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Doppelmord Babenhausen

24.065 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, 2009, Nachbar, Toll, Darsow, Doppelmord Babenhausen, Schalldämpfer

Doppelmord Babenhausen

30.06.2020 um 07:39
@Frau.N.Zimmer
Na klar darf man sich wundern :)
Zitat von Frau.N.Zimmer
Frau.N.Zimmer
schrieb:
Nur gut, dass sich Darsow so gut unter Kontrolle hatte, wegen dem bisschen Nachbarschaftslärm.
Ich bin Laie, aber diese Tat geschah planvoll. Der Täter hatte sich tatsächlich unglaublich gut unter Kontrolle. Halt im völlig anderen Sinn.
Er hat sich am Ende nicht beherrscht und den Lärm im Sinne einer nachbarlichen Gemeinschaft ertragen, in der es nun mal immer Nachbarn gibt, deren Lebensgestaltung mit der eigenen in einigen Punkten kollidiert. Dieser Tat gingen jahrelange (subjektive) Störungen voraus, bis der Täter erst mal auf die Idee kam, einen Mord in Betracht zu ziehen, dürften Jahre vergangen sein. Dann nochmal Jahre bis zur gedanklichen und praktischen Planung und wiederum einige Zeit bis zur Durchführung. Ich bin überzeugt davon, dass es während dieser Zeit sehr viele theoretische Möglichkeiten gegeben hat, diesen Weg zu verlassen. Wären die Opfer ausgezogen, hätte man selbst den Umzug vorgenommen, hätte es ein offenes Gespräch gegeben, ... - wahrscheinlich wäre er nie zum Mörder geworden. Der ist keine Bestie, die beim Anblick anderer Menschen Mordgelüste bekommt oder bei der geringsten Aggression zuschlägt.
Solchen Tätertypen würde man wohl eher kein Messer in die Hand geben während des Strafvollzugs.
Vielleicht kommt nun besser rüber, wie ich das meine?
Generell halte ich jede Art von Beschäftigung und Angebot für Häftlinge gut. Gerade im Sinne von einer Resozialisierung ist es mir lieber, die Verurteilten können nach der Haft irgendeine Art von Lernerlebnis vorweisen als dass sie nahtlos an ihre Vergangenheit anknüpfe müssen, weil sie die Haft nur als Zwangspause erlebt haben.


@Rick_Blaine
Danke für Deine Erläuterungen. Schön, wenn die fachlichen Überlegungen in die ähnliche Richtung gehen wie das Bauchgefühl.
Um "offenkundig fehlerhafte Tatsachenfeststellungen" im Urteil zu finden müsste man ja die ganzen Beschusstests von Hr. Pfoser als falsch/gefälscht nachweisen, oder?



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Doppelmord Babenhausen

30.06.2020 um 08:26
Zitat von jaska
jaska
schrieb:
Danke für Deine Erläuterungen. Schön, wenn die fachlichen Überlegungen in die ähnliche Richtung gehen wie das Bauchgefühl.
Um "offenkundig fehlerhafte Tatsachenfeststellungen" im Urteil zu finden müsste man ja die ganzen Beschusstests von Hr. Pfoser als falsch/gefälscht nachweisen, oder?
Man muss immer wieder in Erinnerung bringen, welches die Indizien sind:

1) Die Opfer wurden erschossen bzw. angeschossen, mit Munition, die zu einer P 38 oder einem bauartähnlichen Modell passt. Das hat die Ballistik festgestellt.

2) Auf allen drei Opfern wurden Bauschaumpartikel gefunden.

3) AD hat von seinem Firmencomputer aus die Bauanleitung für einen Schalldämpfer passend zu einer P 38 angewählt und ausgedruckt, welche die Verwendung von Bauschaum beinhaltet.

Diese drei Indizien, neben den anderen Dingen, wie Motiv, Tatgelegenheit, Nähe usw. stehen fest (jedenfalls in den Augen des Gerichts, ich sehe auch keine begründeten Zweifel daran).

