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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

29.097 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Verschwunden, , Südamerika ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

um 07:35
@Mienshao
@Streusel
Zitat von Sven1213Sven1213 schrieb:Ich habe gerade über Komoot noch einmal nachgeschaut. Ich weiß nicht wie fit diese Wanderer waren, aber Kris und Lisanne brauchten vom ersten Bild 476 (2 Brücke) bis auf dem Mirador (weiß natürlich nicht, ob die sofort bei Ankunft auf dem Mirador Fotos gemacht haben), laut dem Zeitstempel der Kamera 1 Stunden und 42 Minuten. Zum Vergleich, der eine Wanderer auf Komoot brauchte 1 Stunde und 27 Minuten ab dem Ort der Brücke und der andere Wanderer 1 Stunde und 32 Minuten.
Das sind aber keine echten, sondern berechnete Werte. Wenn man die beiden GPX-Files downloadet und sich mit einem geeigneten Tool (ich benutze Viking) ansieht, dann merkt man folgendes:

  1. Die Trackpoints sind an exakt denselben Koordinaten
  2. Nur im unteren Teil, um die Brücke, gibt es Abweichungen und zwar weil die eine Tour einen "Abstecher" zu der "Brücke" einbaut, obwohl beide Touren in Wirklichkeit über eben diese "Brücke" (die aus Bild #476) drübergehen, nur stimmt die Verortung in deren Karte halt nicht ganz. Auch kurz danach gibt es einen einzigen abweichenden Punkt (das dürfte ein kleiner Glitch in deren Algorithmus sein)
  3. Nimmt man die Zeit ab dem unten mit einem Pfeil markierten Punkt (von dort keine Abweichungen mehr), dann beträgt die Zeit bis zum Gipfel 1h22m36s und zwar exakt gleich in beiden Routen. Das ist offensichtlich unmöglich und daher können das nur berechnete Werte sein.

Dass manche Berechnungstools reichlich optimistisch sind ist mir an anderer Stelle auch schon aufgefallen (in OrganicMaps z.B. sind die berechneten Gehzeiten im Flachen gemächlich, näheren sich dann aber den "Profi-Zeiten" aus dem berg-freunde-Rechner immer weiter an je steiler es wird.

CompareLongVsShortOriginal anzeigen (0,5 MB)
Darstellung im Tool Viking der GPX-Files (auf der OSM)


Zitat von MienshaoMienshao schrieb:Und letzter Punkt: Lisanne war brutal unglücklich in Boquete und hatte Nervenzusammenbrüche, wie ebenso starkes Heimweh. Auf den Fotos wirkt sie entspannt und happy. Und ja, mir ist bewusst, dass es „nur Fotos“ sind.
Unglücklich waren beide gleich nach Ankunft. Nur hat Kris erst gar keinen Tagebucheintrag verfasst an dem Tag (29.3.) Am nächsten Tag klingen beide wieder gefasster, aber auch bei Kris wird deutlich wie seltsam die Stimmung am Vortag gewesen sein muss. Aber die Wanderung war ja dann am Tag nach der Arbeitsabsage was für beide wiederum extrem unerfreulich gewesen sein muss und keineswegs irgendwie geklärt war zu dem Zeitpunkt.

Beide schreiben am 31.31)., dass sie hoffen "morgen" noch stattdessen in der Casa Esperanza anfangen zu können, aber das hat sich ja dann auch zerschlagen.

1) Nebenbei: Beide haben Einträge für den 1.4. angelegt. Kris hat offenbar ihren Eintrag für den 31.3. fälschlich mit 1.4. datiert. Lisannes hat bereits den 1.4. angelegt, aber (noch) nichts weiter geschrieben.

s.a. https://koudekaas.blogspot.com/2019/12/the-disappearance-of-kris-kremers-and_11.html?m=1 und suche "The Diaries".


Zitat von E.A.PoeE.A.Poe schrieb:Wenn jemand ein Interesse hat, dass nicht in dem Gebiet hinter dem Mirador gesucht wird, würde er diesen späteren Zeitpunkt wählen.
Interessanter Gedanke.


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um 07:38
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Das ist eben genau die Frage, die ich mir dabei stelle: waren die beiden - warum auch immer - tatsächlich in diesem Tempo unterwegs? Vielleicht doch fitter als man denkt? Lustige Bilder im Vorbeigehen gemacht ohne lange Pausen?
Oder könnten hier Manipulationen stattgefunden haben, von wem auch immer?
Das ist eine Sache, die ich gar nicht in Frage stelle. Die beiden waren halt fix unterwegs. Bis 508 gibt es keine Möglichkeit sich zu verlaufen. Alles geht immer geradeaus. Ich habe nur den Eindruck, dass sie ein Ziel hatten - was immer das gewesen ist. Wenn sie kein Ziel hatten, wären sie meiner Meinung nach langsamer gegangen.

