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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

12.364 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wald, Entführung, München ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

19.04.2026 um 23:32
@watnu
Du scheinst sehr verwirrt zu sein. Du kennst das Geständnis nicht, hast die Quelle auch nicht genannt.Ich habe vorhin nochmal lange gesucht und das schliesslich gefunden. Nur weil du zu faul bist selbst mal zu schauen.Während des Geständnisse hat Herr Pfaffinger jernfalls nie vom Geld gesprochen, sondern erst rd. 4 Monate später. Also lese jetzt mal bevor Du ins Bett gehst das Protokoll komplett, damit du überhaupt qualifiziert mitreden kannst.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

19.04.2026 um 23:53
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Du scheinst sehr verwirrt zu sein.
Nein, du hast wohl vergessen, dass du gegenüber @Mauser
behauptetest:
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Dafür gibt es keinen Hinweis in der Vernehmung. Das hat der Anwalt der Gegenseite behauptet. Das ist kein Beleg. Hat Pfaffinger das viel später gesagt um das Geständnis kleinzureden?
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Nur weil du zu faul bist selbst mal zu schauen.
Nein, da du keine bestimmte Vernehmung nanntest, glaubte ich dir, dass es nicht in der PDF mit den Vernehmungen zu finden ist. Du hättest also heute gegenüber @Mauser gleich sagen können, dass Pf. den Grund "Belohnung" während einer späteren Vernehmung nannte, anstatt auch noch dem o. g. verstorbenen, seriösen Verteidiger zu unterstellen, dass er die Unwahrheit sagte - für dich: "Anwalt der Gegenseite"
Für mich ist hier eigentlich niemand "die Gegenseite".


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

20.04.2026 um 19:53
Letztendlich belastete Pf. den W.M. nicht mehr.

Aus einem Artikel über den Strafprozess (2010)
Damals aber machte Pfaffinger noch am gleichen Tag einen Rückzieher. Nach dem Ortstermin erklärte er, er habe alles nur erfunden. "Ich weiß auch nicht, warum ich M. beschuldigt habe", sagte er. "Das Einzige, was stimmt, ist, dass ich ihm einen Spaten überbracht habe." Ein halbes Jahr und zehn Vernehmungen später widerrief er auch das.

Insgesamt 14-mal wurde Pfaffinger vernommen, ohne Ergebnis. "Zum Schluss", sagt der Ex-Kommissar Joachim Solon, "war's so, dass wir nicht wussten, ob er das Loch gegraben hat oder nicht." Am 29. Juni 1992 starb Klaus Pfaffinger. Seine ehemalige Ehefrau, inzwischen 79 Jahre alt, wurde im Januar 2008 noch einmal von der Polizei vernommen. Sie sagte: "Der Klaus war ein fauler Kerl. So etwas hätte er nie gemacht."
Quelle: https://www.sueddeutsche.de/bayern/fall-ursula-herrmann-was-waer-wenn-ich-doch-was-wuesste-1.464071

RA Rubach, nachdem er den KHK So. im Zivilprozess u. a. mit der "Täterwissen"-PM der Polizei konfrontiert hatte:
"Aus meiner Sicht ein schönes Beispiel für die Suggestibilität P.s", sagt Rubach und verliest vor Gericht den damaligen Vernehmungsvermerk von Joachim S.: Auch Klaus P.s "offensichtliches Nichtwissen, was er mit dem Erdaushub angefangen hatte, obwohl er sich bemühte, Erklärungen zu finden, um uns zufriedenzustellen, machte es notwendig, das Geständnis kritisch zu betrachten".
Quelle: https://www.spiegel.de/panorama/justiz/augsburg-mordfall-ursula-herrmann-das-ominoese-gestaendnis-des-klaus-p-a-1180181.html

