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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

12.481 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wald, Entführung, München ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

27.08.2026 um 13:34
Ich halte nicht viel von den beiden Podcast-Damen und ihrem "journalistischen" Stil. Für mich ist dieser Stil der Präsentation und Selbstdarstellung nicht erträglich. Ich denke auch nicht, dass sie zur Aufklärung des Falles beitragen werden.

Wenn sie jedoch auf die Zweifel an der Schuld des als Täter verurteilten Mazurek aufmerksam machen, soll es mir recht sein.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

31.08.2026 um 13:48
Der erste Teil der beiden Spezialfolgen "Tiefe Spuren: Unter der Erde" zum Fall Ursula Herrmann aus der Sendereihe "Mord auf Ex" ist veröffentlicht worden

https://mordaufex.podigee.io/351-tiefe-spuren-unter-der-erde-1-2

Auch wenn es inhaltlich ein wenig sprunghaft erscheint ist die Recherche dennoch ganz gut gemacht wobei jetzt nichts vorkam was nicht schon bekannt wäre. Neu war für mir einzig die Schilderung von Michael Hofstetter über den dunkelgrünen Wagen und einem eventuellen Tatbezug man jedoch den Spuransatz offensichtlich nicht weiter verfolgt hat. Interessant war es in jedem Fall und nächste Woche wenn der zweite Teil erscheint dürfte es noch interessanter werde denn da kommt dann auch Werner Mazurek zu Wort und es wird auf die letzten Ereignisse eingegangen.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

31.08.2026 um 15:31
Das u. g. Zitat dürfte das im Podcast erwähnte Auto betreffen, das der Freund von M. H. gesehen hatte.
Vielleicht kann jemand mit Ortskenntnis die Stelle genauer beschreiben? War der Feldweg am Waldrand? Kann man ausschließen, dass das Auto dort aus anderen Gründen stand? Mir fallen z. B. kiffende Jugendliche, Wilderer, Brennholzdiebe oder Leute, die dort im Wald Schießübungen gemacht haben sollen (?) ein. EDIT: Wir haben als Jugendliche Holz für Lagerfeuer/Partys gesammelt.
Um festzustellen, ob es tatsächlich so außergewöhnlich war, dass nachts dort ein Auto stand, hätte das m. E. zuvor regelmäßig überprüft werden müssen.
Ich denke, an anderen Tagen, an denen man nicht so alarmiert wegen Ursulas Verschwinden war, hätte man dem Auto evtl. keine große Beachtung geschenkt oder es vielleicht nach wenigen Tagen ganz vergessen.
Und es wäre schon dämlich von den Entführern, mit überhöhter Geschwindigkeit auf sich aufmerksam zu machen. Ausschließen würde ich das nicht. Wie der Ermittler sagte: (Unerfahrene) Planung solch einer Tat <-> Konfrontation mit der Realität
Zitat von 2r2n2r2n schrieb am 09.03.2018:Was ich noch nicht berichtet habe: Am Abend des 15.09. um 23.00 Uhr wurde ein grüner Passat Kombi gesichtet, der an der Aumühle (auf der Weingartenseite) parkte und plötzlich mit hoher Geschwindigkeit losbrauste und dann mit 150 über die B12 Richtung Inning und dann Richtung FFB fuhr. Sogar die Autonummer wurde aufgeschrieben. Mir wurde vom LKA 2011 erzählt, dass diese Nummer abgeklärt ist und dass der Fahrer nichts mit dem Fall zu tun hat. Weil ich das nicht glauben will, habe ich versucht, die Autonummer recherchieren zu lassen, aber das scheint nicht zu gehen, weil in Flensburg Nummern von 81 angeblich nicht mehr gelistet sind.
Gibt es hier im Forum jemand, der das bestätigen oder dementieren kann?
Es stehen noch weitere Infos im o. g. Post (Nick im Zitat anklicken).


