ringelnatz
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Halte ich für sehr unwahrscheinlich.Swissanalyst schrieb:Könnte es sein, dass L&K den Mirador del Pianista erreichten, sich dessen aber gar nicht bewusst waren?
Da dieses auch auf dem Mirador geschlossen wurde, wäre dieses ein weiteres Indiz, dass sie ihr Ziel erreicht haben.Swissanalyst schrieb:Google Maps war bereits geschlossen
Wenn das stimmt und sie irrtümlich weiter gegangen sind, muss den beiden doch irgendwann klar gewesen sein, dass sie nicht richtig sind. Nur, warum hat man dann nicht Google-Maps wieder benutzt oder auch nur versucht zu nutzen?GrafOskar schrieb am 01.11.2025:Doch, solange sich die Karte mit dem Mirador im Cache befindet sieht man sehr gut auf dem Display wie man sich dem Ziel nähert oder sich davon entfernt. Dazu benötigt man kein Mobilfunknetz, die GPS Signale reichen dafür aus.
Sie wussten ja, dass auf Google Maps für diese Region keine Wege eingezeichnet waren und haben evtl. deswegen auf Google Maps verzichtet. Es kann auch sein, dass sie den Bach bei Foto #508 für einen Zufluss zum Rio Pianista hielten und einfach diesem folgen wollten. Dies natürlich nur wenn sie nichts über die kontinentale Wasserscheide am Mirador wussten.Sven1213 schrieb:Wenn das stimmt und sie irrtümlich weiter gegangen sind, muss den beiden doch irgendwann klar gewesen sein, dass sie nicht richtig sind. Nur, warum hat man dann nicht Google-Maps wieder benutzt oder auch nur versucht zu nutzen?

Ja, dazu müssen sie aber die Google Maps App bzw. die Apple Karten App starten und das Kartenmaterial müsste sich auch noch im Cache befinden. Diese nachlässige Vorbereitung ihrer Wanderung zeigt relativ deutlich, dass sie ziemlich leichtsinnig und unvorbereitet die Wanderung angetreten haben. Über den tragischen Ausgang braucht man sich also nicht zu wundern.Sven1213 schrieb:Aber auf beiden Handys wäre über GPS die Entfernung zum Mirador ersichtlich gewesen, oder nicht?
Ich meine jetzt nicht in Kilometer, aber es wäre ersichtlich gewesen, dass sie sich zum Beispiel am Q1 sich vom Mirador entfernten und in welcher Richtung.
Richtig. Sie waren auf dem Mirador. Aber waren sie sich dessen auch bewusst? Sie verweilten nicht sehr lange, schossen auch nur wenige Bilder. Und weiter ging’s. Sie nutzten diese Lücke im Wald für eine kurze Rast und die Fotos. Sie waren wohl auch schneller oben als erwartet, was sie hätte glauben lassen können, dass der Mirador erst noch kommen wird.Sven1213 schrieb:
Halte ich für sehr unwahrscheinlich.Swissanalyst schrieb:Swissanalyst schrieb:Könnte es sein, dass L&K den Mirador del Pianista erreichten, sich dessen aber gar nicht bewusst waren?
Es gibt ja nicht nur diese Bilder, sondern beide halten die Daumen auf diesen hoch, als sie sich auf dem Mirador befanden.
Wie schon geschrieben, wenn man auf diversen Bildern die Daumen hoch hält, an dieser Stelle die meisten Fotos macht und auch noch insgesamt 8 Bilder mit ihren Handys, dann sieht mir das sehr danach aus, dass ihnen bewusst war, den Gipfel erreicht zu haben.Swissanalyst schrieb:Richtig. Sie waren auf dem Mirador. Aber waren sie sich dessen auch bewusst?
Mir fällt dazu die Begrifflichkeit "unbedarft" ein. Was man den Beiden zu Gute halten muss, sie sind da hochgelaufen, als hätten sie in ihrem Leben nie was anderes gemacht. Sie halten Zeiten ein, welche auch erfahrende Wanderer zwischen den jeweiligen Örtlichkeiten der Bildaufnahmen gebraucht haben, die Zeit bis auf dem Mirador liegt im Bereich des Machbaren, sowie den weiteren Weg von dort aus bis zum Q1.GrafOskar schrieb:Diese nachlässige Vorbereitung ihrer Wanderung zeigt relativ deutlich, dass sie ziemlich leichtsinnig und unvorbereitet die Wanderung angetreten haben.
Das ist mE keine korrekte Annahme: Sie hatten den Gipfel in normaler Zeit erreicht.Swissanalyst schrieb:Sie waren wohl auch schneller oben als erwartet, was sie hätte glauben lassen können, dass der Mirador erst noch kommen wird.
Das finde ich ein sehr interessanter Gedankengang!Anthurium schrieb:Manchmal frage ich mich, ob sie versucht hatten, jemanden entgegen zu gehen. Na ja
Allerdings wussten die Beiden wohl nicht, was eine normale Zeit für diese Tour war. Marjolein hat ihnen gesagt, die Tour dauere ungefähr 5 Stunden. (schreibt sie in dem Brief an Ingrid)Anthurium schrieb:Das ist mE keine korrekte Annahme: Sie hatten den Gipfel in normaler Zeit erreicht.