Die Möglichkeiten der Bildermanipulation wären heutzutage mit AI gegeben. Aber im Jahr 2014? Das müsste man doch erkennen. (Ich habe keine Ahnung von Bildbearbeitung, ein Profi sollte das aber doch ermitteln können). Wenn ich mir ein Bild aussuchen sollte, welches ich am "komischsten" finde, wäre das 491. Das ist das mit den zwei Wasserflaschen vor dem Bauch. Generell muss man nur vorsichtig sein und nicht in jede Unstimmigkeit etwas reininterpretieren, nur weil man schon weiß, dass irgendwas schiefgelaufen ist.


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um 08:28
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Das ist eben genau die Frage, die ich mir dabei stelle: waren die beiden - warum auch immer - tatsächlich in diesem Tempo unterwegs? Vielleicht doch fitter als man denkt? Lustige Bilder im Vorbeigehen gemacht ohne lange Pausen?
Oder könnten hier Manipulationen stattgefunden haben, von wem auch immer?
Ich glaube die Bilder vom Aufstieg sind echt und die Uhrzeiten stimmen vermutlich. Weniger sicher wäre ich mir bzgl. des Datums. Meta-Daten zu manipulieren ist keine große Sache. Die Bildinhalte an sich zu "photoshoppen" ist sehr sehr viel schwieriger und man braucht jemanden der das beherrscht. Ich sehe dafür keine Anhaltspunkte, auch wenn sich das bei der relativ schlechten Qualität der geleakten Bilder nicht abschließend beurteilen lässt.
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Die Frage ist auch: warum sollte jemand das tun?
Die Antwort auf diese schon 1000x gestellte Frage ist immernoch dieselbe: Bis zum Auffinden des Rucksacks ging man von einem Verbrechen aus und ermittelte entsprechend. Das ließ man dann alles schlagartig fallen. Und das dürfte dann auch das Ziel gewesen sein, wenn jmd. Manipulationen vorgenommen hat.

Und auch zum 1000x: für die Manipulationen, die ich in Betracht ziehe, braucht man keinen Mastermind. Mit ein paar Tagen Zeit (die hatte man reichlich), macht einem das jedes Script-Kiddie, mit einem Arm auf den Rücken gebunden und einem Finger in der Nase. Vor allem weil das NFI wesentliche Dinge überhaupt nicht ausgewertet und verstanden hat und zwar insbesondere auch die, bei denen die Chancen Manipulationen zu erkennen, noch ganz gut gewesen wären.
Zitat von E.A.PoeE.A.Poe schrieb:Wenn ich mir ein Bild aussuchen sollte, welches ich am "komischsten" finde, wäre das 491. Das ist das mit den zwei Wasserflaschen vor dem Bauch.
Warum? Passt gut zu der Stelle wo man Wasser holen kann. Qualität ist bescheiden.
Zitat von E.A.PoeE.A.Poe schrieb:Wenn sie kein Ziel hatten, wären sie meiner Meinung nach langsamer gegangen.
Was wenn sie rechtzeitig zu einer bestimmten Zeit zurück in Boquete sein mussten?


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um 08:41
Zitat von cycliccyclic schrieb:Was wenn sie rechtzeitig zu einer bestimmten Zeit zurück in Boquete sein mussten?
Das wäre ja ein Ziel ;) Nur wären sie dann vermutlich zurückgegangen ... ich weiß, jetzt kommt wieder die Geschichte mit dem Rundkurs.

Am Punkt 508 hätten sie sich sagen können: Wir haben was geschafft, wir sind drei Stunden gelaufen. Wenn wir jetzt zurückgehen, sind das sechs Stunden. Das ist viel. Danach duschen wir und gehen schön was essen - oder alternativ zu dieser Geburtstagsfeier (wenn denn diese Story stimmt).