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

02.09.2026 um 11:51
Der genannte Podcast von AufEx ist insgesamt sehr hörenswert und sorgfältig gemacht.

Zwei kleine sachliche Ungenauigkeiten sollten jedoch richtiggestellt werden:

Die im Podcast erwähnte Kabellänge betrug natürlich etwa 140 Meter und nicht 140 Zentimeter.
Hierbei dürfte es sich lediglich um einen Versprecher gehandelt haben.

Auch die Darstellung zum ursprünglichen Verdacht gegen Werner Mazurek ist zu präzisieren:
Der Verdacht beruhte nicht auf einem anonymen Hinweis.
Nach Aktenlage leitete ein Kriminalbeamter den zunächst noch sehr unkonkreten Hinweis eines namentlich bekannten Bekannten an die Sonderkommission Fürstenfeldbruck weiter.
Dieser Bekannte hatte die betreffende Information wiederum nur über eine weitere Person erfahren.
Erst im Zuge dieser Weitergabe und Bewertung durch die Ermittlungsbehörden entwickelte sich daraus ein konkreter Verdacht gegen Mazurek.


1. Hinweis auf Werner MazurekOriginal anzeigen (0,8 MB)


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

02.09.2026 um 14:17
Zitat von Pusteblume2026Pusteblume2026 schrieb:sachliche Ungenauigkeiten sollten jedoch richtiggestellt werden:
Die im Aktenauszug angegebene Entfernung zwischen der Wohnung des W.M. und dem Haus der Familie H. war wohl gemessene Luftlinie?
Laut dem Bruder M.H. war W.M. kein Nachbar:
Zitat von 2r2n2r2n schrieb am 25.03.2019:Mazurek war kein Nachbar, sondern man musste mit dem Auto oder dem Fahrrad 600m zurücklegen



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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

02.09.2026 um 14:43
Die Entfernungsangaben sind wohl etwas schlecht geschätzt worden.
Die ermittelden Behörden schrieben ja ca. 250 Meter. Also war wohl Luftlinie gemeint.
Laut Google Maps von gerade eben sind es Luftlinie 372 Meter und eben zu Fuß oder mit dem Fahhrad 750 Meter.

Dateianhang: Entfernungen.docx.pdf (198 KB)


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

02.09.2026 um 16:19
Unter dem u. g. Link ist eine Karte zu sehen (kopieren klappt nicht).
Das stark verkürzte Zitat dient nur als "Legende" zur Karte:
Zitat von ErwinKösterErwinKöster schrieb am 29.05.2018:In der Skizze von KOM Baumgartner sind zwei Parkplätze angegeben, x1 (Parkplatz Aumühle) und x2 (Parkplatz Nähe Aumühle).
(...)
, also im Falle von x2 im möglichen Aufenthaltsgebiet der Besatzung des VW Passat
(...)
Skizze mit den wichtigsten Trampelpfaden gebastelt und mit einem (mehr oder weniger genauen) möglichen Fußweg der Entführer. Posten d (blau) dürfte nachdem der Hochsitz "sauber" war, auf den Verbindungsweg aufgerückt sein, um gemeinsam mit f am oberen Ende den Weg zwischen Hochsitz und Vergrabungsort zu sichern.
, dass in diesem Fall (Posten a-g) eine weitaus größere Anzahl an Tätern zu Werke gewesen wäre
Beitrag von ErwinKöster (Seite 73)

AW auf den o. g. Post:
Zitat von 2r2n2r2n schrieb am 30.05.2018:@ErwinKöster
Danke für diese geniale Skizze!

