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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

12.483 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wald, Entführung, München ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

12.09.2026 um 15:35
Zitat von OberleutnantOberleutnant schrieb:Vielleicht interessant, daß die Polizeifahrzeuge in Bayern bis Anfang 1975 dunkelgrün (»tannengrün«) gewesen waren und der Passat Variant im Januar 1974 auf den Markt kam. Also ein Jahr lang an die Polizei noch in dunkelgrün ausgeliefert wurde. Könnte es evtl. ein ausgemustertes Polizeifahrzeug gewesen sein?

Also grundsätzlich sollte man gerade im Fall Herrmann absolut nichts ausschließen. Allerdings gibt es an dieser Stelle jetzt keinerlei Anhaltspunkte dafür dass es sich bei diesem grünen Kombi um ein ehemaliges polizeiliches Dienstfahrzeug gehandelt hat. Auch ein etwaiger Bezug zu Harald W. ist hier nicht erkennbar zumal dieser ein völlig anderes Fahrzeug fuhr, einen markanten Ford Transit Mk 1.

Zitat von OberleutnantOberleutnant schrieb:Was hat es denn mit den »Eulenjägern« auf sich? Eulen waren ja streng geschützt, was haben die wohlbetuchten Sprößlinge vom Internat die dann zu jagen und womit? Jagdschein und Waffenbesitzkarte können sie ja nicht gehabt haben, was soll dann die »Eulenjagd«?

Das war eben die Angabe der beiden Schüler, warum sie sich in dem Waldgebiet überhaupt aufgehalten haben das sie auf Eulenjagd gewesen seien oder eine Eule verfolgt hätten, irgendsowas in der Art. Klingt damals wie heute ziemlich unglaubwürdig aber offensichtlich hat man sich mit dieser Erklärung zufrieden gegeben und es wurde nicht weiter nachgeforscht. Interessant dabei ist die Identität einer der beiden Schüler weil der Name in der bundesdeutschen Geschichte noch einmal mächtig für Furore sorgen sollte...!


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

12.09.2026 um 16:44
Zitat von MauserMauser schrieb:Interessant dabei ist die Identität einer der beiden Schüler weil der Name in der bundesdeutschen Geschichte noch einmal mächtig für Furore sorgen sollte...!
Ist es wirklich zutreffend, dass es sich hierbei um den Sohn des Lobbyisten Karlheinz Sxxxxxxxx handeln soll?


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

12.09.2026 um 17:12
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:
Zitat von OberleutnantOberleutnant schrieb:»Eulenjägern« auf sich? Eulen waren ja streng geschützt, was haben die wohlbetuchten Sprößlinge vom Internat die dann zu jagen und womit? Jagdschein und Waffenbesitzkarte können sie ja nicht gehabt haben, was soll dann die »Eulenjagd«?
Die Suchfunktion liefert u.a. diesen Treffer
U. a. Christa v. B. sagte im Focus-Podcast* zwar "Eulenjagd", aber ich würde das nicht wörtlich nehmen. Unter dem Begriff "Eulen" findet man mit der SuFu ältere Posts. In einem Post wurde auch auf den u. g. Artikel bezuggenommen, aber dessen Wortlaut nicht zitiert:
Die Schüler behaupteten, sie hätten den sogenannten Klingeldraht gefunden, als sie tagsüber einer Eule folgten. Doch Eulen sind nachtaktive Tiere.
Quelle: https://www.abendzeitung-muenchen.de/bayern/fall-ursula-herrmann-raetsel-um-ein-gruenes-kabel-art-453507 , 18. September 2018

Im Zitat, auf das der u. g. Post eingeht, steht z. B. "… Eule nachjagten …".
Beitrag von ErwinKöster (Seite 290)

- -
Zitat von MauserMauser schrieb:Klingt damals wie heute ziemlich unglaubwürdig
Darüber wurde im o. g. Post und den nachfolgenden diskutiert.