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um 09:04
Für mich erklärt sich die relativ schnelle Zeit, die K+L für den Aufstieg brauchten, dadurch, dass es ziemlich trocken und der Boden nicht so rutschig war.
Zitat von MienshaoMienshao schrieb:Ich glaube nach wie vor, dass es dafür eine Erklärung geben muss. Wenn ein erfahrener Wanderer (Romain C.) ihre Zeit gerade so schafft, ihm aber dabei richtig übel wurde, kann ich mir absolut nicht vorstellen, dass Kris und Lisanne ebenfalls regulär in dieser Bestzeit auf dem Mirador angekommen sind. Sie mussten immer wieder stehen bleiben und Fotos machen.
Bei Romain war es ziemlich matschig, da geht man einfach auch vorsichtiger.
Romain ist schwerer und hatte meist auch einen schweren Rucksack zu tragen.


Das waren junge Frauen und auch wenn da am Vortag vielleicht noch von einer Erkältung die Rede war, kann das am nächsten Tag schon wieder weg sein. Frauen haben keine Männergrippe und sehen auch nicht unbedingt leidend aus, bei einem Schnupfen oder Husten ;)

Dass sie auch schnell Fotos auf dem Mirador machten, erklärt sich für mich so, dass sie die gute Sicht ausnutzen wollten, bevor sich der Ausblick durch Wolken zuziehen konnte.

Fraglich ist eher, ob sie da selber drauf kamen und sich deswegen nicht zuerst ausruhten, oder ob doch jemand bei ihnen war oder es ihnen vorher gesagt hatte, dass die Sicht sich schnell verschlechtern kann am Gipfel.


Es sollen ja schon sehr viele Menschen (Indigene) dort ertrunken sein, weil sie durch den Fluss mitgerissen wurden.
War da immer jemand mit dabei und konnten diese Leichen in einem Stück geborgen werden oder fand man da auch nur noch Knochen und wenn ja wie viele und wo genau?


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um 09:20
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:Bei Romain war es ziemlich matschig, da geht man einfach auch vorsichtiger.
Romain ist schwerer und hatte meist auch einen schweren Rucksack zu tragen.
Das ist richtig. Gewicht macht sich beim Anstieg sehr stark bemerkbar. Kennt man vom Treppensteigen. Ich hatte mal fünf Kilo abgenommen, das war beim Treppensteigen ein Unterschied wie Tag und Nacht.


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um 11:28
Zitat von E.A.PoeE.A.Poe schrieb:Ich habe nur den Eindruck, dass sie ein Ziel hatten - was immer das gewesen ist. Wenn sie kein Ziel hatten, wären sie meiner Meinung nach langsamer gegangen.
Da bin ich bei dir. Vielleicht waren sie auf dem Gipfel oder aber an der Stelle, an der die Einheimischen rasten, mit mit jemandem (einem Guide?) verabredet, um von dort (und von der Person) zu einem Wasserfall(?) geführt zu werden. Als diese Person dann nicht gekommen ist (warum auch immer, vielleicht Sprachschwierigkeiten?), sind sie dann alleine weiter, ohne zu bemerken, dass sie eine falsche Abzweigung genommen haben und haben sich dann verirrt.


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um 11:32
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:Dass sie auch schnell Fotos auf dem Mirador machten, erklärt sich für mich so, dass sie die gute Sicht ausnutzen wollten, bevor sich der Ausblick durch Wolken zuziehen konnte.

Fraglich ist eher, ob sie da selber drauf kamen und sich deswegen nicht zuerst ausruhten, oder ob doch jemand bei ihnen war oder es ihnen vorher gesagt hatte, dass die Sicht sich schnell verschlechtern kann am Gipfel.
Ich habe auch den Eindruck, dass sie irgendwelche Kenntnisse hatten. Informanten können eigentlich nur die Sprachschule und/oder die Masseuse sein. Das waren auch die letzten Kontakte. Dann hätten sie aber wohl auch gewusst, dass es kein Rundkurs ist.


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um 11:40
Zitat von MienshaoMienshao schrieb:Lisanne war brutal unglücklich in Boquete und hatte Nervenzusammenbrüche, wie ebenso starkes Heimweh. Auf den Fotos wirkt sie entspannt und happy. Und ja, mir ist bewusst, dass es „nur Fotos“ sind.
Vielleicht wirkt sie so, weil die angeblichen "Nervenzusammenbrüche" und das "starke Heimweh" absolute Übertreibungen eines ganz normalen Zustandes ist, den man auch schlicht als "Auf-und-Ab der Gefühle in neuer Umgebung" bezeichnen kann.