Noch zwei kleine Anmerkungen:
- Die sieben oder acht Schüsse um ca. 23.00 Uhr wurden vom Schondorfer Nordostbereich aus wahrgenommen, da wo also, nahe am Seeufer, der Wald beginnt. Das wäre sehr weit weg von x1 und x2.
- Die Tüte wurde in einem hohlen Baumstumpf gefunden, wurde also dort bewusst abgelegt und nicht vom Wind hingetragen. Der wichtigste Punkt ist hier die Position zwischen LEH und x2

Einen Zusammenhang herzustellen zwischen Schüssen, Tüte und Passat halte ich für schwierig. Jedes einzelne Puzzleteil ist wichtig und man sollte sie alle im Hinterkopf behalten. Vielleicht ergeben sich später weitere Erkenntnisse, die uns weiterführen, aber vorerst würde ich hier nichts hineingeheimnissen.
Ob eine schlechtsitzende Tüten-Maske für eine ernsthafte Entführung benutzt worden ist?
Hier glaube ich eher, dass sie von Kindern/Jugendlichen zurückgelassen wurde, die zuvor damit spielten o. andere Kinder damit erschrecken wollten.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

02.09.2026 um 21:38
P. S. zum vorherigen Post

Aussage in "Mord Auf Ex" :
"Dort, wo das grüne Auto stand, das war der nächstmögliche Punkt zur Kiste, zu dem man mit dem Auto kommen könnte." (ab ca. Min. 32)
Dass der Passat auf der o. g. Skizze in Nähe "x2" stand (wie ich es verstanden hatte) passt nicht zur Aussage.

- - - -
Unten sind 2 erläuternde Posts mit der anderen Skizze (des Kom. Baumgartner):
Beitrag von 2r2n (Seite 72)
Beitrag von 2r2n (Seite 72)

Infos* zu den Schranken:
Zitat von 2r2n2r2n schrieb am 02.03.2018:Sowohl am Seeweg - die Schranke ließ sich durch eine Zange öffnen - als auch von der Aumühle Richtung Osten - die Schranke war offen, habe ich jetzt recherchiert
*Ohne die Einschätzung des 2r2n (in 2018), ob evtl. ein Kfz eingesetzt wurde oder nicht. (Nickname anklicken, um zum zitierten Original-Post zu springen.)


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07.09.2026 um 15:01
Ich habe mir den Podcast von MaX noch nicht angehört und frage mich, ob es sich lohnt. Wie bewertet ihr den Podcast?


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

07.09.2026 um 18:19
Ich persönlich fand beide Folgen wirklich sehr gut gemacht – vor allem deshalb, weil darin auch Details angesprochen werden, die zumindest mir in dieser Form bisher nicht bekannt waren.

Besonders aufmerksam gemacht hat mich im ersten Teil die Aussage von Michael Hofstetter zu dem grünen Kombi mit dem Kennzeichen FFB.

Nach seiner Schilderung soll dieses Fahrzeug im Bereich der Aumühle ausgerechnet dort geparkt haben, wo man dem späteren Vergrabungsort der Kiste am nächsten war.

Und genau dieser Punkt lässt mich nicht los.

Denn wenn diese Angabe so zutrifft, stellt sich zwangsläufig die Frage: War das tatsächlich nur ein Zufall?

Ich beschäftige mich schon sehr lange mit dem Fall, aber dieses konkrete Detail hatte ich bislang weder in den mir bekannten Veröffentlichungen noch in dieser Deutlichkeit irgendwo gelesen.

Gerade bei einem Fall wie diesem können solche scheinbar nebensächlichen Beobachtungen im Nachhinein eine völlig andere Bedeutung bekommen. Deshalb würde mich interessieren:

War euch diese Information bereits bekannt? Und wie bewertet ihr den grünen Kombi im Zusammenhang mit dem späteren Fundort der Kiste?