Aus einer "Aktenvormerkung" vom 25.01.83:
Der KHK ? fuhr Pf. nach der Gegenüberstellung mit W.M. nachhause nach Landsberg und machte ihm unmissverständlich klar, dass er seinen Darstellungen nicht glaubte.
"Durch Schluchzen unterbrochen erzählte er von unzähligen Vernehmungen, von stetigen Fragen nach Mazurek. Den Namen habe er nicht mehr hören können. Er habe einfach seine Ruhe haben wollen. Diesen Sachverhalt wiederholte Pf. mehrmals, ohne allerdings deutlicher zu werden. Er beruhigte sich erst, als wir bei seiner Wohnung angekommen waren. Notdürftig trocknete er mit den Händen sein von Tränen nasses Gesicht."
Quelle: PDF S. 256, https://www.allmystery.de/dateien/aq4weca2ubx8_Vernehmung-KP_001-271.pdf

In Pfaffingers Wohnung nahm der KHK auf Bitte des Pf. einen Anruf entgegen. Am Telefon war eine Tante, die von Pf. und seiner Ehefrau, am Vormittag versetzt worden war. Die beiden wollten wohl das "Bierstüberl" der Tante übernehmen. Auch die Tante schilderte Pf. als arbeitsscheu und unzuverlässig.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

20.04.2026 um 21:07
Zitat von watnuwatnu schrieb:Der KHK ? fuhr Pf. nach der Gegenüberstellung mit W.M. nachhause nach Landsberg und machte ihm unmissverständlich klar, dass er seinen Darstellungen nicht glaubte.
Wohlgemerkt, das war fast ein Jahr nach dem "Geständnis" Ende Februar 1982. Die Beamten hatten in der Zwischenzeit viel ermittelt - man kann also von einer gefestigten Meinung sprechen.
Zitat von watnuwatnu schrieb:Auch die Tante schilderte Pf. als arbeitsscheu und unzuverlässig.
So bezeichnete man das damals. P. war offenbar alkoholkrank. Im Gegensatz zu damals wird das heute nicht als Ausdruck einer "Charakterschwäche" gesehen, sondern eben als Erkrankung, die behandelt werden müsste. Offenbar bekam P. nicht die Hilfe, die er gebraucht hätte. Und auch die Beamten scheinen kein großes Wissen um die Symptome (inkl. Korsakov-Syndrom, Delir, Krampf, usw.) gehabt zu haben. Auch der Weinkrampf, den er bei der Heimfahrt hatte, war nicht "normal".


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

21.04.2026 um 09:29
Grundsätzlich ist es schon denkbar, dass Pfaffinger für eine Belohnung im Wald ein Loch gegraben hat. Aber wie soll man sich dann den weiteren Ablauf der Tat vorstellen? Ab wann haben sich die Täter an beiden Enden des Klingeldrahts (wenn der Teil der Planung war) postiert? Man müsste sich verborgen halten, da man damit rechnen müsste, dass dort vor Ort auch andere Personen im Wald unterwegs sind. Kaum vorstellbar, dass man sich bei diesem kritischen Teil der Entführung auf den alkoholkranken Pfaffinger verlassen hätte, der vermutlich nicht einmal wusste, wie Ursula Herrmann ausgesehen hat. Ganz zu schweigen von einer später geplanten Geldübergabe. Da bräuchte es meiner Meinung nach noch eine dritte Person. Denn immerhin hat die Entführung ja funktioniert.


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21.04.2026 um 10:42
Her Mazurek hatte doch noch enge Kumpels. Da hätte doch jemand dabei gewesen sein können.


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21.04.2026 um 10:51
@JosephConrad

Ich würde sogar sagen, dabei gewesen sein müssen. Hätte auch eine Frau gewesen sein können. Nur mit Mazurek und Pfaffinger geht sich das für mich nicht aus. Mit einer weiteren beteiligten Person würde ich es für möglich halten.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

21.04.2026 um 15:35
@JosephConrad
@camelot

Und ein Hund müsste eigentlich auch noch dabei gewesen sein. Es wurden ja (u.a.) (Jagd)Hundehaare in der Kiste gefunden...
P. soll ja einen Hund in Pflege gehabt haben.

