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Kriminalfall Kim Wall

28.889 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: 2017, Dänemark, U-boot ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Kriminalfall Kim Wall

Kriminalfall Kim Wall

13.10.2017 um 17:17
Zitat von TrimalchioTrimalchio schrieb:Also darf man füglich hinterfragen, ob bzw. inwieweit die Aussage des SpIEGEL stimmt, die Marine habe PM mit einem Tarnanzug versorgt. (btw: Woher kannte man seine Kleidergröße?)
Auf den Bildern sehe ich immer nur den selben schlechtsitzenden Tarnanzug. Ich glaube nicht, dass er gewechselt hat.


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13.10.2017 um 17:18
Zitat von AloceriaAloceria schrieb: Trimalchio schrieb:
Also darf man füglich hinterfragen, ob bzw. inwieweit die Aussage des SpIEGEL stimmt, die Marine habe PM mit einem Tarnanzug versorgt. (btw: Woher kannte man seine Kleidergröße?)

Na, das ist aber das kleinste Problem. Die Marine wird doch wohl Anzüge in unterschiedlichen üblichen Kleidergrößen heranschaffen können (oder haben die Dinger überhaupt Einheitsgröße?).
Einheitsgröße ist möglich. Aber @Trimalchio und ich sind uns im Rahmen unseres "Gemeinschaftsprojekts" einig geworden, dass sich PM mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht umgezogen hat, jedenfalls nicht so, dass es in den Videosequenzen irgendwo sichtbar geworden wäre.


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13.10.2017 um 17:19
Zitat von AloceriaAloceria schrieb:Frage mich auch in solchen Fällen, allgemein: Wenn ich nah am Ziel bin, oder wenn ich gerade meinen großen Traum verfolge, mache ich dann für paar Minuten "Spaß" alles kaputt? Ich würde es nicht tun. Andere Menschen offenbar schon... auch, wenn es mir schwer fällt, das zu begreifen.
Das könnte man bei jedem Straftäter unterstellen. Ein jeder setzt alles, was er hat, auf's Spiel mit seiner Tat. Und an dieser Stelle kommen PMs Verdeckungshandlungen ins Spiel. Die meisten Täter, die eine solche Tat planen oder herbeiphantasieren (und in ihren Phantasien den Tod des Opfers in Kauf nehmen) beschäftigen sich im Vorfeld auch mit der Beseitigung der Tatspuren und / oder wählen den Tatort so aus, dass ihnen dort genügend Zeit zur Verfügung steht, erstens ungestört zu sein und zweitens ohne Not aus dieser Situation/ von diesem Ort wieder verschwinden zu können.

Täter gehen in erster Linie vor Tatbegehung davon aus, NICHT entdeckt und NICHT gefasst zu werden. Auch PM - so könnte man meinen - hat mit seinem U-Boot einen "guten" Ort gewählt, um ungestört zu sein. Darüber hinaus bietet die See jede Menge Möglichkeiten, seine Tat zu verschleiern. Was jedoch im Gegensatz zum Gros der Täter NICHT passt, ist, dass PM aus all diesen vorhandenen, ihm zuspielenden Ortsvorteilen sowie der ihm zur Verfügung stehenden Zeit nichts gemacht zu haben scheint.

Ein Täter, der langgehegte Phantasien umsetzt, dem klar ist, dass er damit ein Verbrechen begeht und dies im Vorfeld (z.B. durch entsprechende Planungen) durchdenkt, verlegt Verdeckungshandlungen nicht in ein Zeitfenster und an einen Ort, an dem er jederzeit entdeckt werden könnte. Er entsorgt Leichenteile separat voneinander, nicht alle im halbwegs gleichen Radius und schon gar nicht mit Tatwerkzeug oder Bekleidungsgegenständen des Opfers. Ein solcher Täter nutzt seine Zeit effektiv, gerade, weil er womöglich etwas zu verlieren hat und in jedem Falle nicht gefasst werden will. Die Verdeckungshandlungen PMs, sprich: die Art und Weise sowie die zu vermutende Timeline seiner Verdeckungshandlungen ist da reichlich untypisch.