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

07.09.2026 um 18:39
@Pusteblume2026
Vielen Dank für deine Antwort, ich werde mir den Podcast also anhören.
Deine Frage kann ich dir leider nicht beantworten, es ist schon eine Weile her, dass ich mich mit diesem Fall etwas eingehender befasst habe. An eine solche Aussage des Herrn Hofstetter kann ich mich im Moment nicht erinnern.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

08.09.2026 um 19:34
Zitat von Pusteblume2026Pusteblume2026 schrieb:Nach seiner Schilderung soll dieses Fahrzeug im Bereich der Aumühle ausgerechnet dort geparkt haben, wo man dem späteren Vergrabungsort der Kiste am nächsten war.
Es wurde schon ein paar mal genannt:
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb am 08.04.2019:Dazu wurde ja schon ein paar Mal etwas geschrieben (s.u.). Ich wundere mich, dass der Name nicht in den Akten steht. Aber selbst wenn Du seinen Klarnamen hättest, was könntest Du damit anfangen? Die Ermittler müssten ihn schon um eine Speichelprobe und seine Fingerabdrücke bitten und diese dann mit den Spuren abgleichen.
Zitat von ErwinKösterErwinKöster schrieb am 04.10.2018:Der grüne VW Passat, der in der Tatnacht gegen 23.15 mit Vollgas vom Parkplatz an der Aumühle weggefahren ist, hatte ein FFB-Kennzeichen. Der Halter wurde von der Polizei überprüft und als unbeteiligt eingestuft. Gehen wir davon aus dass das seine Richtigkeit hat.
Zitat von ErwinKösterErwinKöster schrieb am 29.05.2018:Die Schüsse hingegen waren nur ca. 20 Minuten vorher zu hören. Da könnte zeitlich ein Zusammenhang bestehen. Sie dürften auch irgendwo im westlichen Teil des Weingartens abgeben worden sein, also im Falle von x2 im möglichen Aufenthaltsgebiet der Besatzung des VW Passat. Vielleicht hat der/haben die im Wald illegal geschossen, sind zurück zum Auto und haben, als sie merkten, dass sie gesehen wurden, Gas gegeben? Also ein ganz banales Verhalten, das nichts mit der Tat zu tun hatte - die hatten sich für ihre Schießprobe einfach den falschen Tag ausgesucht? Oder sie haben Schüsse gehört und sind aus Angst abgehauen.

Oder sie haben doch etwas gesehen, haben aber nichts ausgesagt, um nicht Nummer 237 in der Reihe der Verdächtigen zu werden. Es wäre auf alle Fälle (so wie von den ehemaligen Schülern und Lehrern des LEH in diesem Jahr) nicht unwichtig mehr darüber zu erfahren!
Zitat von 2r2n2r2n schrieb am 29.05.2018:Es war ein erwachsener Mann, der dort mit seinem Wagen an der Aumühle stand. 1981 hat man ihn als unverdächtig eingestuft und nach den damaligen Denkmustern war er das vermutlich auch. Aber ich würde das gerne selber bewerten, denn es wäre nicht das erste mal, dass damalige Bewertungen überdacht werden müssen. Der Vollständigkeit halber und damit es nicht zu falschen Vermischungen kommt: Die Uhrzeit des schnellen Wegfahrens des grünen Passat Kombis von dem Parkplatz an der Aumühle lag im Bereich 23.20 - 23.30 Uhr.
Zitat von ErwinKösterErwinKöster schrieb am 28.05.2018:Und irgendwo in dem Bereich sind ja dann gegen 23.00 auch noch die Schüsse gefallen. Da der Passat mit FFB Kennzeichen fast zur gleichen Zeit mit Vollgas weggefahren ist glaube ich schon dass da ein Zusammenhang besteht. Es ist jammerschade dass es keine Informationen über den Fahrzeughalter mehr gibt, denn das wären wirklich wichtige Zeugen.
Zitat von 2r2n2r2n schrieb am 09.03.2018:Was ich noch nicht berichtet habe: Am Abend des 15.09. um 23.00 Uhr wurde ein grüner Passat Kombi gesichtet, der an der Aumühle (auf der Weingartenseite) parkte und plötzlich mit hoher Geschwindigkeit losbrauste und dann mit 150 über die B12 Richtung Inning und dann Richtung FFB fuhr. Sogar die Autonummer wurde aufgeschrieben. Mir wurde vom LKA 2011 erzählt, dass diese Nummer abgeklärt ist und dass der Fahrer nichts mit dem Fall zu tun hat. Weil ich das nicht glauben will, habe ich versucht, die Autonummer recherchieren zu lassen, aber das scheint nicht zu gehen, weil in Flensburg Nummern von 81 angeblich nicht mehr gelistet sind.
Gibt es hier im Forum jemand, der das bestätigen oder dementieren kann?



