@FadingScreams wie tief oder punktgenau müssten denn solche Stiche gesetzt werden, damit Gase entweichen könnten?
Wenn er in seiner Laienannahme meinte, sie aus dem Bauchraum bekommen zu müssen, müssten die Stiche zumindest die Bauchdecke zur Gänze perforieren.
Das funktioniert aber so ohnehin nicht, da die Gasbildung im Darm stattfindet (der ist bekanntlich allein schon mehrere Meter lang), und in allen Hohlräumen (Gefässsstem, Blase, Niere, Gallenwege etc etc). Ausserdem verschliessen sich die Wunden durch die unterschiechen Verschiebeschichten und durch einen schmierigen Film bei Wasserleichen (Wachsleiche).
Es geht also mehr um die Frage, was ER GLAUBTE, wozu seine Stiche dienen könnten. Natürlich gesetzt den Fall, dass sie nicht offensiv aus Hass, Wut, Lustgewinn gesetzt wurden.
@DEFacTo Todesursächliche Bedeutung erlangen in der Regel solche Verletzungen, die in zeitlichem Zusammenhang mit dem Todeseintritt (perimortal) entstanden sind.
Perimortale Verletzungen sind dann todesursächlich sehr wohl von Relevanz, wenn es EINEN Handlungsstrang gibt. Wenn im Fall Marcel H. also insgesamt über 50 Messerstiche nacheinander gesetzt werden, wovon einige Stiche zum Tod geführt haben und weitere Stiche perimortal am Sterbenden bzw. bereits Toten ausgeführt wurden. Das wäre EIN Handlungsstrang.
Wenn wir hier allerdings noch KEINE todesursächliche Verletzung haben, gilt es diese zu finden. Und hier besteht AUCH die Möglichkeit, dass die todesursächliche Verletzung NICHT VON IHM zugefügt wurde. Um nichts anderes geht es! Einfach mal abwarten, woran sie wirklich starb.