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13.10.2017 um 17:22
Zitat von frauzimtfrauzimt schrieb:rfach geschrieben worden (und das schon zu beginn des threads), dass man sich nicht vorstellen kann, dass PM gemordet hat.
Er hätte damit ja seinen großen Raketentraum gefährdet. Und diesen Traum hätte er niemals aufgegeben.
Sage nie niemals. Es ist ein Spruch.;)
Einen Traum hat er doch verwirklich mit u-Boot, das Teil steht. Auch hat er noch was in medizinischen Teil gemacht, auch verwirklicht. Es steht auf Fach und Dach. Es ist kein Traum in deiner Vorstellung.
Gut möglich , dass wir nicht auf einer gleichen Welle liegen:)

Sag doch mal, wer setzt seine Freiheit aufs Spiel? Wäre interessant.


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13.10.2017 um 17:28
@traces Wenn sich jemand im Vorfeld sehr detaillierte Gedanken darüber macht, wie er die Tat begehen kann, ohne gefasst zu werden, passt es aber auch nicht, ausgerechnet jemanden als Opfer zu wählen, von dem viele Leute wissen, dass derjenige gerade bei einem ist. Alleine. Und an welchem Ort. So verdächtig, wie PM sich gemacht hat, kann man sich doch kaum machen. Selbst, wenn KW tatsächlich am Ufer abgesetzt worden und dann verschwunden wäre, wäre PM der Erste gewesen, den man sich als Tatverdächtigen vorgenommen hätte. Das wirkt einfach sehr wenig durchplant.
Zitat von Klee8Klee8 schrieb:Sag doch mal, wer setzt seine Freiheit aufs Spiel?
Ganz logisch, ohne irrationale Emotionen? Der, der ins Gefängnis will. Die, die sich aus Freiheit nichts machen (aber wen betrifft das schon?). Und die, die eh nichts zu verlieren haben. Bei PM trifft das alles eher nicht zu.


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13.10.2017 um 17:34
Zitat von AloceriaAloceria schrieb:Wenn sich jemand im Vorfeld sehr detaillierte Gedanken darüber macht, wie er die Tat begehen kann, ohne gefasst zu werden, passt es aber auch nicht, ausgerechnet jemanden als Opfer zu wählen, von dem viele Leute wissen, dass derjenige gerade bei einem ist.
Richtig, das passt einerseits nicht. Andererseits gibt es Täter, für die dieser Umstand eher zweitrangig ist, da es ihnen eher darauf ankommt, ihre Tat selbst ungestört zu vollziehen - d.h. ohne unmittelbare Beobachter. Von außen kann niemand in ein U-Boot schauen, daher habe ich diesen Umstand als Ortsvorteil erwähnt. Jene Täter allerdings würden die Nachteile, die sich aus Zeugensichtungen ergäben, jedoch wettmachen, indem sie umso mehr Gedanken und Energie auf den Entwurf einer sehr umfassenden, schlüssigen Legende verwenden würden, sich sehr viel mehr Mühe beim Verstecken der Leichenteile geben würden und nicht zuletzt: solche Täter würden gut darauf achten, spätestens um den Zeitraum herum wieder zu Hause zu sein, zu dem sie das Opfer vermeintlich abgesetzt haben wollen - statt morgens auf dem sinkenden Tatort aufgegriffen zu werden.


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13.10.2017 um 17:40
Zitat von Klee8Klee8 schrieb:Sag doch mal, wer setzt seine Freiheit aufs Spiel?
Einen, ganz interessanten (wenn man weiter darüber nachdenkt), hätte ich noch: Jemand, dem das, was er sich vom Verbrechen erhofft, wichtiger ist, als seine Freiheit.


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13.10.2017 um 18:03
Zitat von AloceriaAloceria schrieb:FrauZimt schrieb:
Andere Menschen träumen von einer Schauspiel- oder Sportkarriere.
Das würde hier kein so großes Echo erzeugen. Ist doch bemerkenswert?
Ich glaube, bei einem Schauspieler oder Sportler, der karrieremäßig schon was (viel) erreicht hat, wäre das gar nicht mal so unbeachtet geblieben. Ist wohl so, dass man bei spektakuläreren Dingen einfach eher denkt, dass man sowas Besonderes doch nicht wegwirft. Aber dass auch "kleine", nicht so ungewöhnliche Träume Menschen alles bedeuten können, hast Du ja schon sehr überzeugend dargelegt.
Ich bin etwas ermüdet.
Ich will ausdrücken- egal was es ist: Jeder Mensch, der träumt und sich einsetzt und Zeit und Geld opfert, für sein Ziel..ist erfüllt von seinem Traum.
Ob Andere das gering schätzen-oder bewundern ist zweitrangig.