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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

09.09.2026 um 13:28
@JosephConrad: Danke für die Zusammenfassung der bisherigen Postings zum Passat. So hatte ich die Diskussion hier im Thread ebenfalls verstanden.
Ein Problem bleibt für mich allerdings: Wir wissen meines Erachtens nicht genau, wie das Gebiet bei der Aumühle im Jahr 1981 tatsächlich ausgesehen hat und wo sich der damals erwähnte „Parkplatz Aumühle“ exakt befand. Heute befindet sich in diesem Bereich ungefähr der ALDI-Markt.
Gerade deshalb finde ich die Aussage von Michael Hofstetter im Podcast „AufEx“ ausgesprochen interessant. Denn es macht einen erheblichen Unterschied, ob das betreffende Fahrzeug tatsächlich auf dem Parkplatz Aumühle stand oder ob es möglicherweise so abgestellt war, dass sich der kürzestmögliche Weg zum späteren Vergrabungsort der Tatkiste ergab.
Da auf der Karte zwei entsprechende Waldwege erkennbar sind, habe ich beide für mich als mögliche Zufahrts- bzw. Zugangsvarianten eingezeichnet. Den möglichen Vergrabungsort der Tatkiste habe ich dabei aus dem Bild übernommen, das @JosephConrad am 16.04.2026 eingestellt hatte.
Für mich wäre daher eine möglichst genaue Präzisierung der Aussage von Michael Hofstetter wichtig: Wo genau soll der Passat gestanden haben? War damit tatsächlich der damalige Parkplatz Aumühle gemeint, oder ein Standplatz näher am Wald bzw. an einem der Wege?
In diesem Zusammenhang wäre es aus meiner Sicht auch sehr interessant, den damaligen Halter bzw. Fahrer des Fahrzeugs noch einmal zu befragen.
@2r2n schrieb dazu am 09.03.2018:
„Mir wurde vom LKA 2011 erzählt, dass diese Nummer abgeklärt ist und dass der Fahrer nichts mit dem Fall zu tun hat.“
Diese Aussage würde ich allerdings nicht automatisch so verstehen, dass damit sämtliche denkbaren Informationen dieses Fahrers für die Rekonstruktion der damaligen Situation bedeutungslos wären. „Nichts mit dem Fall zu tun“ kann zunächst einmal bedeuten, dass sich aus Sicht der Ermittler kein Tatverdacht gegen diese Person ergeben hat.
Das schließt aber meiner Meinung nach nicht aus, dass der damalige Fahrer heute noch eine wichtige Zeugenaussage zur Position des Fahrzeugs, zum Grund des Aufenthalts, zur Fahrtroute oder zu Beobachtungen im Bereich Aumühle/Weingarten machen könnte.
Gerade die exakte Position des Passats wäre deshalb für mich interessant. Denn zwischen „stand auf dem Parkplatz Aumühle“ und „stand unmittelbar an einem Waldweg mit möglichst kurzem Weg zur Tatkiste“ liegt für die Bewertung der Situation ein erheblicher Unterschied.
Dateianhang: Aum�hle Passat.pdf (286 KB)


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

09.09.2026 um 16:54
Hier zum Vergleich eine Luftbildaufnahme aus dem Jahr 1985.


AumuehleOriginal anzeigen (0,7 MB)


Quelle: https://www.ldbv.bayern.de/vermessung/luftbilder/recherchestation.html


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09.09.2026 um 17:36
@GrafOskar
Super danke für den Link.
Einen ausgewiesenen Parkplatz erkennt man aber auf dem Luftbild nicht eindeutig, oder?


