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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

12.299 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wald, Entführung, München ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

um 11:29
Zitat von Zig_StardustZig_Stardust schrieb:Wenn er schon nach einer Belohnung fragt, liegt der Grund für (s)einen potenziellen Beschuldigungseifer doch eigentlich auf der Hand.

Man dreht sich im Kreis, um den Grund zu "gestehen".
Gegen Mittag 12:00 war die Vernehmung praktisch abgeschlossen. Der psychische Druck auf ihn hatte sich weitgehend abgebaut, es herrschte eine entspannte Atmosphäre. Pfaffinger sollte nur noch seine Vernehmung unterschreiben. Er war allein mit der Protokollantin im Raum und fing mit ihr die Unterhaltung an.


Screenshot 2026-04-19 112455Original anzeigen (0,6 MB)

Q: Vernehmung von P Blatt 0258

Ich finde auch nicht die Stelle, wo er sich nach der Belohnung erkundigt haben soll. Kannst Du mir bitte helfen und diese zitieren?


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

um 12:58
Dr. Walter Rubach
Pfaffinger ist ein... Lügner, Alkoholiker... ein Gelegenheitsknacki, der in dieser Situation meinte vielleicht ein bisschen Geld zu verdienen. Seine Idee war ja auch, jedenfalls hat er das gesagt, die ausgelobten 30.000 Mark abgreifen zu können wenn er sachdienliche Hinweise geben würde.
Ein Brief des Pfaffinger an den damaligen Vernehmer: "Betrifft: Zusage von einer Beschäftigung. [...] Ich hatte Ihnen schon mal aus der JVA geschrieben. Mir liegt es sehr an der Tätigkeit in oder bei der Spedition, [...]"

Ab Zeitindex 29.22 Minute
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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

um 13:53
Dr. Walter Rubach
Pfaffinger ist ein... Lügner, Alkoholiker... ein Gelegenheitsknacki, der in dieser Situation meinte vielleicht ein bisschen Geld zu verdienen. Seine Idee war ja auch, jedenfalls hat er das gesagt, die ausgelobten 30.000 Mark abgreifen zu können wenn er sachdienliche Hinweise geben würde.
Dafür gibt es keinen Hinweis in der Vernehmung. Das hat der Anwalt der Gegenseite behauptet. Das ist kein Beleg. Hat Pfaffinger das viel später gesagt um das Geständnis kleinzureden?


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

um 15:10
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Dafür gibt es keinen Hinweis in der Vernehmung.
Es gibt einiges nicht, z. B. die im Aktenvermerk erwähnten Protokolle, die Pf. durchlesen sollte (s. u.).
Da es nicht das erste Mal wäre, dass du etwas negierst, das doch stattfand, verlasse ich mich an dieser Stelle auf die Aussagen des Verteidigers. Zumal es keinen plausiblen Grund dafür gab, dass Rubach soweit gehen sollte und sich evtl. sogar strafbar gemacht hätte:
Verteidiger dürfen nicht lügen. Ihre Stellung als Organ der Rechtspflege verpflichten sie zur Einhaltung der Berufsordnung, etwa der Wahrheitspflicht nach § 43 a III 2 Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO). Auch die Strafgesetze haben Verteidiger zu beachten. Mit diesen können sie indes leicht in Konflikt geraten.
Quelle: https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/luebcke-prozess-ex-verteidiger-von-e-falschaussage-rechtswidrig-rat
- - -
Zitat von EdgarHEdgarH schrieb:Wenn man so auf das Geständnis des P. schaut, wird es bei 1. schon schwierig, aber spätestens bei 4. zeigt sich, dass es hier nicht mehr passt.
Hervorhebung der Merkwürdigkeiten:
Merkwürdig ist doch auch, dass die spätere Ehefrau des KHK So. im Feb. 1982 als Protokollantin anwesend war, dennoch keine Vernehmungsprotokolle existieren, sondern nur Aktenvermerke, die Monate später angefertigt wurden.
Wo sind die Vernehmungsprotokolle, die Pf. laut "Unterzeichnender" nach Abschluss der Vernehmung um ca. 12.00 Uhr durchlesen sollte? S. PDF S. 265
Und warum fehlen die Unterschriften der 2 "Unterzeichnenden" und der Protokollführerin? (Nach dem Ausschlussverfahren war es To. für den o. g. Part, s. S. 264).
Auch von der Protokollführerin bzw. in ihrem Namen existiert nur ein Aktenvermerk darüber, wie Pf. sie gefragt haben soll "Was wäre …". (PDF S 270). Laut diesem Vermerk war die Vernehmung des Pf. noch nicht abgeschlossen (Widerspruch zu o. g. Vermerk).

Aktenvermerk des "Unterzeichnenden" KHK So. - mit handschriftlich hinzugefügtem Datum "03.05.82", ohne Unterschrift:
Pf. wurde vor seinem Geständnis als Beschuldigter u. a. über sein Verhältnis zu W.M. und zu den Spatenfahrten befragt. Wenn Pf. es noch nicht über gemeinsame Bekannte, Dorf- oder Kneipentratsch erfahren hatte, wusste er spätestens zu diesem Zeitpunkt, dass W.M. zuvor festgenommen und verhört wurde.
PDF S. 257,
https://www.radonmaster.de/werner-mazurek/zum_strafurteil/Vernehmung-KP_001-271.pdf

@Origines, da du die nachträgliche Paginierung erwähnt hattest: Sind dir Unregelmäßigkeiten aufgefallen?
- - -
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Der psychische Druck auf ihn hatte sich weitgehend abgebaut, es herrschte eine entspannte Atmosphäre.
Hat er über Nacht in der Zelle einen erfolgreichen Entzug absolviert?
Zitat von margarethamargaretha schrieb am 15.12.2020:Als Deltaalkoholiker war der quasi ja auch auf seinen Spiegel angewiesen, dürfte daher doppelt unangenehm für ihn gewesen sein.
Lest am besten den kpl. Post zu den entspr. Urteilszitaten:
Beitrag von margaretha (Seite 371)