Trotzdem glaube ich eher nicht an diese Version.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

21.04.2026 um 17:34
Zitat von OriginesOrigines schrieb:
Zitat von watnuwatnu schrieb:arbeitsscheu und unzuverlässig.
So bezeichnete man das damals. P. war offenbar alkoholkrank. Im Gegensatz zu damals wird das heute nicht als Ausdruck einer "Charakterschwäche" gesehen,
Es geht darum, dass Pf. ungeeignet als Mittäter für ein Kapitalverbrechen war, bei dem ansonsten akribisch darauf geachtet wurde, Spuren zu vermeiden. Einen unzuverlässigen Alkoholiker einzubinden, hätte den ganzen Aufwand schnell zunichtemachen können. Dass Alkohol enthemmt, bzw. die Zunge löst, wusste der W.M. sicherlich auch aus eigener Erfahrung. Außerdem hätte man sich nicht darauf verlassen können, dass Pf. rechtzeitig das Loch buddelt (siehe Termin bei der Tante). Und man hätte sich nicht darauf verlassen können, dass er im Wald vorsichtig genug ist, um nicht aufzufallen – Alkohol schränkt die Wahrnehmungsfähigkeit ein und mindert das Gefahrenbewusstsein.
Die Äußerungen der Tante und der ehemaligen Frau des Pf. zeigen:
Nicht nur der damalige OStA, der sich - zusätzlich zu Infos, die er von den Ermittlern erhielt - von Pf. einen persönlichen Eindruck verschaffen konnte, hielt Pf. für ungeeignet.

Grund von Pfaffingers Festnahme am 25.02.82 waren lt. Haftbefehl vom 26.02.82 seine Diebstähle beim ehemaligen Arbeitgeber (PDF S. 46). Pf. soll auch dem W.M. gestohlene Scheinwerfer angeboten haben. (PDF-Seite vergessen.)
Siehe dazu und zu dem Beziehungsgeflecht auch:
Beitrag von ErwinKöster (Seite 367)

- - - -
Zitat von R.d.RR.d.R schrieb:Es wurden ja (u.a.) (Jagd)Hundehaare in der Kiste gefunden...
Und Eichhörnchen-Haare. Beides passt auch auf H. W. (siehe Artikel unten).

Der beste Freund und Streifenkollege von H. W. hielt weder Mazurek noch H. W. für Täter:
Zitat von 2r2n2r2n schrieb am 07.08.2018:HW gibt tatsächlich Anlass zu Verdächtigungen. Vor allem die Tatgelegenheit und die Waldkunde machen ihn verdächtig. Eigenartig ist nur, dass die Polizei erst 1984 anfing, gegen ihn zu ermitteln. Und da sind sie ziemlich übers Ziel hinausgeschossen. 2012 kam sein bester Freund und damaliger Streifenkollege auf mich zu und erklärte mir, dass er aus verschiedenen Gründen Mazurek für unschuldig hält und die Ermittlungen gegen ihn einige Fragwürdigkeiten aufweisen. Bei dieser Gelegenheit hat er mir erklärt, dass auch die Ermittlungen gegen HW sehr fragwürdig waren und es von der Persönlichkeitsstruktur und Motivlage aus seiner Sicht ausgeschlossen sei, dass er etwas mit de Tat zu tun habe. Die Täter seien einem Personenkreis zuzuordnen, der weder mit WM noch mit HW zu tun haben.
Artikel zum Strafprozess 2010:
Ein Zeuge gab an, er habe das Auto des Polizisten zur Tatzeit in Tatortnähe gesehen. Harald W. hatte eine Jagdberechtigung für das Gebiet, in dem die Todeskiste vergraben worden war. Auch hatte er einen Jagdhund - in der Kiste wurden auch Hunde- und Eichhörnchenhaare gefunden. Außerdem wurde eine Alarmvorrichtung am Entführungsort gesichert, die der Anleitung aus einem Polizeihandbuch entsprach.