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

09.09.2026 um 17:41
Zitat von Pusteblume2026Pusteblume2026 schrieb:Einen ausgewiesenen Parkplatz erkennt man aber auf dem Luftbild nicht eindeutig, oder?
Auf diesem Luftbild aus dem Jahr 1980 kann man ein parkendes Auto erkennen.


Aumuehle2


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09.09.2026 um 18:24
@GrafOskar Danke, dann dürfte so gut wie geklärt sein, wo der Parkplatz Aumühle genau war.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

11.09.2026 um 18:54
Zitat von Pusteblume2026Pusteblume2026 schrieb am 07.09.2026:War euch diese Information bereits bekannt? Und wie bewertet ihr den grünen Kombi im Zusammenhang mit dem späteren Fundort der Kiste?

Also mir war dieser Umstand, wie gesagt, zuvor nicht bekannt und stellt einen, gemessen an der Schilderung des Zeugen Hofstetter, interessanten Spuransatz dar welcher mal genauer ausgeleuchtet werden müsste. Auf der anderen Seite sollte man aber auch vorsichtig sein und darin jetzt sofort eine ultraheiße Spur hineinzuinterpretieren. Denn wenn es stimmt das diese Aussage bereits polizeilich abgeklärt wurde aber nichts dabei herauskam dann ist auch das erst einmal ein Ergebnis.

Zumal noch, und auch das wurde bereits angesprochen, alternative Gründe für die Anwesenheit dieses grünen Kombi vorliegen können welche mit der Tat überhaupt nichts zu tun haben. Schließlich darf man nicht vergessen dass der gesamte Spuransatz auf einer einzigen subjektiven Zeugenaussage und Begleitung basiert. Es braucht einfach mehr gesicherte Informationen um zu einem Ergebnis oder zumindest einer gesicherten Einschätzung zu kommen.

Ansonsten war der zweite Teil dieser beiden Spezialfolgen auch wieder recht sprunghaft aber es gab an ein paar Stellen ebenso wieder interessante Neuigkeiten, zumindest für mich.

https://mordaufex.podigee.io/352-tiefe-spuren-unter-der-erde-2-2

Ich fand es gut das Werner Mazurek die Gründe dafür erläutert hat warum er weiterhin so beharrlich an diesem Fall dranbleibt und das ihm letztendlich auch überhaupt keine andere Wahl bleibt. Weil der Kampf um die juristische Rehabilitation und Wiederherstellung des eigenen Rufes ist eine Konsequenz welche so oder so auf jemanden zukommt der sich selbst als unschuldig betrachtet unabhängig davon ob man noch im Gefängnis sitzt oder bereits freigekommen ist. Natürlich möchte niemand mit dem Stigma des schuldigen und verurteilten Mörders respektive Kinderentführers leben, das ist mehr als verständlich. Das betrifft genauso Benedikt Toth wie auch noch Andreas Darsow u. v. a.

Interessant war auch die Stelle wo Mazurek sich nach wie vor auf Harald W. als für ihn Hauptverdächtigten festlegte und dabei unter anderem die selbst geschnitzten Holzdübel als Argument gegen jugendliche Täter anführte. Warum Jugendliche dazu angeblich nicht in der Lage gewesen sein sollten hat er allerdings nicht gesagt. Schade dass hier nicht weiter nachgebohrt wurde oder Michael Herrmann mal zu den Argumenten von Mazurek befragt wurde was er dazu sagt, wie stichhaltig er sie empfindet usw. Andersrum wäre es aber auch aufschlussreich gewesen zu erfahren wie sich Mazurek dann die Indizien erklärt die eben für jugendliche Täter sprechen denn diese lassen sich genauso wenig bestreiten.