Jedenfalls kenne ich keinen Beleg für einen oder mehrere "Nervenzusammenbrüche" (was immer das konkret dann ist).
Zitat von Sven1213Sven1213 schrieb:Wären sie mit Hilfe von Google-Maps da hoch gelaufen und hätten gesehen, dass sie ihr vermeintliches Ziel erreicht haben, wäre es doch umgehend geschlossen worden, bevor die Fotos mit der Digitalkamera gemacht wurden. (...) Ich zweifle für mich an, dass Google-Maps ein Baustein ist, welches erklärt, wie sie auf dem Mirador gekommen sind.
Google hat ihnen nicht geholfen, die Karte enthielt doch keine Informationen. Nur grüne Fläche. Es war noch nicht mal der Mirador darauf verzeichnet. Auch ansonsten hatte sie wenige Informationen, weswegen es eben auch nicht abwegig ist, dass sie guter Dinge nach Norden abgestiegen sind (wie die letzten Fotos am Q1 belegen). In der irrigen Meinung, so wieder nach Boquete zurückzukommen.

Und spätestens auf den Padocks konnte man den Pfad auch verlassen oder verlieren. Erst recht, wenn man irrigerweise annahm, nunmehr wieder in zivilisierteres Gelände zu kommen.
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Eine Erklärung könnte sein, dass hier kein panamaischer Obdachloser, für den sich keiner richtig interessiert, verschwunden ist, sondern zwei niederländische Touristinnen. Damit bekommt es eine internationale Dimension und es betrifft den sensiblen Fremdenverkehr.
Das ist wohl die Ursache für die ganzen "Merkwürdigkeiten" bei der Suche. Nach wenigen Tagen hatte sich sogar der Botschafter der Niederlande in Boquete eingefunden. Da rotierten die örtlichen Behörden, die vermutlich sonst ein eher ruhiges Leben führten. Es musste der Eindruck vermieden werden, hier würde nicht mit höchster Priorität und größtem Nachdruck gesucht. Vermutlich fürchteten die Behörden, sie wären Opfer eines Verbrechens geworden, weswegen es dann ziellose Razzien und Durchsuchungen gab.

Und auch die Bevölkerung wird nach Kräften versucht haben zu helfen (stellt Tourismus doch eine wichtige Einnahmequelle auch für sie dar). Irgendwelche Sichtungen wurden dann nicht hinterfragt, sondern für bahre Münze genommen. Und plötzlich wollten ganz viele die nicht unauffälligen niederländischen Frauen gesehen haben, ein Phänomen, das auch in anderen Fällen vorkommt.

Tragisch dabei, dass man Kris und Lisanne in der ersten Woche (gar bis 11. April) noch hätte finden können - wenn man dort gesucht hätte, wo sie nicht vermutet wurden. Aber daraus Manipulation und Verschwörung zu stricken, das ist schon sehr fernliegend.


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um 12:02
Zitat von DieboldDiebold schrieb:Vielleicht waren sie auf dem Gipfel oder aber an der Stelle, an der die Einheimischen rasten, mit mit jemandem (einem Guide?) verabredet
Von wo soll denn dieser Jemand kommen, dass es irgendwie Sinn macht sich auf dem Gipfel oder sogar noch dahinter zu verabreden? Wie und wann soll das stattgefunden haben, dass niemand davon weiß? Über wen ist der Kontakt zustande gekommen? Und wenn dann ist der einzige wirklich ausgezeichnete Punkt der Gipfel. Aber warum läuft man da dann nach ein paar Minuten Pause/Wartezeit einfach alleine los?

Andersherum: Wenn man nicht auf dem Gipfel, sondern sogar noch irgendwo dahinter verabredet war (wie auch immer man das dann ausgemacht haben soll), warum stürmt man dann zum Gipfel hoch, macht da aber erstmal Pause?
Zitat von DieboldDiebold schrieb:sind sie dann alleine weiter, ohne zu bemerken, dass sie eine falsche Abzweigung genommen haben und haben sich dann verirrt.
Bis man überhaupt eine "Abzweigung" nehmen kann, muss man ja noch verdammt weit laufen. Da wäre ja längst klar gewesen, dass man wen-auch-immer verpasst hat. Dass man dann alleine stundenlang weiter in den Dschungel läuft, ist doch absolut unrealistisch.

Und verirren alleine reicht ja nicht. Wären sie auf irgendeinem Weg geblieben, dann hätten sie selbst in den folgenden Tagen entweder zurück, oder nach Alto Romero, oder zu einer der sonstigen Hütten/Gebäude gefunden, oder wären dabei irgendjemandem begegnet.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Google hat ihnen nicht geholfen, die Karte enthielt doch keine Informationen.
Es hilft dir bei der Orientierung nicht, wenn du siehst, dass du vom Ausgangspunkt/Ziel immer weiter wegläufst?