Die Ehefrau des Polizisten sagte am Donnerstag als Zeugin aus: „Ich habe mit der Entführung nichts zu tun, mein Mann auch nicht.“
Quelle: https://www.abendzeitung-muenchen.de/bayern/ursula-herrmann-prozess-habe-nichts-damit-zu-tun-art-110367

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Zitat von camelotcamelot schrieb:Ich würde sogar sagen, dabei gewesen sein müssen. Hätte auch eine Frau gewesen sein können.
Warum konnte niemand ermittelt werden? Wäre gegen das mitbeschuldigte Ehepaar Anklage erhoben worden, hätte man das Erfahren.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

21.04.2026 um 18:15
@watnu

Es wurde ja gegen mehrere Personen ermittelt, aber offenbar konnte keine Verbindung zwischen den Personen hergestellt werden und so blieben am Ende Mazurek und Pfaffinger über, wobei die Erstermittler diese Kombination, so wie es sich darstellt, für nicht beweiskräftig genug hielten. Das ist auch der Grund, warum ich Mazurek im Zweifel freigesprochen hätte, obwohl ich nicht von seiner Unschuld überzeugt bin.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

21.04.2026 um 18:59
Zitat von R.d.RR.d.R schrieb:Und ein Hund müsste eigentlich auch noch dabei gewesen sein. Es wurden ja (u.a.) (Jagd)Hundehaare in der Kiste gefunden...
P. soll ja einen Hund in Pflege gehabt haben.
Oder die und die Eichhörnchenhaare kamen von den Stiefeln des Ermittlers, der in die Kiste gesprungen ist, oder von anderen die sich da hineinbeugten. In der Nähe der Kiste wurden auch die Reste einer alten Schrotpatrone gefunden. Also war da irgendwann mal ein Jäger unterwegs.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

21.04.2026 um 19:27
Kandidaten für eine Komplizenschaft gab es mMn. schon. Walter K. war mehrfach vorbestraft und Werner Mazurek sprach in darauf an, doch einen Geldbotenüberfall zu machen. Dann ist er in die Fremdenlegion abgetaucht.

Sein anderer Kumpel Armin W. war auch ein ehemaliger Fremdenlegionär. Der kaufte 2-3 Wochen vor der Entführung einen Gebrauchtwagen von der Fam. Herrmann, hatte ausgerechnet in der Woche vom 15.09 also dem Entführungstag Urlaub und war mit dem Auto in der Werkstatt von Herrn Mazurek, wo er ihn zusammen mit Mazurek herrichtete. Es kann aber auch sein, das der etwas beobachtet hat: das Gericht glaubte, er hätte mit einen anonymen Anruf auf Herrn Mazurek hingewiesen.

Und dann eben noch Dieter J.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