Und da sind wir jetzt bei der für mich bemerkenswertesten Stelle in dieser zweiten Episode als Michael Herrmann nämlich sagte das er überzeugt sei das die beiden Eulenjäger von Landheim irgendwie in die Tat involviert gewesen seien. Davon zeuge nicht nur der übergebene Klingeldraht, die Durchdruckspuren vom Wahrscheinlichkeitsbaum im Erpresserbrief sondern auch der Bezug zum Deckel der Entführungskiste mit der speziellen Bitumenbeschichtung. Nach wie vor erscheint dies als der aussichtsreichste Spuransatz in diesem ultramysteriösen Fall zu sein welcher möglicherweise neue Erkenntnisse offenbart – sofern man dem eben kriminalistisch nachgeht.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

12.09.2026 um 01:03
Zitat von 2r2n2r2n schrieb am 09.03.2018:Was ich noch nicht berichtet habe: Am Abend des 15.09. um 23.00 Uhr wurde ein grüner Passat Kombi gesichtet, der an der Aumühle (auf der Weingartenseite) parkte und plötzlich mit hoher Geschwindigkeit losbrauste und dann mit 150 über die B12 Richtung Inning und dann Richtung FFB fuhr.
Zitat von MauserMauser schrieb:Interessant war auch die Stelle wo Mazurek sich nach wie vor auf Harald W. als für ihn Hauptverdächtigten festlegte
Lt. der Aussage von Herrn Hofstetter sei der Passat dunkelgrün gewesen.

Vielleicht interessant, daß die Polizeifahrzeuge in Bayern bis Anfang 1975 dunkelgrün (»tannengrün«) gewesen waren und der Passat Variant im Januar 1974 auf den Markt kam. Also ein Jahr lang an die Polizei noch in dunkelgrün ausgeliefert wurde. Könnte es evtl. ein ausgemustertes Polizeifahrzeug gewesen sein?
Zitat von MauserMauser schrieb:...als Michael Herrmann nämlich sagte das er überzeugt sei das die beiden Eulenjäger von Landheim irgendwie in die Tat involviert gewesen seien...
Was hat es denn mit den »Eulenjägern« auf sich? Eulen waren ja streng geschützt, was haben die wohlbetuchten Sprößlinge vom Internat die dann zu jagen und womit? Jagdschein und Waffenbesitzkarte können sie ja nicht gehabt haben, was soll dann die »Eulenjagd«?


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

12.09.2026 um 09:49
Zitat von OberleutnantOberleutnant schrieb:Was hat es denn mit den »Eulenjägern« auf sich? Eulen waren ja streng geschützt, was haben die wohlbetuchten Sprößlinge vom Internat die dann zu jagen und womit? Jagdschein und Waffenbesitzkarte können sie ja nicht gehabt haben, was soll dann die »Eulenjagd«?
Die Suchfunktion liefert u.a. diesen Treffer
Merkwürdig ist auch, dass die beiden der Polizei den Klingeldraht ungefragt übergaben, obwohl diese noch gar nicht wusste, dass der Draht für das Verbrechen benutzt wurde. 1981 hatte ihn die Polizei im Wald hängen lassen. Am Tag der Übergabe erzählten die Schüler, ihn vor kurzem im Weingarten gefunden hätten (Eulenjagd tagsüber).
Lt. Folge 6 des BR-Podcasts ließ der Internatsleiter die Polizei an diesem Tag 1,5 Stunden unverrichteter Dinge warten.
In Folge 7 des BR-Podcasts behauptet einer der beiden Schüler im Telefonat mit der BR-Journalistin, sie hätten den Draht aus Vogelschutzgründen abgenommen, damit sich Vögel/Eulen nicht darin verheddern.
Beide gaben gegenüber der Polizei auch zu, die geheimen Trampelpfade, die die Entführer benutzten, um Ursula zur Kiste zu schleppen, zu kennen (Min. in u. g. Video 15.05).
Quelle: Beitrag von watnu (Seite 626)


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