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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

12.364 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wald, Entführung, München ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

31.03.2026 um 11:28
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Und apropos Spitzhacke: Die wäre eigentlich zum Buddeln der Grube erforderlich gewesen, Pfaffinger will sie aber nicht genutzt haben.
Wo steht das?


Allgemein: ich glaube ihm, er hatte dann aber schnell gemerkt, dass es ein Fehler war sich selbst zu belasten und daher den Ort nicht mehr finden wollen und seine Aussage widerrufen.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

31.03.2026 um 11:37
Ich glaube, dass Pfaffinger viel erzählt hat, weil er meinte, dass die Ermittler von ihm etwas hören wollten, was er in Wirklichkeit nicht wusste.

Ob man mit einer Spitzhacke diese Grube hätte ausheben können, bezweifel ich. Denn da steht man normalerweise hinter der Spitzhacke und rammt diese in den Boden. das geht nur bei Gruben, welche in einer Richtung länger sind als der Stiel der Spitzhacke und den Platz, der derjenige einnimmt, der damit zuschlägt. Spitzhacke war daher eher nicht geeignet, wahrscheinlich wurde einen Grabgabel verwendet, da arbeitet man immer von oben.

Und zur Schaufel, da wäre auch nicht jede X-beliebige geeignet gewesen, nur einen mit einem kurzen Stiel.

Wie gesagt, die ursprünglichen Ermittler haben diese Widersprüche in der Aussage von Pfaffinger offenbar erkannt und im daher nicht geglaubt.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Vor allem haben die ursprünglichen Ermittler Pfaffinger noch persönlich vernommen - und hatten erhebliche Zweifel an seiner Darstellung. Erst recht, als er den Ort der Grube nicht im Weingarten fand.
Genau, das ist ein großer Unterschied. Hätte Pfaffinger in Wirklichkeit gewusst, welche Werkzeuge verwendet wurden, hätten sie ihn entsprechend ausquetschen können. Aber wie gesagt, er blieb bei seiner Schaufel.

Die Einschätzung der ursprünglichen Ermittler dürfte um Größenordnungen fundierter gewesen sein, als die der Ermittler 30 Jahre später.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

31.03.2026 um 11:37
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Allgemein: ich glaube ihm, er hatte dann aber schnell gemerkt, dass es ein Fehler war sich selbst zu belasten und daher den Ort nicht mehr finden wollen und seine Aussage widerrufen.
Ja, das ist auch die Version von Richter Rohleder. Aber ernsthaft. Die Ermittler stufen ihn während der durchgeführten Verhöre mit ihm als unglaubwürdig ein.
Er wollte die Belohnung
Er wollte nach Hause
WM konfrontiert ihn mit den Falschbeschuldigungen (hatte was mit Ps Frau)

und Du und der Richter Rohleder glauben einem ungesehenen Toten, wegen einem zweifelshaften phonetischen Gutachten.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

31.03.2026 um 11:44
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Allgemein: ich glaube ihm, er hatte dann aber schnell gemerkt, dass es ein Fehler war sich selbst zu belasten und daher den Ort nicht mehr finden wollen und seine Aussage widerrufen.
Das ist nur eine reine Theorie, auf die man kommen muss, wenn man die Pfaffinger-Aussge als wahr ansehen will. Du versuchst - genau wie das Gericht - den 2. Schritt vor dem ersten zu tun. Erstmal muss man untersuchen, ob die von Pfaffinger behaupteten Werkzeuge überhaupt geeignet waren die Grube auszuheben. Und genau das war nicht erfolgt, ein ganz schwerer Fehler. Man wollte die Widersprüche in Pfaffingers Aussage einfach nicht sehen, die sehr wahrscheinlich 30 Jahre vorher die Ermittler erkannt hatten. Daran krankt das Urteil in Wirklichkeit insgesamt.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

31.03.2026 um 11:46
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Wo steht das?
Nun, um einen Waldboden mit Ton und Mergel zu bearbeiten ist eine Gerätschaft notwendig, um den Boden zu lockern. Sonst kommt kein Aushub zustanden.