Und jetzt genug davon.
Wer den Gedanken versteht, teilt ihn und wer nicht, denkt sich etwas Anderes.


Und das Höchste ist die persönliche Freiheit. Die setzt ein Mörder auf´s Spiel.
Demnach dürfte es auch keine Mörder geben.


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13.10.2017 um 18:16
Zitat von tracestraces schrieb:Jene Täter allerdings würden die Nachteile, die sich aus Zeugensichtungen ergäben, jedoch wettmachen, indem sie umso mehr Gedanken und Energie auf den Entwurf einer sehr umfassenden, schlüssigen Legende verwenden würden, sich sehr viel mehr Mühe beim Verstecken der Leichenteile geben würden und nicht zuletzt: solche Täter würden gut darauf achten, spätestens um den Zeitraum herum wieder zu Hause zu sein, zu dem sie das Opfer vermeintlich abgesetzt haben wollen - statt morgens auf dem sinkenden Tatort aufgegriffen zu werden.
Du darfst nicht vergessen das er mit dem Zerteilen erst begann, als bereits die Streitkräfte nach ihm suchten. Wir wissen nicht wie sein ursprünglicher Plan aussah (vorausgesetzt es gab überhaupt irgendeinen Plan). Wenn KW erst am nächsten oder übernächsten Tag vermisst worden wäre, dann hätte er alle Zeit der Welt gehabt. Aber nachdem ihm klar war, das man ihn intensiv sucht, musste er ja handeln. Was sollte er denn sonst noch tun, außer sich stellen und alles sofort gestehen? Wo hätte er noch hinfahren können um 4:30 Uhr?


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13.10.2017 um 18:23
Zitat von AhmoseAhmose schrieb:Aber nachdem ihm klar war, das man ihn intensiv sucht, musste er ja handeln.
Ja. Das ist wohl einer der Kernsätze zu diesem Fall.
Da dürfte sich Hektik breit gemacht haben.


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13.10.2017 um 18:23
Zitat von AhmoseAhmose schrieb:Du darfst nicht vergessen das er mit dem Zerteilen erst begann, als bereits die Streitkräfte nach ihm suchten.
Oh, wurde ein Zeitstempel am Knochen der Leiche gefunden?
Zitat von AhmoseAhmose schrieb: Wenn KW erst am nächsten oder übernächsten Tag vermisst worden wäre
Es erscheint mir sehr unwahrscheinlich, dass PM außer Acht gelassen haben könnte, dass KW Angehörige hat, die ihre ausbleibende Rückkehr für diesen Zeitraum nicht bemerken.


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13.10.2017 um 18:25
Ich sehe es auch wie @passato @Maxi05 und @frauzimt und kann mir eine Affekttat unter Berücksichtigung aller Fakten nicht vorstellen. Meiner Meinung nach waren bereits Gewaltphantasien vorhanden, die sich auch mit den Besuchen von BDSM-Parties, den gefundenen Tötungsvideos und auch mit dem seltsamen Blogeintrag "Himmel und Hölle" in Einklang bringen lassen. Hier wird die Gelegenheit wohl den Ausschlag gegeben haben.

In der Argumentation von @Aloceria finde ich unberücksichtigt, dass es lediglich unsere äußere Sicht auf PM ist, die annehmen lässt, er hätte große Träume und daher viel zu verlieren. Welches Empfinden PM von seinem Leben hatte oder haben könnte, wird hier komplett ausgeblendet.

Dazu möchte ich folgendes Einbringen:
PM hat den Traum vom Raketenbau und trifft dessen Zuge auf CvB. Beide wollen gemeinsam ihre Pläne verwirklichen und gründen "C. Suborbitals". Beide haben aber unterschiedliche diametrale Sicht-und Arbeitsweisen: PM der Tüfftler und Improvisateur, der mit wenigen Mitteln stets auskommen musste und auch wollte. Dagegen CvB, der als ehemaliger NASA-Angestellter sicherlich weit technikorientierter und high-tech affiner plante.
Darüber kommt es zu Streit zwischen PM und CvB sowie dem gesamten Team von CS. PM wird immer aggressiver wahrgenommen und es kommt zum Bruch.
PM muss ohne Geld Rumlaboratorium (PMRL) gründen, und mit Sicherheit auch mit viel weniger Manpower als zuvor. Ein Neustart. Dieser Neustart wird finanziert durch die Einlagen von PA, der 75% der Firma hält. Es entbrennt ein Streit um die Nautilus mit dem Förderverein, um das Boot in die Masse von Rumlaboratorium einbringen zu konnen. PM muss Vorträge halten, um weiteres Geld einzuspielen.