*Focus-Podcast ist noch abrufbar -> Min. 23.18
Link-Liste zu Focus-, BR-Podcast und TV-Dokus: Beitrag von watnu (Seite 628)

- - - -
Zitat von OriginesOrigines schrieb am 27.08.2026:Ich halte nicht viel von den beiden Podcast-Damen und ihrem "journalistischen" Stil.
Zugunsten der Unterhaltung bzw. Spannungserzeugung wird in MAE-Podcasts öfters mancher Aspekt einseitig dargestellt oder aufgebauscht. Trotzdem würde ich diese beiden Folgen weiterempfehlen, weil es sich dieses Mal in Grenzen hält. Und weil man evtl. doch das eine oder andere erfährt, das man noch nicht kannte oder inzw. vergessen hatte.
Für mich persönlich ist es z. B. Zeitverschwendung mir anzuhören, wie das Gebiet um den Ammersee heute aussieht. Stattdessen hätte ich lieber weitere Infos zum Fall, aber solch eine Atmosphärenerzeugung kommt bei einem größeren Teil der Hörerschaft wohl gut an.
Mein persönlicher Favorit bleibt der BR-Podcast, weil er mehr Fakten liefert.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

12.09.2026 um 18:02
Zitat von Covid-19aCovid-19a schrieb:Ist es wirklich zutreffend, dass es sich hierbei um den Sohn des Lobbyisten Karlheinz Sxxxxxxxx handeln soll?


Späterer Waffenlobyist und Strauß-Intimus auf Internat

Zur Tatzeit war auch der Sohn eines Mannes auf dem Internat, der in späteren Jahren als Waffenlobbyist zu zweifelhafter Berühmtheit gelangte – dieser Mann pflegte einen guten Kontakt zum damaligen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß.

Am 18. Januar 1983 wurde im Landheim-Zimmer des Sohnes vom Strauß-Spezl jener Klingeldraht gefunden. Der Schüler behauptete gegenüber der Polizei, er und ein Klassenkamerad hätten ihn bei der Verfolgung einer Eule entdeckt.

[...]

Welche Rolle spielt der Strauß-Spezl?

Und es gibt noch mehr Indizien, die Fragen aufwerfen: Auf dem Deckel der Kiste, in der Ursula starb, war eine alte Bitumenschicht, deren Herkunft und ursprüngliche Verwendung nicht geklärt werden konnte, obwohl die Polizei mehr als 1.700 Firmen anschrieb.

Zur Tatzeit war der gute Bekannte von FJS Inhaber einer Firma für Straßenmarkierungen im nahen Kaufering. Doch ausgerechnet diese Firma wurde von der Polizei nicht angeschrieben. Laut Herrmann taucht diese Firma in den Ermittlungsakten nicht auf.

Und noch eine Merkwürdigkeit: Die Firma des Strauß-Spezls hielt ein Patent auf eine Fräsmaschine. Einer der damaligen größten Hersteller hatte seinen Sitz in Italien und hieß Pama. Dieser Name stand auch auf einem Transistorradio, das bei dem toten Mädchen in der Kiste gefunden wurde.

https://www.abendzeitung-muenchen.de/bayern/fall-ursula-herrmann-welche-rolle-spielt-der-strauss-spezl-art-466073

Der Quelle nach, und ich habe keinen Grund daran zu zweifeln, würde ich also sagen: Ja!