Der Bruder von Ursula Herrmann schreibt dazu (Hvhb. durch mich):
Zitat von 2r2n2r2n schrieb am 03.06.2019:Hierzu kann ich sagen, dass die Verwendung eines Spatens auch deshalb unwahrscheinlich ist, weil am Wurzelwerk im Loch keine für Spaten typische Abrisse festgestellt wurden. Das besagt ein Gutachten. Offenbar wurde tatsächlich eher mit Spitzhacke und Schaufel gearbeitet. In dem Zusammenhang ist auch noch wichtig, dass Pfaffinger den 5. bis 10. September als Grabezeitraum angibt, die ersten Ermittlungen aber von der zweiten Augusthälfte ausgehen. In diesem Zeitraum wurden von einer Passantin auch Grabegeräusche aus diesem Waldabschnitt wahrgenommen.
Wahrschein beharrte Pfaffinger auf dem Spaten, weil er damit gesehen worden war. Aber der Aushub der Grube damit ist nicht realistisch und auch nicht objektiv belegt.

Übrigens: Wenn der Mann zitterte, dann hatte er keinen "Suchtdruck". Denn der ist das, was Alkoholiker nach Entzug und Entwöhnung quält und auch noch Monaten oder Jahren zum Rückfall führen kann. Pfaffinger hatte ein akutes "Entzugssyndrom". Wenn sie ihm kein Bier gegeben haben, müssten wir uns zudem über verbotene Vernehmungsmethoden unterhalten.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

31.03.2026 um 12:03
Zitat von Rigel92Rigel92 schrieb:Das ist nur eine reine Theorie, auf die man kommen muss, wenn man die Pfaffinger-Aussge als wahr ansehen will. Du versuchst - genau wie das Gericht - den 2. Schritt vor dem ersten zu tun. Erstmal muss man untersuchen, ob die von Pfaffinger
Sobald ein Richter innerhalb seiner Gesamtschau das Wort "vermuten" benutzt, kann man eigentlich nicht mehr von einer Tatsachenfeststellung sprechen! So geschen im Podcast im Zusammenhang mit dem Widerruf des Geständnis.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

31.03.2026 um 12:17
Es ist schon erstaunlich, dass man der Kombination Mazurek & Pfaffinger ein Verbrechen mit sehr vielen Spuren nicht eindeutig nachweisen konnte und dann wackelige Indizien und der "glückliche" Umstand, das man den verstorbenen Pfaffinger nicht mehr befragen konnte, zu einer Verurteilung führten.

Den ursprünglichen Ermittlern war offensichtlich klar, dass das Ergebnis nicht ausreichen würde, damit Mazurek und Pfaffinger schuldig gesprochen werden würden.

Irgendwann gelangt man an den Punkt, wo einer der beiden nicht mehr ins Bild passt und damit bricht dann die gesamte Theorie zusammen.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

31.03.2026 um 12:37
Neben dem zum Glück aufgehobenen Urteil in Sachen "Badewannenmord in Rottach-Egern" (Genditzki) ist der Fall hier der Einzige, bei dem ich mit dem Urteil nicht einverstanden bin.

Obwohl ich es für nicht völlig unwahrscheinlich halte, dass Mazurek Tatbezug hatte. Er ist ohne Frage verdächtig. Auch durch Pfaffingers Aussageverhalten. Aber ein Verdacht reicht ebenso wenig wie eine Vermutung. Natürlich darf ein Gericht auch vermuten, z.B. um eine Erklärung für eine offen gebliebene Frage anzubieten. Aber die kann nicht Teil eines Schuldnachweis sein.
Zitat von Rigel92Rigel92 schrieb:Man wollte die Widersprüche in Pfaffingers Aussage einfach nicht sehen, die sehr wahrscheinlich 30 Jahre vorher die Ermittler erkannt hatten. Daran krankt das Urteil in Wirklichkeit insgesamt.
Und dann noch das phonetische LKA-Gutachten, das auch jeder Grundlage entbehrt. Dann bleibt nicht mehr viel. Immerhin ist Mazurek jetzt nicht mehr im Gefängnis. Und es gibt Menschen, die an seine Unschuld glauben und ihn unterstützen. Das sei ihm vergönnt. Für eine Wiederaufnahme sehe ich keine großen Chancen. Der einzige neue Beweis wäre eine Zeugenaussage eines Verkäufers des TK 248. Unwahrscheinlich, dass es die gibt.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