Während CS hochkarätige Sponsoren auf ihrer Website listen, findet man beim PMRL nur zwei Einträge zu Sponsoren.
Technologisch dürfte beide Projekte bald sehr gleich auf liegen.

Beide Projekte beantragen unabhängig voneinander einen Starttermin, der von den Behörden auf den selben Tag und das selbe Seegebiet gelegt wird. PM mockiert sich darüber in seinem Blog, das eine Absprache mit CS angeblich nicht funktionieren würde, weil diese angeblich Gespräche verschleppen und verweigern würden. Das Ausgang ist ungewiss, welches der beiden Projekte den Meilenstein erreicht und damit "dänische Geschichte" schreibt.

Noch davor Mitte 2017 verringert PA seine Anteile an PMRL und veräußert diese an einen anderen. PA wird übrigens auch als Sponsor von CS gelistet.

Für mich sieht das fast so aus, dass möglicherweise der Traum PMs zu platzen drohte. Man weiß auch nicht wirklich, was technologisch dahinter steht und ob PM vielleicht gar keine Möglichkeit hatte die Rakete zum zugewiesenen Starttermin in die Luft zu bringen

Jedenfalls muss der Druck enorm gewesen sein. Da es um Prestige und Sponsoren ging.


Insofern bin ich nicht wirklich überzeugt, dass PM so stabil in seinem Traum war und wirklich etliches zu verlieren hatte. Möglicherweise war alles schon verloren. Dieser Gedankengang ist, denke ich, hier nie wirklich angesprochen worden.

Es kann einfach sein, dass PM sich einen "großen Abgang" verschaffen wollte, da er nichts mehr zu verlieren hatte. Und diesen Abgang hat er mit seinen vorhandenen Gewaltphantasien verknüpft. Daher die mangelhafte Verdeckung.


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13.10.2017 um 18:32
Zitat von frauzimtfrauzimt schrieb:Ich will ausdrücken- egal was es ist: Jeder Mensch, der träumt und sich einsetzt und Zeit und Geld opfert, für sein Ziel..ist erfüllt von seinem Traum.
Na, dass ich das auch so sehe, habe ich doch auch geschrieben (ich glaube, wir reden aneinander vorbei). Ich wollte nur anmerken, dass (nach allgemeinen Gedanken) ungewöhnliche und spektakulär anmutende Dinge immer mehr Aufmerksamkeit/Aufsehen (z.B. auch in den Medien) erregen, als solche, die häufiger vorkommen - ohne, dass man sagen kann, dass irgendetwas davon wertvoller oder weniger wertvoll wäre. Man sieht es ja auch an der medialen Aufbereitung aktuell: Wäre PM kein U-Boot-Bauer gewesen, sondern z.B. Restaurantbesitzer und hätte jemanden in seinem Restaurant ermordet, dann - befürchte ich - wäre das medial nicht so präsent geworden, wie es nun der Fall ist. Aber Du hast Recht, das ist jetzt wirklich ein Nebenthema!
Zitat von desmodiumdesmodium schrieb:Hier wird die Gelegenheit wohl den Ausschlag gegeben haben.
Wieso bei KW, wieso nicht bei den anderen Frauen, mit denen er schon in seinem U-Boot allein war?


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13.10.2017 um 18:34
Ein paar kleinere Ergänzungen (kursiv) in der timeline aufgrund dieses Artikels:
https://www.expressen.se/kvallsposten/detta-har-hant-i-ubatsincidenten/

Samstag 12. August
 [...]
• kurz vor 19:00 - Das U-Boot wird in Richtung Hafen in Kopenhagen transportiert.
• 22:30 - Das U-Boot erreicht den Kopenhagener Nordhafen


