Ich glaube, dass Pfaffinger viel erzählt hat, weil er meinte, dass die Ermittler von ihm etwas hören wollten, was er in Wirklichkeit nicht wusste.
Ob man mit einer Spitzhacke diese Grube hätte ausheben können, bezweifel ich. Denn da steht man normalerweise hinter der Spitzhacke und rammt diese in den Boden. das geht nur bei Gruben, welche in einer Richtung länger sind als der Stiel der Spitzhacke und den Platz, der derjenige einnimmt, der damit zuschlägt. Spitzhacke war daher eher nicht geeignet, wahrscheinlich wurde einen Grabgabel verwendet, da arbeitet man immer von oben.
Und zur Schaufel, da wäre auch nicht jede X-beliebige geeignet gewesen, nur einen mit einem kurzen Stiel.
Wie gesagt, die ursprünglichen Ermittler haben diese Widersprüche in der Aussage von Pfaffinger offenbar erkannt und im daher nicht geglaubt.
Origines schrieb:Vor allem haben die ursprünglichen Ermittler Pfaffinger noch persönlich vernommen - und hatten erhebliche Zweifel an seiner Darstellung. Erst recht, als er den Ort der Grube nicht im Weingarten fand.
Genau, das ist ein großer Unterschied. Hätte Pfaffinger in Wirklichkeit gewusst, welche Werkzeuge verwendet wurden, hätten sie ihn entsprechend ausquetschen können. Aber wie gesagt, er blieb bei seiner Schaufel.
Die Einschätzung der ursprünglichen Ermittler dürfte um Größenordnungen fundierter gewesen sein, als die der Ermittler 30 Jahre später.