31.03.2026 um 13:00
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Pfaffinger will sie aber nicht genutzt haben.
Wo steht das?
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Wahrschein beharrte Pfaffinger auf dem Spaten, weil er damit gesehen worden war. Aber der Aushub der Grube damit ist nicht realistisch und auch nicht objektiv belegt.
Er wurde nur nach dem Spaten gefragt, dsonst nichts. Den Pickel und die Schaufel brachte er selbst ins Spiel.
Zitat von Zig_StardustZig_Stardust schrieb:und Du und der Richter Rohleder glauben einem ungesehenen Toten, wegen einem zweifelshaften phonetischen Gutachten.
Verstehe Deine Behauptung nicht.


Der leitende Ermittler Joachim Solon hielt seinerzeit die Aussage Pfaffingers für glaubwürdig.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

31.03.2026 um 13:06
Hier:
Zitat von SirMarvelSirMarvel schrieb am 16.08.2018:Von 13.00 Uhr bis 16.30 Uhr habe Pfaffinger "trotz eindringlicher Ermahnungen" diese Aussage aufrechterhalten, heißt es im Vernehmungsprotokoll. Die Protokollführerin erinnert sich: "Er hat es beim Leben seiner Mutter geschworen, dass es so war."
Der Ex-Kommissar Solon ist 27 Jahre später als Zeuge vor Gericht immer noch sicher, dass Pfaffingers Geständnis echt war. Die Angaben über die Form des Lochs, die Bodenbeschaffenheit, die Tatsache, dass der obere Rand der Kiste etwa zehn Zentimeter tief im Boden war - das entsprach alles den Tatsachen. "Da hatte er wirklich Täterwissen", sagt Solon heute.



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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

31.03.2026 um 14:00
@JosephConrad

Es war ja nicht zu erwarten, dass ein Ex-Kommissar, der offensichtlich lückenhaft ermittelt hat, 27 Jahre später seine Meinung ändern würde.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

31.03.2026 um 14:32
Zitat von SirMarvelSirMarvel schrieb am 16.08.2018:Der Ex-Kommissar Solon ist 27 Jahre später als Zeuge vor Gericht immer noch sicher, dass Pfaffingers Geständnis echt war. Die Angaben über die Form des Lochs, die Bodenbeschaffenheit, die Tatsache, dass der obere Rand der Kiste etwa zehn Zentimeter tief im Boden war - das entsprach alles den Tatsachen. "Da hatte er wirklich Täterwissen", sagt Solon heute.
Die Ansicht wird damals nicht unbedingt einstimmig gewesen sein. Was der Zeuge da jedoch aufzählt, hätte man mit etwas Vorstellungskraft aus den Tatortfotos schließen können, welche damals veröffentlicht waren. die Bodenbeschaffenheit ist auch kein reines Merkmal des Tatortes, der wird allgemein in der Gegend ähnlich gewesen sein.

Daher wären die Nennung der wirklich verwendeten Werkzeuge viel wichtiger und deutlich entscheidender gewesen. Aber davon scheint Pfaffinger keine Ahnung gehabt zu haben. Und irgendwelche Bemühungen, diesen schweren Widerspruch aufzuklären, gab es von Seiten des Cold-Case-Teams und des Gerichts nicht im Geringsten.

Du selbst wünschst ja auch, dass man das besser rekonstruiert hätte.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

31.03.2026 um 14:42
Zitat von Rigel92Rigel92 schrieb:Daher wären die Nennung der wirklich verwendeten Werkzeuge viel wichtiger und deutlich entscheidender gewesen. Aber davon scheint Pfaffinger keine Ahnung gehabt zu haben. Und irgendwelche Bemühungen, diesen schweren Widerspruch aufzuklären, gab es von Seiten des Cold-Case-Teams und des Gerichts nicht im Geringsten.