So. Was nicht feststeht ist, wie genau der Täter sich an die Bauanleitung gehalten hat, wie genau er bei der Tat vorgegangen ist. Zum Beispiel steht nicht fest, wieviel Bauschaum er in ein wie grosses Behältnis er eingefüllt hat.

Alle am Verfahren beteiligten Gutachter haben versucht so gut wie möglich der Bauanleitung zu folgen, die aber recht generell verfasst ist: sie haben eine PET Flasche benutzt, sie haben diese mit Bauschaum gefüllt, an der Waffe angebracht und geschossen.

Dabei haben sich verschiedene Erkenntnisse ergeben, die auf Videos festgehalten wurden.

Ein Streitpunkt ist, dass die Verteidigung sagt: bei aufeinanderfolgender Schussabgabe hätte die Menge an ausgestossenem Bauschaum im Verlauf der Tat grösser werden müssen, weil das so auf den Videos zu sehen sei.

Auf den Opfern, nach der logisch zu vermutenden Reihenfolge, sei aber das Gegenteil zu sehen, die Menge an Bauschaumpartikeln habe abgenommen.

Das Problem hierbei ist jedoch, dass zur Beurteilung der Relevanz eine entscheidende Frage nicht geklärt ist: wieviel Bauschaum hat der Täter überhaupt verwendet? Hat er die Flasche ganz gefüllt, halb gefüllt, dreiviertel gefüllt usw.? Wie gross war die Flasche genau, also wieviel Bauschaum passte hinein?

Auch nicht bekannt ist, hat der Täter wirklich 10 mal hintereinander geschossen, ohne zwischen den Schüssen, z.B. zwischen den Opfern, den Schalldämpfer abzunehmen, bzw. ohne, dass sich der Schalldämpfer gelöst hat? Hat er ihn erneut befestigen müssen? Ist dabei ein Teil des Bauschaums wieder ausgetreten? Usw.

Diese Dinge könnten durchaus Einfluss auf die Menge des ausgetretenen Bauschaums haben. Vielleicht hatte er die Flasche nur halb gefüllt, warum auch immer. Dann ist logisch, dass am Ende weniger austritt, als bei einer vollen Flasche. Und so weiter.

Strates Schlussfolgerung: wenn das Tatbild nicht genau dem Bild der Versuchsreihen entspricht, kann der Täter einen solchen Selbstbauschalldämpfer gar nicht verwendet haben, ist m.E. daher gar nicht nachvollziehbar.

Ich versuche mal das an einem anderen Beispiel deutlich zu machen: Man findet an einem Tatort eindeutige Spuren eines Unfallgeschehens. Es gibt Bremsspuren, es gibt Schaden an einem anderen Fahrzeug usw. Alles weist auf einen VW Golf als Tatfahrzeug hin. Nun unternehmen Gutachter einen Versuch bei dem sie einen Golf mit 25 km/h auf das beschädigte Hindernis auffahren lassen, und stellen fest, das Unfallbild sieht nicht genauso aus. Aber, die Geschwindigkeit des Unfallfahrers ist gar nicht bekannt. Solange die Gutachter nicht genauso Versuche bei 5, 10, 15, 20, 30 km/h machen und sich dann das Unfallbild anschauen können sie nicht mit Sicherheit sagen, dass es kein VW Golf gewesen sein kann.

Die Verteidigung behauptet, man muss den Fall so beurteilen, als hätte sich der Täter exakt und sklavisch an die sowieso schon generelle Bauanleitung gehalten. Das ist m.E. falsch.

Was, zum Beispiel, wenn bei den Schüssen auf Astrid, also den letzten Schüssen, der Schalldämpfer gar nicht mehr an der Waffe gewesen ist, und sich nur noch ein paar wenige Partikel von der Waffe selbst gelöst haben? Strates Gutachten sagt ja selbst, dass bei den Schüssen mit einem solchen Schalldämpfer, Partikel auch in die Waffe gesogen werden. Die können aber genausogut auch wieder herausfallen, auch wenn der Schalldämpfer nicht mehr dran ist. Usw.