Sonntag 13. August
• 00:00 -Das U-Boot wird mittels Trossen aus dem Wasser gehoben.
• 00:30 - Das U-Boot hängt über der Wasseroberfläche.
• ca. 01:00 - (nach anderen Quellen erst gegen 02:30) Das U-Boot wird angehoben und auf den Kai gestellt.
• ca. 01:30 - Etwa eine halbe Stunde später wurde das U-Boot auf einen Schwertransporter gesetzt.
• 02:30 - (Andere Quelle) Das Uboot wird an Land gebracht.
• 07:00 - Das U-Boot wird vom Transporter heruntergeladen und technisch untersucht.
• 11:30 - Pressebriefing der Polizei. Die Untersuchung des Uboots sei in vollem Gange. Man habe weder eine Person noch Leiche darin gefunden. Es besteht der Verdacht das die Versenkung vorsätzlich erfolgt sei.
• 17:00 - Die dänischen Streitkräfte wollen für die Suche nach Kim Wall im schwedischen Luftraum fliegen und beantragen eine Genehmigung der schwedischen Streitkräfte.
• 19:26 - Die Suche im Wasser wird laut Polizei ergebnislos unterbrochen.

Montag 14. August
• Morgens - Der Verdacht der fahrlässigen Tötung wird in den Gerichtsakten durch den Zusatz 'unter besonders schweren Umständen' ergänzt. Das Gericht beruft sich auf einen Formfehler in den Akten.
• 09:30 - PMs Verteidigerin Betina Hald Engmark teilt mit das PM die Haftanordnung nicht anfechten wird
• 14:26 - Die Polizei teilt mit das das U-Boot absichtlich versenkt wurde

Dienstag 15. August
• Vormittag: Mehrere Schiffe der Seerettungsgesellschaft in Barsebäckshamn fahren zum Öresund, um nach Kim Wall zu suchen.
• Abend: Zusammenarbeit der schwedischen und dänischen Marine-Rettungsmannschaften.

Mittwoch 16. August
• Vormittag: Fortsetzung der Suche.
• Abend: Einstellung der Suche nach Kim Wall. Experten der Polizei versuchen trotz geringer Aussichten die vom Salzwasser zerstörte Elektronik des U-Bootes zu reparieren.


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13.10.2017 um 18:41
Zitat von AloceriaAloceria schrieb:FrauZimt schrieb:
Ich will ausdrücken- egal was es ist: Jeder Mensch, der träumt und sich einsetzt und Zeit und Geld opfert, für sein Ziel..ist erfüllt von seinem Traum.
Und jetzt ist Zeit für was? Kannst du das besser erläutern, was du damit meinst? Ein Ziel ist erreicht und nun ist halt alles für vergebens? Oder wie?


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13.10.2017 um 18:53
Zitat von AloceriaAloceria schrieb:ungewöhnliche und spektakulär anmutende Dinge immer mehr Aufmerksamkeit/Aufsehen (z.B. auch in den Medien) erregen, als solche, die häufiger vorkommen - ohne, dass man sagen kann, dass irgendetwas davon wertvoller oder weniger wertvoll wäre. ...Wäre PM kein U-Boot-Bauer gewesen, sondern z.B. Restaurantbesitzer und hätte jemanden in seinem Restaurant ermordet, dann - befürchte ich - wäre das medial nicht so präsent geworden....
Auf jeden Fall! Auf so etwas stürzen sich die Medien:

Entweder sehr spektakulär (wie kürzlich der Attentäter in Las Vegas)- oder ein Promi ist verwickelt (als Täter oder Opfer)

Wenn die Leute um Charles Manson damals nicht auch Sharon Tate ermordet hätten, hätte dieser Fall nur 50% der Aufmerksamkeit bekommen.


Und hier ist der Tatort sehr speziell. Ein U-Boot kriegt irgendwie jeden: Die Einen sind von der Technik fasziniert- die anderen gruseln sich.
Und dann auch noch ein "selbst gebautes".
Außerdem: ein U-Boot- das hatten "wir" noch nicht.

Das macht einen Fall zum Kassenschlager.
Der Täter kann aber trotzdem als Unsympath rüberkommen.-

Hier hat jemand gepostet, im Fernsehen hätte man Experten eingeladen,
die ausrechneten, wie lange der Sauerstoff im Boot ausreicht.
Die Medien dort berichten jeden Tag.


