Origines schrieb:
watnu schrieb:arbeitsscheu und unzuverlässig.
So bezeichnete man das damals. P. war offenbar alkoholkrank. Im Gegensatz zu damals wird das heute nicht als Ausdruck einer "Charakterschwäche" gesehen,
Es geht darum, dass Pf. ungeeignet als Mittäter für ein Kapitalverbrechen war, bei dem ansonsten akribisch darauf geachtet wurde, Spuren zu vermeiden. Einen unzuverlässigen Alkoholiker einzubinden, hätte den ganzen Aufwand schnell zunichtemachen können. Dass Alkohol enthemmt, bzw. die Zunge löst, wusste der W.M. sicherlich auch aus eigener Erfahrung. Außerdem hätte man sich nicht darauf verlassen können, dass Pf. rechtzeitig das Loch buddelt (siehe Termin bei der Tante). Und man hätte sich nicht darauf verlassen können, dass er im Wald vorsichtig genug ist, um nicht aufzufallen – Alkohol schränkt die Wahrnehmungsfähigkeit ein und mindert das Gefahrenbewusstsein.
Die Äußerungen der Tante und der ehemaligen Frau des Pf. zeigen:
Nicht nur der damalige OStA, der sich - zusätzlich zu Infos, die er von den Ermittlern erhielt - von Pf. einen persönlichen Eindruck verschaffen konnte, hielt Pf. für ungeeignet.
Grund von Pfaffingers Festnahme am 25.02.82 waren lt. Haftbefehl vom 26.02.82 seine Diebstähle beim ehemaligen Arbeitgeber (PDF S. 46). Pf. soll auch dem W.M. gestohlene Scheinwerfer angeboten haben. (PDF-Seite vergessen.)
Siehe dazu und zu dem Beziehungsgeflecht auch:
Beitrag von ErwinKöster (Seite 367)- - - -
R.d.R schrieb:Es wurden ja (u.a.) (Jagd)Hundehaare in der Kiste gefunden...
Und Eichhörnchen-Haare. Beides passt auch auf H. W. (siehe Artikel unten).
Der beste Freund und Streifenkollege von H. W. hielt weder Mazurek noch H. W. für Täter:
2r2n schrieb am 07.08.2018:HW gibt tatsächlich Anlass zu Verdächtigungen. Vor allem die Tatgelegenheit und die Waldkunde machen ihn verdächtig. Eigenartig ist nur, dass die Polizei erst 1984 anfing, gegen ihn zu ermitteln. Und da sind sie ziemlich übers Ziel hinausgeschossen. 2012 kam sein bester Freund und damaliger Streifenkollege auf mich zu und erklärte mir, dass er aus verschiedenen Gründen Mazurek für unschuldig hält und die Ermittlungen gegen ihn einige Fragwürdigkeiten aufweisen. Bei dieser Gelegenheit hat er mir erklärt, dass auch die Ermittlungen gegen HW sehr fragwürdig waren und es von der Persönlichkeitsstruktur und Motivlage aus seiner Sicht ausgeschlossen sei, dass er etwas mit de Tat zu tun habe. Die Täter seien einem Personenkreis zuzuordnen, der weder mit WM noch mit HW zu tun haben.
Artikel zum Strafprozess 2010:
Ein Zeuge gab an, er habe das Auto des Polizisten zur Tatzeit in Tatortnähe gesehen. Harald W. hatte eine Jagdberechtigung für das Gebiet, in dem die Todeskiste vergraben worden war. Auch hatte er einen Jagdhund - in der Kiste wurden auch Hunde- und Eichhörnchenhaare gefunden. Außerdem wurde eine Alarmvorrichtung am Entführungsort gesichert, die der Anleitung aus einem Polizeihandbuch entsprach.
Die Ehefrau des Polizisten sagte am Donnerstag als Zeugin aus: „Ich habe mit der Entführung nichts zu tun, mein Mann auch nicht.“
Quelle:
https://www.abendzeitung-muenchen.de/bayern/ursula-herrmann-prozess-habe-nichts-damit-zu-tun-art-110367- - -
camelot schrieb:Ich würde sogar sagen, dabei gewesen sein müssen. Hätte auch eine Frau gewesen sein können.
Warum konnte niemand ermittelt werden? Wäre gegen das mitbeschuldigte Ehepaar Anklage erhoben worden, hätte man das Erfahren.