Würden durch ein so verändertes Tatbild die immer noch unbestittenen Indizien komplett irrelevant werden? Ich denke nein.



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30.06.2020 um 08:46
Strates Fazit
Zitat von Rick_Blaine
Rick_Blaine
schrieb:
"bei der Tat kann kein Bauschaum-Selbstbauschalldämpfer nach der Internet-Anleitung verwendet worden sein, und daher sind die anderen Indizien gegen Darsow irrelevant (Ausdruck dieser Bauanleitung) und daher hätte er in einem Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen werden müssen.
wird durch die weiteren waffentechnischen Gutachten und die Bauschaumverteilung vor Ort durchaus gestützt.

Und das verurteilende LG hat sich - ähnlich wie bei der Waffe - auf eine Konstellation festgelegt, die wohl so nicht stattgefunden hat. D. hat vielleicht nicht nur die Anleitung heruntergeladen und ausgedruckt, die man ihm nachweisen konnte. Sondern vermutlich auch noch andere. Die Schweizer Webseite wird nicht die einzige gewesen sein. Nur gelang es ihm hier, den Datenverkehr besser zu verschleiern.

Oder er hat in Versuchen die Bauanleitung modifiziert, andere Materialien und einen anderen Aufbau verwendet. So ist erstaunlich wenig Bauschaum am Tatort gefunden worden, erst Strates Gutachten haben klarer gemacht, warum. Alles möglich. Mich hat es deshalb immer gestört, wie apodiktisch sich das LG auf eine Version festgelegt hat, obwohl es noch eine Reihe anderer Möglichkeiten gab. Auch war das BKA-Gutachten oberflächlich. Man wählte den Weg, der am einfachsten zur Verurteilung führte, aber dieser Weg ist weniger wahrscheinlich als andere.

Aber D. bliebe trotzdem der Mörder. Und er wäre nicht freizusprechen. Weil er die Bauanleitung aufgerufen und ausgedruckt hat. Weil Bauschaum am Tatort gefunden wurde. Weil die Opfer ermordet wurden und weit und breit kein anderes Motiv ersichtlich ist. Weil D. unter dem Lärm litt. Weil - alles in allem - die bekannten Indizien in ihrer Gesamtheit den Tatnachweis zu tragen vermögen.



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30.06.2020 um 08:58
Zitat von Delphi10
Delphi10
schrieb:
Jetzt meldet sich auch noch einer zu Wort, der damals in die Ermittlungen involviert war.
https://strate.net/wp-content/uploads/2020/06/Patrick-Koch-20-06-20-1.pdf
Der Brief ist inhaltlich durchaus interessant. Was mich allerdings wundert ist, dass der Autor nach eigenen Angaben bereits seit 2013 in einer Situation war die ihm erlaubte, einen solchen Brief zu schreiben - dann aber bis 2020 wartete, bis er es tatsächlich tat.

Warum kam er denn erst so spät mit hochbrisanten Einblicken aus der Deckung, die durchaus dazu beitragen hätten können eine Wende im Wiederaufnahmeverfahren herbeizuführen? Wurde er erst durch die Spiegel-TV-Doku auf die er sich bezieht wieder auf den Fall aufmerksam? Ist ihm erst jetzt bewusst geworden, dass damals Unrecht geschehen sei?

Die Inhalte des Briefes sind soweit nachvollziehbar. Die Motivation des Schreibers passt allerdings nicht so recht zu der verspäteten Veröffentlichung der Informationen.

Wenn man mithelfen will ein Unrecht wiedergutzumachen, warum tut man es dann nicht so rechtzeitig, dass man tatsächlich eine Chance hat dieses Ziel auch zu erreichen?