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

12.09.2026 um 18:04
@ GrafOskar & @ Mauser & @ watnu:

Danke für die Erläuterungen.
Zitat von MauserMauser schrieb:Allerdings gibt es an dieser Stelle jetzt keinerlei Anhaltspunkte dafür dass es sich bei diesem grünen Kombi um ein ehemaliges polizeiliches Dienstfahrzeug gehandelt hat. Auch ein etwaiger Bezug zu Harald W. ist hier nicht erkennbar zumal dieser ein völlig anderes Fahrzeug fuhr, einen markanten Ford Transit Mk 1
Man ging allerdings davon aus. daß der Täter mindestens einen Komplizen gehabt haben muß (was durch den Fund des Klingeldrahtes ja offenbar bewiesen wurde). Interessant wäre jetzt, ob der Halter des FFB - Passat Variants den HW gekannt hat und was dieser evtl. für einen Beruf gehabt hatte.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

12.09.2026 um 19:10
Zitat von MauserMauser schrieb:Doch ausgerechnet diese Firma wurde von der Polizei nicht angeschrieben. Laut Herrmann taucht diese Firma in den Ermittlungsakten nicht auf.
(…)
https://www.abendzeitung-muenchen.de/bayern/fall-ursula-herrmann-welche-rolle-spielt-der-strauss-spezl-art-466073
Ich bin mir relativ sicher, dass das Unternehmen von der Polizei konsultiert wurde, aber nicht ganz klar ist, in welcher Form. Ich weiß nicht mehr, wo ich das aufgeschnappt habe
Evtl. wurde es in der ARD-Doku erwähnt, wo eine weitere Erklärung zu finden ist, warum die Fa. nicht auf der Liste steht:
Ermittler fragten damals nur bei großen Herstellern nach, ob sie eine solche Lackierung im Sortiment hätten. Der Vorsitzende des Asphaltverbands hält es für einen Irrtum, dass man nach einem fertigen Produkt suchte. Er und die Kollegen halten es für möglich, dass die Lackierung in einem kleineren Betrieb eher zufällig (und nur einmal) für einen bestimmten Zweck hergestellt wurde. (Wären EB damals zu diesen Erkenntnissen gelangt, hätte es nahegelegen, in Richtung des Unternehmens in Kaufering zu ermitteln.)

https://www.ardmediathek.de/video/ein-maedchen-verschwindet-neue-spuren-im-fall-ursula-herrmann/folge-3-ein-maedchen-verschwindet-neue-zweifel/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIwMDQ1MTA , Teil 3 ca. ab Min. 22.40


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

12.09.2026 um 21:37
Ich habe es so in Erinnerung, das die Lackierung ein Experiment war und nur einmal in dieser Zusammensetzung existiert hat. Es wäre naheliegend, dass dieser "Experimentier-Lack" auf dem Deckel aus der örtlichen Firma für Straßenmarkierungen stammte. Und wie es der Zufall will, gab es im Zusammenhang mit dem Klingeldraht durch einen Schüler des Internats ebenfalls eine Verbindung zu dieser Firma. In beide Richtungen haben Ermittlungen entweder nicht stattgefunden oder wurden unterbunden. Und wer weiß, vielleicht war der Fahrer vom grünen Passat auch ein Spezl von irgendjemand.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

13.09.2026 um 17:45
Zitat von camelotcamelot schrieb:Ich habe es so in Erinnerung, das die Lackierung ein Experiment war und nur einmal in dieser Zusammensetzung existiert hat.
Da man nicht weiß, wie die Beschichtung zustande gekommen ist bzw. woher sie stammt, kann man auch nicht mit Sicherheit feststellen, ob es ein einmaliges Experiment war. Die in o. g. Doku genannten Asphalt-Experten
Zitat von watnuwatnu schrieb:halten es für möglich, dass die Lackierung in einem kleineren Betrieb eher zufällig (und nur einmal) für einen bestimmten Zweck hergestellt wurde.
In den 1960ern/1970ern (evtl. auch 80ern?) war meines Wissens der Bau von Flachdach-Bungalows angesagt. Und laut dem Screenshot des Gutachtens unter u. g. Link kommt die Kombi Bitumen/Aluminiumbronce auch in Dachfarben vor, siehe den Text im Absatz "Seite 11": Beitrag von robernd (Seite 517)

Die Google-KI gab neben Dachbahnen u. a.
Antidröhnbeschichtungen im Fahrzeugbau
als Alternative an. Einige weitere Alternativen hatte ich hervorgehoben:
Beitrag von watnu (Seite 627)

Im Wiki findet man diverse Gutachten zur Kiste.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

13.09.2026 um 19:51
Eine kleine anekdotische Randbemerkung:

Das Urteil gegen Werner Mazurek erging am 25. März 2010, ausgerechnet dem 76. Geburtstag des Vaters jenes Landheim-Schülers, der den mitgenommenen Klingeldraht in einer Kiste in seinem Zimmer verwahrt und später der Polizei übergeben hatte.