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um 12:25
Zitat von cycliccyclic schrieb:Ich glaube die Bilder vom Aufstieg sind echt und die Uhrzeiten stimmen vermutlich. Weniger sicher wäre ich mir bzgl. des Datums.
Das Datum wird auch stimmen. Dass die beiden Frauen mal Mitte März eine Geheimwanderung am Pianista gemacht haben, kann man wohl ausschließen. Sie müssten dann fast einen ganzen Tag unauffindbar gewesen sein und auch werder Verwandten noch Freunden davon berichtet haben.
Die Fotos stammen vom 1. April.
Zitat von cycliccyclic schrieb:Es hilft dir bei der Orientierung nicht, wenn du siehst, dass du vom Ausgangspunkt/Ziel immer weiter wegläufst?
Ist es eigentlich sicher, dass sie ihre Position sahen? Oder könnte es sein, dass da irgendetwas nicht funktionierte?


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um 12:31
Zitat von E.A.PoeE.A.Poe schrieb:Ich habe auch den Eindruck, dass sie irgendwelche Kenntnisse hatten. Informanten können eigentlich nur die Sprachschule und/oder die Masseuse sein. Das waren auch die letzten Kontakte. Dann hätten sie aber wohl auch gewusst, dass es kein Rundkurs ist.
Genau, oder ein Guide, der ihnen entgegenkam und ihnen sagte, dass man oben momentan eine tolle Sicht hat und es sich aber schnell bewölken kann.

Falls es diese Infos gab, egal von wem, warum gab es dann von den oder dem Informanten keinen Hinweis nach dem Verschwinden von K+L an die Suchmanschaften, dass eine Wanderung zum Mirador am wahrscheinlichsten war?

K+L waren noch nicht lange in Bouquet. So viel Kontakte hatten sie sicherlich noch nicht.
Aber vielleicht fielen sie jemanden am Tag vorher auf und derjenige erfuhr dann davon, dass die beiden hübschen Frauen eine Wanderung auf den Mirador machen wollen oder gerade beim Hochgehen sind.
Das kann eine unbedachte Bemerkung von jemanden aus der Sprachschule, Masseurin oder von einem Guide gewesen sein.
Derjenige wollte die Gelegenheit vielleicht nutzen, um die beiden näher kennenzulernen, ihnen Führungen anbieten oder verfolgte vielleicht von vornherein was Böses und ging ihnen nach.
Ich tendiere immer noch eher zum FP, schließe aber einen Unfall nicht aus und vermute diesbezüglich aber eher, dass sie nicht mehr zum Mirador zurückgehen wollten und dachten, wenn sie dem Flußbett folgen, kämen sie wieder nach Bouquet.

Alles, was danach geschah, ist seltsam und nicht schlüssig zu erklären, egal ob FP oder Unfall.


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um 12:59
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:Dass sie auch schnell Fotos auf dem Mirador machten, erklärt sich für mich so, dass sie die gute Sicht ausnutzen wollten, bevor sich der Ausblick durch Wolken zuziehen konnte.

Fraglich ist eher, ob sie da selber drauf kamen und sich deswegen nicht zuerst ausruhten, oder ob doch jemand bei ihnen war oder es ihnen vorher gesagt hatte, dass die Sicht sich schnell verschlechtern kann am Gipfel.
Da würde ich nichts hineingeheimnissen. Die meisten Leute wissen, dass man nach einer Anstrengung, während einer Pause stark zu schwitzen beginnt. Dem wollten sie wahrscheinlich mit den frühen Fotos zuvorkommen.


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um 13:14
Zitat von cycliccyclic schrieb:
Zitat von E.A.PoeE.A.Poe schrieb:Wenn ich mir ein Bild aussuchen sollte, welches ich am "komischsten" finde, wäre das 491. Das ist das mit den zwei Wasserflaschen vor dem Bauch.
Warum? Passt gut zu der Stelle wo man Wasser holen kann. Qualität ist bescheiden.
Da waren sie aber schlecht vorbereitet, wenn sie nach so kurzer Zeit schon kein Wasser mehr hatten. Außer ihnen hätte jemand vorher gesagt, es gebe auf dem Weg genug Trinkmöglichkeiten. Das Bächlein bei 508 käme dafür auch in Frage.