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Jamegumb
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30.06.2020 um 09:01
Zitat von Frau.N.Zimmer
Frau.N.Zimmer
schrieb:
einer Frau, der der Unterkiefer weg geschossen wurde
Ach, was interessiert schon das überlebende Opfer. Hauptsache Andreas D., der ihr das angetan hat, reizt die rechtlichen Mittel bis zur letzten Platzpatrone aus. Ist ja sein gutes Recht. So wie Frau und Herr T. ein Recht auf Leben
hatten.



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30.06.2020 um 09:25
Zitat von Rick_Blaine
Rick_Blaine
schrieb:
Das Problem hierbei ist jedoch, dass zur Beurteilung der Relevanz eine entscheidende Frage nicht geklärt ist: wieviel Bauschaum hat der Täter überhaupt verwendet?

Was Strate in erster Linie hätte machen müssen (aber nicht kann), ist, den Bauschaum zu erklären.

Wie kommt Bauschaum auf die Leichen, wenn gar kein Bauschaumschalldämpfer benutzt wurde?
Wie konnte ein Projektil aus einem Fehlschuss ein Bauschaumteilchen in der Wand einklemmen, wenn gar kein Bauschaumschalldämpfer benutzt wurde?

Dafür eine plausible Erklärung zu liefern plus Widerlegung der Schusskanalthese, das hätte vielleicht Erfolg haben können.
Zitat von Delphi10
Delphi10
schrieb:
Jetzt meldet sich auch noch einer zu Wort, der damals in die Ermittlungen involviert war.
https://strate.net/wp-content/uploads/2020/06/Patrick-Koch-20-06-20-1.pdf
Das ist nur ein bisschen Verschwörungssalz für die lasche Argumentationssuppe. Wurde hier im Thread vor einiger Zeit schon mal ausgestreut, wenn ich mich recht erinnere.



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RinTin
ehemaliges Mitglied

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30.06.2020 um 09:28
Zitat von Jamegumb
Jamegumb
schrieb:
RinTin schrieb:
. Solange sich Frau D. für die Unschuld ihres Mannes einsetzt, können die Kinder auf dem Schulhof behaupten, dass ihr Vater doch "eigentlich" unschuldig sei.

Was für ein grandioser Unsinn.
Ist das so? Babenhausen hat rund 16.000 Einwohner. Frau D. lebt nach wie vor im selben Haus. Sie und ihr Mann sind in der Gegend aufgewachsen. Ihre Kinder gehen dort in den Kindergarten und zur Schule. Man kennt sich. Und es ist davon auszugehen, dass wirklich jeder die Familen T. und D. kennt. Spätestens nach Entdeckung der Tat und der Verhaftung von Herrn D. ein Jahr danach. Sowohl Lokalpresse, als auch überregionale Medien haben berichtet.

Ist es nun ein "grandioser Unsinn" anzunehmen, dass ein solches Geschehen auch ohne Zutun von Frau D. nicht in Vergessenheit geraten wäre und man sich noch in den nächsten Jahren an die Tat und das Geschehen wird erinnern können?
Zitat von Frau.N.Zimmer
Frau.N.Zimmer
schrieb:
RinTin schrieb:
Wie es der A.T. geht, geht mich schlicht nichts an. Sie ist auch nicht verpflichtet, es Dir oder mir zu verraten.

Finde ich jetzt reichlich zynisch bei einer Frau, der der Unterkiefer weg geschossen wurde und die durch Autismus gehandicapt ist.
Lies bitte meine Kommentare vollständig und ohne Absicht, mir etwas unterstellen zu wollen. Du wirst feststellen, dass das was ich geschrieben habe das Gegenteil von zynisch ist.



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30.06.2020 um 10:07
Was der Bürgermeister hier von sich gibt, ist nur Geraune ohne Hand und Fuß. Er tut ja gerade so, als hätte nicht ein erfahrenes Schwurgericht Darsow nach umfassender Beweisaufnahme verurteilt, sondern ein Polizeipräsident, der unter Druck gestanden habe. Verachtenswert.