21.04.2026 um 20:39
Über die bekannten Namen hinaus gab es viele Verdächtige, deren Namen nie an die Öffentlichkeit drangen. Auch von bereits verstorbenen Personen wie Pf. und Armin W. wurden DNA-Proben getestet*. Ihre Fingerabdrücke wurden sicherlich schon zu Lebzeiten abgenommen. Niemand konnte überführt werden. Zu niemandem gehörte der Fingerabdruck auf dem Klebeband. Bei niemandem wurde Material mit direktem Tatbezug gefunden (z. B. Isolierband, Speziallack, Holz, Späne). Niemand fiel durch Druck in den Verhören oder wegen schlechten Gewissens um und gestand, MittäterIn oder MitwisserIn an dem nicht gewollten Tot des Kindes zu sein.
Zitat von 2r2n2r2n schrieb am 12.04.2019:Neben den hier schon vielfach diskutierten beiden Hauptindizien, die auch außerhalb dieses Forums nur noch wenige Fürsprecher haben, geht es um ein Faktum, über das nur sehr schwer zu diskutieren ist. Auch die Richter haben in ihrem Urteil zwölfmal darauf hingewiesen: Es waren mehrere Täter am Werk. Es handelt sich um eine Konspiration von zwei oder mehreren Personen.
Angeklagt und verurteilt wurde aber nur eine Person. Eine Person, deren potentiellen Mittäter ausscheiden: Jeder Stein wurde umgedreht, jede Person im Umfeld von Mazurek gefilzt, aber die Aussagen der Personen zeigen nur eins: Sie wissen nicht, was die Polizei von ihnen will, manchmal entlasten sie Mazurek, manchmal belasten sie ihn. Warum? Weil sie nichts wissen. Das einzige, was sie wissen, ist, dass sie sich ein Alibi zurechtschustern müssen, weil die Polizei sie offenbar verdächtigt. Das machen sie dann auch. Nicht sehr überzeugend. Aber sie machen es.
Doch keiner von ihnen wird angeklagt. Warum? (...)
Über Armin:
Zitat von 2r2n2r2n schrieb am 26.09.2018:Damals wurden wirklich alle und jeder verdächtigt.
Es gibt ein anonymes Telefonat, das wohl dem Wild zuzuordnen ist, bei dem er sagt, man solle doch mal bei dem Mazurek ermitteln.
Das sagt niemand, der ein Mittäter Mazureks ist und auch niemand, der selbst womöglich der Haupttäter ist. Die ganzen Aussagen des Personenkreises um Mazurek, die ein Gefüge von Be- und Entlastungen sind, machen deutlich, dass sie von der Persönlichkeitsstruktur vielleicht für kriminelle Handlungen infrage kommen, aber nie im Leben Teil einer Verschwörungsgruppe von Entführern und Erpressern sind.
Über Dieter:
Zitat von 2r2n2r2n schrieb am 18.10.2019:Das war Dieter J, den ihn 1981 unwissentlich belastete. Zum einen, weil darauf hinwies, dass Mazurek ein Fernglas besaß, zum anderen, weil er der Kripo mitteilte, dass Mazurek in der Vergangenheit immer wieder mal den Polizeifunk abgehört hat. So etwas tun Konspiranten nicht.

*
Quellen:
https://www.abendzeitung-muenchen.de/bayern/fall-herrmann-kripo-exhumiert-zeugen-art-78502
https://www.tz.de/bayern/vielleicht-werma-ja-nur-wegen-dummheit-bestraft-73315.html

- - -
Zitat von camelotcamelot schrieb:Es wurde ja gegen mehrere Personen ermittelt, aber offenbar konnte keine Verbindung zwischen den Personen hergestellt werden und so blieben am Ende Mazurek und Pfaffinger über,
Ja, siehe oben. Und als Überlebender/Haupttäter blieb wohl nur W.M. in den Akten übrig.
Zitat von camelotcamelot schrieb:warum ich Mazurek im Zweifel freigesprochen hätte, obwohl ich nicht von seiner Unschuld überzeugt bin.
Ich bin auch nicht von seiner Unschuld überzeugt und weiß zu wenig, um überzeugt zu sagen, W.M. hätte freigesprochen müssen (im Zweifel ...). Aber ich kann gut nachvollziehen, warum M. H. und sein Anwalt neue Ermittlungen anstrebten. Vielleicht hätten deren Ergebnisse auch zu einem Wiederaufnahmeverfahren für W.M. geführt.
In dem neulich schon verlinkten Artikel nannte M. H. fünf verschiedene Theorien:
https://www.ra-dfm.de/media/001_fall_ursula_herrmann_die_zweifel_des_bruders_stern.pdf