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

um 15:21
@agentx
@Zig_Stardust
Das wurde hier auch schon thematisiert -> Suchfunktion -> "DNA" oder z. B. "Schraube"
Und auch, wo man die SuFu findet, steht schon im Thread ;)
Zitat von watnuwatnu schrieb am 13.04.2026:Allg. Info: Der Link zur Thread-Suchfunktion steht unter dem Thread-Titel. Am Handy findet man ihn unter "Mehr".
o. g. soll heißen, unter dem Link "Mehr"


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

um 15:43
Zitat von watnuwatnu schrieb:Da es nicht das erste Mal wäre, dass du etwas negierst, das doch stattfand,
Ich habe nichts negiert, was nicht stattfand. Und natürlich sagen Verteidiger das, was ihren Mandante hilft. Und Rubach hat das ja nicht vor Gericht gesagt. Also: Pfaffinger hat zumindest im Geständnis nichts von der Belohnung erwähnt. Das gilt, bis das Gegenteil gezeigt wird. Pfaffinger hätte heimgehen können, anstatdessen hatte er Tränen in den Augen und legte das Geständnis ab. Das Gericht glaubte ihm. Ich auch.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

um 15:43
Hier ist ein Screenshot des Briefs zu sehen:
Zitat von margarethamargaretha schrieb am 01.11.2019:Min. 29.47 Einblendung eines Briefs von Pfaffinger an einen der Vernehmer “Betreff: Zusage einer Beschäftigung
Beitrag von margaretha (Seite 336)

P. S. @JosephConrad , zur Gedächtnisauffrischung siehe unter o. g. Link zu:
Zitat von MauserMauser schrieb:Ein Brief des Pfaffinger an den damaligen Vernehmer: "Betrifft: Zusage von einer Beschäftigung. [...] Ich hatte Ihnen schon mal aus der JVA geschrieben. Mir liegt es sehr an der Tätigkeit in oder bei der Spedition, [...]"



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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

um 15:45
Zitat von watnuwatnu schrieb:P. S. @JosephConrad , zur Gedächtnisauffrischung siehe unter o. g. Link z
Das hat nichts mit seinem Geständnis zu tun.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

um 16:28
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Ich habe nichts negiert, was nicht stattfand.
Ich meinte dein tagelanges Herauswinden auf meine einfache Frage, ob die Verteidigung auch im Strafverfahren ein Antrag auf ein weiteres Tonband-Gutachten gestellt hatte: Zuerst hast du die Frage nicht verstanden, auf den nächsten Versuch hast du nicht geantwortet und nachdem ich den entsprechenden Artikel gefunden und gepostet hatte, hast du dich weiter gewunden und dafür sogar meine Posts in falscher chronologischer Reihenfolge zitiert. Belege zu o. g. habe ich hier zusammengefasst, nachdem du @Origines und mir auch noch "... Käse ..." vorgeworfen hattest:
Zitat von watnuwatnu schrieb am 05.04.2026:Ich frage mich, was sollte der ganze Käse, der von dir - anstatt einer klaren Antwort - kam(?) Belassen wir es dabei. Meine Frage vom 01.04. konnte ich selbst klären.
Beitrag von watnu (Seite 613)
- - -
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Das hat nichts mit seinem Geständnis zu tun.
Lass doch einfach solche Spielchen. Der Brief existiert und wie die Vernehmungen gelaufen sind, weißt du nicht. Ebenso wenig weißt du, was während der Prozesstage zur Sprache kam und was nicht, da du nicht vor Ort warst. Wir wissen nur das, was dokumentiert wurde. Und das muss doch hier niemand verzerren.
Die Merkwürdigkeiten, die ich u. a. in einem heutigen Post aufzählte, kannst du nicht negieren. Dass diese Dokumente an die Öffentlichkeit gelangen, wusste der Verfasser des Urteils damals nicht.
Deine Überzeugung, dass W.M. der Täter war, will ich dir doch gar nicht nehmen. Und du musst doch hier niemanden von deiner Meinung überzeugen, oder?
Daher können wir einfach fair aufgrund der bekannten Fakten diskutieren.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

um 16:34
Zitat von watnuwatnu schrieb:Lass doch einfach solche Spielchen. Der Brief existiert und wie die Vernehmungen gelaufen sind, weißt du nicht. Ebenso wenig weißt du, was während der Prozesstage zur Sprache kam und was nicht, da du nicht vor Ort warst. Wir wissen nur das, was dokumentiert wurde. Und das muss doch hier niemand verzerren.
Die Merkwürdigkeiten, die ich u. a. in einem heutigen Post aufzählte, kannst du nicht negieren. Dass diese Dokumente an die Öffentlichkeit gelangen, wusste der Verfasser des Urteils damals nicht.
Deine Überzeugung, dass W.M. der Täter war, will ich dir doch gar nicht nehmen. Und du musst doch hier niemanden von deiner Meinung überzeugen, oder?
Wenn etwas nicht dokumetiert ist und keine Zeugen etwas bestätigen, dann gilt es solange als nicht passiert, bis das Gegenteil bewiesen ist. Der Brief spielt bei der Situation des Geständnisses die von 3 Zeugen dokumentiert wurden für mich keine Rolle. Und woher könnte Herr Rubach die Information haben, dass Herr Pf. sich nach der Belohnung erkundigt hat? Und wann hat er das? Er hat ja Herrn Mazurek weiterhin lange belastet. Hast Du irgendeine Quelle oder Idee woher das stammt?


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