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30.06.2020 um 10:12
Zitat von Deus_ex_Machin
Deus_ex_Machin
schrieb:
Was der Bürgermeister hier von sich gibt, ist nur Geraune ohne Hand und Fuß. Er tut ja gerade so, als hätte nicht ein erfahrenes Schwurgericht Darsow nach umfassender Beweisaufnahme verurteilt, sondern ein Polizeipräsident, der unter Druck gestanden habe. Verachtenswert.
Im Prinzip wirft er dem Poilzeipräsidenten vor, frühzeitig den richtigen Riecher gehabt zu haben. Er stellt nämlich keineswegs die Indizien infrage die später ermittelt werden konnten, sondern moniert einzig und alleine, dass der Präsi bereits davor von der Schuld Darsows überzeugt war.

Ob der Präsi nun mit einem Dartpfeil Darsow's Foto getroffen oder ob er eine gute Intuition hatte - man kann ihm wohl kaum vorwerfen, dass er richtig lag...



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30.06.2020 um 10:46
Zitat von Falstaff
Falstaff
schrieb:
Ob der Präsi nun mit einem Dartpfeil Darsow's Foto getroffen oder ob er eine gute Intuition hatte - man kann ihm wohl kaum vorwerfen, dass er richtig lag...

:D Stimmt. Da ist so wenig substanzielle Kritik enthalten, er hätte den Brief genausogut als Lobeshymne auf Dölger und die Ermittlungen verfassen können:

"Mir geht es darum, dass ich als Beteiligter den Eindruck hatte, dass der Polizeipräsident die Ermittlungen sehr stringent und engagiert leitete. Trotz hohem Druck und nach erfolgloser Arbeit in anderen Fällen wurde hier tatkräftig und motiviert ermittelt und im Team eng zusammengearbeitet. Der Polizeipräsident hat die Ermittlungen unterstützt, wo er nur konnte.

Wie anfangs erwähnt: Ich bin weder davon überzeugt, dass Herr Darsow Herrn Toll umgebracht hat, noch, dass er es nicht getan hat. Aber ich habe von Anfang an bei dieser Sache ein gutes Gefühl gehabt und dafür auch gute Gründe. Deshalb diese Mail."



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30.06.2020 um 10:47
Zitat von RinTin
RinTin
schrieb:
Lies bitte meine Kommentare vollständig und ohne Absicht, mir etwas unterstellen zu wollen. Du wirst feststellen, dass das was ich geschrieben habe das Gegenteil von zynisch ist.
Gut, dann ist es nicht zynisch, wenn eine Frau die sich noch nie äussern konnte und durch Darsows Hilfe schon dreimal nicht mehr, sich erklären soll.

Was weißt du denn, was die Frau machen würde, wenn sie könnte? Weißt du ob sie sagen würde, man solle ihr Leid nur schön verschweigen damit die Darsow-Fans sich besser fühlen?

Ich bin mir nicht sicher ob das überhaupt allen bekannt ist, was er mit der Frau gemacht hat.

@jaska

Ich glaube auch nicht dass Darsow der Typ ist, der offen mit einem Messer kämpft. Rentnerinnen und Frauen mit Behinderung im Schlaf erschießen, liegt einem Feiglich eher, meine ich als Laie.



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30.06.2020 um 11:01
@Seps13

Ich finde dein Zitat irreführend. Du zitierst aus der Email von Herrn Koch und lässt ein wesentliches Wort weg.

Genau darin liegt das Problem der gesamten Betrachtung des Falles.

Es werden entscheidende Dinge weggelassen, nicht erwähnt oder als unwesentlich betrachtet!

Ich las in einem Beitrag das Wort -> verachtenswert!

In der Tat!