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

21.04.2026 um 21:38
Wobei der Verdacht gegen Frau Mazurek und Dieter J. durchaus nicht abwegig ist: die Aussage, dass Herr Mazurek nach der Entführung ständig den Polizeifunk abgehört hat, kam von Armin W, der wohl auch der anonyme Tipgeber war, am 02.11.83. Dieter J. hat seine gleichlautende Aussage erst am 02.02.83 gemacht. Da war Herr Mazurek mit der Aussage von Armin W. bereits konfrontiert gewesen (am 23.01.). Wenn also Herr J. das wusste, dann wäre diese Aussage nur ein Ablenkungsmanöver von sich selbst als Mittäter gewesen.
Es war mMn. auch nicht Dieter J. sondern Walter K., der aussagte dass Hr. Mazurek ein Fernglas bessesen hatte.
Und: Frau Mazurek hatte seinerzeit wohl Armin W. dazu erpresst, ihrem Mann ein Alibi für den Tattag zu geben (Risikospiel), indem sie drohte der Polizei anzuzeigen, dass Armin W. seiner kleinen Tochter ein Pornovideo gezeigt habe. Und in einem Telefonat zwischen Dieter J. und Frau Mazurek sagt Dieter J. ja auch zu Frau Mazurek "Ja, da wir aber nicht wissen, zu was man eigentlich verurteilt wird, noch dazu in unserem Fall, verstehst du?"
Daraufhin sie: "..... „Vielleicht wer ma ja auch nur für Dummheit verurteilt".

Screenshot 2026-04-21 213034
Q: Urteil

Also raus sind Frau Mazurek und Dieter J. daher mMn. nicht.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

21.04.2026 um 21:50
Oben habe ich einen Fehler drin. Es muss heißen: "... die Aussage, dass Herr Mazurek nach der Entführung ständig den Polizeifunk abgehört hat, kam von Armin W, der wohl auch der anonyme Tipgeber war, am 05.11.82." Nur so ist es logisch.

Erst Armin W.

Screenshot 2026-04-21 214951

dann Werner Mazurek:


Screenshot 2026-04-21 215146

dann Dieter J:



Screenshot 2026-04-21 215235

Q:Urteil


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22.04.2026 um 12:01
Desinformation ist es, den Grund der Telefonate nicht zu zitieren, und einen kleinen Gesprächsauszug aus dem Kontext zu reißen, ohne die Seitenzahl anzugeben.
Dieters erneute Vorladung zum Verhör für den 13.11.2007 und ein molekulargenetischer Beschluss waren der Grund. Erst am Telefon versuchte D. J. am 10.11. im Internet herauszufinden:
wurde vorwiegend erörtert, warum und wieso der ursprüngliche Vorwurf des
Mordes fallen gelassen worden sei und welche Verjährungsfristen für den
nunmehr erhobenen Vorwurf der räuberischen Erpressung mit Todesfolge
einschlägig seien.
versuchte ^^^^^^^ während der
Telefonate über das Internet die einschlägigen Paragraphen zur Verjährüng
herauszufinden, was ihm zunächst nicht gelang.

Nach dem Telefonat am 10.11.2007 um 12.32.08 Uhr faxte der Angeklagte
Mazurek seinem Freund den Beschluss wegen der
molekulargenetischen Untersuchung und man erörterte im Gespräch am
10.11.2007 um 12:46:09 Uhr u.a. die Gründe des Beschlusses und die
rechtliche Würdigung. Hierbei kam es zu folgendem Dialog
Quelle: Urteil, ab S. 257 https://www.allmystery.de/dateien/gnezh5mphfbt_Strafurteil-anonym.pdf

EDIT
Vgl.: Beitrag von watnu (Seite 618):
Zitat von watnuwatnu schrieb am 15.04.2026:Es wird als alkoholbedingt heruntergespielt, dass H.W. sich zum Strafmaß äußerte (vgl. W.M. "Verjährung").
...


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

22.04.2026 um 13:54
Im Urteil wäre sicherlich ausdrücklich festgestellt worden, dass die Angeklagte den Armin W. bedroht und erpresst haben soll. Ohne Beleg ist es eine unwahre Unterstellung.