Du selbst wünschst ja auch, dass man das besser rekonstruiert hätte.
Wo steht, dass Pfaffinger davon keine Ahnung hatte? Er wurde nie danach befragt. Und der einzige, der Schaufel und Spitzhacke überhaupt von sich aus erwähnte, war Herr Pfaffinger als er aussagte, Herr Mazurek hätte ihn darum gebet.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

31.03.2026 um 14:44
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Verstehe Deine Behauptung nicht.
Du glaubst einer Person, die Du nie persönlich kennengelernt oder gar selber befragt hast und stellst Dich über die Qualifizierung von dazu qualifiziertem Personal. Ebenso Richter Rohleder und Gefolge. Ausschlaggebend ist das Tonband als "festgestelltes" Tatwerkzeug im Besitz von WM.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

31.03.2026 um 14:50
Zitat von camelotcamelot schrieb:Es war ja nicht zu erwarten, dass ein Ex-Kommissar, der offensichtlich lückenhaft ermittelt hat, 27 Jahre später seine Meinung ändern würde.
Wo steht das? Der war immer von Herrn Mazureks Schuld überzeugt.
Der ehemalige Kriminalhauptkommissar Joachim Solon kann noch heute seine Erregung kaum zügeln, wenn er auf den Fall Ursula Herrmann zu sprechen kommt. Solon war der erste Leiter der Sonderkommission bei der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck, nachdem am 15. September 1981 die zehnjährige Ursula Herrmann auf dem Heimweg von einer Turnstunde verschwunden war. Im November 1982 wurde er abgelöst, weil es zwischen ihm und den vom Landeskriminalamt entsandten Beamten zu unüberwindlichen Meinungsverschiedenheiten kam.

Diese betrafen in erster Linie die Ermittlungen gegen Werner M. - eben den Mann, der jetzt vor dem Landgericht Augsburg unter der Anklage steht, Ursula Herrmann entführt und sie in eine im Wald vergrabene Kiste gesperrt zu haben, wo das Mädchen knapp drei Wochen später tot aufgefunden wurde.

"Ich wollte, dass diese Spur ordnungsgemäß nach kriminalistischen Gesichtspunkten bearbeitet wird", sagte Solon als Zeuge vor dem Landgericht. Mit dieser Forderung aber habe er sich nicht durchgesetzt. Die Kollegen vom LKA hätten die Spur "völlig versaut".

Noch heute ist Joachim Solon davon überzeugt, dass Werner M. schon 1983 als Täter überführt und verurteilt hätte werden können, wann man die Ermittlungen gegen ihn konsequent zu Ende geführt hätte. "Es hat mich sehr geärgert, dass eine so lupenreine Geschichte nicht aufgeklärt werden konnte", sagte er.

Nicht nur kriminalistisch, auch technisch lief bei den Ermittlungen im Fall Ursula Herrmann nach Solons Aussagen einiges schief. So habe man am Telefonanschluss der Familie Herrmann eine Fangschaltung eingerichtet. Das geschah aber erst, als die Mehrzahl der Erpresseranrufe schon eingegangen war.
Quelle: https://www.sueddeutsche.de/bayern/herrmann-prozess-verpatzte-ermittlungen-1.386950

Und:
Zitat von ErwinKösterErwinKöster schrieb am 09.12.2017:Das einzige was mich an der Hauptverhandlung stört ist warum der erste Sachbearbeiter nur ein Gedächtnisprotokoll von der Pfaffinger-Aussage vorweisen kann. Das ist eher ungewöhnlich, da Herr Solon sonst jede Kleinigkeit schriftlich festgehalten hat. Doch dem lässt sich entgegenhalten: Herr Solon ist mir von einem Bekannten als "akribisches Arbeitstier" beschrieben worden, der zudem über ein fast photographisches Gedächtnis verfügte - was auch in seiner letzten Vernehmung im November zu bemerken war. Ein bisschen wie Columbo. Wenn einer der Ermittler sagen kann, er habe "alles da oben gespeichert" dann er. Schier unmöglich oder gar faktisch absurd ist das nicht: Ursulas Onkel erinnerte sich bei seiner Vernehmung an die Suche nach seiner Nichte so detailliert, als ob sie erst gestern gewesen wäre, obwohl fast 30 Jahre vergangen sind.
Zitat von Zig_StardustZig_Stardust schrieb:Du glaubst einer Person, die Du nie persönlich kennengelernt oder gar selber befragt hast und stellst Dich über die Qualifizierung von dazu qualifiziertem Personal. Ebenso Richter Rohleder und Gefolge. Ausschlaggebend ist das Tonband als "festgestelltes" Tatwerkzeug im Besitz von WM.
Welches qualifizierte Personal? Es gab 5 Richter. Ich pers. glaube das Pfaffinger im ersten Geständnis die Wahrheit sagt. Damit ist Mazurek automatisch der Täter.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

31.03.2026 um 14:55
@Zig_Stardust

So weit mir bekannt heißt der Vorsitzende Richter
Rothermel.


