von Bedeutung gewesen, ob der Angeklagte noch studiere oder nicht. Bei einem Gespräch über den Status des Angeklagten habe das Opfer geäussert, der Angeklagte habe das Studium „beendet“, abgebrochen oder nicht fortgeführt“. Was das Opfer nun genau gesagt habe, könne er nicht mehr sagen. Die Angaben des Steuerberaters des Opfers in diesem Zusammenhang führen zu keiner Sachverhaltsklärung, weil sie mehrdeutig sind. Die Ausdrücke „Abgebrochen“ oder „Nicht-Fortgeführt“ lassen den Schluss zu, dass kein erstes Examen gemacht wurde. Der Ausdruck „Beendet“ lässt wiederum den Schluss zu, das Studium sei erfolgreich mit dem 1. Staatsexamen abgeschossen worden.
Und selbst wenn die Tante - als einzige, nicht mal Freundin, Eltern oder Bruder wussten komischerweise vom Studienabbruch - hiervon definitiv (!) gewusst hätte, ist damit noch nicht gesagt und wird von T. auch nicht behauptet, dass sie ihn trotzdem zum Erben/Geschäftsführer eingesetzt hätte. Das letzte was sie gemacht, ist ihn nach einem Streit aus der Garage zu werfen und ihm ein Hausverbot zu erteilen. Die rührende Versöhnungsszene kurz vor ihrem Tod, die T. behauptet, hat keiner gesehen, und sie wird durch die Fakten widerlegt.


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15.01.2020 um 09:17
Nachtrag: T. behauptet einen unlogischen Informationszirkelschluss. Dass er selbst den Steuerberater oder seine Tante direkt über seinen Studienabbruch informiert hat, sagt er nicht. Wie also hätten Steuerberater oder Tante sich gegenseitig darüber informieren können, wenn es insoweit gar keinen diesbezügliche Input von Seiten T´s gab?

Steuerberater und Tante rätselten nach Angabe des Steuerberaters vielmehr wechselseitig über den Status von T. herum, und so hat das Gericht die Aussage des Steuerberaters auch gewertet.


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15.01.2020 um 09:34
Bleibt bitte beim Thema des Threads, andere Fälle sind hier Off-Topic


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15.01.2020 um 17:30
bei Dem Fall AD ist das Motiv sehr klar - Ruhestörung Tag und Nacht. Nein es wurde NICHT besser, es wurde in 2009 sogar noch schlimmer. Lese mal Urteil Seite 7/8 was Familie B, Z. Und M. Aussagen.

Das ist schon krass. Hier tut mir die Fam. D. leid, indem was Sie an Plagen ertragen musste. Die Familie hat sehr darunter gelitten und haben das regelmäßig vor Nachbarn kundgetan.

Außer wegziehen hätte Ich keine Lösung gehabt für AD.

Einen Schiedsmann oder Ähnliches hätte vermutlich nicht viel weiter geholfen.


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15.01.2020 um 17:55
@Heribert

Ich denke schon, dass einen das zermürben kann, wenn die Nachbarn so gar keine Rücksicht nehmen. My Home ist my Castle und da will ich meine Ruhe haben.
Aber auf die Idee zu kommen, so planvoll die Nachbarn hinzufügen richten, ja das will mir bis heute nicht in den Kopf.
Irgendwann ist der Punkt vllt erreicht, dass man sagen muss:
Scheiß aufs Geld, die Ruhe in der eigenen Wohnung ist wichtiger und dann ziehe ich eben zur Not wieder in eine Mietwohnung, oder was auch immer.
Aber das hat AD ja auch nicht eingesehen. Er hat sein persönliches Schicksal und das seiner Familie auf eine Karte gesetzt und verloren. Er konnte nur verlieren.

So bleibt das Verbrechen wenigstens nicht ungesühnt. Der vorher schon schwerkranken Tochter Astrid bringt das ihre Eltern allerdings auch nicht zurück.


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15.01.2020 um 22:30
Nächtliche Ruhestörung ist an sich kein Mordmotiv. Fortgesetzte nächtliche Ruhestörung ist an sich kein Mordmotiv. Fortgesetzte Ruhestörung einer Textbuchfamilienplanung, die es nicht ermöglicht, ohne massive Verluste und ein Eingeständnis eines etwaigen eigenen Scheiterns bei der Planung, ohne dass man es selber konkret verbockt hat bzw. man andere dafür verantwortlich kann, den eigenen Traum der kleinen heilen Welt zum Platzen zu bringen, aber IST ein Mordmotiv.

Und überhaupt stellt sich die Frage eigentlich gar nicht, weder im Fall Böhringer, noch hier. Was wir ausreichend für einen Mord finden mögen (oder eben auch nicht) ist nicht handlungsleitend. Die eigene Empfindung des Täters und die vermeintlich alternativlose Perspektive auf eine Tat sind handlungsleitend.

Es ist schlicht wurscht, ob die Ruhestörung für unser oder für ein wie auch immer definiertes allgemeines Empfinden belastend ist, es geht um die gefühlte Problematik eines Täters.


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16.01.2020 um 17:18
@BoobSinclar
Das ist sicher richtig.
Die Frage wäre eben gewesen, was wäre ein gangbarer Weg für die Zukunft gewesen. Die Tat als solche nicht.

Jetzt hat AD keine Lärmbelästigung (mehr), Sitzt aber die besten Jahre seines Lebens im Gefängnis. Wann er rauskommt - unklar.

Dann lieber ausziehen, kleinere Wohnung und Frieden mit Nachbarn, Leben mit Familie.

Vielleicht hätte er sich weit vorher Hilfe holen müssen- Schiedsmann usw. wenn das alles nicht hilft - wegziehen. Manchmal verliert man eben solche Kämpfe. Dieser Nachbarschafts Streit war aus meiner Sichtweise nicht lösbar.


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16.01.2020 um 19:24
Wie der Schall übertragen wurde, weiß ich nicht. Da aber auch weiter entfernte Nachbarn den Lärm mitbekamen, vermute ich, weniger durch die Wände als vielmehr durch die Fenster. Da gibt es hervorragend isolierte Fenster, die man sich wenigstens im Schlafzimmer einbauen lassen kann. Man hätte sich wenigstens mal einen Experten ins Haus kommen lassen können, der sich die Situation ansieht bzw. anhört. Da sucht man doch nicht gleich ein anderes Haus und wenn das nicht hinhaut, lässt man die Situation weiter eskalieren. Ich verstehe das nicht.


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