W. M. zum Alibi befragt (Hervorh. durch mich):
Beschuldigtenvernehmung am 27.01.1982, deren wesentlicher Inhalt
glaubhaft durch die beiden Vernehmungsbeamten KHK und KHM
^ ^ ^ e i n g e f ü h r t wurde, machte der Angeklagte Mazurek zusammengefasst
folgende Angaben.
(…)
Es stimme auch, dass er nach seiner ersten Vernehmung am 11.10.1981 mit
und ^ ^ ^ Kontakt aufgenommen habe. Er habe ^ ^ ^ g e f r a g t ,
was sie in der Woche um den 15.09.1981 gemacht hätten und habe sich
dann dessen Angaben notiert. Er sei am Abend des 11.10.1981 auch noch
zu gefahren. Es sei richtig, dass man mit darüber diskutiert habe,
- 4 0 -
dass er damit rechnen müsse, in einen gewissen Tatverdacht zu geraten, da
er den Pkw der Familie Herrmann gekauft habe. Außerdem habe man
gesagt, dass aufgrund seiner Vorgeschichte zu befürchten sei, dass seine
geschiedene Ehefrau im Falle einer Überprüfung der Polizei davon berichten
würde, dass ^ ^ ^ seiner Tochter einmal versehentlich einen Pornofilm
gezeigt habe.
Quelle: Strafurteil ab S. 39


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

22.04.2026 um 14:53
Zitat von watnuwatnu schrieb:Desinformation ist es, den Grund der Telefonate nicht zu zitieren, und einen kleinen Gesprächsauszug aus dem Kontext zu reißen, ohne die Seitenzahl anzugeben.
Es geht ja primär darum (s.u.) und nicht um den Grund des Telefonats selbst (eigentlich klar, aber das hast Du jetzt wieder nicht dazu zitiert. Warum?)

Screenshot 2026-04-22 144834
S. 260
Zitat von watnuwatnu schrieb:Im Urteil wäre sicherlich ausdrücklich festgestellt worden, dass die Angeklagte den Armin W. bedroht und erpresst haben soll. Ohne Beleg ist es eine unwahre Unterstellung.
Unwahre Unterstellung, ohaa. Dabei steht das im Urteil drin, dachte das wäre klar, wusstest Du das nicht?

Screenshot 2026-04-22 144132


Allgemein ging es mir um die Möglichkeit, dass Fr. Mazurek und Dieter J. Komplizen hätten sein können. Ein Diskurs fällt dir nicht dazu ein?


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

22.04.2026 um 15:47
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Es geht ja primär darum (s.u.) und nicht um den Grund des Telefonats selbst (eigentlich klar, aber das hast Du jetzt wieder nicht dazu zitiert. Warum?)
Kennt man den Grund des Telefonats, ist es kein Wunder, dass sich die Beschuldigten Gedanken machten und austauschten. Im Gegensatz zu dir habe ich die Seitenzahl genannt und "ab S. ..." geschrieben. So können alle die Stelle schnell finden und nachlesen. Mit deinen Urteilsschnipseln hast du sowieso den Schluss des Gerichts nahegelegt.
Beitrag von watnu (Seite 623)
-
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Unwahre Unterstellung, ohaa. Dabei steht das im Urteil drin,
Es ging um deine Unterstellung, für die du offenbar keinen Beleg liefern kannst:
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Frau Mazurek hatte seinerzeit wohl Armin W. dazu erpresst, ihrem Mann ein Alibi für den Tattag zu geben (Risikospiel), indem sie drohte der Polizei anzuzeigen, dass Armin W. seiner kleinen Tochter ein Pornovideo gezeigt habe.
Weder in dem Abschnitt, den du zitiertest, noch in dem, den ich zum Gespräch über das Video zitierte, steht das.
Beitrag von watnu (Seite 623)


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

22.04.2026 um 16:25
Zitat von watnuwatnu schrieb:Weder in dem Abschnitt, den du zitiertest, noch in dem, den ich zum Gespräch über das Video zitierte, steht das.
Wie bitte?
Sag bloß Du liest das nicht so: "Du musst keine Angst vor einer Anzeige haben, wenn Du bestätigt, dass wir alle an dem Abend Risiko gespielt haben." Ich hätte genau das verstanden." Du nicht? Oder was meinst Du warum das Risikispiel, das gar nicht stattgefunden hatte, ihm die Angst nehmen sollte?


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