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31.03.2026 um 14:57
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Welches qualifizierte Personal? Es gab 5 Richter. Ich pers. glaube das Pfaffinger im ersten Geständnis die Wahrheit sagt. Damit ist Mazurek automatisch der Täter.
Na die Ermittler, die mit Pfaffinger stundenlang in einem Befragungsraum zusammensassen.
Wer sonst....Schöffen etwa? 😂


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

31.03.2026 um 15:05
Zitat von Covid-19aCovid-19a schrieb:So weit mir bekannt heißt der Vorsitzende Richter
Rothermel.
Danke für den Hinweis....stimmt.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

31.03.2026 um 15:06
Zitat von Zig_StardustZig_Stardust schrieb:Na die Ermittler, die mit Pfaffinger stundenlang in einem Befragungsraum zusammensassen.
Solon als leitender Ermittler war davon immer überzeugt, die Aussage wurde protokolliert. Esgab dann einen Krieg der Ermittler. Über die Interpretation der Ermittlungen entscheiden allein die Richter.
Als das Polizeipräsidium München nach rund fünf Monaten Ermittlungen den Eindruck hatte, die Ermittlungen gerieten ins Stocken, schickte es im März 1981 „die fünf Weisen“ – eine Truppe erfahrener Mordermittler. Es kam zum Streit mit dem ersten Sachbearbeiter Joachim Solon. Die Polizisten kamen weder menschlich miteinander zurecht, noch arbeiteten sie an denselben Spuren. Während Solon bis heute Werner Mazurek für Ursulas Entführer hält, verfolgten die Kollegen vor allem die Spur des Polizisten Harald W., der eine Zeit lang als Hauptverdächtiger galt. Dieser Krieg der Kripoleute hält seit Jahrzehnten an. Schon im Strafprozess hatte Solon seinen Nachfolger als Soko-Leiter so heftig attackiert, dass dieser eine Verleumdungsanzeige stellte.
Quelle: https://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Augsburg-Fall-Ursula-Herrmann-Der-Krieg-der-Ermittler-id43330036.html


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

31.03.2026 um 15:34
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Wo steht, dass Pfaffinger davon keine Ahnung hatte? Er wurde nie danach befragt. Und der einzige, der Schaufel und Spitzhacke überhaupt von sich aus erwähnte, war Herr Pfaffinger als er aussagte, Herr Mazurek hätte ihn darum gebet.
Es gut, dass er danach nicht direkt befragt wurde in der Art "haben sie eine Grabgabel und Schaufel zum Ausheben der Grube verwendet". Damit hätte man ihm die notwendigen Werkzeuge in den Mund gelegt. In Wirklichkeit gehörte es zu seiner Aufgabe seine Arbeit zu schildern. Und dann nennt man die wirklichen Werkzeuge, welche die für das Gelingen der Grabung notwendig waren. Wie gesagt, davon nie ein Wort. Daraus kann man durchaus schließen, dass er von der wirklichen Entstehung dieses Loches keine Ahnung besaß.

Ein Spaten konnte nicht nachgewiesen werden und der von ihm transportierte Spaten wäre zum Ausheben für diese Art der Grube auch unbrauchbar. Nur für das Abstechen der Ränder wäre er sinnvoll gewesen und dieses Ausstechen erfolgte gerade nicht. Es wurden keine Wurzeln durchtrennt, was bei dem Einsatz eines Spatens zwangsläufig der Fall gewesen wäre.

Also wofür der Spaten?

Was bleibt also von Pfaffingers Aussage übrig außer Dingen, die man mit etwas Vorstellungskraft aus den veröffentlichten Bildern hätte ableiten können? Ich habe nichts gefunden.

Wie gesagt, ich glaube das erste Ermittlerteam, welche viel näher am Geschehen war, haben das aus meiner Sicht richtig beurteilt.


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