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RinTin
ehemaliges Mitglied

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30.06.2020 um 11:10
Zitat von Frau.N.Zimmer
Frau.N.Zimmer
schrieb:
Gut, dann ist es nicht zynisch, wenn eine Frau die sich noch nie äussern konnte und durch Darsows Hilfe schon dreimal nicht mehr, sich erklären soll.
Ich glaube, dass Du mich in deinem Eifer dich empören zu wollen mit einem anderen User verwechselst. Oder Du willst nicht verstehen, was ich geschrieben habe und warum.
Zitat von Frau.N.Zimmer
Frau.N.Zimmer
schrieb:
Was weißt du denn, was die Frau machen würde, wenn sie könnte? Weißt du ob sie sagen würde, man solle ihr Leid nur schön verschweigen damit die Darsow-Fans sich besser fühlen?
Auch hier wieder: Was soll der Quatsch? Verfügst Du über irgendein mir unbekanntes überlegendes Wissen über Tatopfer im Allgemeinen und über Astrid T. im Besonderen?

Die Tat an Astrid T. wurde und wird weder verschwiegen, noch besteht irgendein Anlass zur Vermutung, dass dies der Fall sein könnte, damit sich "Darsow Fans" besser fühlen. Denn die begangene Tat zum Nachteil der Astrid T. wurde angeklagt, sie wurde verhandelt und zur Aburteilung des Herrn D. gebracht. Er hat eine lebenslange Freiheitsstrafe bekommen unter Feststellung der besonderen schwere der Schuld. Und zur Erinnerung: Astrid T. konnte im Verfahren nicht als Zeugin vernommen werden. Die Gründe dafür stehen im Urteil.

Es sei die Frage gestattet: Was möchtest Du denn noch? Möchtest Du Astrid T. ins Rampenlicht zerren, damit man sich eine gute (oder einfach nur bessere) Vorstellung von dem ihr zugefügten Leid machen kann? Und für wenn würde man das machen? Für Astrid T.?
Zitat von Frau.N.Zimmer
Frau.N.Zimmer
schrieb:
Ich bin mir nicht sicher ob das überhaupt allen bekannt ist, was er mit der Frau gemacht hat.
Was Astrid T. angetan wurde, steht sehr ausführlich im Urteil. Aber warum "muss das allen bekannt" sein? Aus welchem Grund möchtest DU denn, dass das "allen bekannt" ist? Bist Du dir sicher, dass Du hier eine Forderung von Astrid T. oder ihren Betreuern vertrittst?



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30.06.2020 um 11:11
Zitat von Ma_Ve
Ma_Ve
schrieb:
Ich finde dein Zitat irreführend. Du zitierst aus der Email von Herrn Koch und lässt ein wesentliches Wort weg.

Ich habe nicht zitiert. Ich habe den Text genommen und eine Positivformulierung daraus gemacht. Das sollte verdeutlichen, dass keine echten, diskussionswürdigen Argumente enthalten sind, sondern nur Geraune.
Geraune wie das hier:
Zitat von Ma_Ve
Ma_Ve
schrieb:
Genau darin liegt das Problem der gesamten Betrachtung des Falles.

Es werden entscheidende Dinge weggelassen, nicht erwähnt oder als unwesentlich betrachtet!



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30.06.2020 um 11:18
@Seps13
Du hast den Text genommen und ein Wort weggelassen.

Es entspricht genau dem was in der Beurteilung des Falles immer passiert.

Weglassen, nicht erwähnen oder als unwesentlich betrachten.

Anschließend wird es hilflos als Geraune bezeichnet.

Herr Koch war damals in der Soko und weiß wovon er spricht und schreibt.

Du bist sicherlich gut in deinem Beruf, aber eins bist du nicht! Du bist kein Polizist und denkst auch nicht wie einer.

Deswegen verstehst du die Mail des Herrn Koch nicht, weil du vom System Polizei keine Ahnung hast!