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um 13:33
Zitat von E.A.PoeE.A.Poe schrieb:Da waren sie aber schlecht vorbereitet, wenn sie nach so kurzer Zeit schon kein Wasser mehr hatten.
Waren sie das nicht sowieso?
Sie sind mit nicht mal voll aufgeladenen Handy-Akkus los. Beide hatten nur noch 51% zu Beginn.
Generell finde ich es auch viel zu mager, dass beide gerade mal eine Wasserflasche dabei hatten.
So richtig durchdacht und geplant war diese Wanderung wohl nicht. Das muss alles sehr spontan entstanden sein.
Die Wanderung am Pianista Trail war ja auch so ziemlich das einzige, wovon Kris und Lisanne ihren Familien nicht erzählt haben.


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um 13:44
Zitat von MienshaoMienshao schrieb:Generell finde ich es auch viel zu mager, dass beide gerade mal eine Wasserflasche dabei hatten.
Wir wissen nicht, wie viel Wasserflaschen sie dabei hatten. Wir wissen von diesem Bild, dass sie mindestens zwei dabei hatten. Im Rucksack könnte sich auch noch die ein oder andere Flasche befunden haben.


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um 14:05
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:Genau, oder ein Guide, der ihnen entgegenkam und ihnen sagte, dass man oben momentan eine tolle Sicht hat und es sich aber schnell bewölken kann.
War nicht Marjolein erst kurz zuvor mit F. auf dem Mirador?
Was, wenn sie den beiden davon und von einem nahen Wasserfall erzählt, aber dies nie zu Protokoll gegeben hat, weil sie sich verantwortlich für das Unglück gefühlt hat?
Oder sie hat es einfach vergessen, weil es nur eine kleine, kurze Bemerkung war?

Ich gehe davon aus, dass sie sich den Trail am Tag zuvor kurz angeschaut hatten und dann gezielt dazu recherchierten.
Weil sie so schnell oben waren und sie sich fit und gut gefühlt haben, sind sie weitergegangen. Spontan, ohne groß zu überlegen. Abenteuerlustig, mit einer Portion Trotz, weil das Praktikum nicht geklappt hat.


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um 14:46
Zitat von cycliccyclic schrieb:Es hilft dir bei der Orientierung nicht, wenn du siehst, dass du vom Ausgangspunkt/Ziel immer weiter wegläufst?
Das hängt davon ab, wie der Google Maps-Kartenausschnitt beschaffen ist, der auf dem iPhone (vermutlich automatisch, Stand 2014) gespeichert war. Was er anzeigte. Wie groß bzw. wie detailliert. Nach meiner Kenntnis weiß man nicht, was die Beiden auf ihrem Handy sehen konnten, nachdem sie keine Internetverbindung mehr hatten. Man weiß auch nicht, ob sie Google Maps eine hilfreiche Bedeutung beimaßen, selbst wenn es objektiv vielleicht eine gehabt hätte.

Ich denke, sie hätten es intensiver genutzt, wenn es eine Hilfe gewesen wäre.

Zudem hängt es auch davon ab, was das Ziel ist, wenn es z.B. dunkel wird oder ein Fuß verstaucht ist und somit der Ausgangspunkt, Boquete, nicht mehr erreicht werden kann. Und die Hoffnung war, in der Nähe Menschen zu finden.


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um 18:41
Zitat von MienshaoMienshao schrieb:So richtig durchdacht und geplant war diese Wanderung wohl nicht. Das muss alles sehr spontan entstanden sein.
Wenn man davon ausgeht, dass sie schon am Vortag, dem 31.03., vor Ort waren, war das auf jeden Fall eine Option. Sie rechneten wohl selber nicht damit, dass sie in der Woche noch einen Job bekamen. Also halb geplant schon, nur nicht richtig durchdacht.

Ich tendiere mittlerweile auch dazu, dass sie am Vortag da waren und die Zeugen sie zu der Zeit gesehen haben. Der Taxifahrer Humberto legt das nahe. So richtig schmeckt mir das aber nicht, weil das klare Falschaussagen (teilweise unter Eid) wären.


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um 18:49
Zitat von E.A.PoeE.A.Poe schrieb:So richtig schmeckt mir das aber nicht, weil das klare Falschaussagen (teilweise unter Eid) wären.
Falschaussage würde ich nicht sagen. Die gemachten Beobachtungen können schon so zutreffen. Es passt eben das Datum nicht. Aber ich glaube nicht, dass die Zeugen alle das falsche Datum genannt haben. Da ist irgendwo ein Fehler passiert.


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