Beide Männer saßen damals in der JVA Augsburg in Untersuchungshaft. Ihre Prozesse fanden zeitgleich im selben Sitzungssaal des Landgerichts Augsburg, jedoch vor unterschiedlichen Strafkammern, statt.

Man kann nur vermuten, dass der Vater - der übrigens Inhaber eines Patents für eine Bitumenmischung ist - nicht unzufrieden darüber war, dass mit dem Urteil gegen Mazurek weitere Ermittlungen in diesem Fall praktisch vom Tisch waren. Was natürlich nichts über Schuld aussagt.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

13.09.2026 um 20:43
Zitat von OberleutnantOberleutnant schrieb:Man ging allerdings davon aus. daß der Täter mindestens einen Komplizen gehabt haben muß (was durch den Fund des Klingeldrahtes ja offenbar bewiesen wurde). Interessant wäre jetzt, ob der Halter des FFB - Passat Variants den HW gekannt hat und was dieser evtl. für einen Beruf gehabt hatte.

Das hat für mich bis jetzt noch zu wenig Substanz. Es stimmt das anhand des Klingeldrahtes und anderer Gegebenheiten eine Beteiligung von ein oder mehreren Komplizen/Mittätern wahrscheinlich erscheint. Ob der von Zeugen gesehene grüne Passat Variant aber darin tatsächlich eine Rolle spielt ist bisher unbewiesen, es ist lediglich ein Verdachtspunkt. Genauso wie jetzt ein etwaiger Bezug zu Harald W. wofür es keinerlei Anhaltspunkte gibt. Mehr noch, durch diese spekulative Verbindung wird seine Involvierung/Beteiligung in die Tat quasi vorausgesetzt. Aber genau dafür gibt es jedoch keine ausreichenden Beweise, man kann sogar eine ganze Reihe von Argumenten anführen die gegen die Beteiligung von Harald W. sprechen oder diese unwahrscheinlich erscheinen lassen.



Zitat von watnuwatnu schrieb:Ich bin mir relativ sicher, dass das Unternehmen von der Polizei konsultiert wurde, aber nicht ganz klar ist, in welcher Form. Ich weiß nicht mehr, wo ich das aufgeschnappt habe

Alles was ich dazu finden konnte ist ein Beitrag von Bild zu dem Fall indem Barbara Zipser einerseits aussagt das nicht bekannt ist ob besagtes Unternehmen untersucht wurde jedoch sei die Firma für ein „Fachgespräch“ (Was immer das bedeuten soll...) hinzugezogen worden. Ab Zeitindex 17.50 Minute

Youtube: True-Crime: Der Mord in der Holzkiste – Das grausame Fall von Ursula Herrmann | BILD Original Doku
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Ansonsten gibt es ja noch im verlinkten dritten Teil der SWR Dokumentation die Stelle wo Christa von Bernuth direkt zu dieser Firma fährt in der Hoffnung zu erfahren ob diese Bitumenmischung tatsächlich von dort stammt. Allerdings trifft sie die Verantwortlichen nicht an erhält aber später schriftliche Auskunft über die Produktionen in den 1980er Jahren. Zu dieser Speziallackierung selbst gab es leider keine neuen Erkenntnisse.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

