Laut seinem Geständnis ist Pf. immer von Schondorf aus zu Fuß zur Grabe-Stelle gegangen. Das Mofa habe er in Schondorf abgestellt. Wieso hätte Pf. dann mit dem Mofa aus dem damaligen Waldweg in Richtung Schondorf fahren sollen (Aumühlen-Zeuge)?
@Rigel92,
@JosephConradAußerdem nannte Pf. im Geständnis den
12.09.81 als letztes Datum, an dem er aus Neugierde an der Grabe-Stelle gewesen sein will (s. u.).
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JosephConrad schrieb:Umso mehr ein Hinweis, dass ihm die Termine aus dem Gedächtnis bekannt waren und das nach 4 Stunden Verhör.
Umso unglaubwürdiger, weil die Termine, die zuvor zur Sprache kamen, vage blieben (s. Hervorhebungen unten).
Stichpunkte aus dem
Aktenvermerk des KHM T., vom 03.05.82 über die Vernehmung des Pf. am 26.02.82 ( Geständnis und Widerruf):PDF S. 264 ff
Abklärung der Zeugenaussage des Ehepaares M: Dieses sah Pf.
mehrmals gg. 20.00 Uhr mit Mofa und Spaten nachhause kommen,
zuletzt am 15.09.81.Pf. räumte ein, dass er vom Ehepaar gesehen wurde und begründet die Spatenfahrten (Schwiegereltern).
-> Keine explizite Nennung der Daten, an denen Pf. bemerkte, von dem Ehepaar gesehen worden zu sein. Keine explizite Bestätigung des o. g. Datums durch Pf. (S. 264)
–>Im März 1981 war Pf. bei W.M. in Utting in der Werkstatt - kein genaues Datum genannt (S. 265)
W.M. forderte Pf. auf, ihm Schaufel und Spaten zu leihen. (S. 266)
-> Ungenau: Pf. gab an, dass er seinen Spaten
einige Tage später, evtl. aber schon am nächsten Tag zu W.M. nach Eching brachte. Seitdem er ihn dort abstellte, will er ihn nicht mehr gesehen haben. (S. 266)
KHM T:
"Nachdem uns dieser Sachstand nicht zufriedenstellte, wurden ihm weitere Fragen gestellt und Vorhalte gemacht. Daraufhin gab Pf. sinngemäß folgende Erklärung ab:"-> Im März 81 sprach W.M. Pf. an und zeigte ihm die Grabestelle im Wald.
-> Ende April bis Ende Mai saß Pf. im "Knasterl".
->Danach sprach ihn W.M. erneut an und fertigte eine Skizze von der Stelle, an der Pf. das Loch graben sollte. Skizze wurde anschließend vernichtet.
Auf Zwischenfrage, wann er mit dem Graben begonnen hatte, erklärte Pf. unter
Zuhilfenahme eines Vormerkkalenders*. (S. 266).
Erst ab hier werden konkrete Daten angegeben, vom 15.09. ist keine Rede mehr. Die o. g. Sichtungen durch das Ehepaar, wurden vor dem "Was-Wäre"-Geständnis besprochen:
Am Sa., 05.09.81, Beginn und am Do., 10.09.81, Ende der Grabung . (S. 267)
Weiter gab Pf. unter Zuhilfenahme des Vormerkkalenders an, dass er am Sa., dem 12.09., aus Neugierde an der Stelle war.
Pf. sagte: Zu der Stelle, an der ich das Loch gegraben habe, bin ich zu Fuß gegangen.
Mein Mofa habe ich immer in Schondorf abgestellt. Dort sei er mit dem Spaten nicht aufgefallen, weil dort ja gebaut wird. (S. 268)
… Tatortfahrt mit Pf. ab S. 268
*Wäre es der Kalender des Pf., wäre er bzw. eine Kopie davon sicherlich als Anlage zu den Akten genommen worden. Ein entsprechender Verweis steht aber nicht im Geständnis.
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JosephConrad schrieb:Wenn die Sache geklappt hätte, dann wären am Ende sicherlich alle Spuren beseitigt worden.
Das hätte aber nicht die Gefahr gemindert, dass Pf. im Suff alles ausplaudert.
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Alles Gute zum Allmy-Jahrestag,
@JosephConrad :)