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13.10.2017 um 19:01
Ich habe mir jetzt mal diesen "Himmel oder Hölle"-Blogeintrag von PM angesehen, der hier erwähnt wurde:
https://ing.dk/blog/himmel-helvede-171685

Phantasievoll ist er ja, wobei dieser Hauptaspekt - Himmel langweilig und politisch korrekt, in der Hölle lassen die Leute ihren Trieben freien Lauf und es gibt quasi Tag und Nacht Party - nicht unbekannt ist und schon öfters aufgegriffen wurde. Das "Böse", bzw die Freiheit von Trieben und Sünde, ist halt für viele Menschen auch irgendwie faszinierend und anziehend - verrucht eben. PM führt immerhin an, dass die Hölle aber nicht nur ewige Party ist, sondern alles auch Schattenseiten hat. Die Menschen lügen und betrügen, jeder geht über Leichen. Und:
A kiss quickly becomes a painful bite, and a happy moment with one of the vampires quickly costs many hours afflicted with blood loss.
Manche Formulierungen sind etwas salopp und sollen offensichtlich lustig sein, manches ist altbekannt und sehr klischeehaft (in der Hölle sitzen u.a. Rammstein, Lars von Trier, John Lennon und Dracula, sowie diverse Nazis). Mir persönlich fällt darüber noch auf, dass sehr viel Technisches und auch das Thema Krieg (allerdings auch wieder technisch) drin vorkommt: Fahrzeuge aller Arten, Flugzeuge, U-Boote, Züge, Waffen, usw. Aber das passt, wenn man den Technikspleen von PM bedenkt.

Was ich mich aber echt bei der ganzen Sache frage, ist: Wieso hat PM in einem ansonsten technischen Blog diesen Beitrag veröffentlicht? Einfach mal so? Oder gab es da irgendeine Vorgeschichte? Solche Fantasien zu haben, ist nämlich eine Sache (glaube, das ist nicht selten), aber sie quasi themenfremd auf einem Technikblog zu posten?


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13.10.2017 um 19:06
Zitat von passatopassato schrieb:Laut Aussagen seiner Kollegen war er des oefteren mit Frauen unterwegs und hat das Uboot auch ab und zu fuer normale Schaeferstuendchen genutzt. Das war also an sich nichts ungewoehnliches fuer ihn..... Aber wahrscheinlich kam diesmal die Sache mit den Gewaltvideos dazu....
Wenn dem so ist, dann ist es wahrscheinlich, dass die Frauen die er mit auf`s U-Boot nahm auch sexuell offen waren. Vielleicht war er das erste mal mit der Situation konfrontiert, dass das Eine nicht unbedingt das Andere heißt.


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13.10.2017 um 19:13
Zitat von AloceriaAloceria schrieb: in der Hölle lassen die Leute ihren Trieben freien Lauf u
Hölle ist ja Religiös , lassen wir das mal beiseite, allen Trieben , Phantasien freien Lauf lassen ist nicht , was würde aus der Menschheit werden ?
Wir leben in einer Zeit wo die Tabus immer mehr wegfallen, Gott sei Dank gibt es noch ein Tabu worüber sich die Leute aufregen, das sind Sexuelle Übergriffe an Kindern.
Wenn PM meint wir alle leben in der Hölle (der hat sie doch schwerst nicht alle ) dann bette ich dafür das der nie wieder auf freien Fuß kommt.


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13.10.2017 um 19:21
Zitat von desmodiumdesmodium schrieb:Welches Empfinden PM von seinem Leben hatte oder haben könnte, wird hier komplett ausgeblendet.
....
PM muss ohne Geld Rumlaboratorium (PMRL) gründen, und mit Sicherheit auch mit viel weniger Manpower als zuvor. ....
Für mich sieht das fast so aus, dass möglicherweise der Traum PMs zu platzen drohte. ...
Jedenfalls muss der Druck enorm gewesen sein. Da es um Prestige und Sponsoren ging.
Insofern bin ich nicht ...überzeugt, dass PM so stabil in seinem Traum war und wirklich etliches zu verlieren hatte. Möglicherweise war alles schon verloren.
Es kann einfach sein, dass PM sich einen "großen Abgang" verschaffen wollte, da er nichts mehr zu verlieren hatte. Und diesen Abgang hat er mit seinen vorhandenen Gewaltphantasien verknüpft. Daher die mangelhafte Verdeckung.
@desodium

Danke für deinen Beitrag.

Wenn man von diesem Punkt weiterdenkt, könnte er in einem Augenblick zerstörerisch und selbstzerstörerisch gehandelt haben- und hat danach improvisierend versucht, die Tat zu vertuschen. In der Hoffnung, dass nichts gefunden wird.

Oder er wollte "das System herausfordern".
Ich erzähle was ich will. Die müssen mir beweisen, was ich getan habe.

Dass sich die Medien auf diesen Fall stürzen würden, war ihm wahrscheinlich klar.


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