14.09.2026 um 14:15
Zitat von Pusteblume2026Pusteblume2026 schrieb am 09.09.2026:Wo genau soll der Passat gestanden haben? War damit tatsächlich der damalige Parkplatz Aumühle gemeint, oder ein Standplatz näher am Wald bzw. an einem der Wege?
https://mordaufex.podigee.io/351-tiefe-spuren-unter-der-erde-1-2 , ca. 30.40:
M. Ho. sagte nicht, dass der Passat auf dem Parkplatz stand. Er stand am Wegrand, etwa auf halber Strecke zwischen der Straße und dem Haus. Gemeint ist vermutlich das Wohnhaus der Freundin/Beifahrerin im Weingarten, die er heimfuhr.

Dass er selbst um diese Uhrzeit diesen Weg nahm beweist, dass es nicht ausgeschlossen ist, dass dort ein KfZ unterwegs ist. Vielleicht hielt der Passat dort, weil jemand pinkeln musste.

M. Ho. sagte zwar, dass den Feldweg eigentlich nur Anwohner kennen, aber auch das kann man nicht so strikt eingrenzen. Wer einen Bezug zu Anwohnern hat, kann den Weg durch sie kennengelernt haben.
Und das Kennzeichen eines Nachbarorts (FFB) sagt auch nichts über den Wohnort der Kfz-Insassen aus. (Oder über einen eventuellen ehemaligen Wohnort).

Außerdem hieß es:
Es ist zu dunkel, um mehr zu erkennen. Aber M. Ho. glaubt, eine oder zwei Personen zu sehen.
Nach seiner Erinnerung meint er Personen auf dem Fahrer- und Beifahrersitz als Schatten wahrgenommen zu haben.
M. Ho.: "Aber das war alles wirklich im Schatten, also es war ganz Nacht, außer im Sternenlicht keine Beleuchtung."

Er fuhr näher in Richtung Heck des Passats, um im Scheinwerferlicht das Kennzeichen sehen zu können. Nur das Heck wurde beleuchtet.
Im Scheinwerferlicht sehen Farben anders aus als im natürlichen Licht, kann man Dunkelgrün z. B. von Blau unterscheiden?

- - -
Zitat von Pusteblume2026Pusteblume2026 schrieb am 09.09.2026:Für mich wäre daher eine möglichst genaue Präzisierung der Aussage von Michael Hofstetter wichtig:
Dann höre es dir am besten nochmal an. Evtl. werden weitere Details erwähnt, auf die ich nicht geachtet habe.

- - -
Zitat von Pusteblume2026Pusteblume2026 schrieb am 09.09.2026:@2r2n schrieb dazu am 09.03.2018:
Zitat von 2r2n2r2n schrieb am 09.03.2018:Mir wurde vom LKA 2011 erzählt, dass diese Nummer abgeklärt ist und dass der Fahrer nichts mit dem Fall zu tun hat.
Das kann schlicht heißen, dass der Halter (bzw. Kfz-Insasse) eine überprüfbare Erklärung hatte und nichts von Relevanz wahrgenommen hatte, weil er erst Stunden später am Waldrand stand.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

15.09.2026 um 14:43
Zitat von MauserMauser schrieb:Alles was ich dazu finden konnte
Ja, thx. Im Post den @GrafOskar am 12.09. wegen der Eulen verlinkte, hatte ich u. a. Zipser wörtlich zitiert, trotzdem habe ich das u. g. Zitat nicht gefunden :D
Zitat von watnuwatnu schrieb am 17.05.2026:ab ca.
17:30:
"An der Kiste wurden Farben und auch Farbspritzer festgestellt, die hoch auffällig waren. Es handelte sich dabei um Prototypen, die nicht im Handel erhältlich waren, aber das konnte nicht geklärt werden wo diese Lacke herkommen es gibt ganz in der Nähe des Tatortes eine Firma, in der ähnliche Lacke entwickelt wurden. Wir wissen nicht, ob die Firma untersucht wurde. Sie wurde
aber für ein Fachgespräch hinzugezogen."[Journalistin:] "Was ein Fachgespräch in diesem Zusammenhang zu bedeuten hat, bleibt offen. Auch in den Ermittlungsakten gibt es darauf keine Antwort."
Aus o. g. folgere ich:
1.
Das Unternehmen wurde also auch wegen des Deckels kontaktiert. Deckel bzw. die Beschichtung wurden nicht als von dort stammend erkannt.
Für eine Untersuchung/Durchsuchung gab es keine Rechtsgrundlage.
Ein Fachgespräch wird mit Fachpersonal und z. B. nicht mit dem Hausmeister geführt. Wurde weiteres Personal befragt?
Hätte sich angesichts des grausamen Verbrechens tatsächlich niemand bei der Polizei gemeldet, die/der eine entsprechende Platte schon einmal in einem Unternehmen gesehen hätte (evtl. ehemaliges Personal)?