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RinTin
ehemaliges Mitglied

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30.06.2020 um 11:26
Zitat von Ma_Ve
Ma_Ve
schrieb:
Deswegen verstehst du die Mail des Herrn Koch nicht, weil du vom System Polizei keine Ahnung hast!
Das finde ich spannend! Vielleicht klärst Du einfach mal darüber auf,

a) wie so ein Polizist denkt und
b) was das "System Polizei" sein soll und
c) wie die E-Mail von Herrn Koch denn "richtig" zu verstehen ist.

Ich z.B. kann der E-Mail des Herrn Koch keine relevanten Informationen über den Fall Darsow entnehmen. Da finden sich keine Argumente und keine sonstigen konkreten Hinweise. An Strates Stelle wüsste ich gar nicht, was ich mit dieser E-Mail anfangen sollte, ausser sie auf meiner HP online zu stellen, um damit "Rückendeckung" für meine etwas sparsamen Wiederaufnahmeanträge zu demonstrieren.

Ansonsten fand ich den Beitrag von @Seps13 durchaus amüsant, weil ich beim Lesen der E-Mail genau diesen Eindruck hatte: Eigentlich versucht der Urheber der E-Mail ein ansonsten erfolgreiches Verhalten eines Kollegen schlecht zu reden.



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30.06.2020 um 13:26
Frau Darsow hat den Koch-Nonsens auf Facebook natürlich dankbar aufgegriffen:
Dr. Strate erreichte ein wichtiges Schreiben und es wurde uns erlaubt es zu veröffentlichen. Wir brauchen einen neuen Prozess, um nochmal alles zu durchleuchten.



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30.06.2020 um 15:19
Zitat von Ma_Ve
Ma_Ve
schrieb:
Du hast den Text genommen und ein Wort weggelassen.
Welche Zitate aus dem Brief könnten denn deiner Meinung nach einen wertvollen Beitrag zur Entlastung Darsows leisten?

Ich konnte da nichts finden. Die einzigen Vorwürfe die Herr Koch seinem ehemaligen Vorgesetzten macht sind ein autoritärer Führungsstil und eine gute Intuition. Ersteres ist bedauerlich, aber für das Verfahren irrelevant - und letzteres ist eher ein Lob als ein Vorwurf, denn Herr Koch stellt an keiner Stelle im Brief die eigentlichen Ermittlungsergebnisse infrage.

Die vorgebliche Motivation für den Brief, wirkt etwas dubios. Wenn Herr Koch tatsächlich der Meinung gewesen wäre mit seinem Insiderwissen eine Ungerechtigkeit wiedergutmachen zu können, hätte er damit schon vor Jahren aus der Deckung kommen müssen UND können. Disziplinarische Folgen bzw. Kollegenmobbing hatte er schon seit 2013 nicht mehr zu befürchten.
Ich habe daher eher das Gefühl, dass Herr Koch mit diesem Brief einfach noch einmal ein bisschen nachtreten wollte, um sich für die ein oder andere weit zurückliegende berufliche Kränkung zu rächen. Mit der Veröffentlichung seines Briefes auf Strates Homepage dürfte er daher sein Ziel voll und ganz erreicht haben.



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30.06.2020 um 16:20
Zitat von Falstaff
Falstaff
schrieb:
Ich habe daher eher das Gefühl, dass Herr Koch mit diesem Brief einfach noch einmal ein bisschen nachtreten wollte, um sich für die ein oder andere weit zurückliegende berufliche Kränkung zu rächen.
Genau das war auch mein erster Gedanke als ich die Email gelesen hatte.



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30.06.2020 um 16:28
@Falstaff

Warum sollte Herr Koch nachtreten? Beruflich hat er sich deutlich verbessert!

Als KOK erhielt er seinen Sold nach A10!
Als Bürgermeister bekommt er B Besoldung. Das sind finanziell Welten!

Vielleicht hilft es dir, wenn du dich mit den Aufgaben eines PP beschäftigst und dir die Stellenbeschreibung anschaust. Vielleicht verstehst du Herrn Koch dann besser.



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