Entschuldigt die etwas längeren Ausführungen, aber ich bin gleich auf ein paar Anmerkungen eingegangen.
schnuffeline00 schrieb:Sie muss ja mit einem Auto „verschleppt“ worden sein, sonst hätten sicherlich Spürhunde etwas gefunden.
Die Mantrailer wurden erst 3 Wochen nach dem Verschwinden eingesetzt. Hier eine Spur aufzunehmen, insbesondere wenn diese mit einem Auto in eine bestimmte Richtung gesetzt wurde, ist nicht möglich. Mir ist klar, dass hier jetzt wieder verschiedene Berichte aufgeführt werden, wo dies scheinbar doch der Fall war. Ich kann aber aus eigener Erfahrung sagen, dass diese Hunde nur in den ersten 48 Stunden effektiv sind. Hier konnten die Hunde die Spur wirklich zielsicher zu der Person zurückverfolgen. Ab einer Woche begannen bei uns die Hunde, wenn sie denn eine Spur aufgenommen haben, verschiedene Richtungen einzuschlagen, was hauptsächlich an den Verwirbelungen der Luftströme liegt.
PugBee schrieb:Wieso behauptest du sowas? Du schreibst hier, als wüsstest du das mit Sicherheit.
Shiloh schrieb:Und das weißt du woher so genau?
Ich habe selbst schon bei der Vorbereitung entsprechender Filme mitgewirkt. Natürlich bringst du eventuell einen Bezug mit hinein, wenn du es in eine bestimmte Richtung lenken willst, was aber in diesem Film definitiv nicht der Fall war. Was gezeigt werden sollte war, dass eine gewisse Unüberschaubarkeit hinsichtlich des Personenkreises herrschte, der an der Örtlichkeit des Verschwindens zugegen war. Ebenso sollte suggeriert werden, dass eigentlich immer eine Person ein Auge auf Inga hatte, was ja sogar verbalisiert wurde. Ebenso hat man gezielt auf Aussagen verzichtet, die nach der Szene am Stahlpferd entstanden sind und wohl auch eine mögliche weitere Sichtung von Inga beinhalteten. Ich gehe deshalb davon aus, dass diese nicht in ihrer Verifizierung ausreichend waren, um sie auch so darzustellen.
So wie es hier in der Diskussion dargestellt, dass der Filmbeitrag einen möglichen Bezug zu dem Gastgeber herstellt, weil der z. B. Blick von ihm auffällig war oder die Szene sich auffällig geschnitten darstellte, wäre doch eine Vorverurteilung einer Person, die bisher, nach den bekannten Erkenntnissen, in keinerlei Hinsicht unter Verdacht stand. Aber ruhig mal anders herum gefragt. Was sollte sich ein Ermittler erhoffen, wenn er diese Person, die namentlich bekannt ist, im direkten Umfeld des Verschwindens war und somit mit Sicherheit sowohl bei den ersten Ermittlungen als auch nach der Übernahme des Falles durch die Cold Case Einheit, inklusive Familie, Freunde, Arbeitskollegen und betreuten Bewohnern des Werkes intensiv durchleuchtet wurde, selbige suggestiv durch den Filmbeitrag in einen Verdacht zu rücken?
Natürlich darf und soll der Filmbeitrag in seine einzelnen Szenen zerpflügt werden. Ich sehe es nur sehr kritisch, wenn dadurch Personen unterschwellig in einen Verdachtsmoment gerückt werden, obwohl das, und da bin ich mir eben aus meiner Erfahrung sicher, selbst wenn ich den Skript dieses Falles nur in der oberflächlichen Beschreibung kenne, nicht der Fall ist.
Mehlfens schrieb:Komisch, hier werden auch beide Fälle vermengt.
xTrina schrieb:In dem FF von Inga war ein Typ mit Rastas zusehen.
Auch dazu noch ein Wort. Die getötete Person mit den Rastalocken und die zufällig durch den hier diskutierten Filmfall laufende Person, haben nun mal gar keinen Bezug zueinander. Das sind zwei völlig unterschiedliche Fälle, bei denen durch Zufall eine Person mit ähnlicher Haarpracht vorkam.
Ein Wort zu der Person, die im Filmfall von Inga durch das Bild lief. Diese nennt man Komparse, der wohl seinen Auftritt bekam, um die Unübersichtlichkeit der Situation, durch eine relativ große Anzahl von Personen, die wild durcheinander wuseln, darzustellen.