2.
Personen, die wussten, dass es keine Standard-Beschichtung ist, hätten die Platte eher nicht als Kistendeckel verwendet, weil sie gewusst hätten, dass der Deckel eine Spur legt, falls er entdeckt wird. Die Entführer achteten auch ansonsten auf Spurenvermeidung.

3.
Falls der Deckel zuvor als Muster- oder Experimentier-Platte für einen bestimmten Zweck diente, wäre es zumindest denkbar, dass solche Platten auch für andere Zwecke/Projekte/Aufträge in einem Unternehmen vorrätig waren und verwendet wurden.
Erhielt die Polizei Hinweise zum Deckel? Wenn man sich nicht an Kaufering festbeißt und annimmt, dass der Deckel dennoch aus einem Kleinunternehmen stammt, könnte dieses so weit entfernt vom Gebiet um den Ammersee liegen, dass potenzielle ZeugInnen nicht mit entsprechenden Fahndungsaufrufen erreicht wurden oder nicht auf die Idee kamen, dass der Deckel aus dem ihnen bekannten Unternehmen stammt.

- -
Zitat von MauserMauser schrieb:im verlinkten dritten Teil der SWR Dokumentation die Stelle wo Christa von Bernuth direkt zu dieser Firma fährt
Die aber mit den früheren Eigentümern Schr. nichts mehr zu tun hatte, soweit ich mich erinnere.

Quelle Fachgespräch: Youtube: True-Crime: Der Mord in der Holzkiste – Das grausame Fall von Ursula Herrmann | BILD Original Doku
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24.09.2026 um 10:42
@JosephConrad: Noch etwas zum Passat: dieses Auto mit der FFB X XXXX-Nummer wurde bereits zwei Wochen vor der Tat frühmorgens von einem Revierförster im Bereich des Aumühle Parkplatzes wahrgenommen, da die Scheiben beschlagen waren konnte er nicht ins Innere sehen. Die Überprüfung hat dann lt LKA keinen Tatzusammenhang ergeben, der Halter wurde als im Bereich Kottgeisering wohnhaft ermittelt. Alle Versuche unsererseits die Identität herauszufinden haben leider zu keinem Ergebnis geführt, auch weil die Nummer in Flensburg nicht mehr geführt wird.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

24.09.2026 um 17:25
IMG 20260924 165025168

So sieht der Parkplatz heute aus, dass da Autos stehen ist nicht ungewöhnlich weil es direkt an der ST2055 ist. Rechts die Autos sind wohl Spaziergänger und dahinter ist das Gebäude vom DM in rückwärtiger Ansicht. Links wo der A2 steht, da kommt man von der Straße.

Falls der grüne Passat damit was zu tun gehabt hätte fände ich es ja schon sehr seltsam wenn der so schnell gefahren wäre. Da macht man sich ja noch mehr verdächtig.

Beschlagene Scheiben könnten davon kommen wenn man im Auto übernachtet.

Wie hieß denn eigentlich dieser Freund von Mazurek der auch (vom ihm?) verdächtigt wurde?


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