Wer sollte denn aus dieser Richtung kommen?Anthurium schrieb:Manchmal frage ich mich, ob sie versucht hatten, jemanden entgegen zu gehen.
Was dann u.U. erklären könnte, daß sie - wenn sie dann nach spätestens 3.5 h bemerken, nicht höher zu kommen, sich demzufolge geirrt haben und umkehren - keinem mehr begegnet sind: die Indigenen, die an dem Tag u.U. Richtung Karibik unterwegs sind, sind zum Umkehrzeitpunkt bereits vor ihnen unterwegs in Richtung Karibik gesehen und die, die Richtung Mirador laufen, hinter ihnen (wenn sie dann zurück laufen) - bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie vom eigentlichen Trail Richtung Mirador abkommen.Streusel schrieb:Da sie in weniger als 2,5 Stunden oben waren, könnten sie schon auf den Gedanken gekommen sein, die Tour ginge noch etwas weiter.
Ich würde es anders formulieren, dass sie sich mit jemanden treffen wollten/verabredetet waren, aber das passt eigentlich gar nicht, da auf der "Nordseite" des Mirador kein/kaum ein Indigener wohnte.Swissanalyst schrieb:
Das finde ich ein sehr interessanter Gedankengang!Anthurium schrieb:Manchmal frage ich mich, ob sie versucht hatten, jemanden entgegen zu gehen. Na ja
Das ist theoretisch alles möglich, nur wie wahrscheinlich wäre das?bergfreund schrieb:Was dann u.U. erklären könnte, daß sie - wenn sie dann nach spätestens 3.5 h bemerken, nicht höher zu kommen, sich demzufolge geirrt haben und umkehren - keinem mehr begegnet sind: die Indigenen, die an dem Tag u.U. Richtung Karibik unterwegs sind, sind zum Umkehrzeitpunkt bereits vor ihnen unterwegs in Richtung Karibik gesehen und die, die Richtung Mirador laufen, hinter ihnen (wenn sie dann zurück laufen) - bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie vom eigentlichen Trail Richtung Mirador abkommen.
Die Zeiten und die Reihenfolge der Kamerabilder zu manipulieren und auch welche wegzulassen (und dabei bzgl. der Neunummerierung einem Fehler zu machen, der dann zur fehlenden Datei #509 führt), ist die leichteste Übung. Insbesondere weil das NFI sich mit den Spezifika der Kamera nicht genau genug beschäftigt hat, um bestimmte mögliche Anzeichen für eine Manipulation überhaupt zu erkennen.lucyvanpelt schrieb:Der uns bekannte zeitliche Ablauf stimmt nicht. Nur fehlt mir da das technische Verständnis, wie man das mit den Zeiten der Fotos der Kamera in Einklang bringt.
Danke, ich gehe auch eher davon aus, dass sie im Bereich von Q2 auf jemanden getroffen sind.cyclic schrieb:Nicht so sicher bin ich mir bei den Handys. Wenn auch da eine nachträgliche Umdatierung von System-Events/Logs und Bildern (z.B. auch durch temporäres Ändern der Systemzeit) möglich ist, dann ergibt sich ein massiv viel größerer Spielraum für Manipulationen. @Offshore7 hat das zuletzt jedenfalls nicht ausgeschlossen (wenn es offenbar auch nicht sein favorisiertes Szenario darstellt).
Nein, die Fotos, die sie auf dem Mirador gemacht haben, überzeugen mich vollends, dass sie wussten, dass sie den Gipfel erreicht hatten. Die Sicht war an dem Tag sehr gut. Die halbe Stunde spielt keine Rolle. Sie dient als Puffer für Pausen. Manche brauchen länger, andere etwas kürzer. Die beiden haben das ganz sicher verstanden. Sie waren ja nicht dumm.Streusel schrieb:Allerdings wussten die Beiden wohl nicht, was eine normale Zeit für diese Tour war. Marjolein hat ihnen gesagt, die Tour dauere ungefähr 5 Stunden. (schreibt sie in dem Brief an Ingrid)
Da sie in weniger als 2,5 Stunden oben waren, könnten sie schon auf den Gedanken gekommen sein, die Tour ginge noch etwas weiter.
Jemand, der die Gegend und den dortigen Wanderweg kannte. Wer genau? Weiß ich nicht.Streusel schrieb:Wer sollte denn aus dieser Richtung kommen?
Die Erklärung ist ganz einfach: Der Pfad führt steil bergauf, das Bachbett führt bequem bergab und ist etwas neues im Vergleich zum bereits bekannten Pfad.lucyvanpelt schrieb:Die einzige Möglichkeit wäre doch dann das Bachbett, aber warum sollten sie dass ohne Einwirkung einer unbekannten Person tun, wenn der gut sichtbare Pfad viel einfacher wieder zurück führt?
Ich bin da ganz bei dir, auch mein technisches Verständnis ist da absolut nicht ausreichend.lucyvanpelt schrieb:Der uns bekannte zeitliche Ablauf stimmt nicht. Nur fehlt mir da das technische Verständnis, wie man das mit den Zeiten der Fotos der Kamera in Einklang bringt.